Schweiz
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Die Befürworter der Zersiedelungsinitiative liegen weiter vorne



Die Zersiedelungsinitiative wird weiter von mehr als der Hälfte der Befragten bei der zweiten Tamedia-Abstimmungsumfrage unterstützt. Die Stimmung bei den SVP-Wählern ist allerdings gekippt, und die Nein-Front in der Westschweiz bröckelt.

In der am 10. und 11. Januar durchgeführten Umfrage im Vorfeld der eidgenössischen Abstimmung vom 10. Februar über die Volksinitiative «Zersiedelung stoppen - für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung (Zersiedelungsinitiative)» sprachen sich 52 Prozent für die Volksinitiative aus und 46 Prozent dagegen.

Vor Monatsfrist war die Zustimmung mit 54 Prozent noch leicht höher gewesen. 11'474 Personen aus der ganzen Schweiz nahmen online an der aktuellen Umfrage teil. Der Fehlerbereich liegt bei 1.5 Prozentpunkten.

Stimmung bei SVP-Wähler gekippt

An Unterstützung hat die Initiative im Vergleich zur ersten Umfrage vom Dezember bei der SVP verloren. Hier kippte das Resultat: Gaben im Dezember noch 55 Prozent der Umfrageteilnehmenden an, für die Initiative zu stimmen, waren es im Januar nur noch 48 Prozent.

Während die Zustimmung bei Parteigängern der SP um 4 Prozentpunkte auf 70 Prozent anstieg, sank sie bei Anhängern der Grünen Partei um ebenfalls vier Prozentpunkte auf 85 Prozent. Die Volksinitiative wurde von den Jungen Grünen lanciert.

Mit einem Nein-Anteil von 68 respektive 60 Prozent sprechen sich weiterhin FDP- und CVP-Wähler am klarsten gegen die Initiative aus. Hier gab es nur kleine Veränderungen gegenüber der Dezember-Umfrage.

ARCHIV -- ZUR ABSTMMUNG DER ZERSIEDELUNGSINITIATIVE AM 10. FEBRUAR 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Auf einer Wiese in Kuessnacht am Rigi stehen Baugespanne fuer 6 Wohnhaeuser mit 52 Wohnungen, Kuessnacht, 7. Maerz 2013. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Wie viel Grünfläche braucht das Land? Das ist hier die Frage. Bild: KEYSTONE

Die aktuelle Umfrage zeigt weiter, dass die Initiative in der italienischen Schweiz mit 63 Prozent Ja auf besonders viel Zustimmung stösst. In der Deutschschweiz beträgt der Ja-Stimmen-Anteil inzwischen 53 Prozent. Im Dezember hatte er noch bei 57 Prozent gelegen.

Nein-Front in Westschweiz bröckelt

Die Nein-Front in der Westschweiz scheint zu bröckeln: In der ersten Umfrage hatten noch 59 Prozent der Teilnehmenden aus der Westschweiz erklärt, ein Nein in die Urne zu legen. Im Januar waren es nur noch 52 Prozent.

Die Vorlage kommt weiterhin in den Städten und Agglomerationen besser an als auf dem Land. Nur noch 48 Prozent der Befragten, die auf dem Land wohnen, befürworten inzwischen die Initiative - gegenüber 51 Prozent im Dezember.

Am überzeugendsten für eine Zustimmung zur Initiative ist weiterhin das Argument, dass jede Sekunde fast ein Quadratmeter wertvolle Grünfläche überbaut werde - eine Entwicklung, die so nicht weitergehen könne. Das gewichtigste Argument der Nein-Stimmenden ist, dass ein starrer Bauzonen-Stopp die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft ausser Acht lasse. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • schaerr 16.01.2019 09:06
    Highlight Highlight Ganz klar Ja zu dieser wichtigen Initiative. Wir können nicht weiter alle Grünflächen in unserem kleinen Land verbauen.
    • chorax 16.01.2019 16:24
      Highlight Highlight Doch.
  • andrew1 16.01.2019 08:59
    Highlight Highlight Ich verstehe die sp und die grünen einfach nicht. Zuerst wollen sie eine möglichst grosse zuwanderung und dann fragen sie sich weshalb immer wie mehr gabaut wird und weshalb die umwelt belastet wird. Die zuwanderer leben ja wohl nicht unter einem stein ohne wasser, strom, öl etc. Die lebensmittel fliegen auch nicht durch geisterhand in die läden. Dazu braucht es strassen und lastwagen. 🤦‍♂️
    • Fabio Haller 16.01.2019 10:09
      Highlight Highlight Es darf ja auch gebaut werden. Einfach in die Höhe oder durch austauschen der Bauzonen. Man kann auch bauen und nachhaltig sein gleichzeitig. Ausserdem sind Strassen, Krankenhäuser, Wasserreservoirs etc. aus der Initiative ausgeschlossen.
    • Ritiker K. 16.01.2019 11:40
      Highlight Highlight Die SP und die Grünen wollen "eine möglichst grosse Zuwanderung"

      Das ist mal ein guter Eröffnungssatz für eine politische Diskussion.


      Fundiert, objektiv und ausgewogen....
    • Schneider Alex 17.01.2019 06:01
      Highlight Highlight Zersiedelungsinitiative: Was tun, wenn man weder Zersiedelung noch Verdichtung will? Sich gegen Einzonungen und übermässige Verdichtung auf allen Staatsebenen wehren, masslose Zuwanderung bekämpfen und Flächenverbrauch besteuern.

  • chorax 16.01.2019 08:39
    Highlight Highlight Die Zersiedelungsinitiative ist eine verkappte Antieinwanderungsinitiative.
    • Fabio74 16.01.2019 10:12
      Highlight Highlight Falsch. Thema nicht verstanden.
    • Armend Shala 16.01.2019 11:59
      Highlight Highlight Wenn man noch linker als links ist...
    • chorax 16.01.2019 16:25
      Highlight Highlight @Fabio
      Du sprichst von Dir selbst.
  • blaubar 16.01.2019 08:23
    Highlight Highlight Das Problem der Initiative ist leider, dass sie das Problem nicht tangiert. Wir haben riesige Leerstände von teuren Neubauten. Wozu verdichten, wenn es gar keinen Bedarf an diesen Neubauten gibt? Es wäre besser, Neubauten erst dann zu bewilligen, wenn eine bestimmte Leerstandprozentzahl unterschritten wird, ausser es handelt sich um Eigengebrauch. Es darf nicht sein, dass Pensionskassen unsere Landreserven zubetonieren, ohne dass ein Bedarf besteht. Rendite hin oder her. Diese Tatsache ist das Problem, nicht, dass Private ein Einfamilienhaus bauen würden (kann sich eh niemand mehr leisten).
    • Arutha 16.01.2019 10:05
      Highlight Highlight Wo stehen diese Neubauten mit Leerständen?
      Ich wäre froh würden mal Wohnungen für Familien gebaut. Mit 5.5 Zimmer. Baut niemand und wenn, dann leider nicht bezahlbar.

      Ich befürworte die Zersiedelungsinitiative von der Idee her, habe aber Angst, dass in 10 Jahren dadurch Wohnen noch viel teurer wird.
    • blaubar 16.01.2019 10:57
      Highlight Highlight Z.B. in Münsingen. Jede 20. Wohnung steht hierleer. Jede 2. davon ist eine Neubauwohnung! Leider sind sie unzahlbar (4.5Z. 900‘000.-/5.5Z. 1.4 Mio), weshalb sie zu grossen Teilen leerstehen. Offenbar lohnt es sich trotzdem für die PKs. Ja, und in Münsingen wollen sie immer weiter (und auch höher) bauen. Am liebsten gleich ein Dutzend Blöcke auf einmal. Hier gibt es hunderte leere Wohnungen! Viel Vergnügen, wenn die Zinsen steigen. Dann ist es aus mit den Besitzern, und auch mit den PKs. Es ist zum Schreien.
    • chorax 16.01.2019 16:27
      Highlight Highlight @blaubar
      Wenn interessiert schon eine Immobilienfehlspekualtion in Münsingen.
      Der Leerwohnungsbestand ist in insgesamt viel zu tief. Darum steigen die Mieten unaufhörlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 16.01.2019 07:16
    Highlight Highlight Zersiedelungs-Initiative JA: Wegen Kulturlandschutz leider nötig!

    Mit der Zersiedelungs-Initiative soll das Kulturland geschützt und dem verdichteten Bauen zum Durchbruch verholfen werden. Aber nicht alle Leute wohnen gerne in verdichteten Siedlungen. Rund 70% der neu erstellten Wohnungen werden direkt oder indirekt von der Zuwanderung verursacht. Wer noch Hoffnung auf unverdichtetes Wohnen hat, muss politisch mithelfen, die übermässige Zuwanderung zu reduzieren.
    • Fabio74 16.01.2019 10:16
      Highlight Highlight Falsch. Der Schweizer lebt auf 45m2 pro Kopf. Das ist das Problem.
      Vor 50 Jahren lebten 50000 Nendchen mehr in der Stadt Zürich auf wesentlich weniger Wohnfläche!
    • blaubar 16.01.2019 10:59
      Highlight Highlight Das ist falsch. Rund 100% aller Neubauten werden von den Pensionskassen verursacht, weil es die einzige Möglichkeit ist, noch irgendwie Geld zu verdienen. Die teuren Wohnungen bleiben zu grossen Teilen leer. Hat mit Zuwanderung nix zu tun.
    • Schneider Alex 16.01.2019 22:31
      Highlight Highlight @Fabio 74
      Und was willst du dagegen tun? Eine Kontingentierung der Zuwanderung ist wohl leichter lösbar als die Einschränkung des Wohnflächenanspruchs.
    Weitere Antworten anzeigen

«Steigende Mieten!» – «Nur noch Beton!»: Das Streitgespräch zur Zersiedelungs-Initiative

Am 10. Februar stimmt die Schweiz darüber ab, ob die Gesamtfläche aller Bauzonen eingefroren werden soll. Initiant Luzian Franzini von den jungen Grünen und Initiativgegner Leroy Bächtold von den Jungfreisinnigen streiten über den Traum vom Einfamilienhaus, den richtigen Weg zu mehr Verdichtung und die Ursachen von steigenden Mieten.

Herr Franzini, angenommen, Geld spielt keine Rolle: Wie und wo würden Sie am liebsten wohnen?Luzian Franzini: Ich würde am allerliebsten in einer Altbauwohnung mitten in einer Altstadt wohnen, wenn Geld keine Rolle spielt.

Und Sie, Herr Bächtold?Leroy Bächtold: Ich glaube, bei mir hängt das etwas vom Alter ab. Momentan wohne ich in der Stadt Zürich und tue das sehr gerne. Da bin ich nahe beim Nachtleben, habe gute ÖV-Verbindungen. Aber wenn ich älter bin und eine Familie mit Kindern habe, …

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