Schweiz
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Appenzeller Hunde reissen drei Rehe – Hundehalter werden gesucht



Bild

Bewohner hatten beobachtet, wie ein Hund Rehe jagte. bild: zvg

Appenzell Ausserhoden hat ein Problem mit wildernden Hunden. Jagdaufseher haben am vergangenen Wochenende drei tote Rehe aufgefunden. Die Hundehalter konnten noch nicht ermittelt werden.

Die Wildtiere hatten bei den derzeitig herrschenden Witterungsverhältnissen und dem vielen Schnee keine Chance, den Hunden zu entkommen, wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei am Montag schrieb.

Dem diensthabenden Jagdaufseher bot sich am Sonntagmorgen in Heiden ein schreckliches Bild: gleich zwei von einem Hund übel zugerichtete Rehe lagen nahe nebeneinander tot im Schnee.

Bewohner eines etwas abseits des Dorfes liegenden Wohnhauses hatten beobachtet, wie ein Hund Rehe jagte. Sie alarmierten den Jagdaufseher. Dieser folgte den Spuren im Schnee und fand nach kurzer Zeit in einem Bachlauf einen Rehbock und ein letztjähriges Rehkitz, beide noch warm.

Sie sind laut Mitteilung von einem Hund gerissen worden. Die toten Tiere wurden sichergestellt und eine jagdpolizeiliche Ermittlung ist eingeleitet worden: «Leider bis jetzt noch ohne konkrete Ergebnisse», heisst es weiter.

Meldungen häufen sich

Praktisch zur gleichen Zeit wurde auch der Mittelländer Jagdaufseher von der Polizei aufgeboten. Dieser musste in Speicher einen von Hunden getöteten Rehbock sicherstellen.

In der vergangenen Woche seien im Mittelland verschiedene Meldungen über zwei wildernde Hunde eingegangen. Am Samstag musste deswegen der für die Gemeinde Teufen zuständige Jagdaufseher zusammen mit der Kantonspolizei ausrücken. Ob der nun in Speicher gerissene Rehbock in einem Zusammenhang zu dieser Aktion steht, ist Gegenstand von Abklärungen.

Die Jagdverwaltung ersucht alle Hundehalterinnen und Hundehalter ausdrücklich ihrer Pflicht zur Beaufsichtigung ihrer Hunde nachzukommen. Im Winter seien die Wildtiere noch dringender als sonst auf Ruhe und Schutz angewiesen.

Jagdpolizei muss eingreifen

Bei der Flucht durch den Schnee verbrauchen Wildtiere viel lebensnotwendige Energie. Ausserdem sinken sie im Schnee oftmals tiefer ein als die verfolgenden Hunde. Ihre Überlebenschancen sind gering. Mit einer verantwortungsbewussten Hundehaltung könnte das Tierleid vermieden werden.

Wer Hunde wildern lässt, mache sich strafbar und müsse auch Schadenersatz für die getöteten Tiere entrichten, schreibt das zuständige Departement. Wildernde Hunde können gestützt auf Artikel 33 der kantonalen Jagdverordnung von den Jagdpolizei jederzeit entschädigungslos abgeschossen werden. (sda)

Unsere Hobbies in den Bergen stressen Wildtiere

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Juzzzo 22.01.2019 06:49
    Highlight Highlight Das gleiche wie mit den Schwänen in Nidwalden kann man doch hier mit bissigen Hunden machen.
  • Gummibär 21.01.2019 19:22
    Highlight Highlight Wenn ein Wolf ein Reh reisst, dann ist es ein natürlicher Vorgang.
    Wenn ein domestizierter Verwandter des Wolfs seinem Jagdtrieb nachgibt und zum Spass ein Reh reisst wird er erschossen.
    Wenn einer unserer steinzeitlichen Vorfahren ein Reh erlegte um sich und seine Familie zu ernähren, war das ein natürlicher Vorgang.
    Wenn ein domestizierter Nachkomme seinem Jagdtrieb nachgibt und zum Spass ein Reh schiesst, ist das "Sport".
    Für das Reh ist das Resultat immer das gleiche.
    • Gummibär 22.01.2019 09:53
      Highlight Highlight @Echo und PA
      In keiner Weise möchte ich den Eindruck erwecken, dass ich das Wildern durch Hunde in Ordnung finde. Hunde gehören im Wald an die Leine.
      Ebenso ist mir bewusst, dass der Bestand an Schalenwild und Füchsen nach dem Verschwinden ihrer natürlichen Fressfeinde durch den Menschen reguliert werden muss.
      Ob die Jagd immer nur dem Hege-und Pflegebedürfnis entspricht oder aber manchmal auch einem gesellschaftlichen sei dahingestellt.
      Siehe https://schweizerjaeger.ch/veranstaltungen/#event873
  • Lisbon 21.01.2019 18:58
    Highlight Highlight Schweinerei..
  • kvinne aka white milk aka MC Pleonasmus 21.01.2019 18:46
    Highlight Highlight Die Kantonsnamen der beiden Appenzell haben nix mit Biologie, Urologie, etc. zu tun. Es handelt sich weniger um Hoden als um Rhoden 😂 aber ja. Lustige Vorstellung dass es in den äusseren Hoden wildert 😂🙈
  • maxi 21.01.2019 17:25
    Highlight Highlight sofort einschläfern... die hundehalter
  • Töfflifahrer 21.01.2019 17:20
    Highlight Highlight Hallo Watson Appenzeller sind eine Rasse! Hier handelt es sich aber um Hunde die im Appenzell Ausserrhodischen wildern. Das ist schon tragisch genug aber das nun einer Rasse zuordnen ist inhaltlich nicht korrekt.
  • The fine Laird 21.01.2019 16:51
    Highlight Highlight Appenzell AusserHODEN😂😂😂
    • ChlyklassSFI 21.01.2019 17:07
      Highlight Highlight Steht immer noch so drin. 🙄
    • Zitronensaft aufbewahren 21.01.2019 17:24
      Highlight Highlight Man schreibt es aber mit zwei R: "Ausser-Rhoden" (Rhode
      ~= Gemeinde). Im Text auch falsch (*hust*).
  • DichterLenz 21.01.2019 16:34
    Highlight Highlight Hab auch schon Hundehalter gesehen, die ihre Hunde bei den Murgseen oben Murmeli und Rehe jagen liessen. Trotz Leinenpflicht. Hat die nicht interessiert.
    • Lisbon 22.01.2019 06:41
      Highlight Highlight Solche Leute würde ich anzeigen. Bin zwar nicht so Hilfspolizistin drauf, aber bei einem Naturschutzgebiet?? Da ich oftmals Spazziergänge mache, sehe ich viele Hundehalter, dies einfach nicht im Griff haben. Und das sogar auf einem Feld.
  • critico 21.01.2019 16:31
    Highlight Highlight Appenzeller Hunde sind eine Rasse, also schreibt doch Hunde im Appenzell....
    • ralck 21.01.2019 16:41
      Highlight Highlight Wie ist das denn mit kastrierten Hunden im Appenzell Innerrhoden? Geht das überhaupt oder dürfen die nur in Ausserrhoden leben? Irgendwie bin ich verwirrt.
    • ARoq 21.01.2019 17:57
      Highlight Highlight Die Rasse heisst Appenzeller Sennenhund.
  • JacquiO 21.01.2019 16:24
    Highlight Highlight Abwarten.. bei uns heisst es auch immer sofort es seien Hunde... schlussendlich waren es eben doch nicht Hunde oder die Tiere bereits verletzt etc. pp.
    Die Jagdgesellschaften wollen einfach nur das absolute Monopol und die Kontrolle über die Wildtiere wann und wie sie diese killen.. ätzend das ewige gleiche Geliere der Männer in grünen Loden (oder Tarnanzug!) mit wenig Grips und ohne Empathie.
    • Borki 21.01.2019 17:59
      Highlight Highlight Zeugen haben Hunde jagen gesehen...
      Die Spuren deuten auf Hunde hin...
      Aber hey, wahrscheinlich waren es wirklich keine Hunde, sondern ein böööser Jäger, der einfach so einmal ein Reh tot gebissen hat statt es zu schiessen???

      Ich hoffe einmal du lebst streng vegan, sonst hat deine Abneigung gegen uns Jäger einen ziemlich heuchlerischen Beigeschmack.
    • Alan Smithee 21.01.2019 18:12
      Highlight Highlight Auf meinen Spaziergängen begegnen mir immer wieder Hunde die
      scheinbar Herrchen und Frauchenlos durch die Pampa dackeln.
      Das der einte oder andere darunter einen erhöhten Jagdtrieb haben kann ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
      Hundehaltung sollte wieder strenger reglementiert werden
  • acvodad 21.01.2019 16:19
    Highlight Highlight Mhm, denn jedes Reh das von einem Hund gerissen wird kann später nicht von einem Jäger geschossen werden.
    • Lisbon 21.01.2019 18:59
      Highlight Highlight Sie haben anscheinend keine Ahnung von den Aufgaben eines Jägers..

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