Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zweite Lawine beschädigt Stütze: Säntisbahn muss Betrieb für Monate einstellen



Eine zweite Lawine am Säntis hat eine Stütze der Bahn beschädigt. Der Betrieb muss aus Sicherheitsgründen während mehreren Monaten eingestellt werden. Trotz des Stillstands soll keinem Mitarbeiter gekündigt werden.

Die Lawine ging zwischen Sonntag und Montag auf die erste Seilbahnstütze nieder und zog die Tragwerkkonstruktion in Mitleidenschaft. Wie gross der Schaden an der Stütze und der Konstruktion ist, könne derzeit noch nicht im Detail gesagt werden, sagte Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntisbahn am Freitagvormittag vor den Medien. Im schlimmsten Fall müsste die Stütze komplett ersetzt werden.

ARCHIVBILD - ZUR VORUEBERGEHENDEN EINSTELLUNG DES BAHNBETRIEBS DER SAENTIS SCHWEBEBAHN AG, AM FREITAG, 18 JANUAR 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Blick auf den Eingang des Hotel Saentis mit einem verschuetteten Bus und Auto, nach einem Abgang einer 300 Meter breiten Lawine auf der Schwaegalp, Hundwil, am Freitag, 11. Januar 2019. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht verletzt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Säntisbahn steht still. Bild: KEYSTONE

Man müsse davon ausgehen, dass die Reparaturarbeiten Monate dauern könnten. Ein Projektteam aus Fachleuten beurteile aktuell den Schaden und plane das weitere Vorgehen.

Die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitenden habe oberste Priorität, sagte Vattioni. Bis zur Instandstellung der Stütze würden deshalb keine Personenfahrten mehr durchgeführt, auch wenn diese rein theoretisch möglich wären. Um zu verhindern, dass die Anlage vereise, müsse die Bahn regelmässig gefahren werden. Die Bedienung erfolge aber von der Talstation aus.

Lawine geht auf der Schwägalp nieder

Gefahr richtig eingeschätzt

Die erneute Lawine sei niedergegangen, während die Rettungs- und Räumungsarbeiten des Lawinenniedergangs vom 10. Januar aus Sicherheitsgründen eingestellt waren und der Zugang des ganzen Bereichs für sämtliche Personen gesperrt war.

Wie die zweite Lawine zeige, sei die Gefahr von den Fachleuten richtig eingeschätzt worden. Zwischen dem ersten und dem zweiten Lawinenniedergang seien bis zu 1,5 Meter Neuschnee gefallen.

Dass die Stütze beschädigt sei, hätten Mitarbeiter der Bahn erst am Dienstagabend bemerkt, sagte Vattioni gegenüber Keystone-SDA. Bis am Dienstagmittag sei die Schwägalp von den Behörden abgeriegelt worden und nur für die Einsatzkräfte der Aufräumarbeiten zugänglich gewesen.

«Als wir bei einer Kontrollfahrt am Dienstagabend die Schäden an der Stütze 1 sahen , haben wir sofort alle Mitarbeiter evakuiert, die auf dem Säntis mit Revisionsarbeiten beschäftigt waren», sagte der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn. Zudem seien sofort Fachleute informiert worden. Nach eingehender Schadeninspektion sei am Donnerstag entschieden worden, dass man aus Sicherheitsgründen auf jegliche Personenfahrten verzichte.

Keine Kündigungen

Von der Einstellung der Bahn ist ein grosser Teil der 180 Mitarbeitenden betroffen. Allerdings müssten sie keine Konsequenzen fürchten – «weder finanziell noch bezüglich der Anstellung», sagte Vattioni.

Was der eingestellte Betrieb für die momentan laufenden Umbauarbeiten des Gipfelrestaurants bedeute, könne er im Moment nicht sagen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen könnten derzeit nicht abgeschätzt werden.

Drei Verletzte

Beim Abgang einer riesigen Lawine vom Säntis-Nordhang auf die Schwägalp waren am 10. Januar drei Personen leicht verletzt worden. Das 2015 neu gebaute Hotel bei der Säntisbahn-Talstation und zahlreiche parkierte Autos wurden beschädigt. Bilder davon gingen um die Welt.

Am Mittwoch meldete die Säntisbahn, der auch das Hotel gehört, dass die Aufräumarbeiten auf der Schwägalp abgeschlossen seien und das Hotel und das Restaurant wieder in Betrieb seien. Die von der Lawine angerichteten Schäden am Gebäude sind gross. Über die Schadensumme konnte Vattioni noch keine Angaben machen. Die Räume, in welche die Lawine durch vier zerborstene Fenster eingedrungen war, können vorerst nicht genutzt werden. (sda)

Augenzeugen berichten von der Schwägalp-Lawine

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 18.01.2019 11:27
    Highlight Highlight Warum dauert das Monate? Müssen sie warten bis der Schnee weg ist oder was genau stellt das Problem dar, das es Monate dauert? Und sind das "monate" weil es 3 Monate dauert oder doch 6+ Monate?
    • Albi Gabriel 18.01.2019 11:32
      Highlight Highlight So was kann auch nur ein städtischer Unterländer fragen...
    • René Gruber 18.01.2019 11:41
      Highlight Highlight Ja zum einen dürfte wohl der Schnee das Problem sein, zum anderen wohl, dass so ein Seilbahnmast nicht gerade einfach zum Abholen im Baumarkt bereit liegt als Ersatz.
    • Fabio74 18.01.2019 11:44
      Highlight Highlight Vermutlich mal warten bis die Lawinengefahr weg ist und dann weiter abklären. Mast ersetzen im Schnee dürfte wohl schwierig sein.
    Weitere Antworten anzeigen

In der Schweiz geht die Kriminalität seit Jahren zurück – trotzdem wächst die Furcht davor

Seit 2012 geht die Kriminalität in der Schweiz de facto zurück. Aber über die Hälfte der Bevölkerung befürchtet das Gegenteil. Jedem Dritten wird's nachts mulmig in öffentlichen Verkehrsmitteln und jeder Sechste trägt Pfefferspray oder andere Abwehrwaffen mit sich.

An den unmittelbaren Erfahrungen kann es nicht liegen, denn nur ein verschwindender Prozentsatz der Befragten ist in den zwölf Monaten vor der Umfrage mit Verbrechen in Berührung gekommen: 6 Prozent wurden bestohlen, 2.1 Prozent …

Artikel lesen
Link zum Artikel