Conex 26: Schweizer Armee plant im Juni grosse Übung in Region Basel
Die Schweizer Armee plant in der Region Basel vom 1. bis 28. Juni eine grosse Übung mit dem Namen Conex 26. Dabei soll unter anderem die Verteidigungsfähigkeit in überbauten Gebieten gezielt trainiert werden. 3500 Schweizer Armeeangehörige werden an der Grossübung teilnehmen, wie der Tagesanzeiger schreibt.
Der Zeitung liegen dabei Unterlagen vor, die zeigen, was konkret geübt werden soll. «Der Einsatz zielt auf die Vorbereitung der Abwehr einer Gegenseite auf eigenem Boden ab», heisst es.
Zwar gebe es in der aktuellen Lage keine grenzübergreifende Bedrohung, «doch es gibt Anzeichen, dass Auseinandersetzungen unter- und oberhalb der Kriegsschwelle im entfernten Ausland auch in die Schweiz überschwappen können», heisst es im Bericht.
Geplant sind Übungen in drei sogenannten «Arenen», wie es die Armee nennt: erstens die «Juraübergange», zweitens die «Grenze» und drittens die «Rheinhäfen». Auch eine Mobilmachung wird gemäss dem Bericht geübt.
Offiziell angekündigt ist diese Grossübung noch nicht. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport gibt auf Anfrage des Tagesanzeigers keine Auskunft. Die Kantone Basel-Landschaft und Aargau bestätigen der Zeitung allerdings, dass sie über die Übung informiert wurden. Die Bevölkerung werde demnach nach Abschluss der Planung zu Conex 26 informiert.
In Basel bereits Politikum
Politikerinnen und Politiker fordern aber bereits jetzt Transparenz. Die Basta-Grossrätin Franziska Stier hat eine Interpellation bei der Basler Regierung eingereicht. Gegenüber dem Tagesanzeiger sagt sie:
Stier sagt, die Zeit dränge, es sei ja bereits Februar und der Juni sei ja nicht mehr so weit weg.
(ome)
