Schweiz
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0,6 Prozent: Das ist aktuell der Anteil Frauen in der Schweizer Armee.
bild: Keystone

Norwegen macht's vor: Bundesrat soll Dienstpflicht für Frauen prüfen

Eine Studiengruppe des Bundesrates will die Armee nach dem Vorbild Norwegens reformieren. Wer im skandinavischen Land Wehrdienst leistet, geniesst Privilegien.

Lorenz Honegger / Nordwestschweiz



Diese Woche rücken in Norwegen die ersten wehrpflichtigen Frauen in die Armee ein. Sie wurden in die Streitkräfte einberufen, nachdem das Parlament in Oslo im Jahr 2014 die Wehrpflicht auf beide Geschlechter ausgedehnt hatte.

Fast gleichzeitig veröffentlichte der Bundesrat am Mittwoch den Bericht der Studiengruppe Dienstpflichtsystem. Der Inhalt ist überraschend: Die Schweiz soll ihr System auf der Basis des «norwegischen Modells» weiterentwickeln, findet die Gruppe aus Armeevertretern, militärischen und zivilen Organisationen. Eine Wehrpflicht für beide Geschlechter sei das langfristige Ziel, bestätigt alt CVP-Nationalrat Arthur Loepfe, unter dessen Führung der Bericht entstand.

Fragt sich nur: Ist das möglich in einem Land, in dem heute nur Männer dienstpflichtig und nur gerade 1000 beziehungsweise 0,6 Prozent aller Armeeangehörigen weiblich sind?

Doppelt so grosses Reservoir

Um den Vorschlag zu verstehen, muss man seine Vorgeschichte kennen: Als die Studiengruppe unter Loepfe ihre Arbeit im Jahr 2014 begann, hatte der damalige Verteidigungsminister Ueli Maurer soeben die Abstimmung über die Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht mit 73,2 Prozent Nein-Stimmen gewonnen. Sein Auftrag an die Gruppe Loepfe lautete, Vorschläge zur Weiterentwicklung des gegenwärtigen Dienstpflichtsystems zu machen. Zumindest offiziell waren Frauen damals noch kein Thema, obschon Maurer auch schon Sympathien für die Idee geäussert hatte.

Mit dem norwegischen Modell liegt nun ein vergleichsweise kontroverser Vorschlag auf dem Tisch, der wenig mit dem gegenwärtigen System am Hut hat. Die Studiengruppe betont, es gehe ihr nicht primär um Gleichberechtigung, sondern darum, das Potenzial an gut ausgebildeten Frauen für das Militär zu erschliessen. Auch die Schweizer Armee benötige immer mehr spezialisierte Fachkräfte: Engpässe bei den Sanitätstruppen oder bei den Militärärzten könnten beseitigt werden, wenn beide Geschlechter dienstpflichtig wären. Das Militär hätte auf einen Schlag ein doppelt so grosses Reservoir an möglichen Rekrutinnen und Rekruten.

Umfrage

Soll die Dienstpflicht auch für Frauen gelten?

2,829

  • Ja73%
  • Nein27%

Der typisch schweizerische Gedanke der Wehrgerechtigkeit würde jedoch in den Hintergrund rücken. Denn längst nicht alle Männer und Frauen müssten Dienst leisten. Die Zahl der Rekruten würde sich nach dem Bedarf richten, so die Studiengruppe. Wer nicht in der Armee sei, zahle aber eine Wehrpflichtersatzabgabe. Auch die Frauen.

Ein Anreizsystem soll das Militär attraktiver machen, ähnlich wie in Norwegen. Wer dort Militärdienst geleistet habe, habe bessere Chancen auf eine Stelle bei der Verwaltung, der Polizei oder der Küstenwache. Das sei ein zentraler Pfeiler des Modells.

In der Schweiz könnte das bedeuten, dass Dienstleistende bei bestimmten Stellen der öffentlichen Hand privilegiert behandelt werden. Auch ein attraktiver Sold und Abzüge bei der Bundessteuer könnten als Anreize dienen. Offen wäre, wie die Armee mit Ehepaaren umgeht, die Kinder haben. Klar ist: Selbst wenn sich das «norwegische Modell» als mehrheitsfähig erweisen sollte, dürfte es noch eine Weile dauern, bis Frauen in grosser Zahl durch die Schweizer Kasernen stapfen.

Frauen an die Waffen: Das sagen Armeeangehörige und eine Frauenrechtlerin.

(18.2.2015) Video: © TeleM1

Wenn überhaupt, sollen die Reformideen der Studiengruppe laut Loepfe im Lauf des nächsten Jahrzehnts umgesetzt werden. Eine Verfassungsänderung und damit eine Volksabstimmung wären zwingend.

Weitere Vorschläge

Neben dem norwegischen Modell hat die Studiengruppe drei weitere Vorschläge diskutiert: Ein Modell «Status quo plus», das sich auf 13 sanfte Verbesserungsvorschläge beschränkt. Ein Modell «Sicherheitsdienstpflicht», bei dem Zivildienst und Zivilschutz fusioniert würden, und ein Modell «Allgemeine Dienstpflicht», bei dem neben Frauen und Männern auch Ausländer Dienst leisten müssten, das also noch einen Schritt weitergehen würde als Norwegens Armee.

Der Bundesrat nimmt den Bericht der Studiengruppe Loepfe vorerst nur zur Kenntnis. In einem nächsten Schritt werden Verteidigungsminister Guy Parmelin und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann die Empfehlungen auswerten und dann über das weitere Vorgehen entscheiden. (aargauerzeitung.ch)

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flunderchen 07.07.2016 22:44
    Highlight Highlight Macht es doch einfach freiwillig für beide Geschlechter, wer geht, bekommt Privilegien wie niedrigere Steuern, wer das nicht will, kann Zivildienst/Schutz leisten oder halt einfach mehr Steuern zahlen.

    Der Zwang ist absurd, nicht mehr zeitgemäss und wer wirklich nicht gehen will, kann sich eh mit nem Arztzeugnis rausmogeln. Vereinfacht den Mist doch einfach und alle sind glücklich.
  • Klaus K. 07.07.2016 21:54
    Highlight Highlight Die Untersuchung des Abstimmungsverhaltens bei entsprechenden Initiativen zeigt, dass Frauen mehr als Männer für den Militärdienst votieren. Es sind etwa mehr Männer bereit, die Armee abzuschaffen. Unter solchen Umständen finde ich, es ist nur schlüssig, Frauen zum Wehrdienst zu verpflichten - schon mal ganz abgesehen von der Gleichstellung der Geschlechter.
  • Human 07.07.2016 13:09
    Highlight Highlight Macht zwar aus sicht der Gerechtigkeit/Gleichberechtigung und so schon Sinn, aber brauchen wir eine Armee in der das ganze Land dient, in einem Land in dem die Armee noch nie wirklich für einen ernsthaften Notfall (Land wird angegriffen/Krieg) gebraucht wurde?
    • Human 07.07.2016 14:39
      Highlight Highlight Eigentlich hab ich die Festplatte ja schon und ein gutes Backup mit den wichtigen Daten erstellt - ist es sinnvoll von allen Daten ein Backup zu machen nur weil ich es könnte? - ich versteh schon worauf sie hinaus wollen, aber das sind unnötige Kosten die wir hätten für einen Fall der niemals eintreten könnte. Und ist ja nicht so das wir momentan Schutzlos da stehen weil wir so eine kleine Armee hätten... Wir müssen vielleicht einen anderen Weg finden, bei dem nicht nur Männer Wehrpflicht haben, aber eine Armee die aus der quasi kompletten Bevölkerung besteht macht doch auch keinen Sinn!
    • Alex_Steiner 07.07.2016 15:32
      Highlight Highlight @BeWi: Aha... ist es möglich das wir von einem Tag auf den anderen in einen Krieg verwickelt werden? Wie soll das bitte gehen? Da müssten wir ja schon fast Krieg mit Europa anfangen... und wie wahrscheinlich ist das? Und wie wahrscheinlich ist es das wir so einen Krieg gewinnen? Alles reine Geld Verschwendung.

      Lieber eine Berufsarmee mit wenig Leuten dafür gut Ausgebildet und mit guter Ausrüstung. Anstatt auf Quantität zu setzen die wir nicht haben... Die kann dann auch ausserhalb von der Bürozeit den Luftraum sichern.
    • 7immi 07.07.2016 18:15
      Highlight Highlight die armee hat weit mehr aufgaben als krieg. so stellt sie die dritte interventionswelle aller (!) blaulichtorganisationen und die redundanz lebensnotwendiger infrastruktur sicher. bei einer allfälligen abschaffung müssten also alle dieser organisationen aufgestockt werden. ob das bei gleicher leistung günstiger ist?...
      das ganze ist ein ausgeklügeltes system um unsere sicherheit sicherzustellen. militärs sind nicht dumm. es sind leute wie du und ich in grüner kleidung.
  • Jokerf4ce 07.07.2016 12:12
    Highlight Highlight Militär. \(-.-)
  • Lowend 07.07.2016 12:04
    Highlight Highlight Freiheit schreien und die Frauen in's Militär zwingen; auch dass ist bürgerliche Politik. Das gleiche gilt für die Parteien die immer Steuern senken wollen und hier quasi die Ausweitung des Militärpflichtersatz auf die Frauen fordern; Auch dass ist echte bürgerliche Logik, oder das Beispiel wie ungeniert diese Vertreter der oberen Zehntausend das blöde Volk an der Nase herumführen.
    • Firefly 07.07.2016 14:18
      Highlight Highlight Naja, wenn die Frauen, die Hausarbeit, Kinder und Familienbetreuung die sie in der Schweiz wohl immer noch zu 90% selber und unendgeltlich machen, dann neu als Zivildienst (was es ja ist, denn ohne würde die Gesellschaft nicht funktionieren) angerechnet und auch dementspechend entlöhnt bekommen... ;)
    • Bonifatius 07.07.2016 16:01
      Highlight Highlight @geshitstormt: Eben, deine (!) machst du selber. Frau macht dann aber meistens ihre, die der Kinder und die des Mannes, ok? Das ist dann eben der Unterschied zwischen Selbstversorgung und gratis Dienstleistung. Ist eigentlich recht einfach zu verstehen.
    • Firefly 07.07.2016 16:06
      Highlight Highlight @geshitstormt solange du Single bist ja, aber krieg erst mal Kinder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 07.07.2016 11:59
    Highlight Highlight Es kann nur von Vorteil sein, auch für den privaten Bereich, wenn auch die weibliche Bevölkerung eine Ausbildung für Bewältigung von Notfällen bekommt.
    • Bonifatius 07.07.2016 16:08
      Highlight Highlight Dieser Kommentar ist mir schleierhaft. Welche Notfälle? Und weshalb soll das für den privaten Bereich von Vorteil sein?
    • Homes8 07.07.2016 17:45
      Highlight Highlight Also ich kann jetzt auch nicht voraussagen was für Notfälle mal auf uns zukommen. Aber mit der entsprechenden Ausbildung könnten Sie Ihre Fragen dann selber beantworten.
    • Bonifatius 07.07.2016 20:39
      Highlight Highlight Sie waren also im Militär? Und denken, dass die Notfälle in militärischer Form auf uns zukommen? Und warum sollen Frauen vor allem im privaten Bereich tätig sein? Diese Überlegungen scheinen mir im Ganzen einfach nicht einzuleuchten... Mit meiner Ausbildung bin ich übrigens ziemlich zufrieden - auch ohne Militärdienst, den die meisten meiner männlichen Kollegen zudem auch nicht absolviert haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 07.07.2016 11:58
    Highlight Highlight Zur Dienstpflicht von Norwegen gehört aber auch eine 40% Quote für Frauen in Führungspositionen und ob dass den ewiggestrigen Armeefans dann auch so gut gefällt ist fraglich.
  • Asmodeus 07.07.2016 11:26
    Highlight Highlight Der Grundgedanke liegt nicht einmal darin mehr Leute ins Militär zu holen sondern auch eine Grundlage dafür zu haben bei Frauen den Wehrpflichtersatz einzuziehen.


    Wir sprechen hier immerhin von potentiellen Mehreinnahmen im Bereich von 1-2 Milliarden CHF pro Jahr.


    Ich sehe allerdings einen generellen Vorteil für die Gleichberechtigung darin. Beim Thema Lohngleichheit etc. ist eines der typischen "Totschlagargumente", dass Frauen keinen Wehrpflichtersatz zahlen und kein Militär leisten müssen.
    Dieser Punkt fällt dann in Diskussionen endgültig weg.
    • Homes8 07.07.2016 13:37
      Highlight Highlight Genau, irgendwie muss ja auch das Geld für die Unternehmensteuer-Reform II+III wieder reinkommen.
    • Stellklaus 07.07.2016 14:48
      Highlight Highlight Das Totschlagargument beim Thema Lohnungleichheit ist wohl eher, dass es gar keine Lohnungleichheit gibt.
      Die Lohnunterschiede sind auf unterschiedliche Interessen, Prioritäten und Karriereentscheidungen zurückzuführen. Der unerklärbare Lohnunterschied beträgt je nach Studie zwischen 1,5 und 5% und auch bei diesem kann nicht von Diskriminierung gesprochen werden. In den USA zb verdienen unverheiratete, kinderlose Frauen sogar 0,5% mehr als vergleichbare Männer.

      Leider wird dieser Blödsinn derart professionellverbreitet, dass man kaum hinterher kommt es richtig zu stellen.
  • Bulwark 07.07.2016 11:17
    Highlight Highlight Schon interessant, dass bis auf Österreich alle unsere Nachbarländer die Dienstpflicht abschaffen/abgeschafft haben. In der Schweiz wird zur selben zeit über eine Ausdehnung der Wehrpflicht (und damit mehr Kosten?) diskutiert. Kommt noch hinzu, dass die meisten Frauen einen ähnlich "harten" weg im Militär kaum durchstehen, gibt ja auch Männer welche sehr viel mühe haben...
  • River 07.07.2016 11:14
    Highlight Highlight Von den Kommentaren hier bekomme ich das Gefühl, dass die Leute mit Dünnschiss sich wünschen, dass andere Leute ohne Dünnschiss auch welchen kriegen sollen, statt dass niemand mehr Dünnschiss haben muss.
    • Asmodeus 07.07.2016 11:44
      Highlight Highlight Schön gesagt :)
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 07.07.2016 11:12
    Highlight Highlight Dieses bild von rekrut p.annen... da ist der fall klar xD,
  • dis_Mami_het_gseit 07.07.2016 11:06
    Highlight Highlight Gleiche Rechte = gleiche PFLICHTEN!

    Es wäre eigentlich so simpel...

    (Und ja ich bin für Lohngleichheit, Vaterschaftsurlaub und die Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht...)
  • Gantii 07.07.2016 11:03
    Highlight Highlight "In der Schweiz könnte das bedeuten, dass Dienstleistende bei bestimmten Stellen der öffentlichen Hand privilegiert behandelt werden. "

    sorry aber hets denne is hirn gschisse?!
  • Alex_Steiner 07.07.2016 10:52
    Highlight Highlight Find ich gut - dann wird bei der nächsten Abstimmung die Dienstpflicht endlich abgeschaft.
    • Martiis 07.07.2016 12:41
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf? Bis jetzt haben Männer Abstimmungen zur Abschaffung der Wehrpflicht immer deutlicher abgelehnt als Frauen, trotz eigener Dienstpflicht.
    • Alex_Steiner 07.07.2016 15:12
      Highlight Highlight @Martiis: Weil sie denken "ich musste leiden - jetzt sollen die anderen auch". Wenn das Militär mit den Frauen angenehmer wird, werden sicher alle für die Abschaffung stimmen.
  • FCZBVB180 07.07.2016 10:50
    Highlight Highlight Villeicht sehe ich das noch ein wenig altmodisch, aber meiner Meinung nach gehört eine Frau nicht ins Militär! Wir müssen ja auch kein Kind gebären, was die gleichberechtigung betrifft...
    • Stachanowist 07.07.2016 11:38
      Highlight Highlight Frauen werden vom Staat nicht dazu gezwungen, Kinder zu gebären. Uraltes, aber schwaches Argument.
    • okey 07.07.2016 11:38
      Highlight Highlight Kennst du natürliche Gegebenheiten. Ein man kann keine Kinder kriegen ob er dies nun wollen würde oder nicht. Gleichberechtigung hat mit Sachen zu tun die die Gesellschaft ändern könnte und Militärdienst ist in der BV vorgeschrieben und zwar ausschlieslich für Männer. Es ist somit wohl die grösse ungleichheit der Geschlechter in der Schweiz!
    • ramonke 07.07.2016 12:00
      Highlight Highlight niemand muss ein kind gebären???? ne sorry dieses argument...
  • sheshe 07.07.2016 10:49
    Highlight Highlight Dienstpflicht hin oder her, aber wenigstens könnte man den Wehrpflichtersatz statt auf 3%-0% auf 1.5%-1.5% ausgleichen. Es ist nämlich eine verdammte Sauerei, dass jemand mit Rücken- oder Knieproblemen, der die RS machen will aber nicht darf für viele Jahre seines Lebens nebst der Steuern noch einen so hohen Betrag abliefern muss!
    • Commodore 07.07.2016 11:36
      Highlight Highlight Dies ist nicht der Fall. Jeder Dienstwillige UT kann sich durch einen Dienst in einem Logistikzentrum o Ä von der WEA befreien.
    • ramonke 07.07.2016 12:02
      Highlight Highlight ich finde das sollte sowieso mal vor bundesgericht geprüft werden. es kann auch nicht sein das es bei der heutigen rechtslage möglich ist, einen menschen nur aufgrund seines geschlechts zur kasse zu bitten fürs militär
  • C0BR4.cH 07.07.2016 10:38
    Highlight Highlight Besser: Aufhebung der Dienstpflicht, wie es unzählige andere europäische Länder auch machen.
  • Randy Orton 07.07.2016 10:03
    Highlight Highlight Frauen sollen entweder auch Dienst leisten oder aber bezahlen, ganz einfach.
  • MaxM 07.07.2016 09:52
    Highlight Highlight Naja, auch wenn die Dienstpflicht für Ausländer immer wieder zum Thema div. Diskussionen wird, ist sie viel weniger realistisch als die Dienstpflicht für alle Schweizerinnen und Schweizer: Die Herkunftsstaaten dieser ausländischen Einwohner werden so etwas kaum zulassen.
    • Maett 07.07.2016 10:48
      Highlight Highlight @MaxM: man kann das doch durchaus an eine Aufenthaltsbewilligung knüpfen und auf soziale Arbeit u.ä. beschränken. Ich glaube nicht dass das für die Herkunftsstaaten ein Problem wäre.

      Nur unsere Wirtschaft würde Zeter und Mordio schreien ;-) aber es wäre sehr vorteilhaft, einerseits rücken wir so alle näher zusammen (Frauen/Männer, Schweizer/Ausländer in der Schweiz), andererseits ist man dann so ggü. einem ausländischen Bewerber nicht mehr benachteiligt wenn man auf Stellensuche ist.
    • Stachanowist 07.07.2016 11:00
      Highlight Highlight Verstehe nicht ganz, wer dich hier blitzt. Einleuchtender Einwand, merci! Auch Schweizer dürfen nicht in anderen Armeen Dienst leisten.
    • Maett 07.07.2016 20:36
      Highlight Highlight @Stachanowist: Dienstpflicht muss nicht Armee bedeuten. Deshalb.
  • dumpster 07.07.2016 09:23
    Highlight Highlight Toll, jetzt muss man auch nach das "sich zu Tode langweilen" Potential der Frauen ausschöpfen.
  • Firefly 07.07.2016 09:17
    Highlight Highlight Dann soll also zukünftig in der Schweiz die Frau Beruf, Familie (Kinder) und Militär unter einen Hut bringen!? Entlasted bitte erst die Familien ( so wie die Norweger das auch machen ) und schaut dass die Frauen gleichviel verdienen wie die Männer, in diesem Land dann können wir über Militärdienst reden.
    • w'ever 07.07.2016 10:07
      Highlight Highlight ääähhhmmm...
      mann(!) muss imfall auch beruf, familie (kinder) und militär unter einen hut bringen.
    • Maett 07.07.2016 10:38
      Highlight Highlight @Firefly: "dann können wir über Militärdienst reden."

      Abgesehen davon dass es um die Dienstpflicht und nicht den Militärdienst geht: warum immer nur fordern?

      Und was hat das privatwirtschaftliche Lohn-Thema mit einer staatlichen Dienstpflicht zu tun? Man stelle sich vor, die Männer in der RS und im WK verdienen in der Privatwirtschaft auch nicht alle gleich viel, auch nicht wenn sie denselben Beruf haben (Lohn ist immer noch Verhandlungs- und Leistungssache). Solche Argumente sind einfach etwas stupide.

      Und ich denke nicht dass man Mütter zum Dienst verpflichtet, da reicht die Ersatzabgabe.
    • Asmodeus 07.07.2016 11:29
      Highlight Highlight Auch Männer müssen Beruf, Familie und Militär unter einen Hut bringen. Oder können nur Frauen Kinder erziehen?

      Betreffend der Lohngleichheit stimme ich im Grunde zu. Auch wenn die Wage Gap nicht so hoch ist wie oft propagiert (die 23% sind Blödsinn, in echt sind es "nur" 7-9%) ist sie trotzdem eine Tatsache.

      Aber das hat weniger mit der Politik zu tun als mit den Altherrenvereinen in den Chefetagen die nunmal immer noch aus einer Zeit stammen in der eine Sekretärin auch Zusatzleistungen anbieten sollte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • der nubische Prinz 07.07.2016 09:13
    Highlight Highlight Beste Idee.
  • 7immi 07.07.2016 09:11
    Highlight Highlight gleiche rechte - gleiche pflichten. gut so!
    • espy 07.07.2016 11:19
      Highlight Highlight Jetzt nur noch gleicher Lohn, dann passt es.
    • 7immi 07.07.2016 12:45
      Highlight Highlight @espy
      ... Bei gleichem pensionsalter...

Nein, das ist kein Doppeldecker, sondern die neue Aufklärungsdrohne der Schweizer Armee

Ihre Flügelspannweite beträgt 17 Meter, und sie kann über 24 Stunden lang fliegen: Die neue Aufklärungsdrohne der Schweiz. Eine von sechs israelischen Drohnen, welche die Schweiz anschafft, steht nun auf dem Militärflugplatz Emmen. Vorerst aber hebt sie noch nicht ab.

Ursprünglich hätten die sechs neuen Drohnen noch 2019 geliefert werden sollen. Denn die bisherigen Aufklärungsdrohnen aus dem Jahr 1995 sind bereits seit Ende November ausser Betrieb. Aber dafür wird es nicht mehr reichen. Denn …

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