Schweiz
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epa05305240 Traffic jam at the motorway A2 between Erstfeld and Goeschenen leading toward the Gotthard tunnel, in Switzerland, 14 May 2016. Holiday traffic direction south caused traffic jam of about 15 kilometers.  EPA/URS FLUEELER

Stau in der Schweiz: NIcht nur am Gotthard ein Problem.
Bild: EPA/KEYSTONE

«Kaum populär»: Liebe Autofahrer, der Bund setzt in Zukunft vermehrt auf Tempo 80

Tempo 80 zu Stosszeiten: Um die Stauzeit auf den Autobahnen zu reduzieren, zählt der Direktor des Bundesamts für Strassen, Jürg Röthlisberger, auf eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit. Dies sei «sehr wirksam» – auch wenn die Massnahme kaum sehr populär sein dürfte.



Röthlisberger räumt im Interview mit dem «Blick» vom Montag ein, dass eine solche Maximalgeschwindigkeit «schwer zu vermitteln» sein dürfte. «Aber ich sage: besser langsam fahren als schnell stauen».

Es gehe nicht darum, «Leute damit zu plagen», sondern um physikalische Gesetze. Der Verkehr werde mit Tempo 80 flüssiger, weil der Abstand zwischen den Fahrzeugen reduziert werde und es zu weniger Unfällen komme. «Auf den Hauptverkehrsachsen müssen wir in Zukunft vermehrt zu diesem Instrument greifen», kündigte er an.

Für Röthlisberger sind die heutigen Staukosten «hässlich» und die Situation «inakzeptabel», vor allem auf den Mittelland-Autobahnen. «Die Zeit für eine Fahrt ist kaum mehr planbar». Es gebe zwei Möglichkeiten, die Lage zu verbessern: «Die Verkehrsfläche ausbauen und die vorhandene Fläche besser nutzen.» Und es brauche beides.

Kurzfristig strebt Röthlisberger deshalb an, rund um alle grossen Zentren die Pannenstreifen für den Verkehr freizugeben. Das passiere schrittweise: «Als Nächstes ist Winterthur an der Reihe, in ein paar Jahren sollen es rund 170 Kilometer sein.»

Vierte Baregg-Röhre

Der ASTRA-Chef plant aber auch mit neuen Strassen. «Um alle Engpässe zu beseitigen, bräuchten wir rund 19 Milliarden Franken», sagte Röthlisberger. Für «das Dringlichste» gebe es ein Engpassbeseitigungsprogramm mit einem Umfang von 5.5 Milliarden Franken.

«In einigen Jahren» brauche es auch eine vierte Baregg-Röhre, sagte Röthlisberger weiter. Mit dem neuen Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds (NAF) werde das Programm damit erweitert.

Schliesslich will Röthlisberger auch bei der Kommunikation ansetzen: Mit Handy-Daten von der Swisscom will er die Verkehrsströme besser erfassen. «Dann wollen wir daraus etwas Neues bieten. Vielleicht eine eigene Radiofrequenz ausschliesslich für Verkehrsprognosen.»

In einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» hatte Röthlisberger vor zwei Wochen auch gesagt, er setze grosse Hoffnungen in selbstfahrende Autos. Diese könnten die Kapazitäten auf den Strassen vergrössern. (sda)

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