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Illegale Tätowier-Tinten: Basel verbannt mehr als die Hälfte der überprüften Produkte vom Markt

Illegale Tätowier-Tinten: Basel verbannt mehr als die Hälfte der überprüften Produkte vom Markt

18.02.2016, 13:5618.02.2016, 15:18

Das Basler Kantonslabor hat mehr als die Hälfte von 19 untersuchten Tätowier-Tinten wegen unzulässiger Inhaltsstoffe aus dem Verkehr gezogen. Sechs enthielten verbotene Pigmente und sechs ein unzulässiges Konservierungsmittel.

Neun verdächtige Proben wurden in drei Tattoostudios in Basel erhoben, die erstmals inspiziert wurden, wie das Labor am Donnerstag mitteilte. Neun weitere Proben von einem Tattoo-Anlass wurden für das Tessiner Fernsehen analysiert sowie eine Probe für eine deutsche Behörde. Neben Tätowier-Tinten waren auch solche für Permanent-Make Up dabei.

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Die Motive reichen von Bikinimodels ...
quelle: instagram.com/val_tatboo
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Behörden getäuscht

Bei einzelnen der sechs Tinten mit unzulässigen organischen Pigmenten sollten die Behörden getäuscht werden mittels der Angabe ähnlicher Stoffe oder mittels Verzicht auf die vorgeschriebene Auflistung. Indes war die täuschende Deklaration etwa bei einer violetten Tinte mit weiss und blau selbst für Laien erkennbar.

Der in der Schweiz verbotene Konservierungsstoff Benzisothiazolinon war in sechs Tinten enthalten. Die Kosmetikindustrie hatte die beantragte Zulassung dafür wegen Allergierisiken nicht erhalten.

Bereits 2013 überprüft

Das Kantonslabor moniert überdies, dass in allen drei Tattoostudios diverse Produkte bekannter Risikomarken vorrätig waren. Offenbar fehle in Studios vor der ersten Kontrolle die nötige Sensibilität für die Problematik.

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Tattoos, die unter Schwarzlicht leuchten? Woah! Bild: tattooartists
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Bedenklich sei, dass ein italienischer Hersteller nicht eingesehen habe, dass zwei von ihm verwendete Stoffe verboten seien. Angesichts der hohen Beanstandungsquote will das Kantonslabor dranbleiben; der Trend zu Tätowierungen sei ja ungebrochen. Schon bei einer Untersuchung 2013 war über die Hälfte der kontrollierten Tinten durchgefallen. (whr/sda)

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Ein Tätowierer bei der Arbeit: Er sticht mit der alten japanischen Tätowiertechnik, bei der Nadeln an Holzstöcken, den sogenannten Tebori-Sticks, in die Haut gestochen werden. (Bild: Marcel Klovert)
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