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Raymond Clottu, Nationalrat SVP-NE, Matthias Aebischer, Nationalrat SP-BE und Regula Rytz, Nationalraetin Gruene-BE, von links, vom ueberparteilichen Komitee diskutieren zur Service Public-Initiative, am Montag, 23. Mai 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

«Nein zur schädlichen Service-public-Initiative»: Mitglieder des Nein-Komitees an einer Medienkonferenz. Bild: KEYSTONE

SRG-Umfrage: Initiative «Pro Service public» verliert an Vorsprung – doch noch ist es ein offenes Rennen

Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. Laut der zweiten SRG-Trendumfrage ist die Zustimmung allerdings gesunken.



Bestimmt für oder eher für die Initiative waren 46 Prozent der vom Forschungsinstitut GFS Bern Befragten. In der ersten Erhebung von Ende April lag der Wert noch bei 58 Prozent. 41 Prozent waren bestimmt oder eher dagegen – ein Anstieg von 15 Prozentpunkten. Ein Nein an der Urne sei wahrscheinlicher als ein Ja, schreiben die Autoren der am Mittwoch veröffentlichten Studie.

SRG-Trendumfrage 25. Mai: Pro-Service-Public

Die grössten Bewegungen sind bei SP- und SVP-Wählern zu finden. Während bei ersteren die Zustimmung von 70 auf noch 48 Prozent sank, sagten an der SVP-Basis noch 44 Prozent Ja nach 62 Prozent im April. Der grösste Unterschied in den Stimmabsichten findet sich zwischen den FDP-Wählern (54 Prozent Nein) und jenen der Grünen (69 Prozent Ja). 13 Prozent der Befragten hatten gemäss der Umfrage noch keine Meinung.

«Bei keiner der vier untersuchten Vorlagen bleiben die Stimmabsichten so unkonkret wie bei dieser», heisst es in der Studie. Grund: Die Brisanz der Vorlage sei unterschätzt worden, und die Linke müsse zuerst erklären, warum sie die vorgeschlagene Service-public-Form nicht wolle. Die Initiative verlangt, dass der Bund in der Grundversorgung nicht nach Gewinn strebt.

Nein zur Verkehrsfinanzierungs-Vorlage

Abgelehnt würde laut der Umfrage die Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» («Milchkuh»-Initiative). Demnach würden 40 Prozent (-2 Prozent) der Befragten bestimmt oder eher ein Ja in die Urne legen. 49 Prozent (+2 Prozent) seien bestimmt oder eher dagegen gewesen.

SRG-Trendumfrage 25. Mai: Milchkuh

grafik: watson

Um einen Prozentpunkt zulegen konnten die Befürworter der Asylgesetzrevision: Hier wollten gemäss der Befragung 60 Prozent bestimmt oder eher Ja stimmen. 29 Prozent wären dagegen gewesen, nach 30 Prozent in der ersten Umfrage. Unschlüssig, was sie stimmen sollen, seien die verbleibenden elf Prozent. Laut den Autoren zeigt sich «ein minimaler Trend zum Ja».

SRG-Trendumfrage 25. Mai: Asylgesetz

grafik: watson

Die Volksinitiative «Für ein Bedingungsloses Grundeinkommen» hätte eine Mehrheit von 71 Prozent der Befragten abgelehnt, 26 Prozent wären dafür gewesen. Damit stieg die Zustimmung im Vergleich zur ersten Umfrage um zwei Prozentpunkte, die Ablehnung verringerte sich um einen Prozentpunkt. Bei der Initiative handle es sich «eindeutig um ein Minderheitsanliegen», schreiben die Autoren.

SRG-Trendumfrage 25. Mai: Bedingungsloses Grundeinkommen

grafik: watson

(dwi/sda)

GFS-Umfrage

Das Forschungsinstitut hat zwischen dem 13. und 21. Mai in allen Landesteilen 1419 Teilnahmewillige per Telefon befragt. Der Unsicherheitsbereich wird mit rund 2,7 Prozentpunkten angegeben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 26.05.2016 06:36
    Highlight Highlight JA zur Initiative „Pro Service public“

    Die Gewinne von Bundesunternehmen mit einem gesetzlichen Grundversorgungsauftrag als auch von Unternehmen, die der Bund direkt oder indirekt kontrolliert, müssen in diese Unternehmen reinvestiert werden und damit den Kunden zugute kommen und nicht der allgemeinen Bundeskasse abgeliefert werden.

    Es gibt Löhne ausserhalb jeden Anstandes. Diese haben weder mit der Leistung noch mit der Verantwortung etwas zu tun. Diese Feudalisierung der Wirtschaft muss bekämpft werden, insbesondere in den öffentlichen oder öffentlich kontrollierten Unternehmungen.

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