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Bundesrat

Das sagt «Mr. Corona» Daniel Koch zur Maskenpflicht im Schweizer ÖV

Daniel Koch kritisiert Bundesrat – und verteidigt seine Masken-Aussage

Daniel Koch kritisiert im «Blick», der Bundesrat habe die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr zu spät eingeführt. Und der Ex-«Mr. Corona» rechtfertigt seine einstige Botschaft, Masken würden nichts bringen.
13.07.2020, 09:1914.07.2020, 08:20
Daniel Koch trägt Schutzmaske, Maske, Maskenpflicht, Coronavirus Schweiz. Bildquelle: Instagram, siehe hier: https://www.instagram.com/p/CCgBLYeg-Tm/
Daniel Koch macht's in einem Insta-Video vor: Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, soll man eine Schutzmaske tragen. Bild: screenshot instagram

Der ehemalige Chefbeamte im Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist mittlerweile mit einer eigenen Firma als Corona-Berater aktiv. Am Montag nun sagt der Ex-«Mr. Corona» des Bundes im «Blick»-Interview: «Der Bundesrat hätte die Maskenpflicht früher einführen sollen.» Konkret hätte die Landesregierung die Maskenpflicht Daniel Koch zufolge bereits anordnen sollen, als der öffentliche Verkehr wieder hochgefahren wurde. Allerdings relativierte er diese Aussage sogleich und sagte, dass dies ein Detail sei – und nicht matchentscheidend.

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Zu seiner ursprünglichen Mahnung, Masken würden nichts bringen, geht Daniel Koch jedoch nicht auf Distanz: «Ich würde genau gleich kommunizieren.»

Es habe damals im Frühling die Gefahr bestanden, dass die Leute wegen der Masken die Abstände nicht mehr einhalten würden. «Die Maskenfrage wurde von Anfang an überbewertet. Es gilt heute noch dasselbe wie vor drei Monaten: Distanz halten ist wichtiger als eine Maske zu tragen. Und Maskentragen führt eher dazu, dass man nicht mehr Abstand hält.» Dies habe man vermeiden wollen, so Daniel Koch: «Distanz halten ist wichtiger als eine Maske zu tragen», wiederholt Ex-«Mr. Corona» im «Blick» sein Mantra.

Welche Massnahme zuerst eingeführt werde, sei aber schlussendlich sekundär: «Sowieso ist es nicht primär die Massnahme, die den Unterschied macht. Sondern das, was sie bei der Bevölkerung auslöst.»

Die Schweiz trägt Maske im ÖV

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Die Schweiz trägt Maske im ÖV
Ab dem 6. Juli heisst es im öffentlichen Verkehr: Maske auf!
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«Die Menschen müssen sich unverzüglich testen lassen»

Der Berner Arzt, der als Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG stets betont hatte, dass Kinder «nicht Treiber der Epidemie» seien, äusserte sich in dem Interview auch einmal mehr zu den Schulschliessungen. Deren Effekt sei psychologischer Natur gewesen: «Die Leute haben realisiert: Jetzt müssen wir Distanz halten, auf Ausflüge und Familienfeste verzichten. Das hat am Schluss den Ausschlag gegeben.»

Anders als sein Nachfolger – und auch der ebenfalls scheidende Chef des Bundesamtes für Gesundheit – sieht Daniel Koch im jüngsten Anstieg der Zahl der Coronainfektionen in den letzten Wochen keinen Grund zur Sorge: «Noch ist alles in einem verkraftbaren Bereich. Aber im Herbst und Winter wird das Risiko einer zweiten Welle steigen.»

Und: «Die Menschen müssen sich unverzüglich testen lassen, wenn sie Symptome haben. Sonst ist es zu spät, die Ansteckungsketten zu unterbrechen.»

Koch äusserte sich auch zu seinem Aufstieg zum «Promi», wie es der «Blick» nennt. Positiv sei, dass die Leute immer sehr nett und höflich seien, negativ, dass er sich beim Einkaufen beobachtet fühle: «Ich würde ja zum Beispiel gerne mal ein Corona-Bier kaufen, das hab ich eigentlich noch gern. Aber das kann ich vergessen. Ich wette, sofort würde jemand ein Foto davon veröffentlichen.»

(jaw/wap)

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Keine Schutzmaske? Hier 20 lustige Alternativen
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Diese Simulation zeigt eindrücklich, wie Masken wirken
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