Schweiz
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Eine Frau blickt in ihr Zimmer im neuen Asylzentrum Hirschpark in Luzern, am Dienstag, 10. Juni 2014. Das neue Asylzentrum Hirschpark auf dem Spitalgelaende in Luzern wurde am Dienstag 10. Juni 2014 den Medien praesetiert. Der Kanton Luzern und die Caritas Luzern organisieren vom 9. Juni bis 15. Juni 2014 mit ueber 50 Veranstaltungen eine Asyl-Woche mit Begegnungsmoeglichkeiten zu schaffen und in der Bevoelkerung Aengste abzubauen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Sans-Papiers, die in der Coronakrise ihren Job verlieren, stehen vor existenziellen Problemen. symbolBild: KEYSTONE

Wie Maria mit 900 Franken im Monat überleben muss

Sans-Papiers trifft die Coronakrise besonders hart. Auch nach dem Lockdown verbessert sich ihre Situation kaum. Maria* erzählt, wie sie mit 900 Franken im Monat versucht, über die Runden zu kommen.



Seit über zwei Monaten verdient Maria* nicht mehr genug, als dass sie davon leben könnte. Die 62-Jährige sieht müde aus. Dunkle Tränensäcke unter ihren Augen zeugen von schwierigen Tagen und noch schwierigeren Nächten. Ihr Haar ist im Nacken zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden. Mit ihrer flachen Hand drückt sie die widerspenstigen Strähnen dem Kopf entlang nach hinten.

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Trotz allem: Maria ist eine stolze Frau, ja, müde zwar, aber mit einem eisernen Willen. Noch 900 Franken sind es, die sie pro Monat mit Putzarbeiten verdient. Abzüglich der 500 Franken Miete und den 370 Franken für die Krankenkasse sind es 30 Franken, die ihr für tägliche Ausgaben bleiben. Man braucht nicht lange zu rechnen, um zu erkennen, dass das bei weitem nicht einmal die Lebensmittelkosten von einem Monat deckt.

Marias Schicksal ist kein Einzelfall. Anfang dieses Monats zeigte das Westschweizer Fernsehen RTS Aufnahmen aus Genf, wo 2500 Menschen stundenlang in der Schlange standen, um einen Sack Nahrungsmittel entgegen zu nehmen. Bei den meisten von ihnen handelte es sich um Personen ohne Aufenthaltsbewilligung, sogenannte Sans-Papiers. Die Bilder schockierten die Schweiz und löste eine Debatte darüber aus, wie die Coronakrise die Ärmsten in unserer Gesellschaft trifft.

Die Empörung darüber, dass ein solches Elend in einem reichen Land wie der Schweiz vorkommt, ist inzwischen abgeflaut. Die Bilder der wartenden Menschen sind in den Hintergrund gerückt. Doch für Maria und viele andere hat sich die Situation keineswegs verbessert. Im Gegenteil. Denn die geschätzt 100'000 Sans-Papiers in der Schweiz erhalten weder Not- noch Sozialhilfe. Für sie gibt es keine Sonderkredite, kein Erwerbsersatz oder Kurzarbeitergeld. Verlieren sie ihren Job, bedroht das ihre Existenz.

Maria lebt seit 17 Jahren in der Schweiz. Eine Aufenthaltsbewilligung hat sie nicht. Als Lateinamerikanerin erhält sie in der Schweiz keine Arbeitsbewilligung. Keine Arbeitsbewilligung bedeutet kein Bleiberecht. Zurück in ihr Herkunftsland will sie nicht. Inzwischen gibt es dort nichts mehr, wofür es sich Zurückzukehren lohnt. Ihr Sohn, für den sie ihre Heimat ursprünglich verliess, ist nach langer Krankheit gestorben. Ihr Zuhause ist jetzt Zürich.

In die Schweiz gelangt sie damals über eine Familie, die ihr einen Job und ein Visum beschafft. Maria braucht dringend Geld. Ihr damals 20-jähriger Sohn muss zwei Mal in der Woche zur Dialyse. Die teure Therapie kann sie sich kaum leisten, vor allem nicht bei den schlechten Jobaussichten, die in ihrer Heimat herrschen. Hier kann sie als Putzfrau oder Kinderbetreuuerin in Privathaushalten arbeiten – ohne Arbeitsvertrag und damit ohne Rechte oder Möglichkeiten, sich zu wehren. Nicht selten wird dies von Arbeitgebern ausgenutzt. Sie drücken ihren ohnehin schon tiefen Lohn weiter runter.

Bis zum Beginn der Coronakrise konnte es sich Maria einigermassen gut einrichten. Nach vielen Jahren ist sie erfahrener, besser vernetzt und kennt mehr Leute. Sie lehnt auch mal einen Job ab, wenn sie von Arbeitgebern schlecht behandelt wird. Sie weiss, an welche Stellen sie sich bei Problemen wenden kann oder welche Orte sie wegen der Polizeikontrollen meiden muss. Denn auch nach 17 Jahren gilt noch immer: Fliegt Maria auf, wird sie ausgeschafft. Sie engagiert sich in einem Kollektiv für Sans-Papiers, lebt mit einer Landsfrau in einer Wohnung und verdient im Schnitt 1500 Franken im Monat. Dann kommt der Lockdown.

«Jetzt ist es schrecklich.» Maria spricht, ohne Panik in der Stimme, ruhig und langsam. «Die Leute bleiben zuhause und wollen nicht, dass ich bei ihnen putzen komme.» Eine ihrer Arbeitgeberinnen gehöre zur Riskogruppe und haben grosse Angst, Leute in ihr Haus zu lassen. Bei einer anderen Familie putze jetzt einfach die Ehefrau. Zwei Arbeitgeber von Maria sind nach wie vor bereit, sie zuhause zu empfangen. Damit entfällt ihr 40 Prozent des üblichen Einkommens.

Für die erste Zeit hat sie von der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ) einen Notkredit erhalten. Damit kann sie fürs Erste die Miete und die Krankenkasse bezahlen. Um sich Lebensmittel kaufen zu können, hat sie Coop-Gutscheine bekommen. Auch eine gute Freundin unterstützt sie mit finanziellen Mitteln. «Gott sei Dank! Ohne diese Hilfe könnte ich nicht leben», sagt Maria und fügt sogleich an: «Aber ich denke in dieser Krise weniger an mich, denn an die Personen, die jetzt noch schlechter dastehen als ich. Ich kenne Familien mit kleinen Kindern, die Angst haben, Hilfe zu beanspruchen. Sie stehen vor dem Abgrund.»

Wegen der vermehrten Polizeikontrollen traue sie sich auch weniger aus dem Haus raus. Als sie am ersten Tag in der Zeitung gelesen habe, dass nun 8000 Soldaten in den Kriseneinsatz geschickt werden, sei ihr das Herz in die Hose gerutscht.

Wie es jetzt weitergehen soll, weiss Maria nicht. Bisher habe sich die Situation für sie nicht normalisiert. Solange die Leute im Home-Office arbeiten, werde sich nicht gross etwas verändern. «Bei vielen bleibt die Angst vor dem Virus. Sie wollen keine Putzfrau zuhause haben. Oder sie fürchten sich von der drohenden Rezession und wollen es sich nicht mehr leisten.» Sie lebe von Tag zu Tag und der Hand in den Mund.

Aber den Glauben verloren, das habe sie nicht. «Ich bin katholisch und ich glaube an Gott und an seinen Plan. An seinen Schutz und dass er auf uns aufpasst», sagt sie mit bestimmten Blick. Ihr Gott sorge sich um die Migranten ohne Papiere, sie vertraue darauf, dass er sie nicht ohne Dach über dem Kopf und ohne Brot lässt. «Davon bin ich überzeugt.»

*Name der Redaktion bekannt.

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288Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tischbein 26.05.2020 20:28
    Highlight Highlight Aus diesen Kommentaren spricht die Arroganz derer, die mit dem goldenen Löffel im Schnabel geboren sind. Natürlich hat nur die Frau persönlich schuld, und die Umstände spielen keine Rolle. Aber wehe, wenn der goldene Löffel mal zu Boden fällt, dann sind dann die Umstände schuld, und man selber ist nur das Opfer der Umstände. Was für ein besch...... Gerechte-welt-glauben. Kein Wunder fahren wir mit dieser Haltung die Welt an die Wand.
  • Roro Hobbyrocker 26.05.2020 07:59
    Highlight Highlight Ach du meine Güte. Wenn ich dir Kommentare hier lese bin ich schockiert. Die Sans papier sind ein Zeichen unserer Gesellschaft. Die gibt es, weil es möglich ist das es diese in der Schweiz sind.
  • RollingHorse 25.05.2020 19:12
    Highlight Highlight Für mich ist da gar nichts abgeflaut, das ist ein Armutszeugnis für unser Land, dass es so etwas gibt, dafür müssen wir uns schämen.
  • loquito 25.05.2020 17:41
    Highlight Highlight Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Assoziale es in der CH gibt. Putzen ja, billig Kinder betreuen ja... Für diese Personen dann einstehen, sicher nicht, sind ja papierlose....
    • Hierundjetzt 25.05.2020 22:05
      Highlight Highlight Nein.

      Der Arbeitgeber fördert Schwarzarbeit.

      Der Arbeitgeber kriegt einen Strafregistereintrag

      Der Arbeitgeber kriegt eine Busse von 5‘000.- plus Lohnnachzahlung an Maria

      Der Arbeitgeber betrügt Sozialversicherungen und hat einen automatischen Landesverweis (bei Ausweis B, C)

      Nur extrem dumme Frauen beschäftigen eine Budget-Magd aus Brasilien fürs Putzen. Weil man doch ach so viel zu tun had und reich ist.

      Hey: Schwarzarbeit in der CH wird extrem scharf sanktioniert!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 25.05.2020 23:51
      Highlight Highlight Eltern und Familienmenschen sind halt unterm Strich auch nur Egoisten, die um ihr ganz persönliches Wohl bemüht sind.

      Merkt man bei Umweltfragen z.B. sehr gut.
    • Roro Hobbyrocker 26.05.2020 09:31
      Highlight Highlight @hierundjetzt
      Wie sieht es mit der Verjährung aus? 5 Jahre? Bei 5 Jahre geht Maria nicht zur Polizei. Sie bekame zuwenig und dazu würde sie noch ausgeschaft. Also doch zahnlos. Zusätzlich spichst du von dem Idealfall dieser trifft nie ein, weil es immer irgendwie mindernde Gründe gibt (z.B. bin davon ausgegangen das sie ein Einzelunternehmung ist). In den reichen Ländern gewinnt meist immer der Stärkere dies ist auch bei uns so.
  • HiCh 25.05.2020 17:31
    Highlight Highlight Maria ist nicht das Opfer. Sie hat sich, unter verständlichen Umständen, in dieses Land begeben, um finanziell zu profitieren. Dies tat sie wissentlich ohne rechtliche Grundlage und schädigte somit andere Teilnehmer ihrer Branche. Insofern müsste sie doch nun auch verstehen, dass sie keine Unterstützung erhält.
    • Cpt. Jeppesen 25.05.2020 21:20
      Highlight Highlight Als würden du und deinesgleichen für CHF 15 die Stunde putzen gehen...
      Und es zerreisst mir das Herz wenn ich sehe wie viele deinen Kommentar herzen.

      Maria war jung als sie in die Schweiz kam. Sie hatte ein krankes Kind. Maria ist "bildungsfern" und hat naiv in Treu und Glauben gehandelt. Maria wurde unter falschen Versprechungen importiert.
      Dann stirbt ihr Kind und der Grund für die ganze Aktion ist weg, aber noch hat sie einen Job. Dann ist auch dieser weg und sie steht da, ohne Geld, ohne Rückticket und ohne Perspektive.
      Was würdest du machen, wen du sie wärest?
    • Hierundjetzt 25.05.2020 22:00
      Highlight Highlight Cpt.: wie genau hast Du bei Schengen / Dublin abgestimmt?

      Diese Problematik stand exakt im Fokus.

      Warum liest Du das Abstimmungsbüchlein nicht 😥
    • Cpt. Jeppesen 25.05.2020 22:28
      Highlight Highlight @Hierundjetzt. Im Fall geht es nicht um Schengen/Dublin, Maria (und die anderen Sans Papier) stammen aus Ländern wo ein durchschnittlicher Bürger niemals ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz erwirken kann. Trotzdem existieren diese, trotz aller Hürden. Der Witz ist, die allermeisten von denen sind hier um zu arbeiten. Arbeiten die wir nicht machen wollen, wie Spargel stechen, Felder biologisch von Unkraut befreien, Wohnungen von Messis aufräumen, Servieren, Kochen, Pflegen, etc. Offensichtlich braucht es solche Leute, denn sonst wären sie nicht da.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baguette 25.05.2020 15:32
    Highlight Highlight Da kann man sich nun über die Sans-Papier aufregen wie man will, aber Tatsache ist doch, dass die 100'000 offenbar leicht einen Arbeitgeber finden, der den Staat und damit die Bürger betrügt. Den Menschen selbst, die hier ein Auskommen suchen, mache ich keinen Vorwurf; ich würde es ja auch probieren, wenn ich in einem korrupten Land ohne genügende Rechtslage und Sozialsystem geboren worden wäre. Aber die, die solche Menschen ausnutzen und dabei womöglich noch das Gefühl haben, damit Gutes zu tun, das sind ganz einfach Profiteure und Rechtsbrecher.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 18:19
      Highlight Highlight Voilà! Exakt so ist es.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 26.05.2020 00:07
      Highlight Highlight Wobei die Korruption in deren Heimatland ihren Ursprung auch hier in den kapitalistischen Industriestaaten hat. Das ist der Kreislauf der Ausbeutung. Metaphorisch formulilert ist es kein Wunder, dass die Menschen versuchen, an die Frischwasserquelle zu kommen, statt bloss in unseren stinkenden Abwässern zu verelenden.
  • einmalquer 25.05.2020 15:32
    Highlight Highlight Die Schweiz profitiert von der weltweiten Sklaven- und Kinderarbeit. ZB bei Kaffee, Kakao, Obst und Gemüse, Textilien etc.

    Natürlich kann die Schweiz nicht alle Arbeiten in Länder auslagern, in denen solche Zustände gefördert werden..

    Bei Putz-, Kinderbetreuungs- und Pflege- Jobs ist die Schweiz darauf angewiesen, dass Frauen unter prekären Verhältnissen hier arbeiten. Solche – unseren Wohlstand fördernde – extrem schlecht bezahlten Arbeiten müssen vor Ort ausgeführt werden.

    Es würde deshalb der Schweiz gut anstehen, Arbeitnehmende zu legalisieren, statt in den Untergrund zu zwingen
    • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 16:28
      Highlight Highlight Der Mehrheit der stimmberechtigten Bürgern ist es egal, wie es denen geht, die nicht so viel Glück im Leben hatten. 2014 gab es eine Abstimmung über den Mindestlohn und der wurde von den Schweizern mit 77% abgelehnt. Soweit mich erinnere ging es um CHF 3'500. 99% der Schweizer verdienen mehr, aber welchen es geholfen hätten (vorwiegend Ausländer) haben kein Stimm- oder Wahlrecht weil..., äh, äh, andere Länder das auch nicht haben, man sich einbürgern lassen kann oder was auch sonst für eine Geschichte, die man den Leuten auftischt, damit sie politisch nichts sagen sollen.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 18:18
      Highlight Highlight Du, Stefan, korrekt bleiben:

      Mindestlohn = Anstieg Arbeitslosigkeit. Wissenschsftlich erwiesen

      Mindestlohn = Abwanderung Tieflohnarbeiten ins Ausland

      Maria hätte keine Chance mehr auf einen Job.

      Im Jura hast Du Stimm- und Wahlrecht auf Gemeine und Kantonsebene
    • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 19:01
      Highlight Highlight Wer 3500 im Monat bekommt, dem gehts besser, als mit 2500. Ist sogar in der Praxis und wissenschaftlich erwiesen! Sogar Kinder begreifen das.

      Aber wenn weniger Lohn besser ist, dann gehen Sie voran: Verzichten Sie auf einen grossen Teil Ihres Lohnes, damit es der Wirtschaft besser geht und dann reden wir nochmals!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 25.05.2020 14:44
    Highlight Highlight Sie hat kein Recht hier zu sein. Diesen Weg hat sie freiwillig gewählt. Ich verstehe nicht, was ihr uns mit diesem Artikel sagen wollt. Millionen Menschen auf der ganzen Welt steht ein Bruchteil von dem zur Verfügung was Maria verdient.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 16:31
      Highlight Highlight Maria wohnt aber in der Schweiz und es ist für den gebildeten Schweizer nicht zu viel verlangt, dass er über die Lebenshaltungskosten im eigenen Land Bescheid weiss. Was denkst du, wie viele Millionen Menschen arbeiten, damit du es besser hast im Leben. Hast du dich nie gefragt, warum du 20 Jeans im Monat kaufen kannst und der, welcher sei herstellt nur 1/8. Sorry, dieser Kommentar ist einfach nur geschmacklos und hat nichts mit der "humanitären" und "christlichen" Tradition der Schweiz zu tun. Kirchen haben sich früher um solche Menschen gekümmert, die von Leuten wie Ihnen entrechtet wurden.
    • Silent_Revolution 25.05.2020 16:52
      Highlight Highlight Sie ist hier, lebt unter prekären Bedingungen, arbeitet selbst in hohem Alter, kostet den Staat nix, tut niemandem etwas zu Leide.

      Ist eine fehlende Aufenthaltsbewilligung Grund genug, um den Menschen hinter der Rechtslage auszublenden?

      Wenn jemand freiwillig so ein Leben wählt, sollte man sich hüten, aus wohlhabendem Haus davon zu sprechen, dass andere noch weniger haben und sich das Leben freiwillig ausgesucht haben.
    • Maracuja 25.05.2020 17:47
      Highlight Highlight Dr No: Diesen Weg hat sie freiwillig gewählt.

      Ohne entsprechende Nachfrage hätte sie sich gar nicht auf den Weg nach Europa gemacht.
  • goschi 25.05.2020 14:20
    Highlight Highlight "Bei den meisten von ihnen handelte es sich um Personen ohne Aufenthaltsbewilligung, sogenannte Sans-Papiers"

    Nein!

    Menschen ohne Aufenthalts-Papiere sind keine Sans-Papier.
    Sans-Papiers sind Menschen, die (aus welchen Gründen auch immer) keine Identitätsdokumente besitzen und damit eine unklare Identität haben, dadurch kann kein Herkunftsland definitiv festgestellt werden.
    In der Schweiz ist dies meist selbstgewählt, um einer Ausweisung vorzubeugen (dadurch ist aber auch eine Aufenthaltsbewilligung unmöglich).


    Solche falschen Aussagen zehren stark an der Glaubwürdigkeit eines Artikels.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 14:46
      Highlight Highlight Nein. Die Mehrzahl der Sans Papier sind Menschen von ausserhalb Europas, vornehmlich aus Südamerika oder Menschen mit einem rechtskräftigen Ausreiseentscheid bzw. abgelehntem Asylentscheid.

      Bitte dazu die Information der Härtefallkommission von Zürich, des SEM und des Fedpol lesen.

      Du sagst es selber: selbstgewält. Kein Fluchtgrund. Kein nichts.

      Ich bin sofort dabei, wenn wir 1'000 Jesiden aus Syrien bei uns vorläufig aufnehmen.

      DIE benötigen unsere Hilfe.

      Nicht die Maria aus Sao Paolo die keinen Job findet. Da ist meine Grenze.
    • BlauerPulli 25.05.2020 16:58
      Highlight Highlight Ich bevorzuge Menschen aus Südamerika über jegliche Menschen mit kulturellem Hintergrund aus den arabischen Ländern.

      Wieso? Ich arbeite mit Flüchtlingen. Ich konnte mir meine eigene Meinung machen nachdem ich ca. 6000 Flüchtlinge betreut habe in den letzten 10 Jahren...
    • Silent_Revolution 25.05.2020 17:07
      Highlight Highlight Hierundjetzt

      Sie ist hier, die 1000 Jesiden sind es nicht. Ihr kann man jetzt helfen, den 1000 Jesiden nicht. Hilft man ihr nicht, hilft man deswegen nicht einem Jesiden mehr.

      Kein Fluchtgrund aus Sao Paolo? Kein offiziell anerkannter, die Lage ist für viele brasilianische Bürger mindestens so problematisch wie für bsp Eritreer.

      Entweder man hilft wo man kann oder man lässt es bleiben. Selektive Solidarität ist abartiger als totale Ignoranz und immer verbunden mit Eigeninteressen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miau 25.05.2020 14:00
    Highlight Highlight In der Schweiz, dem Land der linearen Lebensläufe, schauen wir mit grossem Argwohn auf Menschen, die aus allen Rastern fallen. Das Stigma des Selbstverschuldens hängt über ihnen. Wir müssen lernen, dass Leben unterschiedlich verlaufen können und dürfen. Sans-Papiers verfügen über grundlegende Menschenrechte. Dazu gehören Ernährung, Bildung und medizinische Versorgung. Und nein, das ist kein sozialromantisches Gequatsche, sondern konkrete, grenzübergreifende Solidarität, die wir in unserer Welt so dringend brauchen.
    • Notra 25.05.2020 15:24
      Highlight Highlight Du irrst Dich gewaltig.
      Ausreichend Nahrung oder eine medizinische Versorgung gehören ganz sicher nicht zu den Menschenrechten.
      Du hast, so glaube ich, das Recht auf Leben falsch verstanden. Das Recht auf Leben, ist die generelle Erlaubnis leben zu dürfen. Mehr nicht.
      Es verhält sich gleich, wie mit dem Recht auf Eigentum, welches den Besitz von Eigentum erlaubt, aber nicht den Besitz bestimmten Eigentums garantiert.
      Will heissen: Grundsätzlich darf jeder leben, aber jeder muss selber für sein Überleben sorgen.

      Eigentlich heisst es nur, dass ein Staat Dich nicht ohne guten Grund töten darf.
    • SanchoPanza 25.05.2020 16:17
      Highlight Highlight @Notra
      lies dir dir Menschenrechte doch einmal durch.

      Artikel 25: Recht auf Wohlfahrt, inkl ausreichender Ernährung.

      Art. 22: Recht auf soziale Sicherheit, wär hier ebenfalls noch wichtig.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 16:34
      Highlight Highlight @Miau. Es ist mir ein Rätsel, warum dein Kommentar so viele Dislikes erhält.

      Ich hoffe nicht, dass der 20min SVP-/Rechtsextremisten/Bösmenschen-Tross sich bei Watson breit macht. Sonst wars das wohl mit einem spannenden wie geistig anregenden Austausch.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:42
    Highlight Highlight Wenn jemand eine derart lange Zeit in einem Land lebt und sich selber durchschlagen kann, dann soll man die nicht nur legalisieren, sondern einbürgern.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.05.2020 14:31
      Highlight Highlight Also wenn jemand 17 Jahre in der Schweiz lebt und sich seinen Lebensunterhalt mit Diebstahl und Drogenhandel finanziert, dann soll er eingebürgert werden.
      Lieber Toerpe....denk deine Gedanken doch bitte bis zum Ende....
      ...und nein ich unterstelle Maria weder Diebstahl noch Drogenhandel sondern illegales arbeiten mit dem sie den Staat und uns Bürger betrügt indem sie keine Abgaben zahlt.
    • Pollo Loco 25.05.2020 14:52
      Highlight Highlight Nett, würde dies auch für einen Ausländer mit C Bewilligung gelten?
    • Coffeetime ☕ 25.05.2020 14:58
      Highlight Highlight Also da bin ich mit Ihnen mal einig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 25.05.2020 13:27
    Highlight Highlight Also die KK kann sie bestens bezahlen, die verlangen keine Aufenthaltsbewilligung um die Prämien und Leistungen zu erbringen. Die KK sind ja nicht Teil des Staates.

    Wieso bezahlt sie keine Steuern? Weil sie nicht gemeldet ist. Wieso bezahlt sie keine Sozialabgaben? Weil der Auftraggeber sie ja nicht anmeldet und schwarz bezahlt.

    Eine Frage wäre eher zu stellen; wieso hat sie nach 17 Jahren nicht einen anderen Status?

    Da scheinen schon auch andere Mächte im Spiel zu sein und es fragt sich; wer bereichert sich da?
    • Vecchia 25.05.2020 16:27
      Highlight Highlight @FrancoL
      sie ist eine Ausnahme gem. Medecin sans Frontiere haben in Genf 60% der Sans Papier keine Krankenversicherung.

      Und die "Mächte" sind vorallem Gutbetuchte, die in der Schweiz wohnen, Diener und Sklaven wollen und alles tun bzw. unterlassen, damit Sans Papier rechtslos, manipulierbar und abhängig bleiben.
      Genf beschäftigt sich ja seit längerem mit diesem Problem, es ist ekelerregend und unglaublich was solche "Auftraggeber" sich leisten.
    • Maracuja 25.05.2020 17:40
      Highlight Highlight FrancoL: Eine Frage wäre eher zu stellen; wieso hat sie nach 17 Jahren nicht einen anderen Status?

      Als niedrigqualifizierte Arbeitnehmerin aus einem Nicht-EU-Land hat sie gemäss Ausländergesetz* im Normalfall doch gar keine Chance eine Arbeitsbewilligung zu erhalten oder bin ich schlecht informiert ? Evtl. käme eine Aufnahme als Härtefall in Frage, die meisten Kantone sind aber sehr strikt. Es sind keine geheimen Mächte am Werk sondern Politiker und Stimmbürger, bereichern tun sich die Arbeitgeber.

      * für die Gesetzgebung sind Parlament & Volk zuständig, für die Ausführung die Exekutive
    • FrancoL 25.05.2020 18:22
      Highlight Highlight @Vecchia; Das ist so einfach auch wieder nicht. Ich habe in den letzten Jahren miterlebt wie auch durchaus nicht Betuchte ganz schön zulangen können und andere noch ärmere ausbeuten.
      Leider ist es nicht nur eine Schicht, die sich im Ausbeuten versucht, das Ausbeuten ist fast in allen Schichten zu erkennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 25.05.2020 12:56
    Highlight Highlight Menschen wie Maria kann in der jetzigen Situation nur mit Spenden geholfen werden. Für staatliche Hilfe lassen sich keine Mehrheiten finden. Es werden sogar bestehende Angebote (Beitritt zu einer Krankenkasse und Einschulung der Kinder ohne Meldung ans Migrationsamt) in Frage gestellt.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 13:14
      Highlight Highlight nope. es gibt eine obligatorische Schulpflicht unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Eltern.
    • Dr no 25.05.2020 14:45
      Highlight Highlight Wieder einmal falsch hierundjetzt. Ohne Aufenthaltsrecht auch keine Schulpflicht.
    • Maracuja 25.05.2020 15:28
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: nope. es gibt eine obligatorische Schulpflicht unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Eltern

      Was gewisse Kreis überhaupt nicht daran hindert, immer wieder die Forderung zu erheben, dass das Schulamt eine Meldung ans Migrationsamt zu erstatten.
  • De-Saint-Ex 25.05.2020 12:26
    Highlight Highlight Ach herrje... all diese law und order Kommentare hier... und wenn ein Herr Fehr eine Asylbewerberin illegal als Putzfrau beschäftigt, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt, weil er „glaubhaft“ erklären konnte, dass er nicht wusste, dass es illegal sei... hört mir doch auf...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.05.2020 14:32
      Highlight Highlight Was spricht dagegen dass man für Recht und Ordnung ist. Wesshalb soll Law and Order negativ sein?
      ..kannst du mir das erklären?
    • De-Saint-Ex 25.05.2020 14:42
      Highlight Highlight Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden... wenn’s denn konsequent für alle gelten und nicht mehr so verlogen daher kommen würde...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.05.2020 14:49
      Highlight Highlight Da bin ich voll bei dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus 25.05.2020 12:11
    Highlight Highlight Sans-Papiers, die sich finanziell über Wasser halten können mit ihrer Arbeit, sollten sofort legalisiert werden, unabhängig davon, wie und warum sie hierher gekommen sind, und unabhängig vom Herkunftsland. Künftig sollten alle, die in der Schweiz einen Job in Aussicht haben, auch eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Wer das fünf Jahre ohne Sozialhilfe und Kriminalität durchhält, darf bleiben. So muss man auch nicht Angst haben, dass "da doch jeder kommen würde" - denn die Schweiz würde eben nur immer so viele Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, wie der Markt braucht.
    • S. L. 25.05.2020 12:43
      Highlight Highlight Hei wär das ein Spass wenn Unternehmer plötzlich Hungerlöhne zahlen könnten
    • Hierundjetzt 25.05.2020 13:16
      Highlight Highlight yo. gibt es, heisst PFZ und Du kriegst einen Ausweis L (3 Monate) für die Stellensuche.

      Sans Papier haben einen rechtskräftigen Ausweisungsentscheid.

      Das ist die Definition von "Sans Papier / Papierlos)
    • blueberry muffin 25.05.2020 13:31
      Highlight Highlight @Hierundjetzt PFZ gilt nur im Schengenraum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lucida Sans 25.05.2020 12:03
    Highlight Highlight Ich stelle mir vor, ich käme in ein Land süssen Sprache ich nicht verstehe, dessen Kultur mir total fremd ist. In relativ kurzer Zeit habe ich Kontakte zu Leuten, die eine Putzhilfe illegal beschäftigen, finde (in Zürich!) eine Wohnung. Ich hüte Kinder, die mich, da ich ihre Sprache nicht spreche, nicht verstehen? Unwahrscheinlich, ausser die Leute haben die gleiche Herkunft wie ich.
    Schlussfolgerung: Es müssen Netzwerke existieren, die diesen Leuten ermöglichen, illegal hier zu leben. Dort sollte man ansetzen. Die Putzfrau ist nur ein Spielstein im Spiel skrupelloser Sklavenhändler.
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:46
      Highlight Highlight Quatsch. Das sind Glückssucher. Und hoffentlich auch -finder. Nach 17 Jahren? Einbürgern!
  • soulpower 25.05.2020 11:59
    Highlight Highlight Wäre doch etwas für die Glückskette und solche Organisationen, welche bei fast jeder grösseren Katastrophe auf diese Welt Millionen an Spenden sammeln. Wo sind die Spendenaufrufe? Dies ist auch eine Art Katastrope mitten unter uns, nur wird sie leider nicht als solche wahrgenommen und auch nicht propagiert. Und wenn man schon keine Aufenthaltsbewilligung gibt, sind sie trotzdem hier und dürfen nicht verhungern. Da drückt die Politik anscheinend beide Augen zu. Und warum werden sie für Schwarzarbeit ausgenutzt? Danke Watson fürs Dranbleiben...
  • MacB 25.05.2020 11:56
    Highlight Highlight Das THema ist recht zerfahren... Vielleicht müsste man da mal einen Schlussstrich ziehen. Alle Sans-Papiers sollen eine Bewilligung erhalten, mit strengen Auflagen. Bei Nichteinhaltung erlischt das Aufenthaltsrecht. Und zukünftig sollte es keine Sans-Papiers mehr geben. Entweder man hat eine AUfenthaltsbewilligung oder man kann gehen.
    • Maracuja 25.05.2020 12:50
      Highlight Highlight @MacB: Alle Sans-Papiers sollen eine Bewilligung erhalten ... Und zukünftig sollte es keine Sans-Papiers mehr geben

      Solche Amnestien hat es in anderen Ländern bereits gegeben. Der Zustrom neuer Sans-Papiers konnte damit aber nicht verhindert werden. Evtl. liesse sich der Zustrom durch Austrocknung des Illegalen Arbeitsmarktes verringern, dies wäre aber mit einem Ausbau der Überwachung verbunden. Weder dafür noch für eine Amnestie dürften Mehrheiten zu finden sein.
    • bossac 25.05.2020 12:53
      Highlight Highlight Dann bist du z.B. als normaler Flüchtling, der sich an die Prozesse gehalten hat aber ziemlich der Dumme... Es soll bereits jetzt keine geben - trotzdem gibt es sie.
    • RandomNicknameGenerator 25.05.2020 13:45
      Highlight Highlight "Entweder man hat eine AUfenthaltsbewilligung oder man kann gehen." ist heute schon so. Aber man 'kann' (nicht im juristischen Sinn gemeint) trotzdem in einem Land bleiben und eben schwarz arbeiten.
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  • Sälüzäme 25.05.2020 11:54
    Highlight Highlight Sans Papier sind keine Sozialschmarotzer wie in gewissen fragwürdigen Beiträgen sugeriert wird, sie arbeiten und werden dafür z. T. schamlos ausgenutzt. Diese Arbeitgeber sind noch schlimmer als gewisse Kommentarschreiber mit ihrem Gedankengut. Seit der Nansenpass seine Gültigkeit verloren hat gibts noch mehr SP's. Es wird nicht berücksichtigt, dass viele hier geboren sind und nichts dafür können, im Gegenzug die Politik es seit Jahrzehnten versäumt, dieses Problem zu lösen. Ein weiteres düsteres Kapitel wie Verdingkinder, Kinder der Landstrasse, Zwangssterilisation usw. Arme reiche Schweiz.
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:50
      Highlight Highlight "Diese Arbeitgeber sind noch schlimmer als gewisse Kommentarschreiber mit ihrem Gedankengut."

      Auch falsch. Viele Arbeitgeber von Sans Papiers zahlen fair und bieten faire Bedingungen. Wer Sans Papiers Arbeit gibt handelt sehr oft auch mit sozialem Antrieb.
    • FACTS 25.05.2020 15:27
      Highlight Highlight @ToerpeZwerg: Die Arbeitgeber sparen sich Sozialabgaben und Versicherungen und sollen deiner Ansicht nach noch Menschenfreunde sein - verstehe weder dich noch deinen Kommentare! Bezahlen deine 'sozialen' Arbeitgeber nach einem Arbeitsunfall der illegal abgestellten Putzkraft dann auch lebenslang die IV-Rente? Hoffe nur, dass du nicht selbst dich derartig 'sozial' engagieren willst!
    • Sälüzäme 25.05.2020 16:02
      Highlight Highlight @Torpe: wenn du mich schon zitierst, dann bitte korrekt, ich habe zum Teil geschrieben und nicht alle. Auch habe ich die sozialen Beweggründe mit keinem Wort kritisiert.

      An alle Blitzer, macht mal brauchbare Vorschläge ohne das unschuldige Kinder darunter leiden müssen, jedes Jahr gibts Diskussionen bei der Einschulung, z. B. Aber es geht halt einfacher anonym zu blitzen wenn einem der Spiegel vorgehalten wird und sich als sog. "Patriot" hinzustellen. Einfache Gemüter begreiffen nicht, dass es nicht immer einfache Lösungen gibt, speziell wenn dabei Menschen betroffen sind.
  • murrayB 25.05.2020 11:50
    Highlight Highlight Grundsätzlich wäre ich für die sofortige offzielle Aufnahme der Sans-Papiers, wenn ab sofort der leidige Asylstatus "vorläufig aufgenommene" abgeschafft wird, resp. konsequent Wirtschaftsflüchtlinge zurückgebracht werden...

    Da es für den Staat weiterhin einfacher ist, die abgewiesenen Flüchtlinge untertauchen zu lassen als zurückzuschaffen werden wir zunehmende Probleme einer Zweiklassengesellschaft haben...
  • fidget 25.05.2020 11:49
    Highlight Highlight Was soll dieser Artikel bezwecken? Sans Papiers haben keine Aufenthaltsbewilligung, ergo halten sie sich illegal in der Schweiz auf. Diesen Personen darf keines Falls Unterstützung vom Staat zukommen. So würde man diesen Status noch mehr dulden, als man es ohnehin schon tut.
    Natürlich sind die menschlichen Schicksale dahinter tragisch, aber den Weg in diesen illegalen Status haben Sans Papiers selbst gewählt.
    • lilie 25.05.2020 12:02
      Highlight Highlight @fidget: Schon. Die Unterstützung des Staates ist aber alles andere als rein altruistisch motiviert. Die Anlaufstellen ermöglichen eine Überwachung von Leuten, die sich sonst im Untergrund leben und dort auch von Kriminellen zu deren Zwecken angeheuert werden können.

      Gerade in der jetztigen Krise zahlt sich das aus, weil Leute, die sich jeder staatlichen Kontrolle entziehen und in prekären Verhältnissen leben, besonders prädestiniert sind, Treiber der Pandemie zu werden.

      Damit ist das Problem zwar nicht gelöst. Aber zumindest weitere Schäden eingegrenzt - für alle.
    • Bynaus 25.05.2020 12:44
      Highlight Highlight Nicht jeder Mensch hat das Glück, in einem reichen Land zu Welt gekommen zu sein. Aber jeder Mensch sollte die Chance haben, sein eigenes Leben und das seiner Familie durch ehrliche Arbeit zu verbessern - und zwar dort, wo sie gebraucht wird.

      Nicht auszudenken, was in der Schweiz geschehen würde, wenn alle 100k+ Sanspapiers plötzlich ausreisen würden... ihre Arbeit nimmt man offenbar gern, so lange man ihre Existenz als Menschen nicht würdigen muss...
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:52
      Highlight Highlight Mich widern solche Kommentare von Wohlstandsverwöhnten Maulhelden an.

      Wer sich 17 Jahre lang ohne Staatshilfe durchschlagen kann, gehört eingebürgert. Diese Menschen gehören nun hierher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pollo Loco 25.05.2020 11:40
    Highlight Highlight Die Schweiz ist attraktiv um Geld zu verdienen. Maria konnte trotz Lohn von 1'500.- vor dem Lockdown einigermassen gut leben im Vergleich zu Südamerika, sonst wäre sie ja zurückgegangen.
    Das nun diese Corona Krise so ihre Opfer fordert ist nicht toll. Aber die Krise trifft meistens die Armen der Armen. Aber auch da wird Maria unterstützt.
    • Coffeetime ☕ 25.05.2020 15:04
      Highlight Highlight Also leben Sie mal gut mit 1500 im Monat in der Schweiz und dann erzählen Sie uns mal von Ihren Erfahrungen...
  • Amarillo 25.05.2020 11:13
    Highlight Highlight Wer "open Borders" propagiert, sollte das evtl. doch mal fertig denken. Denn die Frage ist, was denn die Leute hier genau machen sollen. Bei den meisten reicht es wegen mangelnder Ausbildung nur zu schlecht bezahlten Hilfsjobs, dazu kommt noch der Druck der Illegalität. Somit kommen wir zur "Projektnachmittags-Patentlösung": Alle anerkennen, und dann soll der Staat halt Sozialhilfe abdrücken. Wobei der Staat "die Anderen" sind, und ich damit nicht mich meine. Es muss reichen, dass ich mit meiner ethisch-moralisch einwandfreie Grundhaltung ein Vorbild bin, mehr liegt nicht drin.
    • Bynaus 25.05.2020 15:37
      Highlight Highlight Warum Sozialhilfe? Maria braucht - unter normalen Umständen, sprich vor der Pandemie - keine Sozialhilfe, sie schlägt sich halt so durch. Welcher Vorteil ergibt sich denn für die Schweiz, wenn sie weiterhin als illegal gilt? Es öffnet höchstens dem Missbrauch und der Lohndrückerei Tür und Tor. Die arbietenden Sans-papiers sollte man sofort legalisieren.
    • ingmarbergman 25.05.2020 15:59
      Highlight Highlight Hier geht es aber nicht um Leute, die nichts machen, sondern Personen, die eine Arbeit haben.
      Wer Arbeit findet, soll überall auf der Welt sein Glück finden dürfen.
      Bis Anfang 20. Jh. waren wir Schweizer die Armen, welche in die Welt hinausgezogen sind. Nun ist es halt umgekehrt.
      Darum: Offene Grenzen für Arbeitssuchende.
  • So en Ueli 25.05.2020 11:11
    Highlight Highlight Teil 2
    Wenn wir allen, die nachweisen können, dass man aufgrund wirtschaftlichen Gründen flieht, eine Genehmigung zum Aufenthalt gewähren würde, dies aber mit strikten Auflagen koppelt würde, fände ich dies fairer. Jede Person hat mM eine Chance verdient. Nimmt man diese wahr, so darf man bleiben. Wir bräuchten einfach den politischen Willen dies durchzusetzen.
    • soulpower 25.05.2020 12:08
      Highlight Highlight Ueli...dann müsstet du wohl bald deine Wohnung mit andern teilen, denn für die Welle an Immigration, welche uns bei deiner Art von Gastfreundschaft erreichen würde, gäbe es schlicht nicht genügend Wohnraum. Wieviele würdest du bei dir aufnehmen, mal ehrlich?
    • blueberry muffin 25.05.2020 13:34
      Highlight Highlight @soulpower Das liegt aber auch an den endlos vielen leerstehenden Büros und überteuerten Luxuswohnungen.
    • So en Ueli 25.05.2020 14:05
      Highlight Highlight @soulpower, keine Sorge, ich glaube nicht, dass wir zu wenig Wohnraum hätten. Es ist genug Raum in die Höhe vorhanden. Stell dir vor, wenn jeder Wirtschaftsflüchtling eine Chance erhalten würde und der Staat etwas Geld locker macht und jedem diese Chance bezahlt (Bildung, Wohnung und Start in den Arbeitsmarkt) Sagen wir einmal, dass ein Drittel der Personen diese Chance nutzt und dadurch an Wirtschaftskraft gewinnen. Diese Investition hätte sich mM gelohnt. Aber wer die Chance nicht nutzt und zu nichts bringt, der müsste wohl oder übel retour in seine Heimat.
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  • So en Ueli 25.05.2020 11:09
    Highlight Highlight Aus moralischer Sicht müsste man mit Mitleid oder Empathie auf Marias Situation reagieren. Jedoch habe ich da eine sachlichere Sicht auf das ganze. Warum werden Sans Papier von offiziellen Stellen geholfen, wenn Sie diese Personen sich illegal im Land aufhalten. Müsste das Gesetz hier nicht durchgesetzt werden? Es werde Ressourcen für Sans Papier verwendet, die man für andere Zwecke sinnvoller einsetzen könnte. (z.B. Langzeit Arbeitslose oder Working Poor) Und weshalb erhalten Personen aus Lateinamerika keine Aufenthaltsgenehmigung?
    • Beobachter 25.05.2020 12:07
      Highlight Highlight @Ueli: Wir sollten 2 Dinge nicht vermischen. Das eine ist, wie wir mit dem Thema Sans Papiers umgehen. Da ist festzustellen, dass man seitens der Behörden offenbar oft nicht gewillt ist, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen auch durchzusetzen. Deshalb gibt es so viele in der Schweiz. Das zweite ist der humanitäre Aspekt in der aktuellen Situation. Selbstverständlich müssen wir denen helfen, die nun mal hier sind. Das gebietet schon die Menschlichkeit. Zudem sind wir an der Situation um die Sans Papiers mitschuldig, weil wir die wesentlichen Fragen rund um das Thema nicht gelöst haben.
    • So en Ueli 25.05.2020 12:58
      Highlight Highlight Na ja man versuche zuerst herauszufinden, weshalb sich politisch hierzu nichts tut. Aber unser Bürgern eine Schuld zu geben finde ich jetzt etwas übertrieben.
    • blueberry muffin 25.05.2020 13:37
      Highlight Highlight @So en Ueli wieso? Wer glaubst du stellt die Sans Papier illegal an? Der Staat?

      Gibt ja sogar SVP Exponennten die erwischt wurden Sans Papier einzustellen. Und vermutlich genug die es nicht wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Corvus_Corax 25.05.2020 11:07
    Highlight Highlight Meines wissens nach sind Sans-Papier illegal in der Schweiz.
    Somit ist jeder Rappen zuviel den wir illegalen Aufenthalter geben.
    Wir haben genügend eigene Personen denen es schlecht geht.
    • De-Saint-Ex 25.05.2020 11:49
      Highlight Highlight Werde Ihnen an dem Tag recht geben, an welchem es wirklich strafbar ist, Personen illegal zu beschäftigen... es soll schon SVP Politiker gegeben haben, die Putzfrauen illegal beschäftigt haben...
    • willy wodka 25.05.2020 11:55
      Highlight Highlight Mensch ist Mensch
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:55
      Highlight Highlight Komplett falsch. Solche Menschen gehören hierher. Legalistische Unmenschlichkeit ist der Schutzschild der Egoisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 25.05.2020 11:07
    Highlight Highlight Sans Papiers, die Hinweise liefern, die zur Verurteilung von mindestens fünf ihrer ausbeuterischen Arbeitgebern führen, sollten eine Aufenthaltsbewilligung bekommen.

    Dies eingeführt und angekündigt ab dem 01.01.2021 (Nicht rückwirkend).
    • Hierundjetzt 25.05.2020 11:43
      Highlight Highlight Sans Papiers haben per Definition kein Aufenthaltsrecht und sind daher grundsätzlich gemäss Ausländerrecht straffällig.

      Für Härtefälle gibts in Zürich eine Härtefallkommission und oh wunder 90% der Sans Papier sind keine Härtefälle.
    • blueberry muffin 25.05.2020 13:38
      Highlight Highlight @Hierundjetzt es geht darum die Ausbeuter die diese anstellen Dingfest zu machen - dann gibts auch weniger Sans Papiers.
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:56
      Highlight Highlight Arbeitgeber von Sans Papiers sind per se ausbeuterisch?

      Da sagt mir meine Erfahrung etwas ganz Anderes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ungeliebte Wahrheit 25.05.2020 10:55
    Highlight Highlight Watson
    Im konkreten Fall hätten ihr tatsächlich das Konto der Frau angeben können.
    Ich würde ihr glatt etwas überweisen.

    Ich spende so lieber, als grossen Organisationen wie Caritas, Amnesty, Ärzte ohne Grenzen (oder Watson🙈) die das Geld für hohe Löhne und politische Propaganda einsetzt.
    • RandomNicknameGenerator 25.05.2020 13:50
      Highlight Highlight Es gibt in fast jeder grösseren Stadt eine kleinere Organisation, die das Geld (z.B. durch Lebensmittel) direkt an die bedürftigen verteilt.
    • Bits_and_More 25.05.2020 15:54
      Highlight Highlight Damit würdest du sicher Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursache. Organisationen wie Caritas, Amnesty, Ärzte ohne Grenzen etc. versuchen die Ursache zu bekämpfen und das ist langfristig sinnvoller.
  • Quo Vadis 25.05.2020 10:51
    Highlight Highlight Es gibt also offizielle Anlaufstellen für illegale Aufenthalter.. Und die Polizei hält es nicht für nötig um diese Anlaufstellen herum Personenkontrollen durchzuführen um illegale Aufenthalter identifizieren zu können? Das heisst also man toleriert offiziell eine Gesetzesübertretung?

    "Faszinierend 🖖" (Spock)
    • Notra 25.05.2020 11:12
      Highlight Highlight Gnade vor Recht, in diesem Punkt.
    • lilie 25.05.2020 11:38
      Highlight Highlight @Quo Vadis: Was glaubst du, wie viele Sans Papiers noch zu einer Anlaufstelle gehen würden, wenn dort nur ein einziges Mal die Polizei aufkreuzen würde?

      Das Problem ist so nicht in den Griff zu kriegen. Repression drängt die Leute nur noch ganz in den Untergrund, so dass man überhaupt keinen Überblick mehr hat.

      Und immer noch besser, sie melden sich bei einer Anlaufstelle, anstatt dass sie anfangen zu stehlen, zu rauben, Drogen zu verkaufen oder weiss der Geier. Damit ist dann auch niemandem gedient.
    • Quo Vadis 25.05.2020 12:37
      Highlight Highlight Lilie, du wiegst zwei Dinge miteinander ab. Ich sehe rein die Gesetzeslage, der Rechtsstaat quasi, der hier nicht um- und durchgesetzt wird.

      Wenn man dieses Gesetz nicht umsetzt, weshalb hat man denn das Gesetz überhaupt noch? Könnte man dann noch andere Gesetze missachten? Wenn JA welche und wer legt die moralischen Standards dazu fest, welches Gesetz nicht eingehalten werden muss?
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 25.05.2020 10:32
    Highlight Highlight Die wahren Schuldigen sind diejenigen, die solche Leute schwarz zu erbärmlichen Löhnen anstellen.
    • Vecchia 25.05.2020 13:30
      Highlight Highlight Exakt! Man liest immer nur von "Sans Papiers", aber die Gutsituierten (nicht selten auch Expats) die die Notlage der Sans Papiers skrupellos ausnützen und dabei viel Geld sparen, die sind fein raus.

      Bei der Genfer Legalisierungs-Aktion vor Covid, wurden ja jenste Sans Papiers von ihren Sklaventreibern sofort vor die Tür gestellt, wenn sie ihren Status legalisieren wollten.

      Klassisch: Armut hat keine Rechte, Geld kann Gesetze aushebeln und das ist in der Gesellschaft breit akzeptiert.
    • CalibriLight 25.05.2020 13:52
      Highlight Highlight Tragischerweise dient die Unterstützung der Sanspapier, so hilfreich und nötig sie im Einzelfall ist und so menschlich sie gemeint ist, letztlich halt nur dazu, diese unwürdigen Verhältnisse noch zu zementieren.
      Helfen heisst oft, dass die Sanspapiers weiterhin ausgebeutet werden können. Es nützt nichts, wenn ich eine Reinigungskraft 2h pro Woche für CHF 40.-- pro h schwarz beschäftige, und den Rest der Woche kann die Person dafür in miesen Verhältnissen weiterarbeiten.
    • Toerpe Zwerg 25.05.2020 13:58
      Highlight Highlight Dummes Zeugs. Bloss weil jemand papierlise beschäftigt, ist er noch lange kein Ausbeuter. Das ist eine Pervertierung von unmenschlicher Gesetzgebung.
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  • Rellik 25.05.2020 10:25
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Quo Vadis 25.05.2020 10:44
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • lilie 25.05.2020 10:55
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    • Cirrum 25.05.2020 11:20
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Philipp L 25.05.2020 10:24
    Highlight Highlight Als sie am ersten Tag in der Zeitung gelesen habe, dass nun 8000 Soldaten in den Kriseneinsatz geschickt werden, sei ihr das Herz in die Hose gerutscht.

    Das mit der Polizei verstehe ich ja aber nach 17 Jahren in der Schweiz sollte sie ja wissen das die Soldaten keine Kontrollen oder ändlichea durchführen. Wollte Watson hier einfach wieder mal das Militär in ein schlechtes Licht rücken?
    • ScherzKeks 25.05.2020 10:51
      Highlight Highlight Nein, Watson hat lediglich das Gefühl/die Meinung der Frau wiedergegeben. Wenn man mit Militär als Staatsgewalt aufgewachsen ist, ändern auch 17 Jahre in einem sicheren Land nichts an den alten Gefühlen.
    • Liselote Meier 25.05.2020 11:04
      Highlight Highlight Naja, die RoE's sind jeweils auf den Auftrag zugeschnitten.

      Um in Spitäler die Abfallkübel zu lehren braucht man auch keine Ausweiskontrollen.

      Wäre eine Ausgangsperre verhängt worden, und das Militär wäre beteiligt gewesen, dann hätten sie auch Ausweiskontrollen durchführen müssen um den Auftrag überhaupt bewerkstelligen zu können.

    • Elephant Soup slow cooker recipes 25.05.2020 11:30
      Highlight Highlight Ich verstehe es lediglich als Zitat von Maria. Es ist meiner Meinung nach nachvollziehbar, dass die erste Reaktion einfach Panik ist, obwohl sie seit 17 Jahren in der Schweiz zuhause ist.
  • JeyB 25.05.2020 10:14
    Highlight Highlight Auf sans-papier.ch steht es gebe schon nur 190'000 sans papier in kanton zürich und nicht wie ihr schreibt, 100'000 in der gesammten Schweiz. Von wo will der Staat wissen, dass diese Leute hier sind? Sie sind illegal hier. Verdienen ihr Geld mit schwarz arbeit und spielen dammit den Arbeitgeber, die dies ausnützen, in die Hände. Wie kann der Staat sie finanziell oder mit Lebensmittel austatten, wenn sie eigentlich nicht hier sein dürfen?
    • SaraSera 25.05.2020 10:32
      Highlight Highlight @JeyB: Ja, die Zahlen dazu sind sehr unterschiedlich. Ich habe mich bei meiner Angabe auf eine Studie vom Staatssekretariat für Migration gestützt. Die effektiven Zahlen dürften aber um ein Vielfaches höher sein...
  • Meerjungfrau 25.05.2020 10:06
    Highlight Highlight Ist halt schwirig aber Schwarzarbeit geht eigentlich nicht.
    Stellt euch mal vor jeder der in seinem Ursprungsland nicht glücklich ist kommt in die Schweiz. Und könnte dann Leistungen Beziehen!!! Wir müssen uns beschränken auf wirklich bedrohte Menschen an Leib und Leben!! Alle andern müssen zurück!! Falls das nicht passiert wird die Armut in der Schweiz immer grösser werden. Dann werden wir auch niemandem mehr Helfen können mit Spenden ins Ausland!! Wir haben weder Platz noch genug Geld alle auf zunehmen. Es führt zu mehr Kriminalität Unzufriedenheit und Armut!! Hilfe ja aber mit Verstand!!
    • Maya Eldorado 25.05.2020 10:45
      Highlight Highlight Das ist noch keine hundert Jahre her, da war die Schweiz auch ein armes Land.
      Es emigrierten viele Menschen, in der Hoffnung aus der schieren Not zu entkommen.
      Gegen Ende des 19. Jahrhunderts emigrierten die 2 ältesten meiner Grossmutter in die USA aus dem gleichen Grund, wie die heutigen Sans-papier zu ums kommen.
      Sie gingen ganz allein mit 14 und 15 Jahren in der Hoffnung in den USA der Not zu entkommen.
    • Notra 25.05.2020 11:14
      Highlight Highlight @Maya Eldorado
      Mit dem wesentlichen Unterschied, dass Deine Vorfahren keine illegalen Immigranten waren.

      Ungebetene Gäste sind keine.
    • Ökonometriker 25.05.2020 11:45
      Highlight Highlight @Maya: Migration ist ja gut und recht. Ilkegale Migration ist es nicht. Sind die Kinder aus Deinem beispiel als Touristen in die USA gereist und illegal geblieben? Oder haben sie sich ehrlich um einen Aufenthaltstitel bemüht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 25.05.2020 10:05
    Highlight Highlight Kann man Sans-Papier legal beschäftigen? Ich stehe diesem Thema mit gemischten Gefühlen gegenüber. Natürlich tun mir die einzelnen Menschen leid. Trotzdem habe ich ein Problem damit, wenn Menschen illegal hier sind. Sie zahlen keine Steuern und Sozialabgaben etc.. Das ist unfair gegenüber all deren, die sich an das Gesetz halten und dies tun. Irgendwann wird die Frau ja auch pflegebedürftig werden. Was dann?
    • Hierundjetzt 25.05.2020 10:16
      Highlight Highlight Nein. Es ist Schwarzarbeit und kostet den Arbeitgeber 5‘000.- + ein Strafregistereintrag + Nachzahlen der Sozialversicherungsbeiträge und und

      Mit Ausweis C (Arbeitgeber), gibts dann noch den automatischen Landesverweis

      Dieses verblödete dumme ausnutzen
      von Hilflosen muss ein Ende haben.

      Zum Glück wurden endlich die Bestimmungen verschärft.
    • circumspectat animo 25.05.2020 11:17
      Highlight Highlight Dann Stimmen sie doch bei den nächsten Wahlen für Parteien die das ermöglichen. Ich glaube Maria möchte genau so Legal hier sein und Steuern bezahlen wie Sie das von Maria möchten.
  • no-Name 25.05.2020 10:03
    Highlight Highlight Herzlichen Dank!

    Ich habe Menschen in meinem Umfeld mit eine null mehr an der neunhundert und klagen zu wenig zu verdienen...
    • Eskimo 25.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Diese Leute bezahlen aber Steuern.
    • lilie 25.05.2020 10:53
      Highlight Highlight @no-Name: Klagen kann man unabhängig von der Realität. 900 liegt aber im Unterschied zu 9000 definitiv unter dem Existenzminimum.
  • Eskimo 25.05.2020 10:02
    Highlight Highlight Sans Papier bezahlen doch keine Krankenkassenprämien....?
    Den Status des Sans Papier wurde in den allermeisten Fällen selber gewählt um einer Ausschaffung/Abweisung zu entgehen. Habe ehrlich gesagt mehr Mitleid mit Familienväter die trotz 100 Prozent Job kaum über die Runden kommen..
    • Hierundjetzt 25.05.2020 10:18
      Highlight Highlight Yup. Es sind ja nicht Europäer (wir haben PFZ) sondern Südamerikaner.

      Und nein, wenn Du in einer Favela wohnst, hast Du keinen Kontakt zu den Schweizern die eine billigst Magd brauchen.

      Daher hält sich mein Bedauern extreeem in Grenzen
    • circumspectat animo 25.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Hat Sie denn eine Wahl ohne Perspektiven in Ihrem Heimatland ?
      Ausserdem diese Menschen leben so oder so in der Schweiz und werden gebraucht. Kein schweizer Familienvater macht diese Arbeit. Wenn Maria ausgeschafft wird, wird einfach eine andere Sans Papiers angestellt, warum diese Leute in die illegalität zwingen ? Scheinbar gibt es ja Platz für diese Menschen in unserer Wirtschaft.
    • Raffaele Merminod 25.05.2020 11:26
      Highlight Highlight @Eskimo:
      "...in den allermeisten Fällen selber gewählt "? Kann man da von einer Wahl reden? Was stand den zur Auswahl?
      In den allermeisten Fällen würden wir es denen jedenfalls gleich tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notra 25.05.2020 09:55
    Highlight Highlight Dieses Schicksal bescheren die dümmsten Pandemimassnahmen aller Zeiten in den kommenden wenigen Jahren einem grossen Teil aller Schweizer.

    Es liegt auf der Hand, dass die Verarmung der Schweizer, bzw. aller Arbeitskräfte Europas volle Absicht ist.
    Nichts ist geeigneter, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern als Elend und Not. Die Menschen werden so gezwungen für immer weniger Wohlstand immer mehr zu arbeiten. Dass dabei Hunderttausende armutsbedingt vorzeitig sterben, hilft die Altersversorgung zu entlasten.

    Es ist die billigere, aber nicht weniger wirksame Variante zum Krieg.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 10:21
      Highlight Highlight Lohnmedian: 6550.-
      Tiefster Lohn (100%): 3250.-
      Sozialhilfe 1 Person: 2550.- (
      Gini-Koeffizient: Weltweit auf Platz 3!!

      Stimmt wir sind kurz vor dem Totalabsturz.

      Sonst noch etwas?
    • Prometheuspur 25.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Oder einfach:
      Die saloppe Verschwörungstheorie by Notra.
    • Notra 25.05.2020 11:21
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Jetzt sind die Löhne noch so, ja. Bald nicht mehr.
      Der Totalabsturz hat offensichtlich bereits begonnen - mehr als ein Drittel der Arbeitskräfte zieht Arbeitslosengeld (Kurzarbeit) - und Du willst es einfach nicht sehen.
      Sässest Du im Flugzeug, sähest Du den Absturz erst mit dem Aufschlag kommen.
      Du und Deinesgleichen seid mit eurer Ignoranz Sargnägel unserer Gesellschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Globidobi 25.05.2020 09:51
    Highlight Highlight Ich verstehe Maria nicht ganz, wie kann man als Sans Papier eine Krankenkassenversicherung haben und wieso ist diese bei einem Einkommen von 1500.- 370.-? Sollten da nicht die Prämienverbilligungen greifen. Kann mir da jemand weiterhelfen?
    • Madison Pierce 25.05.2020 09:59
      Highlight Highlight Man kann auch ohne Papiere eine Krankenversicherung abschliessen. (Und ist gesetzlich sogar dazu verpflichtet.) Mit der Prämienverbilligung wird es für solche Leute aber schwierig. Denn diese müsste man beim Kanton beantragen und der soll ja nicht wissen, dass man hier wohnt...
    • Bits_and_More 25.05.2020 10:01
      Highlight Highlight Die Krankenkasse ist ein Vertrag zwischen einer privaten Person und der Versicherung. Der Staat hat damit in erster Linie nichts zu tun.
      Die Prämienverbilligung übernimmt aber der Staat und hierfür braucht es ziemlich sicher einer Aufenthaltsbewilligung und diese wird sicherlich auch geprüft.
    • Oh Dae-su 25.05.2020 10:04
      Highlight Highlight Prämienverbilligungen werden von den Kantonen ausbezahlt. Ohne gültige Aufenthaltserlaubnis wird sie dort aber wohl kaum gemeldet sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BerthaPhilipPayne 25.05.2020 09:50
    Highlight Highlight Eine steuerhinterzieher- und betrügerin also.
    • Maya Eldorado 25.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Es ist mir ein Fehler unterlaufen:
      Mit so wenig Einkommen, sind die Steuern sowieso praktisch null.
      Ich weiss das aus Erfahrung.
    • Mäni99 25.05.2020 10:24
      Highlight Highlight Nein nicht Maria ist die Betrügerin, sondern die welche Sie ohne offiziellen Arbeitsvertrag als Puzfrau, etc. beschäftigen – dass sind die Betrüger!!
      Diese müssten bestraft werden. Im Notfall, zum Beispiel ein Arbeitsunfall müssen dann die ehrlichen Steuerzahler aufkommen und so indirekt die billige Putzhilfe für diese Betrüger subventionieren. Lohndumping auf Baustellen wird ja auch geandet und es handelt sich um eine ähnliche Situation.
    • banda69 25.05.2020 10:50
      Highlight Highlight @bertha

      Marias Steuern sind bei ihrem Einkommen marginal.

      Mehr Steueren gäbe es bei den wahren Steuerbeteügern zu bekommen. Aber die werden ja durch unsere rechten Volksvertreter (SVP und Konsorten) mit Samthandschuhen angefasst.
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  • Karoon 25.05.2020 09:48
    Highlight Highlight Und der Swiss schiebt man über eine Milliarde in den A...
    • eldorak 25.05.2020 10:08
      Highlight Highlight Hinter der auch Arbeitsplätze und Menschen stehen
    • Karoon 25.05.2020 10:11
      Highlight Highlight Ist Maria kein Mensch?
    • rockyM 25.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Und ausnahmslos Sozielversichrungsbeiträge bezahlt haben...
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  • [Nickname] 25.05.2020 09:47
    Highlight Highlight Firmen, welche Menschen schwarz beschäftigen, welche sich zudem sich illegal in der Schweiz aufhalten, sind hart zu bestrafen.
  • Nasoplex2001 25.05.2020 09:46
    Highlight Highlight Was können Wir tun, um Ihre Situation zu verbessern?

    UND Danke für diesen Artikel. :)
    • ungeliebte Wahrheit 25.05.2020 10:22
      Highlight Highlight Du kannst Geld spenden, Schatz.
    • ungeliebte Wahrheit 25.05.2020 10:29
      Highlight Highlight Frag bei Watson nach wenn du spenden möchtest.
    • Notra 25.05.2020 10:54
      Highlight Highlight 1. Alle Sans-Papiers aufspüren.
      2. Alle Sans-Papiers des Landes verweisen.
      3. Alle Sans-Papiers internieren, die das Land nicht verliessen.
      4. Alle internierten Sans-Papiers ausschaffen oder interniert belassen.
      5. Umfassende Grenzkontrollen
      6. Gefängnisstrafen für Arbeitgeber, bzw. deren gesamte Geschäftsführung, die Schwarzarbeiter beschäftigten nicht unter 6 Monaten.
      7. Je Schwarzarbeiter und pro angebrochenem Jahr der Beschäftigung 100000 Franken Busse für den Arbeitgeber.
      7. Monatliche Meldepflicht für Ausländer ohne festen Wohnsitz unter Androhung e. Gefängnisstrafe nicht unter 3 Mte.
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  • wydy 25.05.2020 09:44
    Highlight Highlight Ich bin absolut kein Fan von Sans Papier. Diese sind illegal in der Schweiz und haben dadurch keine Rechte und werden ausgenutzt.
    Aus meiner Sicht sollte man hier schauen, dass man Arbeitsbewilligung auch an nicht EU Mitgliedstaaten vergibt, so dass alle die Möglichkeit haben, legal in die Schweiz zu kommen und zu arbeiten. Dafür sollte man aber wiederum Sans Papier ausschaffen und nicht unterstützen. Essensausgaben und Hilfestellen für Sans Papier sind nicht wirklich eine Lösung. Man sollte den Leuten ermöglichen legal in der Schweiz zu leben oder auszuschaffen.
  • huck 25.05.2020 09:32
    Highlight Highlight Nicht als Kommentar zu werten, aber:
    Irgendwas stimmt da nicht: Wenn Maria jetzt 62 Jahre alt ist, und vor 17 Jahren in die Schweiz kam, also mit 45 Jahren, wegen ihrem damals 38-jährigen Sohn, dann ...
    (Wahrscheinlich ist ja nur das Alter des Sohnes falsch angegeben ...)
    • Quo Vadis 25.05.2020 10:14
      Highlight Highlight ...Sherlock Holmes... 🕵
    • Notra 25.05.2020 10:56
      Highlight Highlight Zeitreisen
    • Brummbaer76 25.05.2020 11:02
      Highlight Highlight Logisch Denken ist nicht dein Ding. Sie war 45 als sie in die Schweiz kam ihr Sohn war damals 20. Wenn er noch leben würde währe er 38 Jahre alt. Wäre er damals 38 gewesen hätte sie ihn mit 7 bekommen sollen.
      Merksch selber? Das was steht passt also schon.
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  • Irrlycht 25.05.2020 09:28
    Highlight Highlight Wow das ist happig..
  • Grave 25.05.2020 09:26
    Highlight Highlight Also mit anderen worten ist sie illegal hier und arbeitet schwarz und nimmt möglicherweise jemandem den job weg der legal hier ist... glaub muss nicht so grosses mitleid haben.
    • Nasoplex2001 25.05.2020 09:38
      Highlight Highlight Wow, was für eine einsichtige, wertvolle und kluge Meinung sie haben. Ich empfehle Ihnen dringend Empathie sich anzueignen. Würde Ihnen und der Welt echt gut tun, Danke!
    • michiOW 25.05.2020 09:40
      Highlight Highlight Das scheint mir etwas zu kurz gegriffen.
      Man sollte Arbeitgeber, welche Sans-Papiers anstellen um einiges härter bestrafen, wer sie auch noch um Lohn prellt, dem sollten am besten ein paar Monate Gefängnis drohen.

      Ohne Nachfrage gibt es kein Angebot. Gleichzeitig sollte man aber ein Programm für bereits anwesende Sans-Papiers erstellen, denn wenn wir weiterhin Illegale wollen, ihnen aber keine Rechte geben, bewegen wir uns auf dem Niveau der Amis.
    • sebjseb 25.05.2020 09:43
      Highlight Highlight
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  • P_hr 25.05.2020 09:24
    Highlight Highlight das ach so reiche land Schweiz..
  • Schnymi 25.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Einblick in Marias Situation.
    Es stimmt mich traurig, dass es solche Schicksale in der reichen Schweiz gibt...

Interview

«Die Schweizer Beteiligung am Kolonialismus war sehr viel stärker, als viele annehmen»

Die Schweiz war keine Kolonialmacht, dennoch haben auch wir eine Kolonialgeschichte. Nur kennt sie fast niemand. Im Interview erklärt die Kulturwissenschaftlerin Patricia Purtschert, warum in der Schweiz eine «koloniale Amnesie» herrscht und wie sich die Verwicklung im Kolonialismus auf den Rassismus auswirkt.

Frau Purtschert, erstaunt es Sie, dass gerade jetzt nach der Schweizer Kolonialgeschichte gefragt wird?Patricia Purtschert: Nein, ich denke das ist die Frage, die jetzt gestellt werden muss. Sie ist wichtig, um einzuordnen, was gerade passiert. Denn Black Lives Matter, das Thematisieren von Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen, hat sehr viel mit der Kolonialgeschichte zu tun, auch mit derjenigen der Schweiz. Obwohl die «koloniale Schweiz» lange ein undenkbarer Begriff war, weil die Schweiz …

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