DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nur noch sieben statt zehn Tage: Der Bund empfiehlt eine kürzere Quarantänedauer.
Nur noch sieben statt zehn Tage: Der Bund empfiehlt eine kürzere Quarantänedauer.Bild: keystone

«Die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft unter Druck»: Bund empfiehlt kürzere Quarantäne

Im Tessin fehlen Chauffeure, in Zürich Lehrer. Nun reagiert das Bundesamt für Gesundheit. Die Kantone können die Quarantänedauer von zehn auf sieben Tage reduzieren.
30.12.2021, 21:24
Doris Kleck / ch media

Die Schweiz ist zurück im Krisenmodus. Der Grund: Die Virusmutante Omikron breitet sich rasend schnell aus. Über 19000 neue Infektionen meldete das Bundesamt für Gesundheit gestern Donnerstag. Das bringt nicht nur das Gesundheitswesen an den Anschlag. Die vielen Infektionen führen auch zu vielen Ausfällen von Arbeitnehmenden aufgrund von verhängten Quarantänen. Aktuell müssen enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten während zehn Tagen zu Hause bleiben. In gewissen Kantonen gilt diese Regel auch für geimpfte und genesene Personen, wenn sie Kontakt mit einer mit Omikron infizierten Person hatten.

Coronavirus: Alle News im Liveticker.

Aufgrund dieser Regeln kommt es zu Personalengpässen. So teilte gestern die Tessiner ÖV-Betreiberin Fart SA aus dem Raum Locarno mit, dass bis auf weiteres auf allen Strecken der Sonntagsfahrplan eingeführt werde. Wegen positiver Coronatestresultate oder Quarantäneregeln fehle es im Busbetrieb an Personal. Dem Kanton Zürich wiederum gehen die Aushilfelehrpersonen aus. Das SRF-«Regionaljournal Zürich Schaffhausen» und der Tagesanzeiger berichteten, dass die Bildungsdirektion einen Notfallplan erlassen hat. Neu dürfen demzufolge auch Personen ohne Lehrdi­plom vor die Klassen gestellt werden.

BAG will nicht auf Bundesrat warten

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat auf diese Entwicklungen reagiert. Es empfiehlt den Kantonen eine Kürzung der Quarantänedauer von zehn auf sieben Tage, wie der Blick auf seinem Onlineportal publik gemacht hat. Im Schreiben vom Donnerstag, das auch dieser Zeitung vorliegt, hält das Bundesamt fest, mit der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante steige die Zahl der von Quarantäne betroffenen Personen stark an: «Dieser Anstieg setzt die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft und insbesondere die Arbeitswelt stark unter Druck.»

Eigentlich müsste der Bundesrat die Covid-Verordnung anpassen. Doch so lange warten will das BAG nicht. Die Verordnungsänderung sei zwar in Vorbereitung, doch die Kantone könnten die neuen Regeln schon vorher umsetzen. Die Zeit drängt: «Die Quarantänestrategie muss rasch angepasst werden, um ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu mildern», schreibt das BAG.

Nebst der Verkürzung auf sieben Tage empfiehlt das BAG auch, dass die Quarantäne auf Personen beschränkt wird, die mit einer positiv getesteten Person im selben Haushalt leben oder in engem Kontakt gestanden haben. Von der Quarantäne befreit werden, können Personen, deren letzte Impfung oder Corona-Erkrankung weniger als vier Monate zurückliegt. Das BAG rechtfertigt die neue Regel auch mit neuen Erkenntnissen zu Omikron. Demnach soll die Inkubationszeit kürzer sein: Der Median beträgt drei Tage. Und wie bei den anderen Varianten ist Omikron zu Beginn hoch ansteckend.

Das BAG folgt mit den neuen Quarantäneregeln anderen Ländern. Die USA und Grossbritannien hatten bereits Anfang Woche die Quarantänedauer verkürzt. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese 23 Leute können mit ihren Backkünsten definitiv nicht angeben

1 / 26
Diese 23 Leute können mit ihren Backkünsten definitiv nicht angeben
quelle: instagram/north_london_allotment
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Stressen dich die Maskenverweigerer in den ÖV? Hier kommt Hilfe!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Verteidiger Erni sieht Pierin Vincenz als Opfer: «Erfolg schafft bekanntlich Neider»
Der Staranwalt argumentierte am Freitag, der frühere Raiffeisen-Chef sei Opfer einer medialen Kampagne, die auch die Sicht der Staatsanwaltschaft auf den Fall verzerrt habe. Er fordert Freispruch und Genugtuung.

«Erfolg schafft bekanntlich Neider», sagte der Zürcher Staranwalt Lorenz Erni gleich zu Beginn seines Plädoyers im Raiffeisen-Prozess, mit dem er seinen Mandanten Pierin Vincenz zu entlasten hoffte. Neid sei vermutlich auch die Triebfeder gewesen, die einen nicht bekannten Whistleblower dazu bewogen, dem Finanzblog «Inside Paradeplatz» eine Banküberweisung zuzuspielen, mit der 2.9 Millionen Franken vom einen Hauptangeklagten Beat Stocker zu Pierin Vincenz geflossen waren.

Zur Story