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Liveticker

Russland meldet erneute Rekord-Todesfälle +++ Explosionsartiger Anstieg in Griechenland

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
28.12.2021, 22:1230.12.2021, 21:32
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Donnerstag 19'032 neue Corona-Fälle. 129 Personen mussten ins Spital, 23 Menschen sind verstorben.
  • 67,2 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind vollständig geimpft.
  • Seit 20. Dezember gilt in der Schweiz eine landesweite 2-G-Pflicht in Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben und an Veranstaltungen in Innenräumen. Zusätzlich gilt an diesen Orten eine Maskenpflicht und eine Sitzpflicht beim Konsumieren. Zudem hat der Bundesrat eine Homeoffice-Pflicht beschlossen.
  • Bislang wurden 22,1 Millionen Covid-Zertifikate ausgestellt. Die Details findest du hier, die Android-App hier und die iOS-App hier.
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22:35
Corona-Fälle in Grossbritannien erreichen erneut einen Tagesrekord
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Grossbritannien ist auf 189'213 gestiegen. Damit meldeten die Behörden am Donnerstagabend wieder einen Tagesrekord. Darin sind die Neuinfektionen in Wales der vergangenen zwei Tage enthalten. Weitere 332 Menschen starben binnen 28 Tagen nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus. Die Zahlen enthalten Todesfälle vom 24. bis zum 29. Dezember, die wegen der Feiertage nur mit Verzögerung gemeldet wurden.

In England plant die zuständige britische Regierung trotz der rasanten Omikron-Ausbreitung keine strengeren Regeln. Zwar müssen im Nahverkehr sowie in Läden, Theatern, Kinos und Museen Masken getragen werden – nicht aber in Pubs und Restaurants. Für Discos und Grossveranstaltungen gelten die 3G-Regeln. Die Regelungen in Wales, Schottland und Nordirland sind deutlich schärfer, hier entscheiden jeweils die Regionalregierungen. (sda/dpa)
19:33
Italien meldet mehr als 100'000 Corona-Neuinfektionen
Die Gesundheitsbehörden in Italien haben am Donnerstag mehr als 100'000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Das Gesundheitsministerium meldete am Abend fast 127'000 Corona-Fälle. In den zurückliegenden 24 Stunden starben demnach fast 160 Menschen mit dem Virus.

Das Mittelmeerland erreichte erneut einen Rekordwert nach den rund 98'000 registrierten Corona-Fällen vom Vortag. In den vergangenen Tagen stieg zudem die Zahl der gemachten Corona-Tests stetig an. Ein negativer Nachweis ist in vielen Teilen des öffentlichen Lebens mittlerweile notwendig. Zuletzt hat sich auch der Anteil der positiven Ergebnisse unter allen Test immer weiter erhöht.

Italiens Regierung einigte sich am Mittwochabend auf weitere Corona-Massnahmen gegen die anhaltende Ausbreitung des Virus. Vor einem Jahr war das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in einem Lockdown und verzeichnete lediglich rund 16'200 Corona-Neuinfektionen. Allerdings meldeten die Behörden zu dieser Zeit 575 Tote mit dem Virus, es starben damals also deutlich mehr Menschen mit oder an Sars-CoV-2. (sda/dpa)
People wearing face masks walk on the street, in Rome, Thursday, Dec. 30, 2021. Italy surged to a record 98,030 new cases of COVID-19 infections Thursday, an increase of 25% in one day. The government was meeting later to consider reducing the quarantine for vaccinated people, amid forecasts that the increasing numbers of infections could place more than 2 million people in quarantine after close contact with infected people. (AP Photo/Andrew Medichini)
Bild: keystone
19:26
Corona-Lage in Russland: Höchststand bei Todeszahlen im November
Bild: keystone
In Russland sind im November nach offiziellen Angaben mehr als 87'000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben – ein Monatsrekord seit Beginn der Pandemie. In den meisten Fällen gelte das Virus als Haupttodesursache, teilte das Statistikamt Rosstat am Donnerstag in Moskau mit.

Die Zahlen der russischen Regierung für den Vormonat fallen der Staatsagentur Tass zufolge mit 37'000 Todesfällen deutlich niedriger aus. Die Diskrepanz wird dem Bericht zufolge damit erklärt, dass hierbei nur Fälle erfasst würden, bei denen Corona die Haupttodesursache gewesen sei und eine Bestätigung für eine Infektion schnell vorgelegen habe.

Die Statistik der Regierung wies zuletzt über Wochen jeden Tag mehr als 1000 neue Corona-Todesfälle aus. Bei diesem Wert war aber bereits von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen worden. Zuletzt hatte sich die Corona-Lage im flächenmässig grössten Land der Erde aber etwas entspannt – mit mehr als 900 Toten binnen eines Tages.

Vor den anstehenden Feiertagen rund um den Jahreswechsel gibt es in Russland keine grösseren Einschränkungen. Die Gesundheitsbehörden haben die Menschen aber dazu aufgerufen, möglichst auf Reisen zu verzichten. Stichproben auf Portalen für Fahrkarten zeigen aber eine hohe Auslastung von Zügen zum Jahreswechsel. (sda/dpa)
18:59
Kanton Zürich ermöglicht Stellvertretungen ohne Lehrerausbildung
Der Lehrermangel, der sich zuletzt wegen Corona verschärft hat, zwingt den Kanton Zürich zu unkonventionellen Massnahmen: Nach den Ferien können vorübergehend auch Personen ohne abgeschlossene Lehrerausbildung befristete Stellvertretungen übernehmen.

Aufgrund der Vielzahl von corona-bedingten Absenzen und des ausgetrockneten Stellenmarktes bekundeten die Schulen grosse Mühe, offene Stellvertretungs-Stellen zeitnah besetzen zu können, heisst es in einer entsprechenden Weisung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich, über die das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF am Donnerstag berichtete.

Damit der Schulunterricht dennoch sichergestellt werden kann, werden nun vorübergehend die Anforderungen gelockert, die für Stellvertretungen üblicherweise gelten. Die sogenannten «Notfall-Vikariate» sollen vor allem zur kurzfristigen Überbrückung genutzt werden.

Eingesetzt werden können so beispielsweise Studierende von pädagogischen Hochschulen sowie Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, auch wenn diese über kein Lehrerdiplom verfügen.

Auch für Personen mit Lehrerdiplom werden üblicherweise geltende Restriktionen gelockert. So dürfen beispielsweise amtierende Lehrpersonen oder Schulleitende ihr Pensum mit zusätzlichen Vikariaten auf bis zu 115 Prozent aufstocken. Die Regelung gilt befristet bis zum Ende des Schuljahres 2021/22. (sda)
18:56
Bund empfiehlt Kantonen kürzere Quarantäne
Soll die Quarantäne und die Isolationszeit verkürzt werden, wie es von der Wirtschaft verlangt wird? Anscheinend hat der Bund dem Druck aus vielen Branchen nachgegeben, schreibt der Blick. Der Bund habe den Kantonen grünes Licht gegeben, um selbst tätig zu werden, heisst es im Bericht.

Der «Blick» beruft sich dabei auf ein Schreiben des BAG, das der Zeitung vorliegt. So empfehle das BAG den Kantonen, die Quarantänedauer von zehn auf sieben Tage zu kürzen. «Blick» schreibt weiter: «Neu sollen nur noch jene Personen zu Hause bleiben, die mit einer positiv getesteten Person engen Kontakt hatten oder im selben Haushalt leben. Wer seinen Booster bereits erhalten hat, oder vor weniger als vier Monaten das zweite Mal geimpft wurde, muss nicht mehr in Quarantäne.» Nicht angetastet werde jedoch die Dauer der Isolation – sie bleibe unverändert bei zehn Tagen.
18:00
Corona-Zahlen in Griechenland binnen einer Woche fast versechsfacht
Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Mittwoch auf Donnerstag 35'580 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind fast sechsmal so viele neue Fälle wie am vergangenen Donnerstag (6667). Verantwortlich ist die Omikron-Variante, die den Fachleuten zufolge mittlerweile vor allem im Grossraum Athen um sich greift.

Die Regierung hat die Corona-Massnahmen für das Land mit seinen rund elf Millionen Einwohnern deshalb verschärft; unter anderem muss von diesem Donnerstag an und bis mindestens zum 17. Januar die Gastronomie um Mitternacht schliessen und Plätze begrenzen. Eine Ausnahme bis 2.00 Uhr gibt es für die Silvesternacht. Ausserdem müssen in Supermärkten, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen FFP2-Masken getragen werden. (sda/dpa)
16:01
Luzern und Schwyz starten mit Kinder-Impfungen gegen Covid-19
epa09654959 A child is vaccinated against the coronavirus (Covid-19), during the Covid 19 vaccination campaign for children at Red Town Hall in Berlin, Germany, 23 December 2021.  EPA/FILIP SINGER
Bild: keystone
Fünf- bis elfjährige Kinder können sich in den Kantonen Luzern und Schwyz im neuen Jahr gegen Covid-19 impfen lassen. In Schwyz ist die Anmeldung ab sofort online möglich, in Luzern ab dem 1. Januar.

Im Kanton Schwyz werden die Impfungen in den Impfzentren Steinen, Einsiedeln und Pfäffikon jeweils an vier Mittwochnachmittagen im Januar angeboten, wie das Schwyzer Departement des Innern am Donnerstag mitteilte.

Besonders empfohlen werde die Impfung Kindern mit Vorerkrankungen und solchen, die in Haushalten mit besonders gefährdeten Personen lebten. Aber auch alle andern Kinder könnten sich jetzt impfen lassen, damit das Pandemiegeschehen eingedämmt werden könne.

Im Kanton Luzern erfolgen die Impfungen in Arztpraxen, im Luzerner Kantonsspital (LUKS) und in kantonalen Impfzentren, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

In kantonalen Impfzentren werden ab Januar ausgewählte Mittwochnachmittage und Samstage für Impfungen von Kindern reserviert. An diesen Tagen sollen ausschliesslich Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft werden. Zum Einsatz gelangt der Impfstoff von Pfizer/Biontech in einer speziell für Kinder hergestellten Dosierung.

Der Kanton Zug startet bereits morgen Freitag mit den Kinderimpfungen, wie er vor Weihnachten ankündigte. Im Kanton Nidwalden werden Kinder voraussichtlich ab dem 12. Januar 2022

Weiter teilte der Kanton Schwyz, dass in den Impfzentren Steinen und Pfäffikon an vier Wochenenden im Januar weitere Boosterimpfungen angeboten werden. Eine Anmeldung sei bereits vier Monate nach der letzten Impfung für die Grundimmunisierung möglich. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich, es gibt kein Walk-in-Angebote.

Im Kanton Luzern wurde am Mittwoch die 100'000 Boosterimpfung verabreicht, wie es weiter heisst. Im Januar könnten wiederum rund 100'000 Personen geboostert werden. Es gebe noch freie Termine. (sda)
15:31
BAG meldet: 19'032 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 19'032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 23 neue Todesfälle und 129 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 67,2 Prozent.

Gemeldet wurden 70'116 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 27,1 Prozent.

14:56
Bundesrat trifft sich zu ausserordentlicher Corona-Telefonkonferenz
Der Bundesrat berät am Freitag an einer ausserordentlichen Telefonkonferenz über die aktuelle Coronalage. Am Mittwoch hatte Gesundheitsminister Alain Berset kommuniziert, dass die Landesregierung vorerst auf weitere Verschärfungen der Coronamassnahmen verzichtet.

«Morgen Freitag findet um 13.00 Uhr eine Sitzung des Bundesrats zum Coronavirus statt. Sie dient dem Informationsaustausch zur aktuellen Lage und wird als Telefonkonferenz durchgeführt», teilte Bundesratssprecher André Simonazzi am Donnerstag auf Twitter mit. Anschliessend sei eine schriftliche Kommunikation vorgesehen.



Berset hatte am Mittwoch nach einem Austausch mit Bundespräsident Guy Parmelin und Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) getwittert, falls sich die Lage verschlechtere oder genauere Daten zur Gefährlichkeit von Omikron vorlägen, sei man aber in der Lage, rasch zu reagieren. Ein nächstes Massnahmenpaket sei bereit, und es sehe auch Schliessungen vor. (sda)
14:43
Fünf Armeeangehörige impfen in Nidwalden
Eine medizinische Mitarbeiterin bereitet Covid-19 Impfungen im Impftram am Zuercher Bellevue vor, am Dienstag, 14. September 2021 in Zuerich. Im Impftram des Kantons Zuerich und der Verkehrsbetriebe der Stadt Zuerich (VBZ) soll sich die Bevoelkerung ohne vorherige Terminvereinbarung spontan gegen das Coronavirus Covid-19 impfen lassen koennen. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Bild: keystone
Um der erwarteten Nachfrage nach einer Corona-Auffrischungsimpfung gerecht zu werden, hat der Kanton Nidwalden die Armee um Unterstützung gebeten. Seit Donnerstag ist nun die entsprechende Leistungsvereinbarung unterzeichnet: Fünf Armeeangehörige stehen ab dem 8. Januar für die Covid-19-Impfaktion in Nidwalden im Einsatz.

Die fünf Armeeangehörigen würden in die Infrastruktur der Impfstelle im alten Zeughaus eingeführt, bevor sie anschliessen in den Dienstplan aufgenommen und Impfungen verabreichen werden, teilte das Gesundheitsamt am Donnerstag mit.

Die fünf Personen stammen aus dem Spitalbataillon 66. Der Einsatz ist bis zum 7. Februar befristet. Bei Bedarf bestehe die Möglichkeit, eine Verlängerung zu beantragen, heisst es weiter. Für eine Auffrischimpfung im alten Zeughaus ist eine vorgängige Online-Anmeldung erforderlich. (sda)
14:38
Fast 10'000 Berner in Quarantäne oder Isolation
Zum Jahreswechsel sind rund 10'000 Menschen im Kanton Bern in Quarantäne oder Isolation. Das geht aus einer aktuellen Statistik der bernischen Gesundheitsdirektion vom Donnerstag hervor. 6588 Personen befinden sich demnach in Isolation, 3123 in Quarantäne.

Die Fallzahlen sind weiterhin hoch: Innert eines Tages wurden weitere 1446 Personen positiv getestet. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die Positivitätsrate liegt bei 20 Prozent. Sechs von zehn positiv Getesteten sind nicht oder nicht vollständig geimpft.

Sieben weitere Covid-Kranke sind verstorben, wie der Statistik weiter zu entnehmen ist. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 gab es im Kanton Bern 1343 Todesfälle. (sda)
14:08
Bernische Gesundheitsdirektion ruft zu Vorsicht an Silvester auf
Feuerwerk ueber dem Berner Muenster, am Sonntag, 2. August 2015 in Bern. Das traditionelle 1. August-Feuerwerk wurde wegen schlechter Sicht auf den 2. August verschoben. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bild: KEYSTONE
Die bernische Gesundheitsdirektion hat die Bevölkerung aufgerufen, sich an Silvester «äusserst vorsichtig» zu verhalten und die geltenden Regeln einzuhalten. Die Schutzmassnahmen seien im Zusammenhang mit Silvesterpartys und Familienfesten sehr wichtig.

Dazu gehörten Abstand, Handhygiene, regelmässiges Lüften in Innenräumen und das Masketragen, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf.

Bei kleinsten Krankheitssymptomen oder bei einem möglichen Kontakt zu einer kürzlich positiv getesteten Person sollte man sich unbedingt testen lassen, schreibt die Gesundheitsdirektion weiter. Am gesellschaftlichen Leben solle man erst wieder teilnehmen, wenn ein negatives Testresultat vorliege.

Wer selbst bei geringsten Krankheitssymptomen zu Hause bleibe, verringere das Risiko, Angehörige oder Teilnehmer einer Feier anzustecken. (sda)
14:06
Basler Kantonsarzt Thomas Steffen: "Hätten es besser machen können"
Thomas Steffen, Kantonsarzt Basel-Stadt, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsaerztinnen und Kantonsaerzte, spricht waehrend einer Point de Presse zum Coronavirus mit Fachexperten des Bundes, am Freitag, 20. November 2020 im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: keystone
Der abtretende Basler Kantonsarzt Thomas Steffen hält eine weitere Verschärfung der Corona-Massnahmen für unausweichlich: «Man sollte darüber nachdenken, ob mittlere und grosse Veranstaltungen wirklich noch in dieser Form erlaubt sein dürften.» Die Omikron-Variante lasse keine andere Wahl, sagt Steffen, der auch im Vorstand der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte sitzt.

Thomas Steffen geht mit fast 61 Jahren frühzeitig in Pension. Am 6. Januar 2022 hat er seinen letzten Arbeitstag und widmet sich danach eigenen Projekten. Er gehe angesichts der aktuellen Lage mit einem beunruhigenden Gefühl, sagte Steffen im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Steffen findet, dass die Schweiz bis jetzt nicht schlecht durch die Pandemie gekommen sei. «Dennoch bin ich der Meinung, dass wir es hätten besser machen können.»

Teilweise sei es dem Bund, den Kantonen und den Fachleuten nicht gelungen, den nötigen Konsens hinzubekommen. «Ich bin ein absoluter Befürworter unseres föderalistischen Systems. Wenn man den Konsens aber immer wieder relativ kompliziert finden und über viele Instanzen gehen muss, dann verlangsamt das die nötigen Entscheide.» Zudem sehe die Bevölkerung keine klare Linie mehr.

Bei Pandemien besteht 50 Prozent der Arbeit aus Kommunikation, wie Steffen betonte. Man könne noch so viel verordnen und durchregeln wollen, aber die Bevölkerung müsse die beschlossenen Massnahmen auch verstehen und im Privaten anwenden wollen.

Für Thomas Steffen ist unumstritten, dass die Zuständigkeiten zwischen Kantone und Bund bei einer nächsten Krise klarer geregelt werden müssten. «Es braucht einen klar erkennbaren Führungsstab. Hier gilt es Ordnung in die Geschichte bringen.» (sda)
12:42
Grosse öffentliche Neujahrsfeiern im indischen Mumbai verboten
Passengers wearing face masks as a precaution against coronavirus arrive at a train station in Mumbai, India, Thursday, Dec 30 , 2021. (AP Photo/Rafiq Maqbool)
Bild: keystone
Grosse Neujahrsfeiern in Restaurants, Hotels, Bars oder Clubs sind in der indischen Megametropole Mumbai angesichts der Bedrohungslage von der Corona-Virusvariante Omikron verboten worden.

Betroffen seien Versammlungen von vier oder mehr Personen sowohl drin als auch draussen, teilten Behördenmitarbeiter am Donnerstag mit. Das Verbot gelte ab sofort und bis zum 7. Januar.

In der Millionen-Metropole Mumbai haben sich die Corona-Zahlen in den vergangenen zwei Wochen mehr als verdoppelt - auf rund 5800 Fälle, wie offizielle Zahlen zeigen. In ganz Indien sind die Zahlen aber nach einer heftigen zweiten Welle im Zusammenhang mit Delta im Frühling seit Monaten niedrig. Untersuchungen zeigen, dass viele Menschen inzwischen durch eine überstandene Corona-Erkrankung oder Impfung Antikörper gebildet haben. Erst kürzlich hatte die Regierung Booster-Impfungen für Personal im Gesundheitsbereich und gewisse ältere Menschen sowie Erstimpfungen für Jugendliche genehmigt. (sda/dpa)
12:31
Lauterbach: Bald Strategie gegen Omikron-Welle
German Health Minister Karl Lauterbach gestures during a press conference on the current coronavirus pandemic in Berlin, Germany, Wednesday, Dec. 22, 2021. (AP Photo/Michael Sohn)
Bild: keystone
Angesichts der erwarteten rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Deutschland rücken weitere Krisenmassnahmen in den Blick. Gesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte für die kommende Woche Vorschläge dazu an. Zu erwarten sei eine Verdoppelung der Omikron-Fälle innerhalb von vier bis fünf Tagen.

«Wir sind mit einem dynamischen Anstieg der Omikron-Fälle konfrontiert», sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in den ARD-«Tagesthemen». Es gelte zu überlegen, was dies etwa für Kontaktreduzierungen und die Dauer von Quarantänezeiten bedeute. Nach Meldeverzögerungen über die Feiertage solle es zur Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am 7. Januar «sehr zuverlässige Zahlen» zur Corona-Lage geben.

Lauterbach hatte am Mittwoch bereits als eigene Schätzung mitgeteilt, dass die tatsächliche Inzidenz zwei bis drei mal so hoch sein dürfte wie derzeit offiziell ausgewiesen. Hintergrund für diese Datenlücke sind weniger Tests in Praxen und am Arbeitsplatz über die Feiertage sowie langsamere Meldungen von Testergebnissen an die Gesundheitsämter und von dort an das in der Pandemie federführende Robert Koch-Institut (RKI). «Ich arbeite daran, dass ich Zahlen liefere, mit denen man arbeiten kann», sagte der Minister. Mit Schätzwerten auf Basis der jetzigen Daten sei gut genug zu sehen, was sich in Deutschland abspiele. Damit könne man auch schon sehr gute Gesundheitsschutz-Politik machen.

Der neue Expertenrat der seit Anfang Dezember in Deutschland regierenden Koalition aus SPD, Grüne und FDP sowie das RKI beschäftigten sich mit der Situation. Er sei auch mit Wissenschaftlern und Politkern anderer Länder in Kontakt, wo das Omikron-Problem schon weiter fortgeschritten sei. «Wir müssen so etwas sauber vorbereiten. Da ist ein Schnellschuss falsch», sagte er zu weiteren Massnahmen.
11:55
Gewaltiger Anstieg von Corona-Fällen in Grossbritannien
In Grossbritannien nimmt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wegen der hochansteckenden Variante Omikron sprunghaft zu. Die Behörden meldeten zuletzt einen Tagesrekord von 183 037 Fällen - gut 50 000 mehr als zuvor.

Darin sind zwar Neuinfektionen über fünf Tage in Nordirland enthalten, wo es wegen der Feiertage keine aktuellen Daten gab. Allein im grössten Landesteil England wurden demnach allerdings an einem Tag 138 287 Menschen positiv auf das Virus getestet, auch Schottland meldete mit 15 849 Fällen einen Tagesrekord.

In England plant die zuständige britische Regierung aber trotz der rasanten Omikron-Ausbreitung keine strengeren Regeln. Zwar müssen im Nahverkehr sowie in Läden, Theatern, Kinos und Museen Masken getragen werden - nicht aber in Pubs und Restaurants. Für Discos und Grossveranstaltungen gelten die 3G-Regeln. Die Regelungen in Wales, Schottland und Nordirland sind deutlich schärfer, hier entscheiden jeweils die Regionalregierungen.

Der Fachverband der Allgemeinmediziner Royal College of GPs kritisierte, dass viele Menschen über Weihnachten ihren Impftermin nicht wahrgenommen hätten. Das sei sehr frustrierend, sagte Verbandschef Martin Marshall am Donnerstag dem Sender Times Radio. Ein Problem ist auch der enorme Engpass bei Corona-Selbsttests. Am Donnerstag konnte man über die Internetseiten der Regierung keine Tests bestellen, die eigentlich für jeden Briten kostenlos sein sollen. Gesundheitsminister Sajid Javid machte Probleme in den globalen Lieferketten für den Mangel verantwortlich. (sda/dpa)
11:11
Frankreich plant Bussgeld bei Verstössen gegen Homeoffice-Pflicht
Im Kampf gegen die steigenden Corona-Fallzahlen will Frankreichs Regierung mit Strafzahlungen gegen Firmen vorgehen, die trotz Pflicht kein Homeoffice ermöglichen. Bis zu 50 000 Euro Bussgeld sollen möglich sein, sagte Arbeitsministerin Élisabeth Borne am Donnerstag im Sender LCI.

Pro Beschäftigten solle auf Unternehmen eine Strafe von bis zu 1000 Euro zukommen können. Eine entsprechende Regelung wolle die Regierung in ein Gesetzesvorhaben einbringen.

Ab kommender Woche greift in Frankreich eine Homeoffice-Pflicht. Betriebe, bei denen die Arbeit von zuhause aus möglich ist, müssen es ihren Beschäftigten dann ermöglichen, drei Tage die Woche von daheim zu arbeiten. Die Regierung empfiehlt dies sogar für vier Tage. Die Regelung gilt zunächst für drei Wochen.

Die Neuinfektionen schnellten in Frankreich in den vergangenen Tagen rasant in die Höhe. Innerhalb eines Tages verzeichneten die Behörden zuletzt mehr als 200 000 Ansteckungen. Der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche auf 100 000 Menschen, lag landesweit zuletzt bei knapp 800. (sda/dpa)
11:39
Aktuelle Covid-Entwicklung im Vergleich mit Modellrechnung
Modellierung der Covid-Entwicklung
10:00
Oberste Lehrerin fordert erneut nationale Pandemie-Bekämpfung
Dagmar Roesler, Praesidentin des Verbands Lehrerinnen und Lehrer Solothurn und per 01.08.2019 Praesidentin des Schweizer Lehrerverbands, portraitiert in einem Schulklassenzimmer der Schule Franziskanerhof am 22. Mai 2019 in Bellach, Kanton Solothurn. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Bild: KEYSTONE
Pandemie-Bekämpfung auf Bundesebene, eine nationale Corona-Testpflicht und landesweit einheitliche Regeln fürs Maskentragen: das fordert die oberste Lehrerin der Schweiz, Dagmar Rösler, einmal mehr - auch im Hinblick auf den Schulbeginn am kommenden Montag.

Diese Forderungen würden schon seit dem Beginn der Corona-Pandemie unter den Lehrpersonen diskutiert, sowohl in der Deutsch- wie auch in der Westschweiz, sagte die Zentralpräsidentin des Dachverbandes der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) am Donnerstag im Deutschschweizer Radio SRF.

Der Kampf gegen das Coronavirus wäre wirkungsvoller, wenn nicht jeder Kanton seine eigenen Massnahmen durchführte, sondern diese koordiniert würden, sagte Rösler. Auch die Diskussion um Fernunterricht sei noch im Gange. Schulschliessungen seien aber nur «im allerletzten Fall» ein Weg, da es sich gezeigt habe, dass viele Kinder zu Hause nicht genug Unterstützung bekommen. (sda)
9:54
Italien verschärft Corona-Regeln - Quarantänepflicht gelockert
epa09657910 People wearing protective face masks walk in the center of Turin, northern Italy, 27 December 2021. The Italian government on 24 December imposed a series of new COVID-19 prevention measures, including the obligation to wear facemasks outdoors, and reduced the duration of the 'Super Green Pass' health certificate, which is obligatory for all customers who eat food or have a drink inside a bar or restaurant.  EPA/TINO ROMANO
Bild: keystone
In der anhaltend schlechten Pandemielage hat Italiens Regierung die Corona-Regeln verschärft und gleichzeitig die Quarantänepflicht gelockert.

Ab dem 10. Januar 2022 gilt unter anderem in Hotels, Kongresszentren, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in Skiliften und auf Festen die 2G-Regel, wie der Palazzo Chigi in der Nacht zu Donnerstag in Rom mitteilte. Die Menschen müssen für den Zutritt dort also geimpft oder genesen sein.

Damit erweiterte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi die Corona-Regeln. In italienischen Medien war am Donnerstag deshalb die Rede von einem «Lockdown für Ungeimpfte». Die Regelungen gelten bis zum Ende des Notstandes am 31. März.

In Italien schossen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98 000 Corona-Neuinfektionen und fast 150 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Personal zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Krankenhäusern abhandenkommt.

Die Regierung beschloss in dem Dekret ausserdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv-getesteten Person hatten. Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Fall zehn Tage lang eine FFP-2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss ausserdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein sich Freitesten ist jedoch möglich. (sda/dpa)
9:39
8:48
Schwyz startet mit Kinder-Impfungen gegen Covid-19
epa09654959 A child is vaccinated against the coronavirus (Covid-19), during the Covid 19 vaccination campaign for children at Red Town Hall in Berlin, Germany, 23 December 2021.  EPA/FILIP SINGER
Bild: keystone
Fünf- bis elfjährige Kinder können sich im Kanton Schwyz ab dem 5. Januar gegen Covid-19 impfen lassen. Die Impfungen werden in den Impfzentren Steinen, Einsiedeln und Pfäffikon jeweils an vier Mittwochnachmittagen im Januar angeboten. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich.

Besonders empfohlen werde die Impfung Kindern mit Vorerkrankungen und solchen, die in Haushalten mit besonders gefährdeten Personen lebten, teilte das Schwyzer Departement des Innern am Donnerstag mit. Aber auch alle andern Kinder könnten sich jetzt impfen lassen, damit das Pandemiegeschehen eingedämmt werden könne.

Zum Einsatz gelangt der Impfstoff von Pfizer/Biontech in einer speziell für Kinder hergestellten Dosierung. Es werden zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen benötigt. Der Termin für die Zweitimpfung wird bei der Registrierung für die Erstimpfung vergeben, heisst es weiter.

Weiter teilte das Departement mit, dass in den Impfzentren Steinen und Pfäffikon an vier Wochenenden im Januar weitere Boosterimpfungen angeboten werden. Eine Anmeldung sei bereits vier Monate nach der letzten Impfung für die Grundimmunisierung möglich. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich, es gibt kein Walk-in-Angebote. (sda)
5:27
Mexiko lässt kubanischen Corona-Impfstoff zu
Als viertes Land Lateinamerikas hat Mexiko einen der in Kuba entwickelten Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Die zuständige Behörde teilte am Mittwoch mit, sie habe dem Vakzin Abdala, das bisher nicht von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt ist, eine Notfallzulassung erteilt. Es erfülle die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit.

Abdala war im Juli in Kuba als erster in Lateinamerika entwickelter Corona-Impfstoff zugelassen worden. Im August liess der sozialistische Karibikstaat zwei weitere selbst entwickelte Vakzine zu, die in Kombination miteinander verabreicht werden und ebenfalls bislang nicht von der WHO anerkannt sind: Soberana 02 und Soberana Plus. Rund 86 Prozent der Kubaner sind nach offiziellen Angaben mit den einheimischen Präparaten vollständig geimpft worden.
epa09571782 Minors attend a vaccination center in a school in Caracas, Venezuela, 08 November 2021. Venezuela began on 08 November to immunize children between 2 and 11 years old against covid-19 with the Cuban Soberana II vaccine, and plans to authorize the other drug from the Caribbean island, Abdala, and one of the doses from China in the coming days, according to the executive vice president, Delcy Rodríguez.  EPA/MIGUEL GUTIERREZ
Bild: keystone
Soberana 02 wurde auch im Iran zugelassen, Abdala unter anderem in Vietnam, Venezuela und Nicaragua – allesamt Länder mit autoritären Regierungen. In Mexiko ist Abdala bereits der zehnte zugelassene Impfstoff. Das Land mit etwa 126 Millionen Einwohnern hat weltweit die fünftmeisten Todesfälle in der Pandemie gemeldet. (sda/dpa)
4:32
Ab Silvester gilt in ganz Paris Maskenpflicht
Als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen wird die Maskenpflicht in Paris ausgeweitet. Vom 31. Dezember (18.00 Uhr) bis 3. Januar (6.00 Uhr) muss der bislang nur in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln nötige Mund-Nasen-Schutz nun auch auf offener Strasse getragen werden, wie die Stadtverwaltung am Mittwochabend bekannt gab. «Gruppenweiser Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit» ist in diesem Zeitraum untersagt, Verstösse können mit 135 Euro Bussgeld geahndet werden. An besonders frequentierten Orten wie den Ufern der Seine und rund um den Pracht-Boulevard Champs-Élysées gilt in der Silvesternacht sogar ein komplettes Alkoholverbot. Fast 9000 Polizisten und Soldaten sollen darüber wachen, dass die verschärften Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Das geplante Feuerwerk und Konzert auf der Champs-Élysées war bereits zuvor wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen abgesagt worden. Selbst am Eiffelturm fällt das Feuerwerk aus. Premierminister Jean Castex hatte Präfekten und Gemeinden in ganz Frankreich dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen am 31. Dezember zu verbieten.
A man wearing a face mask to prevent the spread of the COVID-19, crosses the Champs Elysees avenue, in Paris, Tuesday, Dec. 28, 2021. The French government has announced new COVID-19 measures in an effort to curb the spread of the virus. But authorities stopped short Monday of imposing drastic restrictions before New Year's Eve. (AP Photo/Thibault Camus)
Bild: keystone
Die Zahl der binnen eines Tages in Frankreich nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen war zuletzt auf mehr als 200'000 gestiegen. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Mittwoch in der Nationalversammlung von «schwindelerregenden Zahlen» und einer regelrechten «Flutwelle» gesprochen. Jede Sekunde würden zwei Menschen in Frankreich positiv auf das Coronavirus getestet, sagte er.

Nach Weihnachten hatte die Regierung verschärfte Corona-Regeln angekündigt. Vom 15. Januar an soll in vielen Lebensbereichen eine 2G-Regel greifen. Tests reichen dann nicht mehr. (sda/dpa)
21:27
Zahl der Corona-Fälle in Türkei steigt an
In der Türkei sind wieder mehr Menschen positiv auf Corona getestet worden. Den zweiten Tag infolge lag der Wert der täglichen Corona-Fälle am Mittwoch über 30'000. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums fielen 36'684 Tests positiv aus. In den vergangenen Wochen hatte die Fallzahl täglich bei rund 20'000 gelegen.

Als mögliche Gründe für den Anstieg nannte Gesundheitsminister Fahrettin Koca neben der Omikron-Variante, dass sich Menschen nun mehr in Innenräumen aufhielten. Die Türkei testet nur stichprobenartig auf Virusvarianten. Laut offiziellen Angaben wurde seit Anfang Dezember in 42 von 3344 Fälle die Omikron-Variante festgestellt.

Koca rief dazu auf, sich impfen zu lassen. Dem Statistik-Portal «Our World in Data» zufolge haben sich knapp 67 Prozent der türkischen Bevölkerung bisher mindestens ein Mal impfen lassen. Die Türkei hat eine ähnlich grosse Bevölkerung wie etwa Deutschland.
18:30
CHI Basel erneut abgesagt
Der CHI Basel muss zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Der Weltcup-Event mit Spring- und Dressurreitern hätte vom 13. bis 16. Januar in der St. Jakobshalle stattfinden sollen.

Nachdem die Bewilligung für den Anlass vom Kanton widerrufen wurde, entschieden sich die Organisatoren zur Absage, auch wenn unter Umständen eine Durchführung ohne Zuschauer möglich gewesen wäre. (sda)
17:30
Alain Berset: «Die Zeit für weitere Massnahmen ist noch nicht da»
Gesundheitsminister Alain Berset äusserte sich auf Twitter zu den aktuell hohen Fallzahlen in der Schweiz. Es seien zurzeit keine weiteren Massnahmen geplant. Allerdings: «Das nächste Paket mit Massnahmen – auch mit Schliessungen – ist bereit. Der Bundesrat kann rasch entscheiden, wenn genauere Daten zur Gefährlichkeit von Omikron vorliegen.»

Berset habe sich mit Bundespräsident Guy Parmelin und GDK-Präsident Lukas Engelberger ausgetauscht und eine Bestandesaufnahme der aktuellen Situation gemacht. Die Omikron-Infektionen nähmen zu und damit zeitnah auch die Hospitalisationen. Es sei aber noch nicht klar, wie viele Menschen Intensivpflege benötigen werden.

Er schloss mit einem erneuten Impf-Plädoyer: «Frische Impfung oder Booster-Impfung schützt sehr gut vor schwerer Erkrankung – auch bei Omikron. Zudem wichtig: Kontakte reduzieren, Maske tragen, regelmässig lüften und bei Symptomen sofort testen lassen.»

17:18
Spanien verkürzt Corona-Isolation auf sieben Tage
Spanien verkürzt die verordnete Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion ohne Symptome von zehn auf sieben Tage. Das wurde am Mittwoch bei einem Treffen der Gesundheitsexperten der Zentral- und der Regionalregierungen beschlossen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Diese Verkürzung gelte auch für nicht geimpfte Menschen mit einem noch nicht bestätigten Verdacht auf eine Corona-Ansteckung, etwa für die Kontaktpersonen eines Infizierten, hiess es. Geimpfte, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen sich in Spanien nicht isolieren. (sda/dpa)
17:17
Corona-Ausblick 2022: WHO vorsichtig optimistisch
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) blickt mit vorsichtigem Optimismus auf die voraussichtliche Corona-Lage im nächsten Jahr. Es sei unter anderem wichtig, dass bis zur Jahresmitte in jedem Land mindestens 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sei, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Dann sei es möglich, dass die Pandemie zumindest mit ihren schweren Verläufen auslaufe. «Wir können die Phase der Hospitalisierungen und des Todes zu einem Ende bringen», sagte WHO-Experte Mike Ryan. Die WHO setzt auch auf weitere Fortschritte beim Einsatz von Medikamenten bei der Therapie gegen Covid-19 im nächsten Jahr.

Tedros appellierte erneut eindringlich an alle Staaten, nicht eigensinnig zu sein, sondern bei einer gerechten Verteilung des Impfstoffs zu helfen. «Es ist Zeit, sich über kurzfristigen Nationalismus hinwegzusetzen und durch eine weltweit gerechte Verteilung des Impfstoffs die Bevölkerungen und die Wirtschaft zu schützen.»

Die aktuelle Corona-Welle durch die Omikron-Variante sei besorgniserregend. Zusammen mit der Delta-Variante könne es zu einem «Tsunami von Fällen» kommen, sagte Tedros. Allerdings gebe es erste Hinweise, dass der Verlauf der Erkrankung bei Omikron insgesamt milder sein könne, hiess es. Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Variante seien aber noch gross. (sda/dpa)
17:16
Kanton geht hoher Positivitätsrate im Berner Jura nach
Im Berner Jura sollen sich sämtliche Menschen testen lassen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten - also auch Geimpfte und Geboosterte ohne Symptome. Eine entsprechende Empfehlung gab die bernische Gesundheitsdirektion am Mittwoch ab.

Damit genügend Testkapazitäten vorhanden sind, wurde das seit diesem Montag bestehende Angebot für PCR-Speicheltests in Reconvilier um eine Woche verlängert. Bis am 7. Januar bleibt das Zentrum in Betrieb, geschlossen ist es einzig am Neujahrstag. Die Tests sind gratis, es werden aber keine Zertifikate ausgestellt. Täglich können 1200 Tests durchgeführt werden.

Das Angebot im Berner Jura wurde geschaffen, weil der Kanton in den Schulferien freie Testkapazitäten hatte. Ursprünglich wurden lediglich Menschen mit Symptomen zum Test aufgefordert.

In den ersten Tagen seien eine hohe Anzahl Personen positiv getestet worden, sagte Gundekar Giebel, Sprecher der Gesundheitsdirektion, auf Anfrage. Deshalb habe man die Empfehlung nun auf nicht-symptomatische Personen ausgeweitet.

Der Impftruck der Gesundheitsdirektion befindet sich noch bis Donnerstag ebenfalls im Berner Jura. Er steht in St-Imier. Angeboten werden Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. (sda)
15:30
17'634 neue Corona-Fälle in der Schweiz +++ 25 Todesfälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 17'634 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 25 neue Todesfälle und 156 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 67,1 Prozent. Gemeldet wurden 66'746 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 26,4 Prozent.
15:28
Kanton Wallis begrenzt öffentliche Zusammenkünfte an Silvester
Im Kanton Wallis dürfen sich an Silvester höchstens 15 Personen in der Öffentlichkeit treffen. Das entschied der Staatsrat in Sitten wegen stark gestiegener Corona-Ansteckungszahlen, heisst es in einer Mitteilung.

Die Walliser Kantonsregierung begründete am Mittwoch ihren Entscheid auch mit dem Schutz des Spitalwesens. Die Massnahme tritt am Freitag, 31. Dezember um 18.00 Uhr in Kraft und endet am Samstag, 1. Januar 2022 um 6.00 Uhr. Organisierte Veranstaltungen im Freien bleiben erlaubt. Ab 300 Teilnehmenden müssen die Personen geimpft, genesen oder getestet (3G) sein.

Der Kanton ruft zudem die Bevölkerung dazu auf, die Abstände einzuhalten und das richtige Verhalten bei Symptomen zu befolgen, um den Druck auf das Gesundheitssystem zu reduzieren. Er erinnert auch daran, dass dringend empfohlen wird, eine Auffrischungsimpfung (Booster) zu erhalten und sich so schnell wie möglich impfen zu lassen. (sda)
14:41
Athen zieht dringende Massnahmen gegen die Omikron-Variante vor
A man wearing a face mask to protect against coronavirus, walks outside an electronic store as a Greek flag waves in Athens, Greece, Tuesday, Nov. 2, 2021. Greek Health Minister will announce new measures against pandemic after Greece reached new record of daily cases with 5,449 on Monday. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)
Bild: keystone
Die Regierung in Athen hat angesichts einer rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zahlreiche Corona-Massnahmen vorgezogen, die bisher für den 3. Januar 2022 geplant waren.

Wie der griechische Gesundheitsminister Thanos Plevris am Mittwoch im Staatsrundfunk sagte, gelten die Massnahmen ab 06.00 Uhr am Donnerstagmorgen.

Demnach müssen alle Tavernen, Bars und Kneipen um Mitternacht schliessen. Gäste dürfen nicht stehen, sondern nur am Tisch bedient werden. Musik wurde in diesen Lokalen verboten. Einzige Ausnahme: In der Silvesternacht dürfen Tavernen und Clubs bis 02.00 Uhr aufbleiben, solange alle anderen Einschränkungen eingehalten werden. In allen öffentlichen Räumen bleibe es Pflicht, eine FFP-2-Maske zu tragen, hiess es. «Die meisten Fälle sind von der Omikron-Variante», sagte der Gesundheitsminister.

Am Vortag hatten sich die Corona-Neuinfektionen mit gut 21 600 im Vergleich zum Montag verdoppelt. Am Mittwoch rechnete das Gesundheitsministerium in Athen mit rund 30 000 neuen Corona-Fällen, wie der Staatsrundfunk berichtete.

Reisende nach Griechenland müssen vor Reiseantritt einen negativen Test vorzeigen. Dabei darf ein PCR-Test nicht länger als 72 Stunden zurückliegen, ein Antigen-Schnelltest nicht länger als 24 Stunden. Zudem wird Reisenden eindringlich geraten, sowohl zwei wie vier Tage nach ihrer Ankunft einen Schnelltest zu machen. (sda/dpa)
14:31
Fallzahlen im Kanton Bern auf Rekordhöhe: 1635 Neuansteckungen
Im Kanton Bern haben sich weitere 1635 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte die Gesundheitsdirektion am Mittwoch mit.

Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Tagesrekord wurde am 8. Dezember 2021 mit 1359 Fällen gemeldet.

Innert eines Tages sind sechs weitere Covid-Kranke verstorben, wie der Statistik weiter zu entnehmen ist. Seit Beginn der Pandemie im Frühling 2020 gab es im Kanton Bern 1336 Todesfälle und 130'667 bestätigte Ansteckungen. (sda)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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331 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Barth Simpson
27.12.2021 09:35registriert August 2020
Was im Moment gerade auf einigen Kommentarspalten von einschlägig bekannten Zeitungen abgeht, ist der pure Hass und unfassbares Unwissen. Es sind die Gleichen, die wüten werden, falls unsere Grund-Verorgung an den Anschlag kommt. Ich finde, dass Kommentarspalten auf solchen bekannten Kanälen nicht länger ein rechtsfreier Raum sein dürften.
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Liebu
27.12.2021 16:32registriert Oktober 2020
Das Ganze bei einer Positivitätsrate von 20% bei gerade mal 212 689 Tests.
Ich denke, die Welle wird zu einem Tsunami, die Durchseuchung hat gestartet.
Hoffen wir auf möglichst wenige Opfer des ganzen.
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Fairness
27.12.2021 16:34registriert Dezember 2018
So in einem Monat werden wir sehen, wie viele Hospitalisierungen und Tote Omikron pro 100‘000 Einwohner macht. Hoffentlich sind es massiv weniger.
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