Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bund erwägt Spezialspitäler nur für Corona-Patienten

In einem Brief an die Schweizer Ärzte kündigt das Bundesamt für Gesundheit neue Massnahmen an.

Lorenz Honegger / Schweiz am Wochenende



Die Bilder gingen um die Welt. Innert weniger Tage bauten die Verantwortlichen in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan zwei Spitäler ausschliesslich für die Behandlung von Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infizieren haben.

In der Schweiz gibt es für den Fall einer raschen Ausbreitung des Virus ein ähnliches Szenario, allerdings mit bereits existierenden Spitälern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat das Vorgehen in einem Brief an die Schweizer Ärzteschaft zum derzeitigen und künftigen Vorgehen im Umgang mit dem Corona-Virus skizziert, den der Ärzteverband FMH am Freitagmorgen an seine 42'000 Mitglieder weitergeleitet hat.

Für den Fall, dass sich die Situation stark verschlimmere, «würden wir drastischere Massnahmen ins Auge fassen», hält Daniel Koch, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG, im Schreiben fest. «Zum Beispiel einzelne Spitäler nur für Coronavirus-Fälle reservieren.» Noch seien die Massnahmen nicht angebracht.

>> Hier geht's zum Liveticker mit den neusten Meldungen

>> Coronavirus: 3 Massnahmen, um die Ausbreitung zu verhindern

Zwei Personen kommen zur COVID-Triage waehrend einer Pressekonferenz ueber den Coronavirus (COVID-19) und die Massnahmen, welche die Insel Gruppe ergriffen hat, am Freitag, 28. Februar 2020 im Inselspital in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

COVID-Triage am Inselspital in Bern. Bild: KEYSTONE

Entlastung des Gesundheitssystems als Ziel

Medizinisch hätte die Zentralisierung von infizierten Patienten in einzelnen Spitälern laut Experten im Fall einer Epidemie den Vorteil, dass die Ärzte die Patienten effizienter behandeln und pflegen können. In gemischten Spitälern mit ansteckenden und nicht ansteckenden Patienten dagegen müssten einzelne Stockwerke isoliert und abgesperrt werden.

Das Bundesamt für Gesundheit erklärt die Massnahme gegenüber CH Media so: «Die Bezeichnung eines oder mehrerer Spitäler erlaubt es, die nötigen Kompetenzen, Ressourcen und Equipments zu zentralisieren und das Gesundheitssystem zu entlasten. Zuständig sind die Kantone. Zu den konkreten Modalitäten können wir uns nicht äussern.»

Im Brief an die Ärzteschaft betont das BAG weiter, es sei wahrscheinlich, dass sich die Übertragungsketten des Coronavirus in der Zukunft nicht mehr unterbinden liessen. «Dann zielen die Massnahmen darauf ab, die Folgen einer Epidemie in der Schweiz abzuschwächen, in dem die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung verlangsamt wird.» Es gehe dann darum, die Gesundheitsversorgung weiterhin sicherzustellen und «die vulnerablen Gruppen zu schützen».

Das BAG bittet die Ärzteschaft um Mithilfe bei der Information der Bevölkerung. Die korrekte Verwendung von Masken sei dem Bund ein grosses Anliegen: Gewöhnliche Hygienemasken, die nicht vor Ansteckungen schützten, seien für Patienten gedacht, die mit Atemwegerkrankungen eine Praxis aufsuchen, sich im öffentlichen Raum aufhalten sowie für medizinisches Personal, das gefährdete Patientengruppen untersucht. Die gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus wirksamen FFP2-Masken seien für Ärzte und medizinisches Personal gedacht.

Das Coronavirus breitet sich aus

Coronavirus Strassenumfrage

Play Icon

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

19
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Häbbörischnitte 29.02.2020 12:33
    Highlight Highlight Täglich, manchmal sogar stündlich werden neue Zahlen zum Cornona-Virus bekannt. Wo gibt es wie viele neue Ansteckungen, in welchem Land gibt es wie viele Tote davon etc.. Gestern waren es nicht ganz 3000 Tote, Ansteckungen ca 80‘000 weltweit - was ist mit den Tausenden, die wieder gesund wurden? Sind diese keine Nachricht wert? Erfahrungsberichte, die Sicht einen ehem. Patienten - das wäre hilfreich! Und würde gegen die allgegenwärtige (kalte) Panik helfen.. Gibt es so was? Vielleicht habe ich das verpasst - wenn ja, dann helft mir doch bitte weiter :)
    • Roeger 29.02.2020 21:03
      Highlight Highlight https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-interview-mit-infiziertem-oberarzt-der-pathologie-tuebingen-a-5a222ff0-8646-4301-b1bd-3168ac8b17f7
    • Garp 29.02.2020 22:33
      Highlight Highlight Registrierte Gesundete gibt es 40'000 .

      Viele erleben dasVirus als harmlos ca. 80%, die restlichen trifft es schwerer. Wer unter 50 ist hat laut den bislang ausgewerteten Daten wenig zu befürchten. Betroffen sind ältere mit schon vorhandenen Herzkreislauf Problemen, Lungenproblemen. Jüngere meist nur wenn sie auch vorbelastet sind. So wie es bislang aussieht.

      Wichtig ist nun die Älteren zu schützen. Handhygiene, Abstand, keine Anlässe in anonymen Masssn besuchen (ÖV benutzen müssen reicht ja schon) und auf die Eltern und Grosseltern Rücksicht nehmen und den älteren Nachbarn.
    • Christof1978 01.03.2020 00:20
      Highlight Highlight das ist dasselbe, wie immer berichtet wird, dass firmen so und so viele stellen infolge reorganisierung streichen. dass im gleichen zuge - verzögert - auch wieder neue, funktionell andere stellen geschaffen werden hört man selten bis gar nie.
  • [madi] 29.02.2020 11:49
    Highlight Highlight Der Virus könnte uns noch aufzeigen das es kontraproduktiv ist die hälfte aller SG Spitäler zu schlissen.
    • Glaedr 29.02.2020 13:42
      Highlight Highlight Bloss weil man eine Grippe hat muss man nicht ins Spital.
      Diese dumme Panik von sorry ist aber so dummen Leuten.
      Vor was haben alle Angst
      Das man Fieber bekommt?
      Ja es sind Menschen gestorben aber das sind Menschen die sonst einfach bei der nächsten Grippe gestorben wären.
      Corona ist eine ganz normale Grippe wie es sie jedes Jahr gibt.
      Bei stimmt es gibt einen einzigen unterschied
      Corona ist berühmt
    • P. Meier 29.02.2020 14:01
      Highlight Highlight Entscheidend ist vor allem, dass sich mögliche Patienten korrekt verhalten. 1) mit Hausarzt telefonieren 2) wenn zum Arzt nur mit vorheriger Vereinbarung 3) keine Selbstüberweisungen an Spitäler ( bindet nur unnötig Ressourcen) 4) empfohlene Hygienemassnahmen umsetzen 5) Fakenews auf Social-Media meiden und Hirn einschalten
    • TJ Müller 29.02.2020 20:15
      Highlight Highlight Glaedr, textverständniss und so... Coronaviren sind keine Grippeviren! Beides sind viren, das wars dann auch. Wenn du nichtmal das auf die reihe kriegst frage ich mich wieso du überhaupt kommentierst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 29.02.2020 10:34
    Highlight Highlight "Im Brief an die Ärzteschaft betont das BAG weiter, es sei wahrscheinlich, dass sich die Übertragungsketten des Coronavirus in der Zukunft nicht mehr unterbinden liessen."
    Seit klar ist, dass der ÖV ohne weitere Einschränkungen weiterläuft würde ich ein Monatsgehalt darauf verwetten.
    • P. Meier 29.02.2020 13:56
      Highlight Highlight Sie empfehlen beim momentanen Stand tatsächlich eine Stilllegung des ÖV? Die Auswirkungen sind Ihnen wohl nicht bewusst. Jeder Arbeitsnehmende, welcher mit dem ÖV zur Arbeit fährt würde ausfallen. Wer auf ein Auto umsteigen kann, muss auch noch einen Parkplatz finden. Das wäre genau so wenig zielführen wie die Grenzschliessung. Und wenn ich die Situation in IT anschaue, war die von einigen hier gefeierte Abriegelung von Ortschaften wenig erfolgreich. In IT scheint man den Ausgangspunkt der Infektionen nicht eruiert zu haben.
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 29.02.2020 16:27
      Highlight Highlight Vielleicht merken die Leute jetzt, wie dumm es war, Parkplätze abzubauen.
    • Astrogator 29.02.2020 17:17
      Highlight Highlight @P. Meier: Nein, dann würde ich eine Wette verlieren 😉
    Weitere Antworten anzeigen

Polizei kontrolliert an Ostern am Gotthard – jeder Umkehrer «ist ein Gewinn»

Die Polizei wird an Ostern den Verkehr am Gotthard kontrollieren. Wer sich nicht auf einer zwingenden Fahrt ins Tessin befindet, dem wird die Umkehr empfohlen.

Kurz vor der Einfahrt in den Gotthardtunnel in Göschenen steht ein Polizist mit Warngilet auf der Fahrbahn. Er stoppt die Autofahrer, nur jene mit einem Tessiner- oder Italienkontrollschild lässt er vorbeifahren. Auch wer zum Waren- oder Berufsverkehr gehört, darf weiterfahren. Alle anderen müssen beim Kontrollplatz ausfahren.

Dort wartet bereits eine Handvoll Polizisten, ebenfalls in gelben und orangen Leuchtwesten gekleidet. Sie sind mit Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln …

Artikel lesen
Link zum Artikel