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epa08402587 Wheel barrow couriers sits in their wheel barrows waiting to take food from a food hand out school to their customers in nearby shanty town on day 40 of the national lockdown as a result of Covid-19 Coronavirus, Johannesburg, South Africa, 05 May 2020. The new micro business has evolved from the need for local shanty town residents to get their food to them during the daily hand outs. Food insecurity is one of the country's biggest issues during lockdown.  EPA/KIM LUDBROOK

Ein Mann wartet in einem Township von Johannesburg in Südafrika auf die Ausgabe von Lebensmitteln, um sie dann ins Quartier zu bringen und zu verteilen. Der Mini-Job dieser sogenannten Wheel Barrow Couriers (Schubkarrenleute) ist durch die Ausgangsbeschränkungen entstanden. Bild: EPA

Warum trifft die Corona-Pandemie Afrika so viel weniger hart?



Am 14. Februar erkrankte ein chinesischer Staatsangehöriger in Ägypten und wurde positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Es war der erste offizielle Corona-Fall auf dem afrikanischen Kontinent. Während die Pandemie sich rasant rund um den Erdball verbreitete und Europa und danach die USA China als Epizentrum der Seuche ablösten, stiegen die Fallzahlen in Afrika nur vergleichsweise langsam an.

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Dieser zumindest bisher moderate Anstieg kontrastiert mit den drastischen Warnungen, die in den Medien die Runde machen. So warnte Mitte Februar Microsoft-Gründer Bill Gates, der mit seiner Stiftung Impf-Programme in Entwicklungsländern fördert, die Pandemie könne in Afrika bis zu zehn Millionen Todesopfer fordern, wenn sich das Virus ungebremst ausbreite.

Ende März malte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres die nahe Zukunft Afrikas in den düstersten Farben und sprach von Millionen von Toten, falls nicht eine «gigantische Mobilisierung» stattfinde. Und die WHO warnte Mitte April, gemäss einer provisorischen Modellrechnung könnte die Zahl der Infizierten auf dem Kontinent innerhalb von drei bis sechs Monaten auf zehn Millionen steigen.

Der Chef des WHO-Notfall-Stabs in Afrika, Michel Yao, wies allerdings darauf hin, dass sich diese Prognose noch ändern könne, denn falls die Bevölkerung ihr Verhalten anpasse, lasse sich der Anstieg bremsen. Dies sei bei der Ebola-Epidemie ebenfalls geschehen; die schlimmsten Prognosen hätten sich dort nicht bewahrheitet, weil die Leute entsprechend reagiert hätten.

Die Situation

Knapp drei Wochen später sind die Corona-Fallzahlen zwar auch in Afrika weiter gestiegen, doch der Kontinent weist im Vergleich zu anderen Weltregionen nach wie vor verhältnismässig wenige Infektionen und Todesfälle auf. Von Kairo bis Kapstadt – wir sprechen hier von einem Kontinent mit 1,3 Milliarden Einwohnern – sind bisher weniger bestätigte Fälle gezählt worden als allein in Belgien, das lediglich etwas mehr als 11 Millionen Einwohner hat. Und es gibt allein in den USA mehr Todesfälle als getestete Infizierte in ganz Afrika.

Gerade der Vergleich mit den USA ist frappant: Am 13. März gab es in ganz Afrika weniger als 200 bestätigte Fälle, am 6. April waren es rund 10'000. In den USA stieg die Zahl in einem Monat – vom 6. März bis zum 5. April von etwas mehr als 200 auf über 330'000. Dies bei einer Bevölkerung, die nur etwa einen Viertel so gross ist wie jene Afrikas.

Auch in Afrika steigt die Zahl der bestätigten Fälle stark an – jedoch auf einem nach wie vor tiefen Niveau.

Die meisten bestätigten Fälle gibt es in Südafrika, sonst sind aber eher Nordafrika, Westafrika und das westliche Zentralafrika betroffen. Unter den vier Staaten mit den meisten Infektionen finden sich drei nordafrikanische; ebenso bei den vier Staaten mit den meisten Todesfällen. Dies lässt vermuten, dass das Virus vorwiegend aus Europa nach Afrika gelangte.

Bild

Im Vergleich zu den Brandherden der Pandemie in den USA und Europa ist Afrika bisher wenig betroffen. Karte: Johns Hopkins University

Südafrika führt die Liste der Länder mit den meisten bestätigten Fällen in Afrika an. Danach folgen aber drei nordafrikanische Länder.

Bei den Covid-19-Todesfällen führen drei nordafrikanische Länder die Liste an; insgesamt befinden sich fünf Länder aus dieser Region unter den ersten zehn.

Diese Zahlen zeichnen allerdings mit Sicherheit ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit. Wie überall sonst auch beruhen sie auf Tests, die in aller Regel nur einen geringen Teil der Bevölkerung erfassen, der obendrein alles andere als repräsentativ ist. In vielen Staaten Afrikas fehlten – und fehlen mancherorts immer noch – die Mittel, um genügend Personen testen zu können.

So hatte Nigeria, die grösste Volkswirtschaft Afrikas und ein Gigant mit rund 200 Millionen Einwohnern, bis zum 8. April lediglich 5000 Tests durchgeführt. Bis zum 4. Mai stieg die Gesamtzahl der Tests auf lediglich 18'536. Südafrika mit 58 Millionen Einwohnern hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin knapp 246'000 Tests durchgeführt. Pro 1000 Personen sind das 4,144 Tests (Nigeria: 0,09). Zum Vergleich: Die Schweiz, die nicht extrem viel testet, kommt auf einen Wert von 32,551 (Stand 2. Mai).

Die sogenannte Dunkelziffer, also die Zahl der Infizierten, die nicht registriert werden und in der Statistik nicht auftauchen, dürfte daher in Afrika besonders gross sein. Der Epidemiologe Christian Lengeler, Präsident der Swiss Malaria Group, sagte am 24. April in einem Interview mit der NZZ, es müsse «also schon Hunderttausende von unentdeckten Fällen geben».

Zugleich weist Lengeler aber auch auf einen Umstand hin, der die Befürchtung, es müsse eine ungeheure Dunkelziffer geben, etwas relativiert: Man sehe bis jetzt keinen Ansturm auf die Spitäler. Dies bestätigt auch John Nkengasong, Direktor des Afrikanischen Zentrums für Seuchenkontrolle in Addis Abeba: Die Krankenhäuser wären von Patienten überflutet, wenn ein Grossteil der Infektionen nicht erfasst würde. Tatsächlich gibt dies, wie Lengeler sagt, Anlass zur Hoffnung, es werde nicht zu einer Katastrophe kommen – selbst wenn man in Rechnung stellt, dass ein Teil der Erkrankten es gar nicht erst in ein Krankenhaus schafft.

Die Gründe

Um es gleich vorwegzunehmen: Niemand weiss wirklich, warum die Bevölkerung des afrikanischen Kontinents bisher gegenüber dieser Pandemie eine so erstaunliche Resilienz an den Tag legt – genauso wenig, wie man weiss, ob die Situation sich nicht doch noch gravierend verschlechtern wird.

Als Erklärung für die vergleichsweise geringe Wucht, mit der die Pandemie bisher Afrika getroffen hat, steht das durchschnittliche Alter der Bevölkerung auf diesem Kontinent im Vordergrund, das um etwa 20 Jahre niedriger liegt als in Europa. Das neuartige Coronavirus – beziehungsweise die von ihm verursachte Krankheit Covid-19 – ist vor allem für die Altersgruppe der über 65-Jährigen gefährlich, die in Afrika nur etwa 2 Prozent der Bevölkerung ausmacht. In der Schweiz sind es dagegen 18,7 Prozent.

Afrika ist ein junger Kontinent, ...

... während Europa vergreist.

Dazu kommt, dass Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes, die einen schweren Verlauf der Krankheit begünstigen, in der afrikanischen Bevölkerung weniger verbreitet sind als in der europäischen. Allerdings sind bedeutend mehr Menschen in Afrika durch Mangelernährung geschwächt, zudem können Infektionskrankheiten wie Malaria oder Ebola dazu beitragen, Teile der Bevölkerung weiter zu schwächen – so dass diese anderen Krankheiten wie Covid-19 weniger Widerstand entgegensetzen können.

Das Virus erreichte Afrika später als Europa. Die afrikanischen Regierungen hatten deshalb etwas mehr Zeit, Massnahmen vorzubereiten und ins Werk zu setzen. Dies taten einige von ihnen: Das Personal auf den Flughäfen trug lange vor seinen Kollegen in Europa Schutzmasken und führte Temperaturmessungen durch. Senegal und Ruanda schlossen die Grenzen und führten Ausgangsbeschränkungen ein, als die Zahl der bestätigten Fälle noch sehr niedrig war. Südafrika schloss die Landesgrenzen und führte Ende März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren ein.

Die schnelle Reaktion erfolgte wohl nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen mit der Bekämpfung von Ausbrüchen anderer Krankheiten wie Aids, Tuberkulose oder Ebola. Gerade der langwierige Kampf gegen die Tuberkulose hat dazu geführt, dass auch die Leute auf der Strasse mit Konzepten wie Abstandhalten oder Infektionskontrolle vertraut sind.

Heath officials check the listings of people who are to be tested for COVID-19 as well as HIV and Tuberculosis, in downtown Johannesburg Thursday, April 30, 2020. Thousands are being tested in an effort to derail the spread of coronavirus. South Africa will began a phased easing of its strict lockdown measures on May 1, although its confirmed cases of coronavirus continue to increase. (AP Photo/Jerome Delay)

In Johannesburg werden die Leute nicht nur auf SARS-CoV-2 getestet, sondern zugleich auch auf HIV und Tuberkulose. Bild: AP

Weitere Thesen, die zur Erklärung der niedrigen Fallzahlen in Afrika herangezogen werden, sind eher hypothetischer Natur. So wird manchmal das warmfeuchte Klima, dem das Virus weniger gut widerstehen könne, als mögliche Ursache erwähnt. Derzeit ist dies nicht mehr als Spekulation. Eine Tatsache ist indes, dass die Mobilität der afrikanischen Bevölkerung geringer ist als in anderen Regionen. Hier gilt es allerdings zu bedenken, dass in vielen Städten des riesigen Kontinents zahlreiche Einwohner dicht zusammenleben und Social Distancing dort vielerorts ein Ding der Unmöglichkeit ist. Dies müsste der Verbreitung des Virus eigentlich Vorschub leisten.

Noch nicht geklärt ist die Frage, ob die Impfung gegen Tuberkulose, die in einigen afrikanischen Ländern nach wie vor obligatorisch ist, einen schützenden Effekt vor Covid-19 hat. Wäre dem so, dürfte dies nicht nur die Virologen in Afrika interessieren.

epaselect epa08372867 A South African child from the 7de Laan shack settlement receives a bowl of porridge from resident Kaltoma Samodien (L) who cooks for the 9 Miles Project Covid-19 community support programme in Strandfontein, Cape Town, South Africa, 20 April 2020. The 9 Miles Project Covid-19 community support programme feeds over 1500 people from vulnerable coastal communities across Cape Town. Born out of a surf outreach initiative the 9 Miles Project is a registered non-profit organisation (NPO) founded in 2013 by Nigel Savel. The project works with youth in coastal informal settlements and provides mentorship and support to the at-risk youth. Now with extreme lockdown measures in place food security is a massive problem in South Africa.  The 9 Miles Project Covid-19 community support programme is one of the organisations that has stepped into this void to try alleviate the growing hunger across the city.  EPA/NIC BOTHMA ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Karitative Einrichtungen wie hier in Kapstadt verteilen Essen an Bedürftige. Bild: EPA

All dies bedeutet freilich nicht, dass die Pandemie in Afrika kaum schlimme Folgen hätte. Gerade die teilweise drastischen Massnahmen, die nicht selten mit harter Hand durchgesetzt werden, treffen die Bewohner der Townships und Slums am härtesten. Diese Menschen sind oft darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner zu verdienen. Viele leben von der Hand in den Mund und sind nicht in der Lage, Vorräte anzulegen. Sie können nicht wochenlang im Lockdown leben: Sie stehen vor der Wahl, entweder die Vorschriften einzuhalten und zu hungern oder trotzdem auf die Strasse zu gehen, um ihre Dienstleistungen anzubieten und Besorgungen zu machen – mit dem Risiko, streng bestraft zu werden. In Südafrika kam es deswegen bereits zur Plünderung von Lebensmittelgeschäften. Amnesty International hat die Regierungen im südlichen Afrika daher aufgefordert, der Bevölkerung Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen.

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148Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Moudi 08.05.2020 00:17
    Highlight Highlight Ein Witz am Rande: keiner glaubt es😂
  • imposselbee 07.05.2020 21:47
    Highlight Highlight Falsche Schlussfolgerung: wir haben ein System aufgebaut, welches es vielen Menschen erlaubt das Leben zu verlängern und Corona bringt schliesslich das Fass zum überlaufen. Einer der bis zur Nase im Wasser steht und der Wasserpegel um 5cm ansteigt, tja, hat das zeitliche gesegnet. In Afrika stirbt man halt eben früher, wenn das System nicht stark genug ist, eventuell sogar als Kind schon, sauberes Wasser ist ja schon ein Luxus.
  • Allesliebe 07.05.2020 21:17
    Highlight Highlight Es könnte auch daran liegen, dass Menschen mit der Blutgruppe A weitaus gefährdeter sind und in Afrika die Blutgruppe O am weitesten verbreitet ist.
  • karl_e 07.05.2020 18:47
    Highlight Highlight Das warmfeuchte Klima in Afrika, insbesondere dasjenige in der Sahara, der Namib, dem Sahel, am Horn von Afrika...
  • Gsnosn. 07.05.2020 17:10
    Highlight Highlight Desto grösser der Kapitalismus desto mehr Infektionen, könnte schon damit zutun haben.
    • Saerd neute 07.05.2020 17:51
      Highlight Highlight Gsnosn
      Es könnte mit der Parteizugehörigkeit zu tun haben. Oder der Kleiderfarbe.
    • Rabbi Jussuf 07.05.2020 19:34
      Highlight Highlight Könnte schon sein.
      Wenn man sieht, dass es den Menschen im Kapitalismus so gut geht, dass sie länger leben und dank dem Wohlstand auch viele Krankheiten gut überleben, die in einem sozialistischen System tödlich wären, dann hast du recht.
    • Maracuja 07.05.2020 20:19
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Wenn man sieht, dass es den Menschen im Kapitalismus so gut geht, dass sie länger leben und dank dem Wohlstand auch viele Krankheiten gut überleben

      Wenn man zur Kenntnis nimmt, dass im kapitalistischen Haiti die Lebenserwartung für Männer 2016 bei 61,4 Jahren lag und im sozialistischen Kuba bei 76,4 dann merkt man, dass du es dir viel zu leicht machst. Nicht alle profitieren vom Kapitalismus so viel wie Europa. In den USA sinkt die Lebenserwartung übrigens seit 2015 wieder und das bestimmt nicht, weil die sich auf ein sozialistisches Experiment eingelassen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andy y 07.05.2020 16:42
    Highlight Highlight Und da sind sie wieder, die ganzen Experten. Die jeden der ne andere Meinung hat als VT abstempeln und ganz vorne mit dabei sind wenn es ims denunzieren geht. sowas von scheinheilig und sie bekommen es noch nicht Mal mit
  • Goldjunge Krater 07.05.2020 15:31
    Highlight Highlight Die Grippe ist im Afrika auch nie so verbreitet wie bei uns. Das liegt an den Temperaturen. Darum verzieht sich ja gerade Covid-19 bei uns. Es sind die Temperaturen, nicht der Lockdu
    • Plan B 07.05.2020 17:57
      Highlight Highlight Das mit den Temperaturen wäre zu schön.
      Leider ist dem nicht so. Ecuador, Brasilien Bolivien und Peru ist Covid völlig ausser Kontrolle geraten. Die Zahlen, welche gemeldet werden stimmen nicht.
    • Mutzli 07.05.2020 18:38
      Highlight Highlight @G. Krater

      Jo is klar, deshalb gab und gibt es z.B. in Brasilien nie irgendwelche Fälle. Oh, moment....

      Auch die Saisonalität der Grippe ist nicht schlicht=wird wärmer, Viren...was, sagen "uns is zu heiss, wir hauen ab"?

      Saisonale Influenza korreliert mit Herbst/Winter, weil sich die Menschen anders verhalten. Mehr Aufenthalte in Räumen, höhere Personendichte-> höhere Ansteckungsrate.

      Weder Influenzaviren noch SARS-CoV-2 (bei dem bis jetzt KEINE Saisonalität belegt wäre) wird durch die Sonne direkt weggebraten.
    • lilie 07.05.2020 19:35
      Highlight Highlight @Goldjunge: In Singapur, Mexiko und Brasilien, wo es ganzjährig heiss ist, steigen die Zahlen gerade massiv. An den Temperaturen liegts also nicht.
  • Mandarinchen 07.05.2020 15:01
    Highlight Highlight Wenn sich Leute nicht mal die Fahrt in ein Spital leisten können, dann können sie sich auch keinen Test und schon gar nicht eine Behandlung leisten. Diese Statistiken beziehen sich nur auf die Oberschicht. Alle anderen sterben einfach irgendwo und werden begraben...
    • Maracuja 07.05.2020 17:03
      Highlight Highlight @Mandarinchen

      In Ghana wird (noch*) contact tracing betrieben, da werden Personen getestet, die mit Infizierten in Kontakt waren. Das betrifft nicht nur die Oberschicht. Damit Testergebnisse aus abgelegenen ländlichen Gebieten schnell in die Labors gelangen, werden sogar Drohnen benützt. https://time.com/5824914/drones-coronavirus-tests-ghana-zipline/

      * wenn die Zahlen weiterhin so zu nehmen wird contact tracing leider nicht mehr möglich sein.
  • paule 07.05.2020 14:11
    Highlight Highlight Afrika ist viel weniger überaltert, es hat ja bei uns auch vor allem die getroffen, die sowieso indirekt aber als Fakt auf den Tod gewartet haben.
    In Afrika ist die Medizinische Versorgung nicht ein Geschäftsmodell wie bei uns, da dürfen alte noch natürlich sterben, bei uns gibt es den natürlichen Tod aus Altersgründen schlicht nicht, hat mir ein Mediziner letzthin erklärt.
    Woher nehmen wir das Recht, auf Ewiges Leben zu pochen und dadurch die jungen Generationen um Milliarden zu Prellen!!!!
    • Mutzli 07.05.2020 15:07
      Highlight Highlight @paule
      "da dürfen alte noch natürlich sterben"

      ...ok.

      Ich würde das ja den Betroffenen überlassen, statt fröhlich eine Epidemie weiter laufen zu lassen (mal abgesehen davon, dass z.B. meine fitten Eltern überrascht wären zu hören, dass sie mit ihren 65+ Jahren halt über der "natürlichen" Todesgrenze liegen + alle jüngeren Opfer..)

      Finde ein Tod durch Ersticken wegen Lungenkollaps, seis auf der Intensivstation, auf ner Pritsche im Gang, allein zu Hause oder sonst wo, auch nicht allzu angenehm oder schrecklich natur-romantisch, aber was solls.

      Is wohl weil ich ein verwöhnter Millenial bin...
    • pollo_loco 07.05.2020 15:25
      Highlight Highlight Ist so, hier in Europa muss um jeden Preis am Leben erhalten werden. Ich kenne Alterspfleger die meinen, dass die Alten ab einem bestimmten Punkt auch nicht mehr glücklich sind. Es fehlt Selbstständigkeit, ist körperlich Eingeschränkt oder man hat dauernd Schmerzen. Hier muss man um jeden Preis möglichst alt werden, ansonsten wird man halt mal mit Medis vollgepumpt um am Leben zu bleiben.
    • Aerohead 07.05.2020 19:19
      Highlight Highlight Vielleicht hätte man es feinfühliger ausdrücken können, aber ich bin völlig @paule's Meinung! Die ethische Diskussion dieser Krise findet überhaupt nicht statt, wäre aber dringend benötigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hangover 07.05.2020 14:10
    Highlight Highlight Ein Hoch auf die Wheel Barrow Couriers!

    Und hoffentlich weiterhin geringe Fallzahlen.

    Ich trage Afrika, den verkannten Kontinenten, immer in meinem Herzen mit.

  • Clank 07.05.2020 14:07
    Highlight Highlight Hört auf Afrika als Synonym für Entwicklungsländer zu verwenden. Quasi alle Faktoren, die hier angesprochen werden, gelten verallgemeinernd für alle arme Entwicklungsländer. Nicht jedes afrikanische Land lässt sich aber als Entwicklungsland mit den typischen Merkmale reduzieren.
  • HerbertKappel 07.05.2020 14:05
    Highlight Highlight Afrika kann man nicht mit uns vergleichen !
    Wenn einer umfällt wird er begraben und das war es!
    Da wird nicht ein Test von 50 Dollar gemacht !

    In den großen Städten mages anders sein ?
  • Saerd neute 07.05.2020 13:59
    Highlight Highlight Logisch, wenn nicht getestet wird gibt es keine Infiszierte, wäre bei uns genau gleich.
    Zudem fehlt in Afrika die Risikogruppe. Das Durchschnittsalter ist viel viel tiefer als in den Industriestaaten, die Menschen sterben schon vorher.
    Und was man auch sagen muss ist die Tatsache dass die WHO sich immer mit dramatischen Warnungen in Szene setzt. Was sagte sie bei uns voraus? Mortalitätsrate um die 6%?
    Und jetzt sind wir bei 0.03%, also genau bei der Influenza.
    Aber klar, weint und jammert doch noch weiter.
    • Mutzli 07.05.2020 15:18
      Highlight Highlight Bestätigte Fälle Schweiz: 30126, Tote 1518-> 5%.

      Selbst wenn man mit Grauzone x5 rechnet=1%

      Wo haben Sie diese angeblichen 0.03% her?

      In New York City sind bereits min. 0.23% der GESAMTBEVÖLKERUNG an Covid-19 gestorben. Übersterblichkeit ist da noch nicht einberechnet, nebenbei.

      Antikörper haben bis jetzt weniger als 20% gemäss Tests, selbst in den Hotspots (https://www.governor.ny.gov/news/amid-ongoing-covid-19-pandemic-governor-cuomo-announces-results-completed-antibody-testing).

      ->1.1% Letalitätsrate bis jetzt als das absolute Minimum. Übertragen auf die Schweiz: min. 85'000 Tote...
    • Rabbi Jussuf 07.05.2020 19:43
      Highlight Highlight Mutzli
      Nicht übertreiben.
      Eine deutsche Studie hat eine Letalität von 0.37% ergeben.
      Die krassen Unterschiede liegen hauptsächlich an der Zählweise.
      In DE zum Beispiel gibt es mindestens bis Ende März keine Übersterblichkeit. Bei uns muss man erst einmal den nächsten Monat abwarten. In anderen Ländern sehen wir es erst Ende Jahr.
    • Mutzli 07.05.2020 20:15
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf 1/
      Welche Studie?

      Seh auch nicht wo ich übertrieben hätte, habe ja alles, inkl. meiner Rechnung, direkt in meinen Kommentar rein getan.

      Die Anzahl Toten in New York City sind schlicht Fakt, die alle jederzeit überprüfen können. Zählweise hat damit herzlich wenig zu tun, da ich, wie ich geschrieben habe, die Übersterblichkeit (ca. 300% in NYC https://nyti.ms/2WzYKHg) komplett ausgeklammert habe.

      Diese 0.23% der Gesamtbevölkrung sind rein die offiziellen Toten, bei denen in NYC nur positiv auf Covid-19 getestete Verstorbene gezählt werden.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Equity 07.05.2020 13:53
    Highlight Highlight Interessanter Artikel hierzu im Guardian von den Nobelpreisträgern Duflo und Banerjee

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/may/06/vulnerable-countries-poverty-deadly-coronavirus-crisis?CMP=Share_iOSApp_Other
  • Beeee 07.05.2020 13:40
    Highlight Highlight Es ist das Alter.
  • Saraina 07.05.2020 13:13
    Highlight Highlight „Das warmfeuchte Klima“... Echt jetzt? In einem Kontinent dieser Grössenordnung? Schon in Europa gibt es verschiedene Klimazonen, allein innerhalb Südafrikas auch.
  • Simi71 07.05.2020 12:59
    Highlight Highlight Kommt doch auf die Menge der Tests an. Die Philippinen mit rund 106 Mio Menschen zählen fast 700 Tote und 10‘000 Infizierte. Dabei war das, das Land mit dem 1. Corona Fall ausserhalb Chinas. Kann ja etwas nicht stimmen?
    • Kruk 07.05.2020 15:37
      Highlight Highlight Auf die Zahlen von Schwellen und Entwicklungsländer würde ich mich generell nicht verlassen.
      Die Leute sterben und werden begraben. die Todesursache, insofern es Krankheit ist, bleibt unbekannt.
      "Er hatte husten und dann ist er gestorben" sagt man dann.
      Die einzigen die was merken sind die Totengräber.
      Wird in Afrika auch so sein.
  • Hardy18 07.05.2020 12:44
    Highlight Highlight Würde es sich behaupten, dass die westlichen Krankheiten im Zusammenhang stehen mit den Todesfällen, bitte ich darum dem Lockdown ein Ende zu setzen.
    Es kann ja nicht sein das alle leiden nur weil ein paar Leute ihr Leben nicht im Griff haben.

    Anderweitig habe ich da noch eine These. Liegt es auch daran das die Bevölkerung so arm ist und nicht, so wie der Westen, überall rumkriechen muss und somit das Virus überall hinschleppt? Ich denke das Reisen hat viel mit der Verbreitung zu tun. Anders kann ich mir es nicht erklären.
  • Kruk 07.05.2020 12:38
    Highlight Highlight "Man sehe bis jetzt keinen Ansturm auf die Spitäler"
    Ich weiss nicht wie dies in Afrika ist aber zumindest in meiner zweiten Heimat bringt man alte Menschen nicht mehr ins Spital, ausgenommen die städtische Oberschicht. erstens muss man schon beim Eingang den Beweis über genügend Mittel erbringen, zweitens wäre der Weg zum Spital höchstens Sterbehilfe, mehrere Stunden im Bus über holprige Strassen, drittens die finanziellen Mittel der Familie wären aufgebraucht oder ein Schuldenberg da.
    Man pflegt die Leute so gut wie möglich selber. Ich denke in Afrika ist dies eher noch stärker ausgeprägt.
  • cal1ban 07.05.2020 12:16
    Highlight Highlight Könnte auch sein, dass viele Labore gar keine korrekten Resultate liefern können. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass der Präsident lügt.

    Play Icon
  • Kanischti 07.05.2020 12:14
    Highlight Highlight Warum ist unsere Lebenserwartung im Gegensatz zu den Afrikanern um so viel höher?
    Ganz "einfach": Durch die Hygiene, die Ernährung, aber an erster Stelle durch die moderne Medizin.
    Nur dank dieser "Krücken" schaffen wir es ein Alter zu erreichen, welches die Evolution eigentlich nicht vorgesehen hat.
    Zu diesen, für uns selbstverständlichen Dingen haben die meisten Afrikaner aber keinen Zugang.

    Der Bericht zeigt auch, wieviel wir inzwischen über dieses Virus gelernt haben. Sonst hätte die WHO und Co. anfangs nicht dieses düstere Szenario gemalt.
  • Pidemitspinat 07.05.2020 12:02
    Highlight Highlight Hoffnung:

    Afrika wird die letzten Überbleibsel des kolonialen Jochs abschütteln (Handelsungleichheit, Franc CFA, Rohstoffausbeutung) und die Multis verjagen. Die Diaspora kehrt zürück in ihre Heimatländer und hilft beim Aufbau. Keine Bohnen aus Kenya mehr in der Migros, keine Erze mehr für neue Iphones aus Asien.
    Ein starker und nachhaltiger Binnenmarkt für alle Regionen Afrikas.

    Die letzte Generation greiser Diktatoren an den Zitzen westlicher Eliten liegt im Sterben.
    Europa wird auch einiges überdenken müssen


    • Edward Espe Brown 07.05.2020 12:50
      Highlight Highlight Afrika wird in Zukunft nicht mehr vom Westen, sondern von China ausgebeutet. Vom Regen in die Traufe....
    • Pidemitspinat 07.05.2020 13:55
      Highlight Highlight das ist leider so. Aber hier gibt es schon lange gegenseitige Ressentiments. Afrikaner in China werden als Schuldige am Virus bezeichnet und vice versa.
      Ich bin gegen Fremdenhass, aber die Chinesen werden nicht lange so weitermachen können wie bisher.
  • Andreas Karz 07.05.2020 11:43
    Highlight Highlight Ganz einfach, es sind 2 Hauptfaktoren:
    1. Weniger Bluthochdruck Krankheiten
    2. Viel niedrigere Lebenserwartung. Bei uns ist der Altersneridian bei Corona 84 Jahre, d.h. 50% der Toten sind alter als 84. So alt werden die Menschen in Afrika gar nicht.

    Und übrigens, 60% der Coronatoten sind aus den Alters- & Pflegeheimen gekommen.
    • lilie 07.05.2020 12:34
      Highlight Highlight @Andreas Karz: Das ist sehr mechanisch gedacht. So als würde man mit dem 65. Geburtstag auf einmal anfällig auf Covid-19.

      Die Frage ist aber, warum werden denn die Leute in Afrika nicht so alt? Und die triviale Antwort lautet: weil sie vorher sterben.

      Und warum sterben sie? Und die Antwort lautet: weil in den meisten Ländern das Gesundheitssystem nicht ausreicht, um längst behandelbare Erkrankungen und Seuchen zu behandeln und auszurotten.

      Nun ist mit Covid-19 einfach eine weitere solche Seuche dazugekommen. Wer schon AIDS hat, wird Covid-19 kaum überleben.
  • humpalumpa 07.05.2020 11:39
    Highlight Highlight Corona hat angst vor ebola
  • Snowy 07.05.2020 11:30
    Highlight Highlight Weil es in Afrika verglichen mit Europa und den USA vergleichsweise wenig Ü-80 Menschen gibt, welche ihr hohes Alter vor allem einer hochspezialisierten Geriatrie verdanken.
    • lilie 07.05.2020 12:05
      Highlight Highlight @Snowy: Du solltest nicht nur die Überschrift lesen, sondern auch den Titel. Du denkst doch nicht, dass der Huber das nicht bedacht hat? 😉
    • lilie 07.05.2020 14:25
      Highlight Highlight Den ganzen Artikel, nicht nur den Titel. 🙄🙈

      Ich sollte meine Kommentare durchlesen, bevor ich sie abschicke, besonders dann, wenn ich andere darin korrigiere. 😬😅
  • Auric 07.05.2020 11:28
    Highlight Highlight Also die Altersstruktur hatten wir schon
    dann haben die zusätzlich weniger Zivlisationskrankheiten wie Diabetes Übergewicht
    zusätzlich haben sie schon immer reichlich andere Viren, Bakterien und Parasiten zu ertragen, und sind dadurch auch viel weniger von Allergien geplagt.
    Zu guter letzt haben sie Geografisch und Kulturell bedingt höchstwahrscheinlich einen wesentlich höheren Vitamin D Pegel (aber den bei Covid-Opfern zu ermitteln ist vermutlich von der WHO und den finanzierenden Pharmakonzernen verboten worden)
    • Saraina 07.05.2020 13:17
      Highlight Highlight In Südafrika gibt es vergleichsweise viele Übergewichtige, die dazu Diabetes Typ 2 haben. Der Grund ist die Mangelernährung, die aus den billigsten Lebensmitteln besteht, und die sind Maismehl, raffiniertes Weissmehl und Zucker.
  • Rundlauf 07.05.2020 11:20
    Highlight Highlight Wenn ich diesen Bericht lese, bin ich verwirrt, wie die Fallzahlen zu interprätieren sind bzw. wie das Erkrankungsrisiko einzuschätzen ist.

    Die jüngere Bevölkerung Afrikas sollte nach meinem Verständnis keinen Einfluss auf die Fallzahlen, wohl aber auf die Anzahl schwerer Verläufe haben. Die Fallzahlen bezeichnen sämtliche Virusträger; dies wiederum sagt aber nichts darüber aus, ob man tatsächlich "krank" ist oder nicht (Verläufe ohne Symptome).

    Vermutl. macht's auch einen Unterschied, wie dispers die Bevölkerung lebt; 1.3 Mia. auf einem Kontinent mit wenig Mobilität = tiefe Fallzahlen.
    • just sayin' 07.05.2020 11:36
      Highlight Highlight ich denke es hängt damit zusammen, dass erkrankte kaum erkannt werden (wegen fehlenden tests) und auch die todesfälle wohl kaum alle untersucht werden und covid-19 zugeordnet werden können.

      ich hoffe, dass der afrikanische kontinent verschont bleibt - ich vermute aber eher nicht.
    • lilie 07.05.2020 12:09
      Highlight Highlight @Rundlauf: Die tiefen Fallzahlen sind in erster Linie auf die wenigen Tests, die im Vergleich zu den meisten westlichen Ländern durchgeführt werden, zurückzuführen.

      Damit kann man alles andere auch nicht zuverlässig einschätzen.

      Dazu kommt, daas wie schon in Europa in jedem Land anders getestet und gezählt wird. Insgesamt ist es daher wirklich schwer, sich ein Bild zu machen.

      Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis sich zeigt, wie schwer der Kontinent tatsächlich betroffen ist. Ein zuverlässiges Kriterium ist in diesem Fall die Übersterblichkeit in jedem Land.
    • Saraina 07.05.2020 13:19
      Highlight Highlight Junge Menschen ohne oder mit nur leichten Symptomen werden kaum getestet, und so auch nicht erkannt. Diese Infektionen sind allerdings auch kein Problem, im Gegenteil, falls sie zu einer Immunisierung führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr.Bean 07.05.2020 11:12
    Highlight Highlight Ein Bekannter von mir lebt in Dar es Salaam, Tansania. Er hat mir gestern berichtet, dass sich die Situation in den vergangenen Tagen sehr verschlechtert hat.
    In der Nacht fahren anscheinend viele Ambulanzen umher, um Verstorbene in den Häusern „aufzusammeln“.
    Ausserdem hat er mir von einem Bekannten erzählt, welcher kürzlich am Virus verstorben ist. Man habe verzweifelt versucht ein Bett in einer Intensivpflegestation in der Stadt zu finden, leider ohne Erfolg.
    Es wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wie hart das Virus die verschiedenen Länder in Afrika treffen wird..
  • Jan Osch 07.05.2020 11:07
    Highlight Highlight Bevölkerungsdichte Europa fast doppelt so hoch wie Afrika. Sahara natürliche Grenze zu Europa. Anzahl Flüge von und nach und innerhalb Afrika lächerlich im Vergleich zum Rest der Welt. Verkehrsinfrastruktur innerhalb Afrika ebenfalls minimal und Distanzen immens. Keine rocket science, oder?
    • Bündn0r 07.05.2020 11:39
      Highlight Highlight Die Bevölkerungsdichte des Kontinents ist relativ egal. Lokal werden in Afrika astronomische Werte erreicht.
      Viel schlimmer als die Städte sind dabei die Armensiedlungen um die Stadt mit extremer Dichte, aber ohne Infrastruktur.
    • just sayin' 07.05.2020 11:40
      Highlight Highlight deine argumente sind wohl wahr.

      aber sollte das virus im grössen stil in afrika auftauchen, wird die schlechte medizinische versorgung und die fehlende möglichkeit "einfach zuhause zu bleiben" ein grosses problem werden.
    • Saraina 07.05.2020 13:23
      Highlight Highlight Die Bevölkerungsdichte ergibt sich aus Anzahl Quadratkilometern geteilt durch Anzahl Menschen. Faktisch ist sie in der Sahara oder der Wüste Namib äusserst tief, aber in den Städten weit über den europäischen Zahlen. Kommt dazu, dass dort nicht jede Familie ein eigenes Bad oder auch nur einen eigenen Wasserhahn hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super8 07.05.2020 11:06
    Highlight Highlight In Afrika sterben die Menschen bevor sie ins Risikoalter kommen.
  • neutrino 07.05.2020 11:03
    Highlight Highlight Primär ist das Alter der Bevölkerung entscheidend. Durchschnitts(!)alter der Covid19-Toten in Italien bspw. ist bei 84 Jahren. In vielen schwarzafrikanischen Länder ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung unter 20 und Menschen über 75 sind sehr rar (anders in Nordafrika teilweise). Zudem, viele junge Personen, die bei uns zur Risikogruppe zählen (Diabetiker, chronische Lungenerkrankungen, etc.) sterben (tragischerweise) in Schwarzafrika oft schon im Kindesalter, da schlichtweg die ärztliche Versorgung dafür nicht gegeben ist (Sudan, Somalia, Zentralafrika, etc.)
  • P. Meier 07.05.2020 11:01
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Firefly 07.05.2020 11:14
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Herr Ole 07.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Amadeus 07.05.2020 11:00
    Highlight Highlight Guter Artikel. Allerdings gehe ich mit anderen Kommentatoren einig. In Europa und Amerika wird meiner Meinung nach mehr darauf geachtet nach Regionen und einzelnen Ländern zu unterscheiden. Afrika wird oft generalisiert (obwohl im Artikel einige wenige Länderbeispiele vorkommen - danke dafür)
    • Bildung & Aufklärung 07.05.2020 12:02
      Highlight Highlight Ja stimmt, obwohl doch jeder weiss, Afrika ist ein grosses Land!
  • Turicum04 07.05.2020 10:38
    Highlight Highlight In Afrika ist der CO2 Anteil minim! In China, den USA und Norditalien jedoch sehr hoch.
    • Max Dick 07.05.2020 11:20
      Highlight Highlight Oha in Ihnen merkt man den Experten an. ETH? Cambridge?
    • just sayin' 07.05.2020 11:42
      Highlight Highlight In Afrika hat es wenig schnee! In China, den USA und Norditalien jedoch sehr viel.

      ;-)
    • Hoodie Allen 07.05.2020 11:47
      Highlight Highlight Ich würde auf princeton tippen🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hakuna!Matata 07.05.2020 10:31
    Highlight Highlight Da kaum getestet wird wäre es spannend die Übersterblichkeit zu kennen. Gibt es da schon Statistiken?
    • Baccaralette 07.05.2020 10:37
      Highlight Highlight Du hast in den meisten Ländern in Afrika einen geringen Anteil an Menschen aus den sogenannten Alters-Risikogruppen. Afrika ist ein junges Land.
    • Eifachmitrede 07.05.2020 11:04
      Highlight Highlight @baccaralette
      Deine Antwort stimmt nqtürlich. Jedoch ist Afrika kein Land sondern ein Kontinent :)
    • Snowy 07.05.2020 11:32
      Highlight Highlight Die Übersterblichkeit ist auch bei uns die einzig wirklich aussagekräftige Zahl.

      Und auch dann nur wenn sich korrekt gewichtet ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 07.05.2020 10:24
    Highlight Highlight Meine These: Afrika machte weniger Lockdowns, weniger Panik. Ich vermute, dass einen Grossteil der Übersterblichkeit auf Folgen der Massenpanik zurückzuführen sind (Lieferengpässe, Personalmangel, abgesagte Operationen und Kontrollen, Nosokomialinfektionen als Anfangs alle in die Spitäler rannten, Vermeiden von Arztbesuchen später, Einsamkeit und Entmündigung in Pflegeheimen, verfehlte Triage, falsche Behandlung aus Angst vor Infektionen, etc., etc.)
    • Projektionsfläche 07.05.2020 13:28
      Highlight Highlight Echt jetzt?

      Gegenthese: Ich vermute, dass ein Grossteil der Übersterblichkeit auf Folgen der Lektüre solcher faktenfreien und realitätsfernen Kommentare zurückzuführen ist.

      Die Pandemie ist leider auch zu einer grossen, hässlichen Bühne für menschenverachtende Rechtspopulisten, verwirrte Verschwörungstheoretiker und sonstige grenzdebile Hanswurste verkommen, auf der sie jeden auch noch so hirnverbrannten Unfug absondern. Da muss man sich ja zu Tode aufregen...
  • Zeit_Genosse 07.05.2020 10:22
    Highlight Highlight In Nigeria liegt die Lebenserwartung bei 54 Jahre, in Südafrika bei 64 Jahre. In der CH 84 Jahre. Die Covid-19-Sterblichkeit unter 60 Jahre ist sehr gering ggü. über 70+ Jahre.
    In der CH sind die Anteile der gestorbenen 70% über 80 Jahre und 21% über 70 Jahre.

    • Raber 07.05.2020 11:16
      Highlight Highlight Denke ich auch. Diese Krankheit hat eine klar definierte Risikogruppe, deshalb begreife ich manchmal nicht, wieso soviele,die nicht in diese Gruppe gehören,so verängstigt sind.
    • The Destiny // Team Telegram 07.05.2020 14:38
      Highlight Highlight @Raber, weil es trotzdem jeden treffen kann und auch wenn du überlebst, die zwei Wochen Intensivstation sind sicher kein Souvenir welches du gerne sammelst.
    • Zeit_Genosse 07.05.2020 15:50
      Highlight Highlight In Indien liegt die Lebenserwartung bei 70 Jahre. In China bei 77 Jahre.

      In Italien und Spanien bei 83 Jahre.
      In Japan bei 84 Jahre.

      So erhärten sich 3 Thesen als Treiber über die int. Grenzen hinweg.

      ◾️hohes Alter (Schwäche), also hohe Empfänglichkeit bei niederer Abwehr mit hoher Auswirkung

      ◾️dichtes Zusammenleben, also hohe Empfänglichkeit und Übertragungsrisiken und bei dichten Risikogruppen (Altersheime)


      ◾️gesundheitliche Disposition
      hohe Empfänglichkeit, bei geringer Abwehr und starke Auswirkung

      Regeln:

      ◾️genügend Distanzhaltung
      ◾️regelmässige Hygiene
      ◾️Stärkung der Resilienz

  • lilie 07.05.2020 10:17
    Highlight Highlight Danke, lieber @Dani, für den wie immer sorgfältigen und wohlausgewogenen Bericht! 👍

    Wenn man nun noch einen Schritt weiter überlegt und vermutet, dass ein grosser Teil nicht rechtzeitig ins Spital kommt, müssten wir aber entsprechende Berichte von grossen Mengen an Leichen haben, welche aus Häusern geholt werden müssen, so wie man das aus Südamerika hört.

    Aber weder aus Afrika noch aus Indien habe ich bisher so etwas vernommen. Allerdings sind die Zahlen für den ganzen Kontinent immer noch stark steigend. Das ist leider noch lange nicht vorbei.
  • huiuiui 07.05.2020 10:15
    Highlight Highlight Könnte mir auch vorstellen, das die Menschen in Afrika viel vorsichtiger sind. Hier in Europa ist man sich gewohnt, das einem bei medizinischen Problemen geholfen wird. In Afrika sind viele wohl mehr auf sich selbst gestellt. Eine Erkrankung kann dort die Leute sicher auch schnell in wirtschaftliche Bedrängung führen. Die Bedrohung von Krankheiten ist in Afrika immer noch real. Nicht erst seit Corona.

    Den Artikel habe ich gerne gelesen. Er weist explizit darauf hin, das die Zahlen wohl nicht vergleichbar sind und fokussiert mehr auf die möglichen Ursachen des harmlosen Verlaufs in Afrika.
  • pun 07.05.2020 10:14
    Highlight Highlight Afrika ist nicht ein einzelnes Land, es ist ein Kontinent mit 54 Ländern und einer Vielzahl an Kulturen, Lebensweisen, ökonomischen Verhältnissen. Ich finde der Artikel schert alles sehr über einen Kamm und startet mit einem unmöglichen Anspruch, über einen gesamten Kontinent zu berichten. Über Südafrika erfahre ich relativ viel, über die ebenso vom Virus betroffenen nordafrikanischen Staaten eigentlich nichts.
    • lilie 07.05.2020 10:45
      Highlight Highlight @pun: Auch wenn ich deinen Einwand verstehe, finde ich ihn nicht ganz gerechtfertigt: Auch bei uns sagt man, "Europa ist schwer von der Pandemie betroffen", obwohl nicht jedes Land gleich betroffen ist.

      Aber innerhalb eines Kontinents gibt es nun mal enge Verflechtungen. Viele Länder in Afrika haben zudem ähnliche wirtschaftliche und politische Probleme. Dazu kommen die fast allgegenwärtigen Mängel in den Gesundheitssystemen.

      Das führt auch dazu, dass du eben fast nur von Nord- und Südafrika hörst, nicht aber von den andern Ländern. Es braucht Strukturen, um berichten zu können.

    • Maracuja 07.05.2020 17:27
      Highlight Highlight @lilie: Es braucht Strukturen, um berichten zu können.

      Welche Strukturen fehlen denn für die Berichterstattung? Onlinemedien und Radiostationen berichteten in den jeweiligen Ländern durchaus. Das Problem liegt wohl eher bei den fehlenden westlichen Korrespondenten (Afrikakorrespondenten werden halt bevorzugt in bestimmte Länder geschickt und reisen können diese zurzeit nicht) sowie dem Desinteresse die Berichterstattung auf afrikanischen Onlinemedien zu verfolgen.
    • lilie 07.05.2020 17:54
      Highlight Highlight @Maracuja: Ich teile deine Meinung, dass afrikanische Länder insgesamt sträflich vernachlässigt werden in der Berichterstattung, nicht nur während dieser Pandemie.

      Aber wie ich schon andernorts erwähnte: Ich hab ehrlich gesagt nicht einmal eine Ahnung, was eigentlich in den Niederlanden läuft, weil man nirgends davon liest.

      Was ich aber mit "Strukturen" meinte, waren interne Meldestrukturen. Nur schon unser Kanton Bern sah sich nicht in der Lage anzugeben, wieviele Intensivstationplätze sie haben - wie sieht es da wohl in Uganda oder Kenia aus mit ähnlichen relevanten Informationen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 07.05.2020 10:13
    Highlight Highlight In Südafrika hat Ramaphosa gesagt, es sei während des Lockdowns keine Miete schuldig.

    Die Landlords interessiert das keinen Deut - meine Verwandten in Kapstadt müssen ihre Miete trotzdem bezahlen, weil sie sonst ausziehen 'dürfen'. Arbeiten können sie nicht, da Gastronomie zu ist. Kurzarbeit, Arbeitslosenentschädigung? Bitte was?

    Es wird Folgen haben. Tödliche. Für viele Afrikaner.
  • Baccaralette 07.05.2020 10:12
    Highlight Highlight Afrika besteht aus mehr Ländern als nur Nigeria und Südafrika.

    Daneben - in Afrika hat es ganz andere Folgen als hier in Europa: In Afrika verhungern Leute. Nicht nur in Südafrika, in vielen afrikanischen Ländern müssen Menschen arbeiten, Sachen auf der Strasse verkaufen, um überhaupt Geld zu haben. Ein Lockdown kann tödliche Folgen haben, auch wenn Corona dann nicht mehr das Thema ist.
    Meine Schwägerin lebt in Mombasa und kann seit drei Wochen nicht mehr arbeiten. Sie verdienst nichts, Versicherung gibt es dafür nicht. Sparen? Vom Hungerlohn? Utopisch!
    • DerHans 07.05.2020 10:27
      Highlight Highlight Das selbe höre ich von meiner Verwandtschaft in Brasilien. Da werden mehr Leute an Hunger und Gewalt ausgelöst durch Corona sterben, als an Corona selber.

    • lilie 07.05.2020 14:19
      Highlight Highlight @Baccaralette & DerHans: Echt schlimm. Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Unser Lockdown sind Ferien im Vergleich. ☹

      Allerdings habe ich gerade gelesen, dass die Sterblichkeit in Südakrika sogartiefer liegt als sonst. Der Grund ist allerdings auch nicht lustig: Wegen dem Lockdown sterben viel weniger Leute aufgrund von Gewalttaten. ☹

      https://www.google.ch/amp/s/amp.ft.com/content/e9cf5ed0-a590-4bd6-8c00-b41d0c4ae6e0 (ganz weit runterscrollen, da gibts eine Grafik)

      Und dass das so bleibt und nicht noch ins Gegenteil umschlägt, ist ja auch nicht gesagt. ☹
    • nicht_millenial 07.05.2020 14:38
      Highlight Highlight @Baccaralette: Mein Mitgefühl! Das muss grausam sein, zu fühlen, wie Zeit zerrinnt, Energie sich verzehrt und lieb gehabte Besitztümer, oftmals Andenken an eine Zeit oder an einen Menschen, verkauft werden müssen.

      Man sieht‘s aber auch hier bei den Sans Papiers. Drei Zwiebeln, ein pack Pasta, 1Flasche Rapsöl. 1 Pack Reis. Tomatenpüree. Kartoffeln. Etwa 6 Stück.

      Darunter in der Bildlegende: Oft wird damit eine FAMILIE ernährt.

      Hat nicht Spanien Sans Papiers um 2006 allen einen Aufenthaltsdtatus gewährt? Das muss heite auch wieder möglich sein. In zahlreichen Nationen. Hier auch!
  • The Destiny // Team Telegram 07.05.2020 10:05
    Highlight Highlight Demographie
    Mobilität
    Wenige Kennzahlen welche veröffentlicht werden / keine westlichen Medien welche Artikel schreiben.
  • Ohniznachtisbett 07.05.2020 09:51
    Highlight Highlight "...zudem können Infektionskrankheiten wie Malaria oder Ebola dazu beitragen..." - Malaria ja, Ebola nein. Weil Ebola schlicht keine Relevanz hat. Ebola ist zwar eine ganz schlimme Infektionskrankheit. Nur sind die Ausbrüche einerseits verhältnismässig klein und kleinräumig, andererseits rafft Ebola 80% der Erkrankten dahin und das in der Regel in Tagen. Es gibt also kaum Menschen, die Ebola überleben und in dieser relativ kurzen Zeit nach überstandener Krankheit noch geschwächt sind und somit anfälliger wären für Corona.
  • Der müde Joe 07.05.2020 09:50
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen, dass das heisse Klima in Afrika entscheidende Auswirkungen auf das Virus hat. Was aber auch bedeutet, dass im nächsten Herbst/Winter eine zweite Welle drohen könnte - ja schon fast unausweichlich sein wird!

    Die Spanische-Grippe hat es als bestes Beispiel gezeigt. Wir sollten also gewarnt sein!
    • lilie 07.05.2020 11:08
      Highlight Highlight @Der müde Joe: Ich glaube nicht, dass das heisse Klima eine Auswirkung hat. Singapur liegt auf der Höhe des Äquators und erlebt gerade die zweite Welle.

      Wir kriegen hier im Herbst eine zweite Welle, wenn wir nicht diszipliniert bleiben. In Afrika sind die Länder derzeit noch mit der ersten Welle beschäftigt.
    • mob barley 07.05.2020 11:57
      Highlight Highlight Ich denke auch dass das Klima eine Rolle spielt.
      Was beim Klima-Argument häufig vergessen geht: Singapur ist ein Erstwelt-Land. Ebenso sind Thailand, die Länder am Persischen Golf etc. weiter entwickelt als Afrika, d.h. es gibt eine hohe Verbreitung von Klimaanlagen. Singapurer, Thais, Araber etc. halten sich anders als Afrikaner oft in klimatisierten Räumen auf, da ist es dann egal wie heiss es draussen ist, während den 10 Minuten, die man aufs Taxi oder die Metro wartet.
      In Laos, Kambodscha und Vietnam gibts auch weniger Klimaanlagen als in Thailand. Mal die Zahlen dieser Länder vergleichen.
    • Der müde Joe 07.05.2020 12:03
      Highlight Highlight Da hast du sicher recht, aber Singapur hat auch eine massiv höhere Bevölkerungsdichte und der Weg zur Übertragung ist auch viel kürzer.
      In Afrika kommt noch hinzu, dass es verschiedene Klimazonen gibt.

      Mit der Zeit (und hoffentlich bald!) wird man aber mehr über das Virus wissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 07.05.2020 09:46
    Highlight Highlight Wie steht Afrika im Vergleich zu Indien da?

    Sind etwa gleich viel Leute und das Gesundheitssystem + die Hygienesituation ist etwa vergleichbar.

    Wäre interessant 😉!
    • El Vals del Obrero 07.05.2020 10:08
      Highlight Highlight Ich könnte mir vorstellen, dass in Indien die Mobilität, die durchschnittliche Bevölkerungsdichte und der Altersdurchschnitt höher sind als in Afrika (im Durchschnitt).
    • Maracuja 07.05.2020 10:43
      Highlight Highlight bullygoal45: Wie steht Afrika im Vergleich zu Indien da?

      Ein Vergleich scheint mir unmöglich, da Afrika aus Ländern mit extremen Unterschieden (klimatisch, wirtschaftlich, politisch) besteht, zudem gilt wie überall, dass Zahlen (Tote, Infizierte) nicht exakt gleich erhoben werden. Zudem gibt es unterschiedliche Kriterien wie die vorhandenen Tests eingesetzt werden, z.B. nur bei Personen, die Symptome zeigen oder bei Personen, die mit Infizierten in Kontakt waren, egal ob sie Symptome haben (contact tracing - nur möglich, wenn die Fallzahlen nicht zu hoch sind), Ghana z.B. macht letzteres.
    • Max Dick 07.05.2020 11:17
      Highlight Highlight Indiens Gesundheitssystem ist - gerade in den Städten - kaum mit jenen in Afrika vergleichbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 07.05.2020 09:39
    Highlight Highlight Es wurde das Wetter vergessen. Auch wenn das aus psychologischen Gründen bei uns nicht gesagt wird. Wärme und UV haben einen Einfluss auf die Verbreitung von Viren und Bakterien. Darum sehen wir heute einen so starken Rückgang bei uns und werden dann sehen, was im Herbst kommt.
    • Varanasi 07.05.2020 10:16
      Highlight Highlight Und wie erklärst du damit die hohen Infektionszahlen in Brasilien?
    • Pedro Salami 07.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Zu UV-C und Viren:
      https://www.svlw.ch/737-uv-c-licht-wirkt-gegen-viren
      Auch in Spanien beginnt man mit UV Crona-Viren zu bekämpfen. Derzeit testet die Armee mit einem umfunktionierem Bombenentschärfungsroboter. Dieser soll da eingesetzt werden, wo man kein Desinfektionsmittel einsetzen kann. Eignet sich natürlich nur für punktuelle sehr beschränkte Einsatzgebiete.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 07.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Es ist einfach eine Tatsache. Arbeite im FM in einem Spital. Und Spitalhygiene bzw. Reinigung und Desinfektion gehörte zu meinen Studienfächern und meiner täglichen heutigen Arbeit... Ich bin nicht in Brasilien und habe keine Informationen über Fallzahlen da bzw. kann die überprüfen. Aktuell ist sowieso zu viel Hysterie in den Medien zu diesem Datum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andy y 07.05.2020 09:28
    Highlight Highlight Weil sie schon länger mit Seuchen leben wie wir und ihre Selbstverantwortung auch selber wahrnehmen und diese nicht sofort dem Staat abschieben wenn es schwierig wird?
  • andy y 07.05.2020 09:27
    Highlight Highlight Weil sie nicht so in Panink Verfallen wie bei uns?
    • lilie 07.05.2020 11:57
      Highlight Highlight @andy y: Weiss nicht, woran du "Panik" misst, aber praktisch alle afrikanischen Länder haben Ausgangssperren, die teilweise mit Gewalt durchgesetzt werden.

Jean Nuttli strampelt um sein Leben, bis er tot ist

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