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Schweiz
Coronavirus

Corona: Wenige Spitaleintritte und Todesopfer in der Schweiz im Juli

Neu sollen alle Patientinnen und Patienten mit Symptomen auf Covid-19 getestet werden.(Archivbild)
Mitarbeiterinnen in einem Spital in Lausanne ziehen die Schutzkleidung an. Bild: KEYSTONE

Seit zwei Wochen stirbt kaum mehr jemand an Covid-19 in der Schweiz – die möglichen Gründe

Am Dienstag hat das Bundesamt für Gesundheit erstmals seit dem 1. Juli wieder zwei Todesfälle gemeldet. Auch die Spitaleintritte bleiben tief, obwohl sich wieder mehr Leute mit dem Virus anstecken. Wir haben beim BAG nachgefragt.
15.07.2020, 06:0516.07.2020, 07:21
Reto Fehr
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Lea Senn
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In der täglich vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Übersicht befindet sich unter anderem ein Balkendiagramm zu den täglichen Todesfällen. Es bildet den Zeitraum über die letzten vier Wochen ab. Die beiden am Dienstag gemeldeten Todesfälle stammen vom letzten Mittwoch, 8. Juli.

Todesfälle in den letzten 4 Wochen

Bild
Bild: bag/watson

Wir erinnern uns: Am 1. Juli 2020 meldete das BAG 137 neue laborbestätigte Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Grenze von 100 war damit seit Anfang Mai erstmals wieder überschritten worden. Das sorgte für Aufregung in der Schweiz, denn diese 100 Neuinfektionen wurden an Pressekonferenzen des Bundesrates einmal angegeben als Grenze dafür, «dass man die Infektionsketten noch manuell nachverfolgen kann».

Im Schnitt meldete das BAG seither im Juli mit 95,3 Neuinfektionen pro Tag deutlich mehr Fälle als im Juni. Doch nebst den wenigen Todesfällen fällt vor allem eines auf: Trotz den steigenden Fallzahlen sind nicht deutlich mehr Personen hospitalisiert worden.

Spitaleintritte und Neuinfektionen im Vergleich

Spitaleintritte und Neuinfektionen in den letzten 4 Wochen
*Bildet die am entsprechenden Tag neu gemeldeten Infektionen ab. Diese unterliegen aber teilweise einer Meldeverzögerung und können daher auch schon einige Tage zuvor stattgefunden haben. Bild: bag/watson

Konkret waren es seit Anfang Monat 35 Personen, die wegen Covid-19 hospitalisiert wurden – wobei für die letzten Tage noch einige Meldungen dazukommen könnten. In den letzten beiden Juni-Wochen waren es 37. Wie erklärt sich das BAG diese tiefen Zahlen?

Laut Yann Hulmann, Sprecher beim Bundesamt für Gesundheit, gibt es dafür mehrere Gründe. Einerseits wurden in der ersten Welle nebst Gesundheitspersonal vor allem Risikopatienten und bereits aus anderen Gründen hospitalisierte Personen getestet. Erwartungsgemäss lag die Hospitalisierungsrate damals etwas höher als heute, nämlich bei ungefähr einer Hospitalisierung pro 100 bestätigte Infektionen.

Ausserdem stecken sich zurzeit vorwiegend jüngere Menschen an, laut Hulmann viele in den Dreissigern, die altershalber nicht zur Risikogruppe gehören und bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Spitaleinweisung deutlich kleiner ist.

In der Schweiz gibt es laut dem Bund gegen 6,4 Millionen Handys, die mit der App kompatibel sind. (Symbolbild)
Gerade Jüngeren, die viel unterwegs sind und Freunde treffen, kann die SwissCovid-App helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen. Bild: sda

Ein weiterer Grund ist die Verzögerung. Zwischen Infektion und Spitalaufenthalt liegt eine Verzögerung von rund zwei bis drei Wochen. Und danach gibt es nochmals eine Verzögerung bis zum Tod. Die Folgen der erhöhten Fallzahlen Anfang Juli können also auch erst in den kommenden Tagen oder Wochen sichtbar werden.

Hinweise darauf, dass das Virus mutiert haben könnte und allenfalls deshalb weniger gefährlich oder virulent ist als im März, hat das Bundesamt für Gesundheit keine.

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Regisseur Marc Forster: «Ich würde gerne einmal etwas in der Schweiz drehen»
Der Regisseur erzählt im Gespräch, warum er in seinem neuen Film ausgerechnet den netten Tom Hanks als Grantler besetzt hat. Und er sagt, was es bräuchte, um einen Blockbuster wie «The Lord of the Rings» in den Schweizer Bergen zu drehen.

Sie sind in Deutschland geboren, als Kind in die Schweiz gezogen, dort im Internat gewesen und mit Anfang 20 in die USA ausgewandert. Was bedeutet Heimat für Sie? Wo fühlen Sie sich zu Hause?
Marc Forster: Meine ursprüngliche Heimat war Davos. Dort bin ich zur Grundschule gegangen, dort habe ich mich in die Berge und die Natur verliebt, dort aufzuwachsen, war ein Traum. Nach der Matura bin ich in die USA ausgewandert, war zuerst in New York, dann in Los Angeles. Ich habe Kalifornien wahnsinnig gerne, aber ich würde nicht sagen, dass das meine Heimat ist. Während ich Filme drehe, bin ich schliesslich meist woanders auf der Welt und nur zwei, drei Monate hier. Insofern sehe ich in meinem Herzen immer noch die Schweiz als Heimat an.​

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