Schweiz
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Die Welt in Karten

Wir haben mal radikal an den Kantonsgrenzen gebastelt. So sähe die neue Schweiz aus

Die Grenzen der Schweizer Kantone werden – zumindest auf Teilabschnitten – immer mal wieder angepasst. Wir zeigen euch hier eine radikale Variante und ziehen die Kantonsgrenzen neu nach dem Voronoi-Diagramm.



Schnurgerade Grenzen, das kennen wir in der Schweiz nicht. Hierzulande wurde glücklicherweise (zumindest meistens) auf natürliche Grenzen und Regionen Rücksicht genommen. Staaten in Afrika, oder Bundesstaaten in Australien und den USA wurden dagegen oft mit dem Massstab willkürlich gezogen.

So weit wollen wir nicht gehen. Aber wir haben die Kantone mal so eingeteilt, dass die Nähe zum Kantonshauptort der entscheidende Faktor ist. Unsere Kantonslandschaft sähe dann deutlich anders aus. 

Voronoi Karte der Schweiz

Die Schweiz aufgeteilt in Voronoi-Regionen mit den Kantonshauptorten als Zentren. bild: watson

Das angewendete Prinzip nennt sich übrigens Voronoi-Diagramm (auch Thiessen-Polygone oder Dirichlet-Zerlegung genannt). Dabei werden gewisse Punkte in einem Raum als einzelne Zentren einer Region bestimmt. Alle übrigen Punkte werden nun dem nächstgelegenen Zentrum zugewiesen. Die so definierte Region wird Voronoi-Region genannt.

Zur Erinnerung hier nochmals die Schweizer Kantonsgrenzen, wie sie aktuell gelten:

Noch mehr Karten, die du vermutlich noch nie gesehen hast:

Klassenfotos von Schülern der Stadt Zürich

Würde auch nach der Voronoi-Methode im Kanton Appenzell Innerrhoden bleiben: Der Aescher.

abspielen

Video: srf

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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chasseral 02.09.2018 22:42
    Highlight Highlight Wirklich eine coole Spielerei! Und dann das bisschen Schaffhausen oberhalb von Zürich und Aargau (oder ist es Solothurn?), lustig. Biel und Nidau wären scheinbar immer noch getrennt. Merci für die Bereicherung watsON!
  • Luca Regnipuzz 02.09.2018 13:19
    Highlight Highlight Biggest Winner: Obwalden
    Biggest Loser: Bern
    • chasseral 02.09.2018 22:46
      Highlight Highlight Sehe ich etwas anders: Bern könnte sich auf die Nähe konzentrieren und muss nicht Interessen von St. Immer bis Gadmen büscheln, beispielsweise.
  • SJ_California 02.09.2018 09:30
    Highlight Highlight Können wir die Flüsse stehen lassen? Die Aare bleibt, aber Limmat und Reuss nicht?!? 🤔
  • leu84 02.09.2018 07:15
    Highlight Highlight Aarau bleibt Aarau :)
  • Spooky 01.09.2018 20:42
    Highlight Highlight Und der Passo del San Gottardo
    ist dann nicht mehr im Tessin, oder was?
  • Driver7 01.09.2018 20:36
    Highlight Highlight Meine Meinung: Kantone komplett abschaffen, ausser Kosten keinen Vorteil. Ich bin sicher, wenn jemand klar aufzeigen würde, was wir alles 26mal machen.. und was das kostet, wären viele dafür. Zur Erinnerung: die Einwohner der CH sind in einem anderen Land gerade mal eine Stadt. Auch einzelne Bundesländer in D haben nejr Einwohner als die CH! Und wir teilen das in Kantone auf, mit getrennten Regierungen, Verwaltungen, Gesetze, Steuersysteme, Schulsystem usw..
    • JThie 02.09.2018 11:36
      Highlight Highlight In einem Land mit 4 (offiziellen) Landessprachen wird es schwierig das Schulsystem zu vereinheitlichen... Stellen Sie sich doch bitte die Lernziele für die Sprachen vor. Für die einen Regionen wären die LZ zu einfach, für die andere viel zu schwer. Beim Rest würde ich zumindest eine Annäherung der Kantone sehr begrüssen!
  • Bennno 01.09.2018 19:30
    Highlight Highlight Sieht lustig aus. Habe aber den Eindruck, dass bei Glarus etwas nicht stimmt. Dort wurden bei der Grenzziehung wohl nur die umliegenden Städte Zürich, Altdorf, Chur und Appenzell berücksichtigt. Mich dünkt auf jeden Fall, dass die Ecke beim Sihlsee deutlich näher bei Zug und Schwyz liegt als bei Glarus, und somit nicht zu Glarus gehören sollte...
    • Luca Regnipuzz 02.09.2018 13:15
      Highlight Highlight Ja, die Mittelsenkrechten zwischen GL/ZG sowie GL/SZ fehlen
  • Bynaus 01.09.2018 16:08
    Highlight Highlight So, und jetzt die bisschen grössere Herausforderung: die Schweiz ist schliesslich nicht topfeben! "Distanz" zu einem Hauptort sollte also auch berücksichtigen, dass da Berger und Täler dazwischen liegen. Wie sähe die "neue" Aufteilung auf, wenn man jede 100 m Höhenunterschied wie 1 km Distanz rechnet?
    • lilie 01.09.2018 18:59
      Highlight Highlight Noch spannender wäre, die Reisezeit zu nehmen anstelle der Distanz. Das würde dann sowas wie die "wahren Distanzen" abbilden.
    • Bynaus 01.09.2018 19:12
      Highlight Highlight Ja, mein Vorschlag sollte genau in diese Richtung gehen. Rechnet man für 100 Höhenmeter (aufwärts) jeweils 1 km Distanz, kommt man, wenn man die totale Distanz durch die Laufgeschwindigkeit teilt, auf die wahre Reisezeit.
    • lilie 02.09.2018 19:40
      Highlight Highlight Finde ich zu ungenau. Gerade in der Schweiz gibt es oft keine direkte Route von A nach B, weil man um irgendwelche Berge, Seen oder sonstwas rumkurven muss.

      Ich hätte gerne eine wissenschaftlich korrekte Karte auf der Basis der Reisezeit. 🤗
  • Granini 01.09.2018 16:00
    Highlight Highlight Lol - das Tessin ist dreigeteilt 😂
    • loplop717 01.09.2018 17:23
      Highlight Highlight Viergeteilt! Im Wallis hat es auch noch einen kleinen Teil den man fast nicht sehen kann.
  • lilie 01.09.2018 15:41
    Highlight Highlight Spannend! Am schlimmsten hat es wohl St. Gallen getroffen - aus dem grössten Kanton der Nordschweiz wurde ein kleiner Fleck am Bodensee...

    Im Allgemeinen finde ich es schön, dass es bei uns natürlich gewachsene Grenzen gibt, welche die Geschichte jeder Ortschaft und jeder Region respektiert.

    Und dass die Einwohner auch selber entscheiden dürfen, zu welchem Kanton sie gehören wollen. 🙂
    • Luca Brasi 01.09.2018 17:14
      Highlight Highlight Natürlich gewachsene Grenzen? Da hatte Napoleon aber einige Male seine Finger im Spiel...

      😜
    • lilie 01.09.2018 18:06
      Highlight Highlight @Luca: Napoleon war ja auch eine Naturgewalt. 😜

      Ich dachte, das wurde alles wieder rückgängig gemacht?
    • Luca Brasi 01.09.2018 19:28
      Highlight Highlight @lilie: Beispielsweise der Kanton Waadt wurde unter dem Namen Léman den Bernern entrissen und konnte so seine Eigenständigkeit von Bern bewahren und auch der Kanton Thurgau ist durch Napoleon entstanden.
      Hier noch eine ganz kurze Zusammenfassung von Napoleons Einfluss auf die Grenzziehungen innerhalb der Schweiz:

      https://www.myswitzerland.com/de-ch/napoleon-und-die-schweiz.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan.Alex.H 01.09.2018 15:11
    Highlight Highlight Rapperswil-Jona liegt dann je zur Hälfte im Kanton Glarus und Zug. Ich würde dann wahrscheinlich nur halb soviel Steuern zahlen, wenn ich auf die andere Strassenseite umziehe😁😎✌️.
    Benutzer Bild
    • Baruch de Spinoza 01.09.2018 23:04
      Highlight Highlight Du brauchst eigentlich nichtmal die Strassenseite zu wechseln.
      Benutzer Bild
  • Milchfisch 01.09.2018 14:34
    Highlight Highlight Ehm... ist es egal, wenn sich aus diesem Beitrag kein Sinn erschliessen lässt? Ich meine, da fehlt jeglicher Hintergrund und jegliche Motivation, weshalb ein mathematisches System angewandt wurde... Aktion aus Langeweile?
    • alingher 01.09.2018 18:25
      Highlight Highlight Ja ist egal - der Beitrag ist völlig für die Katz. Man hätte z.B. erwähnen können, dass der Bundesstaat nicht in Subgebiete aufgeteilt wurde, sondern dass diese Subgebiete den Bundesstaat durch Zusammenschluss gebildet haben.

      Unter diesem Blickwinkel wirkt der Satz: "Hierzulande wurde glücklicherweise (zumindest meistens) auf natürliche Grenzen und Regionen Rücksicht genommen" besonders dämlich...


  • Palatino 01.09.2018 14:31
    Highlight Highlight Interessante Reissbrettübung, mehr aber auch nicht. Das zeigt sich insbesondere an der aufrecht erhaltenen Trennung der beiden Basel, die hier doch sehr künstlich wirkt. Fakt ist: die beiden Kantone wachsen auf Stufe Behörden immer mehr zusammen, die auch äusserlich wahrnehmbare Wiedervereinigung wird dann erfolgen, wenn in Baselland der Pragmatismus über die Folklore Oberhand gewinnt.
    • Tikvaw 01.09.2018 15:13
      Highlight Highlight Kennen wir unterschiedliche Basel? Seit der verlorenen Abstimmung bzgl. möglicher Zusammenschluss wird die Kluft zwischen Basel-Stadt und Land wieder konstant grösser. Die vor rund 2 Jahren gewählte SVP/FDP Regierung in BL, ist ständig daran, gemeinsame Projekte zu streichen oder auf Eis zu legen. Es gibt Streitereien bzgl. Universität, Spitäler, Strassenbau, Verkehrsführung, ÖV usw. Von der Steuer- und Sozialpolitik wollen wir gar nicht erst reden, die könnte unterschiedlicher nicht sein. Nein, der Traum von Vereinigung ist für die nächsten 10-20 Jahren ausgeträumt.
    • Palatino 01.09.2018 15:39
      Highlight Highlight @Tikvaw: Ich arbeite für den Kanton BS, mein Schwiegervater ist Landrat in BL, also traue ich mir schon eine fundierte Meinung zu. Ganz bewusst habe ich auf eine zeitliche Prognose verzichtet. Dass das Thema (Nicht-)Wiedervereinigung vor allem ideologisch bewirtschaftet wird, bestätigen Sie ja selbst.
    • Tikvaw 01.09.2018 16:45
      Highlight Highlight Ihre Meinung in Ehren aber ich habe konkrete Beispiele gebracht bei denen die behördliche Zusammenarbeit beider Basel nicht oder nicht mehr funktioniert. Ein Grossteil dieser Konflikte sind in den letzten 2 Jahren erst richtig ausgebrochen. Deshalb ist es für mich nicht ersichtlich, wie hier eine Besserung oder eine Stärkung der Zusammenarbeit stattgefunden haben soll? Dass beide Kantone zwangsläufig in vielen Bereichen zusammen arbeiten müssen(z.B. Polizei), bestreitete ich ja nicht.
      Ausserdem frage ich mich, was für Sie nicht-ideologisch ist, wenn Sie alle angeführten Bsp. so bezeichnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pladimir Wutin 01.09.2018 14:22
    Highlight Highlight Und plötzli hend d SGler de ganz Bodesee.. Nää-ä so nöd imfall! Hend ja sust scho nöd viel gfreuts da, also lönd üs wenigstens de See im Thurgau!! 😉
  • Lemontree 01.09.2018 14:17
    Highlight Highlight Disentis zu Uri. Nur über meine Leiche..
    • WolfCayne 01.09.2018 22:44
      Highlight Highlight Eher Uri zu Disentis/Mustér. Wieder wie früher als das Urserental noch zum Kloster gehörte und Rätoromanisch gesprochen wurde.
  • Baruch de Spinoza 01.09.2018 13:59
    Highlight Highlight Zwischen Glarus, Schwyz und Zug gab es wohl einen Fehler. Gewisse Gebiete aus Glarus-West gehören wohl zu Zug/Schwyz.

    Man sollte das Voronoi-Diagram immer mit einer Delaunay-Triangulation zusammen erstellen (und nachträglich kombinieren), da beim Zeichnen der Polygone via Mittelsenkrechten die Polygone mit mehr Nachbarpolygone als Kanten sehr schwierig darzustellen sind. :)
    • Links-Grün-Versiffter-Punker 01.09.2018 20:20
      Highlight Highlight Er hat recht. Würde mich über eine upgedatete Version freuen. (Hat jetzt nicht wirklich Priorität, sinnvolle Artikel sind mir lieber)
  • Matti_St 01.09.2018 13:48
    Highlight Highlight Uiuiui, also Biel würde, wenn sie nicht zu Bern gehören, eher einen eigenen Kanton bilden als zu Solothurn zu gehen.
    • virus.exe 01.09.2018 15:19
      Highlight Highlight Besser Biel gleich an Frankreich verschenken. Zusammen mit dem Jura.
    • plop 01.09.2018 15:53
      Highlight Highlight Republik Biel / République de Bienne
      JA / OUI

      Los / allez!
      Starten wir eine Initiative / Lançons und iniative!
    • plop 01.09.2018 15:56
      Highlight Highlight Republik Biel / République de Bienne
      JA / OUI


      @virus: wir hätten dann die feineren Sachen im Ladengestell... Oder Biel zu Italien und den Jura zu Frankreich... mmmmh!
  • chreischeib8052 01.09.2018 13:47
    Highlight Highlight Haha bade hett froid😂
  • Dr Barista 01.09.2018 13:44
    Highlight Highlight Soeht spannend aus, danke! Interessant wäre auch eine Grenzziehung bei der nicht die Distanz, sondern die Reisedauer als Grösse beigezogen wird!
    • TRL 01.09.2018 22:09
      Highlight Highlight Habe genau dasselbe gedacht! Damit wäre nämlich je nach dem auch der Topographie Rechnung getragen. Am besten nähme man dazu die Reisedauer zu Fuss.
  • pinguinpinguin 01.09.2018 13:44
    Highlight Highlight Der Vergleich wäre einfacher zu lesen, wenn alle Kantone auf beiden Bildern gleich eingefärbt wären.
    Sieht aber so aus, als würden einige Halb- und sonstige Kleinkantone ziemlich an Fläche zulegen. Bern hingegen... Und im Jura wären die Gebietsstreitigkeiten endlich zugunsten der Jurassier entschieden.

Die Zahl der Wölfe im Wallis hat sich verdoppelt – trotzdem wurden weniger Tiere gerissen

Im Kanton Wallis hat sich die Zahl der identifizierten Wölfe innert Jahresfrist von neun auf 18 verdoppelt. Trotzdem wurden weniger Nutztiere gerissen. Der Grund könnte ein verbesserter Herdenschutz sein.

Die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für die Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2019 eine Bilanz der Auswirkungen der Wolfpräsenz im Wallis erstellt. Demnach wurden in diesem Zeitraum 18 verschiedene Wölfe identifiziert, darunter zehn neue Individuen.

Im Chablais wurde, wie bereits bekannt, die Geburt von sieben Wolfswelpen nachgewiesen. Hinzu kommen zwei bis drei Jungwölfe im Vallon de Rechy und im Val d'Anniviers.

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