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Mit dreister Lüge verschaffen sich Kriminelle Zugang zu Zürcher Privatcomputern

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Mit dreisten Lügen verschaffen sich Kriminelle Zugang zu Privatcomputern. Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

So dreist kassieren falsche Microsoft-Mitarbeiter bei Windows-Usern ab

Die Zürcher Polizei warnt vor Internet-Kriminellen, die sich als Telefon-Supporter ausgeben, um die PCs ihrer Opfer zu kapern. Dann wird's richtig fies...
06.06.2017, 14:1907.06.2017, 06:26

Falsche Computer-Techniker haben sich in den vergangenen Wochen im Kanton Zürich verschiedentlich Zugang zu Geräten von Privatleuten verschafft und diese manipuliert. Die Betroffenen wurden ausserdem jeweils um mehrere hundert Franken betrogen. Die Polizei warnt vor den falschen Telefonberatern.

Die falschen Microsoft-Mitarbeiter würden dem Gesprächsteilnehmer jeweils mitteilen, dass sein Computer von Viren befallen sei, schreibt die Zürcher Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Anrufer verspricht jeweils, mithilfe einer aus dem Internet geladenen Software das Problem zu lösen.

Um das Vertrauen des Computerbesitzers zu erlangen, lese der Anrufer diesem eine ominöse Zahlenkombination vor, die angeblich «ausser dem Besitzer des PCs nur Microsoft-Mitarbeiter sehen könnten». In Wahrheit handle es sich dabei aber um Werte, die bei jedem Windows betriebenen Rechner identisch seien, schreibt die Polizei.

Ist das Programm einmal auf den Computer geladen, habe der Mensch am anderen Ende der Leitung direkten Zugriff auf den Computer des Angerufenen, heisst es in der Mitteilung weiter. Für den angeblichen Service wird eine relativ geringe Entschädigung in Höhe von 100 bis 300 Franken verlangt.

Diese werde oft aus Dankbarkeit bereitwillig bezahlt, schreibt die Kantonspolizei. Die Betrüger drohten zudem damit, dass, wer sich weigere, mit schlimmen Folgen für die privaten Daten auf dem eigenen Computer rechnen müsse. Entweder würden nach und nach einzelne Dateien gelöscht oder mit einem Passwort gesperrt.

Rechnungsbetrag wird verändert

Der Dreistigkeit aber nicht genug: Oft werde in der Maske, die der Betrogene zur Überweisung mit seinen Finanzdaten füllt, heimlich der Betrag verändert, schreibt die Polizei. So würden dann statt 180 womöglich 1800 Franken auf das Konto der Pseudo-Servicekräfte überwiesen.

Das rät die Polizei

Die Kantonspolizei rät deshalb, alle verdächtigen Telefongespräche sofort zu beenden. Personen, die das Programm bereits installiert haben, sollten ihren Computer sofort vom Netz trennen und von einem Experten untersuchen lassen. Wer bereits Geld überwiesen hat, soll seine Karte sperren und Anzeige erstatten.

(sda)

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