Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Du materiel de vote electronique et les bulletins pour l'election au Conseil national et au Conseil des Etats du canton de Geneve, photographie avant les elections federales 2015 ce vendredi 9 octobre 2015 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini) ** EDITOR'S NOTE: DES NUMEROS ET DES CODES EN PARTIES EFFACES NUMERIQUEMENT POUR DES RAISONS D’ANONYMAT ET DE SECURITE **

Eine Wahlkarte fuer das e-Voting im Kanton Genf fuer die eidgenoessischen Wahlen 2015 vor der e-Voting Seite des Kantons Genf, aufgenommen am 9. Oktober 2015 in Genf. (KEYSTONE/Martial Trezzini) ** EDITOR’S NOTE : AUS GRUENDEN DER SICHERHEIT UND ANONYMITAET WURDEN NUMMERN UND CODES TEILWEISE DIGITAL ENTFERNT **

Vor knapp einem Monat wurde das Genfer E-Voting-System von einem Schweizer Hacker überlistet. Bild: KEYSTONE

Paukenschlag beim E-Voting: Genf zieht seiner Online-Wahlplattform den Stecker, aber ...

Der Kanton Genf betreibt seit Jahren eine eigene elektronische Abstimmungsplattform. Diese soll ab Ende Februar 2020 nicht mehr genutzt werden. Auf E-Voting verzichten wollen die Genfer aber nicht.



Der Kanton Genf verzichtet künftig auf seine elektronische Abstimmungsplattform, berichtet RTS. Der Stadtkanton wolle nicht mehr weiter in das System investieren, das in Genf seit Jahren für das Abstimmen übers Internet genutzt wird. Die Entscheidung, der E-Voting-Plattform den Stecker zu ziehen, sei aus finanziellen Gründen getroffen worden und nicht wegen eines Sicherheitsproblems, das Schweizer Hacker Anfang November publik gemacht hatten.

Der Kanton Aargau, der wie andere Kantone das Genfer System mitbenutzt, sei vom Genfer Staatsrat von der Einstellung des Systems informiert worden, teilte der Aargauer Regierungsrat am Mittwoch mit.

Hacker finden Schwachstelle im E-Voting-System

Das SRF berichtete vor knapp einem Monat, dass es einem Hacker des Chaos Computer Club gelungen ist, die Genfer Wahlplattform indirekt zu manipulieren. Der Hacker zeigte, dass es beim E-Voting möglich war, Wähler auf eine gefälschte Website umzuleiten. Diese Sicherheitslücke hätte inzwischen behoben werden können, schreibt RTS. Um das elektronische Wahlsystem zu erneuern und sicherer zu machen, wären aber Investitionen von über zwei Millionen Franken nötig gewesen.

Hacker finden Schwachstelle im E-Voting-System

abspielen

Video: srf

Die Genfer E-Voting-Plattform werde 2019 noch weiter genutzt, insbesondere für die Eidgenössischen Wahlen. Künftig soll aber ein anderes E-Voting-System zum Zug kommen, um etwa Auslandschweizern und Menschen, die beispielsweise wegen einer Behinderung wenig mobil sind, das Abstimmen zu erleichtern. E-Voting ist bei Auslandschweizern beliebt, in der Schweiz hat die elektronische Stimmabgabe die Wahlbeteiligung indes nicht signifikant erhöht.

Wird die Post zum E-Voting-Monopolisten?

Die Alternative zum Genfer-System werde vermutlich das E-Voting-System der Post sein, schreibt RTS. Die elektronische Abstimmungsplattform der Post soll Anfang 2019 von Hackern einem Sicherheitstest unterzogen werden. Für viele IT-Sicherheitsexperten sind solche Tests indes kein Beweis für die Sicherheit eines Online-Wahlsystems, da etwa ausländische Geheimdienste weit mehr Ressourcen für Online-Angriffe hätten als einzelne Hacker. Wahlmanipulationen könnten beim E-Voting im schlimmsten Fall während Jahren unentdeckt bleiben, was das Vertrauen der Bürger in die Demokratie untergrabe, sagen die E-Voting-Gegner.

So oder so: Die Post dürfte bald ein E-Voting-Monopol in der Schweiz haben. Für SP-Politiker Jean-Christophe Schwaab wird dies «die Debatte über die elektronische Stimmabgabe verändern: Wir werden weniger über Sicherheit und Zuverlässigkeit sprechen, dafür mehr über die Privatisierung der Stimmenauszählung», sagte er gegenüber RTS.

Die Stimmenauszählung einer Firma zu überlassen, «bedeutet, die Schlüssel zur Demokratie einem privaten Unternehmen anzuvertrauen», kritisiert Schwaab. Bleibt anzumerken, dass die Post zwar eine Aktiengesellschaft ist, aber ein staatliches Unternehmen bleibt.

(oli)

Sieben eindrückliche Hacker-Attacken

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

21
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • David Steger 29.11.2018 21:53
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht viel von Computern, deshalb meine Fragen:

    Wäre ein e-voting-System auf Blockchainbasis denkbar?

    Würde das die Sicherheit gegenüber heute verbessern?

    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
  • dho 29.11.2018 12:09
    Highlight Highlight E-Voting ist eine politische Problematik. Eines der unabdingbaren Elemente des politischen Ablaufs ist VERTRAUEN. Wieso bezweifeln nicht einmal die Verlierer das SBI-Abstimmungsresultat ? Weil die Verlierer darauf vertrauen, dass das Zählsystem nicht zu hacken ist. Und weil Kontrolle noch besser ist, als VERTRAUEN allein, zählen wir einfach einmal noch einmal, wenn's zu knapp ist. In jeder Gemeinde, jedem Kanton. Von Hand. Wenn eine Partei nicht mehr bereit ist, ein Wahl-/Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, dann gute Nacht. Es geht NUR um Vertrauen.
  • rolf.iller 28.11.2018 20:26
    Highlight Highlight Und wiedermal zur Erinnerung, warum eVoting eine saudumme Idee ist:

    Play Icon
  • BossAC 28.11.2018 18:03
    Highlight Highlight Als Softwareentwickler kann ich nur hoffen, dass vernünftige Politiker mit ein bisschen Technikverstand sich gegen e-Voting aussprechen werden. Nicht alles was bequem ist, ist auch sinnvoll...
    Play Icon
  • G. Schmidt 28.11.2018 14:19
    Highlight Highlight Mir wird es schlecht wenn ich daran denken muss, dass die Post-IT für eine Abstimmung verantwortlich wird...

    Ihre Tochter PostFinance ist ja nicht mal in der Lage ein E-Banking störungsfrei zu betreiben...

    Viel Spass beim Abstimmen!
  • LisaSimpson 28.11.2018 13:14
    Highlight Highlight EVoting wird sich weltweit durchsetzen, das ist so klar wie Glas. EBanking hat sich auch durchgesetzt, in Zukunft werden auch die pol. Parteien verschwinden, man wird bei untersch. Themen in untersch. Sozialen Gruppen sein. Die universelle Verifizierbarkeit bietet auch die nötige Kontrolle, das gibt es übrigens beim EBanking nicht. Wer sich technisch aber auch im Ablauf der Prozesse damit befasst weiss auch, dass heute und jetzt mit den geringen EVoting Teilnehmern das letzte IT system viel kritischer ist, genau dort wo die Resultate der Urne, Brief und EVoting manuell eingegeben werden ;-)
    • El Vals del Obrero 28.11.2018 13:27
      Highlight Highlight EBanking und EVoting sind überhaupt nicht vergleichbar.

      Beim EBanking kann man nachvollziehen, ob der Kontostand einigermassen der eigenen Buchführung entspricht. Der Kontostand von anderen Personen ist dafür nicht relevant.

      Beim EVoting geht es aber auch darum, was andere gestimmt haben. Und das kann man nicht kontrollieren. Bei der Papierauszählung hingegen kann man über die Schultern schauen oder selber mithelfen und es braucht kein grösseres Wissen als Zählen-Können.
    • El Vals del Obrero 28.11.2018 13:28
      Highlight Highlight Wegen "wer sich technisch (...) damit befasst":

      Die Demokratie soll auch für jene nachvollziehbar sein, die kein grosses IT-Hintergrundwissen haben, auch z.B. für 90-jährige, die jetzt sicher nicht noch ein IT-Studium beginnen.

      Sonst hätten wir eine reine Eliten- und Nerds-Demokratie, die anderen müssen halt vertrauen.
    • G. Schmidt 28.11.2018 14:22
      Highlight Highlight E-Voting wird so oder so kommen...

      Es ist momentan wie mit dem Internet in den 90er Jahren... Viele Nörgler, dass alles schon alles gut läuft aber nun sind diese auch verschwunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 28.11.2018 12:57
    Highlight Highlight Nicht bei allem was digitalisiert werden kann ist auch sinnvoll wenn es digitalisiert wird. Abstimmungen sind so ein Fall.
  • NotWhatYouExpect 28.11.2018 12:10
    Highlight Highlight Ich würde es als Essentiell bezeichnen, dass E-Voting direkt über den Bund geregelt und Sie auch das System stellen.

    Leider müsste man, dann Jahre warten bis Sie was hinkriegen sowie zuerst 2-3 Projekte abschreiben bei denen Sie es nicht hinkriegen.

    Es wäre an der Zeit, dass im Öffentlichen Bereich die IT Leute richtig Bezahlt werden und der Ruf verbessert wird.

    Ich kenne keinen Software-Entwickler der freiwillig beim Kanton, Bund arbeiten will, wenn er nicht gerade ein fauler Sack ist und sich zur Pension entspannen will.
  • El Vals del Obrero 28.11.2018 10:53
    Highlight Highlight Ich verstehe echt nicht, warum man nur wegen Digitalisierungshype und reflexartiger Stift-Papier-Phobie ohne Not das Vertrauen in unsere Demokratie auf's Spiel setzen will.

    Das sehe ich als viel grössere Gefahr als internationale Verträge.

    (Selbst wenn es absolut sicher wäre, nützt das nichts, wenn das nicht alle nachvollziehen können, also auch jene ohne Informatikstudium und sie nur noch auf die Experten vertrauen können. Gerade in der heutigen Verschwörungstheorien- und Expertenmisstrauen-Zeit.

    Und die Post dafür zuständig sein soll ... warum nicht gleich Apple oder so?)

Million Fingerabdrücke, Gesichtsfotos und Passwörter im Netz – das solltest du nun wissen

Eine Sicherheitsfirma hat die biometrischen Daten ihrer Kunden unverschlüsselt im Internet gespeichert. Davon betroffen sind unzählige Firmen in Europa – darunter Banken, aber auch die britischen Polizei.

Sicherheitsforscher aus Israel haben eine Datenbank mit rund einer Million Fingerabdrücken und anderen biometrischen Daten aufgespürt: Darunter Gesichtsscans, aber auch unverschlüsselte Passwörter. Diese Datenbank konnte quasi ungeschützt und unverschlüsselt im Web abgerufen werden.

Die Daten stammen vom System «Biostar 2» der koreanischen Sicherheitsfirma Suprema, die nach eigenen Angaben Marktführer in Europa bei biometrischen Zutrittskontrollsystemen ist. Über das Sicherheitsleck hatten …

Artikel lesen
Link zum Artikel