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Im zweiten Halbjahr 2018 will Comparis mit den Ärztebewertungen loslegen. bildzmontage: az/shutterstock

Unfaires Bashing? Schweizer Ärzte gehen gegen Online-Vergleiche vor

Comparis plant neu Vergleiche von Schweizer Medizinern. Der Ärzteverband FMH reagiert mit gemischten Gefühlen und verlangt eine Löschmöglichkeit auf den Portalen.

Lorenz Honegger / Nordwestschweiz



Der Besuch beim Arzt birgt für Patienten viel Frustpotenzial. Die vielleicht häufigste Beschwerde sind lange Wartezeiten. Oft landen die kritischen Rückmeldungen ungefiltert im Internet. Bei Google oder spezialisierten Ärztevergleichsportalen.

Die seit 1996 aktive Krankenkassenvergleichsplattform Comparis will noch in diesem Jahr in das Geschäft mit den Sternchen einsteigen: Die Website mit monatlich 1.7 Millionen Unique Clients betreibt heute schon zusätzlich zum Krankenkassen- einen Medikamentenpreis- und einen Spitalvergleich. Die Ärztebenotungen sollen das Portfolio ergänzen.

«Es geht nicht um harte medizinische Qualitätsdaten. Aber die Patienten helfen mit ihren Bewertungen anderen Patienten, den für sie passenden Arzt zu finden», sagt Comparis-Lobbyist Felix Schneuwly.

«Die Patienten helfen mit ihren Bewertungen anderen Patienten, den für sie passenden Arzt zu finden»

Comparis-Lobbyist

Die Plattform will in einem ersten Schritt alle Ärzte in der Schweiz in einem Verzeichnis aufführen. Ein Filter soll die Suche nach Fachärzten, zum Beispiel Dermatologen oder Gynäkologen, ermöglichen. Sobald das Verzeichnis funktioniert, wird die Vergleichsmöglichkeit eingeführt.

Der Fokus der Bewertungen liege nicht auf der Gesamtnote, sagt Schneuwly, sondern auf einzelnen Sub-Kriterien. «Zum Beispiel wie gut der Arzt mit den Patienten und den anderen Fachleuten kommuniziert, wie effizient die Abläufe sind oder wie gut die Infrastruktur ist.»

Kein Ärzte-Bashing

Der Ärzteverband FMH sieht Bewertungsportale, wie Comparis eines plant, mit gemischten Gefühlen. Die Plattformen stellten ein «zeitgemässes Vergleichsinstrument» dar, sagt Yvonne Gilli, Mitglied des FMH-Zentralvorstandes und ehemalige Nationalrätin.

Die Erfahrung zeige aber, dass die Online-Noten der Patienten «längst nicht immer» mit der objektiv beobachteten Behandlungsqualität korrelierten: «Ein Arzt, der dem Patienten nach einer Knieverletzung vorerst keine Operation empfiehlt, mag technisch die richtige Entscheidung getroffen haben. Aus Sicht des Patienten, der eine sofortige Intervention wünschte, hat er sich aber nicht richtig verhalten.» Deshalb seien klare und transparente Bewertungskriterien umso wichtiger.

Die Portale müssten dafür sorgen, dass die Nutzer ihre Plattform nicht für Ärzte-Bashing missbrauchen. Gilli fordert zudem eine Opting-Out-Möglichkeit: «Die betroffenen Ärzte sollen sich dem Rating entziehen können, wenn sie das wollen.»

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Ein Beispiel: Der Ärzte-Vergleichsdienst Jameda.

Die juristische Situation ist komplexer. Der auf digitale Fragen spezialisierte Zürcher Anwalt Martin Steiger sagt: «Aus rechtlicher Sicht müssen sich Ärzte öffentliche Kritik gefallen lassen.» Oft gehe es um Soft-Faktoren. Kliniken mit einem «schönen Empfang und einer sympathischen Rezeptionistin» kämen besser an, auch wenn das nichts mit der dort angebotenen Medizin zu tun habe.

Solange die Patienten mit ihren Bewertungen die Gesetze zum Persönlichkeitsschutz und zum unlauteren Wettbewerb einhielten, sei nichts dagegen einzuwenden. Rechtlich heikel seien «Fake- oder Rachebewertungen». In der Regel lasse es sich schwer herleiten, wer dahinter stehe. Manchmal seien es Konkurrenten oder verärgerte Ex-Mitarbeiter. «Oder Personen, die gar nie in Behandlung waren.»

Frage der Transparenz

Steiger vertritt laut eigenen Angaben mehrere Mediziner, die gerichtlich gegen missbräuchliche Bewertungen vorgehen. «Besonders mit Google kämpfen Ärzte schon heute», sagt er. Wer als Arzt eine Bewertung beim US-Konzern beanstanden wolle, müsse mit einem «aufwendigen, kafkaesken und oft aussichtslosen Verfahren» rechnen. «Google übernimmt zu wenig Verantwortung. Häufig bleibt nur die Klage vor Gericht», sagt Steiger. Beim Schweizer Anbieter Comparis erwarte er eine einfachere Kommunikation.

Comparis-Vertreter Felix Schneuwly ist sich der Problematik ungerechtfertigter Negativbewertungen bewusst und spricht von einer «grossen Herausforderung». «Ärzte wollen keine negativen Bewertungen. Werden diese jedoch gelöscht, sinken Transparenz und Qualität des Vergleichsportals.» Es sei gut, wenn ein Arzt über sehr viele Ratings verfüge – so sinke der Einfluss einzelner Extrembewertungen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • RacKu 13.03.2018 07:36
    Highlight Highlight Schon mal davon gehört, dass 3 verschiedene Ärzte 4 verschiedene Diagnosen stellen zum gleichen Fall? Das ist also normal und darf nicht hinterfragt werden? 🙄
    • α Virginis 13.03.2018 19:52
      Highlight Highlight Belegte Beispiele bitte?
  • α Virginis 12.03.2018 16:07
    Highlight Highlight Ich stehe kurz vor einer Lungenoperation. Bei den langwierigen Voruntersuchungen war mir einzig und alleine wichtig, dass ich von den Ärzten sachlich und vollumfänglich informiert wurde. Gefühlsdusselei, Selbstdiagnosen und Ähnliches haben da meiner Meinung nach nichts zu suchen. Ohne, dass ich blind wäre, ich verlasse mich immer noch auf die Diagnose meines Arztes, wenn notwendig, von anderen Ärzten bestätigt. Da ist mir die Wartezeit oder so egal und eine Selbstdiagnose sowieso gefährlich.

    Solche Beurteilungen sagen lediglich etwas über die Patienten aus, nicht über die Ärzte.
  • Töfflifahrer 12.03.2018 09:16
    Highlight Highlight Es tun sich bei mir die Fragen nach Fake Beurteilungen und generell der Kompetenz der Patienten eine sachliche Beurteilung abzugeben auf.
    Wartezeiten kann es nunmal geben, sei es dass ein Notfall reinkommt oder dass sich der Arzt etwas mehr Zeit für einen Patienten nehmen muss. Jeder ist doch froh wenn der Arzt dem Problem auf den Grund geht und den Patienten nicht nach der vorgesehenen Behandlungsdauer wieder rauswirft. Die medizinische oder diagnostische Kompetenz spreche ich der Mehrheit durch uns Patienten eh ab.
    Beurteilen könnte dies nur ein unabhängiger Audit über die Fälle und Abläufe.
  • Masche 12.03.2018 09:11
    Highlight Highlight Generell sind solche Bewertungen heikel, betrifft es nun einen Turnschuh oder einen Arzt. Sie sind aber üblich geworden und es ist nicht einzusehen, wieso sich die Ärzte sich gegen diese Art der Qualitätssicherung verwehren sollen. Ich war im letzten Quartal zweimal im Spital und beide Male erhielt ich vom Spital einen Beurteilungsbogen. Das ist mir bei keinem Arzt/Zahnarzt jemals passiert. Auch nicht bei dem Arzt, der eine falsche Diagnose gestellt hatte, weshalb ich im Spital gelandet bin. Leider betrachten sich viele Mediziner immer noch als die Halbgötter in Weiss, die unantastbar sind.
    • batschki 12.03.2018 13:36
      Highlight Highlight Qualitätssicherung?
  • Sarkasmusdetektor 12.03.2018 09:09
    Highlight Highlight Ich bin da skeptisch. Im Gegensatz zu einem Hotel soll ein guter Arzt nicht Kundenwünsche erfüllen. Bei der heutigen Anspruchshaltung kann man sich ja vorstellen, was da rauskommt. "Hab's gegoogelt, seine Diagnose war falsch" oder "Der hat nur das diagnostiziert, was ich eh schon gegoogelt hatte". Aber so direkt schreibt das natürlich keiner, wenn einer sein Antibiotikum gegen die Erkältung nicht bekommt, sondern dann heisst es halt, der Arzt höre nicht zu.
  • äti 12.03.2018 09:01
    Highlight Highlight Wenn die Bewertungen von der Plattform nicht Nachgeprüft werden, ist das Ganze sinnlos. Da gibt es dann das übliche unkontrollierte Google-Bashing wie bei Restaurants etc. Ärzte/Hausärzte wählen ist etwas anderes als das günstigste Handy finden.
    Ich warte jetzt auf das Patienten-Rating und das Mitbewohner-Rating und das Autofahrer-Rating .....
    • batschki 12.03.2018 13:35
      Highlight Highlight Patientenrating 😘
    • RacKu 13.03.2018 07:34
      Highlight Highlight Und? Wird alles kommen oder ist schon da. Ihr wollt es auch so. Wer sammelt Flugmeilen? Cumulus? Etc. Der gläserne Kunde.
  • Don Alejandro 12.03.2018 08:34
    Highlight Highlight Warum nicht? Bei all anderen Branchen auch der Fall. Jedoch sollten nur nichtmedizinische Bewertungspunkte zur Verfügung stehen.
  • chandler 12.03.2018 08:15
    Highlight Highlight Wieso ist die Angst so gross? Wenn du einen guten Job machst, hast du ja nichts zu befürchten...
    • EvilBetty 12.03.2018 08:32
      Highlight Highlight Wirklich? So naiv?
    • chandler 12.03.2018 09:28
      Highlight Highlight *ironieoff*...
    • Adumdum 12.03.2018 10:21
      Highlight Highlight @EvilBetty - und keine fehlendes Feedback machen die Leistung besser?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 12.03.2018 08:12
    Highlight Highlight Ich verstehe die Sorgen der Ärzte. Wie wäre es, wenn FMH und Comparis die Kriterien gemeinsam entwickeln? Dann könnten die Wünsche und Sorgen beider Seiten eher in Einklang gebracht werden.
    • Adumdum 12.03.2018 10:23
      Highlight Highlight Guter Ansatz - aber ich erinnere mich noch was mit dem Ansatz aus der Kennzeichnung von Lebensmitteln in D geworden ist...
  • Madison Pierce 12.03.2018 08:06
    Highlight Highlight Für faire Bewertungen dürfte der Bewerter nicht anonym sein und der Arzt müsste zur Bewertung Stellung nehmen können.

    Dies ist natürlich illusorisch: man bewertet nicht Ärzte öffentlich mit vollem Namen und die Ärzte dürften nicht antworten wegen dem Arztgeheimnis.

    Stehe dem sehr kritisch gegenüber. Einige Leute finden ihren Arzt ja toll, weil er sie bei jedem Schnupfen krank schreibt und Kopfschmerztabletten zu Lasten der Krankenkasse verschreibt.

    Bei den Google-Bewertungen sieht man ja, wo es hinführen kann. Plötzlich 1-Stern-Bewertungen von mail.ru-Accounts aus für einen Dorfladen...
    • Adumdum 12.03.2018 10:24
      Highlight Highlight Die anderen Benutzer sind ja auch nicht blöd
    • Lami23 13.03.2018 20:27
      Highlight Highlight Ja klar, nach dem ganzen Papierkrieg am Abend noch Ratings bearbeiten. Damit wird der Hausärztemangel sicher besser.
  • RacKu 12.03.2018 07:56
    Highlight Highlight Das Hausarztmodell ist überholt. Die werden wohl sehr schlecht abschneiden. Fachärzte in Kliniken und Spitälern sind durch ihre Prozesse auf User Experience gedrillt und werden besser dastehen. Unfair? Bewertungen löschen? Nö.
    • batschki 12.03.2018 13:32
      Highlight Highlight Brauchen wir eine gute Medizin oder auf user experience gedrillte Prozessoren?
      Na, dann bewerten Sie doch anonym Menschen und Ihre professionelle Haltung. Der adjustierte kumulative Wert wird sicher eine genaue Zahl mit beliebigen Stellen hinter dem Komma ergeben. Eine perfekte Zahl eben - und deren Relevanz?
    • RacKu 13.03.2018 07:23
      Highlight Highlight Wie jetzt? Plötzlich gegen Benotung, aber Kinder jede Woche eine Prüfung schreiben lassen ab der 2ten Klasse und mit 1-6 bewerten? 🤓
  • Graviton 12.03.2018 07:46
    Highlight Highlight „Ein Arzt, der dem Patienten nach einer Knieverletzung vorerst keine Operation empfiehlt, mag technisch die richtige Entscheidung getroffen haben...“

    Wenn er mit dem Patienten redet und ihm verständlich erklärt, WARUM das die richtige Entscheidung ist, wird auch die Bewertung gut sein. Meistens ist nämlich genau das das Problem. Eine gefühlskalte und desinteressierte Persönlichkeit soll im Labor forschen anstatt als sich Arzt täglich mit Patienten herumschlagen zu müssen.
    • Saraina 12.03.2018 09:46
      Highlight Highlight Ob jemand "gefühlskalt" und "desinteressiert" ist, kann ich nicht beurteilen. Jedoch ist es wesentlich, ob ein Arzt ein guter Kommunikator ist oder nicht, vor allem, wenn die Konsultationszeiten immer kürzer werden. Wer bewertet aber das Kommunikationsverhalten der Patienten? Wenn der Patient schwätzt und vom hundertsten ins Tausendste gerät, kann ein Arzt schon mal desinteressiert werden, zu seinem eigenen Schutz.
    • AGirlisNoOne 13.03.2018 01:18
      Highlight Highlight Ich bin selbst Ärztin resp. Chirurgin. Aber wenn ein Patient eine vermeintlich schnelle Patentlösung für seine Krankheit oder sein Problem sucht (die es meist nicht gibt), so ist es oft auch bei der einfühlsamsten und geduldigsten Kommunikation unmöglich dem Patienten verständlich zu machen, weshalb eine Operation nicht sinnvoll/nötig ist. Er verlässt dann unzufrieden die Sprechstunde.
  • öpfeli 12.03.2018 07:46
    Highlight Highlight Oft sind solche Bewertungen zu wenig differenziert, so dass man darauf bauen könnte.
  • Randy Orton 12.03.2018 07:40
    Highlight Highlight Das Problem wird das Selbe sein wie in Deutschland: Ärzte beginnen auf Patientenwunsch Krankschreibungen und Rezepte auszustellen, um eine gute Bewertung zu erhalten. Wenn heute ein Hausarzt sagt, ein Antibiotikum sei nicht nötig oder ein Orthopäde von einer Operation abrät obwohl der Patient mit dieser Erwartung in die Praxis kommt, dann hat das ein anderes Gewicht. Mit solchen Laien-Bewertungssystemen haben wir dann im Endeffekt erneut massiv höhere Krankenkassenprämien.
    • Adumdum 12.03.2018 10:27
      Highlight Highlight Die massiv höheren Krankenkassenprämien haben wir durch das kombinierte Monopol aus Pharma- und Ärztelobby bei kompletter Intransparenz in D. Diese Lobby hat zB durchgesetzt dass der gemeine Kassenpatient auch weiterhin keine Arztrechnung sieht sondern das alles im System automatisch abgerechnet wird - der Patient „könnte sonst verunsichert werden“.

      Mehr Transparenz in jeglicher Hinsicht kann dem System nur gut tun!
    • Dogbone 12.03.2018 10:37
      Highlight Highlight Da gibt es wesentlich lukrativere Gründe für einen Arzt, Medikamente zu verschreiben und OP‘s durchführen zu lassen, als eine gute Bewertung auf Comparis. Und diese Gründe führen seit längerem zu massiv höheren Prämien und werden das auch weiterhin tun.
    • batschki 12.03.2018 13:11
      Highlight Highlight Arbeitsunfähigkeit, obwohl kerngesund; Autofahren, trotz Demenz oder Epilepsie; Überweisungen an Spezialisten, obwohl unnötig; Bescheinigungen für fragwürdige Steuerabzüge; ...
      Bis jetzt waren das manchmal Gründe für einen Medizinerwechsel des fordernden "Kunden" und seiner gleichgesinnten Kameraden.
      Ohne Vertrauen, dass Ärzte dem richtigen Adressaten nur die für ihn relevanten Informationen geben, können Patienten mit zB Bauchweh sich auf die ungefilterte Transparenz des Internets verlassen und, nach so gestellter Diagnose, den Dienstleister mit der besten Bewertung beanspruchen
    Weitere Antworten anzeigen
  • chnobli1896 12.03.2018 07:33
    Highlight Highlight [...] «Die betroffenen Ärzte sollen sich dem Rating entziehen können, wenn sie das wollen.» [...]

    Ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz.. Bewertet werden sollten halt nur "Wohlfühl-Kriterien" und nicht Fachwissen.
    • Adumdum 12.03.2018 10:16
      Highlight Highlight Finde ich eher gut - kann dann ja jeder Kunde sehen, wer keine Bewertungen will und dann für sich entscheiden, ob das ein Kriterium ist.
  • Nelson Muntz 12.03.2018 07:16
    Highlight Highlight Manipulierbar wie Tripadvisor und Co?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.03.2018 07:10
    Highlight Highlight Kann man machen und wer sagt dass der subjektive Eindruck des Patienten nicht wichtig ist? Allerdings werden dann kann keine medizinische Qualitäten Bewertet sondern es läuft immer auf Softfaktoren hinaus.
    Im Studium hat uns einmal ein Pädiater Studien aus den USA gezeigt, 80% der Zufriedenheit des Patienten ist abhängig vom Umgang des Arztes mit dem Kind, ob sich das Kind wohl gefühlt hat, fachliche Qualitäten spielten keine Rolle, sprich ob das Gegenüber ein Arzt oder ein Kindergärtner ist spielt für die Eltern praktisch keine Rolle, hauptsache das Kind weint nicht.
  • chrimark 12.03.2018 07:02
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man mal die Vergleichsportale vergleichen. Insbesondere deren Finanzierung.
  • SVRN5774 12.03.2018 07:01
    Highlight Highlight Wenn ein Arzt unfähig ist, den Patienten zuzuhören und nicht mal sich richtig Zeit nimmt, muss er sich nicht über eine schelchte Bewertung wundern.
    Ein guter Arzt hätte keine Angst vor der Bewertung.
    Da merkt man einfach, dass die meisten Ärzte nicht geeignet sind.
    Ich bewerte immer ehrlich.
    Die Wartezeit ist mir eigentlich egal, denn das lange Warten ist ja normal.
    Viel wichtiger ist es für mich, wie der Arzt mit mir umgeht und ob er mir überhaupt zuhört. Leider habe ich Ärzte erlebt, die mich ausgelacht haben und oder mit nicht richtig zugehört haben.
    • Neuromancer 12.03.2018 08:06
      Highlight Highlight Interessant, dass dein Beitrag bei der Leserschaft am wenigsten gut ankommt, obwohl es der einzige ist, der den Nagel auf den Kopf trifft. Ich habe durch drei Schicksale in meinem nahen Umfeld hautnah miterleben dürfen, wie Ärzte und Ärztinnen falsche Diagnosen stellten oder den Patienten gar Simulation unterstellten. In einem Fall dauerte die Odyssee knapp 10 Jahre, bis die richtige Erbkrankheit diagnostiziert wurde.
      Fakt ist: Es gibt gute und schlechte Ärzte. Und den Betroffenen zu unterstellen, sie seien nicht in der Lage dies zu unterscheiden, ist einfach nur arrogant und frech.
    • Sarkasmusdetektor 12.03.2018 09:14
      Highlight Highlight Die Frage wird halt sein, ob die paar sinnvollen und berechtigten Kritiken auch tatsächlich gelesen (und geglaubt) werden, oder ob sie in der Masse der unreflektierten Nörgeleien untergehen werden.
    • SVRN5774 12.03.2018 09:23
      Highlight Highlight @Neuromancer
      Wahrscheinlich sind das alles, die geblitzt haben, Ärzte xD

      Hier mal ne Erfahrung:
      Ich hatte jahrelang Bauchschnerzen und Verdauungsprobleme. Statt mir zu raten vielleicht auf meine Ernährung zu achten, was macht der Arzt?
      Richtig, gibt mir einfach Medikamente. Das hilft gegen die Symptome, aber nicht gegen die Ursache.
      Ich musste mir also selber ne Diagnose stellen. Und seit dem ich keine Früchte mehr esse, habe ich keine Beschwerden mehr.
      Dass mein ehemaiger Arzt nicht mal drauf gekommen ist und das auch noch als psychisch abgestepelt hat, zeigt doch wie unfähig er ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 12.03.2018 05:55
    Highlight Highlight Dinge wie Wartezeiten, Freundlichkeit oder Einfühlungsvermögen kann der Patient gut bewerten, bei der medizinischen Qualität sollte aber eine medizinische Fachstelle die Bewertung machen.
    • Butschina 12.03.2018 07:34
      Highlight Highlight Bei meinem Handchirurgen gibt es teils lange Wartezeiten. Dafür ist er ein hervorragender Arzt der sich die Zeit nimmt die der Patient benötigt bis er alles verstanden hat. Fachlich ist er einer der Besten in der Schweiz.
    • maestro meo 12.03.2018 09:49
      Highlight Highlight Es gibt offensichtliche Fehldiagnosen oder unnütze Operationen. Die leider meist erst zu spät ans Licht kommen. Erlebt an Verwandten / Bekannten / eigenen Leib. Wer nicht auf die Hinterbeine steht und die Massnahmen genau hinterfragt wird bei gewissen Halbgöttern in Weiss ganz opportunistisch ‚abgewickelt‘.
      Sowas muss publik gemacht werden. (Meine Freundin ist selber Ärztin)
    • Adumdum 12.03.2018 10:13
      Highlight Highlight Automechaniker darf man dann also auch nicht bewerten? Oder am besten gar keine Dienstleistung - weil die ja alle von Spezialisten geleistet werden.
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