Schweiz
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Dürfen Parlamentarierinnen ihre Babys in den Grossen Rat mitnehmen? Die Frage sorgte in Basel für Diskussionen. (Bild: Jubiläumsfeier 50 Jahre Grossrätinnen für Basel-Stadt im Mai 2018) bild: kenneth nars

Tumultartige Szenen in Basel – Ratspräsident wirft Grossrätin wegen Baby aus dem Saal

Ein Baby sorgte für Tumult im Basler Grossen Rat. Ratspräsident Remo Gallacchi verwies Grossrätin Lea Steinle aus dem Saal, weil sie ihr zwei Monate altes Baby dabei hatte. Gallacchi liess sie nach einer kurzen emotionalen Debatte aber wieder herein.

Daniel Ballmer / ch media



Ratspräsident Remo Gallacchi musste sich einiges anhören: «Schämen Sie sich!» «Unerhört! Das ist Diskriminierung!» Wütende Zwischenrufe ertönten am Mittwochnachmittag im Basler Grossen Rat. Der Grund: Gallacchi hatte zuvor die grüne Grossrätin Lea Steinle aus dem Saal verwiesen, weil sie ihr zweieinhalb Monate altes Kind bei sich hatte.

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Grossratspräsident Remo Gallacchi (links) screenshot: grosserrat.bs.ch

«Wir Parlamentarier sind hier im Saal grundsätzlich unter uns», argumentierte Gallacchi, nachdem die aufgebrachte SP-Parlamentarierin Danielle Kaufmann einen Ordnungsantrag gestellt hatte. «Es kann nicht sein, dass ein gewähltes Mitglied aus dem Saal verwiesen wird, weil sie ein Kind dabei hat, das noch gestillt werden muss.» «Wo ziehen wir die Grenze? Dafür gibt es keine Regelung», erklärte Gallacchi, notabene Vertreter der selbsternannten Familienpartei CVP.

Im Grossen Rat sorgte das für tumultartige Szenen. Während rund fünf Minuten wurde die Sitzung unterbrochen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Letztlich hatte Ratspräsident Gallacchi ein Einsehen: «Ich komme auf meinen Entscheid zurück.» Steinle dürfe mit ihrem Kind wieder in den Saal, und das Ratsbüro werde die rechtliche Grundlage abklären.

Umfrage

Sollten Väter und Mütter ihre Babys ins Parlament mitnehmen dürfen?

5,309

  • Ja. 51%
  • Nein.49%

Für Grossrätin und Mutter Lea Steinle ist das Thema damit noch nicht erledigt: «Ich bin vom Volk gewählt worden», betont sie gegenüber der bz, «dennoch ist mir das Recht verwehrt worden, im Saal abzustimmen.» Das sei diskriminierend. Alle müssten die Möglichkeit haben, im Parlament Einsitz zu nehmen. «Das gilt auch für junge Mütter.»

Andere Länder gehen weit liberaler mit jungen Müttern im Parlamentssaal um. Im vergangenen Sommer sorgte Larissa Waters für Schlagzeilen, die als erste Frau Australiens ihr Neugeborenes im Parlamentsgebäude stillte. 

Vor knapp drei Monaten kam es im Thüringer Landtag zu einem ähnlichen Eklat, als Madeleine Henfling von den Grünen wegen ihres Kindes aus dem Plenarsaal verwiesen wurde. 

Leila Straumann, Leiterin der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männer, sagt: «Ich kenne den Sachverhalt nicht, werde aber – aufgrund Ihrer Anfrage – mit Grossratspräsident Remo Gallachi und Grossrätin Lea Steinle Kontakt aufnehmen. Interessant ist sicher auch, was die Geschäftsordnung des Grossen Rats dazu regelt.»

Dies hat der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber auf Twitter bereits getan. Er schreibt:

Auf nationaler Ebene wird weit liberaler mit jungen Müttern im Parlamentssaal umgegangen. Die Aargauer Grünen-Nationalrätin Irène Kälin kann ihren Sohn mit in den Nationalratssaal nehmen.

Bedauern des Ratspräsidenten

Drei Stunden später war die Aufregung verraucht, und der Ratspräsident streute via Twitter Asche über sein Haupt: «Der Entscheid war ungeschickt. Bis zur nächsten Grossratssitzung wird das Ratsbüro eine pragmatische Lösung erarbeiten.» (sda)

(bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gwdion 22.11.2018 10:04
    Highlight Highlight Die WHO empfiehlt 6 Monate ausschliessliches Stillen, und unter zunehmender Zugabe von Beikost Weiterstillen bis zum vollendeten 2. Lebensjahr. Da greift der 14-wöchige Mutterschaftsurlaub folglich etwas kurz. Danach verbleiben den Müttern die Optionen, das Kind zur Arbeit mitzunehmen, die Arbeit komplett niederzulegen oder die Empfehlung der WHO in den Wind zu schlagen. Es gilt also, die Interessen des eigenen Kindes, die des Arbeitgebers/der Mitarbeiter und eigene Karrierewünsche gegeneinander abzuwägen.. Ich persönlich wüsste jedenfalls, wessen Interessen für mich am leichtesten wiegten.
    • Fruchtzwerg 22.11.2018 15:04
      Highlight Highlight Es gibt ja auch andere Möglichkeiten, dass das Kind zu seiner Milch kommt oder nicht? Stichwort Schoppen.
      Tut mir leid, aber das ganze Theater hätte von der Frau Grossrätin mit ein wenig Planung (so wie es andere arbeitstätige Mütter auch tun!) vermieden werden können. Aber ich nehme mal an sie hatte es genau auf diese Empörung und den Tumult angelegt...
    • Gwdion 22.11.2018 22:28
      Highlight Highlight Ja, vorausgesetzt, die Mutter produziert genügend Milch zum Abpumpen. Und vorausgesetzt, das Baby akzeptiert den Schoppen. Und ein zweieinhalb Monate altes Baby geben viele Mütter sowieso nicht in fremde Obhut.
      Ob sie es darauf angelegt hat oder nicht, darüber möchte ich mir kein Urteil anmassen. Das ganze Theater hätte vermieden werden können, hätte man sich nicht von der Präsenz eines schlafenden Säuglings derart bedroht gefühlt, dass man ihn des Saales verweisen musste.
  • Darkside 22.11.2018 09:49
    Highlight Highlight Dann sehen wir wohl bald auch pflegebedürftige Grosseltern und Altersschwäche Hunde im Parlament. Typisch aus dieser Ecke, die denken immer sie dürften alles und alle anderen hätten das gefälligst zu akzeptieren.
  • Pixie13 22.11.2018 08:51
    Highlight Highlight War ja klar, dass die Mama aus der grünen Ecke kommt. 😁
  • Finchmaster 22.11.2018 08:31
    Highlight Highlight Sind das die Probleme unseres Landes...
  • Nik G. 22.11.2018 08:23
    Highlight Highlight "Wo ziehen wir die Grenze? Dafür gibt es keine Regelung."
    Diese Frage ist nicht ganz unbegründet. Ich finde wenn ein Baby gestillt wird und ruhig ist darf es im Saal sein. Ein Kind hat aber überhaupt nichts im Saal verloren. Sobald ein Baby aber stört muss die Person des Saales verwiesen werden. Es wird ja auch nicht das Baby zur Arbeit mitgenommen. Sobald der Lärm die Leute vom Arbeiten abhält muss man nicht mehr tolerant sein. Es gibt einen Grund für Mutterschafts und bald Vaterschaftsurlaub.
  • _kokolorix 22.11.2018 07:30
    Highlight Highlight Erschüttetnd die Kommentare hier!
    Als ob ein gestilltes Bébé ständig schreien würde. Wenn die Parlamentsarbeit mit Kind auf dem Arm nicht mehr zu bewältigen ist, was dann?
    Kein Wunder sterben die Schweizer langsam aus, wenn sie derart ablehnend gegen junge Familien sind
    • Cédric Wermutstropfen 22.11.2018 08:16
      Highlight Highlight Niemand hier hat etwas gegen junge Familien oder Kinder gesagt. Ein Baby gehört einfach nicht in ein professionelles Arbeitsumfeld.
    • Bosshard Matthias 22.11.2018 15:17
      Highlight Highlight Erschütternd finde ich wieviele nicht mehr den geringsten Anstand haben und Null Respekt gegenüber anderen das sind für mich nur ICH bezogene Egoisten und Selbstdarsteller.
  • Raffaele Merminod 22.11.2018 06:18
    Highlight Highlight Wenn jemand krank, mit Grippe arbeiten kommt, ist das okay, wird zumindest nicht aus dem Parlament gewiesen, abern eine Frau mit Baby geht nicht?
  • Raffaele Merminod 22.11.2018 06:16
    Highlight Highlight Wenn jemand krank, mir heute trotzdem arbeiten kommt, ist das kein Problem. Ein Kind welches nicht scheut und nicht stört aber schon?
  • walsi 22.11.2018 06:03
    Highlight Highlight Die Frau tut sich, dem Baby und dem Rest im Saal keinen gefallen. Für das Baby ist es uninteressante so lange am gleichen Ort, für die Mutter ist es eine Doppelbelastung, das Kind zu versorgen und der Debatte zu folgen, und die anderen werden vom schreienden Baby gestört. Es wird schreien, ohne Zweifel. Zu glauben ein Baby bleibt während einer zwei oder drei Stündigen Debatte einfach ruhig ist sehr blauäugig.
    • Xonco aka. The Muffin Man - the muffin man 22.11.2018 08:52
      Highlight Highlight Für das Baby uninteressant so lange am selben Ort?

      Wenn du keine Kinder, & Ahnung hast, lass es einfach...
    • walsi 22.11.2018 10:00
      Highlight Highlight @Xonco: Ich hsbe beruflich immer wieder mit jungen Müttern zu tun die mit Babys und Kleinkinder zu mir in Beratungsgespräch kommen und immer wied6muss das Gespräch abgebrochen werden wegen den Kindern. Mit der Bitte nächstes Mal ohne Kind zu kommen.
    • Xonco aka. The Muffin Man - the muffin man 22.11.2018 10:13
      Highlight Highlight walsi, 2 Monate alte, schlafen über 16 Stunden am Tag. Denen wird 1 Ort nicht langweilig, weil sie weder krabbeln noch laufen noch die Umgebung erkunden können.

      Bei kleinen Kindern 1 Jahr aufwärts pflichte ich dir bei, aber um die geht es bei diesem Thema nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cada momento 22.11.2018 04:47
    Highlight Highlight meine frau und ich teilen uns die betreuung unseres 2 monatigen kindes fair auf. als verrichtungsboxenreiniger nehme ich meinen maximilian-jeremias von montag bis mittwoch mit zur arbeit. meine frau doktor nimmt ihn, von donnerstag bis samstag, ins epidemie-forschungszentrum mit. wir sind uns aber einig, dass wir ihn nie in einen ratssaal mitnehmen würden. wir sind überzeugt, dass die scheinheiligkeit der CVP, die polemik der SVP, die raffgier der FDP und das weltfremde trötzelen der linken sich negativ auf seine entwicklung auswirken wird. (nicht alles so ernst nehmen, bin kanalreiniger)
  • Neruda 22.11.2018 01:13
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • cgk 21.11.2018 23:23
    Highlight Highlight Könnte man sich nicht ganz pragmatisch darauf einigen, dass wenn das Baby stört, die Mutter mit dem Kind den Raum verlassen muss?
  • Walter F. Sobchak 21.11.2018 22:55
    Highlight Highlight Die grüne Grossrätin setzt ihr Kind für politische Zwecke ein. Ein Parlament ist kein geeigneter Ort für ein Baby.
  • Agnesse 21.11.2018 22:13
    Highlight Highlight Hört sich nach einer funktionierenden Demokratie an: Man hat verschiedene Verantwortlichkeiten in Bezug auf das Funktionieren des Ratsbetriebs oder gegenüber dem eigenen Kind, man fährt sich an den Karren, man diskutiert, man entschuldigt sich und plant ein Hinarbeiten auf einen Kompromiss. – Nice.
  • Spiessvogel 21.11.2018 20:29
    Highlight Highlight Wie gehabt, da muss wieder eine gesetzliche Regelung her. Eigentlich genügt ein klitzeklein wenig Verstand. Wenn das Baby ruhig schläft, was bekanntlich oft der Fall ist, kann es mit der Mutter im Saal bleiben. Wenn es schreit, was auch vorkommen soll, verlässt eine vernünftige Mutter unaufgefordert mit ihm den Ratsaal.
    Alles ohne aufwändige Grossratsdebatte, mit einer klitzekleinen Aktivierung der grauen Masse unter der Schädeldecke.
    • pascii 21.11.2018 20:52
      Highlight Highlight Der gesunde Menschenverstand.
    • the Wanderer 22.11.2018 00:22
      Highlight Highlight @pascii
      Was ist denn der gesunde Menschenverstand?

      gesunden Menschenverstand beanspruchen auch Donald Trump, Erdogan, Roger Köppel oder früher auch Stalin, Mussolini und Hitler für sich.

      Gesunder Menschenverstand ist ein total subjektiver Begriff, den jeder für sich beanspruchen kann, egal wie gesund oder krank er im Kopf ist.

      Ich hasse diesen Spruch mit dem gesunden Menschenverstand deshalb sehr und würde von mir selber nie behaupten wollen, dass ich ihn besitze.
    • sowhat 22.11.2018 08:01
      Highlight Highlight @pascii, den gibt es nicht allgemeingültig. Der ist von Prägung abhängig und vom eigenen Selbstverständnis. Ergo ist er unterschiedlich ausgelegt.
  • Zeit_Genosse 21.11.2018 20:09
    Highlight Highlight Man hätte cooler damit umgehen können. Wenn das Kind nicht gestört hat, hätte man sie nicht aus dem Saal verweisen sollen, jedoch klarstellen können, dass diese Situation einmalig geduldet wird.
  • JasCar 21.11.2018 20:08
    Highlight Highlight Solange die Schweiz es nicht schafft, bessere Konditionen zu schaffen für frische Mütter und Väter, so lange müssen solche Diskussionen eben geführt werden. Die Schweiz ist echt ein tolles Land, aber für "junge" Familien gäbe es noch Verbesserungspotential.

    • Pisti 21.11.2018 23:39
      Highlight Highlight Ernsthaft? Die Frau könnte noch ihren Mutterschaftsurlaub nutzen, aber abscheinend brauchts ja diesen gar nicht, man kann ja das Baby zur Arbeit mitschleppen.
    • Pümpernüssler 22.11.2018 01:33
      Highlight Highlight und was sind ihre verbesserungsvorschläge?
    • River 22.11.2018 03:03
      Highlight Highlight Das ist leider immer noch so..Wer's Kind bekommt darf es behalten und soll sich aus der Gesellschaft zurückziehen weils stört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 21.11.2018 19:58
    Highlight Highlight Mit Baby nicht auf den Bau und nicht ins Cockpit als Pilotin.
    Nicht in den Grossrat, wenn sie sich dort prügeln.
    Aber ins Büro schon seit Jahrzehnten, mit bestem Erfolg - und eine win-win Situation für wertvolle Mitarbeiterinnen und die Firma.
    Toilette mit Wickeltisch und Still-Zimmer sind zehn mal billiger als neu rekrutieren oder gestresste Mütter.
    Merke: Flexibilität, wo möglich, ist immer besser als sture Regeln.
    • Kane88 21.11.2018 22:29
      Highlight Highlight Falsch. Die Mütter sollen sich im Mutterschaftsurlaub erstmal um das Baby kümmern und nicht kurz nach der Entbindung schon wieder auf der Arbeit auftauchen. Auch Politikerinnen nicht. Danach muss sich die Mutter um eine Fremdbetreuung kümmern. Moderne Firmen ab einer gewissen Grösse bieten heute eigene Kitas. Ein Baby oder Kleinkind mit auf die Arbeit zunehmen, kann in den allermeisten Fällen keine Option sein.
    • domimi 21.11.2018 22:59
      Highlight Highlight Und die väter amusieren sich frischfröhlich weiter... warum sollte sich nur die mutter um eine betreung usw kümmern?
    • River 22.11.2018 03:10
      Highlight Highlight Das ist deine Lösung, Kane88, sonst nichts? Also Frauchen soll gefälligst sich Zuhause wegsperren, bis die Kinder gross sind, und niemanden stören, oder sich selber allein um Betreuung kümmern? Mehr fällt dir nicht ein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Forrest Gump 21.11.2018 19:54
    Highlight Highlight Bin zwar der Meinung, dass ein Kind am Arbeitsplatz nichts zu suchen hat (Dafür gibt es Mutterschaftsurlaub, respektive später Krippen oder div. andere Optionen), wieso man aber jemanden aus dem Saal verweist, der nicht stört, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    • Enzasa 21.11.2018 20:00
      Highlight Highlight In D gibt es dass Recht auf Stillzeiten
    • G-Man 21.11.2018 20:16
      Highlight Highlight In der schweiz doch auch, auf jedenfall um abzupumpen.
  • dafool 21.11.2018 19:45
    Highlight Highlight Wenn die staatlichen Institutionen keine pragamtische Lösung finden in der Arbeitsplatzgestaltung für Eltern mit zubetreuenden Kinder in einer 24h Leistunggesellschaft, dann bleibt die Vorbildsfunktion gegenüber dem privaten Unternehmenssektor völlig auf der Strecke. Mutter/Vater Staat müssen hier drigend über die Windeln, ehhhh sorry Bücher...😉
    • dave1771 21.11.2018 21:24
      Highlight Highlight 24h Leistungsgesellschaft? Nicht bei mir :)
  • 3klang 21.11.2018 19:42
    Highlight Highlight Ab welchem Alter dürfte denn ein Kind nicht mehr in den Saal?

    Und dürften auch Männer ihre Kinder mitbringen?

    Was, wenn das Kind schreien würde, wäre dann das Verlassen des Saales auch undemokratisch?
  • Gummibär 21.11.2018 19:21
    Highlight Highlight Basler Grossräte kommen voll erwachsen zur Welt.
    Das muss ein Riesenstress für ihre Mütter sein.

    Macht die Regeln etwas liberaler. Den Müttern zuliebe.
  • CH-Bürger 21.11.2018 19:20
    Highlight Highlight Bürgerliche Frauen verzichten wegen ihrer Karriere lieber auf Kinder wo halt Frauen linker Parteien versuchen beides unter einen Hut zu bringen. Es wird verlangt flexibel zu sein will man es da ist es auch wieder nicht recht.
    • FrancoL 22.11.2018 01:03
      Highlight Highlight Jede Flexibilität hat auch Grenzen. In meinem Büro dürfen die Frauen ihre Kleinkinder zur Not mitnehmen, auch wenn die Kundschaft dies nicht besonders schätzt und es störend findet, wenn sie im Hintergrund störenden Lärm hören oder annehmen müssen, dass man nicht auf die gestellte Aufgabe konzentriert ist. Wir haben auch einige Absagen wegen den Kindern bekommen, damit muss man leben, allerdings muss man dies finanziell auch hinnehmen können.
  • Flexon 21.11.2018 19:16
    Highlight Highlight Der Kleine ist wahrhaftig ein politisches Talent, von dem werden wir noch hören!
  • pascii 21.11.2018 19:09
    Highlight Highlight Wir leben im Jahr 2018. Wenn ihr eure Frauen und Töchter noch so bevormunden wollt, dann gute Nacht! Abstillen abzapfen, Essen kochen, Mund halten – das kommt nicht wieder, auch wenn ihr euch das wünscht.
    • FrancoL 22.11.2018 01:05
      Highlight Highlight Nein nur ein vernünftiger Umgang mit einer Zeitspanne, die nicht das Leben bedeutet. Männer fehlen auch wenn sie ins Militär müssen und die Welt kracht nicht zusammen.
    • JimKnopf666 22.11.2018 08:14
      Highlight Highlight @ Franco, stimmt so nicht. Für politische Ämter erhalten alle AdA Urlaub. Egal ob WK oder RS. Kinder kennen kein Formular für Urlaub.
  • Raphael Stein 21.11.2018 19:09
    Highlight Highlight Für Grossräte gäbe es sonst eine Spielgruppe.
    So oder so, Baby bei der Arbeit?
    Nö.

    Selbstverwirklichung in Ehren, aber nicht an völlig unpassenden Orten.
    • FrancoL 22.11.2018 01:05
      Highlight Highlight Gebe Dir recht, der Ort ist unpassend.
  • alter Esel 21.11.2018 19:04
    Highlight Highlight Hätte der Rat irgendeinen Entscheid anders gefällt, wenn das Bébé nicht im Saal gewesen wäre? Oder so: Wer stört mehr, ein schlafendes Bébé oder politische Quer- und Hitzköpfe?
  • Ferranya 21.11.2018 18:52
    Highlight Highlight Ich hätte die saal verweisung ja etwas besser verstehen können wenn das baby die ganze zeit geschrien hätte, was aber scheinbar nicht der fall war...
  • Birdie 21.11.2018 18:50
    Highlight Highlight Bis vorgestern hätte ich das auch daneben gefunden.

    Nun durfte ich gerade eben diesen Montag die Erfahrung einer jungen Mutter mit Kleinkind in einer Vorlesung an der Uni machen. Das Kind hat immer wieder geschrien und es hat mich, sowie alle Anderen, extrem abgelenkt.

    War ich vorher noch dafür, finde ich nach eigener Erfahrung, dass Babies an solchen Orten nichts zu suchen haben - tut mir Leid. Ich verstehe es aus der Sicht der Mutter, wenn man damit aber den Rest ablenkt ist aber etwas egoistisch.
    • Hoppla! 21.11.2018 19:46
      Highlight Highlight Ja, liebe Idrisi, ist ein kläffender Hund dann auch okay? Oder mein Bluetoothspeaker mit 100 db? Oder darf ich meine Querflöte beehren während der Vorlesung?

      Wieso ich das machen würde? Weil ich's kann und Leute die sich ablenken lassen eh zu nichts fähig sind.
    • loquito 21.11.2018 19:53
      Highlight Highlight Dann soll der Papa schauen...ach nein, der muas ja 100% arbeiten und kann sich nicht um Sohn/Tochter kümmern odr sonst abstriche machen. Ich hab meinen Sohn, als er etwa 2 war in die Uni genommen, weil Frau im Spital war und ich Abschlussprüfung hatte Zum Glück hat die UniKiTa ihn genommen, sonst wär ich mit Ihm an die Prüfung... Haben Sie einen besseren Vorschlag?
    • satyros 21.11.2018 20:06
      Highlight Highlight Natürlich darfst Du das nicht, Hoppla. Der/die Kleine ist nämlich gerade eingeschlafen und da hat die ganze Welt Rücksicht zu nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mynamesjeff 21.11.2018 18:48
    Highlight Highlight Bei allem Respekt gegenüber der Mutter, ist es wirklich nötig sein Kind mit zur Arbeit zu nehmen? Natürlich giltet man(n) sofort als Respektlos wenn man dies anzweifelt...
  • Cédric Wermutstropfen 21.11.2018 18:46
    Highlight Highlight Richtig so. Man nimmt sein Baby ja auch nicht ins Büro oder auf den Bau mit. Die gute Frau wollte doch einfach provozieren. Könnte mir gut vorstellen, dass dies eine politisch motivierte Aktion gewesen ist von ihr, wissen tue ich es natürlich nicht.
    • Arthur Philip Dent 21.11.2018 19:56
      Highlight Highlight Also je nach Büro dürfte das Wohl kein Problem sein und der Vergleich mit dem Bau hinkt nicht nur, der hat zwei amputierte Beine.
    • DerElch 22.11.2018 07:56
      Highlight Highlight Geralt
      "je nach Büro" ist das eigentlich fast immer ein Problem, wenn ein Mitarbeiter sein Baby mitnimmt. Wenn bei uns mal jemand sein Baby zu Besuch bringt, liegt die Abteilung flach. Die Hälfte der Belegschaft muss knuddeln, bestaunen und umeschöppele, die andere ist abgelenkt wegen dem Tohuwabohu deswegen.
      Meine Erfahrung.

      Und nein, ich habe noch nie in einem Büro gearbeitet, in dem die Mitarbeiter ihr Baby "problemlos" zur Arbeit nehmen konnten/durften.
    • JimKnopf666 22.11.2018 08:19
      Highlight Highlight Ich nehme mein Kind immer mal mit zur Arbeit, und das als Mann...meine Kundschaft ist fan von dem Kleinen. Egoistisch?!? Nein.
  • DomKi 21.11.2018 18:45
    Highlight Highlight Also soll jetzt jeder sein Nachwuchs an den Arbeitsplatz mitnehmen? Büro? Supermarkt? War das jetzt eine Demos des Egos oder ein reales Bedürfnis weil niemand fürs Kind aufpassen kann/will?
  • atomschlaf 21.11.2018 18:44
    Highlight Highlight Solange der Balg nicht rumkräht sehe ich das Problem nicht.
    Schwierig wird's dann, wenn Kindergeschrei die Sitzung stört.
  • Fachmann 21.11.2018 18:43
    Highlight Highlight "Auf nationaler Ebene wird weit liberaler mit jungen Müttern im Parlamentssaal umgegangen." Wenn liberal für euch bedeutet, dass man Gesetze missachtet, dann habt ihr da ein grundsätzliches Fehlverständnis.

    Patrick Huber hat schon recht: Der gesamte Rat hat gewusst, dass Lea Steinle vor kurzem Mutter geworden ist. Allerdings hat sich offenbar niemand die Mühe gemacht, die Hausordnung rechtzeitig ändern zu lassen.
    • G-Man 21.11.2018 20:23
      Highlight Highlight Ja also nur weil sie mutter wird die hausordnung ändern? Normale mütter würden das kind dem mann überlassen oder einen babysitter suchen und es nicht einfach zur arbeit mitnehmen.
    • Gummibär 21.11.2018 21:06
      Highlight Highlight @G-Man Und ich dachte immer, dass normale Mütter sich um ihre Kinder kümmern. Und solange das mitgebrachte Kind die Arbeit und die Umgebung nicht stört soll sie es meinetwegen einfach zur Arbeit mitnehmen.
    • River 22.11.2018 03:18
      Highlight Highlight Normale Mütter können es einfach nie recht machen😂😂😂
  • Pisti 21.11.2018 18:41
    Highlight Highlight Sie ist gewählt worden aber nicht ihr Baby! Kleinkinder haben dort nichts verloren.
    Man stelle sich vor das Kind schreit die ganze Zeit, so kann man ja nicht vernûnftig arbeiten.
    • Holzkopf 21.11.2018 19:01
      Highlight Highlight ...es hat geschlafen.
    • Gummibär 21.11.2018 20:00
      Highlight Highlight .... ihren Wählern ist sie im Rat wichtiger als auf ausgedehntem Mutterschaftsurlaub.
    • Mantrax 21.11.2018 20:25
      Highlight Highlight Grundsätzlich richtig - das Baby hat aber laut einigen Grossräten keinen Mucks gemacht. Und dann ist die Reaktion sicher Kleinlich. So bald es stört stimme ich aber völlig zu, dass Ratsarbeit nun mal wichtiger ist. Bei einem ruhigen Baby muss das aber in meinen Augen nicht aus Prinzip ein entweder/oder sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 21.11.2018 18:26
    Highlight Highlight Dafür gibt es den Mutterschaftsurlaub. Niemandem würde es in den Sinn kommen sein Baby ins Büro, auf die Baustelle oder an die Kasse mit zu nehmen...
    • Gummibär 21.11.2018 19:19
      Highlight Highlight Doch. Zur Zeit bringen zwei meiner Mitarbeiterinnen ihre Kleinkinder mit zur Arbeit.
      Es ist mir lieber sie bringen ihren der Firma wichtigen Beitrag, als dass sie kündigen oder wegen der bei den Grosseltern parkierten Babies gestresst sind. Kein Problem für die Kollegen.
    • MrXanyde 21.11.2018 19:46
      Highlight Highlight @Gummibär
      Danke gibt es Menschen wie dich😊
    • loquito 21.11.2018 19:50
      Highlight Highlight Parlamentarier haben keinen Mutterschaftsurlaub, ausser sie entscheiden sich den Sitzungen fernzubleiben und den Auftrag als gewählte Parlamentarierin, Ihre Wähler zu repräsentieren, zu ignirieren... Das Baby hat GESCHLAFEN
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 21.11.2018 18:21
    Highlight Highlight War wohl einfach zu menschlich und wir wissen ja alle, dass Menschlichkeit in der Politik nichts verloren hat 😉
    • chorax 21.11.2018 18:40
      Highlight Highlight Ja, es war menschlich, das hilflose mit der Situation komplett überforderte Baby wieder rauszuschicken.
    • satyros 21.11.2018 18:47
      Highlight Highlight Das Parlament ist ein Arbeitsplatz. An welchen anderen Arbeitsplatz kann man ein Bébé mitnehmen?
    • Olifant 21.11.2018 19:46
      Highlight Highlight @chorax: das Baby hat geschlafen. Überfordert bist wohl eher du betreffend Textverständnis.
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  • Imnon 21.11.2018 18:21
    Highlight Highlight Man sagt ja unter Psychologen, dass Penisneid nur eine Erfindung von Männern sei, die unter Gebärneid leiden. Und da diese armen Männer dieses Manko nicht verkraften können, projizieren sie ihre Ängste in Form einer Umkehrung als Penisneid auf die Beneideten.
    Womöglich leidet dieser Mann der sogenannten Familienpartei unter diesem Gebärneid?

    Das soll übrigens auch der urtümlichste Grund für die weltweite Unterdrückung der Frau sein. Die Kontrolle über ihre Gebärmutter. Weil der Mann ja selbst keine hat.
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 21.11.2018 19:02
      Highlight Highlight Was laberst du da?

      Die Freud‘sche Psychologie ist völlig überholt nach heutigem Standard
    • Imnon 21.11.2018 19:43
      Highlight Highlight Genau das, was ich sage *lach*
    • Roman h 21.11.2018 20:26
      Highlight Highlight Weil Mann ja selbst keine hat

      Ich wüsste keinen Grund wieso ich deswegen neidisch auf die Frauen sein soll.
      Als Mann hab ich keine Periode
      All die Probleme in der Schwangerschaft habe ich nicht.
      Als Mann ist es leichter dort unten alles sauber zu halten und ich kenne keinen Mann der schon mal eine Blasenentzündung hatte.
      Wir können im stehen pinkeln, ist unglaublich praktisch.

      Was genau ist den der Vorteil einer Gebärmutter, auf was sollen wir da neidisch sein?
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  • Scaros_2 21.11.2018 18:18
    Highlight Highlight «Wir Parlamentarier sind hier im Saal grundsätzlich unter uns»

    HAHA und das von einem CVP'ler - der Familienpartei schlecht hin. Meine Gott (HAHA Wortspiel) Wir leben im 21. Jahrhundert. Wir leben im Jahr 2018 in welchem diverse Firmen den Sprung Richtung Diversity lancieren und ihre Offenheit bekunden zur Gleichstellung der Frau sowie Kulturen.

    Und dann kommt ein CVPler Ratspräsident und lässt solch einen eklatanten, rückständigen Kommentar von sich.

    Zum Fremdschämen sowas.

Von Zimbabwe bis Taiwan: Der Schweizer Frauenstreik sorgt international für Reaktionen

In der ganzen Schweiz streiken zehntausende Frauen, um auf Frauenrechte und Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Die nationale Aktion findet auch im Ausland viel Beachtung und Unterstützung. So tweeten, posten und schreiben Menschen von Thailand bis Zimbabwe über den Schweizer Frauenstreik.

Wie international das Anliegen der Frauen in der Schweiz ist, zeigt diese Übersicht:

(leo)

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