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ZUM THEMA PRIMARSCHULUNTERRICHT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A third grader raises her hand during English class at Feld school in Suhr, Switzerland, on September 25, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Schuelerin streckt die Hand auf waehrend des Englischunterrichts im Schulhaus Feld am 25. September 2014 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)

In unseren Primarschulen soll gemäss dem Bundesrat eine zweite Landessprache gelehrt werden.
Bild: KEYSTONE

Berset zum Sprachenstreit: «Länder wie Belgien warteten zu lange – dann wird es schwierig»



Die Kantone Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Uri wollen ihren Primarschülern keine zweite Landessprache mehr beibringen. Dies passt dem Bundesrat nicht. Bereits vor den Sommerferien hat er den Kantonen ein Ultimatum gestellt: Lenken die Kantone nicht ein, will er sie mit einem neuen Gesetzesartikel zum Frühfranzösisch zwingen. 

Jetzt äusserst sich der als Kulturminister dafür zuständige Bundesrat Alain Berset erstmals zum Sprachenstreit. Er warnt vor Verhältnissen wie in Belgien, wo die beiden Sprachregionen arg zerstritten sind. 

«Die Sprache transportiert auch Kultur, Werte, Geschichte.»

Bundesrat Alain Berset.

Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Preisfestsetzung von Medikamenten und zum Sprachengesetz, am Mittwoch, 6. Juli 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundesrat Alain Berset.
Bild: KEYSTONE

Berset sagt im Tages-Anzeiger: «Es gibt andere mehrsprachige Länder, die heute feststellen, dass sie zu lange zugewartet haben. Dann wird das Zusammenleben schwierig.» Ähnliches wie die Situationen in Belgien dürfe in der Schweiz nicht geschehen. Wir müssten uns gegenseitig verstehen, um den Zusammenhalt unseres mehrsprachigen Landes zu verstehen, sagt Berset weiter.

Und: «Die Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel. Sie transportiert auch Kultur, Werte, Geschichte.» Die Welt werde immer internationaler. Vor 30 Jahren habe man die Landessprachen im Beruf oder in der Armee gelernt. Das sei heute nicht mehr so. 

Berset betont, die Kantone müssten den gültigen Sprachkompromiss respektieren und die zweite Landessprache in der Primarschule lehren. Zwar sei weiterhin das Ziel, dass die Kantone selber eine Lösung fänden. Er wäre allerdings bereit, einzugreifen. (feb)

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