Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUM THEMA PRIMARSCHULUNTERRICHT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A third grader raises her hand during English class at Feld school in Suhr, Switzerland, on September 25, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Schuelerin streckt die Hand auf waehrend des Englischunterrichts im Schulhaus Feld am 25. September 2014 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)

In unseren Primarschulen soll gemäss dem Bundesrat eine zweite Landessprache gelehrt werden.
Bild: KEYSTONE

Berset zum Sprachenstreit: «Länder wie Belgien warteten zu lange – dann wird es schwierig»

05.08.16, 10:14 05.08.16, 10:44


Die Kantone Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Uri wollen ihren Primarschülern keine zweite Landessprache mehr beibringen. Dies passt dem Bundesrat nicht. Bereits vor den Sommerferien hat er den Kantonen ein Ultimatum gestellt: Lenken die Kantone nicht ein, will er sie mit einem neuen Gesetzesartikel zum Frühfranzösisch zwingen. 

Jetzt äusserst sich der als Kulturminister dafür zuständige Bundesrat Alain Berset erstmals zum Sprachenstreit. Er warnt vor Verhältnissen wie in Belgien, wo die beiden Sprachregionen arg zerstritten sind. 

«Die Sprache transportiert auch Kultur, Werte, Geschichte.»

Bundesrat Alain Berset.

Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Preisfestsetzung von Medikamenten und zum Sprachengesetz, am Mittwoch, 6. Juli 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundesrat Alain Berset.
Bild: KEYSTONE

Berset sagt im Tages-Anzeiger: «Es gibt andere mehrsprachige Länder, die heute feststellen, dass sie zu lange zugewartet haben. Dann wird das Zusammenleben schwierig.» Ähnliches wie die Situationen in Belgien dürfe in der Schweiz nicht geschehen. Wir müssten uns gegenseitig verstehen, um den Zusammenhalt unseres mehrsprachigen Landes zu verstehen, sagt Berset weiter.

Und: «Die Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel. Sie transportiert auch Kultur, Werte, Geschichte.» Die Welt werde immer internationaler. Vor 30 Jahren habe man die Landessprachen im Beruf oder in der Armee gelernt. Das sei heute nicht mehr so. 

Berset betont, die Kantone müssten den gültigen Sprachkompromiss respektieren und die zweite Landessprache in der Primarschule lehren. Zwar sei weiterhin das Ziel, dass die Kantone selber eine Lösung fänden. Er wäre allerdings bereit, einzugreifen. (feb)

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Lehrer, Bildung, Schule

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Digital Natives? Von wegen! Die Lüge einer Generation

Zu heiss, fiese Fragen: Berufsmaturand klagt (teilweise) erfolgreich gegen schlechte Noten

Die Tessiner haben 10 Wochen Sommerferien – eine Aargauer Gemeinde nicht mal halb so lang

Ja, der Name ist doof: 3 Gründe, warum der «Greentopf» trotzdem eine gute Sache ist

Junge haben wenig Ahnung von Biologie. Aber bist du wirklich schlauer?

Bei MINT-Studiengängen deutlich in Unterzahl: Die Angst der Frauen vor dem Wettbewerb

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

11
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • posti 05.08.2016 20:02
    Highlight Ich begreife diesen Fetisch mit dem Französisch nicht. Klar ist es nett Fremdsprachen zu können. Nur nicht alle Kinder sind sprachlich begabt. Viele leiden unter der Übermacht von Sprachfächern in der Schule. Etwas mehr Fokus auf MINT Fächer wäre sicher nicht schlecht. Immerhin fehlen uns viele Fachkräfte gerade im MINT Bereich. Französisch ist nun wirklich entbehrlich. Ich habe jahrelang nur darunter gelitten. Eine meiner grössten Freuden war es endlich mein franz Heft zu verbrennen.

    Wie dient den bitte langweiliges Wörtli lernen der nationalen Einheit? Verbentabellen sind nicht patriotisch
    1 8 Melden
    • Fabio74 07.08.2016 21:44
      Highlight Der Fetisch heisst Viersprachigkeit des Landes und entweder haben wir diese und pflegen sie oder lassen es bleiben
      0 1 Melden
  • DailyGuy 05.08.2016 11:26
    Highlight Ich verstehe nicht, wieso man jetzt mit dem Französisch Unterricht aufhören sollte?
    Gibt es einen guten Grund wieso man Französisch gar nicht unterrichten sollte? Und das frage ich aus Interesse, weil ich die Argumente verstehen will! :)
    16 1 Melden
    • Amboss 05.08.2016 12:03
      Highlight @Daily Guy:
      Niemand, niemand, niemand will mit dem Französisch-Unterricht aufhören!
      Das sein einfach nochmals gesagt.
      Aber aus meiner Sicht gibt es gute Gründe, mit diesem erst später zu beginnen, nämlich in der Sekundarstufe:
      Die Kinder verstehen dann die Grammatik der Erstsprache und lernen so die Fremdsprachen viel besser.

      Es hat sich gezeigt, dass Frühfranz extrem ineffizient ist und viele Kinder überfordert sind.
      Und dass der andere Schulstoff leidet.

      Das Frühfranz ist nur eine politische Angelegenheit.
      4 10 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 12:53
      Highlight Amboss:
      Ich bin halb Däne / halb Schweizer. Ich beherrsche seit ich ein Kind bin, beide Sprachen fliessend (natürlich dem Alter entsprechend fliessend). Ich habe ein Wortschatz aufgebaut und begonnen Sätze zu bilden. Und so sollte man eine Sprache lernen.
      Und wenn man in anderen Ländern schaut klappt es ja problemlos. In Dänemark wird Englisch ab der 3. und Deutsch ab der 5. Klasse unterwiesen. Und die Kinder in Dänemark lieben den Englischunterricht, weil man zu Beginn einen spielerischen Zugang hat.
      11 0 Melden
    • DailyGuy 05.08.2016 12:56
      Highlight Und in der Schweiz ist es gerade umgekehrt. Zuerst mal schööön Gramatik büfflen. Last doch die Kinder zuerst ein Gehör für die Sprache entwicklen, während sie auf eine lustige Art den Wortschatz aufbauen und erste Sätze bilden. Wenn natürlich die 3. Klässler so unterrichtet wurden wie ich in der 5. Klasse, kann es ja nicht gut kommen. Den ich habe den Unterricht als extrem veraltet wahrgenommen. Erstens wurde 2005 noch Bücher aus den 80ern eingesetzt und zweitens mussten wir Wörter büffeln ohne die je zu brauchen. Da kann ich schon verstehen, dass die Lust vergeht.
      7 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Tausende demonstrieren in Genf für wirksamere Schritte gegen Klimaerwärmung

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstagnachmittag am Klimamarsch von Genf teilgenommen. Sie forderten die Politiker auf, unverzüglich wirksame Massnahmen im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen.

Rund 20 Organisationen mit Unterstützung der Klima-Allianz Schweiz hatten zu der Manifestation im Zentrum der Rhonestadt aufgerufen. Sie gaben die Teilnehmerzahl mit über 7000 an, die Polizei allerdings geht von 3000 bis 3500 aus. Greenpeace-Sprecher Mathias Schlegel zeigte sich jedenfalls sehr …

Artikel lesen