Schweiz
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Spion Daniel Moser: «Habe aus tiefer Überzeugung gehandelt»

Daniel Moser wurde in Frankfurt wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit zu einem Jahr und 10 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Jetzt nahm er zum ersten Mal Stellung.

Andreas Maurer / az



In der Schattenwelt ist Daniel Moser gescheitert. Als selbstständiger Agent des Nachrichtendiensts des Bundes flog er auf, als er deutsche Steuerfahnder auszuspionieren versuchte. Zwei Wochen nach seiner Verurteilung durch das Oberlandesgericht Frankfurt lanciert der 54-Jährige nun eine Karriere in der Welt der Scheinwerfer. Er lässt sich von Moderator Markus Gilli in die Sendung «TalkTäglich» von «TeleZüri» einladen.

Video: kaltura.com

Dem Fernsehtermin gibt er mit seiner Kleiderwahl mehr Gewicht als dem Gerichtstermin. In Frankfurt verteidigte er sich in Pullover und Windjacke. In Zürich talkt er in Hemd und Kittel. Um die Aufmerksamkeit für die Show zu steigern, wirkt er auch an einem Trailer mit. Er lässt sich filmen, wie er neben seinem Anwalt Valentin Landmann sitzt.

Dieser übernimmt für das Fernsehen gleich die Anmoderation. «Neben mir sitzt Daniel, unser Spion», sagt er und fasst ihm an die Schulter, «heute Abend hat er nichts zu verbergen: auch seinen Nachnamen nicht». Zwar verboten auch seine deutschen Anwälte den Gerichtsberichterstattern nicht, seinen vollen Namen zu nennen. Dennoch verzichteten die meisten darauf, um den unprofessionellen Spion zu schützen.

Sein Leben als Showman lässt er nun umso professioneller inszenieren. Landmann organisierte ihm parallel ein Interview mit dem «Blick» und handelte die Bedingung aus, dass es erst in der Minute des Sendebeginns online geschaltet werden darf.

Zum Fall selber hat er wenig Neues zu sagen. Er sagt, wie er in seinem neuen Lebensabschnitt erfolgreich sein will: „Ich packe mein Geschäft wieder an und versuche, auf die Beine zu kommen. Ich pflege aus meiner Zeit bei der UBS mit vielen Entscheidungsträgern, die nun bei anderen Instituten tätig sind, freundschaftliche Beziehungen. Für einige darf ich arbeiten.“ (aargauerzeitung.ch)

Generalstaatsanwalt über Schweizer Spion-Prozess

Video: watson/William Stern

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raphael Stein 23.11.2017 23:06
    Highlight Highlight In der Schattenwelt ist Daniel Moser gescheitert.

    Tausend Pferde würden mich nicht an die Oeffentlichkeit bringen bis da Gras über die Sache gewachsen ist.

    Aber Daniel Moser schon. Schreibt er an einem Buch oder was?
  • Schneider Alex 23.11.2017 07:13
    Highlight Highlight Das Bankgeheimnis ist staatspolitisch verwerflich!

    Wer die Steuergerechtigkeit als staatspolitisches Ziele hochhält, kann nicht mehr für das Bankgeheimnis eintreten. Wie sollen denn die Steuerbehörden an die Informationen über die Steuerbetrüger oder –hinterzieher herankommen wenn nicht über Informationen der Banken? Wer meint, zuviel Steuern zahlen zu müssen, soll doch die Steuergesetze auf demokratischem Wege zu ändern versuchen. Wer Steuern hinterzieht oder dazu anstiftet ist ein „mieser Staatsbürger“ resp. eine „miese Bank“, in welchem Land auch immer und verdient keinen Schutz.
  • Spooky 23.11.2017 02:12
    Highlight Highlight «Habe aus tiefer Überzeugung gehandelt»

    Pffffff......;-))))))))))))))))
  • Spooky 23.11.2017 02:07
    Highlight Highlight Wer die Spione ernst nimmt, der hat sowieso nichts begriffen von der Spionage.
    ⬇︎☟⬇︎
    [https://www.google.ch/search?q=spion+%26+spion&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwiTh8CmwNPXAhUM7BQKHZsCA-sQsAQILA&biw=1678&bih=939]

  • Madison Pierce 22.11.2017 21:12
    Highlight Highlight Man sollte solchen Leute nicht noch eine Plattform geben. Ein echter Spion verrät nicht sein Land, um die eigene Haut zu retten. Peinlich für ihn, peinlich für den Nachrichtendienst, peinlich für die Schweiz, lieber Schwamm drüber und vergessen...

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