Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR NOTUNTERKUNFT FUER ABGEWIESENE ASYLBEWERBER IN KALTBACH STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 29. MAERZ 2017, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A folded together prayer rug on a matress in the container shelter for rejected asylum seekers in Kaltbach, in the Canton of Schwyz, Switzerland, on March 2, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler) 

Ein zusammengefalteter Gebetsteppich auf einer Matratze in der Asylunterkunft fuer abgewiesene Asylbewerber in Kaltbach, Kanton Schwyz, am 2. Maerz 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Viele Flüchtlinge leiden an einer psychischen Krankheit, werden aber nicht therapiert. Bild: KEYSTONE

Afghane begeht in Nidwalden Suizid – der Fall deckt ein brisantes Problem auf

Ein 22-jähriger vorläufig aufgenommener Afghane beging vergangene Woche im Kanton Nidwalden Suizid. Dass er unter psychischen Problemen litt, wussten die zuständigen Behörden nicht.



Vergangene Woche hat sich ein 22-jähriger Afghane in Buochs, im Kanton Nidwalden, das Leben genommen. Das schreiben die Nidwaldner Behörden in einer Medienmitteilung. Der junge Mann befand sich seit Sommer 2015 in der Schweiz und besass den Status eines vorläufig Aufgenommenen. Das heisst, sein Asylgesuch wurde zwar abgelehnt, eine Ausweisung nach Afghanistan war allerdings nicht zumutbar. 

Der 22-Jährige sei in Nidwalden gut integriert gewesen, habe neben dem obligatorischen Sprachunterricht einen freiwilligen Deutschkurs besucht und seit diesem Sommer ein Praktikum bei einer Firma in Ennetbürgen absolviert. Gewohnt habe er in einer Wohngemeinschaft mit drei afghanischen Mitbewohnern, schreibt der Kanton in seiner Mitteilung.

«Weder äusserte sich der Mann zu seinen Problemen noch sprach er Selbstmordgedanken aus.»

Kanton Nidwalden

Hinweise auf einen Suizid hat es laut dem zuständigen Amt für Asyl und Flüchtlinge keine gegeben. «Weder äusserte sich der Mann zu seinen Problemen noch sprach er Selbstmordgedanken aus», so die Behörden. Einzig bekannt sei, dass der junge Mann vor zwei Monaten unter starken Bauchschmerzen gelitten habe. Der Hausarzt habe ihn daraufhin an einen Psychiater überwiesen. 

Der Fall des 22-jährigen Afghanen aus Buochs wirft Licht auf ein Problem im Schweizer Asylsystem, das sonst oftmals im Dunkeln bleibt: Kämpfen Flüchtlinge mit psychischen Problemen, hegen sie gar Suizidgedanken, bleibt dies lange unentdeckt. Eine systematische Untersuchung zur Erkennung von psychischen Krankheiten gibt es nicht. Dies obschon Experten davon ausgehen, dass jeder dritte Flüchtling psychisch krank ist. 

Franziska Müller ist Bereichsleiterin bei der Politikberatungsfirma Interface. Im Auftrag des Bundes untersuchte sie vergangenes Jahr, wie es in der Schweiz um die Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden steht. Mit ihrem Team kam sie zum Schluss: Insbesondere bei der Erkennung und Behandlung von psychischen Erkrankungen besteht grosser Handlungsbedarf.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Zwar würden Asylsuchende nach ihrer Ankunft in der Schweiz in den Empfangs- und Verfahrenszentren einen Gesundheits-Check durchlaufen. Dieser sei jedoch sehr allgemein gehalten. «Die Asylsuchenden werden lediglich auf Krankheiten wie Tuberkulose getestet und erhalten Informationen bezüglich HIV. Psychische Krankheiten spielen bei den Untersuchen keine Rolle», sagt Müller.

Auch auf kantonaler Ebene in den Kollektivzentren würden die Bewohner nicht systematisch auf psychische Probleme angesprochen. Laut Müller sind zum Teil noch nicht einmal ein Gesundheitspersonal, geschweige denn auf psychische Krankheiten oder Trauma geschultes Personal, anwesend, sondern lediglich Sozialarbeiter. Kämpfe ein Asylsuchender mit psychischen Problemen, müsse er die Initiative ergreifen und sich Hilfe holen. «Doch genau da liegt das Problem. Denn psychisch Kranke schaffen es oftmals nicht aus eigenem Antrieb aus ihrem Elend zu kommen», so Müller.

«Denn psychisch Kranke schaffen es oftmals nicht aus eigenem Antrieb aus ihrem Elend zu kommen.»

Franziska Müller, Interface

In ihrer Studie hat Müller festgestellt, dass es kantonal grosse Unterschiede gibt. So seien die Kantone in der Westschweiz besser aufgestellt, was die Früherkennung von psychischen Problemen bei Asylsuchenden anbelangt. Insbesondere in den Kantonen Genf und Waadt seien die Strukturen der Gesundheitsversorgung viel migrationssensibler als in der Deutschschweiz. Diese Unterschiede auszuhebeln ist aber schwierig. Der Bund kann den Kantonen lediglich Empfehlungen abgeben, nicht aber Weisungen.

Zumindest habe man nun erkannt, dass ein Problem vorliege, sagt Müller. Ausgehend von ihrer Studie von letztem Jahr hat das Bundesamt für Gesundheit veranlasst, dass nun schweizweit ein Schlaglicht auf die psychische Gesundheit von Asylsuchenden geworfen wird. Es hat eine weitere Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Erkenntnisse im Dezember publiziert werden.

Wie schlecht es um die Psyche von Flüchtlingen steht, weiss Mortaza Shahed. Der 31-jährige Kameramann aus Afghanistan drehte vor einem Jahr einen Kurzfilm zum Thema. In «Das verlorene Paradies» porträtiert er einen afghanischen Flüchtling, der Suizidgedanken hegt, weil er sich in der Schweiz keine Existenz aufbauen kann.

Shahed selbst flüchtete vor vier Jahren mit seiner Familie aus Afghanistan in die Schweiz. Zunächst erhielt er, wie der verstorbene 22-Jährige aus Buochs, eine F-Bewilligung. Diese vorläufige Aufnahme sei für ihn psychische Folter gewesen, sagt er. «Du weisst nie, ob du nicht plötzlich abgeschoben wirst. Ich hatte immer Angst.» Einen Arzt habe er während seiner Zeit in der Asylunterkunft nie gesehen. Auch auf seinen psychischen Zustand sei er nicht angesprochen worden. Selber nach psychologischer Unterstützung zu fragen, sei gar nicht erst in Frage gekommen, sagt Shahed. 

«Du weisst nie, ob du nicht plötzlich abgeschoben wirst. Ich hatte immer Angst.»

Mortaza Shahed

Seine Situation verbesserte sich schlagartig, als das Bundesverwaltungsgericht vor einem Jahr entschied, ihn als Flüchtling anzuerkennen. Er erhielt eine dauernde Aufenthaltsbewilligung. Er fand einen Job, konnte in der Schweiz Fuss fassen. Doch für viele seiner Landsleute bleibt die Situation schwierig: «Sie kommen schon traumatisiert in die Schweiz und sehen sich hier mit extrem schwierigen Problemen konfrontiert. Hilfe erhalten sie keine.» Shahed weiss von mehreren Flüchtlingen, die es zuletzt nicht mehr ausgehalten haben und sich das Leben nahmen. Darum der Film. «Ich wollte aufrütteln», sagt er. 

Sajjad und Alishah, die zwei Skifahrer aus Afghanistan, die bei Olympia 2018 dabei sein wollen

Immer weniger Ausländer kommen in die Schweiz

Play Icon

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Knatsch im Bundesrat? Das zähe Ringen um die Schlüsseldepartemente

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

127
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saaba 28.11.2018 22:10
    Highlight Highlight Für die Unterstützung aller Menschen die psychotherapeutische Behandlung brauchen jetzt die Petition unterschreiben: Hürden abbauen - Behandlung psychischer Krankheiten sicherstellen
    www.huerden-abbauen.ch
  • überflüssig 28.11.2018 20:02
    Highlight Highlight lest evt. mal bei wipki unter traumatisierenden ereignissen nach ...
    und dann könntet ihr euch, wenn ihr mögt, mit erlebnisberichten von geflüchteten auseinandersetzen.
    ...
    und dann könnt ihr ja weiter kommentare schreiben.

    dazu noch: ich wünsche mir sowohl für schweizer als auch für nicht-schweizer mit psychischen krankheiten hilfe und heilung. was spricht dagegen? geld?
  • Magenta 28.11.2018 16:45
    Highlight Highlight Schade, dass gewisse (meiner Meinung nach sehr anständig und sachlich geäusserte) Kommentare gelöscht wurden. Indem man sich gegenseitig nicht mehr ernst nimmt und "andere" Meinungen einfach unterdrückt, entzieht man der Diskussion zwischen Andersgesinnten doch jeglichen Boden – und damit ist echt niemandem geholfen. Es verstärkt auf beiden Seiten die Filterblase und/oder den Frust. Oder wie war das nochmals mit der Aktion "Die Schweiz spricht"? Gilt das nicht mehr?
    • Eh Doch 29.11.2018 13:12
      Highlight Highlight «Die Schweiz spricht» ist ein schlechtes Beispiel für dein Anliegen.
      Es geht dabei um face to face Diskussionen, also das genaue Gegenteil von dem, was wir hier in den Kommentarforen veranstalten.
  • Joe Frangelico 28.11.2018 16:42
    Highlight Highlight Wenn man in eine dekadente Gesellschaft flüchtet werden die Probleme nicht kleiner.
    • Eric Lang 28.11.2018 18:05
      Highlight Highlight Und wohin flüchtest Du?
    • Fabio74 28.11.2018 22:40
      Highlight Highlight und das heisst was?
      Lieber in einem von Krieg und Hass zerstörten Land leben und hoffen man überlebt?
  • hävi (the return) 28.11.2018 16:24
    Highlight Highlight Viele Einheimische wissen nicht, an wen sie sich wenden können bei psychischen Problemen.
    Ich denke, 2018 ist es doch dringender, Asylanten auf die hiesigen Sitten des Gastlandes zu sensibilisieren, als nach noch nach Vermutungen und Forschung zu betreiben auf Dinge, die Ihnen möglicherweise noch vorenthalten sind.
    • Stirber 28.11.2018 17:40
      Highlight Highlight Ich verstehe deine Schlussfolgerung nicht ganz. Nur weil viele Schweizer nicht wissen wo man sich Hilfe holt, soll man dies den Asylbewerbern auch vorenthalten?
      Ich fände es ganz allgemein wichtig die Bevölkerung mehr zu sensibilisieren auf dieses Thema, was sind Anzeichen, wie kann man Betroffenen helfen, wo gibt es Hilfe. Und dies unabhängig ob Schweizer oder Asylbewerber..
    • Fabio74 28.11.2018 21:27
      Highlight Highlight ekelhafter und plumper Ausländerhass
      Es gibt für Inländer jede Menge Anlaufstellen für alles mögliche. Und man darf von Bekannten und Verwandten auch erwarten, dass diese Hilfe organisieren
      Aber das Rumtreten auf jene ganz unten ist ganz schäbig und ekelhaft
  • In vino veritas 28.11.2018 15:14
    Highlight Highlight Ich möchte ja nicht herzlos wirken, aber auch (jugendliche) Schweizer haben psychologische Probleme, die leider oft nicht therapiert werden, da sie nicht erkannt werden. Dies weil die Probleme oft nicht geäussert werden...

    Dieser Artikel verdeutlicht es (Französisch!)

    https://m.20min.ch/ro/news/romandie/story/double-suicide--une-region-sous-le-choc-s-interroge-16065256
    • Fabio74 28.11.2018 21:28
      Highlight Highlight und das heisst man spiele den einen gegen den anderen aus? Der Asylbewerber ist weniger wert als der arme Schweizer?
      Ist das Niveau in dieser faschistoiden Welt?
    • In vino veritas 29.11.2018 01:43
      Highlight Highlight Nein, das nicht. Aber vielleicht müssen manche Menschen hier in der Schweiz von der Illusionen wegkommen, dass es sinnvoll sei, die halbe Welt hier einzuquartieren. Was ist mit den Kosten? Was ist mit unseren Familien, die die KK und Miete kaum bezahlenden können? Es nützt ja fast nichts! Es ist ein Tropfen auf dem heissen Stein. Es verhungern trotzdem Kinder in Äthiopien. Es sterben trotzdem Menschen durch Saudische Raketen im Jemen. Es wäre doch sinnvoller, die begrenzten Mittel vor Ort einzusetzen. Aber jeder, der das forderte, wurde ja als Rassist beschimpft.
    • Eh Doch 29.11.2018 13:10
      Highlight Highlight Das ist doch völlig nicht das Thema!
      Es geht hier um traumatisierte Geflüchtete, da musst du gar nichts mit der CH Bevölkerung vergleichen. Bleib beim Thema oder lass den Kommentar.
  • Miau 28.11.2018 14:40
    Highlight Highlight Wir Schweizer haben ein Problem. Wir werden zusehends zu Narzissten, denen es an Grundsätzlichem wie Empathie mangelt. Ohne zu zögern werden menschliche Schicksale in Statistiken gepresst, Probleme monetarisiert. Ein Kriegstrauma können wir uns nicht vorstellen, einzig, was es kostet. Mit grenzenlosem Zynismus werden Schicksale kleingeredet, weil sie einem selber nicht betreffen.
    • Bodicore 28.11.2018 16:23
      Highlight Highlight Mich trifft das schon ich habe auch eine Posttraumatische Belastungsstörung allerdings nicht vom Krieg eher von meiner Arbeit.
    • SeboZh 28.11.2018 22:40
      Highlight Highlight Jup... Ptbs entstehen nicht nur in kriegen. Musste ich leider selber auch lernen/feststellen.
    • Eh Doch 29.11.2018 13:08
      Highlight Highlight @Miau
      Ganz genau! Es betrifft einem nicht selber, die Empörung ist aber immer wieder gross, weil man seine Frustration nicht auf wichtige Dinge kanalisieren kann
  • Eh Doch 28.11.2018 14:16
    Highlight Highlight Empörung über Sozialausgaben in 3..2...1
  • Karl33 28.11.2018 13:56
    Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass die hohe Selbstmordrate bei Jungen und Männern in der Schweiz unbekannt wäre. Aber erst wenn mal ein Flüchtling Selbstmord begeht, scheint das die Medien zu interessieren.
    • Fabio74 28.11.2018 21:29
      Highlight Highlight falsch.
  • redneon 28.11.2018 13:44
    Highlight Highlight Kann ich verstehen. Das sind Menschen die aus Krisesen Kriegs Regionen stammen. Bis sie hir in der Schweiz sind vergehen manchmal par Jahre. Wir können uns nicht im Geringsten vorstellen was die Physisch und vorallen Psychisch durchmachen! In der Schweiz angekommen. Das Paradies vor augen. Wenn sie wider Erwachen der Hammerschlag. Einteilung auf dem Papier ect. ect. Einen Suizied ob von einem Flüchtling oder eines Schweizers ist in den meisten fällen nicht Hervorsebar. Wir tun aber gut daran genau bei Flüchtlingen gut hinzuschauen. Viele haben Traumata von denen wir Lichtjahre weg sind.
  • Ms. Song 28.11.2018 13:15
    Highlight Highlight Eine psychische Krankheit ist nicht vom Asylentscheid abhängig. Die vorläufig aufgenommenen leiden unter einem starken psychischen Druck und Existenzängsten. Diese verschwinden vielleicht durch einen positiven Bescheid. Eine echte psychische Krankheit würde durch dies aber nicht geheilt werden.
    • Mephista87 28.11.2018 19:44
      Highlight Highlight Doch, sowas nennt sich Belastungsdepression. Allgemein sind bei weitem nicht alle psychischen Erkrankungen chronisch.
    • Ale Ice 28.11.2018 20:35
      Highlight Highlight Auch eine reaktive Depression / Anpassungsstörung aufgrund extrem belastender äusserer Umstände kann sich stark nach einer "echten psychischen Krankheit" anfühlen, die in einem Suizid enden kann.
      Betroffen können alle Menschen sein, z.B. aufgrund schwerer Verluste, existentieller Ängste.
      Dies kann Menschen treffen, die hier beheimatet sind. Aber eben auch Flüchtlinge.
      Es besteht für alle diese in Not Geratenen ein Bedarf an guten und finanzierten Hilfsangeboten.
      Und tatsächlich können - bei Verschwinden krankmachender Umstände - auch Symptome jäh verschwinden.
    • Butschina 29.11.2018 00:44
      Highlight Highlight Ich habe in meiner Krankheitszeit etliche Flüchtlinge kennengelernt, die massive psychische Probleme haben. Das hat weniger mit der Ungewissheit über den Asylentscheid zu tun, sondern mehr mit erlebten Traumas. Der Druck kann zu einer Verschlimmerung führen, klar, aber die Meisten sind bereits vorher erkrankt. Grundlos flieht niemand und riskiert sein Leben. zumindest habe ich bisher niemand solches kennengelernt.
      Wir haben das Glück keinen Krieg direkt erlebt zu haben. somit können wir nur schlecht nachvollziehen was es bedeutet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 28.11.2018 13:14
    Highlight Highlight Klar ist das Ganze ein Missstand, das bestreitet wohl (fast) niemand. Leider übersieht diese Frau Müller, dass es bei Leistungen des Staates immer um Prioritätensetzung geht: ich fänds auch gut, wenn für jeden Flüchtling extra psychologisch geschultes Personal zur Verfügung stehen würde - aber ja, wer finanziert das?
  • Knäckebrot 28.11.2018 13:08
    Highlight Highlight Das scheint wohl nicht in der ganzen Schweiz zuzutreffen.
    Als ich in der Psychiatrie arbeitete, kamen immer wieder Asylbewerberinnen und Bewerber.

    Und wiederum einige Asylbewerber, die ich betreute, als ich in einer Unterkunft (für neue) arbeitete kamen in psychiatrische Behandlung.
    • Dominik Treier (1) 28.11.2018 13:29
      Highlight Highlight Stand ja schon, dass das nicht in allen Kantonen zutrifft und ich wage zu behaupten, dass es in den Kantonen, wo psychische Krankheiten immer noch erzkonservativ behandelt werden und auch in der Bevölkerung immer noch eine einzigartige Stigmatisierung geniessen, eher dazu kommt, dass alles Toggeschwiegen oder als nichts oder der Betreffende als arbeitsscheuer Symulant abgestempelt wird...
  • fandustic 28.11.2018 13:06
    Highlight Highlight Suizide aufgrund psychischer Erkrankungen sind ein allgemeines Problem und sicher nicht nur im Asylbereich. Es wird nun mal oft erst dann erkannt, wenn es bereits zu spät ist.....liegt leider in der Natur der Sache.
  • Reto Ganter 28.11.2018 13:05
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • Fabio74 28.11.2018 14:24
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Holzkopf 28.11.2018 12:56
    Highlight Highlight
    2/2
    2. Selbst in der medizinischen Versorgung besteht ein erhöhtes Risko für eine schlechtere Behandlung insb. durch die fehlende medizinische Vorgeschichte sowie die Sprachbarriere.
    3. Psychotherapien sind komplexe Angelegenheiten. Ein Asylsuchender, dessen Leben von Ungewissheit über die Zukunft geprägt ist, kann „nur“ unterstützend begleitet werden. Was diese Menschen am dringendsten zur psychischen Stabilisierung bräuchten, sind Zukunftsperspektiven und Sicherheit im weitesten Sinn. Laufende Asylverfahrend bieten gerade das nicht.
  • Mutbürgerin 28.11.2018 12:55
    Highlight Highlight Sein Gesuch wurde abgelehnt, und er wusste nicht mehr wohin. Es ist eher ein politisches Problem, dass man solchen Leuten aus sicheren, weit entfernten Herkunftsländern, falsche Hoffnungen macht, und sie zum Asylprozess zulässt. Anstelle sie gleich von Beginn weg zurückzuweisen.
    • Fabio74 28.11.2018 14:25
      Highlight Highlight Dummist einfach dass Afghanistan überrhaupt nicht sicher ist
    • Eric Lang 28.11.2018 18:12
      Highlight Highlight @Fabio - Der Deutsche Aussenminister Maas hat heute gesagt: die Chance auf dauerhaften Frieden in Afghanistan, war noch nie so gross wie heute.
    • Knäckebrot 29.11.2018 10:05
      Highlight Highlight Das Schwierige bei so Ländern wie Afghanistan ist, dass die Gefahrenquellen oft diffus sind und nicht einfach wegen dieser oder jener Gruppe. D.h. es liegt bis zu einem gewissen Grad in der Sozialisierung und kulturellen Prägung. Sie sind teils aus Loyalitätspflicht mehr unter Druck für ihre Nächsten einzustehen, als für möglichst objektive Gerechtigkeit.

      Aus diesem Grund fliehen viele aus ihrem Land raus, nehmen aber das selbe System an jeden Ort, wo sie hingehen, ausser dienjenige, welche sich bewusst davon trennen.

      (Habe sehr viel mit Afghanis zu tun gehabt)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Holzkopf 28.11.2018 12:55
    Highlight Highlight 1/2
    Ich habe beruflich mit solchen Sotuationen und Patienten zu tun und ich habe folgendes Bild erhalten:

    1. Viele Asylsuchende haben tatsächlich eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung . Gerade in der Anfangszeit, z.B. in den Erstempfangszentren, ist es so, dass sie sich erst an das Betreuungspersonal wenden müssen, um Arztbesuche jeglicher Art zu erhalten und solche teilweise verweigert werden. Diese Vorselektion durch nichtmedizinisches Personal ist einerseits vermutlich ressourcenschonend andererseits entstehen teils tatsächlich Versorgungslücken.

    -> 2/2
    • Eric Lang 28.11.2018 18:14
      Highlight Highlight Ich möchte auch gelegentlich zum Arzt und die Online Krankenkasse sagt, nehmen sie ein Aspirin.
      Sollen Asylsuchenden nach deiner Meinung wie Privat Patienten behandelt werden?
      Bezahlst Du dies?
    • hävi (the return) 28.11.2018 18:46
      Highlight Highlight Von einer Bekannten die im Asylbereich arbeitete hörte ich genau das Gegenteil.
      Asylbewerber gehen oft zum Dokt. So dass der zuständige Arzt die Mitarbeiter des Asylheimes darum bat, nicht alzuschnell einen Termin zu vereinbaren, da viele erst gar nicht zur vereinbarten Zeit erscheinen.
      Auch sei es gang und gäbe, dass beim Zahnarzt eine Zahnsanierung gewünscht wird.
    • Holzkopf 28.11.2018 19:56
      Highlight Highlight 2/2
      2. Selbst in der medizinischen Versorgung besteht ein erhöhtes Risko für eine schlechtere Behandlung insb. durch die fehlende medizinische Vorgeschichte sowie die Sprachbarriere.
      3. Psychotherapien sind komplexe Angelegenheiten. Ein Asylsuchender, dessen Leben von Ungewissheit über die Zukunft geprägt ist, kann „nur“ unterstützend begleitet werden. Was diese Menschen am dringendsten zur psychischen Stabilisierung bräuchten, sind Zukunftsperspektiven und Sicherheit im weitesten Sinn. Laufende Asylverfahrend bieten gerade das nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 28.11.2018 12:50
    Highlight Highlight Es überrascht wenig, dass Menschen welche aus krisenregionen kommen, einen höheren Anteil an psychischen Krankheiten haben. Auch dass ein vorläufiger Status eine grosse Belastung sein muss, kann man sich selbst, aus unserer privilegierten situation heraus, einfach vorstellen. Meiner meinung nach führt der beste weg dieses problem anzugehen über integrativere Programme zum einen und einer besseren sichtbarkeit der asylbewerber und sans papiers in der gesellschaft zum anderen.
    • Genital Motors 28.11.2018 13:19
      Highlight Highlight oder zur schnelleren bearbeitung und schnelleren rückweisung.
    • Herr Ole 28.11.2018 16:54
      Highlight Highlight @gm das würde in diesem Fall nichts bringen, da ja entschieden wurde, dass der Mann nicht zurückgewiesen werden kann.
    • Genital Motors 28.11.2018 20:25
      Highlight Highlight Jaa. Dort liegt das problem ja genau. Grundaätzlich sollte in jedes land rückgeführt werden können
    Weitere Antworten anzeigen
  • öpfeli 28.11.2018 12:38
    Highlight Highlight Und wieder einmal der Gedanke: manchen Schweizern würde es gut tun, sie würden mal so richtig aus ihrer CH- Komfortzone herauskatapultiert werden 🙊
    • Trompete 28.11.2018 12:57
      Highlight Highlight Im Bereich Suizid gibt es aber in der Schweiz keine Komfortzone, die Suizidrate ist höher als in vielen anderen Ländern. Finanzieller Wohlstand und psychische Gesundheit hängen nicht zusammen!
    • Zauggovia 28.11.2018 13:10
      Highlight Highlight Stimmt ja prinzipiell schon, aber wo ist der Zusammenhang zum Artikel?
    • Froggr 28.11.2018 13:21
      Highlight Highlight Schätzt doch einfach unser wnormes Glück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • haegipesche 28.11.2018 12:13
    Highlight Highlight Es zeugt schon von viel Naivität zu gauben, wir würden stabile Persönlichkeiten aus Krisenländern aufnehmen. Aber die gesamten Konsequenzen der Immigration zu betrachten ist halt unbequem. Gewalt, Drogenabhängigkeiten, psychisxhe Leiden, etc sind leider der Alltag. Weniger sexy als kulturelle Bereicherung...
    • überflüssig 28.11.2018 19:19
      Highlight Highlight netter einwand.
      in welcher psychischen verfassung hättest du denn die flüchtlinge aus kriegs- und kriesengebieten?

      der aufmerksame leser bemerkt: es geht es im artikel nicht um imigranten im allgemeinen, sondern um flüchtlinge.
    • Anam.Cara 28.11.2018 20:51
      Highlight Highlight @haegipesche: und was willst du uns damit genau sagen?
      Dass wir die Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Folter fliehen, nicht ins Land lassen sollen?
      Oder dass wir sie noch besser betreuen müssen, ihre Geschichten anhören und versuchen das Grauen auszuhalten, von dem sie berichten?

      Oder hast du einen anderen Vorschlag, wie wir mit den Konsequenzen der Immigration umgehen sollten?
  • sirlurkalot 28.11.2018 12:12
    Highlight Highlight Ich verstehe die Argumentation hier überhaupt nicht. Offensichtlich wurde in diesem Fall ja ein psychisches Leiden erkannt und der Mann wurde in eine psychiatrische Untersuchung geschickt. Was hätten die zuständigen Stellen denn noch mehr tun sollen, wenn der Mann seine Suizidgedanken nicht mitteilt? Gedanken lesen?

    Die Erfahrung, dass von an einer Depression erkrankten Menschen viel zu viel Selbstinitiative erwartet wird, habe ich auch gemacht. Paradoxerweise ist ja genau die am schwersten aufzubringen, wenn man die Hilfe am nötigsten hätte.
    • ostpol76 28.11.2018 15:21
      Highlight Highlight Die Argumentation ist, dass wir ausländerfeindlich sind und noch mehr Geld in die Sozialindustrie pumpen sollten.
    • Fabio74 28.11.2018 21:34
      Highlight Highlight @ostpol Falsch. Gewisse kreise sind ausländerfeindlich,
      Und wir können uns Sozialhilfe leisten.
      Es wird hier Stimmung gemacht gegen diese Menschen und Kosten, aber Panama Papers, CumEx, Steuerhinterziehung und der ganze mafiöse Dreck der uns massivst mehr kostet, der ist uninteressant, weil nach oben müsst ihr Armen buckeln. Treten auf jene am Boden ist einfacher als nachdenken,
  • Eskimo 28.11.2018 12:10
    Highlight Highlight In der Schweiz begehen jedes Jahr rund 1400 Menschen Suizid. Die wenigstens von ihnen sind Asylbewerber. Das Problem im Asylwesen zu suchen ist dabei absurd.
    Die wenigsten Selbstmörder kündigen ihre Tat vorher an.
    • Phoria 28.11.2018 17:02
      Highlight Highlight Der Artikel behauptet ja nicht, dass Schweizer keine psychischen Probleme hätten. Auch nicht, dass der Grund für die Probleme im Asylwesen liegen. Psychische Probleme können vererbt sein oder aus traumatischen Erlebnissen (welche Asylbewerber häufig hatten) entstehen.
      Die Lebensumstände haben jedoch auch Einfluss auf den psychischen Zustand einer Person, und häufig sind die Lebensumstände von Asylsuchenden ziemlich schlecht und sie werden nicht über mögliche psychische Hilfe informiert oder diese wird ihnen gar verwehrt. Diesbezüglich haben es Schweizer doch ein wenig einfacher.
    • Mephista87 28.11.2018 20:10
      Highlight Highlight "Die wenigsten Selbstmörder kündigen ihre Tat vorher an", ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die meisten wenden sich am Tag der suizidalen Handlung noch an eine Fachperson (Hausarzt, Sozialarbeiter, Psychologe, what ever), können aber dann von sich aus nicht darüber sprechen, sondern benutzen einen Vorwand. Deshalb ist es so wichtig, die Suizidalität klar zu erfragen, wenn auch nur ein kleiner Verdacht besteht. Die meisten antworten ehrlich. Ein bisschen Empathie ist natürlich Voraussetzung.
  • Albert J. Katzenellenbogen 28.11.2018 12:09
    Highlight Highlight Da die Sensibilität ggü. psychisch kranker Menschen hierzulande sowieso schon kaum vorhanden ist , erstaunt mich die Feststellung überhaupt nicht.

    Ich selbst habe häufig mit Flüchtlingen (unabhängig vom Asylstatus) zu tun und mir wird immer wieder von den selben Problemen berichtet.
    Speziell psychische Probleme kommen erst ans Tageslicht, wenn (wie im geschilderten Fall) eine andere Krankheit einen Arzt besuch erforderlich macht oder die Polizei/Justiz ins Spiel kommt. Im letzteren Fall hat sich die Situation jedoch meist schon massiv verschlimmert.
    Der Handlungsbedarf ist offensichtlich.
  • Cédric Wermutstropfen 28.11.2018 12:05
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • I.t 28.11.2018 12:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Butschina 28.11.2018 12:20
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • STERNiiX 28.11.2018 12:21
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JonahI 28.11.2018 12:00
    Highlight Highlight «…ein Problem im Schweizer Asylsystem, das sonst oftmals im Dunkeln bleibt: Kämpfen Flüchtlinge mit psychischen Problemen, hegen sie gar Suizidgedanken, bleibt dies lange unentdeckt.» Ganz im Gegensatz zur übrigen Bevölkerung, wo das sofort entdeckt wird. Deshalb gibt es auch keine Suizide bei Nicht-Flüchtlingen.
    • Mr. Malik 28.11.2018 12:36
      Highlight Highlight Hat ja niemand behauptet... Aber die Problematik ist halt eine leicht andere bei Asylbewerber...

      Immer diese Neidkultur.. sogar bei Suizid.. wtf
    • Dominik Treier (1) 28.11.2018 13:39
      Highlight Highlight Tja, das ist die Schweiz...
      Wo einem selbst der Tod missgönnt wird, aber jemand der Milliarden ergaunert hat als Messias Huldigung geniesst...
    • Mr. Malik 28.11.2018 22:38
      Highlight Highlight 600 herzen.. muss ich jetzt auch mein script hervorkramen und zurückmanipulieren..

      @watson:
      Gebt doch mal die anzahl der IP's bekannt die für 600 herzen verantwortlich sind.. 100.- darauf dass es unter 50 sind..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Didabelju68 28.11.2018 11:59
    Highlight Highlight Erdrückend diese Bericht. Flüchtlinge kommen oft mit traumatisierenden Erlebnissen in ein Fluchtland. Gerade Jugendliche wären auf gesunde und intakte soziale Strukturen, z.B. Integration in eine Pflegefamilie, angewiesen. Dies würde jungen Asylanten helfen, sich sozial gesund zu entwickeln. Das „alleingelassen sein“, gibt Jugendlichen kein starkes soziales Feeling. Angst bewirkt eine neurologische Blockade, die dem Betroffenen jegliche Energie und Kreatiivität raubt, mit einer Problematik umzugehen oder Lösungen zu entwickeln. Das hat immer psychische Auswirkungen
    • bingbangbong 28.11.2018 12:43
      Highlight Highlight Die Blitze sind vermutlich von denjenigen, die sich auch beschweren, wenn sich Flüchtlinge nicht vom einen Tag auf den anderen integriert sind. Zum kotzen dieses umgehen mit Mitmenschen.
    • Saraina 28.11.2018 12:44
      Highlight Highlight Ich bin nicht sicher, ob ein junger, traumatisierter Flüchtling sich in einer intakten, bodenständigen Schweizer Pflegefamilie nicht deutlich isolierter vorkommen würde, als in einer Unterkunft zusammen mit Anderen in derselben oder ähnlichen Situation.

      Da klaffen Abgründe zwischen Pflegefamilie und Pflegling. Man kann seine kulturelle Prägung und sein Trauma nicht einfach abstreifen, so praktisch das manchmal wäre.
    • John Carter 28.11.2018 12:53
      Highlight Highlight Irgendwann muss es auch mal gut sein mit dem Vollservice an Flüchtlingen. Das kostet die Schweiz jährlich weit über 2 Mia. CHF - Tendenz steigend.

      In der Schweiz gibt es über 600'000 Menschen die unter dem Existensminimum leben. Diese würden sich über einen solchen Vollservice aber freuen (gratis Arzt, Zahnarzt, Handy Abo., Transportvergünstigungen, Unterkunft, Logis, Taschengeld, später Ergänzungsleistungen).

      Es ist nicht zielführend die halbe Welt bei uns aufzunehmen. Die Revolution muss in den Ländern geschehen. Nicht über unsere Sozialsysteme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tan Long 28.11.2018 11:58
    Highlight Highlight Da wird Vieles sehr einseitig dargestellt. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass alle diese Personen versichert sind. Sie können wie alle anderen Menschen in der Schweiz einen Arzt aufsuchen wenn sie wollen. Sie erhalten dann so einen Zettel, den nennt man Voucher und dieser ist beim Arztbesuch vorzuweisen. Es wird auch klar kommuniziert dass sie eben genau dieses Recht haben. Migranten sollten nicht mehr oder weniger Recht haben als Schweizer. Sie haben ja bereits weniger Pflichten.
    • .ch 28.11.2018 12:20
      Highlight Highlight Inwiefern haben sie weniger Pflichten?
    • Butschina 28.11.2018 12:22
      Highlight Highlight Nur hat der Durchschnittsschweizer ein funktionnierendes soziales Umfeld welches oft reagiert.
    • murrayB 28.11.2018 12:28
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leckerbissen 28.11.2018 11:49
    Highlight Highlight Das ist doch kein "Asyl-Problem".
    Vielen Bürgern ergeht es so. Viele Depressionen, Suizidgedanken und Tiefs sind unentdeckt und werden in die Menschen "hineingefressen"
    • Friction 28.11.2018 12:21
      Highlight Highlight Hm. Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Es ist interessant, dass nur dort differenziert wird, wo es einem angenehm ist. In Fällen, wo es augenscheinlich ist, dass es Differenzen gibt, verschliesst man die Augen. Dogma welcome!
      Wahrscheinlichkeit einer Posttraumatischen Störung ist bei Zufluchtsuchenden erheblich höher (man bedenke: Vergewaltigungen, Gewalt, Lebensbedrohende Situationen...) und das soziale Umfeld in der cH dann schlicht kaum vorhanden.
      Ist auch bei CH Bürgerinnen natürlich möglich... aber die Differenz ist doch augenscheinlich.
    • Cédric Wermutstropfen 28.11.2018 13:02
      Highlight Highlight @Friction: Das mag ja alles stimmen, aber unsere Schuld ist es nicht, also sollten wir das auch nicht bezahlen müssen. Das lustige ist ja, dass Menschen wie Sie und viele andere, sich mit dem Geld anderer (Steuergelder), ein gutes Gewissen erkaufen möchten. Tun Sie doch das bitte nur mit Ihrem eigenen Geld.
    • just sayin' 28.11.2018 13:35
      Highlight Highlight ich wage zu behaupten, dass psychische probleme eines der grössten geisseln unserer zeit sind.

      meiner meinung nach, sind sie für den hauptanteil vieler probleme vorantwortlich (neben fehlender bildung und armut), mit welchen wir immer mehr zu kämpfen haben.

      unsere politischen vertreter weltweit tun sich aber schwer das thema überhaupt anzuerkennen - geschweige denn etwas zu unternehmen.

      es ist deutlich einfacher die symptome mit weiteren gesetzen (welche uns jahr für jahr mehr einschränken) und pharma (welche die wurzel des übels nicht angehen) zu übertünchen.
    Weitere Antworten anzeigen

Warum die Luzerner Tatort-Kommissarin Notunterkünfte schliessen will

Man kennt sie als die toughe Ermittlerin von Luzern: Delia Mayer, Schweizer Tatort-Kommissarin steht normalerweise vor der Linse, um einen Mord aufzuklären und Verbrecher einzubuchten. Doch in ihrem neusten Video geht es um was ganz anderes:

Mayer steht unter der Dusche, geniesst den warmen Wasserstrahl, einen Moment der Ruhe und Intimität. Dieser wird abrupt von Schauspielkollege Michael Neuenschwander unterbrochen, der den Duschvorhang beiseite schiebt und sich mit Werkzeugen an der Badewanne …

Artikel lesen
Link to Article