Schweiz
Gesellschaft & Politik

SRG-Initiative: Alfred Gantner spendet 20'000 an Nein-Komitee

20'000-Franken-Spende: Alfred Gantner stellt sich gegen die SRG-Initiative

23.01.2026, 14:0823.01.2026, 14:08

Die SRG-Initiative, über die im März abgestimmt wird, verspricht viel Spannung. Gemäss neusten Umfragen dürfte es ein äusserst knappes Rennen werden. Dabei erhalten die Gegner der Initiative prominente finanzielle Unterstützung: Wie auf der Internetseite des Nein-Komitees ersichtlich ist, hat Milliardär Alfred Gantner 20'000 Franken für die Abstimmungskampagne gespendet.

Alfred Gantner, Unternehmer, Mitglied des Initiativkomitees, spricht waehrend einer Medienkonferenz des Komitees der Kompass-Initiative zu Zwischenstand der Sammelphase und geplanten weiteren Schritte ...
Milliardär Alfred Gantner stellt sich gegen die SRG-Initiative.Bild: keystone

Gegenüber dem Tages-Anzeiger erklärt Gantner, er sei zwar der Meinung, dass grundsätzlich viele Bereiche von einer Liberalisierung profitieren würden. Die Medien würden aber nicht dazugehören. «Sie können auf dem freien Markt nicht in vier Landessprachen produzieren», sagt er. Dafür seien die Schweizer Märkte zu klein.

Weiter führt der Co-Gründer der Partners Group aus, er sehe bei der SRG durchaus einige Dinge kritisch. So hinterfragt er etwa das momentane Gebührenmodell – in seinen Augen mache eine Finanzierung über die Steuern mehr Sinn. Dennoch solle die SRG die Chance bekommen, sich zu reformieren. «Man reisst keine Brücke ab, bevor man eine neue gebaut hat», sagt Gantner.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Alfred Gantner in eine politische Diskussion in der Schweiz einmischt. Dabei nimmt der gebürtige Aargauer nie konsequent die Position einer konkreten Partei ein. Während er etwa gegen die EU-Verträge ist und in diesem Bereich damit auf SVP-Linie, sprach er sich zuletzt auch für höhere Steuern für Reiche aus, womit er eher die Position linker Parteien einnahm.

Bei der SRG-Initiative geht es darum, dass die Radio- und TV-Abgaben für Privathaushalte von 335 auf 200 Franken pro Jahr reduziert werden sollen. Weiter sollen Unternehmen die Abgabe gar nicht mehr bezahlen müssen. Die Abstimmung findet am 8. März statt. (dab)

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69 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Denverclan
23.01.2026 15:08registriert September 2016
Einfach mal ein wenig überlegen, die SRG ist, bei allen Dingen die man durchaus kritisieren darf/kann, das wichtigste Medium, das die Vielfalt in unserem Land hochhält und sich auch kritisch zu allen politischen Themen äussert. Eigentlich DAS bürgerliche Sprachrohr, mit Betonung auf Bürger. Schweizer Bürger vertreten alle politischen Richtungen und Schweizer Bürger haben einen unterschiedlichen Geschmack, in Sachen Kultur, Musik usw. diesem Umstand wird die SRG zu 100% gerecht. Das sollten wir nicht wegwerfen.
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Emilio 1979
23.01.2026 14:38registriert September 2023
Sehr sympathisch, früher hatte die FDP viele solche Leute dabei. Denen war egal, ob sie auf Parteilinie waren, oder nicht. Schön, dass Watson sogar noch den Grund, dass eine 4 sprachige Produktion wirtschaftlich nicht machbar wäre mit aufgenommen hat. Was mir häufig in den Artikeln leider fehlt.
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LiquidIce
23.01.2026 15:28registriert Juli 2018
"Während er etwa gegen die EU-Verträge ist und in diesem Bereich damit auf SVP-Linie, sprach er sich zuletzt auch für höhere Steuern für Reiche aus, womit er eher die Position linker Parteien einnahm."

Endlich mal wieder eine Person, die sich nicht von rechten oder linke Ideologien blenden lassen und eine eigene Meinung bilden. Dürften sich einige eine Scheibe davon abschneiden.
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