Schweiz
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Diesem jungen Stier wurden die Hörner soeben ausgebrannt.  Bild: zvg az

Wie enthornen Bauern eigentlich ihre Kälber?

In der Schweiz lassen Bäuerinnen und Bauern jährlich rund 200'000 Kälber enthornen. Oder tun dies eigenhändig. Was löst die Enthornung bei einem Landwirt und einer Tierärztin aus? Eine Reportage

Yann Schlegel/az



Leika ist hornlos geboren. Das rund drei Wochen alte Kälblein wurde durch einen Samen gezeugt, bei dem das Horngen nicht ausgebildet ist. Tierärztin Sandra Gloor greift dem zierlichen Jungtier an das Stirnbein, wo üblicherweise die Hornknospen wachsen würden. «Nichts», sagt sie.

Leika wird eine mittelgrosse Milchkuh werden, die Bauer Alois Huber in seine 60-köpfige Herde eingliedern will. «Wenn sie gesund bleibt», schränkt Huber ein. Der Aargauer SVP-Grossrat begann vor zwei Jahren hornlose Kälber der Kuhrassen Swiss Fleckvieh und Limousin heranzuzüchten. Es sei jedoch ein langer Prozess, erzählt Huber, bis ein reinerbiger Stier ohne Horngen gezüchtet sei.

So geht eine Enthornung

Ein zwei Wochen alter Mast-Muni wird im Stall des Aargauer Bauernverbandspräsidenten Alois Huber enthornt. Video: © Yann Schlegel

Noch kommt in der Schweiz die Mehrzahl der Kälber mit Hörnern zur Welt. So auch das noch namenlose frischgeborene Muneli, das auf dem Bauernhof hinter dem Schloss Wildegg neben Leika im knöcheltiefen Stroh steht. Die Lebenszeit des Stiers ist vordefiniert. In rund zwei Jahren wird er – dann als kräftiges Mastmuneli – geschlachtet und im Detailhandel als Bio-Weidebeef verkauft. Die Mastkälber gibt Huber weiter, sobald sie rund fünf Monate alt sind. Er beschränkt sich auf die Milchproduktion.

Trotz der kurzen Lebensdauer nimmt Huber dem Stier die Hörner. Hier geschieht, worüber die Schweiz vor der Hornkuh-Initiative spricht (siehe Box). «Das Muneli enthorne ich nur, weil es der andere Bauer wünscht», sagt der Landwirt. Der Abnehmer wolle dies, da es den Umgang mit einem über 400 Kilogramm schweren Stier erleichtere. Während Leika scheu in einer Ecke steht und die Szene beobachtet, hält Huber den kleinen Stier in der Ecke fest.

Tierärztin Sandra Gloor kommt mit Nadel und Spritze herbei. «Spürst du hier das Hörnchen?», fragt Alois Huber.

«Ja», antwortet die Tierärztin.

«Es ist halt noch ein bisschen jung.»

Bundesrat eröffnet Abstimmungskampf

«Fürs Tierwohl ein Eigengoal»

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hält die Hornkuh-Initiative für kontraproduktiv. Wegen der Unfallgefahr müssten Tiere mit Hörnern im Stall angebunden werden. Vor den Bundeshausmedien konnte Schneider-Ammann gestern beim bundesrätlichen Auftakt zum Abstimmungkampf auf eigene schmerzhafte Erfahrungen verweisen. Als er seinen Vater, einen Emmentaler Tierarzt, bei der Arbeit begleitete, habe es hie und da eine Beule gegeben. Heute würden immer mehr Tiere in Freilaufställen gehalten, was ihnen mehr Bewegungsfreiheit gebe. Da sei es sicherer, Tiere ohne Hörner zu haben. Tiere mit Hörnern würden mehrheitlich in Anbindeställen gehalten. «Die Initiative wäre in Bezug auf das Tierwohl ein Eigengoal», so Schneider-Ammann. Über die Hornkuh-Initiative wird am 25. November abgestimmt. Sie verlangt, dass Halterinnen und Halter von horntragenden Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden. Den Initianten um Bergbauer Armin Capaul geht es um die Würde des Tiers. Ihrer Meinung nach ist das Horn ein Sinnes- und Stoffwechselorgan. (sda)

«Wie oft enthornst du pro Jahr?»

Knapp zwei Dutzend Kälber enthornt die Tierärztin jedes Jahr auf Alois Hubers Bio-Bauernhof. Obwohl er als Bauer nach einem Kurs selbst enthornen könnte, komme dies für ihn nicht infrage. «Es ist eine Routineangelegenheit», sagt Huber. Deshalb vertraue er seiner Tierärztin. «Sandra, wie oft enthornst du pro Jahr – 100 Mal?»

«Weit über hundert», erwidert die Tierärztin.

«Tue warte Schätzu, chom. Chom tue warte», haucht sie dem Kalb mit sanfter Stimme ins Ohr. Gloor trifft mit ihrer Nadel den Hals, spritzt ein Betäubungsmittel und verabreicht dem Stier gleich noch ein Schmerzmittel, das zwei Tage wirken soll.

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Hörner von Kühen müssen gepflegt sein, sonst würden sie schief wachsen, sagt der Aargauer Landwirt Alois Huber. Bild: zvg az

Binnen Sekunden verliert das Kalb den Halt und hebt noch ruckartig eines seiner vier Beine, um im Stroh letzte Schritte zu nehmen. Dann wird es übermannt – in der Fachsprache nennt man das Sedierung. Die Funktionen des zentralen Nervensystems sind gedämpft. «Chom tue ligge», sagt Gloor. Die Augenlider des Kalbes werden schlaff, dann legt sich das Tier aufs Stroh. Es atmet ruhig, nur die Ohren zucken noch energisch.

Huber rasiert nun die Haare um die Hörnchen weg. «Damit es weniger stark riecht und weniger Haare verbrennen», sagt Tierärztin Gloor. Mit zwei weiteren Spritzen anästhesiert sie auf beiden Seiten lokal den Hornansatz, damit das Kalb nichts spürt. Dann greift die Tierärztin zum Brennstab mit schwarzem Plastikgriff.

Dessen Eisenkopf ist inzwischen auf 600 Grad erhitzt worden. Sie kniet sich neben dem regungslosen Stier nieder und brennt die aus der Distanz unsichtbaren Hornknospen mit Kreisbewegungen aus. Leika schaut zu. Horn und übrig gebliebenes Haar schmürzeln dahin. Leichter Rauch steigt auf. Es riecht nach verbranntem Haar. Bauer Huber desinfiziert die Wunde unmittelbar, nachdem der Hornansatz ausgebrannt ist. Zurück bleibt eine kleine Wunde.

Verband ist gegen die Initiative

«Bei der korrekten und frühzeitigen Enthornung wird die Blutzufuhr von der Hornanlage abgeschnitten. Die Hornanlage stirbt nachher ab», erklärt Patrizia Andina, Tierärztin auf der Geschäftsstelle der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST). Der Verband befürchtet, eine Annahme der Initiative würde zu mehr Anbindeställen führen, wie sie früher üblich waren. «Wir gewichten die Laufstallhaltung höher als die Behornung der Kühe», sagt Andina. Darum spricht sich die GST auch gegen die Hornkuh-Initiative aus.

Kurz nach der Abstimmung soll jedoch eine Studie der Universität Bern publiziert werden, welche die Schmerzen als Folge der Enthornung bei Kälbern untersucht. «Je nach Ergebnis muss die künftige Praxis des Enthornens diskutiert werden», sagt Andina.

Einen Augenblick scheint der kleine Stier zu vollem Bewusstsein zurückzukehren. Er hebt den Kopf. Will gar aufstehen, sackt aber gleich wieder zu Boden. «Ich lege ihn richtig hin», sagt Alois Huber und stützt das Tier seitlich mit Stroh. Für Landwirt Huber beginnt in den Tagen nach der Enthornung die Kontrolle.

Über der Wunde wird sich eine Kruste bilden. Darunter würden sich vielmals Fliegen einnisten, erzählt er. Deshalb müsse er die Kruste regelmässig entfernen. «Es geht extrem schnell und die Maden fressen sich ins Fleisch des Kalbes vor», sagt Huber.

Allem Aufwand zum Trotz empfindet der Aargauer die Enthornung als unproblematisch. Die Alternative wäre wirtschaftlich unattraktiv. «Ich müsste meinen Viehbestand um rund einen Drittel verringern, wenn ich mich gegen das Enthornen entscheiden würde», sagt der SVP-Grossrat.

Armin Capaul, Bergbauer und Initiant spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Hornkuh-Initiative zur Eidgenoessischen Volksabstimmung, am Dienstag, 2. Oktober 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Armin Capaul Bild: KEYSTONE

Die Hornkuh-Initiative lehnt er ab, weil seiner Meinung nach Direktzahlungen nicht über eine Verfassungsänderung geregelt werden sollten. Dennoch kommt er ein wenig ins Schwärmen, wenn er über Armin Capaul spricht, der die Initiative beinahe im Alleingang stemmte: «Er war ja fast gezwungen, eine Volksinitiative zu lancieren.» (aargauerzeitung.ch)

Kühe sollen Hörner tragen:

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • AlteSchachtel 18.10.2018 09:16
    Highlight Highlight Ist der Laufstall auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet, statt auf finanzielle Interessen des Bauern, dann muss kein einziges Horn weg.

    Laufstall mit durchschnittlich rund 10 m2 Fläche pro Kuh und alle Durchgänge müssen so breit sein, dass eine Kuh auch seitlich durchpasst! Und schon kommen die Kühe auch mit Hörnern klar.

    Ich kann diese Rechtfertigungen für die Enthornung zu Gunsten von finanzieller Rendite und zu Lasten der Tiere nicht mehr hören! Ekelhaft!

    Wer keine Hörner will, kaufe Angus oder Galloways!





    5 1 Melden
  • Spooky 17.10.2018 19:48
    Highlight Highlight Was passiert eigentlich mit den Hörnern?
    Landen die als Trophäen in den Bauernstuben?
    0 10 Melden
    • ubulububu 18.10.2018 12:26
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?
      Wenn Kälber enthort werden, wir eine ca. Kirschkerngrosse Hornanlage ausgebrannt.
      Da gibts noch kein Horn.
      Erwachsene Kühe kann man auch enthornen (da wird dann tatsächlich das Horn abgesägt) das wird aber aufgrund der Gefahr von Komplikationen nur selten und ungern gemacht. Meistens nur wenn sich eine Kuh ein Horn bricht oder ähnliches.
      3 0 Melden
    • Spooky 18.10.2018 18:58
      Highlight Highlight @ubulububu
      Okay. Aber ich werde trotzdem JA stimmen. Kühe sollte man nicht verstümmeln, bevor wir sie essen.
      1 3 Melden
  • IG Hornkuh 17.10.2018 12:04
    Highlight Highlight Für alle die jetzt schreien 15mio sei zu viel. Bei einem Gesammtbudget von 3'000mio ist das gerade ein halbes Prozent! Und ein wichtiger Hinweis: die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) hat am 4. Dezember 2015 eine Medienmitteilung online gestellt, dass sie bei den Ziegen gegen das Enthornen ist. Diese Tiere sind genau so von der Initiative betroffen.
    8 11 Melden
    • AdbA 17.10.2018 14:28
      Highlight Highlight Kuh =/= Ziege
      Es sind zwar beides Wiederkäuer aber sowohl beim Verhalten wie auch bei der Anatomie vom und um das Horn gibt es Unterschiede.

      Gerade diese anatomischen Unterschiede machen das Enthornen bei der Ziege zu einem schwierigeren und heikleren Eingriff wie bei der Kuh.

      Zudem wächst das Horn der Ziege eher gegen hinten, wodurch es nicht zu den selben massiven Stichverletzungen kommt wie bei den Kuhhörnern.

      Es macht aber keinen Sinn die Initiative nur für die Ziegen anzunehmen, das wäre meiner Meinung nach unverhältnismässig. (ca. 75'000 Ziegen vs. ca. 1.5 Mio Rinder)
      4 2 Melden
  • Makatitom 17.10.2018 11:32
    Highlight Highlight Mir ist so ziemlich egal, wie die landwirtschaftlichen Staatsangestellten das machen, ich werde die Initiative trotzdem ablehnen. Die Kühe sollen ihre Hörner behalten können, keine Frage. Aber es soll nicht der Bauer einen Stutz pro Tier und Jahr mehr bekommen, der die Hörner belässt, sondern der, der sie abnimmt einen Stutz weniger pro Jahr und Tier. 7 Mrd jährlich für die Classe parasitaire sind nämlich mehr als genug
    6 15 Melden
    • Skip Bo 17.10.2018 13:20
      Highlight Highlight 7 Mrd. pro Jahr? Quelle?
      8 2 Melden
  • Skip Bo 17.10.2018 10:45
    Highlight Highlight Das kleine Muneli würde trotz der Annahme der Initiative enthornt.
    Die Initianten haben aus bisher nicht erklärten Gründen Jung- und Masttiere von Hornbeiträgen ausgeschlossen. Wenn Mastiere beitragsberechtigt wären, würden viel weniger Tiere enthornt.
    Übrigens werden Masttiere ausschliesslich in Freilaufställen gehalten. Da die Hörner kürzer und die Tiere relativ jung sind, ist die Haltung von behornten Masttieren in Laufställen problemloser als mit Kühen.
    Der Hornbeitrag ist eine Belohnung für die Anbindehaltung.
    10 3 Melden
    • IG Hornkuh 17.10.2018 13:35
      Highlight Highlight Masttiere werden nie enthornt.
      3 4 Melden
    • Skip Bo 17.10.2018 18:33
      Highlight Highlight Hornkuh, nur weil sie "nie" enthornt werden, gibt es keinen Anspruch auf Hornbeiträge? Deine Antwort ist eine faule Ausrede, im Artikel wird das Limousinkalb enthornt. Von meinen Weiderindern, welche ich vom Markt zukaufe, sind ca. 25% enthornt.
      Den Masttieren wird wie bei den Kühen ohne Enthornung der Schmerz erlassen und die Würde bewahrt.
      5 1 Melden
  • sanhum 17.10.2018 10:43
    Highlight Highlight die meisten enthornungen geschehen ohne sedierung und schmerzmittel, dieses beispiel ist zwar schön im sinne von „human“, aber nicht sehr repräsentativ.
    7 25 Melden
    • AdbA 17.10.2018 10:56
      Highlight Highlight Eine Enthornung fällt unter Artikel 16 des Tierschutzgesetz und muss dementsprechend unter Schmerzausschaltung durchgeführt werden. Alles andere ist illegal.
      22 1 Melden
    • Murky 17.10.2018 10:58
      Highlight Highlight Ach. Ist das so? Woher weisst du das?
      8 2 Melden
    • Skip Bo 17.10.2018 11:04
      Highlight Highlight Die Kontrolleure sichten die Medikamente gemäss Inventarliste, welche zur Enthornung nötig sind und kontrollieren die Aufzeichnungen im Behandlungsjournal. Es kann nachvollzogen werden ob die Sedierung und die Schmerzausschaltung gemacht wurden.
      Abgesehen davon, ist die Enthornung mit Sedierung und Schmerzausschaltung viel einfacher als wenn das Tier sich wehrt.
      22 2 Melden
  • RETO1 17.10.2018 10:07
    Highlight Highlight Alle Kühe haben heute nach Gesetz Auslauf, auch die behornten!
    Laufställe für behornte Tiere gibt es ebenfalls und sie funktionieren bestens
    Dass sich behornte Tiere gegenseitig verletzen ist übrigens selten
    Darum ein JA für die von Natur aus behornte Kuh
    13 12 Melden
  • Holzklotz 17.10.2018 09:09
    Highlight Highlight Nun kaum ein Bauer wird wegen der Initiative von Laufstall zu Anbindestall zurückwechseln. Das sind Investitionen, die mit ein paar Hornfränkli nicht ausgleichen können.
    Aber bestehende Anbindeställe werden wohl weniger schnell in Laufställe umgebaut, da ein weiteres Argument dagegen spricht.
    Ja, man kann behornte Kühe im Laufstall halten, wie im Bericht beschrieben braucht das jedoch bis zu einem Drittel mehr Platz, was eine enorme Effizienzeinbusse wäre.
    7 3 Melden
  • Gubbe 17.10.2018 09:08
    Highlight Highlight Mich stört, dass Bauern mit Kühen die natürliche Hörner tragen, einen Hornbeitrag erhalten sollen. Für jedes erdenkliche Etwas, wird von Bauern heute eine Abgeltung verlangt. Wird auch das Endhörnen 'hinten durch' abgegolten und der etwas grössere Platz pro Kuh?
    4 3 Melden
  • mogad 17.10.2018 08:44
    Highlight Highlight Bin seit gestern im Zweifel, ob ich ja stimmen werde, nachdem ich gesehen habe, wie Bauer Capaul seine Hornkühe im Stall ankettet. Eben doch wegen der Verletzungsgefahr. Eine Bäuerin zeigt ihre enthornten Kühe im Laufstall wo sie sich vertun können. Frage: Haben enthornte Kühe immer einen Laufstall zur Verfügung, oder werden sie aus ökonomischen Gründen trotzdem meist angebunden? Ev. wärs ja sinnvoller gewesen zuerst eine Initiative für grosse Laufställe zu machen und dann über die Hörner zu reden.
    25 6 Melden
    • Kleine Hexe 17.10.2018 08:57
      Highlight Highlight Ich werde nein stimmen, obwohl ich Hörner an Kühen begrüssen würde. Aber gehörnte Kühe in Anbindehaltung würden dann mehr Subventionen kriegen als hornlose im Laufstall. Und da sind mir der Auslauf und die Möglichkeit zu Sozialkontakten wichtiger als die Hörner, vor allem da die Enthornung unter Narkose erfolgt und es relativ selten zu Infektionen kommt.
      22 4 Melden
    • Holzklotz 17.10.2018 09:00
      Highlight Highlight Aus ökonomischen Gründen sind Laufställe am sinnvollsten, da dadurch auch die Leistung der Kuh gesteigert wird. Jedoch bedeutet die Umstellung von Anbindestall zu Laufstall eine oft zu grosse Investition für einen Landwirt.
      1 1 Melden
    • mogad 17.10.2018 09:03
      Highlight Highlight @kleine Hexe. Hab meine Meinung geändert. Werde auch nein stimmen.
      12 3 Melden
  • Martello 17.10.2018 08:37
    Highlight Highlight Ich freue mich auf den Bericht über den Hörnerbauer. Und frage mich wie ich sowas, wo ich so keine Ahnung habe, beurteilen soll...
    24 0 Melden
    • Liv_i_am 17.10.2018 11:22
      Highlight Highlight Das ist genau das Problem an dieser Initiative, 99% haben keine Ahnung.
      11 1 Melden
  • Patrick Mosimann 17.10.2018 08:29
    Highlight Highlight Ich finde Kühe mit Hörner sehr schön bei bestimmten Rassen wie Simmental oder Orginal Braunvieh passen sie zur Kuh. Hörner müssen gepflegt werden das bedeutet einen Mehraufwand. Bei Holstein oder Red Holstein wird in naher Zukunft so in 20 Jahren 3/4 der Kälber genetisch hornlos sein ( Annahme) da in diese Richtung gezüchtet wird . Die Intiative hat ihre Vorteile da der Mehraufwand der Landwirte die schon jetzt die Hörner dran lassen finanziell umterstützt werden. Ich hoffe nur nicht das Landwirte wegen dem Geld die Hörner dran lassen, Sie nicht pflegen und so die Kühe verletzt werden.
    5 7 Melden
    • skisandtrail 17.10.2018 09:16
      Highlight Highlight Aus Erfahrung in unserer Region werden Landwirte mit Sicherheit die Hörner dran lassen, wenn sie deshalb finanziell unterstützt werden. Teilweise dann auch wieder in Freilaufstallhaltung. Wer einmal die Tiere gesehen hat, welche dort Hörner hat, der weiss, dass es nicht nur einfach "Schrammen" geben kann.
      Im Übrigen - wie du sagst - ein grosser Teil bei HO / RH wird gentisch hornlos werden - im Stall meiner Familie sind's bereits ca 40%.
      5 3 Melden
    • Patrick Mosimann 17.10.2018 13:18
      Highlight Highlight Ich Hoffe einfach nur das die Landwirte wenn die Initiative angenommen wird es nicht wegen dem Geld machen. Wenn man schöne Hörner will die nach oben wachsen und nicht seitlich raus muss man was dafür tun. Wer schon einmal gesehen hat was passiert wenn ein Horn abbricht der weiss wovon ich Rede. Ich Hoffe die Landwirte sind vernünftig genug ihre Stärken einzuschätzen und auch ihr Stallsystem und es niemand macht wegen dem Geld. Ich finde das Tierwohl muss das Ziel sein und dann soll nur der Landwirt Hörner an den Kühen haben der bereit ist der Mehraufwand zu leisten und Erfahrung hat.
      1 3 Melden
  • MacB 17.10.2018 08:25
    Highlight Highlight Ob man jetzt pro oder contra ist...das wichtig findet oder nicht...

    Der Initiant Armin Capaul geht hier ohne Budget und nur mit Leidenschaft im Gepäck im Alleingang vor und möchte wieder mehr Hörner. Dass er das in unserem Land kann und auch Gehör kriegt, freut mich ungemein und zeigt mir, dass unsere Demokratie funktioniert.

    Zudem ist es mal schön, wenn es nicht immer nur um die immensen Kosten geht, "die dann kommen". Alleine schon deshalb und für ein eigentlich herzerwärmendes Anliegen kriegt er mein Ja.
    23 12 Melden
    • mogad 17.10.2018 08:50
      Highlight Highlight Sie haben aber schon gesehen, dass er die Kühe im Stall ankettet, sodass sie sich nur im Freien bewegen können. Ich säh lieber enthornte Kühe im Laufstall, oder dann Kühe mit Hörnern in einem sehr grossen Laufstall, was allerdings eine Illusion ist, da zu teuer. Laufställe die für Jede Hornkuh eine best. Anzahl 2m zur Verfügung sollte subventioniert werden, nicht die Hörner.
      18 7 Melden
    • Bits_and_More 17.10.2018 11:32
      Highlight Highlight Ohne Budget? Da bin ich skeptisch. Ich sprach währen der Sammelaktion mit diversen Sammlern, die meisten kriegten pro Unterschrift Geld. Das wird auch häufig bei anderen Initiativen eingesetzt (oder es gibt etwas in die Vereinskasse). Eine Initiative benötigt doch eine gewisse Anzahl Personen, nicht für das Sammeln, auch für das sortieren der ausgefüllten Bögen / Zählen / schicken an die Gemeinden etc. Das ist auch alles mit Kosten verbunden.

      Ich frage mich, woher den dieses Geld kommt?
      4 2 Melden
    • IG Hornkuh 17.10.2018 11:54
      Highlight Highlight Ja, dem Initianten war die Initiative nie sein Ziel. Er legte los mit null Ahnung. Kam am ersten Tag mit keinen 100 Unterschriften nach Hause. Erst als er Helfer fand, seine Pension plünderte und Spenden bezahlt wurden, kamen die Unterschriften im letzten Moment zusammen. Es gibt da auf ARTE einen sehr gut dokumentierte Recherche.
      5 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regas 17.10.2018 08:07
    Highlight Highlight Enthornung von Hornlosen Kuh - Rassen ist nicht nötig. Wieso sollen auch die Bauern benachteiligt werden die solche Tiere Halten?
    20 8 Melden
    • Juscht 17.10.2018 08:56
      Highlight Highlight Sie werden nicht benachteiligt, die andern erhalten einfach mehr. Zusätzlich sparen sich die mit hornlosen Kühen die Enthornung. (Ist nämlich auch nicht gerade günstig)
      4 1 Melden
    • IG Hornkuh 17.10.2018 11:56
      Highlight Highlight Diejenigen, die hornlose Rassen haben, können Problemlos weiterhin mit zu vielen Tieren in ihren Ställen ihr Einkommen generieren. Es geht hier um eine Entschädigung für die Ertragseinbussen und für den Mehraufwand.
      4 7 Melden
    • Regas 17.10.2018 13:37
      Highlight Highlight Juscht: Wer weniger erhält wird als nicht benachteiligt! Sowass!
      1 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Filii Fornicatricum 17.10.2018 07:50
    Highlight Highlight Könnte diese Bedingung nicht einfach in die Anforderungen von Bio-Produkten gestellt werden?
    8 6 Melden
    • skisandtrail 17.10.2018 09:19
      Highlight Highlight Gute Idee.. Besuch mal einen Demeter-Auslaufstall. Traurig wie die Tiere meistens aussehen. Relativ mager (da kein anständiges Futter (vor allem halt auch "Blüemli") gefüttert wird, heisst kein Mais usw.), sehr wenig Milch... und (back to theme).. die geschrammten Tiere, da sie Hörner haben..
      5 5 Melden
  • Tarek 17.10.2018 07:33
    Highlight Highlight Ich tue mich sehr schwer damit, wenn Personen, welche noch nie auf einem Bauernhof waren, sich über enthornte Kühe enervieren. Klar, vor 10-20 Jahren war dies für das Tier bestimmt nicht schmerzfrei, heute wie im Bericht gut beschrieben ist dies nicht mehr mit Schmerzen für das Tier verbunden. Zudem schützt man das Tier, die Personen darumherum, sowie die restlichen Kühe im Stall für die nächsten Jahre.
    23 8 Melden
    • Kleine Hexe 17.10.2018 09:00
      Highlight Highlight Dem ersten Teil stimme ich zu. Aber inwiefern man das Tier und die restlichen Kühe im Stall schützt, verstehe ich nicht. Ich kenne nur wenige Fälle, wo sich Kühe an den Hörnern verletzt haben. Und in horntragenden Herden kommt es zu weniger Auseinandersetzungen als in hornlosen.
      Trotzdem werde ich nein stimmen, da ich nicht will, dass Anbindehaltung mit Hörnern stärker subventioniert wird als Offenhaltung ohne Hörner.
      6 4 Melden
    • skisandtrail 17.10.2018 09:22
      Highlight Highlight So ein Mist!
      Weshalb sollte es in horntragenden Herden zu weniger Auseinandersetzungen kommen? Wahrscheinlich hast du beides bereits miterlebt (und nicht einfach vom Zaun aus beim Abendspaziergang zugeschaut)..
      Es kommt immer zu Rangkämpfen, ob mit oder ohne Horn.
      Im Übrigen kenne ich sehr viele Fälle von verletzen Kühen mit und wegen Hörnern - allerdings so gut wie keine ohne Hörner.
      Im Übrigen: Gewusst, dass Hörner natürlich NIE derart nach vorne wachsen und so als Waffe benutzt werden können? Normal würden diese eher nach hinten wachsen, um Nackenangriffe von Raubtieren abzuwehren.
      3 6 Melden
    • thatvphissue 17.10.2018 10:48
      Highlight Highlight Was denkst Du denn, passiert, wenn das Schmerzmittel nach 2 Tagen nicht mehr wirkt? Natürlich ist es schmerzhaft. Eben wie im Bericht beschrieben ist da eine Wunde, in der sich Maden vergnügen und dann wird die Kruste entfernt. Selbstverständlich schmerzhaft.
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 17.10.2018 07:31
    Highlight Highlight JA: Kühe haben Hörner.
    10 20 Melden
  • Lümmel 17.10.2018 07:03
    Highlight Highlight In jedem Beruf werden die Sicherheitsmassnahmen heraufgesetzt damit man jede eventualität eines Unfalls vermeiden kann. Nur bei den Bauern soll jetzt plötzlich das Gegenteil gefördert werden.

    Zudem ist mir eine enthornte Kuh die sich im Stall frei bewegen kann lieber als eine gehörnte die den ganzen Tag angebunden ist.
    90 31 Melden
    • mogad 17.10.2018 08:51
      Highlight Highlight Vor Allem der 2. Abschnitt!
      8 3 Melden
    • blaubar 17.10.2018 09:07
      Highlight Highlight Am liebsten ist mir eine Kuh mit Hörnern, die sich frei bewegen kann. Wir beziehen unsere Milch direkt vom benachbarten Demeter-Hof. Alles andere will ich nicht.
      7 4 Melden
    • thatvphissue 17.10.2018 10:38
      Highlight Highlight Zum 1. Abschnitt: Am besten also die Kühe 24/7 anbinden, damit keine Unfälle entstehen? Ich denke nicht.

      Zum 2. Abschnitt: Hornkühe werden genauso in einem Laufstall gehalten. Niemand hat gesagt, dass Hornkuh=Anbindehaltung und Hornlos=Laufstall.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 17.10.2018 06:57
    Highlight Highlight «Ich müsste meinen Viehbestand um rund einen Drittel verringern, wenn ich mich gegen das Enthornen entscheiden würde»
    Und das Fleisch teurer verkaufen finde Ich gut Ich würde dieses Bio mit Horn zu einem höheren Preis zahlen.
    30 17 Melden
    • AdbA 17.10.2018 08:01
      Highlight Highlight Die Stastistiken zeigen aber, dass der Durchschnittskonsument im Endeffekt dann aber nur mehr verspricht und nicht mehr zahlt.
      19 2 Melden
    • Skip Bo 17.10.2018 11:15
      Highlight Highlight Masttiere für Rindfleisch werden seltener enthornt. Masttiere werden in der Regel in Freilaufställen gehalten.
      Diese Tiere werden von der Initiative ausgeschlossen, da nur für erwachsene Tiere (Kühe) Hornbeiträge bezahlt würden.

      3 0 Melden
  • Zitronensaft aufbewahren 17.10.2018 06:43
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, was an einer Enthornung schlimmer sein soll, als an einer Kastration eines Hundes? Und warum genau dieser spezifische Eingriff nun finanzielle Konsequenzen haben soll?
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    • öpfeli 17.10.2018 07:19
      Highlight Highlight Beim Hund hats evt postive Einflüsse aufs Verhalten und es gibt schon genug Hunde die ein Zuhause suchen (2. ist mein persönliche Meinung). Das Horn der Kuh ist hingegen ein Organ, dass ein positiver Effekt hat wenn es vorhanden ist.
      http://www.kuhmithorn.ch/page1/page1.html
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    • Polly P. 17.10.2018 08:37
      Highlight Highlight @öpfeli: Das stimmt so leider nicht ganz. Auch die Kastration von Hunden ist umstritten, da diese sich nicht nur positiv auf die Hunde auswirkt. Zwar werden eine Krankheitsrisiken ausgeschlossen (Prostatakrebs, Mammatumor usw.), dafür erhöht sich das Risiko für andere Krankheiten (HD, Knochenkrebs usw.) immens. Durch die Unterdrückung der Pubertät bei einer Frühkastration kann es außerdem zu Verhaltensproblemen kommen. (1)
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    • Polly P. 17.10.2018 08:41
      Highlight Highlight @öpfeli (2): Ist also nicht so unbedenklich, wie du meinst. Dein Argument der Vermehrung anbelangend: Eine Hündin ist nur 2x jährlich läufig...Es ist kein Ding der Unmöglichkeit, sie an diesen wenigen Tagen von intakten Rüden abzuschirmen (Leine?)
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  • dracului 17.10.2018 06:19
    Highlight Highlight Es ist m. A. nicht nur falsch Direktzahlungen über die Verfassung zu regeln, sondern auch dass es für das natürliche Belassen der Hörner finanzielle Unterstützung geben soll. Eigentlich müsste doch die “Behandlung” verteuert werden? Zudem ist die plötzliche Neosensibilität der Konsumenten und Landwirte beim “Sinnesorgan” Horn irritierend. Wenn wir schon über Hörner sprechen wollen, dann wäre die grundsätzliche Frage nach der Würde der Kuh zu diskutieren. Kühe produzieren eine Leben lang Milch, viel Kalbsfleisch und enden schliesslich selber dem Teller. Ob Hörner diese “Würde” aufwerten können?
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    • äti 17.10.2018 07:09
      Highlight Highlight Dracului, Sensibilität ist plötzlich schlecht und irritierend? Tiere den Ställen (Platz) operativ anpassen? Ein JA, der einfachen Vernunft wegen.
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    • Jein 17.10.2018 07:22
      Highlight Highlight Bei Hörnern geht es plötzlich um die Gefühle, dass vielen Kälber nach 5 Monaten ein Bolzen in den Kopf geschossen wird, wird ausgeblendet. Ich esse gerne Fleisch und Milchprodukte, aber wenn die Initianten der Initiative nun plötzlich etwas vonwegen Würde des Tieres sagen ist das schlichtweg zynisch.
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    • lacroix 17.10.2018 07:28
      Highlight Highlight Evtl. geschieht dies z.T dadurch, dass wegen der Hörner nicht mehr so viele Kühe auf der gleichen Fläche gehalten werden können und somit die Fläche vergrössert oder der Viehbestand verkleinert werden müsste was wiederum zu mehr Platz für jede einzelne Kuh führt... Könnte schon mal ein guter Ansatz sein.
      17 5 Melden
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  • ovialop 17.10.2018 06:17
    Highlight Highlight Ich muss kotzen! Könnte man nicht auch SVP-Politiker mit einem Gewissen züchten? Ich habe diese Initiative auch mitunterschrieben und werde ganz sicher abstimmen, aber ich sehe keine grossen Chancen gegen die mächtige BauernLobby. Und für solche "Menschen" muss ich die Subventionen mitbezahlen - und kann nichts dagegen tun! Diese Bauern sollte man auch enthornen.
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    • Braindead 17.10.2018 08:08
      Highlight Highlight Du zahls die Subventionen weniger für den Bauern, sondern viel mehr für den erhalt deiner Ernährungssicherheit..... wen ich mir die Weltlage so ansehe, halte ich es nicht für verkehrt wenigstens einen Teil unseres Ernährungsbedarfs in unserem Land zu produzieren....
      Hat jetzt aber nichts mit meiner Haltung zu Enthornungen zu tun. Wo ich arbeite haben die Kühe genügend Platz und Hörner.
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    • Gummibär 17.10.2018 11:33
      Highlight Highlight @Braindead https://www.handelszeitung.ch/politik/diese-absurden-subventionen-erhalten-schweizer-bauern-797857
      Wenn Ernährungssicherheit die Hauptmotivation für das Subventionsbudget von 3,5 Milliarden wäre, dann würden diese Gelder für eine Rationalisierung und Straffung der Produktion verwendet-
      51'000 Kleinbetriebe von durchschnittlich 20ha bewirtschaften 1,046 Millionen ha landw. Fläche.
      Jede andere Industrie, die derart personal-intensiv, verzettelt, dupliziert , unrationell und unwirtschaftlich produziert wäre schon längst eingegangen. Wir leisten uns hier einen Luxus.
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    • Braindead 17.10.2018 13:08
      Highlight Highlight @Gummibär, ich würde auch nie sagen, dass es keine Bereiche gibt über die man nicht diskutieren könnte, oder die sogar wirklich völlig nutzlos sind.... Oder das man Betriebsübergreifend nicht effizienter produzieren könnte. Der Kommentar von ovialop ist mir einfach ein wenig gar zu reisserisch. Ich finde aber auch Subventionen für das Schaffen und erhalten von Biotopen nicht nutzlos. Ich glaube nicht, das Bauern ganz ohne Profit noch Naturwiesen pflegen oder Wildbienen Hotels errichten würden.
      1 1 Melden
  • Lümmel 17.10.2018 06:13
    Highlight Highlight In jedem Beruf werden die Sicherheitsvorschriften im mehr, um ganz sicher jeder eventualität eines Unfalls vorzubeugen. Nur bei den Bauern soll jetzt plötzlich das Gegenteil gefördert werden.

    Dazu kommt, dass mir enthornte Kühe die sich in einem Laufstall frei bewegen können allemal lieber sind, als gehörnte Kühe die den ganzen Tag angebunden sind.
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Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

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