Schweiz
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ICE 4, links, und Giruno, rechts, im Zuercher Hauptbahnhof am Samstag, 23. November 2019. An einem Medienanlass wurde die neue Flotte fuer den internationalen Personenverkehr praesentiert. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der neue ICE4 soll Bahnverbindungen von der Schweiz nach Deutschland attraktiver machen. Bild: KEYSTONE

Die Einfahrt des einheitlichen Zugticket-Systems verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Im Zuge des «Green New Deal» will die EU den internationalen Bahnverkehr massiv ausbauen. Ein Knackpunkt dabei sind einfachere Buchungssysteme. Die SBB macht Dampf – doch nun verzögert sich die neue Ticket-Plattform für internationale Reisen.



Corona-Baisse hin oder her: Die Förderung des internationalen Zugverkehrs ist eines der zentralen Ziele des «Green New Deals» der EU, der Europa bis 2050 klimaneutral machen soll. Mit schnelleren Bahnverbindungen, neuen Nachtzug-Linien sowie vereinfachten Ticket-Plattformen sollen die Deutsche Bahn & Co. Billigflieger stärker konkurrieren. 24 EU-Staaten haben vergangene Woche eine entsprechende Absicht kund getan. 2021 soll gar als «Jahr der Eisenbahn» ausgerufen werden.

Die Schweiz hat nicht an der Telefonkonferenz der Verkehrsminister teilgenommen, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf watson-Anfrage erklärt. Als Nicht-EU-Mitglied ist die Schweiz nicht direkt in das Projekt involviert.

Dies stösst der Basler GLP-Nationalrätin Katja Christ sauer auf. In einem Vorstoss verlangt sie Antworten vom Bundesrat. Etwa wie sich die Schweiz aktiv an der Weiterentwicklung des Nachtzugnetzes beteiligt oder wie der Bund zur Idee eines so genannten EU-«Railscanners» steht, der analog der Flugticket-Plattform «Skyscanner» die günstigsten Verbindungen anzeigt.

Verzögerungen beim neuen SBB-Buchungssystem

Denn komplizierte, nicht einheitliche Ticketsysteme sind eine grosse Hürde, die den internationalen Personenverkehr ausbremsen.

Wer von Sparbiletten von der Schweiz nach Österreich, Frankreich oder Italien profitieren will, muss noch immer umständlich auf den Webseiten der jeweiligen Bahnen buchen. Die SBB haben darum vor einem Jahr ein komplett neues Buchungssystem für internationale Reisen angekündigt.

Bild

Aus der Internet-Steinzeit: Der aktuelle SBB-Webshop für internationale Tickets passt sich nicht der Bildschirmgrösse an.

Denn der aktuelle Webshop der SBB für internationale Reisen ist mehr als angejährt. Teils werden Preise gar nicht erst angezeigt, das Design passt sich nicht der Bildschirmgrösse an. Via App sind keine internationalen Reisen buchbar. Das neue Ticket-Portal mit direkten Schnittstellen in die Vertriebssysteme der Eisenbahnen der vier Nachbarländer hätte 2020 online gehen sollen, verzögert sich nun aber.

Sparbillette etwa sind bislang nur für Deutschland-Verbindungen verfügbar. «Wir gehen Bahn für Bahn vor. Bereits umgesetzt ist die Anbindung der Deutschland-Sparpreise, derzeit umgesetzt wird die Anbindung des Frankreich-Verkehrs, danach werden der Italien-Verbindungen folgen. Ein erstes Zwischenfazit: Die Software erfüllt unsere Erwartungen», sagt SBB-Sprecher Raffael Hirt zu watson.

«Wir gehen Bahn für Bahn vor. Die Software erfüllt unsere Erwartungen.»

SBB

Erst wenn alle Nachbarländer integriert seien, werde der alte Ticketshop abgelöst. Wann dies der Fall sein wird, können die SBB noch nicht sagen. Das «hochkomplexe» Projekt habe sich auch wegen der Corona-Krise verzögert, die den europäischen Bahnverkehr lahmgelegt habe, so Hirt. Ist das neue Ticketsystem umgesetzt, können sich Schweizer Bahnpassagiere eine Buchung auf den Webseiten der ÖBB oder der SNCF sparen.

Denn grundsätzlich sollten die Ticketpreise dann überall gleich sein. «Die SBB kann dann auch Sparbillette für die Nachbarländer der Schweiz verkaufen». Weiter ist denkbar, dass das neue SBB-Ticketsystem auf Länder wie Belgien oder Holland ausgeweitet wird. Nach der Umsetzung für die Schweizer Nachbarländer sei auch die Integration anderer Bahnen denkbar, so Hirt.

Mehr Nachtzüge gefordert

Die neu in den Nationalrat gewaehlte Katja Christ (GLP) nach der Bekanntgabe des Endresultats fuer die Wahl in den Nationalrat im Wahlforum in Basel, am Sonntag, 20. Oktober 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

GLP-Nationalrätin Katja Christ will bessere Ticketsysteme für den europäischen Bahnverkehr. Bild: KEYSTONE

GLP-Nationalrätin Christ fordert weiter, dass sich die Schweiz aktiver an neuen Nachtzugverbindungen beteiligt. «Mit dem Nightjet haben uns die Österreicher abgehängt. Es braucht jetzt endlich eine Vorwärtsstrategie.»

Die SBB sagten im Februar zur NZZ, dass man in Zusammenarbeit mit den ÖBB neue Nachtzugsverbindungen wahrscheinlich per Ende 2022 aufnehmen werde. Im Fokus stehen Nachtzüge nach Kopenhagen, Rom und Barcelona.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 12.06.2020 15:35
    Highlight Highlight "wie der Bund zur Idee eines so genannten EU-«Railscanners» steht, der analog der Flugticket-Plattform «Skyscanner» die günstigsten Verbindungen anzeigt."

    ...also Trainline?
  • code-e 12.06.2020 14:25
    Highlight Highlight ich könnte mir auch Hochgeschwindigkeitsnachtzüge vorstellen. Dann wären auch Barcelona und sogar Madrid in einigermassen kurzer Zeit erreichbar. Ab Zürich mit lediglich Halten in Bern, Lausanne und/oder Genf und dann vollgas ohne weitere Halte.
    • Felix Meyer 12.06.2020 18:24
      Highlight Highlight Problem dabei sind die Kosten. Hochgeschwindigkeitszüge kosten deutlich mehr als konventionelle Züge. Gleichzeitig haben Nachtzüge deitlich weniger Plätze (ein Bett braucht halt mehr Platz als ein Sitz) und jeder Platz lässt sich nur einmal in 24 h verkaufen. Ein Nachtzug steht durchschnittlich wohl mehr als 12 h pro Tag auf dem Abstellgleis, während ein Zug mit Sitzplätzen im besten Fall 18-20 h am Tag fahren und Geld verdienen kann - und das mehrmals mit dem gleichen Sitz.
  • Thatotherwhitegirl 12.06.2020 13:02
    Highlight Highlight Also das mit „die Preise sollen überall gleich sein“ ist ja wohl noch etwas.. holprig. Ich fahre regelmässig mit dem Zug nach Österreich (Vorarlberg). Ich habe schnell gelernt, die Tickets am besten in Österreich zu kaufen. Schweizer Zugverbindungen kosten in Österreich ca dasselbe wie hier. Österreichische Zugverbindungen hingegen kosten hier eine Unmenge. Eine Verbindung die sonst mit Halbtax ca. 16.-/ Euro kostet kostet bei uns plötzlich 46 Franken.

    Also hat die SBB tatsächlich vor ihre Preise zu verkleinern?
    • Felix Meyer 12.06.2020 18:21
      Highlight Highlight Nein, die SBB will ihre Preise nicht verkleinern (abgesehen davon, dass die Preise gar nicht von der SBB festgelegt werden). Die SBB will einfach neu auch ausländische Sparbillette anbieten.
  • Blues 12.06.2020 12:50
    Highlight Highlight Es ist eben doch so: alles europäische in der Schweiz ablehnen, aaaber wenn es dann einem persönlich trifft dann sollten sich die Behörden und Unternehmungen sofort an die EU anpassen oder denen den Tarif erklären. 🥴

    Abgesehen davon ist Bahnfahren eben nicht nur ein Transportmittel für Leute sondern auch eine Reise mit wunderschönen Erlebnisse. Sogar ein Nachtzug ist besser als ein Flug, nachdem man sich erst einmal 3 Stunden lang erholen muss. Nur die Umsteigerei im Nachtzug geht gar nicht. Bei der Fligerei nehmen es aber alle Leute ohne zu murren in kauf. 😏 😏
    • code-e 12.06.2020 13:48
      Highlight Highlight @Blues: Also, wenn ich irgendwo um 3 Uhr Nachts umsteigen und eventuell noch 1 Stunde auf den nächsten Zug warten müsste, fände ich das effektiv nicht so toll.
  • xoxo_miro 12.06.2020 11:33
    Highlight Highlight es gibt mit Omio, Trainline oder Fromatob eigentlich schon einige "Zug-Scanner"
  • Seth 12.06.2020 11:28
    Highlight Highlight Ich hab meine letzten Bahnreisen nach Venedig, Marseille, Polen, Berlin und Wien jeweils mit Trainline gebucht und nur hie und da (öbb verbindung nach warschau oder DB von berlin nach Rugen) über die Betreiber direkt. Wenn man Trainline noch gesamteuropäische ausbauen könnte wär das wahnsinnig toll!
  • rburri38 12.06.2020 11:14
    Highlight Highlight Ein einheitliches System wäre fantastisch. Ähnlich Google Flights, Länder- und Bahnübergreifend. Start und Ziel eingeben, dann kommen die besten, günstigsten, schnellsten, etc. Verbindungen inkl. total Preis und direkt buchen.
  • Grohenloh 12.06.2020 10:44
    Highlight Highlight „Die Ticketpreise sollen dann überall gleich sein...“?

    Also, verfünffacht Italien seine Preise oder fünftelt die SBB ihre?
    • Felix Meyer 12.06.2020 14:13
      Highlight Highlight Die SBB muss ihre Preise nicht anpassen, sie bietet jetzt schon die gleichen Preise für die gleichen Tickets an. Nur können über die SBB heute keine Sparbillette fürs Ausland gekauft werden, weshalb es so scheint, als wären die Billette bei Trenitalia günstiger. Eigentlich sind es aber einfach unterschiedliche Produkte.
    • Grohenloh 12.06.2020 15:58
      Highlight Highlight Ah, die gleichen Preise für die gleichen Tickets in Italien.

      Ist das nicht klar? Die Preise in Italien werden ja von den ital. Staatsbahnen bestimmt, oder? Die SBB muss die ja auch bei Trenitalia einkaufen..., oder?

      Da ich dies schon voraussetzte, meinte ich, dass für gewisse Kilometer in Italien die gleichen Preise gelten wie für die entspr. Kilometer in der Schweiz.

  • Posersalami 12.06.2020 10:38
    Highlight Highlight Es wäre doch schon ein Fortschritt, wenn der Zug aus Zürich wenigstens im gleichen Bahnhof ankommen würde, wie der wo der Zug nach London abfährt.

    Dieses einmal durch die Stadt Gerenne hat mich bisher auch von dieser Reise abgehalten.

    Noch besser wäre natürlich eine schnelle Verbindung von Zürich nach Brüssel ohne Umweg über Paris. Aber da müsste Deutschland halt in die Puschen kommen.. noch viel besser wäre es, die Hochgeschwindigkeitsnetze der Länder endlich vernünftig zu verbinden.
    • Felix Meyer 12.06.2020 13:25
      Highlight Highlight Das "durch-die-Stadt-Gerenne" ist übrigens nicht so ein Problem, es gibt eine direkte S-Bahn im 10-Minuten-Takt. Aber klar, angenehmer wäre es sicher, sowohl für Brüssel wie auch für Paris.
    • Felix Meyer 12.06.2020 18:19
      Highlight Highlight @idrisi: dafür kannst du aber kaum den Bahnen die Schuld geben...
  • RandomNicknameGenerator 12.06.2020 10:21
    Highlight Highlight "Mit dem Nightjet haben uns die Österreicher abgehängt." - man muss ganz ehrlich sein, das Gegenteil ist der Fall. Zürich ist der zweitgrösste Nachtzughub der ÖBB. Nur dank der ÖBB. Die Zusammenarbeit mit der ÖBB ist daher der richtige Weg.
    Ich freue mich schon auf die neuen Nachtzüge 🥳
  • Antichrist 12.06.2020 10:13
    Highlight Highlight Ich fände auch einheitliche Benzinpreise, Vignettenpreise oder Höchstgeschwindigkeiten auf der Autobahn super. Wer kümmert sich von der EU darum?
    • Bulwark 12.06.2020 10:50
      Highlight Highlight Autofahren hat leider nicht viel mit dem Green New Deal zu tun. Höchstens Elektroautos, diese sind jedoch aktuell noch sehr stark unter vertreten.
    • Luukituuki 12.06.2020 11:24
      Highlight Highlight Also ich finde die heutigen elektroautos auch nicht wirklich grün.. i steige auf den E-auto trip auf wenn dies mit einer Wasserstoffbrennstoffzelle realisiert wird. Dann kann ich mit gutem gewissen dahinter stehen
    • Tschowanni 12.06.2020 16:26
      Highlight Highlight Wasserstoff? Das dieses immer noch vorgeschlagen wird ist mir ein Rätsel. Um Wasserstoff zu erzeugen werden Unmengen von Energie gebraucht was in keinem Verhältnis steht. Zudem ist der Wirkungsgrad von Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen unter aller Sau. Also, informiert euch und vergesst das endlich mal
  • Bulwark 12.06.2020 10:11
    Highlight Highlight Ich würde mir einen Nachtzug nach London wünschen. Ich wäre sofort bereit mehr zu bezahlen und auf Flugreisen nach Grossbritannien zu verzichten. Das lästige umsteigen in Paris und der damit verbundene Zeitverlust sind für mich aktuell noch ein Hindernis.
    • Error 418 12.06.2020 10:38
      Highlight Highlight Da wäre ich sofort dabei. Mich wundert es sowieso, dass das nicht ein grösseres Thema ist. Immerhin ist London die mit Abstand am meisten angeflogene Destination.
      Klar gibt es Einschränkungen (Zollabfertigung, Zuglänge), aber diese sollten doch irgendwie zu lösen sein.
    • Felix Meyer 12.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Das wäre wirklich toll, leider aber unrealistisch. Die Vorschriften für die Fahrt durch den Eurotunnel sind extrem streng (was den Betrieb der sowieso schon teuren Nachtzüge noch teuer macht) und die Grenzkontrolle zwischen F und GB wird wohl mit dem Brexit auch nicht einfacher (bereits mit heutigem Stand müsste die Grenzkontrolle vor der Einfahrt in den Eurotunnel geschehen).
      Vielleicht als Stufe 2, wenn sich die Nachtzüge allgemein wieder etwas besser etabliert haben.
    • Bulwark 12.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Ich denke das grösste Problem dürfte der Eurotunnel darstellen. Vor dem besteigen eines Zuges nach London muss schliesslich dieselbe Sicherheitsprozedur durchgeführt werden, wie an einem Flughafen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frechsteiner 12.06.2020 10:00
    Highlight Highlight Zum Glück gibt es da bereits SimpleTrain, die machen das zwar manuell, aber preiswert und mit Herz!

    https://www.facebook.com/SimpleTrainTickets/?modal=admin_todo_tour
    • Alnothur 12.06.2020 15:39
      Highlight Highlight Warum sollte ich das nutzen, was spricht dafür gegenüber den bereits bestehenden automatischen Portalen?
    • Frechsteiner 12.06.2020 16:32
      Highlight Highlight Ganz einfach, weil die noch günstiger sind als die automatischen Portalen und man sich selber um nichts kümmern muss


  • jjjj 12.06.2020 10:00
    Highlight Highlight Hab mal versucht ein Ticket für 4 Personen von Zürich nach Florenz zu buchen. Online wars nicht möglich. Am HB dauerte es dann 45 Minuten... Die Dame am Schalter musste dreimal "mit Bern" telefonieren.
    • jjjj 12.06.2020 11:00
      Highlight Highlight und das war 2019.
    • chrigu57 12.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Geht Online, nur halt Zürich Milano auf der SBB Seite und Milano Firenze auf Trenitalia. Der SBB Schalter ist keine Alternative
  • Gubbe 12.06.2020 09:33
    Highlight Highlight Klar macht da die 'Schweiz, SBB' nicht mit. Die internationalen Verbindungen müssten sich dem Ausland anpassen und würden massiv billiger.

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