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«Wenn möglich werden die Öffnungsschritte am 31. Mai in Kraft treten» ++ BAG: 1539 Fälle

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
12.05.2021, 13:32
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Mittwoch 1539 neue Corona-Fälle für die letzten 24 Stunden. Die Positivitätsrate betrug 4,1 Prozent. 4 Menschen starben, 50mussten ins Spital.
  • Total wurden 3'242'772 Impfdosen verabreicht – rund 53'200 pro Tag. 1'077'581 Personen in der Schweiz sind vollständig geimpft.
  • Der Bundesrat hat am 14. April weitgehende Lockerungen beschlossen. Die wichtigsten Beschlüsse findest du hier.
  • Mit einem Drei-Phasen-Plan will der Bundesrat weiter lockern. Die Details dazu kannst du hier nachlesen.
  • Die SwissCovid-App hilft, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Sie hat 1,8 Millionen aktive Userinnen und User.
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7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Der Bundesrat zu den Öffnungen

Video: extern / rest/Schweizerische Bundesrat

Liveticker: Corona National+International 12.05.21

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21:52
Pflegepersonen protestieren in der ganzen Schweiz
Mehrere Hundert Pflegepersonen sind am Mittwoch in verschiedenen Städten der Schweiz auf die Strasse gegangen. Sie forderten am Internationalen Tag der Pflege unter anderem mehr Lohn und mehr Personal nach einem wegen der Corona-Pandemie besonders intensiven Jahr.

In Basel waren am frühen Mittwochabend rund 400 Menschen am «Walk of Care», der jedes Jahr am 12. Mai in vielen Ländern der Welt unternommen wird. In Zürich und Bern versammelten sich am Nachmittag rund 100 Personen in Schaffhausen geschätzte 120. Der Tag wurde unter dem Motto «Applaus ist nicht genug» in elf Schweizer Städten begangen.

Die Pflegenden stellten gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia vier Forderungen: einen verstärkten Gesundheitsschutz über die Pandemie-Zeit hinaus, höhere Stellenschlüssel und mehr Lohn, eine solidarische und faire Pflegefinanzierung und die Umsetzung der Pflegeinitiative. (sda)
17:12
Schaffhausen impft ab nächster Woche alle Personen ab 16 Jahren
Der Kanton Schaffhausen beginnt im Laufe der kommenden Woche mit der Corona-Impfung aller impfwilligen Personen ab 16 Jahren. Ab morgen Donnerstag werden die Impftermine vergeben.

Personen, die Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen haben, werden neu nicht mehr prioritär geimpft, wie das Schaffhauser Gesundheitsamt am Mittwoch mitteilte. Als prioritär gelten noch Personen ab 65 Jahren sowie Hochrisikopatienten, chronisch Kranke, das Gesundheitspersonal sowie Kontaktpersonen von immunsupprimierten Menschen.

Diese Personengruppen erhalten auch künftig vorrangig Impftermine, wie es in der Mitteilung weiter heisst. (sda)
16:18
Wie viele Leute dürfen an Hochzeiten und Beerdigungen teilnehmen?
30 Personen sowohl in Innen- als auch Aussenräumen, sagt Gerber. Für religiöse Veranstaltungen werde die Obergrenze auf 100 beziehungsweise 300 angehoben.

Bei Publikumsveranstaltungen würden die Leute sich weniger vermischen, als etwa bei Hochzeiten, begründet Gerber diesen Entscheid.

Damit ist die Pressekonferenz beendet.

Zu den wichtigsten Entscheiden gelangst du hier.
16:15
Wieso hat man das Covid-Zertifikat nicht schon früher aufgegleist?
«Es war schon immer klar, dass das eine Diskussion werden könnte», sagt Berset. Man habe vor einem Jahr vieles noch nicht gewusst. Etwa wie lange eine genesene Person als nicht-ansteckend betrachtet werden könne. Man habe auch noch nicht gewusst, wie lange und wie gut mögliche Impfstoffe wirken würden.
16:11
Will der Bundesrat PCR-Tests gratis machen für Reisende?
Nein, das sei nicht geplant.
16:09
Wie stellt der Bundesrat sicher, dass das Covid-Zertifikat von der EU akzeptiert wird?
Berset meint, dass man da in sehr engem Austausch stehe mit der EU. Es bestehe auch ein Interesse der EU, dass ihr Zertifikat in der Schweiz anerkennt werde.
16:06
Konkrete Frage zum Jassen
Wenn eine fünfte Person (geimpft) im Restaurant zu einer Jassgruppe von vier Personen stösst, warum muss der Wirt diese wegschicken?

Alain Berset: «Weil man zu viert jasst.»
16:03
Ist es nicht diskriminierend, wenn die Quarantänepflicht für die Geimpften aufgehoben wird?
Man könne ja bereits mit einem Test ins Ausland reisen, meint Berset. Im Juni komme zudem die Impfung für alle Altersgruppen. Da gebe es einige Wochen in denen eine gewisse Ungleichheit da sein. Im Gegenzug müssten sich auch die geimpften Personen an die 10-Personen-Regel halten.
16:00
Was hält der Bundesrat von der Aufhebung der Patent-Rechte?
Parmelin meint, die Schweiz nehme regelmässig an den Diskussionen der WTO teil und habe Kenntnis von den Forderungen der USA.
15:58
Sind jedes Jahr Auffrischungen der Impfung nötig? Was, wenn da nicht mehr alle mitmachen?
Dann würde sich die Pandemie einfach wieder neu entwicklen, so Berset. Wahrscheinlich so wie die Grippe. Aber das Corona-Virus mutiere langsamer, weshalb man sich anpassen könne. Wenn die Impfung aber zur Verfügung steht, dann könne man Schliessungen nicht mehr rechtfertigen.
15:58
Was passiert, wenn ein Grossteil sich nicht zum 3. Mal impfen lässt?
Dann werde die Pandemie wieder zuschlagen, meint Alain Berset. Aber sobald die Impfung da sei, sei alles Eigenverantwortung. Wenn man sich nicht impfen lassen wolle, werde man einfach krank. Massnahmen liessen sich dann nicht mehr rechtfertigen. Berset vergleicht die Situation mit der Grippe, die ich auch mutiere und es immer wieder Wellen gebe.
15:56
Warum geht man mit der Öffnung von Innenräumen ein Risiko ein? Wieso werden Kinder im Drei-Phasen-Plan nicht erwä
Ja, es gebe eine grosse Differenz zwischen Innen- und Aussenräumen. Genau darum sei es so wichtig, drinnen Masken zu tragen. Aber sei das ein Grund die Innenräume in Restaurants geschlossen zu halten? Nein. Aber man wolle ein Stück Normalität zurück. Es sei einfach sehr wichtig, dass die Schutzmassnahmen eingehalten werden würden.

Man werde nur zur Phase 3 übergehen, wenn alle Impfwilligen einen Zugang zur Impfung gehabt haben. Dann versuche man möglichst schnell die Kinder ab 12 impfen. Das sollte noch im Sommer oder den nächsten Monaten kommen. Die klinischen Studien bräuchten noch etwas Zeit.
15:52
Werden in Zukunft nur noch mRna-Impfstoffe reserviert? Und in welchem Umfang?
Man habe vergangenes Jahr sehr viel mRna-Impfstoff gekauft und das habe sich ausbezahlt. Ziel sei es, die best bekannten Impfungen zu reservieren und zu kaufen. Aus diesem Grund gebe es einen Fokus auf mRna-Impfstoff. Es werden auch noch Impfungen von Curevax und Novavax erwartet.
«Unser Ziel ist es, alles dafür zu tun, damit wir mit der Impfung im Winter eine stabile Situation erreichen können.»
15:47
Geimpfte werden von der Reisequarantäne ausgenommen. Was ist mit mitreisenden Kindern?
Die Test- und Quarantänepflicht sei für Kinder unter 16 Jahren aufgehoben, so Michael Gerber, Leiter der Abteilung Recht.
15:46
Was wollen Sie zum Schutz der Kinder unternehmen?
Seit dem Anfang wisse man, dass die Kinder die Pandemie nicht so schwere Verläufe habe wie alte Menschen oder Leute mit Vorerkrankungen. Man tue alles dafür, dass die Impfungen für die Kinder verfügbar werden, so Berset. Es gebe Signale, dass dies bald der Fall sein könnte. Aber in der Schule brauche es weiterhin Schutzkonzepte.
Wenn es bei den Erwachsenen eine grosse Impfbereitschaft geben und die Impfrate sehr hoch sei, dann drücke es die Ansteckungsrate. Davon können auch Kinder profitieren.
Mathys ergänzt, dass die Kinder nicht zur einer Risikogruppe geworden sind. Mit einer hohen Impfbereitschaft könnten auch die Kinder geschützt werden.
15:44
Weshalb hält man im privaten Bereich an den Einschränkungen fest?
Vor allem weil es da keine Distanz, keine Masken und keine Schutzkonzepte gebe, antwortet Berset. 10 Personen in Innenräumen und 15 Personen draussen. Man wolle noch einige Wochen mit diesem System fahren. Es seien die Orte, an denen die Gefahr am grössten sei.
15:42
Erhält die Bevölkerung in der Normalisierungsphase alle ihre Rechte und Freiheiten zurück?
Es gebe nie eine absolute Zusicherung, so Berset. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem alle impfwilligen Personen geimpft seien, seien Schliessungen nicht mehr zu rechtfertigen. Ziel sei es, dass in der Phase 3 alle Einschränkungen aufgehoben werden können. Und das sei machbar.
15:40
Was ist mit den Nachtclubs?
In Nachtclubs mache eine Kapazitätsreduzierung und eine Sitzpflicht wenig Sinn, so Berset. Eine Öffnung sei eher gegen Ende der Öffnungsschritte vorgesehen.
15:38
Impfstrategie für 2022 bereits beschlossen
Der Bundesrat hat sich auch mit der Beschaffung von Impfstoffen befasst. Man sei gut positioniert. Für 2022 habe man heute die Beschaffungsstrategie beschlossen. «Damit sind wir auch für den Fall vorbereitet, dass neue Mutationen auftreten und neue Impfungen nötig werden sollten.» Man habe bei Moderna bereits eine grosse Menge Impfstoff bestellt.
Man habe diskutiert, ob man der Covax-Initiative 3 Millionen Dosen Impfdosen zur Verfügung stellen wolle.

«Der letzte Öffnungsschritt hat nicht zu einer weiteren Ausbreitung des Virus geführt»
, stellt Berset zufrieden fest. Die Strategie scheine zu funktionieren. Er lobt die Bevölkerung, die sich an die Massnahmen hält.

Die Fragerunde ist eröffnet.
15:34
Der Drei-Phasen-Plan endgültig angenommen
Das Drei-Phasen-Plan sei heute endgültig angenommen worden, die Kantone unterstützten diesen Plan, sagt Berset. Die erste Phase – die Schutzphase – werde bald zur Phase zwei übergehen. Das sei die Stabilisierungsphase, in der sich alle impfwilligen Personen, impfen lassen können. Die Diskussion bezüglich der Öffnungsschritte werde am 26. Mai weitergeführt werden. «Wenn möglich werden am 31. Mai die Öffnungsschritte in Kraft treten.»

Bei Veranstaltungen dürften sich dann drinnen neu 100 Personen und 300 draussen aufhalten. Im Privaten bleibe die Situation gleich: 10 Personen drinnen, 15 Personen draussen – dies, weil man wisse, dass im Privaten die Ansteckungsgefahr höher sei.
Die Hochschulen dürfen ihren Präsenzunterricht ausweiten.
Wenn Betriebe regelmässig testen, dann könne die Home-Office-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt werden.
Berset: «Wenn es die Situation Ende Mai ermöglicht, dann will der Bundesrat auch die Innenräume der Restaurants öffnen.» Dieser Entscheid werde aufgrund der Datenlage nach der Vernehmlassung am 26. Mai beschlossen.
15:27
«Wir haben die bestmögliche Situation, die wir uns erhoffen konnten»
Alain Berset spricht. Zur epidemiologischen Lage: Am 12. Mai 2021 sei die Lage doch ganz ermutigend. Die Fallzahlen sinken und auch die Testrate sei heute hoch gewesen. Man sei wieder auf dem Niveau von Mitte März. «Das bedeutet, wir haben die bestmögliche Situation, die wir uns erhoffen konnten.» Am 14. April habe der Bundesrat Öffnungsschritte beschlossen, die allerdings keine negativen Auswirkungen gezeigt hätten. Dies sei unter anderem auch auf die Impfung zurückzuführen – immer mehr Kantone hätten die Impfung nun auch für Gruppen ab 18 Jahren freigegeben.
«Wir haben eine günstige Lage, weil wir etappenweise und mit Vorsicht vorgegangen sind.» Man habe einerseits die Entwicklung bei der Impfung, andererseits auch eine Bevölkerung, die sich an die Massnahmen halte und vorsichtig sei.
15:24
Der Bundesrat bleibt auf alles vorbereitet
Der Bundesrat bleibe trotzdem auf alles vorbereitet, so Parmelin. Die Unternehmen ihrerseits müssten sich allerdings bewusst sein, dass die Unterstützung des Bundesrates im Rahmen der Öffnungen nach und nach heruntergefahren werde. Die Unternehmen müssten möglichst schnell ihre Autonomie wiedererlangen, sobald dies möglich sei. Auch die Mitglieder der Gesellschaft müssen sich verantwortlich zeigen, in dem sie die Massnahmen befolgen.
15:17
Parmelin: Vorsichtig bleiben
Guy Parmelin ergreift das Wort: «Immer mehr Leute sind geimpft, die Fallzahlen gehen zurück, die epidemiologische Lage verbessert sich.» Der Bundesrat habe deshalb den Drei-Phasen-Plan verabschiedet und werde nun weitere Öffnungsschritte vornehmen.
Dem Bundesrat sei es ganz wichtig zu betonen, dass noch immer grosse Vorsicht angesagt sei, so Parmelin. Vor allem über die Festtage müsse aufgepasst werden, dass sich nicht mehr Menschen anstecken. Doch er sei zuversichtlich. «Wir können die nächsten Tage und Wochen mit Zuversicht angehen.»

Der Bundesrat habe entschieden, dass die Höchstdauer für den Bezug von Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate verlängert werde. Damit werde ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Wirtschaft geleistet.
15:16
Restaurants auf, Homeoffice-Pflicht weg: So will der Bundesrat jetzt öffnen
15:16
Pressekonferenz um 15:15 Uhr
Der Bundesrat wird um 15:15 Uhr über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie informieren.

Wir werden live tickern.
13:31
1539 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1539 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 4 neue Todesfälle und 50 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate dieser gemeldeten Resultate beträgt 4,1 Prozent.

12:55
Sieben-Tages-Schnitt der Neuinfektionen sinkt im Kanton Bern weiter
Im Kanton Bern ist der Sieben-Tages-Schnitt bei den Corona-Neuinfektionen weiter zurückgegangen. In der vergangenen Woche kam es zu durchschnittlich 139 Neuinfektionen pro Tag, während es in der Woche zuvor 144 gewesen waren.

Der Kanton Bern meldete am Mittwoch auf seiner Corona-Internetseite 161 neue Infektionen in den letzten vierundzwanzig Stunden. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 175 gewesen.
Auch die Zahl der wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Spital eingewiesenen Personen ist weiter gesunken: Von 118 vor einer Woche auf nunmehr 76. Von diesen Personen befanden sich am Mittwochmorgen 28 (34) auf einer Intensivstation und 23 (29) mussten künstlich beatmet werden.

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich innert Wochenfrist von 1053 auf 1055. Jeweils am Mittwoch veröffentlicht der Kanton Bern die neusten Zahlen zur Anzahl Covid-19-Kranker in den Berner Spitälern und zu den Todesfällen. (sda)
11:08
Baselbieter Regierung gegen Staats-Schutzschirm für Grossanlässe
Die Baselbieter Regierung stellt sich gegen die Errichtung eines staatlichen Schutzschirms für Grossanlässe, wie ihn der Bundesrat vorgeschlagen hat. In ihrer Stellungnahme zum entsprechenden Bundesbeschluss führt sie eine «mangelnde Praktikabilität» ins Feld.

Mit einem neu im Covid-19-Gesetz verankerten Artikel soll sich der Bund an nicht gedeckten Kosten für aufgrund behördlicher Bestimmungen abgesagte und verschobene Veranstaltungen beteiligen können. Namentlich geht es um Publikumsanlässe von überkantonaler Bedeutung, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. April 2022 stattfinden sollten.
epa09174422 Members of the public participate in a part of a national research programme assessing the risk of the coronavirus disease whilst attending a pilot festival headlined by The Blossoms, without the need to wear a face mask or to social distance in Liverpool, Britain, 02 May 2021. The event is held inside a Big Top tent in Sefton Park with 5000 revellers.  EPA/PETER POWELL
Diese Bestimmung findet in der Baselbieter Regierung keinen Zuspruch, wie sie am Mittwoch mitteilte. Die genannten Voraussetzungen für eine Bewilligung erachtet sie als nicht durchsetzbar. Eine wichtige Voraussetzung wären verlässliche Informationen zur Durchimpfungsrate der Gesamtbevölkerung sowie zur Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitssystems, schreibt sie in ihrer Stellungnahme.

Die Regierung möchte sich zudem nicht auf Grossveranstaltungen fokussieren lassen. Sie weist darauf hin, dass eine Regelung für kleine und mittlere Veranstaltungen mit 15 bis 1000 Teilnehmenden fehle und zeitnah angegangen werden müsse. Nötig sei eine lagegerechte und stufenweise Ermöglichung von Veranstaltungen aller Art, schreibt sie in ihrer Stellungnahme. (sda)
10:46
Berner Gemeinderat ruft Massnahmen-Gegner zu Demoverzicht auf
Die Berner Stadtregierung ruft die Organisatoren einer am Samstag in Bern geplanten Kundgebung dazu auf, die Demonstration gegen die Corona-Massnahmen abzublasen. Der Berner Kantonspolizei hat sie den Auftrag gegeben, Personenansammlungen nicht zu tolerieren.

Es sei mit Kontrollen und Massnahmen bei Nichteinhalten der Corona-Regeln zu rechnen, heisst es in einer Mitteilung des Berner Gemeinderats vom Mittwoch. Sicherheitsdirektor Reto Nause wird in der Mitteilung mit der Aussage zitiert, es sei unverständlich, ohne Absprache mit den Behörden und ohne verbindliches Schutzkonzept zu Kundgebungen aufzurufen.

Schon Mitte März hatte die Berner Regierung vor einer Kundgebung von Massnahmen-Gegnern denselben Aufruf erlassen. Am Tag der Kundgebung ging die Kantonspolizei konsequent gegen Demonstrierende vor.

Auch an die Fans des Berner Fussballklubs BSC Young Boys appelliert die Berner Stadtregierung: Sie sollen bei der Pokalübergabe vom Samstag im Wankdorfstadion grössere Menschenansammlungen vermeiden. Die Kantonspolizei werde präsent sei und nötigenfalls den Zugang zu Plätzen oder Strassen einschränken.
YBs Spieler feiern ihren Treffer zum 1-0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel, am Samstag, 8. Mai 2021, im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Die Pokalübergabe an den alten und neuen Schweizer Fussball-Meister YB findet nach dem letzten Heimspiel der Berner statt. «Aufgrund der andauernden Corona-Krise müssen (. . .) leider auch in diesem Jahr offizielle Feierlichkeiten in der Stadt Bern ausbleiben», schreibt die Berner Stadtregierung. (sda)
10:24
Besuchsverbot in St. Galler Spitälern aufgehoben
Ab dem 1. Juni dürfen Patientinnen und Patienten in den St. Galler Spitälern und Kliniken wieder Besuche empfangen. Die Regierung hebt das seit November geltende Besuchsverbot auf, nachdem die Fallzahlen und Spitaleinweisungen zurückgegangen sind.
ARCHIV - ZUR WINTERSESSION 2019 MIT DEM THEMA PFLEGEINITIATIVE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A clinic employee changes a patient's bedlinen at the intensive care unit of the clinic in Flawil in the canton of St. Gallen, Switzerland, pictured on June 25, 2009. The Clinic Flawil is the acute care hospital of the Cantonal Hospital St. Gallen enterprise. (KEYSTONE/Gaetan Bally) ..Eine Mitarbeiterin des Krankenhauses in Flawil im Kanton St. Gallen wechselt am 25. Juni 2009 auf der Intensivstation die Bettwaesche eines Patienten. Das Spital Flawil ist das Akutspital des Unternehmens Kantonsspital St. Gallen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Die Verantwortung liegt jetzt wieder bei den Spitälern, psychiatrischen Kliniken und Reha-Kliniken, wie das kantonale Gesundheitsdepartement am Mittwoch mitteilte. Die Institutionen können Besuche noch einschränken. Hygiene- und Distanzregeln bleiben weiterhin wichtig, wie es hiess.

Die Regierung hatte das Besuchsverbot Ende Oktober 2020 wegen der damaligen schlechten epidemiologischen Lage erlassen. Auch Treffen in Gemeinschaftsräumen, etwa in der Cafeteria, waren untersagt. Inzwischen seien die Fallzahlen und Hospitalisationen im Vergleich zu damals wieder niedrig, schreibt der Kanton. (sda)
10:03
Lockerung der Maskentragepflicht an Aargauer Schulen
Der Kanton Aargau lockert ab kommendem Montag die Maskentragepflicht an der Primarschule und Oberstufe. So gilt dort die Tragepflicht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Primarklasse sowie für Erwachsene nur noch in den Innenräumen der Schulen.

Draussen müssen sie keine Maske mehr tragen, wie das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Mittwoch mitteilte. Musik- und Instrumentalunterricht seien unter Einhaltung der Abstandsregeln oder anderer Schutzmassnahmen ohne Maske wieder möglich.

Auch Schulreisen sind wieder erlaubt. Mehrtägige Lager werden nicht empfohlen, sind aber möglich, ebenso öffentliche Schulanlässe. Dabei müssen stets die Schutzmassnahmen eingehalten werden.

Die grosse Mehrheit der Bevölkerung befolge die Massnahmen mit guter Disziplin, schrieb das BKS. Deshalb und weil die Corona-Fallzahlen derzeit stabil seien oder sinken würden, seien in den Schulen erste vorsichtige Lockerungen möglich. (sda)
8:56
WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst
epa09191398 People mourn while they perform the last rites for their relatives who died with Covid-19 during their funeral at a cremation ground in Ahmedabad, India, 11 May 2021. Calls for Prime Minister Narendra Modi to enforce a nationwide lockdown have been growing as India struggles in the grip of an unprecedented health crisis amid COVID-19 pandemic and vaccine shortages.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI
Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden.

Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilte die Behörde in Genf am Dienstag mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Grossbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet.

Potenziell bedrohliche Varianten von Sars-CoV-2 werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung («variants of interest») sowie besorgniserregende Varianten («variants of concern»). Letztere sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar und/oder führen zu schwereren Krankheitsverläufen.

Es gebe Hinweise auf höhere Übertragungsraten bei B.1.617, eine rasche Verbreitung in mehreren Ländern sei beobachtet worden, hiess es von der WHO. Ob die Wirksamkeit von Impfstoffen oder Medikamenten bei der Mutante eingeschränkt sei, sei noch unklar. Erste Ergebnisse von Laborstudien deuteten auf eine «mässige Verringerung der Neutralisierung durch Antikörper» hin. Inwiefern das tatsächlich Auswirkungen etwa auf die Wirkung von Impfstoffen und Medikamenten und das Risiko für erneute Infektionen hat, lässt sich aber noch nicht gesichert sagen.

In Indien stecken sich derzeit täglich Hunderttausende mit Sars-CoV-2 an. Seit Beginn der Pandemie sind in dem südasiatischen Land mehr als 22,9 Infektionen erfasst worden. Bei lediglich rund 0,1 Prozent der positiv auf Corona getesteten Proben sei eine Gensequenzierung zur Variantenbestimmung vorgenommen worden, teilte die WHO mit. Ausserhalb Indiens meldete demnach bislang Grossbritannien die höchste Anzahl an Infektionen mit der Variante B.1.617. Dort werden vergleichsweise viele Proben sequenziert.
8:30
Harter Corona-Winter für Tui - Sommer soll Erholung bringen
email: jluginbuehl7@gmail.com
tel: 0765427569
Volleyball am Strand
Frankreich, Moliets Plage
Sommerferien 
Von: Julian Luginbühl
Der Tui-Konzern vertraut nach einem harten Corona-Winter auf eine möglichst rasche Erholung des Tourismus in der Sommersaison. Im ersten Semester des Geschäftsjahrs 2020/2021 (Oktober bis Ende März) häufte der weltgrösste Reiseanbieter einen für die Jahreszeit typischen Verlust an.

Dieser lag allerdings mit knapp 1,48 Milliarden Euro um über 70 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die vergangenen Monate seien «wie erwartet durch Covid-19-Beschränkungen geprägt» gewesen.

Angesichts der Impfungen und der schrittweisen Öffnung in mehreren Urlaubsländern gab sich Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zuversichtlich: «Wir stehen jetzt am Anfang des erwarteten Neustarts.» Der Stand der Sommerbuchungen liege bei 2,6 Millionen Euro.

Tourismus und Luftverkehr hatten im vergangenen Jahr mit drastischen Einbussen wegen der Lockdowns und eines über weite Strecken abgewürgten Geschäfts zu kämpfen. Bei Tui sackte der Umsatz über die zurückliegenden sechs Monate im Vergleich zum Winter 2019/2020 um fast 90 Prozent auf 716 Millionen Euro ab. Der mit Milliarden an Staatshilfen gestützte Konzern aus Hannover ist darauf angewiesen, dass es in diesem Sommer deutlich besser läuft. (awp/sda/dpa)
7:35
GDK-Präsident Engelberger sieht Zeit für weitere Öffnungen gekommen
Am heutigen Mittwoch diskutiert der Bundesrat über die Corona-Schutzmassnahmen und allfällige Öffnungsschritte. GDK-Präsident Lukas Engelberger sieht die Zeit gekommen für weitere Öffnungen.

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus geht derzeit zurück, laufend mehr Menschen sind geimpft gegen Covid-19. «Ich glaube, dass es richtig und wichtig ist, aus der Entspannung der vergangenen Wochen Konsequenzen zu ziehen», sagte Engelberger in der Sendung «Heute morgen» von Radio SRF.
Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) spricht an einer Medienkonferenz zur Covid Pandemie, am Donnerstag, 4. Maerz 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Aktivitäten, die auch wichtig seien für die Gesellschaft und für die Wirtschaft, sollten wieder zugelassen werden, sagte der Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) im Radiobeitrag. Konkrete Schritte für Öffnungen nannte er aber nicht.

Engelberger mahnte gleichzeitig zur Vorsicht: In der Übergangsphase müssten die grundlegenden Vorsichtsmassnahmen weiterhin eingehalten werden, «insbesondere Abstand, Maske und keine grossen Versammlungen».

Der Bundesrat diskutiert am (heutigen) Mittwoch über die Corona-Schutzmassnahmen. Gesundheitsminister Alain Berset hatte schon im April angekündigt, dass der Bundesrat eine Auslegeordnung vornehmen und allenfalls ein nächstes Öffnungspaket bei den Kantonen in Vernehmlassung geben werde.

Am Freitag hatte der Bundesrat dann mitgeteilt, dass weitere Öffnungsschritte möglich erschienen. Gemäss dem jüngsten Lagebericht der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes deuten mehrere Zeichen darauf hin, dass die Corona-Epidemie rückläufig ist. (sda)
6:21
Pflegeverbände befürchten Massenexodus von Pflegefachpersonen
Ein drohender Massenexodus von Pflegefachpersonen ist das zentrale Thema des Internationalen Tages der Pflege vom Mittwoch. Auch in der Schweiz müssten sich die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern, soll sich der Personalmangel nicht noch beschleunigen.

Das schreibt der Schweizerische Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK) in einer Mitteilung zum Internationalen Tag der Pflege. In der Schweiz wird dieser gemäss Angaben der Gewerkschaft Unia unter dem Motto «Applaus ist nicht genug» mit dezentralen Aktionen in elf Städten begangen.

Verschiedene Sektionen des SBK führen Protestmärsche durch, sogenannte «Walks of Care». Zudem findet gleichentags im Beisein von Bundespräsident Guy Parmelin der virtuelle Kongress des SBK statt. Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), wird über die Bedeutung der Pflege sprechen.

Es brauche endlich mehr Respekt und Anerkennung für diesen mehrheitlich weiblichen Beruf, fordert Unia. Die Löhne entsprächen in keiner Weise der hohen Verantwortung und der täglichen Leistung, die die Pflegenden tragen und erbringen.

Laut dem SBK warnt der International Council of Nurses (ICN) vor einem globalen Mangel an Pflegefachleuten. Die immensen Belastungen durch die Covid-Pandemie könnten dazu führen, dass drei Millionen Pflegefachleute den Beruf verlassen.
Eine Teilnehmerin haelt ein Plakat mit der Aufschrift Pflege kollabiert. Reanimation jetzt! bei einem Gesundheitsmarsch fuer die Solidaritaet mit dem Gesundheitspersonal in Basel, am Dienstag, 27. Oktober 2020. Die Gewerkschaften VPOD, Syna und der Berufsverband SBK rufen diese Woche in der ganzen Schweiz zu Aktionen im Gesundheitsbereich auf. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Die Hälfte gibt vor 35 auf
Auch in der Schweiz mehren sich laut SBK die Hinweise, dass die Berufsausstiegsquote nach der Pandemie zunehmen wird. Bereits vor der Pandemie sind laut SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi fast die Hälfte der ausgebildeten Pflegefachpersonen aus dem Beruf ausgestiegen, viele vor ihren 35. Geburtstag. Dabei fehlen laut SBK bis 2030 rund 65'000 zusätzliche Pflegende.

Die Pflegenden haben am Mittwoch gemeinsam mit der Unia vier Forderungen: einen verstärkten Gesundheitsschutz über die Krise hinaus, höhere Stellenschlüssel und mehr Lohn, eine solidarische und faire Pflegefinanzierung und die Umsetzung der Pflegeinitiative.

Das Eidgenössische Parlament ist den Initianten im März mit einem indirekten Gegenvorschlag auf halbem Weg entgegengekommen. Kern des Gegenvorschlags ist eine Ausbildungsoffensive. Deren Kosten belaufen sich für den Bund auf 469 Millionen Franken. Mehr Lohn soll es aber nicht geben, dies sei Sache der Sozialpartner.

Der Bundesrat lehnte die Pflegeinitiative ohne Gegenvorschlag ab. Aus seiner Sicht genügt der bestehende Verfassungsartikel zur medizinischen Grundversorgung, um die Pflege zu stärken. Die Initiative wird in der Sommersession fertig behandelt.

2700 Pflegende an Corona gestorben
Die permanente Überlastung fordert auch international ihren Tribut. Laut ICN melden vier von fünf nationalen Pflegeverbänden gesundheitliche Probleme bei ihrem Pflegepersonal. Die Rede ist von Erschöpfung, Burnout, Depression, Schlafstörungen und ähnlichem.

In mehreren Ländern sei Pflegepersonal zudem Opfer von Diskriminierung und Gewalt. So werde ihm etwa unterstellt, es verbreite das Coronavirus. Mindestens 2700 Pflegefachpersonen seien überdies weltweit an oder mit dem Coronavirus gestorben. (sda)
20:54
Viele Länder bitten die USA um Corona-Impfstoff
Dutzende Länder haben die USA nach den Worten von Präsident Joe Biden um Hilfe bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gebeten. Etwa «40 Prozent» der Staats- und Regierungschefs riefen deswegen an, sagte Biden am Dienstag in einer Videokonferenz mit Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten.

Biden betonte, die Regierung habe bereits zugestimmt, rund 60 Millionen Dosen des Impfstoffs Astrazeneca abzugeben, sobald diese die nötige Genehmigung erhalten. Ein Teil der Dosen soll an Indien abgegeben werden. Zudem hat Washington insgesamt bereits rund vier Millionen Dosen an die Nachbarn Mexiko und Kanada abgegeben. (sda)
President Joe Biden speaks about the economy, in the East Room of the White House, Monday, May 10, 2021, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Joe Biden
19:56
Frankreichs Nationalversammlung stimmt gegen Corona-Gesundheitspass
Frankreichs Nationalversammlung hat überraschend gegen die Einführung eines Corona-Gesundheitspasses gestimmt. Am Dienstagabend votierten 108 Abgeordnete gegen den entsprechenden Artikel des Gesetzentwurfs für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand, 103 stimmten dafür. Das Nein ist den Abgeordneten der Fraktionen Mouvement Démocrate (MoDem) zu verdanken, die in der Versammlung eigentlich die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, La République en Marche (LREM), unterstützt.

«Wir hatten rote Linien vorgegeben», sagte der MoDem-Abgeordnete Philippe Latombe. Es habe aber keinen Dialog und kein Zuhören gegeben. Deshalb habe die Fraktion einstimmig gegen den Artikel gestimmt. In dem ersten Artikel des Gesetzesentwurfs, gegen den nun votiert wurde, waren auch weitere Details zu den Befugnissen des Premiers für nächtliche Ausgangssperren geregelt. Die Regierung kann nun noch eine zweite Beratung beantragen.

Macron hatte den Gesundheitspass als ein zentrales Instrument bei den Corona-Lockerungen bezeichnet. Der Pass soll den Zugang zu bestimmten Orten, Einrichtungen oder Veranstaltungen mit grossen Menschenansammlungen regeln. Mit ihm sollen die Menschen etwa einen negativen Corona-Test oder eine Impfung nachweisen können. Viele Abgeordnete kritisierten, dass der entsprechende Artikel des Gesetzesentwurfs zu unpräzise sei und zahlreiche offene Fragen noch nicht geklärt seien. (sda/dpa)
19:55
Niederlande kündigen weitere Lockerungen an
Der niederländische Premier Mark Rutte hat weitere Lockerungen der Corona-Restriktionen in Aussicht gestellt. Voraussetzung sei allerdings, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern weiter deutlich sinken, sagte der Premier am Dienstag in Den Haag. Sollte das der Fall sein, dürfen Gaststätten draussen länger geöffnet sein und Fitnessclubs wieder öffnen. Die Regierung hält auch Sommerurlaub im Ausland für möglich.

Auch Prostituierte dürften dann wieder arbeiten. Die Lockerungen wurden auch für Schwimmbäder, Sporthallen, Freiluft- Kultureinrichtungen, Vergnügungsparks sowie Zoos angekündigt und sollen ab 19. Mai gelten.
«Wir wollen so kurz vor dem Ziel nicht noch Fehler machen», sagte Rutte. Eine endgültige Entscheidung werde in der nächsten Woche fallen.

Die Zahl der Neuinfektionen geht bisher nur schleppend zurück. In der vergangenen Woche wurden aber weniger Covid-19-Patienten in Krankenhäuser aufgenommen. Zur Zeit kommen in sieben Tagen 287 Infektionen auf 100 000 Einwohner.
epa09147845 Resigning Prime Minister Mark Rutte explains the corona measures in The Hague, Netherlands, 20 April 2021. The cabinet has come up with a decision on the relaxation of the measures including lifting the night curfew on 28 April, allowing bars and restaurants to operate outdoor terraces and gradually opening universities.  EPA/SEM VAN DER WAL
17:03
Verstärkte Polizeipräsenz am Basler Hafen
Die Basler Regierung greift nach der ausufernden Partynacht mit rund 1500 Personen am Basler Rheinhafen durch. So wird die Polizei künftig mehr Präsenz markieren und an den Wochenenden und Feiertagen wird der Eingang der Uferstrasse für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Die Securitas stelle zudem an den Brennpunkten den Dialog sicher und übernehme auf dem Areal die Verkehrsregelung, teilte die Basler Regierung am Dienstag mit. Auch soll das Hafenareal stärker beleuchtet und mit teilweiser Einfriedungen sicherer gestaltet werden. Geplant ist überdies die Schaffung von mehr Abfallentsorgungsmöglichkeiten.

Das seit rund zehn Jahren kulturell und gastronomisch zwischengenutzte Hafenareal ist in letzter Zeit vermehrt für illegale Partys genutzt worden. Vergangenes Wochenende haben sich rund 1500 Menschen dort versammelt - viele davon aus Deutschland und Frankreich. Dabei kam es zu Schlägereien und Messerstechereien, bei denen mehrere Beteiligte verletzt wurden. (sda)
15:32
Ausserrhoden bietet serielle Tests für Betriebe und Schulen an
Nach verschiedenen Pilotprojekten hat nun der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden die Möglichkeit für serielle Tests ausgeweitet: Künftig können regelmässige Spucktests in Unternehmen, Schulen, Heimen und öffentlichen Verwaltungen durchgeführt werden.

Bei den Pilotversuchen mit regelmässigen Tests sei vor allem aus Industrie und Gewerbe ein lebhaftes Interesse festgestellt worden, heisst es in der Mitteilung der Kantonskanzlei vom Dienstag. Beteiligt hätten sich bisher mehrere hundert Personen. Die dreiwöchigen Tests in dem Sekundarschulen Stein, Teufen und Walzenhausen sind noch nicht abgeschlossen.

Nun soll die Möglichkeit ausgeweitet werden. Ab dem 17. Mai werden serielle Tests allen interessierten Betrieben, Institutionen und Organisationen angeboten. Den Auftrag dafür hat der Gesundheitsdienstleister Misanto erhalten.

Konkret werden jeweils mehrere Speichelproben zu einer Sammelprobe zusammengefasst und diese dann im Labor analysiert. In Betrieben, die regelmässig testen, entfalle die Pflicht zur Kontaktquarantäne für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg, heisst es in der Mitteilung. (sda)
14:34
Taskforce: Coronavirus-Epidemie ist rückläufig
Gemäss der wissenschaftlichen Covid-19-Taskforce des Bundes deuten mehrere Zeichen daraufhin, dass die Corona-Epidemie rückläufig ist. Eine genaue Quantifizierung sei momentan wegen des veränderten Testverhaltens und der fortschreitenden Impfungen schwierig, schrieb die Taskforce auf Twitter.

Der 7-Tagesschnitt der schweizweiten Reproduktionszahl (R-Wert) liege bei 0,89. Diese Zahl reflektiere das Infektionsgeschehen vom 24. bis 30. April, schrieb die Taskforce im Lagebericht vom Dienstag weiter. Sie wies darauf hin, dass der R-Wert das Infektionsgeschehen nur verzögert widerspiegle.
Daten aus der Abwasserüberwachung seien nebst den Tests ein wichtiger Indikator für die Pandemie, hiess es weiter. Abwasseranalysen von sechs Standorten bestätigten demnach die basierend auf Fallzahlen beobachteten epidemiologischen Trends. Diese zeigten einen stabilen und neuerdings fallenden Trend im April, nach einem Anstieg im Februar und März.

Laut Angaben nahmen im genannten Zeitraum die bestätigten Fälle um 15 Prozent ab, die Hospitalisationen sanken um 29 Prozent. Bei den Todesfällen betrug das Minus 26 Prozent. Diese Werte spiegeln das Infektionsgeschehen vor mehreren Wochen wider, hiess es. (sda)
14:32
Impfstoff-Streit: Zweites EU-Verfahren gegen Astrazeneca
Im Rechtsstreit um Lieferrückstände von Astrazeneca bei Corona-Impfstoff führt die EU-Kommission nun offiziell ein zweites Gerichtsverfahren gegen den britisch-schwedischen Hersteller.

Nach dem bereits laufenden Eilverfahren gehe es in einem Hauptsacheverfahren ab 24. September um die genaue rechtliche Prüfung von Vertragspflichten und möglicher Verstösse,
teilte ein Kommissionssprecher am Dienstag mit.

Zweck beider Verfahren sei jedoch derselbe: Die EU wolle bei Astrazeneca die Lieferung der vertraglich zugesagten Impfstoffdosen durchsetzen. Konkret gehe es zunächst um 90 Millionen Dosen Corona-Impfstoff: Das Unternehmen habe im ersten Quartal an die EU 30 Millionen Impfdosen geliefert statt der zugesicherten 120 Millionen. Letztlich seien Zwangsgelder denkbar, sagte der Sprecher. Im Eilverfahren will die Kommission aber zunächst eine einstweilige Anordnung erwirken, die ihre vertraglichen Ansprüche festhält. Darüber wird am 26. Mai vor einem Gericht in Brüssel verhandelt.
FILE - In this file photo dated Thursday, March 18, 2021, a pharmacy technician draws a does of the AstraZeneca vaccine ready for use at the Wheatfield surgery in Luton, England.  People under 40 in Britain will not be given the AstraZeneca coronavirus vaccine if another shot is available because of a link to extremely rare blood clots, the Joint Committee on Vaccination and Immunization said Friday May 7, 2021.(AP Photo/Alastair Grant, FILE)
Insgesamt hat die EU 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni bestellt. Nach jüngsten Prognosen dürften es bis dahin aber nur 100 Millionen Dosen werden. Astrazeneca hält den Rechtsstreit für unbegründet, weil die Firma die Vertragspflichten anders auslegt als die Kommission.

EU-Industriekommissar Thierry Breton hatte am Wochenende erklärt, man habe den Vertrag mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängert. Inzwischen wird der Impfstoff von Astrazeneca in einigen EU-Staaten nur noch eingeschränkt verwendet, weil er in Verbindung mit sehr seltenen Fällen von Hirnthrombosen gebracht wird. Er ist von der EU-Arzneimittelbehörde EMA aber weiter uneingeschränkt freigegeben. (sda/dpa)
14:07
Mann in Österreich nach Corona-Ansteckung seiner Ex-Frau verurteilt
Weil er seine Ex-Frau angehustet und mit dem Coronavirus angesteckt hat, ist ein Mann in Österreich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in Linz wertete die absichtliche Ansteckung mit dem Coronavirus als versuchte schwere Körperverletzung, erklärte Gerichtssprecher Walter Eichinger am Dienstag.

Der 63-Jährige hatte die Frau demnach zudem körperlich attackiert und bekam eine neunmonatige Bewährungsstrafe. Das Urteil, das am Montag erteilt wurde, ist rechtskräftig.

Die Vorfälle trugen sich laut dem Sprecher im November im Zuge des Scheidungsverfahrens zu. Der Mann habe zu Hause keine Maske getragen und immer wieder in Richtung seiner Ex-Frau gehustet, mit der er damals noch zusammenlebte, sagte Eichinger der Nachrichtenagentur DPA. Auch habe er das Handtuch der 70-Jährigen benutzt. Das Gericht sah es zudem als erwiesen an, dass der Angeklagte die Frau einmal aus dem Haus drängen wollte und sie dabei gegen einen Türstock drückte. Eine Ärztin stellte bei ihr daraufhin eine Nackenverletzung und eine Corona-Infektion fest.

Laut dem Urteil handelte es sich bei der Ansteckung nur um den Versuch einer schweren Körperverletzung, weil die Ex-Frau nur leicht an Covid-19 erkrankte. Laut dem Sprecher wog dieses Delikt dennoch schwerer als der körperliche Angriff, der als Nötigung und leichte Körperverletzung gewertet wurde.

Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. Seine Ex-Frau habe ihn nach seinem positiven Test nicht mehr in das gemeinsame Haus gelassen. Das Gericht glaubte jedoch der Frau. Sie berichtete, dass sich der Mann trotz Symptomen nicht testen liess und erst zum Arzt gegangen sei, nachdem sie die Behörden über seinen Zustand informiert habe. (sda/dpa)
13:54
BAG registriert 437'796 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen
Vom 3. Mai bis 9. Mai sind in der Schweiz 437'796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 62'542 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 21 Prozent. Insgesamt wurden bis Sonntag 3'242'772 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 1'077'581 Personen vollständig geimpft, das heisst 12,5 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

Bei 1'087'610 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 521'353 Impfdosen. Zudem sind noch 72'950 Impfdosen beim Bund gelagert.

(sda)

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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