Schweiz
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Swiss Federal Councillor Ueli Maurer, right, and Pierre Moscovici, European Commissioner for Economic and Financial Affairs, left, speak during a press briefing in the federal parliament building, Tuesday, 25 April 2017, in Bern, Switzerland.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Pierre Moscovici und Ueli Maurer. Bild: KEYSTONE

EU-Kommissar Moscovici lobt Schweizer Kampf gegen Steuerflucht



Trotz gescheiterter Unternehmenssteuerreform III hat sich EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici nach einem Treffen mit Bundesrat Ueli Maurer zuversichtlich gezeigt. Er sei «sehr optimistisch», dass sich die Schweiz der schwarzen Liste für Steueroasen entziehen könne.

Das Nein des Schweizer Stimmvolks zur Steuerreform sei zwar ein Schritt in die falsche Richtung, sagte Moscovici am Dienstag nach einem Treffen mit Finanzminister Maurer in Bern. Doch die Schweiz habe schnell reagiert. Er begrüsse das Vorgehen des Bundesrats und die «eindrücklichen» Fortschritte der Schweiz in den vergangenen Jahren im Kampf gegen die Steuerflucht.

Maurer habe ihm den Fahrplan des Nachfolgeprojekts «Steuervorlage 17» aufgezeigt. «Das geht in die richtige Richtung», sagte der EU-Kommissar. Es sei das positive Signal, auf das die EU gewartet habe.

Diese Fortschritte würden auch bei der Evaluation der Schweiz bezüglich der von der EU geplanten schwarzen Liste für Steueroasen berücksichtigt, sagte der EU-Kommissar. Er mache sich «überhaupt keine Sorgen», dass die Schweiz auf dieser Liste landen könnte.

Neue Vorlage erst 2020 umgesetzt

Die neue Vorlage werde am 1. Januar 2019 auf Bundesebene in Kraft treten, sagte Maurer. Die Kantone müssten die Änderungen im Jahr übernehmen.

Die Unternehmenssteuerreform III war am 12. Februar deutlich gescheitert. 59,1 Prozent der Stimmenden lehnten die Vorlage ab, mit der Steuerprivilegien für internationale Unternehmen abgeschafft werden sollten. Grund dafür waren die hohen Kosten der Begleitmassnahmen.

Damit bleibt es vorerst dabei, dass Statusgesellschaften weniger Steuern zahlen als andere Unternehmen. Diese kantonalen Steuerregimes sind international nicht mehr akzeptiert. Die OECD und die EU verlangen von der Schweiz seit längerem, dass die Privilegien abgeschafft werden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Taggart 25.04.2017 23:37
    Highlight Highlight Pierre Moscovici (F) ist wie Martin Schultz (D). In der Politik im eigenen Land kläglich gescheitert, hat dann ein Ämtli in Brüssel gelockt. Und der sagt nun dem Schweizer Souverän, dass er in die falsche Richtung geht. Als Mitglied der Parti socialiste sollte er es doch mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass die USR III abgelehnt wurde? Aber vielleicht ist er ja auch nur ein Opportunist wie Emmanuel Macron: Er sagt nicht das, was er denkt, sondern das, was die mit dem Geldbeutel hören wollen. Da sind mir Politiker mit eigenem Geldbeutel lieber.

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