wechselnd bewölkt
DE | FR
2
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
International

Schweiz - Nahost: Bund prüft Unterstützung für palästinensische NGO

Website des Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat mit Sitz in Ramallah
Website des «Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat». Bild: Screenshot  rightsecretariat.ps

Bund überdenkt Finanzhilfe für palästinensische NGO – zu wenig Distanz vom Terror

11.06.2017, 16:4611.06.2017, 17:03

Das Schweizer Aussendepartement prüft die Zahlung von Hilfsgeldern an eine in Palästina aktive NGO. Der Vorwurf: Diese unterstütze eine Organisation, die sich zu wenig vom Terrorismus distanziere.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kündigte am Sonntag eine Untersuchung an und bestätigte damit eine entsprechende Meldung der «SonntagsZeitung».

«Wir nehmen solche Vorwürfe zu Missständen immer ernst», teilte das EDA auf Anfrage mit. Das Departement habe «zusammen mit unseren Partnern sofortige Abklärungen eingeleitet».

Israel
AbonnierenAbonnieren

Überprüft wird die Unterstützung des Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat mit Sitz in Ramallah. Die Organisation erhält Gelder aus der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden und Schweden.

Ihr Ziel ist es, die Anwendung von Menschenrechten und Humanitärem Völkerrecht in den von Israel besetzten Palästinensergebieten zu fördern. Von den Hilfsgeldern profitieren derzeit nach Angaben des Sekretariats 24 palästinensische und pro-palästinensische israelische Organisationen.

Unter diesen befindet sich auch das Women Affairs Technical Committee (WATC). Diesem wurde vorgeworfen, die Benennung eines Jugendzentrums nach einer palästinensischen Terroristin nicht verurteilt zu haben.

Das Projekt Jugendzentrum habe keine Beiträge des Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat erhalten, betonte das EDA. Das WATC habe ausserhalb seiner Kooperationsaktivitäten mit dem Sekretariats zur Bildung des Zentrums beigetragen.

Palästina
AbonnierenAbonnieren

«Sollte sich ein Fehlverhalten der NGO bestätigen, werden entsprechende Konsequenzen gezogen», so das EDA. Diese könnten bis zur sofortigen Einstellung der Zusammenarbeit gehen.

Gemäss der «SonntagsZeitung» und israelischen Medienberichten hat Dänemark die Hilfszahlungen an das Sekretariat bereits blockiert und eine Untersuchung eingeleitet. (sda)

Soll der Bund die finanzielle Unterstützung der palästinensischen NGO Human Rights and International Humanitarian Law Secretariat beenden?
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Mafi
11.06.2017 18:21registriert Januar 2015
Es darf und soll alles immer wieder kritisch hinterfragt werden, gut so!
282
Melden
Zum Kommentar
2
Putins Kirchenpatriarch Kirill spionierte in der Schweiz – das sind die Sonntagsnews
Anschuldigungen aus den USA gegen die Schweiz, ein ehemaliger russischer Spion in der Schweiz und Forderungen zur Weitergabe von Waffen aus der Schweiz: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Wähler und Wählerinnen der sechs grössten Schweizer Parteien haben sich mehrheitlich für die Weitergabe von Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Das zeigte eine Umfrage, die das Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag der «NZZ am Sonntag» durchgeführt hatte. Mit 58 Prozent Ja-Stimmen war die Zustimmung der GLP-Wählerschaft am deutlichsten auf die Frage: «Soll die Schweiz anderen Ländern die Weitergabe von Waffen aus Schweizer Produktion an die Ukraine erlauben?». Anhängerinnen und Anhänger der SVP sagten mit 67 Prozent am deutlichsten «Nein», wie eine Grafik in der «NZZ am Sonntag» zeigte. Insgesamt antwortete laut der Zeitung rund ein Drittel mit «Ja» und ein Fünftel mit «eher Ja».

Zur Story