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Kühlster Frühling in Europa seit 2013



Krokusse bluehen auf einem Rasenplatz im Schadaupark, am Sonntag, 21. Februar 2021, in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Wenig Sonne, wenig Wärme. Bild: keystone

Ein lange bestehendes Tiefdruckgebiet hat Europa den Aufzeichnungen des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes zufolge den kühlsten Frühling seit 2013 beschert. Die Temperatur habe um 0.45 Grad unter dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 gelegen, teilte das EU-Projekt am Montag im englischen Reading mit. In weiten Teilen Europas seien niedrigere Temperaturen gemessen worden als im langjährigen Durchschnitt. Ausnahmen waren Skandinavien sowie der Südwesten der Iberischen Halbinsel.

«Der Monat war von ungewöhnlichen zyklonalen Wetterbedingungen geprägt», betonte Copernicus. Als zyklonal wird Wetter bezeichnet, das unter dem anhaltenden Einfluss von Tiefdruckzonen steht. Dies führte vor allem im Mai zu unterdurchschnittlichen Temperaturen. Der Mai 2021 gehörte auch in der Schweiz zu den kühlsten der vergangenen 30 Jahre, wie Meteonews vergangene Woche schrieb.

Weltweit registrierten die Forscher im Mai allerdings höhere Temperaturen als im langjährigen Durchschnitt: Der Monat war durchschnittlich 0.26 wärmer als im Mittel der vergangenen 20 Jahre. Vor allem Westgrönland, Nordafrika, der Nahe Osten sowie Nord- und Westrussland waren betroffen. In den zwölf Monaten bis Mai lag die globale Temperatur um 0.29 höher als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. (aeg/sda/dpa)

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