Schweiz
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Bundesrat Alain Berset im Hut-Interview zur Rentenreform.

Bundesrat Alain Berset zieht die Fragen der watson-Leser aus dem Hut. Bild: Watson

Interview

«Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss?»: Berset im Hut-Interview

Zahlreiche watson-Leser haben Fragen an Alain Berset zur Rentenreform eingereicht. Welche hat der Bundesrat aus dem Interview-Hut gezogen? Und wie hat er darauf geantwortet?



Die Rentenreform ist Alain Bersets Baby. Im Hut-Interview mit watson stellt sich der Sozialminister den Fragen unserer Leser: Sandra aus Zürich etwa will wissen: «Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss, der Bundesrat aber gleichzeitig nicht vorwärts macht mit der Lohnungleichheit?» Wie die Bersets am Familientisch darüber diskutiert haben, verrät der SP-Bundesrat im Video.

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Video: watson/Emily Engkent

Bedenken bringen neben Frauen auch Vertreter der jungen Generation und heutige Rentner vor. Im Gespräch mit watson zeigt sich Bundesrat Berset dennoch überzeugt, dass die Stimmbürger der Reform zum Durchbruch verhelfen werden. «Die Leute spüren: 20 Jahre ohne Reform, das geht einfach nicht. Das ist ein absoluter Ausnahmezustand! Es braucht endlich Anpassungen an die heutige Lebensrealität der Leute.»

Die Altersvorsorge müsse finanziell stabilisiert und gesichert werden. Der AHV-Fonds, der heute noch voll sei, sei ohne Reform etwa 2030 leer, sagt Berset. Milliardendefizite drohten. «Der Status quo, nichts zu tun, das wäre wirklich das Schlimmste für die junge Generation.» Bei einem Nein könnten die Renten ohne Reform dereinst nicht mehr bezahlt werden.

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Video: watson/Emily Engkent

Mit diesem Argument hatte sich Berset bereits einmal den Vorwurf eingehandelt, die junge Generation erpressen zu wollen. Dies weist er im Gespräch mit watson jedoch entschieden zurück: «Ich lege einfach die Fakten auf den Tisch. Wenn nichts passiert, vergrössern sich die jährlichen Defizite und wir knacken bald die Milliardengrenze. Dann hat die Schweiz ein ernsthaftes Problem, das wir jetzt lösen wollen. Je länger wir warten, umso teurer wird es.» Es sei unbestritten, dass eine Reform nötig sei.

Für Berset ist es illusorisch zu glauben, dass das Parlament innert kurzer Zeit eine bessere Reform zustande brächte. Alle, die die heutige Reform ablehnen, seien bei deren Erarbeitung in den letzten sechs Jahren eingebunden gewesen. «Und es ist einfach keine bessere Reform auf den Tisch gekommen! Einfach keine andere.»

Dass das nun plötzlich problemlos möglich sein soll, sei für ihn «schwer zu glauben». «Diese Vorlage ist bereits der Plan B», sagt er mit Blick auf die gescheiterten Reformen der letzten Jahre.

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Video: watson/Emily Engkent

Widerstand gegen die Reform kommt einerseits von links: Westschweizer Gewerkschaften und die JUSO wollen die geplante Erhöhung des Frauenrentenalters und die Senkung des Umwandlungssatzes nicht hinnehmen. Andererseits machen FDP und SVP gegen die Reform mobil. Sie sprechen von einer «Ausbauvorlage» und stören sich insbesondere am 70-Franken-Zustupf für Neurentner. Auch User Daniel aus Zürich lässt Bundesrat Berset wissen, dass er von diesem «Giesskannen-Prinzip» wenig hält:

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Video: watson/Emily Engkent

Bei einem Nein am 24. September stünde Berset vor einem Scherbenhaufen. Überliesse er die undankbare Aufgabe, eine neue Reform zu zimmern, in dem Fall jemand anderem, indem er das Departement wechselt? Etwa dem neuen FDP-Bundesrat, der Ignazio Cassis heissen könnte und im Parlament zu den erbittertsten Gegnern der Reform zählte? «Bon, diese Frage stellt sich jetzt nicht.» Er führe sein Amt mit viel Herzblut, versichert Berset.

Weitere Antworten von Bundesrat Alain Berset auf die Fragen der User im Video:

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Video: watson/Emily Engkent

Die Rentenreform von Redaktions-Hund Elli einfach erklärt

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Video: watson/Angelina Graf

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103Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 14.09.2017 08:48
    Highlight Highlight
    JA zur Reform der Altersvorsorge 2020

    Ab 1948, als die AHV eingeführt wurde, zahlten die Arbeitgeber und -nehmer die Renten für jene, die bisher wenig bis nichts einbezahlt hatten. Das war noch Solidarität, nicht Erbsenzählerei wie heute.

    Mit einer Übergangslösung gewinnen wir Zeit, um eine neue Finanzquelle für die AHV zu erschliessen, zum Beispiel eine Finanztransaktionsabgabe.
  • Mehmed 12.09.2017 10:17
    Highlight Highlight Endlich haben wir Bürger die Möglichkeit, die Gesellschaft von einer Geschlechterdiskriminierung zu befreien. Das finde ich das positivste an der Abstimmung.
  • AlterSack 11.09.2017 20:02
    Highlight Highlight 2. Bei der zur Abstimmung gelangenden Reform der Altersvorsorge entfällt nach der Neufassung von Art. 4 AHVG die Möglichkeit für den Bundesrat, einen Freibetrag für erwerbstätige AHV-Rentner festzulegen. Eine neue Ausnahme finde ich in der Abstimmungsvorlage nicht. Ich "darf" also noch mehr AHV abliefern. Und die Fr. 70 gibt es für mich auch nicht.

    Ich muss Ja stimmen, werde aber weiterhin verarscht. Freude herrscht…
    • Tschedai 11.09.2017 22:24
      Highlight Highlight Dafür bist du ein Unternehmer, dem es offenbar sehr gut geht. Da gibt es viele Leute vor 60, die ganz andere Sorgen haben, wie Arbeitslosigkeit oder drohende Arbeitslosigkeit, obwohl sie auch das Leben lang echt gekrampft haben.
    • Dr. Rantanplan 11.09.2017 23:50
      Highlight Highlight Ja, Tschedai, diese Schicksale sind mir voll bewusst. Habe selbst meine Anstellung mit 50+ verloren, dann mit ganzem PK-Guthaben meine Einzelfirma aufgebaut, zum Glück gute Ausbildung, es hat geklappt. Aber meine Kollegen reisen oder liegen auf der faulen Haut, Rente sei Dank. Und ich muss krampfen. Aber werde auch Ja stimmen. Find's für meinen Fall einfach nicht ganz fair.
    • AlterSack 12.09.2017 12:58
      Highlight Highlight Tschedai: Es geht mir wirklich gut. Aber es gibt zahlreiche andere Rentner mit nur AHV, ohne Pensionskasse, die eine oder mehrere Arbeiten verrichten, um sich über Wasser zu halten. Die profitieren von der Freigrenze Fr. 16,800, was ich als sozial gerecht empfinde. Aber die haben jetzt bei dieser Reform das Nachsehen.
  • AlterSack 11.09.2017 20:01
    Highlight Highlight 1. Als selbständig Erwerbender bin ich keiner Pensionskasse angeschlossen. Deshalb arbeite ich auch noch im AHV-Alter (jetzt 69) weiter. Ich versteuere ein Erwerbseinkommen, aufgrund dessen ich in meinem Rentenalter weit mehr AHV abliefere, als ich beziehe, und dies auch dann, wenn man nach geltendem Recht (AHVG Art. 4) den Freibetrag von Fr. 16,800 bei der Beitragsbemessung ausnimmt.
  • A. Fischer 11.09.2017 19:02
    Highlight Highlight Ein Bauer stürzt auf dem Dorfplatz.
    Eine prominente Rentenreform-Gegnerin aus dem Kanton Schwyz hilft ihm auf die Beine. Sie: "Dafür müssen Sie aber am 24. September 2x Nein stimmen.
    Antwortet der Bauer: "Ich bin auf den Rücken - nicht auf den Kopf gefallen."
  • Ich mein ja nur 11.09.2017 17:51
    Highlight Highlight Diese Reform kann man nur aus einem Grund sinnvoll ablehnen:
    Wenn man bewusst das aktuelle System der Altervorsorge schwächen will.
    Alles andere sind unsinnige oder vorgeschobene Gründe.
    • David Steger 11.09.2017 22:38
      Highlight Highlight Ganz meine Meinung
    • Lami23 12.09.2017 12:33
      Highlight Highlight Word.
  • DerElch 11.09.2017 15:11
    Highlight Highlight Ich vertrete die Ansicht, dass das Rentenalter nicht ALTERS- sondern DIENSTALTER-abhängig sein sollte. Sprich: Jemand, der bis 32 studiert, wird entsprechend später pensioniert als einer, der mit 16 eine Lehre begonnen hat und entsprechend auch viel früher einbezahlt hat (egal, wie viel weniger/mehr jemand verdient!).

    Das löst gleich zwei Probleme: Einerseits wird das Langzeit-Studieren weniger attraktiv und zweitens gibts mehr Batzelis ins Kässeli. Egal ob von Mann oder Frau.
    • Tschedai 11.09.2017 21:30
      Highlight Highlight Das ist sehr kurz gedacht. Gerade spezialisierte Arbeitnehmer leisten den entscheidenden Beitrag, dass wir so einen hohen Wohlstand haben. Es sind diese Leute, die Erfindungen machen in diversen Bereichen der Schweizer Wirtschaft, die uns von vielen anderen Ländern abheben. Hier mit der "Beitragsdauer" zu kommen und gänzlich die Beitragsmenge (ja, Ärzte bezahlen mehr AHV im leben, als ein Sanitärisntallateur, der mit 16 angefangen hatte) ist einfach nur lächerlich und verachtend.
    • Tschedai 11.09.2017 21:31
      Highlight Highlight ... ich habe übrigens mit 16 angefangen und nicht studiert. Aber verachte spezialisierte Menschen nicht. Und um Arzt, Wissenschaftler etc. zu werden, muss man halt lange studieren. Und dass die meisten Studenten für nichts studieren, wäre eine tumbe Behauptung.
    • David Steger 11.09.2017 22:48
      Highlight Highlight @Elch Meiner Meinung nach sollte es auch Brachenabhängig sein. Ein Maurer sollte sich pensionieren lassen können bevor er/sie einen Rückenschaden hat. Im Gegenzug könnten Büroangestellte länger arbeitstätig sein solange sie geistig fit sind. Dazu müsste bei den Arbeitgebern jedoch ein Umdenken stattfinden. Sie müssten bereit sein auch Leute 65+ zu beschäftigen...
  • Doeme 11.09.2017 14:19
    Highlight Highlight Starker Mann, dieser Herr Berset. Gut auf die Fragen eingegangen und hat auch als SPler denn Mut, die von Linksaussen zu kritisieren.
  • piedone lo sbirro 11.09.2017 13:58
    Highlight Highlight studiert man den faktencheck des tagi fällt auf, dass die aussagen von FDP/SVP falsch oder eher falsch sind - umgekehrt die aussagen der beführworter stimmen oder eher stimmen.
    dies beweist das die gegner der AHV revision mit gezinkten karten spielen.

    jeder der noch bei trost ist, sollte also ja stimmen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/schadet-bersets-reform-den-jungen-die-altersvorsorge-2020-im-faktencheck/story/16440863

    • Die Erleuchtung 11.09.2017 15:31
      Highlight Highlight "dies beweist das die gegner der AHV revision mit gezinkten karten spielen."

      Nein, dies beweist gar nichts.
      Aber es lässt vermuten wo der Tagi steht. Deshalb habe ich den Fakten Check gecheckt mit dem Ergebnis, dass Tagi Fakten nicht gleich Fakten sind (jedenfalls keine wissenschaftlich vertretbaren).
    • piedone lo sbirro 11.09.2017 16:29
      Highlight Highlight @Die Erleuchtung

      das tamedia nicht links steht, beweist 20min. die ähnlich wie die weltwoche mit fake news gegen ausländer hetzt.

      https://tageswoche.ch/form/kommentar/fluechtlinge-aus-afrika-sind-schwarz-und-sie-machen-kinder/

      offensichtlich haben sie überhaupt keine argumente, weder gegen die rentenreform allgemein, noch gegenargumente zum faktencheck - von einer erleuchtung kann also keine rede sein...
  • piedone lo sbirro 11.09.2017 13:56
    Highlight Highlight die FDP spielt das alte lied "der untergang des raubtierkapitalismus". gössi spielt erste geige im hintergrund, zweite geige prämienfinanzierter kk cassis, an der querflöte keller-sutter, blockflöte spitalverbands- und swissgrid moret.

    dazu die rechtsnationalistische SVP, die unsere landes-regierung angreift. wie beim flugverkehrsvertrag mit DE, oder mit der swiss, die beinahe verschenkt wurde. blocher meinte, sie würde nie rentieren - heute ist sie der goldesel der lufthansa.

    warum können FDP und SVP nicht eingestehen, dass ihnen der mittelstand und geringverdiener so ziemlich egal sind?
    • FrancoL 11.09.2017 21:54
      Highlight Highlight Weil Sie sonst Stimmen verlieren würden und sich dort positionieren wo sie sich immer positioniert haben, aber es klug verstanden haben diese Position zu verschleiern. In der Wirtcshaft ist kein Unterschied zwischne FDP und SVP zu vermerken. Die einen hatten immer schon einen Filz und die SVP wettert gegen den Filz meint allerdings das ihr kurz geschorener Filz keiner ist, Trugschluss von denen die an dieses Märchen glauben.
    • piedone lo sbirro 12.09.2017 08:33
      Highlight Highlight sehr gut franco, ein kommentar wie ich ihn von dir erwartet habe :-)
  • Gubbe 11.09.2017 12:48
    Highlight Highlight Ich bin halt der Meinung, dass wenn man die MwSt. so schleichend um 1.2% angeben würde, allen Rentnern diese Erhöhungen zugestehen würde, die Abstimmung mit einem ja enden würde. Diese 0.3-0.6% bringen wenig und verursachen Neid zwischen den Bezügern.
    • Pointer 11.09.2017 14:46
      Highlight Highlight Ich bin generell gegen MwSt.-Erhöhungen. Dies darf nicht zum propagierten Allheilmittel für Finanzprobleme werden!
  • dorfne 11.09.2017 12:29
    Highlight Highlight Lehr- und Studienabgänger müssen sich heute oft mit Praktikumsstellen abfinden, bei denen sie 2000 Fr. p.m. verdienen, wenn sie Glück haben. Entsprechend wenig können sie in die Rentenkassen einzahlen, das läuft ja über Lohnprozente. Das ist doch der grosse Bschiss an der Jugend, nicht die 70 Fr. für die Alten und den tieferen Umwandlungssatz von dem sie bis zur eigenen Pensionierung gar nichts merken. Da sollten die westschweizer Gewerkschaften und die JUSO ansetzen und nicht mit einem Nein am 24.9. der Finanzindustrie in die Hände arbeiten!
    • Hierundjetzt 11.09.2017 13:35
      Highlight Highlight Falsch.

      Du bist erst ab 25 PK pflichtig

      Mit 2'000.- / Monat erhälst Du *heute* keinen Zugang zur PK, da Geringverdiener

      Mit der Reform wird diese ungerechtigkeit beseitigt.

      Also weshalb schon wieder ein Nein? Es gibt schlicht kein ibjektivierbares Argument dagegen

      Nix Bschiss. Eine Verbesserung. Nicht soviel FDP Propaganda lesen!
    • dorfne 11.09.2017 14:08
      Highlight Highlight @Hierundjetzt. Und AHV pflichtig ab dem 18. Altersjahr!
    • barbablabla 11.09.2017 14:31
      Highlight Highlight Wölfli beim lamm...hierundjetzt schreibt ja ziemlich klar PK = penionskasse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Uslandschwiizer 11.09.2017 12:24
    Highlight Highlight Wer hat Berset diese einfachen Fragen in den Hut gezaubert? Haette gerne Fragen gesehen wie:
    - Wie kann man von Sanierung sprechen bei einem Ausbau der AHV, die zwar 5 Jahre schwarze Zahlen verspricht, dann aber noch schneller als zuvor in den Keller rasselt?
    - Der Medianwaehler ist 54 Jahre alt - die 70 Franken und Besitzstandgarantie helfen genau dieser Medianwaehler-Babyboomgeneration. Stimmenfang mit Zueckerchen da die Reform zu schlecht ist?
    - Die Lebenserwartung ist seit der letzen Reform um 4 Jahre gestiegen. Wieso denkt man nicht ueber eine graduelle Erhoehung des Rentenalters nach?
    • Hierundjetzt 11.09.2017 13:40
      Highlight Highlight Hä? Von was sprichst Du? Sorry das ist kreuzfalsch. Bitte die Abstimmungsunterlagen lesen falls Doppelbürger.

      Der Umwandlungssatz der 2 Säule wird gesenkt, darum zum Ausgleich für die Ärmeren 70.-

      Was ist eine graduelle Erhöhung? Mit 60 habe ich 30 Grad und mit 61 35 Grad 🤔

      Ein Medianwähler gibts in der Schweiz nicht. Das ist Abstimmungsvorlageabhängig. Bitte bleib bei den Fakten
    • Uslandschwiizer 11.09.2017 14:27
      Highlight Highlight @Hierundjetzt:
      Habe sie sehr gut gelesen und unzaehlige Meinungen dazu angehoert, darum auch meine Fragen (und nein, kein Doppelbuerger).

      Der Umwandlungssatz passt nicht mehr zur Lebenserwartung - er sollte eigentlich etwa bei 5%-5.2% liegen. Als Kompromiss will man ihn auf 6% senken und hat im BVG Massnahmen zum Erhalt der Rente beschlossen.
      Die 70 Franken mehr AHV fuer 45-65 Jaehrige sind Stimmenfang.

      Graduell = gradweise, allmählich (siehe Duden).

      Der Medianwaehler ist laut NZZ ca 54 Jahre alt fuer diese Abstimmung.
    • Hierundjetzt 11.09.2017 16:05
      Highlight Highlight Klar, bei einem CH-Medianlohn von 5000.- einen Umwandlungssatz von 5,2% und dann 3/4 der Bevölkerung zum Sozialamt schicken?

      Nur Reiche können sich sowas leisten. Der Rest nicht.
  • Zarzis 11.09.2017 12:24
    Highlight Highlight Hoffe die Reform wird angenommen.
    Denn wenn nicht und Cassis dieses Department übernehmem sollte, wird es zwar schnell eine neue Reform geben. Aber die Verdiennt den Namen nicht. Wird dann eine grosse Abbaumassnahme sein! nach dem Motto: alles muss Privat erledigt werden, da sei es ja viiiiiel Billiger! LOL, also keine AHV dafür alles in dei PK.
    Oder anders gesagt, es ist eine Schande das es Profitable Bereiche gibt, die noch der Staat Kontroliert!
    Alles was Geld einbringt, Viel Geld muss Ausgenommen werden!
    • Luca Brasi 11.09.2017 12:43
      Highlight Highlight Keine Sorge. Wenn Cassis das Departement übernimmt, werden Heroin und weitere Drogen legalisiert und der Staat finanziert damit die AHV.

      *Achtung: Kommentar kann Spuren von Ironie enthalten*

      😉
    • rauchzeichen 12.09.2017 20:44
      Highlight Highlight wieso so ironisch luca? schwarzmarkt etwas ausbremsen, behörden entlasten usw. kostet halt jobs (gewöhnt euch dran), dafür wäre tatsächlich geld da, das in die ahv investiert werden könnte. kiffen für opi quasi. was wäre daran schlecht?
    • Luca Brasi 12.09.2017 21:23
      Highlight Highlight @rauchzeichen: Wird jedoch nicht passieren, da das Parlament und der Stimmbürger auch noch ja dazu sagen müssten. Da habe ich so meine Zweifel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 11.09.2017 12:15
    Highlight Highlight Die welschen Gewerkschaften und die JUSO werden JA stimmen. Sie wissen: Diese unheilige Allianz mit den Rechtsbürgerlichen spielt nur der Finanzindustrie in die Hände. Die will die Altersvorsorge auf Kosten der AHV privatisieren. Weshalb? Die Politik erlaubt den privaten Renten-Versicherungen, 10% von unserem Prämien als Gewinn einzustreichen. Dann: Verwaltungskosten von
    4 Milliarden pro Jahr und eine Intransparenz, die dafür sorgt, dass Veruntreuungen und Korruption kaum nachgewiesen werden können. Siehe BVK Zürich. Kosten für den Steuerzahler: 2 Milliarden Franken.
    • Ich mein ja nur 11.09.2017 17:53
      Highlight Highlight Genau. Und einzig dafür kämpft die FDP an vorderster Front.
  • Roterriese #DefendEurope 11.09.2017 11:55
    Highlight Highlight Die Anpassung des Rentenalters ist das einzig gute an der Reform, da damit die Diskriminierung der Männer aufgehoben wird.
    • dorfne 11.09.2017 12:55
      Highlight Highlight Und die Bahn spart auch Geld: Rentner-GA für die Frauen dann auch erst ab 65, nicht mehr schon ab 64 wie heute noch.
    • Roterriese #DefendEurope 11.09.2017 13:46
      Highlight Highlight Rentner GA, damit man pünktlich zu den Stosszeiten mit seiner Wandertruppe verreisen kann.
    • dorfne 11.09.2017 14:09
      Highlight Highlight Das war jetzt nicht nett, roter Riese.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 11.09.2017 11:04
    Highlight Highlight Wieso sollte das Parlament nicht innert kürzester Zeit einen adäquate Lösung der Renten zustande bringen. Diese 6 Jahre die seine Lösung brauchte, sind schon unverschämt lange. Es gibt doch Mathematiker und Prognostiker, letztere naja, aber professionell mit den richtigen Zahlen ist doch sicher eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Auch müssten alle 7 Jahre die Zahlen neu angepasst werden. Das sollte doch obligatorisch sein.
    • FrancoL 11.09.2017 11:58
      Highlight Highlight Es geht nicht um Mathe, es geht um Seilschaften und Mehrheiten im Parlament und letztendlich um Versprechungen, die die Parteien ihren Wählern gemacht haben.
    • Hierundjetzt 11.09.2017 12:24
      Highlight Highlight Weil *sämtliche* politische Strömungen an dieser Reform beteiligt waren.

      So funktioniert unser Demokratieverständnis.

      Nix von eine Mehrheitspartei entscheidet. So wie in Frankreich, Deutschland oder Italien.

      Also: Wenn *alle politischen Parteien* während 6 Jahren an diesem Kompromiss rumgefeilt haben, kann doch nicht *eine* Partei danach sagen: lehnt ab wir haben dann schon eine bessere Lösung. Hä?

      Nachdem man also diese tolle einzigartige beste Idee 6 Jahr lang nicht einbrachte. Hat man eine beste Idee? Ernsthaft?

      Nicht immer nur der FDP Gössi folgen, take the big pcture
    • alessandro 11.09.2017 12:26
      Highlight Highlight Du vergisst, dass das Volk ja sagen muss. Eine Rentenreform bringt alle älteren Semester an die Urne wo gesagt wird: Rentenreform ja, aber nicht mit meiner Rente.
      Lösungen gäbe es viele, aber keine einfache mit Mehrheitsfähigkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 11.09.2017 10:43
    Highlight Highlight Berset ist einfach gut. Der hats im Griff. Authentisch, klar und verständlich
  • Karl33 11.09.2017 10:41
    Highlight Highlight «Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie länger arbeiten muss?»

    Diese junge Frau hat die Frage falsch gestellt. Sie müsste lauten: Ist Ihre Frau einverstanden, dass sie fortan gleich lang arbeiten muss wie Sie?

    Erschreckend viele Frauen scheinen immer noch zu glauben, sie hätten in unserem Staat Anrecht auf Privilegien gegenüber den Männern.
    • FrancoL 11.09.2017 10:57
      Highlight Highlight Erschreckend viele Menschen in unserem Staat sind tatsächlich der Meinung dass die Frau zwar Nachteile im Erwerbsleben in Kauf nehmen soll, aber schreckt bei der Pirvilegierung beim Rentenalter auf. Oder sind Sie tatsächlich der Meinung dass die Gleichstellung von Mann und Frau an der Arbeit erreicht ist. Meine Erfahrung ist da eine andere und nicht nur im Einzelfall.
    • pulcherrima* 11.09.2017 11:59
      Highlight Highlight Für mich als Frau ist es absolut klar, dass Frauen und Männer gleich lange arbeiten können/sollen. Ich mag in gewissen Fragen sogar als etwas extrem gelten, da ich zum Beispiel für eine Militärpflicht für alle bzw. niemanden bin. Es kann nicht sein, dass man nur für ein Geschlecht Vorteile schaffen möchte, das wäre absolut nicht zeitgemäss. Ebenso ist auch Vaterzeit bzw. eine aufteilbare Elternzeit etwas, wofür ich einstehe. Ein gleiches Rentenalter wäre allerdings bereits ein guter erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit.
    • alessandro 11.09.2017 12:28
      Highlight Highlight Anstatt bei den Frauen von Bevorzugung sprechen könnte man ja auch die Benachteiligung der Männer entfernen und Rentenalter 64 für alle machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 11.09.2017 10:16
    Highlight Highlight Für mich als Frau ist es absolut ok, dass wir gleich lange wie die Männer arbeiten sollen. Wir möchten die Gleichberechtigung. Das geht in beide Richtungen. Wieso sollten wir weniger lang arbeiten müssen? Das ist unfair. Die anderen Punkte der Reform geben mir allerdings noch zu denken und ich bin absolut unentschlossen.
    • Theor 11.09.2017 10:54
      Highlight Highlight Geht mir auch so. Es ist schwierig, sich dafür oder dagegen zu entscheiden, wenn sowohl Befürworter als auch Gegner mit dem gleichen Argument auf Wahlfang gehen:

      Nehmen wir die Reform an, stirbt die AHV.
      Lehnen wir die Reform ab, stirbt die AHV.

      Da finde jetzt einer das richtige Argument.
    • FrancoL 11.09.2017 10:58
      Highlight Highlight Sie wollen die Gleichberechtigung? auch am Arbeitsplatz? OK das ist mehr als wünschenswert aber noch lange nicht Tatsache.
    • Eskimo 11.09.2017 12:15
      Highlight Highlight @FrancoL
      Sie ist längst Tatsache und sogar darüber hinaus. In jeder Branche gibt es Mindestlöhne die für alle gelten. Alles was drüber liegt ist Verhandlungssache und vorallem Leistungsabhängig. Vielfach wird von einer Frau auch nicht die selbe Leistung erwartet wie von einem Mann. Erlebe ich tagtäglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Willkommen 11.09.2017 10:07
    Highlight Highlight Eine Algeneine AHV ist ein Witz, wieso soll eine Person die im Baugewerbe arbeit genau gleichlang arbeiten wie eine bürofutzi, büro kannst du arbeiten bis 80
    • LookatLuki 11.09.2017 11:07
      Highlight Highlight Darum ermöglicht dir die Altersreform 2020 auch die Flexibilisierung des Rentenalters zwischen 62 und 70. Bereits heute geht 1/3 vor dem gesetzlichen Rentenalter in Pension und 40% danach, das gesetzliche Rentenalter ist also schon heute nur für ca. jede(n) 4. der Regelfall. Die Altersreform trägt dem erstmals Rechnung. Auch wird die schrittweise Teilzeitpensionierung möglich, also langsam Arbeit abbauen und dafür Teilrentenbezug, der Übergang von Arbeit zu Rente also fliessender.
    • L1am 11.09.2017 11:12
      Highlight Highlight Eigentlich wollte ich jetzt mit Ihnen über dieses Thema diskutieren aber schon nur der Begriff "bürofutzi" zeigt mir, dass Sie keinen Respekt gegenüber anderen Berufen haben weshalb eine Diskussion wahrscheinlich nichts bringen wird.

      Korrigieren Sie mich wenn ich mich täusche.
    • Frausowieso 11.09.2017 11:24
      Highlight Highlight Die gegenseitige Wertschätzung ist doch etwas tolles, gell?
    Weitere Antworten anzeigen

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