Schweiz
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«Ich schämte mich dafür, mich als Oberwil-Lielerin zu outen» – Interview mit der Studentin, die SVP-Glarner die Stirn geboten hat

Sie stahl dem Gemeindeammann am Wochenende die Show: Johanna Gündel bei einem TV-Interview am Weihnachtsmarkt vom Samstag in Oberwil-Lieli.

Gefragte Interviewpartnerin: Die 24-jährige Studentin Johanna Gündel.
Bild: Aargauer Zeitung

Würde es nicht um Menschen gehen, die schutzbedürftig sind, man könnte von einer Posse reden: Das Hick-Hack in Oberwil-Lieli darüber, ob die winzige oberaargauische Gemeinde Flüchtlinge aufnehmen, oder sich doch lieber von den Verpflichtungen freikaufen soll.

Ende November entschied sich die Gemeindeversammlung überraschend dafür, dass die budgetierte Ersatzabgabe von 290‘000 Franken nicht für diesen Zweck verwendet werden dürfe. Ein Sieg für die weltoffenen Kräfte in Oberwil-Lieli, eine Niederlage für ihren Gemeindeamman Andreas Glarner, dem vorgeworfen wurde, seinen Nationalrats-Wahlkampf auf dem Buckel der Flüchtlingen zu führen.

Die 24-jährige Studentin Johanna Gündel gehörte zu den engagierten Kämpfern gegen die Pläne des SVP-Gemeindeammans. Im Interview erklärt sie ihre Beweggründe.

Wie hat das angefangen mit Ihrem Engagement in Oberwil-Lieli?
Gündel:
​Es war im September. Ich befand mich gerade in meiner WG in Basel, als mich meine deutsche Mitbewohnerin auf ein Video aufmerksam gemacht hat, das sie auf ARD gesehen hat. Sie sagte mir, wir Schweizer hätten definitiv ein Problem mit unseren Politikern. Ich habe mir das Video dann angeschaut und schockiert festgestellt: Das ist ja meine Gemeinde! Unser Gemeindammann!

Ein Schweizer Dorf kauft sich von Flüchtlingen frei – ARD Morgenmagazin

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YouTube/darkriderman

Und dann? 
Ich habe mich erst einmal mächtig geärgert über Andreas Glarner. Wie er da voller Stolz verkündete, Oberwil-Lieli zahle lieber mehrere Hunderttausend Franken, als maximal acht Flüchtlingen im Dorf Obdach zu gewähren. Vor allem aber störte mich, dass er unverfroren behauptete, das ganze Dorf stünde hinter ihm. An der Universität sprachen mich immer wieder Leute auf meine Heimatgemeinde an – ich schämte mich dafür, mich als Oberwil-Lielerin zu outen. Da wusste ich: Wir müssen etwas machen. Ich wusste, dass es weitere Personen in Oberwil-Lieli gibt, die wie ich die Meinung unseres Gemeindeammans nicht teilen und gerne Flüchtlinge bei uns im Dorf aufnehmen wollen.

Sie haben in einem Interview ausgesagt, dass Andreas Glarner die ganze Geschichte als Wahlkampfvehikel gebraucht hat. Der Auftritt im deutschen Fernsehen, die ihm zu Berühmtheit bis über die Landesgrenzen hinaus verholfen hat, erfolgte demnach nicht zufällig?
​Ja, natürlich, das war Strategie. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass Glarner die Geschichte um die Ersatzabgaben gezielt angeheizt hat. Sein ganzes Wahlprogramm bestand eigentlich nur aus der Flüchtlingsdebatte. Und seine Rechnung ist ja auch aufgegangen. Ohne sein Gesicht auf Plakate zu drucken, ist er in den Nationalrat gewählt worden.

Andreas Glarner mit dem SVP-Maskottchen an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Volkspartei, SVP, am Samstag, 25. Oktober 2014, im Mehrzweckgebaeude Letzisaal in Rothenthurm, SZ. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

SVP-Gemeindeammann Andreas Glarner auf dem Weg zum Wahlerfolg. 
Bild: KEYSTONE

Und Oberwil-Lieli war von da an das braune Deppendorf der Nation.
Ja, und ich fühlte ​mich missbraucht als Bürgerin. Missbraucht von den politischen Ambitionen von Andreas Glarner. 

Wie nahm der Widerstand gegen die geplante Ersatzabgabe konkret Gestalt an?
​Auf Facebook formierte sich eine lose Gruppe. Wir hatten alle das Video im ARD gesehen und wir wussten: Wir müssen reagieren. Anschliessend legten wir Zeitpunkt und Ort für eine Kundgebung fest und begannen, mit Mund-zu-Mund-Propaganda die Leute für die Kundgebung zu begeistern. Kurz gesagt: Wir sind da alle etwas reingerutscht.

Sie waren zuvor politisch nicht engagiert. 
Nein. Ich würde auch die Aktion nicht als politisches Engagement bezeichnen. Es ging darum, ein Zeichen der Humanität zu setzen.

«Es ging darum, hinzustehen und zu sagen: Wir teilen die Meinung unseres Gemeindeammans nicht und wir stehen hin für die Menschlichkeit.»

Und auf der Kundgebung haben Sie dann das Mikrofon ergriffen. Spontan?
Nein, wir haben uns im Vorfeld überlegt, wer an der Versammlung sprechen sollte. Ich habe mich schliesslich freiwillig gemeldet – und wurde so zum Gesicht der ganzen Bewegung. Aber ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Ich werde zwar als Aushängeschild wahrgenommen, aber wir sind eine Gruppe von Personen, die alle am gleichen Strick ziehen und sich für die Sache mächtig ins Zeug gelegt haben. Ihnen allen gebührt Respekt und Dank für ihr Engagement.

Gemeindeamman Andreas Glarner war auch an der Kundgebung anwesend. Er war offenbar mässig beeindruckt. Seiner Meinung nach stammte nur eine Minderheit der Teilnehmer aus Oberwil-Lieli selber.
Glarner, der notabene mit zwei Bodyguards an der friedlichen Veranstaltung aufgetaucht war, hatte wohl ein oder zwei Autos mit Zürcher Nummernschildern gesehen und sich daraus eine auswärtige Mehrheit zusammengereimt . Ein Journalist der AZ hatte aber die Teilnehmer gezählt und ist mit einem Einwohner die Reihen abgelaufen. Die Mehrheit der Anwesenden waren vom Dorf. Ohnehin wehre ich mich gegen die Bezeichnung Demonstration. Es ging darum, hinzustehen und zu sagen: Wir teilen die Meinung unseres Gemeindeammans nicht und wir stehen hin für die Menschlichkeit. Mir gefiel der Kommentar eines Reporters, der sagte, das Ganze gleiche eher einem Quartierfest als einer politischen Kundgebung, da alle Generationen – von Kleinkindern bis zu Senioren – vertreten waren und sich friedlich mit Getränken und Kuchen in der Hand zwischen Festbänken unterhielten.

Johanna Gündel, Oberwil-Lieli

«Falls das Referendum ergriffen wird, werden wir uns wieder engagieren. ​»
Bild: AZ

Ende November triumphierte die von ihnen mitgegründete «IG für ein solidarisches Oberwil-Lieli» an der Gemeindeversammlung: Die budgetierten 290'000 Franken dürfen nicht für eine Ersatzabgabe verwendet werden. Haben Sie sich gefreut?
Ja natürlich, schliesslich konnten wir im Vorfeld nicht abschätzen, ob unser Antrag überhaupt eine Chance hat. Schliesslich hat Oberwil-Lieli ja eine starke SVP-Wählerschaft, die traditionell Flüchtlingen eher skeptisch gegenübersteht.

Ganz reibungslos soll die Gemeindeversammlung aber nicht über die Bühne gegangen sein. Ein SVP-Mitglied reichte beim Kanton Beschwerde ein und forderte eine neue, geheime Abstimmung. Was ist da genau passiert?
Nachdem unser Antrag angenommen wurde, bestand Unklarheit, ob unser Antrag nochmals im Konkurrenzverfahren gegen das Budget als Ganzes abgestimmt werden sollte, wie es der Gemeindeamman vorgeschlagen hatte. Es entstand Verwirrung im Saal und der Gemeindeamman diskutierte mit der Gemeindeschreiberin. Daraufhin stand ein Bürger und ehemaliger Gemeindeschreiber auf und klärte die Situation auf. Als «tumultartig», wie sie von einigen Personen beschrieben wurden, habe ich die Situation jedoch nicht wahrgenommen.

«Ich war zu keinem Zeitpunkt überrascht, dass das Flugblatt von Glarner stammt. Der Stil, der Ton, der Inhalt: Das hat alles auf unseren Gemeindeamman hingedeutet.»

Ganz durch ist die Sache aus einem weiteren Grund noch nicht: Der Entscheid wurde dem fakultativen Referendum unterstellt. Was, wenn das Referendum tatsächlich ergriffen wird?
Ich will jetzt nicht spekulieren. Wir verfolgen die Entwicklungen. Falls das Referendum ergriffen wird, werden wir von der Interessengemeinschaft für ein solidarisches Oberwil-Lieli uns wieder engagieren. ​

Das anonyme Flugblatt

Image

bild: screenshot/ az

Am Freitag wurde bekannt, dass Glarner hinter einem anonymen Flugblatt steckt, das zusammen mit dem Gemeindeanzeiger in alle Briefkästen der Gemeinde flatterte – und die Bevölkerung vor Scheinasylanten, Gutmenschen und «IS»-Terroristen warnte.
​Ich war zu keinem Zeitpunkt überrascht, dass das Flugblatt von Glarner stammt. Wir haben es uns in der Familie angeschaut und gedacht: Das ist sicher Glarner! Der Stil, der Ton, der Inhalt: Das hat alles auf unseren Gemeindeammann hingedeutet.

Und was halten Sie davon? 
Die ganze Sache ist in erster Linie sehr peinlich für Glarner. Er benützt ein amtliches Publikumsorgan, um seine Interessen zu verbreiten und hat anschliessend nicht den Mut, zu seiner Aussage zu stehen. Ausserdem hat er ja selber im Interview mit der AZ nach der Gemeindeversammlung ausgesagt, als Gemeindeamman mobilisiere er nicht.

Andreas Glarner droht Ihnen mit einer Anzeige, weil Sie gesagt haben, die Gemeinde bevorzuge gutsituierte Einwohner. 
Ich habe das Schreiben noch immer nicht gesehen, da ich wegen dem Studium in Basel Wochenaufenthalterin bin. Deshalb will ich mich nicht dazu äussern. Nur soviel: Ich habe mir juristische Unterstützung geholt. Und: Ich bin nicht an einer Eskalation interessiert.

Haben Sie negative Reaktionen auf Ihr Engagement in Oberwil-Lieli erhalten?
Ich habe bis jetzt insgesamt über 40 Briefe in der Post erhalten, dabei waren alle bis auf einer Glückwünsche und unterstützende Worte. Der eine negative Brief bestand aus einigen beleidigende Zeilen, welche mir aber anonym zugesandt wurden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 16.12.2015 22:53
    Highlight Highlight Mit den Asylanten läuft es irgendwie schief:
    Meistens werden sie irgend einer "schwachen" Politischen Gemeinde auf dem Land aufgehalst. Plötzlich hat ein Dorf mit 3000 Einwohnern ein neues Asylzentrum, weil die Städte/Kanton politisch stärker sind.

    Die Asylanten werden wortwörtlich einfach abgeschoben, damit sie niemand in der Wählergegend sieht.

    Integration auf dem Land ist schwierig.
    Städte wären besser: Lokale, Subkulturen usw.

    Warum machen sich nicht die Linken die in der Stadt wohnen, wo sie die Demokratische Mehrheit haben, mal stark für ein Asylzentrum vor der Haustüre??



  • RForster 15.12.2015 10:51
    Highlight Highlight Einfach nur peinlich und bedenklich, die Ideen und Statements des Gemeindeammans. Gut dass sich die junge Frau gewehrt hat und es sich zeigte, dass eben nicht die Mehrheit des Dorfes hinter dem unsäglichen Plan steht.
  • Ich mein ja nur 15.12.2015 08:37
    Highlight Highlight danke!
  • Beresina 14.12.2015 16:00
    Highlight Highlight zur Berichtigung! Oberwil-Lieli liegt nicht im Oberaargau! Der Oberaargau ist der nördlichste Zipfel des Kanton Bern!
  • NWO Schwanzus Longus 14.12.2015 13:12
    Highlight Highlight Wir haben ehrlich gesagt grössere Probleme mit den Renten, AHV, IV und co. Schade wird hier wenig davon berichtet.
    • Triesen 14.12.2015 14:20
      Highlight Highlight Renten, AHV und IV? Dazu Fragen: Sind Rente und AHV nicht das gleiche? Kann die Gemeinde mit ihrem höchst unsolidarischen Vorgehen Rente und die IV retten? Ist dieser Beitrag Ausdruck von Verwirrung oder eher Verblendung?
  • blueberry muffin 14.12.2015 12:10
    Highlight Highlight Und schon wieder verklagt ein SVPler jemanden, der nicht seiner Meinung ist. Austeilen können die SVPler immer gut, aber wehe jemand sagt etwas gegen die SVP, da muss gleich ein Anwalt her und alles vor Gericht, selbst wenns nur eine Studentin ist.

    Lächerliche Partei.
    • per scientam 16.12.2015 22:40
      Highlight Highlight Ach, die Linken sind da genau auch nicht besser. ...
  • demokrit 14.12.2015 11:40
    Highlight Highlight "Der eine negative Brief bestand aus einigen beleidigende Zeilen, welche mir aber anonym zugesandt wurden." - Das spricht wieder einmal für sich.
  • Bruno Wüthrich 14.12.2015 11:33
    Highlight Highlight Die Behauptung von Andreas Glarner, hinter seiner Meinung stünden alle Gemeindemitglieder ist Frechheit und Gemeinheit zugleich. Man sollte man, der unter Beiziehung solch infamer Lügen Wahlkampf betreibt, zur Rechenschaft ziehen können. Statt dessen darf er als Ja-Sager und Kopfnicker die Meinung der SVP-Fraktion im Nationalrat vertreten und dafür eine Entschädigung kassieren, mit welcher sich problemlos die Beherbergung einiger Flüchtlinge finanzieren liesse. Mir kommen schwerste Bedenken, wenn Eindimensionaldenker wie Glarner die Schweiz mitregieren dürfen. Leider ist er nicht der Einzige.
    • Citation Needed 14.12.2015 20:11
      Highlight Highlight Da stimme ich Ihnen zu. Etwas mehr Format und Charakter (oder Rückgrat und Gradlinigkeit) sollte man als Gemeindeamman und NR schon aufweisen. Anonyme Flugblätter? Zutiefst undemokratisch. Welche Rolle hat in einer (direkten!!) Demokratie die öffentliche Diskussion? Eine sehr, sehr grosse. Und da kommt Glarner und manipuliert die öffentliche Meinung mit anonymen Flugis und erzählt Müll. 'Stümper' ist noch der netteste Ausdruck, der mir einfällt.
    • per scientam 16.12.2015 22:43
      Highlight Highlight Die Linken behaupten das bei ihren Vorlagen auch immer.

      Gerade wenn es um das Auto geht.
      Dann steht auch immer die "ganze" Bevölkerung hinter dem Rot/Grünen Lager. ...

      Das ist ein Satz der einfach zur Politik gehört.
  • Macke 14.12.2015 11:31
    Highlight Highlight Ich finde das politische Engagement dieser Gruppe großartig. Ich finde es nur schade, dass sie es nicht als das bezeichnen, was es ist: Politische Meinungsäußerung. Es ist doch super, wenn aufgezeigt wird, was Politik neben dem Parlament/Bundeshaus sonst noch ist. Und dass tatsächlich eine kleine Gruppe von Menschen auf politischen Weg verändern kann, ist doch eine tolle Botschaft an unsere Gesellschaft.
  • klugundweise 14.12.2015 11:12
    Highlight Highlight Oberwil-Liebli mit der engagierten jungen Gruppe könnte zum Muster für die Schweiz werden.
    Wann grenzen wir uns endlich ab, gegen diese rechtsaussen Hetzerei. Wann verbieten wir Bürger diesen Staatsverspöttern, gute Menschen verhöhnenden, intoleranten Menschen, sich bürgerlich zu nennen?!
  • 7immi 14.12.2015 10:58
    Highlight Highlight mal schauen, ob sie dann noch immer so gern in die kamera lächelt, wenn dann die folgeerscheinungen inkl. der folgekosten.bei unserem nachbardorf passierte dies vor einem guten jahr...
    • stiberium 14.12.2015 11:27
      Highlight Highlight Klingt interessant. Hast du da evt. noch einige Details. Name des Dorfes und was du mit Folgeerscheinungen und Kosten meinst?
    • 7immi 14.12.2015 12:49
      Highlight Highlight kollbrunn im tösstal. vor ca drei jahren nahmen sie flüchtlinge auf und betrieben ein asylheim. ebenso bauma zh.
    • 7immi 14.12.2015 12:51
      Highlight Highlight folgeerscheinungen sind zb die schulkosten mit übersetzer, der zusätzliche deutschunterricht, dann die lebensunterhaltkosten, die betreuer, wohnkosten, ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amanaparts 14.12.2015 10:36
    Highlight Highlight Das schöne ist, liebe Johanna. Du bist jetzt das neue Gesicht von Oberwil-Lieli und das finde ich viel besser als das von Vorher.

    Hasta la victoria!
  • Tatwort 14.12.2015 10:12
    Highlight Highlight Das "Demokratieverständnis" von SVP-Glarner spottet tatsächlich jeder Beschreibung und gibt uns einen Eindruck, wie er sich die "ideale Gemeinde" vorstellt: Er als Oberbefehlshaber, wer nicht pariert wird diffamiert, eingeschüchtert, verfolgt.
    Damit zeigt Glarner doch deutlich, wes Geistes Kind er ist.
  • Der Tom 14.12.2015 10:11
    Highlight Highlight Wenn sich alle Aargauer Gemeinden beim Kanton von Flüchtlingen freikaufen kann der Kanton den Sondermülldeponierückbau finanzieren. Was würde wohl eine SVP freie Zone kosten? Vielleicht würde das noch mehr einbringen.
    • zombie woof 14.12.2015 11:01
      Highlight Highlight Wie wär's mit einem Reservat für die SVP? So Ballenbergmässig?

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

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