Schweiz
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Daniel Lampart, Chefoekonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, spricht an der SGB-Jahresmedienkonferenz, am Donnerstag, 9. Januar 2020, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Daniel Lampart ist Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds. Bild: KEYSTONE

Interview

«Wir können gottenfroh sein, dass wir keine überforderte Regierung wie in den USA haben»

Corona-Schulden aus Kurzarbeit und Co.: Wie kann sich die Schweiz das leisten? watson sprach mit Gewerkschaftsökonom Daniel Lampart darüber – und wie er den Abstimmungskampf über die Begrenzungsinitiative sieht.



Sie sind der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds. Haben Sie überhaupt noch einen Überblick, was die Corona-Massnahmen des Bundes gekostet haben? Daniel Lampart: Ja, vom Bund haben wir natürlich einen Überblick. Wir haben da auch mitgewirkt bei einem Teil der Massnahmen. Was das dann kosten wird, werden wir sehen. Aktuell geht man davon aus, dass alles zusammen bislang gegen 70 Milliarden Franken kosten wird. Bei den Darlehen wird ein grosser Teil des Geldes aber wieder zurückkommen.

Was bedeutet das langfristig für die Finanzen des Bundes? Müssen wir alle dafür aufkommen?
Das Schlimmste, was uns Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern passieren könnte, ist, dass wir in eine längere, tiefe Rezession fallen und die Arbeitslosigkeit massiv steigt. Wir können daher gottenfroh sein, dass Massnahmen dagegen erlassen wurden und wir keine Regierung wie etwa in den USA haben, die mit der Krise überfordert ist. Dort ist die Arbeitslosigkeit auf über 20 Prozent gestiegen. Wir dürfen nicht vergessen: Der Bund, die Kantone und Gemeinden haben in der Vergangenheit weit mehr als 50 Milliarden an Reserven aufgebaut. Nun ist an der Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern etwas zurückzugeben.

«Wir können daher gottenfroh sein, dass (…) wir keine Regierung wie etwa in den USA haben, die mit der Krise überfordert ist.»

Daniel Lampart über den Bundesrat

Sie werden sich wohl gefreut haben, dass auch der Economiesuisse-Präsident nun fordert, man solle den Betrag aus der «normalen Finanzplanung» herausnehmen und die Schulden über 30 Jahren abstottern …
Es ist schon mal gut, dass niemand denkt, man müsse es so machen wie es der damalige Bundesrat Hans-Rudolf Merz vorgeschlagen hatte. Er wollte Schulden aus einer ausserordentlichen Krise in sechs bis acht Jahren abbezahlt haben – das wäre eine Katastrophe. Das würde die aktuelle Rezession massiv verstärken.

Heinz Karrer, le nouveau president d'economiesuisse, parle lors d'une conference de presse lors de la Journee de l' economie 2013 organise par economiesuisse ce vendredi 30 aout 2013 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer will, dass die Corona-Schulden über eine längere Zeit abbezahlt werden. Bild: KEYSTONE

Sind 30 Jahre sinnvoll?
Wir finden es nicht zielführend. Bei den aktuellen Milliarden-Beträgen würde das bedeuten, dass der Bund jedes Jahr über zwei Milliarden Franken einsparen müsste. Besser wäre es, wenn der Bund die Schuld stehen lässt. Wegen den Negativzinsen verdient er sogar Geld damit. Es gibt viele Investoren, die froh sind, wenn sie in der aktuellen Situation auf dem Kapitalmarkt dem Bund Geld leihen können.

Besteht nicht die Gefahr, dass der Haushalt längerfristig aus der Bahn geworfen wird – weil jederzeit eine neue Krise, eine neue Pandemie die Schweiz treffen könnte?
Nein. Ich wiederhole: Bund, Kantone und Gemeinden konnten in den letzten 30 Jahren auf Kosten der Bevölkerung grosse Reserven aufbauen. Wir sprechen hier von Beträgen in der Höhe von weit über 50 Milliarden Franken. Man sollte das jetzt wirklich der Bevölkerung zurückgeben und weiteres soziales Leid verhindern.

Der Bundesrat hat in der Krise mehrmals auf Mechanismen gesetzt, die seit jeher von Gewerkschaften gefordert wurden. Wie fühlt es sich an zu sehen, dass «Ihre Politik» von Bern übernommen wird?
Ich hätte mich gefreut, wenn das vor einer solchen Krise passiert wäre (lacht). Nein, von Freude kann man hier nicht wirklich sprechen. Aber wir sind erleichtert, dass der Bundesrat viele Vorschläge von uns übernommen hat, um Arbeitsplätze zu sichern.

Kann ich das als erstes Zwischenfazit von Ihnen zur Arbeit des Bundesrates verstehen?
Ja, da wurde sehr viel gemacht. Aber es gibt nach wie vor viele Probleme. Etwa bei der Kurzarbeit, bei der ja nur 80 Prozent des Lohns ausbezahlt werden. Personen mit tiefen Einkommen leiden besonders fest, wenn plötzlich ein Fünftel des Lohns wegfällt. Wir fordern deshalb, dass solchen Menschen der volle Lohn ersetzt wird.

Blicken wir auf den Herbst. Die Begrenzungsinitiative steht vor der Türe. Die Schweiz erlebte Monate, in denen die Personenfreizügigkeit ausgesetzt wurde. Wird das ein schwieriger Abstimmungskampf?
Ich glaube, dass es sicher eine andere Diskussion geben wird. Wir haben während der Coronakrise sehr viel gelernt. Etwa, dass die Pandemie sich in Ländern wie Deutschland oder Singapur vor allem dort ausgebreitet hat, wo viele Menschen in miserablen Unterkünften und prekären Zuständen leben – so wie es die Schweiz jahrelang mit den Saisonierarbeitern auch kannte. Das haben wir heute weniger, dank den flankierenden Massnahmen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind sich bewusst, dass die Schweiz hohe Löhne hat und diese geschützt werden müssen. Die offene Wirtschaft, die dem Land viel ermöglicht hat, kann nicht bestehen, wenn wir zurück zu prekären Situationen und unkontrollierten Aufenthalten zurückkehren.

Sie wollen nun mit der «Überbrückungsrente» diese «flankierenden Massnahmen» ausbauen, damit das Volk die Begrenzungsinitiative ablehnt. Stand heute ist aber unklar, ob diese in der Sommersession überhaupt durchkommt.
Wir werden uns so oder so gegen diese Initiative engagieren. Wir sind sehr beunruhigt, wie stark die Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitnehmenden ansteigt. Was mich aber erschreckt: Ja, wir haben geschlossene Grenzen und ja, wir haben das Mittel der Kurzarbeit. Und trotzdem gibt es Entlassungen bei den über 55-Jährigen. Sie werden nicht entlassen wegen irgendwelchen Ausländern. Sie werden entlassen von schwarzen Schafen unter den Arbeitgebenden, da muss ich Klartext reden. Und denen muss man das Handwerk legen.

«Ältere werden nicht wegen Ausländern, sondern wegen schwarzen Schafen unter Arbeitgebenden zu Arbeitslosen.»

Daniel Lampart zur Altersarbeitslosigkeit

Und was, wenn sich das Parlament nicht auf einen Konsens einigt?
Wir gehen davon aus, dass die Überbrückungsrente durchkommt. Es wäre ein solch grosser Affront gegenüber der Bevölkerung und eine Missachtung der Realität der letzten Monate. Einen solchen Affront gegenüber jenen, die ihr Leben lang gearbeitet und Steuern bezahlt haben, wäre verheerend – und das traue ich dem Parlament nicht zu.

Volksabstimmungen vom 27. September 2020
Im September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative, den Gegenvorschlag zum Vaterschaftsurlaub, den Abzug für die Kinderbetreuungskosten und über das Jagdgesetz ab. Über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge kommt es zur Abstimmung, falls das Referendum zustande kommt.

Über Daniel Lampart

Daniel Lampart (*1968) ist studierter Volkswirt und Wirtschaftshistoriker. Er ist seit 2006 Chefökonom und seit 2011 Zentralsekretariatsleiter des des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds. Er sass im Bankrat der Nationalbank, in der Wettbewerbskommission und arbeitete in der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.

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SVP-Abstimmungsplakate

Bundesrat Ueli Maurer zu den Not-Krediten an Schweizer Unternehmen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Altbier 01.06.2020 17:18
    Highlight Highlight Bei uns redet zwar wie in den USA das Kapital ein gehöriges Wort mit und betreibt teuren Lobbyismus, aber die kleinräumige Schweiz und die Beziehungen durch Vereine und Militär haben bis jetzt allzu schräge Vögel in der Regierung verhindert. Die Vorstufe wählt man zwar, aber sie können meist nicht sehr lange mittun. Und überzeugen selten die nötige Masse um das Land auf den Kopf zu stellen. Auch Blocher unser Missionar nicht, trotz göttlichem Eifer und Zorn. Wir grenzen auch nicht aus wie die USA, aber Friede, Freude und Eierkuchen ist schon nicht. Eine gesunde Demokratie(noch).
  • pamayer 01.06.2020 09:02
    Highlight Highlight Gutes Interview.

    Nur einen Satz würde ich anders formulieren:
    Statt "wir können gottenfroh sein, dass wir nicht eine überforderte Regierung haben", "Wir können froh sein, nicht einen infantilen, narzisstischen Hohlkopf als Präsidenten zu haben."
    • Altbier 01.06.2020 17:21
      Highlight Highlight Man müsste durch die Bundesversammlung schon deren sieben wählen. Und erst noch haben. Meist landen die bei uns vorher irgendwo und selten auf Dauer im Politbetrieb. Trump kam quasi aus der Fernsehshow auf den Stuhl des Präsidenten. Bei uns nach Theorie auch möglich, aber nicht unsereArt zu experimentieren mit der Zukunft.
  • cdrom 31.05.2020 20:24
    Highlight Highlight "... Entlassungen bei den über 55-Jährigen. Sie werden nicht entlassen wegen irgendwelchen Ausländern."

    Man kann es auch so schönreden. Wir alten werden nicht eingestellt weil
    - junge sind billiger
    - noch billiger sind Ausländer

    Selbst wenn ich zum Minimallohn arbeiten würde, wäre ich wegen der PK Beiträger teurer!
    Eigentlich sollte zuerst dieser Missstand behoben werden.
    Aber eben lieber weiterwursteln und mit einer Überbrückungsrente einige Stimmen kaufen.

    Ich nenne dies Korruption.
    • _kokolorix 31.05.2020 22:07
      Highlight Highlight Die Aussagen von Lampart sind schon richtig. Es gibt halt viele schwarze Schafe, nämlich viele Unternehmen welche von Managern geleitet werden. Diese kümmern sich häufig nicht um den längerfristigen Zustand der Firma, sondern nur um die kurzfristigen Zahlen. Damit streichen sie ihre Bonis ein, und wenn mittelfristig die Probleme mit dem Know-how Verlust akut werden, sind sie schon längst wieder weg.
      Gewerkschaften und SP waren schon immer gegen das BVG. Es wurde von der Versicherungslobby der bürgerlichen Parteien durchgesetzt und benachteiligt systematisch erfahrene Berufsleute
  • landre 31.05.2020 17:00
    Highlight Highlight Danke für dieses interessante und wirklich wertvolles Interview.

    Solange sich unsere CH-Gewerkschaften (Unia usw) aber weiterhin insistent genauso dem eigenem wirtschaftlichen und/ oder pekuniären Profit orientieren und sich dem entsprechend juristisch und physisch strukturieren, so wie es die privatwirtschaftlichen Akteure/ Arbeitgeber tun, bleibt beim Termin "Gewerkschaft" ein markant unangenehmer Neben- und Nachgeschmack...
    • landre 31.05.2020 17:41
      Highlight Highlight @Blitzer-innen:

      Warum darf eine "Gewerkschaft" Tochtergesellschaften besitzen und mit denen als aktive "Holding" im Branchen aufgeteiltem Markt agieren?

      Warum darf eine Gewerkschaft das vom Staat bezogene Kapital der Beiträger-innen administrieren/ verteilen?

      Usw...

      (Das Konzept "Gewerkschaft" ist an sich durchaus virtuos, deren gegenwärtigen Trimmungen hingegen...)
    • Juliet Bravo 31.05.2020 19:53
      Highlight Highlight «Warum darf eine Gewerkschaft das vom Staat bezogene Kapital der Beiträger-innen administrieren/ verteilen?»

      Ich nehme an, du beziehst dich auf die Arbeitslosenkassen. Das ist der Geschichte geschuldet. Gewerkschaften haben für ihre Mitglieder lange vor dem Staat Arbeitslosenkassen und Arbeitslosenversicherungen angeboten.
    • landre 31.05.2020 20:28
      Highlight Highlight @Juliet

      "Gewerkschaften haben für ihre Mitglieder lange vor dem Staat Arbeitslosenkassen und Arbeitslosenversicherungen angeboten."

      "Meritokratie" bedeutet keineswegs dass jegliche Form (Art und Weise) von gegenwärtigem durch vergangenes Agieren gerechtfertigt ist. Vor allem nicht im Falle von einem potenziell markant virtuosem Konzept wie "Gewerkschaft"...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 31.05.2020 16:37
    Highlight Highlight «Ältere werden nicht wegen Ausländern, sondern wegen schwarzen Schafen unter Arbeitgebenden zu Arbeitslosen.»

    Volltreffer!


    Nun müssten nur noch die blinden Hühner, die sich für weisse Schäfchen halten, kapieren, dass hinter ihren Propaganda-Plakaten schwarze Schafe hocken.

    • Eisvogel 31.05.2020 18:34
      Highlight Highlight @Vecchia - Nun müssten nur noch die blinden Hühner, die sich für weisse Schäfchen halten, kapieren, dass hinter ihren Propaganda-Plakaten schwarze Schafe hocken. 
      Danke - schön ausgedrückt!
    • leu84 31.05.2020 21:48
      Highlight Highlight Da kenne ich auch einen ehemaligen SVP-Parteipräsidenten (nicht national), der davon nicht abgeneigt war bzw. im Ort es auch praktiziert wurde. Man hat einfach nichts gesagt. Niemand wollte verraten, dass man die Ausländer "schwarz" beschäftigt hat.
    • Vecchia 01.06.2020 07:40
      Highlight Highlight leu84
      Nicht gerade "schwarz" aber eine, der Öffentlichkeit unbekannte, Taktik findet sich bei von der SVP hochgelobten Mitgliedern, die in Zürich Nord Unternehmen führen.
      Aeltere werden mit allen Tricks entsorgt, am leichtesten geht das, wenn sie mal wegen einer Krankheit vorübergehend ausfallen. Ersatz findet sich bei Grenzgängern.
      Und der allergrösste Schlaumeier hat im nahen D Tochterunternehmen, über die er Grenzgänger zu EU-Löhnen arbeiten lassen kann. Bei 1. August-Reden gilt diese Firma dann als traditionelles erfolgreiches CHer Unternehmen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • CH-Bürger 31.05.2020 16:33
    Highlight Highlight Ich schätze Daniel Lampart schon lange mit seinem kompetenten Auftreten in Sachen Ökonomie und ja wie schon erwähnt er ist auf Arbeitnehmerseite das ist auch nicht selbstverständlich.
  • murrayB 31.05.2020 15:09
    Highlight Highlight Wir können gottenfroh sein, (noch) keine solche Gesellschaftsstrukturen zu haben wie die USA oder Frankreich, wo jede Nacht Autos angezündet werden...
  • BerthaPhilipPayne 31.05.2020 13:58
    Highlight Highlight hmm, darlehen != schulden, oder woher kommen die 70mrd, die alle über die steuern zurückbezahlt haben wollen?
    • lilie 31.05.2020 16:25
      Highlight Highlight @Bertha: Lies einfach das Interview, dann weisst du es. 😉
  • WHYNOT 31.05.2020 13:49
    Highlight Highlight Typisch, der Gewerkschafter will die Corona-Schuld stehen lassen und der nächsten Generation überlassen. Das ist brandgefährlich. Schulden entwerten sich zwar über die Jahre falls wir Inflation zulassen, doch dies trifft gerade seine Klientel also die einfachen Leute am meisten, derweil die Sachwerte also Aktien, Gold und Immobilien steigen lassen und die Einkommen entwerten. Dasselbe gilt für das Ansinnen, unsere SNB für alle möglichen Begehrlichkeiten plündern zu wollden und die verfassungsmässige Souveränität zu unterlaufen. In den 80ern wurde dies Argentinien&Co zum Verhängnis.
    • Platon 31.05.2020 14:28
      Highlight Highlight @Whynot
      Er will sie nicht stehen lassen. Durch die Schuldenbremse werden ohnehin strukturelle Überschüsse gemacht, da braucht man nicht zu sparen.
      Das SNB-Argument ist einfach nur Hirnrissig. Wo schlägt Lampart sowas vor? Hast du überhaupt irgend eine Ahnung von VWL?
    • Pafeld 31.05.2020 15:11
      Highlight Highlight @WHYNOT
      Erstens haben wir Negativzinsen. Der Bund bekommt Geld dafür, dass er Schulden macht. Die Zinsen fressen uns nicht auf, sie helfen uns sogar noch. Zweitens ist von Inflation keine Spur. Die Entkoppelung von Börse und Realwirtschaft hat da bereits ihren Dienst geleistet. Drittens ist es Wurst, wieviele Schulden wir machen, solange die anderem Länder mehr Kredite aufnehmen als wir. Und viertens wird es ohne massive Neuverschuldung der weltweiten Staatengemeinschaft kaum wieder zu den Zinssätzen kommen, wie in Ihren unnützen und gefährlichen Binsenweisheiten aus den 80er Jahren.
    • WHYNOT 31.05.2020 15:40
      Highlight Highlight @Platon; Betreffend Forderungen an die Adresse der SNB müsste man halt das Zeitgeschehen verfolgen. Für das sicher äusserst charmant gemeinte und in eine Frage gepackte Kompliment betreffend VWL-Kenntnissen, muss ich dich leider entäuschen und spiele den Ball gerne an den Empfänger zurück 😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sorcha 31.05.2020 13:46
    Highlight Highlight Die USA haben seit jeher einen tiefen Keil in ihrer Bevölkerung. Nicht nur Linke und Rechte, sondern auch der ewige Klassenkampf, Rassenprobleme, Glaubenskriege - Trump hat diesen Keil in alle Richtungen noch verstärkt und was daraus resultiert ist ein Schwarz-Weiss-Denken der Bevölkerung und das Nichteinhalten von Massnahmen gegen Corona.
  • Luca89 31.05.2020 13:34
    Highlight Highlight Auch wenn das hier wieder einige in ihrer anti USA Denkweise überfordern wird: Die USA sind ein föderalistischer Bundesstaat mit sehr grossen Kompetenzen auf Ebene der einzelnen Staaten. Wenn in Zürich demonstriert wird und das ausufert, ist auch nicht der Bundesrat oder das Parlament in Bern verantwortlich oder überforfer. Schon erstaunlich, wie wenig Ahnung selbst "Profis" wie der Herr im Artikel vom politischen System in Amerika haben.
    • ands 31.05.2020 13:48
      Highlight Highlight Wenn wir gerade von Überforderung sprechen: Du solltest deine Fähigkeiten im Bereich Textverständnis trainieren. Es geht hier nicht um die Demonstrationen, sondern um die gestiegene Arbeitslosigkeit aufgrund der Coronakrise.
    • Wiedergabe 31.05.2020 15:22
      Highlight Highlight Warum sollte ein Schweizer vom Föderalismus überfordert sein?
      Falls sie es nicht wissen, der ist in der CH ebenfalls stark ausgeprägt.
      Hauptsache andere diffamieren und selbst nur bedingt Ahnung hinter der Meinung.
  • Quacksalber 31.05.2020 12:30
    Highlight Highlight Dieser Daniel Lampart ist einfach top und auf der richtigen Seite.
    • WHYNOT 31.05.2020 14:02
      Highlight Highlight flop, meintest du doch
    • dorfne 31.05.2020 14:19
      Highlight Highlight Nur starke Gewerkschaften werden künftig die Arbeitnehmer*Innen noch schützen können vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen.
  • Gopfidam 31.05.2020 12:02
    Highlight Highlight Klare Kante vom obersten Ökonomen der Schweiz. Hätte nicht mit solchen Aussagen gerechnet.. Well said
    • Me, my shelf and I 31.05.2020 12:18
      Highlight Highlight Ich finde den Herrn auch Hammer, aber oberster Ökonom der Schweiz ist der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes leider nicht...
      Die obersten Ökonomen des Bundes sind um Welten unbrauchbarere Leute.
    • Gopfidam 31.05.2020 12:39
      Highlight Highlight Schade :-(
    • CH-Unternehmer 31.05.2020 15:04
      Highlight Highlight @Gopfidam:
      Daniel Lampart ist - zum Glück - NICHT oberster Ökonom der Schweiz, sondern des Gewerkschaftsbundes!
      Er hat somit eine gewerkschaftlich, links-politische Grundeinstellung zu vertreten und macht dies - aus seiner Stellung - auch absolut gut.
      Aber zum Glück gibt es als Gegenpol auch noch Mitte-rechts-politisierende Ökonomen in diesem Land!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spargel 31.05.2020 11:32
    Highlight Highlight SNB Einschuss und erledigt ist.
    • WHYNOT 31.05.2020 13:55
      Highlight Highlight Ach ja, wider der Verfassung und sämtlicher ökonomischer Vernunft - wie eine Bananenrepublik und die Kinder sollen das Deasaster dann aufräumen...
    • Spargel 01.06.2020 16:06
      Highlight Highlight Ach aber 600 med an Devisen kaufen geht dann problemlos gell...
  • andy y 31.05.2020 11:31
    Highlight Highlight Wir gehen davon aus, dass die Überbrückungsrente durchkommt. Es wäre ein solch grosser Affront gegenüber der Bevölkerung und eine Missachtung der Realität der letzten Monate. Einen solchen Affront gegenüber jenen, die ihr Leben lang gearbeitet und Steuern bezahlt haben, wäre verheerend – und das traue ich dem Parlament nicht zu.
    Ich schon. Genau so wie das Parlament nach monatelangen Diskusionen eine Erhöhung der Rente um 70.- abgelehnt hatte, obwohl die Oreist jährlich steigen
    • dorfne 31.05.2020 14:17
      Highlight Highlight Lieber als die Überbrückungsrente wären mir Arbeitgeber mit sozialer Verantwortung. Der Arbeitsdruck war schon vor Corona vielerorts unmenschlich. Jetzt wird dann die Schraube noch mehr angezogen.
      Ohne starke Gewerkschaften gehen die Arbeinehmer*Innen kapputt.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 31.05.2020 11:27
    Highlight Highlight "Aktuell geht man davon aus, dass alles zusammen bislang gegen 70 Milliarden Franken kosten wird."

    Ich bin immer wieder fasziniert, wie etwas kosten kann, das nicht stattfindet. Wie kommt man auf 70Milliarden?

    "Es gibt viele Investoren, die froh sind, wenn sie in der aktuellen Situation auf dem Kapitalmarkt dem Bund Geld leihen können."

    Anstatt dass sich der Bund das Geld von Investoren (Vermögende, Unternehmen) leiht und die Allgemeinheit dann für den Gewinn des Investors zahlt, wäre es da für den Bund nicht günstiger, die Steuer zu erhöhen?
    • Jaklar 31.05.2020 12:05
      Highlight Highlight Kurzarbeit findet statt
      Arbeitslosengelder müssen fliessen
      Allgemeine unterstützung fliesst.
      Steuererhöhungen machen die produkte teurer und so weniger konkurenzfähig.
      So schwer ist das also nicht zu verstehen.
    • blueberry muffin 31.05.2020 12:18
      Highlight Highlight Naja, die Steuern für Reiche vielleicht. Aber wenn der Staat eh ao viel Geld rumliegen hat macht das keinen Sinn. Ubd die Negativ Zinsen auf Kredite heisst ja, dass der Bund die Schulden verkleinern kann je länger wir in diesem Bereich sind.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 31.05.2020 12:21
      Highlight Highlight @Jaklar. Ja, ja, das beantwortet meine Frage nicht. Wenn dort 7 Mrd oder 700 Mrd stehen würden, Sie würden das gleiche schreiben. Wie viele Stunden Kurzarbeit müssen bezahlt werden? Nennen Sie eine Zahl. Und welches ist der Betrag von den 70Mrd, welche in die Arbeitslosenkasse fliessen. "Allgemeine Unterstützung", interessant, tja Ihnen ist wohl definitiv nichts mehr eingefallen.

      Und der zweite Punkt, den Sie da formulieren, verstehen Sie selber nicht.
    Weitere Antworten anzeigen

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