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Abu Ramadan

Imam Abu Ramadan an einer Kundgebung in Bern.  screenshot srf

Kehrtwende im Bieler Hassprediger-Fall – jetzt ermittelt die Justiz gegen Abu Ramadan



Während eines Gebets in der Bieler Ar'Rahman-Moschee soll der libysche Imam Abu Ramadan gegen Andersgläubige gehetzt haben: «Ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten. Gott, ich bitte dich, sie alle zu vernichten und dem Islam seinen alten Ruhm zurückzugeben.»

Der Fall hat einen grossen Medienrummel ausgelöst, aber bislang keine strafrechtlichen Konsequenzen gehabt. Das könnte sich laut einem Bericht des Blick bald ändern. Die Berner Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung eingeleitet. Dies nachdem es noch letzte Woche geheissen hatte, die Aussagen in den Medien könnten nicht verifiziert werden.

«Wir prüfen nun den Sachverhalt auf seine strafrechtliche Relevanz hin», sagt Sprecher Christof Scheurer. Grund für die Kehrtwende der Staatsanwaltschaft ist laut der Zeitung eine kürzlich eingegangene Anzeige. 

Ramadan droht Ausschaffung

Abu Ramadan erklärte kürzlich im «Tages-Anzeiger», das Zitat sei falsch aus dem Arabischen übersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er habe nicht alle Christen gemeint, sondern nur die US-Regierung. «Ich rede über Leute wie Rumsfeld, Bush, Blair. Sie töteten über 1,5 Millionen Menschen», sagt er.

Abu Ramadan reiste 1998 als Flüchtling aus Libyen in die Schweiz ein, erhielt 2001 den Asylstatus und soll während 13 Jahren 600'000 Franken Sozialhilfe bezogen haben.

Nun droht ihm aber die Ausschaffung, weil er mehrmals nach Libyen gereist ist. Dies obwohl er dort angeblich vom Tod bedroht ist. Weil dies nicht erlaubt ist, hat ihm das Bundesamt für Migration den Asylstatus entzogen. Dagegen wehrt sich Ramadan vor Gericht. 

(amü)

Für ein offenes Frauenbild. Und zwar mit Kopftuch und Rap!

Video: srf

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