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Jadey und Bella, kurz bevor Jadey ihrer BFF im pinken Kleid einen Klaps in den Schritt verpasst. Screenshot instagram

«Slap her pussy» – dieser Trend unter Mädchen hat es in sich

Auf Instagram und Snapchat kursieren seit neuestem Videos von Mädchen, die sich gegenseitig leichte Schläge auf den Venushügel verpassen. Der Trend ist auch auf Schweizer Schulhöfen angekommen. 



Sucht man auf Instagram nach dem Hashtag #pussyslap oder #pussyslapping, findet man sie: Videos, in denen sich Mädchen gegenseitig leicht in den Intimbereich schlagen. Das finden sie dann jeweils witzig und können sich kaum mehr einkriegen vor Lachen.

Bekannt geworden ist der Trend durch zwei Mädels aus Australien, Social-Media-Sternchen Jadey und Bella. Ihr erstes «Pussy-Slap-Video», das sie im Februar publizierten, wurde seither von über 180'000 Instagram-Usern angeschaut, noch mehr Views hat es auf YouTube

Und wie es so ist mit beliebten Videos auf den sozialen Netzwerken, finden diese schnell Nachahmer. Wie zahlreiche Videos zeigen, scheint der Klaps in den Schritt nun bei vielen jungen Mädchen ein populärer Zeitvertreib zu sein. 

Auch Schweizer Jugendliche mischen da mit. Wie die 16-jährige Annika* aus Freiburg erzählt, nutzen die Teenager in ihrem Gymnasium die Pausen, um «Pussy-Slap-Videos» aufzunehmen. Der Grund: «Sie finden es halt einfach lustig.» Die Videos würden dann primär auf Snapchat oder in privaten Gruppenchats geteilt. 

Auch gewisse Männer machen beim Pussy-Slap-Trend mit.  

«Früher hat man seinen Gspänli Hasenohren gemacht, heute macht man halt das.»

Auch Laurent Sédano, Medienexperte bei Pro Juventute, hat über Massenmedien schon vom «Pussy Slapping» unter jungen Frauen gehört. Um einen richtigen Trend handle es sich seiner Meinung nach aber nicht. «Es sind wohl nur vereinzelte Jugendliche, die das machen.» Den Klaps in die Intimzone sei vor einigen Jahren bei Jungs beliebt gewesen. Solche Zeitvertreibe würde es immer wieder geben. «Früher hat man seinen Gspänli Hasenohren verpasst, heute macht man halt das.»

David Cameron mit Hasenohren

Als Erwachsener könne es schwierig sein, solche Sachen einzuordnen. Es sei wichtig sich für die Gewohnheiten von Jugendlichen zu interessieren. Man solle diese aber auch nicht überinterpretieren. «Die Mädels machen das einfach, weil sie es irgendwo gesehen haben und es lustig finden.» Reagieren solle man nur, wenn aus dem Spass Ernst wird und es so zu Übergriffen kommt.

Kritischer sieht das eine Eltern-Bloggerin von «Spiegel Online». Sie hält das «Pussy Slapping» für höchst sexistisch. In ihrem Artikel zitiert sie den Neuropsychologen Erich Kast. Dieser meint: «Der ‹Pussy Slap› ist ein Akt der Dominanz, mit dem ein junges Mädchen quasi symbolisch versucht, das Sexualorgan ihrer Nebenbuhlerin zu schädigen oder deren Lustgefühl zu verhindern, um sie als Konkurrentin auszuschalten.»

*Name der Redaktion bekannt. 

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