Schweiz
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Frauen werden im Ausgang öfter von Männern beschimpft, beleidigt und angegangen. symbolbild: shutterstock

Jung, männlich, brutal – wenn Zivilcourage im Spital endet

Nach jahrelangem Rückgang breitet sich eine neue Form der Jugendgewalt aus: Junge Erwachsene suchen den Kick nicht mehr mit Drogen und Alkohol, sondern mit Schlägereien. Wer helfen will, wird selbst zum Opfer. Was bedeutet das für die Zivilcourage?

Yannick Nock / Schweiz am Wochenende



Die italienische Journalistin Franca Magnani umschrieb die gesellschaftliche Tragweite vielleicht am schönsten:

«Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.»

Noch braucht die Schweiz allerdings ihre Helden, denn die Zivilcourage steht unter Beschuss. Wer anderen helfen will, wird heute schnell selbst zum Opfer – so wie am vergangenen Wochenende im Stadtzentrum von Baden AG.

Ein 28-jähriger Mann machte sich kurz nach Mitternacht auf den Heimweg als er beobachtete, wie eine Gruppe aus 16- bis 20-jährigen Männern eine Frau schlugen. Der 28-Jährige griff ein, fragte die Frau, ob alles in Ordnung sei – und wurde von der Gruppe zusammengeschlagen. Mit Faustschlägen ins Gesicht. Mit Fusstritten, als er am Boden lag. Die Zivilcourage endete für ihn im Spital.

Für den Zürcher Psychotherapeuten Felix Hof ist das kein Zufall. Seit über 30 Jahren behandelt er auffällige Kinder und Jugendliche und war unter anderem als Chefpsychologe für die Schweizer Armee tätig. Für Hof ist klar: «Wir erleben eine neue Form der Gewalt.»

Seien Jugendliche früher oft nur gewalttätig geworden, wenn sie provoziert oder angegriffen wurden, sei das heute anders. «Sie wollen sich prügeln und suchen die Konfrontation.» Die Hemmung, zuzuschlagen – selbst ins Gesicht – habe abgenommen. Hof geht deshalb davon aus, dass die Jugendgewalt wieder steigen wird. Neuste Zahlen aus den Kantonen untermauern seine Befürchtung.

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grafik: schweiz am wochenende / pat / zvg

Dabei war die Jugendgewalt dank Präventionsmassnahmen und Integration von Migranten lange rückläufig. Während Mitte der 2000er-Jahre eine Schreckensmeldung die nächste jagte – samt unrühmlichen Höhepunkt 2010 als über 10'000 Jugendliche wegen Strafdelikten verurteilt wurden – sank die Kurve bis 2015 deutlich und blieb tief.

Die Schlagzeilen änderten sich in wenigen Jahren von «Müssen jetzt auch Jugendliche verwahrt werden?» zu «So brav war die Schweizer Jugend noch nie». Es schien als seien die Jungen von einem Extrem ins nächste gekippt, denn auch der Alkohol- und Drogenkonsum nahm deutlich ab.

Prügelei gibt den Kick

Nun folgt allerdings die Gegenreaktion auf die Folgsamkeit. Die Dynamik in den Jugendgruppen habe sich geändert, sagt Hof. Viele junge Erwachsene hätten kein Interesse mehr, nächtelang in einer Disco zu tanzen oder anderswo zu feiern. Zudem habe der Drogenkonsum seinen Reiz verloren. «War es früher cool, zu kiffen, gilt man heute als Verlierer.»

Hof erkennt eine Trendwende:

«Jugendliche suchen heute den Kick mit Schlägereien, nicht mehr mit Drogen oder Alkohol.»

Egal ob in Klubs, auf der Strasse oder vor Sportstadien: Geprügelt wird überall.

Kein Respekt gegenüber Polizisten und Rettern

Rettungskräfte in Zürich werden gemäss neusten Zahlen fast täglich angegangen, das Sicherheitspersonal im Inselspital Bern muss in diesem Jahr doppelt so oft gegen pöbelnde Patienten einschreiten wie 2017 und Polizisten aus verschieden Kantonen berichten von zahlreichen Übergriffen. Oft sind dabei junge Erwachsene die Täter.

Unvergessen ein Vorfall im August: Als Sanitäter am Zürcher Seebecken einem schwer verletzten Teenager helfen wollten, wurden sie von Vermummten attackiert. Dutzende Mitläufer solidarisierten sich mit den Angreifern. Die Polizei musste Gummischrot, Tränengas und Wasserwerfer einsetzen, damit sie überhaupt zu den Verletzten vordringen konnte. Mittendrin: junge Fussball-Hooligans.

Jugendpsychologe Allan Guggenbühl sagt:

«Der Respekt gegenüber Polizisten ist in der Schweiz tiefer als in anderen europäischen Ländern.»

Besonders junge Männer in Gruppen würden die Beamten nicht ernst nehmen und öfter ausfällig. «Das ist ein grosses Problem.» Wer keinen Respekt vor Polizisten habe, habe auch keinen vor zivilen Helfern – mit Folgen für die Gesellschaft. Was wird aus der Zivilcourage, wenn Helfer zu Opfern werden?

So hilfst du am besten

Die Polizei rät, erst den Notruf (117 bzw. 112) zu wählen und zu warten. Doch es gibt Grundsatzregeln: Zunächst muss die Situation überprüft werden. Ist es eine Notsituation? Streitet sich da nicht nur ein Pärchen? Wichtig ist dann, Verantwortung zu übernehm und klare Ansagen zu machen: «Sie in dem roten Pullover, kommen Sie mit.» Sonst wird sich jeder auf den anderen verlassen und niemand hilft. Am besten als Gruppe hingehen und den Fokus auf das Opfer legen, nicht den Täter.

Veronika Brandstätter ist Professorin für Motivationspsychologie an der Universität Zürich. Sie erforscht, was Menschen zu Alltagshelden macht. Mut brauche es immer, sagt sie, aber Zivilcourage sei auch erlernbar. Wichtig sei zu wissen, was in einer kritischen Lage zu tun oder zu unterlassen sei (siehe Kasten). Dies stärke auch das Selbstvertrauen.

Meldungen wie vom Wochenende aus Baden könnten allerdings einen negativen Effekt haben. «Wenn jemand, der Zivilcourage gezeigt hat, zu Schaden gekommen ist, überlegt man sich zweimal, selbst einzugreifen.»

Brandstätter rät ohnehin, sich nicht in gefährliche Situationen zu begeben, lieber die Polizei zu alarmieren.

Selbstverteidigung an Schulen

Doch dann kann es schon zu spät sein. Es ist ein Abwägen zwischen Hilfe und Selbstschutz. Psychotherapeut Felix Hof setzt deshalb auf Bildung. «Kinder und Jugendliche sollten lernen, sich selbst zu verteidigen», sagt er. «Schulen müssen in den Turnstunden Selbstverteidigungskurse anbieten.»

Kritik, dass so auch aggressive Jugendliche kämpfen lernten, weist Hof zurück. «Wer sich prügeln will, prügelt sich unabhängig von Kursen.» So würden zumindest alle Kinder und Jugendliche lernen, sich zu verteidigen.

Besonders junge Frauen könnten laut Hof davon profitieren. Denn auch hier untermauert die Statistik eine beunruhigende Entwicklung. Frauen werden im Ausgang öfter von Männern beschimpft, beleidigt und angegangen. In Genf ging im August eine Gruppe junger Männer auf fünf Frauen los. Eine endete im Koma.

Mit den Selbstverteidigungskursen an Schulen werden aus den Kindern vielleicht keine Helden, wie sie die italienische Journalistin Magnani umschrieb, aber Bürger mit Zivilcourage.

Umfrage

Hast du schon mal in einer brenzligen Situation Zivilcourage bewiesen?

583

  • Ja54%
  • Nein29%
  • Weiss nicht16%

(aargauerzeitung.ch)

Auf einen Joint mit Hanf-Papst Bernard Rappaz

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    Alle Leser-Kommentare
  • alex DL 21.10.2018 10:06
    Highlight Highlight Wenn wir nicht lernen, das Verhalten der Juhendlichen als Symptom zu erkennen, werden wir nie eine Lösung finden. Ich nehme Jugendliche heute sehr oft als überfordert wahr, sie haben oft das Gefühl ohnehin nie einen Platz in der Gesellschaft zu finden und damit auch nichts zu verlieren zu haben. Eine toxische Mischung, die sich gerade bei jungen Männern oft in Gewalt entlädt. Das kann man weltweit beobachten: sei es bei jungen ISIS-Kämpfern, Bandenkriminellen oder eben bei Verlierern einer hochhezüchteten Leistungsgesellschaft wie bei uns.
  • Scrj1945 21.10.2018 07:39
    Highlight Highlight Vielleicht haben die auch zu hause gelernt das schlagen normal ist?
  • Todesstern 21.10.2018 02:22
    Highlight Highlight Gebt ihne einen Job, eine Zukunft und eine Perspektive.
  • kafifertig 20.10.2018 22:07
    Highlight Highlight Wir trafen uns als Schulkinder mind. einmal pro Jahr zur Schulhausschlägerei auf dem Schulhof. Lang ist's her, kein Erwachsener fand das abnormal.
    Ich liess meine Kinder sich ungehindert schlagen. Und irgendwann, kurz bevor sie gross und stark genug gewesen wären, dass es im Spital hätte enden können, haben Sie aufgehört damit. Die Schmerzen waren zu gross geworden, die Gefahr von ernsten Verletzungen aber noch nicht.
    Das dümmste was ein Pädagoge machen kann, ist Gewaltanwendung unter Kindern komplett zu unterdrücken. Man muss den Kindern Fairness beibringen, auch beim sich Prügeln.
  • Gary Poor 20.10.2018 19:33
    Highlight Highlight Hart durchgreifen, harte Strafen. Jugendknast für solche Primaten.
    • Garp 20.10.2018 20:25
      Highlight Highlight Selber Primat, könnt ich nun sagen. Solche abschätzigen Bewertungen helfen nicht weiter. Sie sind kurzfristig ein Ventil, um sich besser zu fühlen, aber man macht ja schlussendlich das Gleiche, wie Täter; andere abwerten, wenn auch (möglicherweise vorerst nur ) verbal. Es sind auch nicht nur Jugendliche bis 18, die Gewalt anwenden, sondern junge Erwachsene, für die gilt das normale Strafrecht.
  • Lienat 20.10.2018 19:32
    Highlight Highlight Eine kleine Relativierung zum Thema Selbstverteidigung:

    Mann darf die Wirkung eines SV-Kurses nicht überschätzen. Ich (mänlich, 80kg, 20+ Jahre Kampfsporterfahrung) hätte z.B. gegen eine Gruppe im Ernstkampf kaum eine Chance. Wer etwas anderes glaubt, unterliegt einem Film-Mythos.

    Aber: Ein SV-Kurs kann das Selbstvertrauen derart stärken, dass man selbstbewusster auftritt und dadurch gar nicht erst zum Opfer wird. Denn Schlägertypen sind meistens schwache Charakter, welche sich nur das schwächste Opfer aussuchen.
    • G. 20.10.2018 21:54
      Highlight Highlight Es gilt noch zu bemerken, wer im Stande ist, 5 Jugendliche Angreifer i die Flucht zu schlagen (wörtlich!) käme vor Gericht flach raus.

      Es gab da mal ein Ereignis in BE von einem älteren Typen der ca. 5 Typen regelrecht zusammenboxte. Unglücklicherweise für die 5 war sein Freizeitsport Boxen und zwar seit ca. 20 Jahren. Mindestens einer von dem Fünf landete im Spital.

      Das Gericht verdonnerte ihn trotz der Tatsache, dass es als Notwehr eingestuft war, zu einer Strafe. Mit der Begründung, nach 20 Jahren Boxen könne man sehr wohl dosiert zuschlagen.
  • Vlado 20.10.2018 17:42
    Highlight Highlight Kommt es mir so vor, oder verursacht eigentlich nur das männliche Geschlecht auf der Welt Elend, Hass, Folter, Krieg, Vergewaltigung und psychopathische Sachen?

    Ich bin ja selber männlich. Alleine die Selbstmordrate auf der ganzen Welt beträgt 70% Männer und 30% Frauen.

    Der liebe Gott hat anscheinend einige Schrauben beim männlichen Geschlecht vergessen.
    • salamandre 20.10.2018 19:01
      Highlight Highlight nicht nur aber hauptsächlich und die kassierten Blitze zu Deinem treffenden Beitrag, sind von Typen welche das womöglich gar nie kapieren werden...adieu friedliche Welt
    • Garp 20.10.2018 20:49
      Highlight Highlight Ich weiss nicht ob Dir das Wissen fehlt, El diablo, oder ob das bewusstes Verdrängen ist, aber Frauen waren lange von der Schulbildung und Universitäten ausgeschlossen und hatten viel weniger Möglichkeiten sich innovativ einzubringen. Es gibt durchaus weibliche Erfinderinnen und Gründerinnen.
    • _kokolorix 20.10.2018 20:51
      Highlight Highlight Der liebe Gott existiert ganz offensichtlich nicht, wenn, dann ist er bestimmt nicht lieb...
      Die Evolution hat schlicht zu wenig Zeit um dem Homo Economicus ein vernünftiges Verhalten in anonymer Massengesellschaft anzuerziehen.
      Vermehrung auf Karnickel-Niveau und roher Egoismus werden eine Katastrophe herbeiführen. Das scheint mir unvermeidlich. Der Überlebenskünstler Mensch wird in deutlich reduzierter Zahl eine weitere Chance erhalten sich im Einklang mit der Natur zu entwickeln. Dieser Versuch war ja wohl definitiv nichts...
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2sel 20.10.2018 17:30
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt, ich glaube ich hätte den Mut heute auch nicht mehr, persönlich dazwischenzugehen wenn man solche Schlagzeilen liest. Aber jeder kann ja wenigstens die Polizei informieren...
    • Garp 20.10.2018 17:47
      Highlight Highlight Ja, zuerst die Polizei informieren und wenn noch andere Passanten in der Nähe sind direkt ansprechen, um die Frau aus der Situation hinauszuführen.
  • MaxHeiri 20.10.2018 17:00
    Highlight Highlight Konsequente Täterverfolgung und Kurzhaftstrafen wäre bei gewissen Gewaltdelikten wünschenswert!
  • Alnothur 20.10.2018 16:54
    Highlight Highlight Selbstverteidigungsausbildung wäre wirklich gut. Ich habe gerade gestern mit einer Kollegin darüber geredet. In Ländern wie China, Japan, den Philippinen ist Selbstverteidigung im Schulsport eine Selbstverständlichkeit. Hier haben wir das überhaupt nicht.

    Die Ausbildung alleine würde den Umgang mit Gewalt deutlich verbessern.
  • Follo 20.10.2018 16:44
    Highlight Highlight Das einzige was so ein Selbstverteidigungskurs macht ist mir zu bestätigen, dass ich Angst haben soll. Die meisten Angriffe gehen aus einer Gruppe aus. Da kann ich einen schwarzen Gurt in Karate haben, das nützt nichts. Wenn es Massnahmen geben soll, dann nicht bei den potentiellen Opfer sondern bei den potentiellen Tätern.
    • Garp 20.10.2018 17:14
      Highlight Highlight Selbstverteidigungskurse sind ganz gut, man läuft ganz anderes durch die Strassen und wird so weniger zum Opfer. Es macht nicht ängstlicher.
    • JaneSodaBorderless 20.10.2018 19:29
      Highlight Highlight Mir hat der Selbstverteidungskurs sehr geholfen und ich konnte meine Angst, die durch einen sexuell motivierten Überfall entstanden ist, dadurch überwinden.
  • The Kurt 20.10.2018 16:36
    Highlight Highlight Gibt es neben Guggenbühl in der ganzen Schweiz keinen anderen Jugendpyschologen? Ich mag mich nicht erinnern, je einen Artikel über Jugendgewalt gelesen zu haben, ohne seine Meinung serviert zu kriegen.
    • Garp 20.10.2018 18:02
      Highlight Highlight Na Guggenbühl spielt in diesem Artikel nun keine grosse Rolle.

      Mit über 20 ist man für mich auch kein Jugendlicher mehr, sondern ein junger Erwachsener.
  • DerewigeSchweizer 20.10.2018 16:21
    Highlight Highlight «Der Respekt gegenüber Polizisten ist in der Schweiz tiefer als in anderen europäischen Ländern.»

    Woran mag das wohl liegen?
    Vor ein paar Jahren hat die StaPo Zürich mal so eine "Aktion Respekt" an der Langstrasse durchgeführt.

    Diesen Beitrag habe ich gespeichert, denn er markierte ein Schlüsselerlebnis: Ich verlor den letzten Respekt vor der Polizei.
    Aus mehreren Gründen:
    1. Dass Polizisten so etwas mitmachen.
    2. Dass Polizeivorgesetzte so etwas anordnen.
    3. (v.A. der) Dass die nicht selber merken, wie kontraproduktiv diese Aktion war und ist.
    4. Im Hintergrund die Koksdealer unbehelligt.
  • wintergrün 20.10.2018 16:14
    Highlight Highlight Zivilcourage heisst nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen.
    Helfen ohne den Helden zu spielen:
    https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/zivilcourage/tipps/?L=0

    Gar nix tun ist übrigens unterlassene Hilfeleistung und damit strafbar.
    Siehe auch https://www.google.ch/amp/s/www.nzz.ch/amp/panorama/aktuelle-themen/prozess-um-feuer-angriff-auf-obdachlosen-in-berlin-anwalt-verlangt-bewaehrungsstrafe-fuer-die-taeter-ld.1300582
  • Mr.Grim 20.10.2018 16:13
    Highlight Highlight Härtere Strafen. Höhere Bussen. Nach dem Verbüssen der Strafe immer wieder Kurse (die selber bezahlt werden müssen) bis es den Prüglern selber weh tut.
    • Garp 20.10.2018 17:39
      Highlight Highlight Das bringt nicht wirklich etwas, weil es das Problem nicht bei den Wurzeln fasst. Je höher der Ruf nach härteren Strafen, desto unmenschlicher wird eine Gesellschaft.
    • salamandre 21.10.2018 16:35
      Highlight Highlight wenn härtere Strafen etwas bringen würden, müssten Länder mit Todesstrafe, wie die Amis dieses Problem besser im Griff haben
  • koks 20.10.2018 16:10
    Highlight Highlight Wenn wir den Statistiken trauen, ist Zivilcourage fast ausschliesslich männlich.

    Vielleicht sollten diese mutigen Männer sich etwas mehr zurückhalten?
    • Garp 20.10.2018 16:44
      Highlight Highlight Und Gewalt auf der Strasse ist fast ausschliesslich männlich.
    • Universarier 20.10.2018 17:48
      Highlight Highlight Ich bin ein Mann und werde niemals zusehen, wie eine Frau oder allgemein eine Einzelperson von einer Gruppe verprügelt wird.
      Wer zu- oder wegschaut, ist als Mensch nicht brauchbar.
  • Eine_win_ig 20.10.2018 16:08
    Highlight Highlight Naja, Erziehung fängt früh und zu Hause an. Aber wenn der Nachwuchs dich in der Primarschule dem Lehrer gegenüber nicht mehr respektvoll verhalten muss, wie sollen sie es dann mit 16 bis 20 Jahren können?
    • Garp 20.10.2018 17:32
      Highlight Highlight Die Verantwortung nun einfach auf die Eltern zu schieben, finde ich etwas billig. Jeder wächst in einer Gesellschaft auf, die durchaus einen nicht zu verachtenden Einfluss hat.
  • Garp 20.10.2018 16:02
    Highlight Highlight Mich würde nun mehr interessieren, was mit diesen jungen Männern nicht stimmt, dass sie den Kick brauchen, andere hemmungslos zu verprügeln. Darauf geht der Psychologe nicht ein. Er nimmt das einfach so hin, als sei das heute halt normal.
    • Statler 20.10.2018 21:30
      Highlight Highlight Gut erkannt!
      Man fokussiert immer nur auf die Symptome und ruft nach härteren Strafen, ohne das Warum zu ergründen.
      So kommt man aber immer zu den falschen Schlüssen und an der Situation an sich ändert sich letztlich nichts (höchstens temporär).
  • Clank 20.10.2018 15:58
    Highlight Highlight Sehr viel Polemik, die Statistiken sprechen aber eine andere Sprache.
  • I don't give a fuck 20.10.2018 15:50
    Highlight Highlight Angriff ist die beste Verteidigung. Ähm... also bevor der Pöbler eine Schlägerei anfangen kann, ihm schnell und mit Schmackes einen Tritt in die Weichteile geben, Problem edel und zivilisiert gelöst 👌
    • Garp 20.10.2018 16:04
      Highlight Highlight Fünf Männern gleichzeitig einen Tritt in die Eier versetzen, dürfte schwierig sein. Zudem muss so ein Tritt geübt werden, das spricht für Selbstverteidigungskurse. So mancher Mensch hat Hemmungen gewalttätig zu werden, sei es auch als Gegenwehr.
    • I don't give a fuck 20.10.2018 16:56
      Highlight Highlight Genügend Anlauf und das Rührei ist angerichtet, gleichzeitig vergeht den anderen rundum der Apetitt.
    • stadtzuercher 20.10.2018 17:17
      Highlight Highlight @Garp, auf eine verbale Bemerkung hin zuzuschlagen, ist keine Selbstverteidigung, sondern eine Tätlichkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 20.10.2018 15:36
    Highlight Highlight Egal ob Politik, Strasse oder sonst was: Wenn die Menschheit einen Schritt nach vorne geht, geht sie 2 Schritte zurück.
    • Garp 20.10.2018 19:05
      Highlight Highlight Das ist billige Polemik, wenn das so stimmen würde, würden wir uns immer noch wie Amöben verhalten.
    • Statler 20.10.2018 21:36
      Highlight Highlight Naja, Garp, Amöben sind definitiv friedlicher als wir. Aber was die Gehirnleistung angeht, sind wir z.T. nicht soooo weit von ihnen entfernt ;)
    • Garp 21.10.2018 15:41
      Highlight Highlight Nicht wirklich, Statler, die verleiben sich anderes aus der Umgebung ein, umschliessen es und verdauen. Empathie kennen die nicht.
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Entführung, Raub und zwei brutale Morde: Ehepaar steht im «Fall Boppelsen» vor Gericht

In einem auf vier Tage angelegten Prozess befasst sich das Bezirksgericht Bülach ZH ab heute Montag mit zwei Männern und einer Frau. Ihnen werden zwei Morde und andere Straftaten vorgeworfen. Eines der Opfer wurde in einem Wald bei Boppelsen ZH gefunden, das andere im Kanton Bern.

Zu den Mordtaten kam es gemäss Anklage im Frühling 2016. Beschuldigt sind ein 29-jähriger Mann, dessen gleichaltrige Ehefrau und ein 36-jährigen Kollege des Mannes, dem für sein Mittun 10'000 Franken Belohnung …

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