Schweiz
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Der Fall William W. – «Es gibt ein Risiko, das wir nicht kontrollieren können»

Ein verurteilter Kinderschänder im Kanton Solothurn soll rückfällig geworden sein. Wie konnte es so weit kommen? Die Hintergründe zu einem Fall, der die Justiz verändern wird.

Andreas Maurer / ch media



Das Restaurant Kleinholz in Olten ist ein heruntergekommener Ort, geprägt von den Spuren der Vergangenheit. Man sieht der Beiz an, dass sie mehrmals in Konkurs ging.

Inmitten dieser Tristesse baumelt eine rote Girlande im Nieselregen. Der neue Pächter William W. spannte sie vor drei Wochen über den Vorhof. Damals feierte er die Neueröffnung mit südamerikanischer Küche und Musik. Mit dem neuen Namen des Lokals kündigte er Grosses an: Palacio de la Paz, Friedenspalast.

Bild

William W. suchte mit diesem Bild nach Kundschaft für sein neues Restaurant in Olten. Kurz nachdem er es eröffnet hatte, wurde er verhaftet. screenshot: facebook

Um selber den Frieden zu finden und sich von den Spuren seiner Vergangenheit zu lösen, verpasste er auch sich selbst eine neue Identität. Der gebürtige Kolumbianer stellte sich seinen Gästen mit einem anderen Namen vor.

So erinnerte nichts mehr an den schweizweit bekannten William W., den sechsfachen Kinderschänder. Am 11. November lud er ein Foto auf sein neues Facebook-Profil. Er steht vor der geöffneten Türe und bittet den Betrachter mit einer Handbewegung in sein leeres Lokal. So habe er oft nach Kundschaft geworben, erzählen Anwohner.

Auch ein achtjähriger Bub fand dem Vernehmen nach den Weg in den Friedenspalast. Dort soll ihm der Wirt in die Hose gegriffen und ihn am Geschlechtsteil berührt haben. Als die Solothurner Staatsanwaltschaft vom Verdacht erfuhr, handelte sie sofort: Sie liess W. im Wirtshaus festnehmen und eröffnete ein Verfahren wegen sexuellen Handlungen mit einem Kind.

26. November 2018: Der Fall von William W. bewegt die Gemüter. Nun nimmt sogar der Chef der Solothurner Staatsanwaltschaft vor der Kamera Stellung. Video: © TeleM1

Nach der Polizeiaktion ging ein Aufschrei durch das Land. Weshalb konnte ein zweifach vorbestrafter Sexualstraftäter, der als gefährlich eingestuft wurde, eine Beiz neben einem Spielplatz führen? Und erst noch eine, die auf Google als «kinderfreundlich» angepriesen wird. Gleich um die Ecke befindet sich zudem der Kindergarten des Quartiers.

Hinzu kommt: W. hatte ein Alkoholproblem zu verarbeiten, trotzdem stand er hinter dem Tresen. In diesem Umfeld hätte der Pädophile auf neue Gedanken kommen sollen.

Therapie brachte nichts

Das Leben des 45-Jährigen ist ein Desaster. Mit 26 Jahren wurde er vom Bezirksgericht Aarau verurteilt, weil er sich an fünf Kindern vergangen hatte. Mit 33 Jahren schlug er erneut zu: Er lockte ein achtjähriges Mädchen von einem Trampolin in Starrkirch SO weg und vergewaltigte es. Danach sass er zehn Jahre im Gefängnis sowie in 239 Therapiesitzungen.

Gemäss seinem Gutachter Elmar Habermeyer kam er dabei «keinen Zentimeter» weiter. Das Problem: W. konnte nicht einsehen, dass er pädophil ist. Er weigerte sich, an einer Gruppentherapie mit anderen pädosexuellen Tätern teilzunehmen. Dem Psychiater erklärte er: «Solche Menschen verabscheue ich zutiefst.»

Die Therapie war sinnlos, trotzdem wollten die Behörden die stationäre Massnahme immer wieder verlängern. Eigentlich war er nur zu fünf Jahren verurteilt worden. Da sein Rückfallrisiko als «mittelgradig bis hoch» eingestuft wurde, suchten die Behörden nach einem Grund, ihn im Gefängnis zu behalten. Doch das Solothurner Obergericht stellte fest, dass eine Rechtsgrundlage für die lange Haftdauer fehlte. So kam W. frei, als er 43 Jahre alt war.

Opfer von William W. ist über Rückfall schockiert

Selina wurde vor 12 Jahren vom Kinderschänder William W. brutal vergewaltigt. Als sie von seinem Rückfall hört, reissen alte Wunden auf. Video: © TeleM1

Vier Massnahmen, alle erfolglos

Als die Richter den Serientäter freiliessen, hatten sie ein schlechtes Gewissen. So lässt sich erklären, dass die Behörden ein spezielles Setting konstruierten. Es bestand aus vier Elementen.

Die erste Massnahme war eine Drohung. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine nachträgliche Verwahrung, sistierte dieses Verfahren aber. Es war ein Rennen gegen die Zeit. Damit der Antrag vor Gericht eine Chance hatte, musste eine neue Begründung her, zum Beispiel mit einem weiteren Gutachten. Je länger aber William W. draussen blieb, umso grösser wurde die Wahrscheinlichkeit, dass er rückfällig werden könnte.

Die zweite Massnahme war eine ambulante Therapie. Obwohl die 239 bisherigen Sitzungen nichts brachten, musste W. seit seiner Freilassung rund 100 weitere absolvieren. Einmal pro Woche besuchte er einen Psychiater. Erst kurz bevor W. wieder verhaftet wurde, hatte ein Gutachter dann das Erwartbare festgestellt. Die Therapie sei aussichtslos. Das Amt für Justizvollzug beabsichtigte deshalb, die ambulante Massnahme abzubrechen und die nachträgliche Verwahrung durchzusetzen. Das ist ein langwieriges Verfahren, bei dem sich W. bis zum rechtskräftigen Entscheid unbeaufsichtigt in Freiheit bewegen kann. Die Behörden verlieren den Kontakt zu ihm, wenn er diesen nicht mehr wünscht. Deshalb zögerten sie den Schritt hinaus.

Die dritte Massnahme war Bewährungshilfe. Einmal pro Woche traf W. einen Sozialarbeiter. Doch falls er zum Beispiel nicht über sein Sexualleben sprechen wollte, hätte er nicht dazu gezwungen werden können. Der Bewährungshelfer kann helfen, mehr nicht.

Die vierte Massnahme war eine GPS-Fussfessel, die W. rund um die Uhr tragen musste. Electronic Monitoring läuft aber nicht so ab, wie man sich das vielleicht vorstellt. Es gibt in der Solothurner Verwaltung keine Bildschirme, auf denen man die Bewegungen der überwachten Täter mitverfolgen könnte. Der Kanton besitzt nicht die Infrastruktur für eine Liveüberwachung. Die Fussfessel hat vor allem einen psychologischen Effekt: Der Täter weiss, dass seine Aufenthaltsorte dokumentiert werden, mehr nicht.

Wird zu wenig überwacht?

Der Mann, der dafür verantwortlich ist, dass sich W. in Freiheit bewährt, ist Michael Leutwyler, Leiter des Amts für Justizvollzug. Er koordiniert die Massnahmen im barocken Ambassadorenhof in Solothurn.

Eine Frage zeichnete diese Woche Augenringe in sein Gesicht. Formuliert wurde sie von einer aufgebrachten Öffentlichkeit. Sie lautet: Was hat er falsch gemacht?

Leutwyler schüttelt den Kopf und sagt: «Eine Anbindung in einem ambulanten Setting verspricht eine Verhaltensänderung und ist deshalb besser als nichts. Damit lässt sich aber keine absolute Rückfallprävention erreichen.»

«Es laufen Tausende von verurteilten und potenziellen Sexualstraftätern frei in der Schweiz herum.»

Verteidiger von W. 

Die Wege in Solothurn sind kurz. Ein paar Schritte vom prestigeträchtigen Verwaltungssitz entfernt befindet sich die Kanzlei von Konrad Jeker. Er ist der amtliche Verteidiger von W. und setzt sich damit einem Shitstorm aus.

Wegen seines berühmt-berüchtigten Klienten wird er beschimpft und bedroht. Dennoch kämpft er für die Rechte eines Wiederholungstäters, dem viele Leute keine Rechte zugestehen würden. Jeker war es, der die Freilassung und eine Entschädigung für die Überhaft erstritten hatte. Danach kämpfte er erfolglos dafür, dass das Setting gelockert wird.

Der Tenor in der gesellschaftlichen Debatte ist einhellig: W. wurde rückblickend zu wenig überwacht. Doch auch nach der erneuten Inhaftierung vertritt Jeker einen anderen Standpunkt: «Das Setting war nicht etwa zu weit, sondern viel zu eng.» Die Überwachung mit der GPS-Fussfessel sei unnötig gewesen, das bringe überhaupt nichts. Im Gegenteil: «Die Massnahme kann kontraproduktiv sein, wenn sie vom Betroffenen als Schikane empfunden wird.»

Die Empörung hält er für nicht gerechtfertigt: «Es laufen Tausende von verurteilten und potenziellen Sexualstraftätern frei in der Schweiz herum.» Es sei eine Illusion, zu glauben, man könne diese alle überwachen oder einsperren. Er sagt: «So schlimm es auch ist, wir müssen akzeptieren, dass es ein Risiko gibt, das wir nicht kontrollieren können.»

Bund fordert mehr Kontrolle

Das Bundesamt für Justiz kommt zu einem anderen Schluss. Kurz bevor die Polizei im Restaurant in Olten einfuhr, erkannte die Bundesbehörde im Fall W. eine Lücke des Justizsystems. Zufälligerweise veröffentlichte das Bundesamt in der gleichen Woche, in dem die Eskalation im Fall W. publik wurde, eine Analyse des Problems. Da im Bericht nicht explizit erwähnt wird, dass dieser massgeschneidert für den aktuellen Fall formuliert wurde, kam das Papier in der Debatte um William W. bisher nicht vor.

Das Bundesamt schlägt für gefährliche Straftäter mit erhöhtem Rückfallrisiko eine neue Massnahme nach deutschem Vorbild vor, die das Schweizer Justizsystem künftig prägen könnte: eine Aufsichtsmassnahme. Mit dieser sollen die Justizbehörden nach einer Entlassung aus dem Gefängnis strengere Überwachungen und Kontrollen als heute anordnen können. Werden diese verletzt, könnten die Täter sofort wieder ins Gefängnis oder in die Psychiatrie eingewiesen werden.

Eine Kopie des Berichts liegt auf dem Pult von Justizvollzugschef Leutwyler. Er sagt: «Das Bundesamt für Justiz hat die rechtlichen Herausforderungen erfasst.»

Strafverteidiger Jeker hingegen sieht schwarz, falls der Bundesrat den Vorschlag unterstützten sollte. Er sagt: «Damit schafft man nur eine neue Illusion. Man tut so, als stelle man eine Sicherheit her, die es gar nicht gibt.» Das sei Aktionismus. Er warnt: «Wir können unser Land schon so weit bringen, dass niemand mehr in der Lage ist, etwas Verbotenes zu tun. Dann wird die Schweiz aber zu einem Gefängnis wie bei Dürrenmatt.»

Nach dürrenmattscher Logik befand sich W. schon in einem Gefängnis, als er in seinem leeren Restaurant auf Kundschaft wartete und versteckt unter seinen Hosen eine Fussfessel tragen musste.

Der Fall stellt die Schweiz vor eine grosse Frage: Braucht sie mehr Freiheit oder mehr Sicherheit?

Umfrage

Mehr Freiheit oder mehr Sicherheit?

  • Abstimmen

590

  • Mehr Freiheit21%
  • Mehr Sicherheit49%
  • Weder noch29%

(aargauerzeitung.ch)

Mona Vetsch: «Ich war eine schlechte Bauerntochter»

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Video: watson/Viktor Giacobbo

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lienat 02.12.2018 08:11
    Highlight Highlight «Es gibt ein Risiko, das wir nicht kontrollieren können»

    Genau so ist es. So lange wir keine Möglichkeit haben, bei einem Triebtäter die Rückfallgefahr mit Sicherheit auszuschliessen, sind die Interessen des Schutzes der Allgemeinheit höher zu gewichten als das Recht des Täters auf Besserung.

    Und das ein erkannt rückfallgefährdeter Pädokrimineller aufgrund eines Formfehlers freikommt, ist schlichtweg ein Armutszeugnis für unser Justizsystem.
  • Walser 02.12.2018 00:37
    Highlight Highlight Das Problem sind einmal mehr die Gerichte und Gutachter. Sie gefallen sich in der Rolle der Gnädigen. Misshandelt werden ja nicht ihre eigenen Kinder. Sperrt diese Monster lebenslang ein.
    • DocShi 02.12.2018 13:11
      Highlight Highlight Deine Aussage ist nicht ganz richtig. Es haben ja alle drauf hingewiesen aber das jetztige Gesetz lässt dies nicht anders zu.
  • Fumia Canenero 01.12.2018 23:49
    Highlight Highlight Er verabscheut Pädophile, dabei ist Pädophilie an und für sich noch kein Straftatbestand. Das ist es erst wenn jemand zum Täter wird.
    Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seine Freiheit verliert, der mehrfach bewiesen hat, dass er sie nicht verdient, wenn sich dafür einige Eltern etwas sicherer fühlen können.
  • Meckerschlumpf 01.12.2018 23:15
    Highlight Highlight Mir als dreifacher Vater grausst es davor das solche (Menschen) frei herumlaufen. Es geht einfach nicht das derartig falsch gepolte unter uns verweilen.
    Lebenslanger aufenthalt in einer geschlossenen Anstallt wäre das richtige!
    Aber es muss ja leider immer wiede etwas geschehen, bis man merkt das Sie nur sehr schwer Therapiebar sind und in unserer Gesellschaft nicht hin gehören!
  • LeChef 01.12.2018 21:51
    Highlight Highlight Ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient. Aber eine Dritte nicht.
    Der Typ hätte gar nie freigelassen werden dürfen nach dem zweiten Mal.
  • zeromaster80 01.12.2018 21:12
    Highlight Highlight Wie wäre es, wenn ein schwerer Wiederholungstäter halt so nach dem zweiten, dritten, vierten oder wenigstens fünften Mal halt einfach seine Freiheit verwirkt? Der braucht ganz sicher nicht mehr Freiheit.
  • HotGreenpepper 01.12.2018 21:01
    Highlight Highlight Unfassbar: Der Täter kriegt Fr. 50'000 Abfindung, das Opfer muss seine Therapie selber bezahlen!
  • Madison Pierce 01.12.2018 21:01
    Highlight Highlight Als Laie stellt man sich auch die Frage, weshalb ein derart krasser Wiederholungstäter nicht schon längst ausgeschafft wurde. In Südamerika wäre das Rechtssystem vielleicht besser auf solche Täter vorbereitet und er wäre nach dem fünften Missbrauch nicht bald wieder in Freiheit.
    • Oban 01.12.2018 21:23
      Highlight Highlight Man kann Probleme nicht einfach ausschaffen, das löst das Problem nun mal nicht.
      Zudem was machen wir mit all den Schweizern, die pädophil sind, davon gibt es auch mehr als genug, schieben wir die nach Thailand ab?
    • christof.artho 01.12.2018 22:25
      Highlight Highlight Du meinst, damit er dann in einem anderen Land unter einem weiteren Namen wiederum eine Beiz neben einem Kindergarten eröffnen kann...? Ich weiss nicht, ob das die beste Lösung in diesem Fall wäre.
    • reaper54 02.12.2018 09:12
      Highlight Highlight Entweder weil seine bisherigen Taten vor dem neuen Ausschaffungsgesetz waren und es somit nicht in betracht kam oder fast warscheiicher wurde er Eingebürgert.
  • DocShi 01.12.2018 20:23
    Highlight Highlight Das mit dem Dürrenmattvergleich hat schon was.
    ABER: wenn einer wie dieser nicht mitmacht und als Wiederholungstäter bekannt ist dann muss das Gesetz in einweisen können.! Und zwar ohne Wenn und Aber. Hier liegt der Hund begraben.
    Denn das jetztige Gesetz lässt dies nicht zu. Ändert das. Nicht mehr und nicht weniger.
    • E-Smoking 02.12.2018 01:45
      Highlight Highlight Genau das hab ich auch gedacht. Natürlich kann man nicht jeden potentiellen Täter wegsperren, schon gar nicht für immer. Wenn aber ein verurteilter und hier sogar mehrfach verurteilter Sexualstraftäter absolut keinen Willen zeigt, dann muss man die Bevölkerung schützen. Sonst will der Bund uns auch vor allem möglichem schützen, zum Teil weit weniger gravierend für den Einzelnen. Deshalb genau so wie von dir vorgeschlagen. ACK.
  • DerTaran 01.12.2018 20:15
    Highlight Highlight Mir fehlt die Variante: «Mehr Freiheit und mehr Sicherheit.»
    • bokl 01.12.2018 20:43
      Highlight Highlight Dä 5er und sWeggli gaht halt nid ...
    • wintergrün 02.12.2018 08:45
      Highlight Highlight Also für potenzielle Opfer gibts mehr Freiheit und mehr Sicherheit durch eine Verwahrung von Wiederholungstätern.
  • waschbär 01.12.2018 19:57
    Highlight Highlight Kann man nicht überwachen - die opfer sind ja eh nur kinder. Verwenden wir unsere Energie doch lieber auf die ganz, ganz schlimm bösen menschen: solche, die 5 minuten zu lange geparkt haben, oder vergessen haben, eine rate rechtzeitig zu zahlen! Und dann gibt es noch die steuersünder, die nicht genug gezahlt haben oder - achtung - ein falsches velo abgezogen haben und den staat damit um 3.- betrügen wollten. (Ironie)
  • DasEndeDerEwigkeit 01.12.2018 19:44
    Highlight Highlight Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin)
    • wintergrün 02.12.2018 08:48
      Highlight Highlight Wessen Freiheit meinst Du jetzt - Täter oder Opfer?
  • Zing1973 01.12.2018 19:34
    Highlight Highlight Man kann die Überwachung von Sexualstraftäter sehr wohl besser überwachen. Es scheint mir jedoch, dass der Wille nicht wirklich da ist.
    • E-Smoking 02.12.2018 01:47
      Highlight Highlight Ein nationales Google Mash-Up. Es wäre so einfach, oder auch günstig einzukaufen. EDV ist beim Bund leider nicht angekommen oder wenn die Richtlinien da wären, fehlen die Gelder - wohlverstanden in der Schweiz. Tragisch.
  • Chrigi-B 01.12.2018 19:30
    Highlight Highlight Nach der ersten Tat verwahren? Für immer?
  • schuldig 01.12.2018 19:28
    Highlight Highlight Ich Naivling habe geglaubt, die Verwahrung sollte uns genau vor diesen Fällen schützen. Nicht therapierbar und hoch rückfallgefährdet, trotzdem auf freiem Fuss.
    Klar hat der Mann in einem Rechtsstaat Rechte, die hat Selina, die ihr Leben lang damit kämpft, aber auch!
    Dafür kann man sie nicht entschädigen, ihn aber schon???
  • Etniesoph 01.12.2018 19:22
    Highlight Highlight Hauptsache unsere bürgerliche Mehrheit in Bern, kümmert sich um unbescholtene IV-Bezüger. Und lockert das Gesetz zur Generalüberwachung!
    • Roman h 01.12.2018 23:14
      Highlight Highlight Hauptsache gegen die bürgerlichen schreiben.
      Die Frage ist doch Sicherheit oder Freiheit und wer genau ist für die Sicherheit und wer für die Freiheit?
      Wo sind den die Ansätze der linken?
    • In vino veritas 02.12.2018 00:40
      Highlight Highlight Bezüglich Strsfmass würde ich den Schwarzen Peter eher den Linken zuschieben...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 02.12.2018 11:30
      Highlight Highlight Wieso?
      Weil die seit Jahrzehnten keine Mehrheit haben und deswegen alles bestimmen können?
      Tut mir ja leid, aber die bürgerlichen haben da auch versagt. Keine Referenden ergriffen, keine brauchbaren Vorschläge, man will nichts bezahlen und und und.....
  • Hoodie Allen 01.12.2018 19:05
    Highlight Highlight "Die Therapie war sinnlos, trotzdem wollten die Behörden die stationäre Massnahme immer wieder verlängern."

    Finde ich absolut lächerlich. Kann das wirklich sein? Ich will gar nicht wissen, was das alles gekostet hat...

    Der Typ hat mehrere Kinder VERGEWALTIGT - nicht nur irgendwie angefasst oder belästigt! So einer darf nie wieder raus kommen, aber das ist einfach meine Meinung.
  • G. Schmidt 01.12.2018 19:04
    Highlight Highlight Wundere mich, ob Strafverteidiger Jeker Kinder hat?

    Mir ist nicht klar, wieso Kinderschänder mit hoher Rückfallgefahr überhaupt entlassen werden können! Ist Gefährdung der Öffentlichkeit nicht Grund genug?
    • ujay 02.12.2018 03:46
      Highlight Highlight @Schmidt. Wir leben in einem Rechtsstaat. Strafverteidiger wegen ihrer Arbeit zu verunglimpfen ist billigst und hat nichts damit zu tun, dass sie die Taten ihrer Klienten verteidigen. Manche begreifen das nie!
    • G. Schmidt 02.12.2018 11:28
      Highlight Highlight @ujay
      Es ist eine Sache den Täter vor Gericht zu verteidigen und auch absolut gerechtfertigt.

      Er lässt aber den Kommentar stehen: «So schlimm es auch ist, wir müssen akzeptieren, dass es ein Risiko gibt, das wir nicht kontrollieren können.»

      Also keine Einsicht, dass dies hätte verhindert werden können, wenn rückfälliger und mehrfach verurteilter Kinderschänder in Haft geblieben wäre.
    • ujay 02.12.2018 12:09
      Highlight Highlight @Schmidt. Der Verteidiger hat absolut recht. Ein Restrisiko besteht immer und überall. Banal, aber Realität.
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