Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZU DEN THEMEN AN DER HERBSTSESSION VOM MITTWOCH, 19. SEPTEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Polizistin Vetsch posiert an der Medienkonferenz ueber die Ergebnisse des Projekts

Bevor der junge Mann die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen musste, wurde er einer Leibesvisitation unterzogen. Und dabei offenbar erniedrigt. Bild: KEYSTONE

Erniedrigung bei der Leibesvisite: Junger Mann fühlt sich von Polizistin belästigt

Ein 23-jähriger Mann musste sich für eine Leibesvisitation auf dem Polizeiposten ausziehen. Hat ihn eine Beamtin dabei ausgelacht? Ein Fall für den Richter.

13.10.18, 08:08 13.10.18, 08:42

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Samstagnacht an der Langstrasse. Ein 23-jähriger Zürcher torkelt von einem Geburtstagsfest nach Hause. Die Streifenwagen «Limmat 4» und «Limmat 10» fahren vorbei. Gemäss Polizeirapport provoziert der Betrunkene die Patrouillen und streckt ihnen den Mittelfinger entgegen.

Eine Polizistin und drei Polizisten steigen aus, halten ihn an, durchsuchen ihn. Im Rapport notieren sie: «Verbal und körperlich renitentes Verhalten bei einer Personenkontrolle». Der Text dazu ist weniger bürokratisch formuliert.

Als «Schwuchteln», «Scheiss-Bullen» und «Wixxer» habe er die Polizisten beschimpft. «Er fasste sich an seine Genitalien und schrie, dass er uns seinen Penis zeigen werde», heisst es im Protokoll. Er wird abgeführt und in die Ausnüchterungszelle gebracht.

Er ist verunsichert und traut sich mehrere Monate nicht mehr, Frauen anzusprechen, wie er sagt. Erst mit der Hilfe einer Psychologin kriegt er die Kurve.

Auf dem Polizeiposten erhält der junge Mann tatsächlich die Gelegenheit, seine Hosen runterzulassen, wenn auch unfreiwillig. Für eine Leibesvisitation muss er sich nackt ausziehen. Der 23-Jährige wundert sich, dass auch die Polizistin dabei zusieht. Doch damit nicht genug. Er glaubt zu hören, wie sie zu ihren Kollegen sagt: «Schaut seinen Intimbereich an, schaut seinen Penis an. Damit kann er doch keine Frau befriedigen.» Der Mann fühlt sich erniedrigt. Die Frau habe ihre Machtposition ausgenützt, sagt er.

Der Spruch der Polizistin trifft einen wunden Punkt des jungen Mannes. Er ist verunsichert und traut sich mehrere Monate nicht mehr, Frauen anzusprechen, wie er sagt. Erst mit der Hilfe einer Psychologin kriegt er die Kurve. Doch damit ist die Sache noch nicht abgeschlossen. Von der Polizei erhält er Post. Die Polizistin und ein Polizist zeigen ihn wegen Beschimpfung an.

Er reagiert auf die gleiche Weise und zeigt die Polizistin wegen Beschimpfung an. Die Staatsanwaltschaft klagt darauf beide Parteien wegen desselben Delikts an. Beide seien zu einer bedingten Geldstrafe von rund 1000 Franken zu verurteilen. Die Staatsanwältin wirft der Polizistin vor, sie habe den 23-Jährigen in seiner Ehre als Mann verletzt. Ihm wirft sie vor, er habe die Ehre der Polizistin verletzt.

75 Prozent mehr Anzeigen

Anzeigen wie diese sind im Trend. Im Zeitraum von 2009 bis 2017 haben die Polizeikorps schweizweit einen Anstieg von 75 Prozent registriert. Anfangs gingen 4600 Anschuldigungen wegen Beschimpfung in einem Jahr ein. Mittlerweile sind es 8100. Meistens ist es ein Männerdelikt. Auf drei wegen Beschimpfung beschuldigte Männer kommt eine Frau.

Oft kommt es zu Freisprüchen, weil Aussage gegen Aussage steht. Auch im Fall der Polizistin und des Jünglings könnte die Geschichte so enden. In zwei Wochen entscheidet das Zürcher Bezirksgericht. Für die Justiz ist viel Arbeit entstanden. Mittlerweile ist der Mann 26 Jahre alt.

#RespectAriana – So fasst man keine Frau an!

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
89
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Citation Needed 13.10.2018 20:20
    Highlight Ob sich der Fall so zugetragen hat oder nicht, ist das eine und wird bald vor Gericht verhandelt.
    Alarmierend finde ich, dass sich solche Klagen mehren. Gerade im Zeitalter von Computergames sollte man doch wirklich checken, was GAME OVER heisst. Am besten einfach Klappe halten, denn man sitzt am kürzeren Hebel (oder Joystick). Klar hat man auch Rechte, wenn man Mist gebaut hat und keineR muss sich alles gefallen lassen. Man sollte aber schon begreifen, dass gewisse Handlungen Konsequenzen haben und sich überlegen, wie man sich gar nicht erst in solche Situationen bringt.
    13 3 Melden
  • Werner Walser 13.10.2018 18:51
    Highlight Das ist mal wieder typisch für die Zürcher Polizei, die erlauben sich einfach alles und bekommen vor Gericht meistens auch noch recht.
    8 29 Melden
  • Lümmel 13.10.2018 17:35
    Highlight Kindergarten
    16 3 Melden
  • kafifertig 13.10.2018 14:56
    Highlight Was ist die Rechtfertigung der Polizei für diese Leibesvisitation?
    Mir scheint das war in dieser Situation eine nicht gerechtfertigte und unverhältnismässige Massnahme.
    Es macht ganz den Eindruck, als habe die Polizei den Mann aus Rache erniedrigen wollen. Das wäre illegal und vorallem ganz unprofessionelle Polizeiarbeit.
    25 41 Melden
  • Barracuda 13.10.2018 14:46
    Highlight Im Vollsuff "glaubt er gehört zu haben." Alles klar :-) Und mit seinen Äusserungen hat er ja nicht das Gleiche gemacht mit der Polizistin. Lächerlich.
    50 7 Melden
  • lilie 13.10.2018 14:15
    Highlight Dass der junge Mann sich im Vollsuff daneben benommen hat und zu Recht von der Polizei kurzzeitig aus dem Verkehr gezogen wurde, ist wohl unbestritten.

    Dass die Polizistin bei der Leibesvisitation dabei war, war sicher nicht hilfreich, ist das nicht eigentlich gesetzlich festgelegt, dass da nur Männer dabei sein sollten?

    Was mich aber am meisten verwundert, ist die angebliche Aussage der Polizistin zum Intimbereich des jungen Mannes. Diese merkwürdig klinische Sprache, so redet doch kein Mensch im Alltag?

    Ich glaube, der junge Mann hat sich da im Suff was zusammenfantasiert. 😐
    61 13 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 13.10.2018 14:56
      Highlight Ist es richtig, vor einem Urteil darüber zu spekulieren? Das alles hat einfach zu lange gedauert. Deshalb mein Einwand, vereinfachtes Verfahren, innerhalb eines Jahres den Fall abzuschliessen.
      10 9 Melden
    • EvilBetty 13.10.2018 16:47
      Highlight Ich gehe davon aus, dass die Sprache im Artikel angepasst/verbeamtet wurde.
      19 6 Melden
    • lilie 13.10.2018 19:13
      Highlight @EvilBetty: Seine Aussagen wurden auch nicht "verbeamtet"...
      16 1 Melden
  • p4trick 13.10.2018 13:43
    Highlight Also Ich glaube dem Mann, seinem Verhalten nach zu beurteilen hat er wirklich ein kleines Würstchen und wird später auch Porsche oder SUV Fahrer werden.
    Ich kann die Polizistin verstehen dass sie so einen wilden Draufgänger auslacht nachdem er sie sexuell belästigt hat. Absolut menschlich wenn auch nicht professionell. Beide sollen die Anzeige zurückziehen und wegen so Lapalien unser Rechtssystem nicht missbrauchen.
    30 15 Melden
  • Faceless_Man 13.10.2018 13:06
    Highlight Ob bei voller Zurechnungsfähigkeit oder nicht, das Verhalten des jungen Mannes ist unangebracht und respektlos. Falls die Aussagen des Mannes jedoch wahrheitsgetreu sind, dann ist auch die Reaktion der Polizeibeamtin ebenso respektlos und empörend. Meiner Ansicht nach sollten es gerade Polizeibeamte tunlichst vermeiden, auf verbale Anschuldigungen einzugehen und ihre Machtposition auszunutzen. Schaffen sie das nicht, üben sie leider den falschen Beruf aus.
    Stellen sich die gegebenen Aussagen als beidseitig wahr heraus, sollte die Sache auch für beide Parteien Konsequenzen nach sich ziehen.
    51 1 Melden
  • Echo der Zeit 13.10.2018 13:05
    Highlight Männer müssen sich mehr gefallen lassen als Frauen - ob wohl sie sich genau so verletzt fühlen können wie Frauen. Passt zwar nicht zu dem Fall - In einer Institution in der Behinderte Arbeiten hat man nach Zig Jahren Moniert das man bei Dunkelheit in die Garderoben der Frauen sehen kann, die Fenster wurden Präpariert das man keine Einsicht haben kann - bei denn Männern war es kein Thema ob wohl gleiche Situation.
    30 18 Melden
  • The oder ich 13.10.2018 12:46
    Highlight Interessant ist ja da auch hier in den Kommentaren akzeptierte Framing, dass eine Polizistin nicht bei einer Visitation eines Mannes dabei sein dürfe. Wenn das wegen ihres sexuellen Geschlechts sein sollte, dann müssten konsequenterweise auch schwule und Bi-Polizeimänner ausgeschlossen werden, hingegen lesbische Frauen zugelassen. M. M. n. war sie in ihrer Funktion da, und da ist das Geschlecht beidseitig unerheblich; aber eben: unsere Gesellschaft funktioniert nicht nach rationalen Regeln.

    Falls die inkriminierte Bemerkung gefallen ist: das ist natürlich unzulässig, ob ♀ oder ♂.
    20 67 Melden
    • Tikvaw 13.10.2018 13:22
      Highlight Naja, zumindest nach Gesetz ist es schon so, dass Untersuchungen die den Intimbereich betreffen nur von Personen des gleichen Geschlechts durchgeführt werden dürfen. Ausser sie wird von medizinischem Personal durchgeführt oder das ganze "duldet keinen Aufschub" (was wieder "Interpretationssache" ist). Wird aber nicht immer eingehalten und wie du sagst auch beim Thema sexuelle Orientierung gibt es hier ein "Konflikt".
      35 0 Melden
    • Citation Needed 13.10.2018 20:02
      Highlight Tikvaw: 'durchgeführt' ja, aber ist jegliche Anwesenheit von Personen des andern Geschlechts verboten? Ich habe keine Ahnung, könnte mir aber vorstellen, dass man bei renitenten Personen aufgrund von Sicherheitsbedenken Ausnahmen zulässt (wahrscheinlich ist nicht immer genau die richtige Anzahl Beamte des passenden Geschlechtes zur Absicherung verfügbar). Wie auch immer: sollten solche Äusserungen gefallen sein, dann ist das verwerflich, egal ob von männlichen oder weiblichen Anwesenden.
      5 0 Melden
    • Tikvaw 13.10.2018 20:39
      Highlight Ich bin mir sicher, dass die Polizei einen relativ grossen Spielraum hat. Zusätzlich sind die die Kantone zuständig, die alle ihre eigene Polizeigesetze haben.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ubu 13.10.2018 12:10
    Highlight "Seine Ehre als Mann" - sapperlot, da musste ich jetzt aber kräftig gähnen.
    66 11 Melden
  • beaetel 13.10.2018 11:25
    Highlight 4 Polizisten fühlen sich provoziert, von einem nach Hause torkelnden, Stinkefinger zeigenden, jungen Mann? Sind die dermassen unterbeschäftigt? Und wenn der Pöbel randaliert, dann ängstliches Laissez-faire aus der Distanz. Im übrigen fehlt diese Patrouille ja eine Ecke weiter, wenn tatsächlich jemand deren Hilfe bedürfte. Finde ich ganz schwach von diesen Polizisten, in der Nacht einen besoffenen Fussgänger dermassen dranzunehmen. Man weiss doch, das Alkohol enthemmt und wäre er gewalttätig geworden, dadurch sogar als schuldunfähig taxiert worden wäre. Wär,s eine Fussgängerin gewesen?
    61 134 Melden
    • KarlWeber 13.10.2018 12:07
      Highlight Stockbesoffen als Ausrede für alles oder wie muss ich Ihren Beitrag verstehen ?
      93 21 Melden
    • let,s go 13.10.2018 12:20
      Highlight Geht nicht.
      Auch die Polizei muss sich nicht alles bietet lassen.
      Das lustigste find ich die Geschichte mit seinem Schniegel.
      Den wollte er zunächst grossspurig allen zeigen.
      Danach stellte sich heraus, das eben dieses Dings etwas zu kurz geraten ist.

      Genau aus diesen Komplexen heraus, prahlte er ja zu unnötigerweise damit.

      Ja das Leben ist manchmal hart. 😄
      57 14 Melden
    • Statler 13.10.2018 12:27
      Highlight @Weber: netter Versuch einer Verallgemeinerung.
      «Alles» vs. «unbedachte spätpubertäre Fingergeste» - I beg to differ!
      Niemand war an Leib und Leben bedroht und die psychischen Spätfolgen (hier im Speziellen das PTSD - Post traumatisches Stinkefinger Syndrom) dürften eher marginal ausfallen. Wohingegen der verwaltungstechnische Aufwand für die Festnahme, die Einvernahme inklusive Leibesvisitation, Kosten für den Staatsanwalt, etc. pp. schlicht in keinem Verhältnis zur angemahnten Torheit des Delinquenten steht.
      Oder kurz: einfach mal Fünfe grade sein lassen.
      33 27 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 13.10.2018 11:07
    Highlight Ich versteh den Typen einfach nicht. Zuerst will er seinen Lümmel präsentieren, und dann stürzt er in eine Krise wegen einer (!) Frau. Und das mit damals 23 und nicht 16. Aber ja, mir persönlich wärs ja egal, wer alles meinen Körper betrachten will / muss (so schön ist er jetzt auch nicht), aber die Polizistin hat sich da mit der puren Anwesenheit falsch verhalten. Anderseits hätte er wohl auch sagen können, dass sie nicht im Raum sein soll.
    81 25 Melden
  • koks 13.10.2018 10:58
    Highlight lustig wie hier der journalist sowohl im titel (der mann fühle sich belästigt) wie auch im text (er glaubte zu hören...) immer hervorhebt, wie subjektiv das ganze sei.

    bei anklagen von frauen lesen wir in dieser zeitung nie zweifel am wahrheitsgehalt ihrer aussage.
    89 42 Melden
    • SaraSera 13.10.2018 11:10
      Highlight @koks: Unsinn! Die Redaktion ist bei Vorwürfen immer sehr darauf bedacht, im Konjunktiv zu schreiben, egal ob das Opfer männlich oder weiblich ist. Andernfalls würden wir uns sogar strafbar machen. Denn: Vor einem gerichtlichen Schuldspruch gilt die Unschuldsvermutung. Nachlesen können Sie das zum Beispiel hier: https://www.watson.ch/sport/international/494434397-amerikanerin-verklagt-cristiano-ronaldo-wegen-analer-vergewaltigung
      52 59 Melden
    • let,s go 13.10.2018 12:24
      Highlight @Sara

      Euere Berichterstattung ist in der Tat sehr einseitig.
      Die Frage ist doch, ob ihr euch dies auf der Redaktion überhaupt noch bewusst seit?

      Andernfalls gäbe es immer noch das Mittel der Supervision.
      30 21 Melden
    • SaraSera 13.10.2018 13:20
      Highlight @let,s go: Mach mal ein Beispiel.
      24 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slant 13.10.2018 10:54
    Highlight Zuerst einen auf "grosse Hose" machen und dann nahtlos in die Opferrolle schlüpfen. Würde das Verhalten der Polizistin nicht rechtfertigen, trotzdem lächerlich des jungen Mannes.

    Play stupid games, win stupid prizes.
    96 18 Melden
  • Rabbi Jussuf 13.10.2018 10:48
    Highlight Ein Gutes hatte die Prozedur ja: Immerhin wurden über ein paar Monate einige Frauen weniger belästigt. Und eine PsychologIN! hat für nichts Geld verdient.
    53 59 Melden
    • äti 13.10.2018 13:23
      Highlight .. oh Rabbi, orte ich da Konkurrenzneid?
      11 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 13.10.2018 20:39
      Highlight äti
      Nein, ich mag es der Psychologin gönnen. Dürfte ein einfacher Job gewesen sein. ;-)
      PsychologIN. Weil er sich nicht mehr traute Frauen anzusprechen?

      Jemand, der sich im Suff so benimmt ... hast du das Gefühl, dass Frauen sich nicht belästigt fühlen, wenn der sie anspricht?
      6 1 Melden
  • John Henry Eden 13.10.2018 10:30
    Highlight Man kann nirgends auf der Welt ungestraft Polizisten dumm anmachen. Egal, wie besoffen man ist. In einer wilden Nacht in Barcelona, donnerte mir eine Beamtin in Zivil, einst von unten ihren Ellenbogen in die Fresse. Sie traf sehr gut. Hätte mich lieber vor ihr ausgezogen. Werdet erwachsen und heult nicht wegen Nichtigkeiten rum. Ansonsten lasst das Saufen und Feiern sein, wenn ihr die Risiken nicht erträgt.
    103 18 Melden
    • DemonCore 13.10.2018 12:07
      Highlight Barcelona-syndrom? Rechtfertigen von Polizei durch das Opfer?
      15 14 Melden
    • Yamamoto 13.10.2018 16:43
      Highlight Da habe ich in Japan schon ganz anderes erlebt. An einem Awa Odori Tanzfestival hat ein besoffener Japaner einen Polizisten, der die Strasse abgesperrt hat, dumm angemacht. Seine Kollegen haben auf den Mann eingeredet und ihn beruhigt. Schliesslich liessen sie ihn gehen und dies obwohl er Beleidigung verwendet hat, die in Japan wohl als schlimmer gelten als diejenigen, die dieser Mann hier verwendet hat. In Sachen Deeskalation könnten gewisse westliche Kollegen noch etwas von der japanische Polizei lernen. Und nein, man muss sich deswegen nicht alles bieten lassen.
      9 2 Melden
  • Butschina 13.10.2018 10:23
    Highlight Beim Zoll am Flughafen muss ich jeweils ins Kämmerchen. Dort werde ich genauer mit einem Metalldetektor untersucht. Dies wird hinter dem Vorhang von einer Frau gemacht. Ausziehen muss ich mich abgesehen von den Schuhen nicht. Selbst da ist es nur einer Frau erlaubt mich zu untersuchen. Wieso also wird eine weit persönlichere Untersuchung eines Mannes in beisein einer Frau gemacht? Das geht für mich gar nicht. Er hat sich nicht korrekt verhaltenen, dennoch heisst das nicht dass sich die Polizei ebenso daneben oder wie hier noch schlimmer verhalten darf.
    91 17 Melden
    • kruemelmonstah 13.10.2018 10:51
      Highlight Naja, sich nicht benehmen können und im gleichen Atemzug beschweren, das geht nur in der Schweiz. Hätte er dies z.B. in Kolumbien oder Amerika gemacht, wäre es wohl sein kleinstes Problem, von einer Frau gesehen worden zu sein. (Ja ich weiss, wir sind hier und nicht dort).
      Zudem stellt er sich selbst ein Bein, vermutlich auf "Ich weiss nicht mehr genau, was ich gesagt/ getan habe" plädieren und im 2. Verfahren recht bekommen.
      38 28 Melden
    • axantas 13.10.2018 11:39
      Highlight Nun ja, kruemelmonstah, der hat sich in der Tat unmöglich verhalten. Betrunken könnte man noch auf vermindert Zurechnungsfähig plädieren, aber die Polizistin hat sich (wenn so passiert) zwei Mal unprofessionell verhalten (nicht betrunken). Einmal hat sie damit mit Sicherheit auch Vorschriften missachtet. Das ist dann schon SEHR bedenklich.

      Im umgekehrten Fall wäre ein Polizist wohl subito suspendiert worden. Was wurde in diesem Fall bereits unternommen?
      8 8 Melden
    • Statler 13.10.2018 12:28
      Highlight @Monstah: in Amerika läge er jetzt vermutlich in einem Sarg, weil die Polizei dachte, der Finger sei eine Waffe [/sarcasm]
      14 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magenta 13.10.2018 09:32
    Highlight Mir kommen gleich die Tränen. Hat es sich so zugetragen, dann war das Verhalten der Polizei klar nicht korrekt. Aber der Rest ist typisch für solche Typen: Auf der Gasse den starken Max markieren, pöbeln und im Innern ein jammerndes Würstchen ohne echtes Selbstvertrauen. Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen.
    109 13 Melden
  • t.i.m 13.10.2018 09:30
    Highlight Verstehe nicht ganz, weshalb die Polizei (gleich mit zwei Wagen) den Mann überhaupt kontrolliert hat. War ja anscheinend einfach stock besoffen und auf dem Heimweg. Haben die nichts besseres zu tun? Da fragt sich, wer ein Problem mit seinem Ego hat.
    34 70 Melden
    • speaker33 13.10.2018 11:23
      Highlight „Gemäss Polizeirapport provoziert der Betrunkene die Patrouillen und streckt ihnen den Mittelfinger entgegen.“
      Wenn man ein bisschen weiter lesen würde, dann wäre auch klar wieso er kontrolliert wurde.
      23 4 Melden
    • ostpol76 13.10.2018 12:01
      Highlight @tim

      Nach deiner Logic muss man sich also an keine Gesetze halten wenn man betrunken ist?
      19 4 Melden
    • Pisti 13.10.2018 12:29
      Highlight Naja erstens weil er die Polizisten beleidigt und angepöbelt hat. Das ist eine Straftat.
      Zweitens um ihn vor sich selbst zu schützen. Im Kreis 4 stockbesoffen herumzupöbeln ist nicht sonderlich Clever. Evtl. wäre er an die Falschen geraten und dann verprügelt worden. Da ist ein Besuch bei der Polizei wohl das kleinere übel, als ein paar Tage im Spitalbett zu verbringen.
      16 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 13.10.2018 09:22
    Highlight Wer so austeilt sollte auch einstecken können - Null Mitleid mit dem Männlein...
    70 17 Melden
  • Statler 13.10.2018 09:20
    Highlight Er war offensichtlich betrunken, aber wohl keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Stinkefinger registrieren, ignorieren, weiterfahren. Und nichts davon wäre geschehen.
    74 118 Melden
    • ströfzgi 13.10.2018 09:55
      Highlight Das nächste mal dann Steine werfen, registrieren, ignorieren und nichts davon wäre geschehen.

      Nein. Ich als stierer, steuerzahlender, arbeitender Langweiler will, dass die Polizei respektiert wird.

      Keine Lust, mich von irgendwelchen idioten die nicht wissen wo die Grenzen sind, anpissen zu lassen.
      74 23 Melden
    • sanmiguel 13.10.2018 09:56
      Highlight Unter keinen Umständen sollten sich Polizisten Stinkefinger gefallen lassen müssen.
      139 33 Melden
    • leu84 13.10.2018 10:11
      Highlight Aber auch ein Bürger abschätzige Bemerkungen von einer Beamtenperson nicht.
      47 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schluch 13.10.2018 09:05
    Highlight Ist es wirklich sinnvoll, dass die Polizei irgendwelche sturzbesoffenen 'kontrolliert'? Das hilft doch niemandem und ist völlig willkürlich.
    17 45 Melden
    • Staatsgebeutelter 13.10.2018 11:33
      Highlight Zu mehr sind die Cops ja nicht fähig, da geht es meistens nur ums eigene Ego der hochbezahlten Beamten.
      7 28 Melden
    • ostpol76 13.10.2018 12:05
      Highlight @Schluch

      Schon mal etwaa von Selbstgefährdung gehört?

      Wäre dem man auf dem Weg nach Hause etwas passiert, wäre der Titel in der Presse:

      Polizei lässt betrunkenen jungen man am Strassenrand liegen.
      8 8 Melden
    • Statler 13.10.2018 17:07
      Highlight @ostpol: Wenn die Polizei von Selbstgefährdung ausgegangen wäre, hätten sie dem jungen Mann ein Taxi besorgt, oder ihn gleich selbst nach Hause gefahren und nicht kontrolliert und der entwürdigenden Prozedur einer kompletten Leibesvisitation unterzogen.
      8 4 Melden
  • Ohmann94 13.10.2018 08:49
    Highlight Genau hier haben wird das Problem. Lest euch den Text gut mal durch und sagt mir dann, dass der selbe Fall mit einer Frau als „Opfer“ ebenso geschrieben worden wäre... solche Zusätze wie „[...], wie er sagt.“ implizieren meiner Meinung nach schon, dass es nicht zwingend stimmt und er evtl. einfach lügt. Prinzipiell wäre dies ja kein Problem und auch definitiv angebracht. Wenn man sich all die Artikel durchliest, bei denen Frauen die poteniellen Opfer mimen, dann findet man solche anzweifelnde Zusätze äusserst selten bis gar nie. Dass das problematisch ist sollte ja eigentlich allen klar sein.
    125 65 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.10.2018 09:36
      Highlight Habe ich beim Lesen auch gedacht. Man stelle sich vor, wie hetzerisch über einen Polizisten geschrieben werden würde, der eine Frau bei der Leibesvisitation auslacht... Gleichberechtigung ist enorm wichtig, aber dann bitte auf beiden Seiten.
      36 18 Melden
    • Vergugt 13.10.2018 10:23
      Highlight Quatsch. Ich hab gerade hier auf Watson die letzten Fälle nachgeschaut, die ich im Kopf hatte (Ronaldo, Cosby, Weinstein). Alles ganz klar: "Wird vorgeworfen", "mutmasslich", die Vorfälle werden im Konjunktiv bwz. passiv aus Sicht der mutmasslichen Geschädigten beschrieben (also auch "wie sie sagt").

      Im Gegensatz dazu unterstellst du, dass Frauen die "potenziellen Opfer mimen", also gar keine echten potenziellen Opfer sind. So viel zum Thema Unterstellungen - nennt sich ein Eigengoal, Imfall.
      45 13 Melden
    • luckyrene 13.10.2018 10:37
      Highlight Du hast einfach nur RECHT. Bin deiner Meinung! Zusätzlich verstehe ich es überhaupt nicht, was diese ,,Blitze,, sollen? Heisst das etwa, dass bei Männern sowas gemacht werden darf aber bei Frauen nicht? Das ist doch heuchlerisch. Soviel zur Gleichberechtigung...
      13 36 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 13.10.2018 08:39
    Highlight Selber bereits einmal in so ein Justiz-käsperle Theater reingezogen worden. Bei solchen Bagatell Fällen mit so einer geringen Streitsumme und wo es nur um grosse Egos geht die verletzt wurden, sollte die Justiz ein vereinfachtes Verfahren anwenden können. Analog zu den Friedens- und Mietgerichten mit den Schlichtungsstellen. Weil der Aufwand, auch für die Steuerzahlenden ist einfach enorm. Vor allem in der Internet Zeit. Staatsanwälte sollten damit wieder Zeit gewinnen für ihren eigentlichen Job. Verbrechen zu klären.
    327 7 Melden
    • E-Smoking 13.10.2018 12:53
      Highlight genau so und nicht anders. wer es dann von einem ordentlichen gericht beurteilen lassen will, soll einen gerichtskostenvorschuss entrichten.

      allerdings gibt es auch sonst einiges an prozessen und delikten, welche in einem vereinfachten verfahren erledigt werden könnten.

      wenn man hört, dass die wirtschaftlichkeit der kapo order erlässt, dass auf autobahnen gebüsst werden soll, was übers stadthalteramt geht und reine ordnungsbussen den aufwand nicht wert sind, dann kann man sich zum teil schon fragen stellen, ob das alles noch im grünen bereich ist.
      3 0 Melden
    • SchweizAbschaffen 13.10.2018 12:59
      Highlight "Bei solchen Bagatell Fällen, sollte die Justiz ein vereinfachtes Verfahren anwenden können."

      Nein!
      Polizisten sind auch Menschen und wenn sie angepöbelt werden, geht einem halt auch einmal der Gaul durch.
      Aber deswegen Polizisten im Schnellverfahren aburteilen, ist nicht richtig
      1 9 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 13.10.2018 13:23
      Highlight @SchweizAbschaffen: Sie haben meinen Einwand nicht verstanden. Das hat mit Polizisten nur ganz am Rande zu tun. Und niemand will Polizisten mittels Schnellverfahren aburteilen.
      3 0 Melden
  • Freilos 13.10.2018 08:37
    Highlight Natürlich sollte die Polizistin nicht an der Leibesvisitation dabei sein. Das Verhalten des Mannes davor, wie auch jetzt finde ich allerdings sehr peinlich. Da sollte man(n) drüber stehen.
    401 35 Melden
    • miarkei 13.10.2018 09:28
      Highlight Warum nicht? Sie macht auch nur ihren Job. Darf dich im Krankenhaus auch nur ein Mann Pflegen, Wasch und auf s WC begleiten oder umgekehrt. Mich hat bei der RS Aushebung auch niemand gfragt ob es Okay ist, wenn mir ein weiblicher Arzt an den Hoden fasst. Mache darum einen Aufstand, nein.
      22 23 Melden
    • luckyrene 13.10.2018 10:31
      Highlight ich verstehe jetzt nicht ganz wo er ,,darüber stehen,, soll? Etwa darüber, dass die Polizistin anwesend war oder über Ihre Bemerkung? Egal!!! Jetzt ersetzt die Polizistin durch einen Mann und den Mann durch eine Besoffene Frau... Sollte sie jetzt auch darüber stehen? Jetzt würden sich ALLE darüber emphören... Die Arme Frau😢-ME-TOO-
      Egal wie doof er sich benommen hat, sowas ist trotzdem nicht ok. Da miss niemand ,,darüberstehen,,
      23 22 Melden
    • The Count 13.10.2018 12:16
      Highlight Miarkei, ich erinnere mich auch an die anwesende Frau bei meiner Aushebung. Habe mir nichts dabei gedacht weil ich genug Seobstvertrauen habe darüber zu stehen. Trotzdem hat ein Mann grundsätzlich das Recht von einem Arzt untersucht zu werden. Im vorliegenden Fall jedoch beschränkt sich mein Mitgefühl auf ein Minimum, sollte es sich wirklich alles so zugetragen haben.
      5 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schmirinskis 13.10.2018 08:21
    Highlight Srin Verhalten war anscheinened wirklich komplett daneben. Was sucht eine Polizistin bei der Leibesvisitation eines Mannes? Ich denke kaum, dass ein Polizist bei der Leibesvisitation einer Frau anwesend sein darf.
    565 24 Melden
    • erkolino 13.10.2018 11:12
      Highlight Und was ist mit der Pflegefachfrau im Spital? Darf die keine Männer pflegen?

      Bei der Leibesvisitation dabei sein gehört zum Beruf. Sich dabei professionell verhalten und nicht erniedrigen gehört ebenfalls zum Beruf.
      16 17 Melden
    • Hoppla! 13.10.2018 12:19
      Highlight Mann, Frau; ist doch egal. Ein weiteres Beispiel wie kleinkariert und voller Komplexe die heutige Gesellschaft ist.
      18 3 Melden

So könnten dich Sozialdetektive künftig überwachen – und so nicht

GPS-Tracker, Fotos vom Spaziergang mit dem Hund oder Blick ins Schlafzimmer: Was soll Sozialdetektiven mit dem neuen Gesetz bei Observierungen erlaubt sein?

Am 25. November entscheidet das Stimmvolk, ob die IV und andere Sozialversicherungen bei einem begründeten Verdacht wieder Detektive einsetzen dürfen. Aber wie genau dürften die Detektive potenzielle Sozialbetrügern bespitzeln? Wir zeigen es dir im Video: 

Artikel lesen