Schweiz
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Platzspitzbaby

Dem Elend überlassen, vor sich hinsiechen: Sarah Spale als drogensüchtige Sandrine mit der Tochter Mia, gespielt von Luna Mwezi. Bild: Ascot Elite

Review

«Platzspitzbaby» reisst Mauern nieder – dabei zuzusehen, ist eine Wucht

Bis in die 90er-Jahre war Zürich Treffpunkt für Heroinsüchtige aus ganz Europa. «Platzspitzbaby» erzählt eine Mutter-Tochter-Geschichte mitten aus der Drogenhölle. Jetzt kommt der Film in die Kinos – und ist absoluter Pflichtstoff.



32. Die farbigen Magnet-Zahlen prangen am Kühlschrank der heruntergekommenen Sozialwohnung irgendwo im Zürcher Oberland. Zigarettendunst hängt wie Nebelschwaden in der engen Küche, der Aschenbecher quillt über. Rauchen ist jetzt das Einzige, das hilft. Und Mia. Ohne ihre Tochter würde Sandrine das nicht schaffen. Seit 32 Tagen ist sie clean und die Magnet-Zahlen am Kühlschrank das Zeugnis ihres Entzugs.

Doch im Dorf trifft Sandrine auf ihren alten Junkie-Kumpel Serge und die Sucht hämmert sich unerbittlich zurück in ihren Kopf, schaltet alles andere still, ist so ohrenbetäubend laut, dass nichts anderes mehr Platz hat da drin als: der nächste Schuss. Selbst das Betteln und Weinen der Tochter bringt sie nicht davon ab, abzudrücken. Wütend wischt Mia zu Hause die 32 vom Kühlschrank und setzt die Zahl 0: «Wir machen morgen weiter.»

Es ist die Geschichte von Mutter und Tochter, von zweien, die zusammenhalten wie Piratinnen – und dabei kaputt gehen.

Nach dem Totalabsturz der Mutter ziehen sie in ein Kaff, um dort nochmals ganz von vorne anzufangen. Sandrine («Wilder»-Star Sarah Spale) hat es ihrer 11-jährigen Tochter Mia (die Neuentdeckung Luna Mwezi) versprochen. Ab jetzt wird alles anders.

Platzspitzbaby

Bild: Ascot Elite

Doch das neue Glück ist fragil und die Idylle von kurzer Dauer. Denn die Geschichte von Mutter und Tochter behandelt auch eines der düstersten Kapitel der Stadt Zürich.

Ab 1986 treffen sich auf dem Platzspitz hinter dem Landesmuseum täglich bis zu 3000 Heroinsüchtige. Junkies aus dem In- und Ausland reisen nach Zürich und geben sich dem Rausch hin. Der «Needle-Park» ist die grösste offene Drogenszene Europas.

Vor den Augen der Stadtbevölkerung fristen die Junkies ihr kümmerliches Dasein, schlafen im eigenen Erbrochenen, verrecken elendig.

Ein erster Räumungsversuch der Stadt scheitert. Die Szene verlagert sich lediglich. Anstatt im Park siechen sie jetzt ein paar hundert Meter flussabwärts beim alten Bahnhof auf dem Lettenareal vor sich hin. Die endgültige Schliessung der offenen Drogenszene gelingt erst im Frühling 1995: Hundertschaften mit Polizisten verjagen die Junkies. Wer nicht aus Zürich ist, wird der Heimatgemeinde übergeben. Und dort, nun fernab der Öffentlichkeit, in irgendwelchen Dörfern, das Elend unsichtbar hinter verschlossenen Türen, geht der Horror weiter.

Platzspitzbaby

Bild: Ascot Elite

Während der erste Teil dieser Katastrophe weitgehend bekannt ist, mit Fotos dokumentiert, in Artikeln nacherzählt, weiss man wenig darüber, was nach der Platzspitz-Räumung mit den Süchtigen passierte. Und vor allem: Welcher Hölle ihre Kinder ausgeliefert waren. Denn von ihnen gab und gibt es noch immer tausende. Kinder, ihren süchtigen Eltern ausgesetzt, verprügelt, vernachlässigt, allein ihrem Schicksal überlassen.

Und das ist es, was «Platzspitzbaby» so gewaltig macht: Es zeigt jene, die all die Jahre über vergessen gingen, die aber immer da waren und noch heute da sind: die Kinder vom Platzspitz.

Regisseur Pierre Monnard (bekannt vom Schweizer Krimi-Erfolg «Wilder») reisst mit seinem Film eine Mauer nieder, die wohl so manch ein Sozialarbeiter, Polizist, Nachbar oder Arzt lieber stehen gelassen hätte. Diesem Abriss zuzusehen, ist eine Wucht.

Der Trailer zum Film:

abspielen

Video: YouTube/AscotElite

Inspiriert ist das Drehbuch (geschrieben von André Küttel) durch die gleichnamige Autobiografie von Michelle Halbheer. Aus den Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend als Tochter einer Junkie-Mutter wurde 2013 ein Bestseller. Im Buch beschreibt sie das Leiden, die Prügel, den Gestank: «Ich will wegrennen, ich will flüchten, doch Panik und Entsetzen halten mich fest. Als ich Mutter entdecke, ist sie ohne Bewusstsein, im abgebundenen Arm steckt die Spritze, Fingerspitzen und Lippen sind bläulich verfärbt. Wie eine kaputte Puppe liegt sie vor mir, die Kleidung schmutzig, der wilde Haarschopf ungekämmt, die Augen sind verdreht und halb geschlossen. Ich halte sie für tot.»

Im Film bringen die zwei Hauptdarstellerinnen diesen Schmerz so authentisch auf die Leinwand, dass es kaum auszuhalten ist, dieser sich immer weiterdrehenden Abwärtsspirale zuzusehen.

Von der Wut erfasst, möchte man Sandrine am Kragen packen und schütteln, wenn sie ihre Tochter an der Langstrasse zum Drogen kaufen schickt.

Und Mia, dieses bildhübsche, todtraurige Kind in die Arme nehmen, sie weit wegbringen, in Sicherheit vor der selbstzerstörerischen Furie von Mutter.

Platzspitzbaby

Bild: Ascot Elite

Sandrine, ausgemergelt, von der Drogensucht gezeichnet, Mia in der neuen Schule als Junkie-Tochter gehänselt. Die Nachbarn strafen die Zugezogenen mit bösen Blicken und auch die Sozialarbeiterin weiss nicht recht, was sie mit ihnen anfangen soll. So sehr die Mutter für das Glück ihrer Tochter kämpft, so hilflos ist sie den Drogen ausgeliefert. Von diesem inneren Ringen zerfressen, katapultiert sie Mia von einer Katastrophe in die nächste. Auf jede Annäherung erfolgt eine herbe Enttäuschung. Platz zum Kindsein gibt es kaum.

«Ich bin immer no da», singt Mia am Schluss des Films bei der Schulaufführung und steht ganz allein auf der Bühne. «Und solang ich zu mir stahn und sich d’Wält no dräiht, denn gib ich nöd uf.» Mit feuchten Augen und völlig aufgekratzt verlässt man das Kino, tritt zurück in diese akkurat geputzten Schweizer Strassen, sieht die aufgeräumten Balkons, die farbgetrennten Flaschenentsorgungsstellen, die schön Frisierten, perfekt Geschminkten, und denkt an die Abgründe, die hinter dieser Idylle verborgen liegen.

Gut, hat sie jemand auf die Leinwand gebracht.

Platzspitzbaby läuft ab dem 16. Januar im Kino.

Und so klingt Luna Mwezi, wenn sie den Titelsong singt:

abspielen

Video: YouTube/AscotElite

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127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 13.01.2020 21:30
    Highlight Highlight Ich werde es mir nicht anschauen. Ich habe als Schüler während Jahren die Süchtigen vom Bus aus gesehen. Aber wer die Zeit nicht erlebt hat, sollte sich den Film sicher anschauen.
  • Martin Hafen 13.01.2020 20:42
    Highlight Highlight Kann es sein, dass weder im Film noch in den Kommentaren der eigentliche Grund für dieses Elend benannt wird: die Prohibition. Ohne das völlig willkürliche Verbot von bestimmten Substanzen (im Vergleich zu den vergleichbar schädlichen Suchtmitteln Tabak und Alkohol) hätte es die ganze Verwahrlosung und die vielen Todesfälle nicht gegeben.
  • sikki_nix 13.01.2020 12:37
    Highlight Highlight Dieses Buch hat mich sehr mitgenommen und ich werde mir den Film sicher auch anschauen. Etwas das mich an dem unvorstellbaren Chaos am meisten genervt hat ist die Untätigkeit der Schweizer Behörden. Kinder wurden als stabilisierendes Element für Drogensüchtige Eltern gesehen und deswegen oft nicht fremdplatziert sondern im Elend gelassen.
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 13.01.2020 11:32
    Highlight Highlight Diese Geschichten unter dem Artikel rühren mich sehr. Als 98er Jahrgang habe ich diese Zeit natürlich nicht miterlebt und es ist sehr leicht zu vergessen, dass es doch noch gar nicht so lange her war. Danke, dass ihr diese Geschichten mit uns teilt.
  • qolume 13.01.2020 00:32
    Highlight Highlight
    Play Icon
    ich brüele...
  • Bluesofa 12.01.2020 23:43
    Highlight Highlight Ich habe das nicht miterlebt, aber mir kommen die Tränen, wenn ich die Geschichten in den Kommentaren lese.
  • Grossmaul 12.01.2020 23:08
    Highlight Highlight Felix, ob dein Wunsch in Erfüllung gegangen ist? Deine letzten Worte: ich möchte als dein Kind wiedergeboren werden.
  • oliopetrolio 12.01.2020 22:42
    Highlight Highlight Düstere Erinnerungen...wir holten damals beim Drahtschmidli regelmässig Shit und liefen anschliessend durch den Platzspitz. Dieses unfassbare Elend hat mich sehr aufgewühlt und ist sicher der Grund weshalb ich nie "weiter" ging als "nur" Hasch zu rauchen. Aber zwei von meinen Kollegen von damals schafften es nicht. Päsce und Töme ich denke an euch!
  • PotzHolzöpfelundZipfelchappe 12.01.2020 22:14
    Highlight Highlight 1992 hat sich mein Bruder mit 21 Jahren mit einem "goldenen Schuss" (Überdosis Heroin) auf dem Platzspitz das Leben genommen.

    Ich war damals erst 11 Jahre und habe einiges glücklicherweise nicht direkt miterlebt. Ich weiss aber, dass mein Bruder von verschiedenen sozialen Einrichtungen und Freiwilligen Unterstützung erhalten hat. DANKE an alle die sich in dieser Zeit oder auch heute für Süchtige einsetzen. Ihr entlastet gerade die Familien enorm und erhaltet dafür viel zu wenig Dank, da alle mit einer unglaublichen Überforderung kämpfen. ...So war es zumindest bei uns.
  • no-Name 12.01.2020 21:53
    Highlight Highlight ...und an Weihnachten wieder Tränen für einen Übriggebliebenen dieser Zeit vergossen.... ohne zu Wissen ob er mir wirklich je Freund war
  • Hoschispacegirl 12.01.2020 21:23
    Highlight Highlight Habe den Film Heute als Premiere in Brig gesehen.
    Der Film hat wirklich längst Vergessenes wieder aufgewühlt.
    Habe das Ganze hautnah mitgemacht, als Nacht-Taxichaufeuse in ZH und auch mittelbar Betroffene (Freunde dort verloren) und zwar Platzspitz und Letten.
    Vis à Vis vom Bahnhof Letten war/ist die Garage Jung und da habe ich immer einen Kaffee getrunken, habe manchem Junkie einen Automaten-Kaffee bezahlt oder habe ihnen Sandwiches verteilt.
    Der Film ist mir richtig eingefahren und hat mich den ganze Nachmittag beschäftigt.

  • KafiAmPischtarand 12.01.2020 20:41
    Highlight Highlight Zu Unrecht wenig beachtet und nie in den Kinos gelandet: Der ungewöhnliche Film "Ich bin's Sarah" (Schweiz, 2010) ist ein Porträt der drogensüchtigen Sarah, das die Parallelgesellschaft der Drogensüchtigen anhand selbst gedrehter Videosequenzen hautnah dokumentiert. Der Film wühlt auf, ist verstörend, eine Achterbahn zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Absoluter Pflichtstoff!
    Auf youtube vorhanden unter:
    Play Icon
    • Hustler 12.01.2020 22:00
      Highlight Highlight Ich habe den Film lange gesucht. Danke 😃
    • qolume 13.01.2020 00:57
      Highlight Highlight Wow! Kannte ich nicht. Vielen Dank!
  • stradaalta 12.01.2020 20:39
    Highlight Highlight Ich kann mich dieser Kritik nur anschliessen. Ich habe den Streifen soeben in einer Vorpremiere gesehen. Wow! Sehr eindrücklich. Formal nicht ganz auf dem Niveau von Requiem of a Dream oder Trainspotting, dennoch sehr erschütternd und aufwühlend. Die Schuspielerinnen sind Spitzenklasse. Eindrücklich war heute auch, dass Michelle Halbheer nach dem Film auf der Bühne stand. Sie ging durch die Hölle.
    • qolume 13.01.2020 01:02
      Highlight Highlight Ja, Michelle Halbheer war hier in Baden auch da, leider habe ich es verpasst zu fragen, wie es ihrer Mutter geht. Wenigstens wurde meine andere Frage betreffend den Schulen beantwortet :-)
  • Glitzermeitli 12.01.2020 19:55
    Highlight Highlight R.i.p. stiefpapi <3
    • Randalf 12.01.2020 21:56
      Highlight Highlight
      Fühle mit dir Glitzermeitli.
  • Malkollektivdurchatmen 12.01.2020 19:24
    Highlight Highlight Vorpremière Trafo-Kino mit Cast💪👌 um es bätschelorisch zu sagen 'Wow, Chapeau'👩‍👧
  • Uno 12.01.2020 18:52
    Highlight Highlight Brillant wurde es verfilmt. Zürich war in dieser Zeit anders. Viel dreckiger, Autostadt, grau, wenig grün. Ich kam jung 1988 als Kaufmännischer Lehrling aus dem Vorort nach Zürich. Szenen, wie sich ein Mensch ein Schuss in den Hals setzt, hab ich als 15jähriger erlebt. Das prägt. Ich nannte sie Zombies, so verfilzt mit Abszessen und leeren Augen sie wandelten.
    Es war auch eine tödliche Epidemie. Insbesondere die lange Verzögerung der Gratisspritzen hat viele, vermutlich tausende AIDS-Todesopfer erzeugt. Falsche Politik. Die Heroinabgabe war und ist richtig.
  • Maracuja 12.01.2020 18:46
    Highlight Highlight <Regisseur Pierre Monnard reisst mit seinem Film eine Mauer nieder, die wohl so manch ... lieber stehen gelassen hätte>

    Sorry, aber dieses Verdienst gebührt Michelle Halbheer, die eine riesige Kraft haben muss, dass sie trotz dieser Kindheit ihren Weg machte und ihre Horror-Erlebnisse niederschreiben konnte. Es gab aber schon vor Jahrzehnten eine Institution (Ulmenhof), bei der die Kinder von entzugswilligen Süchtigen die nötige Aufmerksamkeit bekamen. Bei nicht entzugsbereiten Eltern kümmert man sich definitiv zu wenig um die Kinder. Heute hat sich einiges geändert (KESB, Sorgerecht f.Väter
  • Paternoster 12.01.2020 17:34
    Highlight Highlight Fantastisch geschrieben, Frau Serafini
    • Makatitom 12.01.2020 17:45
      Highlight Highlight Finde ich auch. Vielleicht hätte noch erwähnt werden können dass damals ein gewisser Richter Gnadenlos, heute bekannt als Koks-Lutzi, in Zürich tätig war und die bemitleidenswertenMenschen noch tiefer ins Elend drückte
    • Billy Meier 12.01.2020 21:24
      Highlight Highlight Luzi Stamm? In Zürich tätig? Sorry, aber da verwechselst Du etwas.
    • redeye70 12.01.2020 21:57
      Highlight Highlight Luzi Stamm war nie in Zürich tätig. Ich meinte dass da so ein Typ war, Kantonsarzt oder sowas, der die Spritzenabgabe jahrelang verhinderte. Was vor allem die Ausbreitung von HIV förderte. Eine ganz üble Geschichte!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mitläufer 12.01.2020 16:53
    Highlight Highlight An dieser Stelle möchte ich gerne der Firma Bayer danken, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Auch heute noch tut die Firma viel Gutes. Sarkasmus Ende.
    • Randalf 12.01.2020 22:10
      Highlight Highlight
      Vielleicht haben die Blitzer den "Mitläufer" nicht verstanden. Schaut euch die Geschichte richtig an.
      Laudanum (Opium flüssig) als Alkokoholentzug. Dann Heroin um den Opiumentzug zu machen. Heroin war ein "Heilmittel" für verschiedene Gebrechen und seit mehr als 100 Jahren im Handel. Patent: Bayer.
      Methadon für den Entzug von Heroin. Patent: Höchst AG.

      Ergo Bayer - Höchst.
    • Eddie_868 12.01.2020 23:44
      Highlight Highlight Die Synthese von Heroin ist die selbe wie von Aspirin, mit anderen Ausgansgstoffen versteht sich. Da sich die Acetylisierung beim Aspirin sehr positiv ausgewirkt hat, sprich stärkere Wirkung und weniger Nebenwirkungen, hat sich Bayer oder die damaligen Wissenschaftler daselbe beim Morphin erhofft. Ich glaube nicht, dass Bayer sich den Konsequenzen von der Markteinführung bewusst war.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.01.2020 23:54
      Highlight Highlight @Randalf
      Ich kenne die Geschichte dieser Firma und auch das Versprechen, dass Heroin angeblich nicht süchtig machen würde.
      Eine Schweinerei, die nicht vergessen werden darf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 12.01.2020 16:05
    Highlight Highlight Ich habe 5 Jahre jugendliche Drogensüchtige begleitet. Ein Fall kann ich bis heute nicht verarbeiten.

    Mike kam als er 17 war zu uns, lebte seit 12 auf der Strasse und verdiente seine Sucht mit Prostitution. Zuhause war er abgehauen weil seine Eltern ihn seit klein auf an Männer verkauft hatten und zudem sein Vater sich auch noch regelmässig an ihm verging. Unsere Therapie ging 1 Jahr und danach war er ‚clean‘ doch sobald er wieder frei war griff er sofort wieder zu Drogen.

    Ich fragte ihn, Mike wieso? Er sagte: die Erinnerungen ertrage ich nicht .. Mike ist mit 20ig gestorben :(
    • The Count 12.01.2020 17:44
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Mügäli 12.01.2020 19:34
      Highlight Highlight @The Count - Happy End wäre gewesen, wenn Mike es geschafft hätte das Unrecht welches ihm widerfahren ist zu Verarbeiten und er in ein glückliches Leben (mit Rucksack) hätte gehen können.

      Traurige Kindheit, traurige Jugend und trauriges Ende, trifft‘s da eher ...
    • Balabar 12.01.2020 20:37
      Highlight Highlight Das mit Mike ist traurig und will ich nicht kleinreden - aber was mich beschäftigte war, dass die Junkies aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen kamen. Es gab irgendwie kein Muster, ausser jemand kam aus zerrüttetem Umfeld, dann "war die Sache ja klar". Nichts war klar, es hatte kaum mit Erziehung, Wille oder Charakter zu tun, es war eher eine Lotterie. Eine ganz tragische Lotterie. Ich hatte schlicht irgendwo ein Quäntchen Glück - und war keineswegs besser als all diejenigen, die abstürzten.
  • iseewhatyoudidthere 12.01.2020 15:22
    Highlight Highlight Als jemand, der nach dem ganzen geboren wurde, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass sich solche Szenen mitten in unserer Stadt abgespielt haben. Ich freue mich auf den Film.
    • The Count 12.01.2020 17:47
      Highlight Highlight Diese Szenen spielen sich noch immer mitten in der Stadt ab, einfach nicht mehr so offensichtlich.
    • Citation Needed 12.01.2020 18:38
      Highlight Highlight Naja, the Count. Solche Szenen hingen stark mit der offenen ZH-Drogenszene zusammen, die damals europaweit die grösste war. Es gab Momente, da standen am Limmatplatz 10 breitgespritzte Junkies gleichzeitig rum, schwankend und völlig weggeknallt. Einmal sah ich einen, der frisch aus dem Spital ausgebüxt, noch im Spitalhemd (mit Infusionsständer) aus dem Tram stieg und Richtung Letten stolperte. DIESE Szenen sind klar vorbei. Auch gibt es viel weniger Abhängige. Die Droge hat ihre Anziehungskraft, die 'Gassenromantik,' verloren, heute sind andere Drogen 'in' und Alkohol hat mächtig zugelegt.
    • Malkollektivdurchatmen 12.01.2020 20:36
      Highlight Highlight Ja, da spielten sich aus heutiger Sicht sehr spezielle Szenen ab - auf der einen Seite die gestylten Ladies mit Ihren Boutique-Taschen, auf der anderen Seite die Drögeler, die nach einer intakten Vene suchten... war traurig😐
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  • Papa Swappa 12.01.2020 15:17
    Highlight Highlight R. I. P. Coco Huber, ich denke viel an Dich, hoffentlich hast Du es nun besser
  • Sharkdiver 12.01.2020 14:28
    Highlight Highlight Was viele nicht wissen, nach dem Platzspizschliessung war eine Weile in Basel auf den Kaserneareal die Hölle los. Einmal wurde einer neben mir erschossen. Zum Glück hat Basel nicht ewig zugelassen
  • DuhuerePanane 12.01.2020 14:26
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig: Drogenabhängige trafen sich dort um zu fixen (WTF?) und alle haben nun Mitleid? Die einzigen Opfer sind die Kinder dieser Junkies! Wenn im heutigen Zeitalter jemand aus dem System rausfällt, egal aus welchen Gründen, wird es diskriminiert und als Abschaum angesehen. Bei Junkies, die mit ihren Kindern an so einem Platz gingen, empfindet ihr aber Mitleid und weint sogar?! 🤨
    • Michele80 12.01.2020 16:16
      Highlight Highlight Wie alt bist du? Vielleicht lohnt es sich kurz ein bisschen nachzulesen, wenn dich das thema interessiert. der artikel spricht ja vor allem den Spielfilm an und ist keine historische Aufarbeitung. Gibt gute Artikel darüber, was damals lief.
      Und zu der Frage: ja ich hab Mitleid. Mitleid bedeutet Anteilnahme und ich bin froh verspüre ich das.
    • Mügäli 12.01.2020 16:33
      Highlight Highlight @DuhuerePanane: Sie sind sehr hart. Wissen Sie, die Meisten die Drogen nehmen, nehmen sie um zu vergessen und nicht weil sie ‚scharf‘ auf solch ein scheiss Leben sind. Dieses Leben hat nur noch 2 Ziele .. 1tes ist der Schuss, 2tes ist das Geld beschaffen für den nächsten Schuss .. ich glaube Sie haben keine Ahnung was für Schicksale hinter solchen Leben stecken sonst könnten Sie nicht so verurteilen.

      Sehr traurig wenn man so empathielos durchs Leben geht ..
    • DuhuerePanane 12.01.2020 17:15
      Highlight Highlight Wie heuchlerisch die Leute immer wieder sind!
      Bei Flüchtlingen, die nach Europa kommen, weil sie eine bessere Zukunft haben wollen, muss man immer wieder rassistische Kommentare hier drin lesen. Bei Junkies habt ihr komischerweise Mitleid, obwohl sie das sich so ausgesucht haben. Oder wurden sie gezwungen, Heroin zu konsumieren?

      Seid ihr z.B. gegenüber Dicken auch so empathisch? Wieso wird es akzeptiert wenn Leute mit Drogen ihren Trost finden, aber bei Dicken Leuten ist es dann nicht ok (wo ist der Unterschied) und sie werden als undiszipliniert und fette Sauen beschimpft?
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  • Robert Buras 12.01.2020 13:54
    Highlight Highlight Werde mir den Film nicht antun, oder dann nur im TV! Habe damals fast 1/3 der Gruppe Verloren, 1/3 hat es Überlebt und 1/3 hat die Gruppe, so wie ich Verlassen um nicht auch Runtergezogen zu werden.
    2 die damals Überlebt haben sind wieder meine Besten Freunde. Aber die Sucht hat denen ihr Leben bis Heute Geschädigt. Beide sind jetzt Clean und super Stolz darauf. Leider bietet die Gesellschaft kaum Möglichkeiten aus der Sozialhilfe zu kommen. Bei vielen Programmen ist man den ganzen Tag mit Junkys zusammen die nur davon Reden wie der letzte Schuss so mega Geil war! Das hilf den Cleanen nicht!
  • Randalf 12.01.2020 13:05
    Highlight Highlight
    War eine sehr üble Zeit. Man versuchte seinen Freunden zu helfen und wurde von ihnen belogen und bestohlen.
    Und trotzdem konnte man ihnen nicht böse sein, weil man ja wusste was dieses Gift bewirkte.
    Ich weiss noch nicht, ob ich mir den Film anschauen werde. Viele mir bekannten, guten und sensiblen Menschen sind daran zugrunde gegangen.
    • Kateforever 14.01.2020 08:58
      Highlight Highlight Mit 19 fuhr ich täglich mit dem Tram am Platzspitz vorbei oder wartete auf mein Tram. Unzählige gleichaltrige Menschen sassen teils neben mir, mit Nadelstichen übersäten Armen und leeren Blicken. Abgemagert. Einmal sass eine junge Frau neben mir, eingenickt die Spritze noch in der Vene. Ich schubste sie an, denn ich dachte sie wäre gestorben. Ihren traurigen Blick werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Ich sah das Elend täglich und später arbeitet meine Freundin mit schwangeren Drogenabhängigen. Was man jenen Kindern angetan hat, ist ein Verbrechen und alle sahen zu.
  • BratmirnenStorch 12.01.2020 12:38
    Highlight Highlight Eine sehr starke Story. Das Buch ist sehr lesenswert.
  • Mélisande 12.01.2020 12:35
    Highlight Highlight Ich höre mir das Lied an und weine nur noch...
  • Hummingbird 12.01.2020 12:30
    Highlight Highlight Endlich thematisiert jemand, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Mein Freund ist Wohnbegleiter von Suchtis. Die Geschichten, die er aus seinem Arbeitsalltag erzählt, können sehr aufwühlen. Viele lebeb ohne soziales Netzwerk in sonst völliger Isolation. Wenn einer stirbt, bemerkt es erst jemand, wenn die Körperflüssigkeit durch die Decke zum Nachbarn untendran oder der Verwesungsgeruch aus der Wohnungstür dringt. Aber Hauptsache, diese Menschen werden wie Aussetzige von der Gesellschaft ferngehalten, so dass man nichts mit ihnen zu tun haben muss.
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 12.01.2020 12:47
      Highlight Highlight Bitte nicht masslos übertreiben, es gibt immer wieder Leute die sich einfach nicht helfen lassen wollen, dass dann solche wie von ihnen beschriebene Situationen entstehen ist nicht weiter verwunderlich.
    • weachauimmo 12.01.2020 13:10
      Highlight Highlight Zumindest in Luzern sind sie mittendrin, da wo Einheimische und Touristen gleichermaßen sich ein Bild von der “reichen und privilegierten Schweiz” machen können - also alles andere als “von der Gesellschaft ferngehalten”.
    • The Count 12.01.2020 18:54
      Highlight Highlight So ist es. Auch sind sie in Luzern gut integriert und teilweise sogar Stadtoriginale mit hohem Ansehen. Wer sich natürlich wie ein Vollpfosten verhält wird von der Gesellschaft ausgeschlossen, egal ob er/sie Millionär ist oder ein obdachloser Junkie.
  • kupus@kombajn 12.01.2020 12:26
    Highlight Highlight Werde ich mir geben und ich weiss bereits, dass es mich zutiefst erschüttern wird.

    Als ich irgendwann 1993 oder 1994 den Bruder meiner damaligen Freundin am Letten suchte, glaubte ich, in der Dämmerung ein Kind zwischen den „Geistern“ erkennen zu können. Das verzerrte Bild und der Selbstvorwurf, nichts getan zu haben, liess mich nie mehr los.
    • redeye70 12.01.2020 21:48
      Highlight Highlight Ich kannte persönlich Menschen die in dieses Drogenelend gerieten. Die meisten leben nicht mehr. Einmal traf ich zufällig auf einen davon. Wir liefen uns im Shopville über den Weg. Er war in Begleitung eines Typen der mir seltsam vorkam. Erst als wir uns verabschiedeten fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Der Typ war sein Freier und sie waren auf dem Weg Richtung Landesmuseum. Diese Szene hat sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt.
    • dommen 13.01.2020 13:47
      Highlight Highlight Wenn das so ist hier ein weiterer Filmtip meinerseits: "Die beste aller Welten". Auch mit realem Hintergrund, ist aber eine österreichische Produktion.
    • Don Huber 13.01.2020 14:57
      Highlight Highlight Hoffe du kannst loslassen, sonst machst du dich noch kaputt. Ist zwar hart, aber lass los wenn du es nicht bereits schon getan hast.
  • pamayer 12.01.2020 12:12
    Highlight Highlight Tönt höchst vielversprechend.
  • Wendy Testaburger 12.01.2020 12:00
    Highlight Highlight Ich bin sehr gespannt auf den Film.
    Mit dem Titel habe ich leider Mühe, klingt für mich eher als hätte jemand den Platzspitz empfohlen... "Platzspitz, Baby, oh yeah😎!"...
    • BratmirnenStorch 12.01.2020 12:40
      Highlight Highlight Der Titel ist nicht falsch zu verstehen. Eine drogensüchtige Mutter sitzt mit ihrem Baby (gemeint ist ein Kleinkind) am Platzspitz und wartet auf die nächste Spritze.
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 12.01.2020 12:49
      Highlight Highlight Ihre Fantasie spielt wohl öfters Streiche mit ihnen.
    • Wendy Testaburger 12.01.2020 12:58
      Highlight Highlight Das ist mir klar. Trotzdem finde ich den Titel ungünstig gewählt. "Ein" oder "Das" Platzspitzbaby fände ich treffender.
      Aber ich weiss, das ist Haarspalterei. Hauptsache das Thema wird aufgegriffen.
  • stadtzuercher 12.01.2020 11:54
    Highlight Highlight Habe mal vor Jahren ein gleichlautendes Buch gelesen.
    Ist das dieselbe Geschichte, wo bei der Trennung der Eltern die drogensüchtige Mutter das alleinige Sorgerecht erhält, und nicht der Büezer-Vater?
    • Me:ish 12.01.2020 14:02
      Highlight Highlight Wenn du glaubst lesen zu können, lies doch den Beitrag nochmals. Bis zum Ende.
    • who cares? 12.01.2020 15:47
      Highlight Highlight Denkst du, das war die Hauptaussage vom Buch? Was wenn der "Büezer" keine Verantwortung übernehmen wollte und es ihm gerade recht war, sich nicht mit dem Kind beschäftigen zu müssen?
    • The Count 12.01.2020 18:56
      Highlight Highlight Who cares darf bei diesem Thema natürlich nicht fehlen. Geht zu einem Psychiater oder lass dir sonstwie helfen 🍀
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scrj1945 12.01.2020 11:54
    Highlight Highlight Ich bin neben einem drogenheim der platzspitz junkies in die berufsschule gegangen. Es war aufwühlend zu sehen, was drogen aus menschen machen können
  • cille-chille 12.01.2020 11:51
    Highlight Highlight Mit den Vier Säulen der Drogenpolitik, den Kontakt-und Anlaufstellen (Fixerstübli), dem Heroin- und Methadonabgabeprogram und weiteren, schaffte die Basler Drogenpolitik die Menschenunwürdigen Verhältnisse auf zu fangen. Es war Weltweit ein führender Ansatz, welcher Gesundheit brachte, Beschaffungskriminalität eindämmte Überlebenshilfe, wie auch einen Hauch Menschenwürde mit sich brachte.

    Sicherlich bezüglich Hanf, aber auch bei weiteren Substanzenm könnte die Schweiz wieder mal einen weiteren Schritt ertragen...... und er käme gut!
    • Robert Buras 12.01.2020 14:02
      Highlight Highlight @Cille-Chille
      Ja, das war ein ganz grosser Schritt, die, die ich Kenne haben alle nur deswegen Überlebt! So gab es endlich eine Ausstiegs Möglichkeit! Und Jahre nach dem Ausstieg sind sie wieder Glückliche Freunde und Mitbürger die sich für die Zeit der Sucht schämen und immer wieder sich Entschuldigen für ihr schäbiges Verhalten, fürs Lügen und Betrügen! Aber eben, es waren nicht meine Freunde sondern Ferngesteuerte Roboter der Sucht!
      Und alle Parteien die damals diesen Wandel Durchsetzten, sollten wir hochhalten und Ehren. Den sie haben sehr viele Leute Gerettet!
  • dä dingsbums 12.01.2020 11:42
    Highlight Highlight "Frühling 1995: Hundertschaften mit Polizisten verjagen die Junkies"

    Das habe ich anders in Erinnerung.

    Die Drogensüchtigen hatten sich schon vor der Räumung bereits davon gemacht.

    Am Tag der Rämung waren nur Polizisten und ziemlich enttäuschte Medienvertreter vor Ort, die den hinterlassenen Müll filmten.
    • ChSt 12.01.2020 15:32
      Highlight Highlight Kann ich als ehemaliger Süchtiger (seit 16 Jahren clean) nur bestätigen.
      Wir wussten, wann sie kommen, um zu räumen.
    • dä dingsbums 12.01.2020 19:46
      Highlight Highlight @ChSt: Schön hast Du es geschafft rauszukommen und bist schon so lange clean. War sicher kein Spaziergang.
  • qolume 12.01.2020 11:26
    Highlight Highlight Gehe den Film heute in Baden an der Vorpremiere schauen. Kloss steckt schon jetzt im Hals. Um 14:30 gets los.
    • qolume 12.01.2020 17:42
      Highlight Highlight Puhhh, das war schwere Kost! Aber geht ihn schauen, es lohnt sich!
    • ChSt 12.01.2020 18:25
      Highlight Highlight Ich wünsche mir die Kraft, diesen Film zu schauen.
    • qolume 12.01.2020 19:05
      Highlight Highlight @ChSt: Ich komme dich gerne begleiten, falls du alleine nicht die Kraft hast. Vielleicht kann die Watson-Redaktion den Kontakt vermitteln?
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Paris Hilton hat ein Kochvideo gedreht und es ist der BRÜLLER

Und mit «Brüller» meinen wir, dass es zum Heulen ist. Heulen vor Wut. Und vor Lachen. Aber hauptsächlich vor Wut.

Paris Hilton: 'Memba her? Der Ur-Reality-Star, die Blaupause für alle, die Celebrity-Status wollen, ohne wirklich etwas dafür leisten zu müssen. Talent? Nö. Etwas Erreichtes? Fehlanzeige. Dafür ein bekannter Familienname und ein extrovertiertes Naturell. Und los ging's mit der Karriere: eine Reality-Show, eine weitere Reality-Show, Model-Aufträge, ein Versuch als Popsängerin, DJ-Engagements – okay, Faulheit konnte man ihr nicht vorwerfen.

Und wie es scheint, ist die Olle weiterhin wacker dabei. …

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