Die Polizei hat vor der Zürich Pride am vergangenen Wochenende zwei Jugendliche verhaftet – «aufgrund ernstzunehmender Drohungen gegen die Veranstaltung», wie ein Sprecher der Kantonspolizei gegenüber den Tamedia-Zeitungen verlauten liess. Bei den Verhafteten handelt es sich um einen 14- respektive einen 17-jährigen Schweizer, die beide in der Stadt Zürich wohnhaft sind.
Die beiden sollen einen islamistischen Hintergrund haben, berichtet die NZZ am Samstag, die sich auf «mehrere voneinander unabhängige Quellen» beruft. Der 17-Jährige soll schon zuvor den Behörden bekannt gewesen sein und als «problematische Figur» gegolten haben. Dies, weil er sich zunehmend radikalisiert habe und IS-Propaganda weiterverbreitete. Auch solle er in Kontakt mit anderen Islamisten gewesen sein, darunter mit dem 14-jährigen Verhafteten.
Die beiden Teenager sollen Pläne für einen Anschlag geschmiedet haben, schreibt die NZZ weiter. So solle sich der 17-jährige Schweizer, der muslimische Wurzeln habe, in einschlägigen Kanälen danach erkundigt haben, wie ein Anschlag mit einem Lastwagen durchgeführt werden könne – das Vorhaben erinnert an Anschläge von IS-Terroristen in Nizza und Berlin.
Dabei soll der Teenager auch direkte Verweise auf die Pride und den Helvetiaplatz gemacht haben, dem Veranstaltungsort nach dem Umzug der LGBTQ-Bewegung. Dies will die NZZ von «gut informierten Quellen» erfahren haben.
Die Ermittler seien vor allem durch Posts in den sozialen Medien auf die Jugendlichen aufmerksam geworden. Wie die Zürcher Oberjugendanwaltschaft gegenüber der NZZ erklärt, befinden sich die beiden weiterhin im Gewahrsam. Die Ermittlungen laufen. (lyn)
Vielen Dank an all diejenigen, die solche Untaten mit ihrer seriösen Arbeit verhindern und uns in der freien Auslebung unserer Vielfalt und unserer Rechte schützen!
Schade dass das heute nötig ist.