Schweiz
LGBTQIA+

Zwei Teenager sollen Anschlag auf Zürich Pride 2024 geplant haben

Zwei Teenager wollten wohl an der Zürich Pride mit einem Lastwagen in den Umzug rasen

22.06.2024, 16:0022.06.2024, 16:25
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People take part in the Zurich Pride parade in Zurich, Switzerland, on Saturday, June 15, 2024. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Zehntausende Personen nahmen vergangenes Wochenende an der Zürich Pride teil. Bild: KEYSTONE

Die Polizei hat vor der Zürich Pride am vergangenen Wochenende zwei Jugendliche verhaftet – «aufgrund ernstzunehmender Drohungen gegen die Veranstaltung», wie ein Sprecher der Kantonspolizei gegenüber den Tamedia-Zeitungen verlauten liess. Bei den Verhafteten handelt es sich um einen 14- respektive einen 17-jährigen Schweizer, die beide in der Stadt Zürich wohnhaft sind.

Die beiden sollen einen islamistischen Hintergrund haben, berichtet die NZZ am Samstag, die sich auf «mehrere voneinander unabhängige Quellen» beruft. Der 17-Jährige soll schon zuvor den Behörden bekannt gewesen sein und als «problematische Figur» gegolten haben. Dies, weil er sich zunehmend radikalisiert habe und IS-Propaganda weiterverbreitete. Auch solle er in Kontakt mit anderen Islamisten gewesen sein, darunter mit dem 14-jährigen Verhafteten.

Lastwagen als Waffe der Wahl

Die beiden Teenager sollen Pläne für einen Anschlag geschmiedet haben, schreibt die NZZ weiter. So solle sich der 17-jährige Schweizer, der muslimische Wurzeln habe, in einschlägigen Kanälen danach erkundigt haben, wie ein Anschlag mit einem Lastwagen durchgeführt werden könne – das Vorhaben erinnert an Anschläge von IS-Terroristen in Nizza und Berlin.

Dabei soll der Teenager auch direkte Verweise auf die Pride und den Helvetiaplatz gemacht haben, dem Veranstaltungsort nach dem Umzug der LGBTQ-Bewegung. Dies will die NZZ von «gut informierten Quellen» erfahren haben.

Die Ermittler seien vor allem durch Posts in den sozialen Medien auf die Jugendlichen aufmerksam geworden. Wie die Zürcher Oberjugendanwaltschaft gegenüber der NZZ erklärt, befinden sich die beiden weiterhin im Gewahrsam. Die Ermittlungen laufen. (lyn)

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214 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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John Smith
22.06.2024 16:21registriert März 2014
Da sie kein Verbrechen begangen haben werden sie bald wieder auf freien Fuss kommen und für nächstes Jahr haben sie nun dazu gelernt wie man bei so einem Vorhaben erwischt werden kann. Später heisst es dann, die Täter waren den Behörden bekannt...
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001920.c66e74df@apple
22.06.2024 16:56registriert Juni 2024
Es heisst immer: There‘s no glory in prevention…
Vielen Dank an all diejenigen, die solche Untaten mit ihrer seriösen Arbeit verhindern und uns in der freien Auslebung unserer Vielfalt und unserer Rechte schützen!
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Cmdr_Zod
22.06.2024 18:09registriert Januar 2021
Ich hatte mich noch gewundert wieso man die Zufahrt zum Festgeländer mit mobilen Fahrzeugsperren gesichert hatte, jetzt ist auch klar wieso.
Schade dass das heute nötig ist.
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