Schweiz
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Liveticker

Slowenien setzt Schweiz auf Quarantäne-Liste ++ Japan meldet Höchstwert an Neuinfektionen



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Team watson
6:09
Trumps «friedlicher Protest»
US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für «politische Aktivitäten», sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey. Seine offizielle Pressekonferenz als US-Präsident sei auch ein «friedlicher Protest», behauptete Trump unter dem Jubel der Gäste weiter.

Mitglieder des Golfclubs waren eingeladen worden, der Pressekonferenz des US-Präsidenten beizuwohnen. Die Gäste wüssten, dass die Medien nur Falschinformationen («fake news») verbreiteten, ihre Anwesenheit stelle daher einen politischen Protest dar, sagte Trump weiter - unter grossem Jubel. Nach Berichten anwesender Journalisten und auf Fotos trugen die meisten Gäste keine Maske.

Die bei Trumps Pressekonferenzen anwesenden Journalisten werden routinemässig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Bei den Gästen des Golfclubs wurde nach Angaben mitreisender Journalisten vor der Pressekonferenz gemessen, ob sie Fieber haben.

Der Republikaner Trump wurde lange dafür kritisiert, dass er trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten keine Maske über Mund und Nase trug. Das Tragen von Masken wurde dadurch in den USA auch ein Politikum. Inzwischen ist Trump aber einige Male auch mit Maske aufgetreten. Trump ist für das Wochenende in den exklusiven Golfclub gereist. (sda/dpa)
01:27
Italien verlängert Corona-Massnahmen bis 7. September
Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Massnahmen bis zum 7. September verlängert.
Virus Outbreak Italy
Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden.

Auch grössere Menschenansammlungen bleiben verboten. Regierungschef Conte sprach von ausgewogenen Massnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden. Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Massnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Die Regierung stimmte für weitere vorsichtige Lockerungen etwa im Tourismus, wo Kreuzfahrtschiffe ab dem 15. September wieder auslaufen dürfen. An Bord müssen strenge Hygiene-Regeln eingehalten werden. Von 1. September an dürfen Messen wieder öffnen - Aufbau und Organisation der Ausstellungen kann sogar ab sofort beginnen. Für den Tourismus und die Kultur wurden weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus brachte die Ministerrunde weitere Finanzhilfen vor allem für die Wirtschaft und die Familien auf den Weg. Damit wuchs das Hilfspaket, das die Regierung seit Beginn der Krise im März bereitstellte, auf 100 Milliarden Euro an.

Steueraufschübe für Selbstständige sowie ein Aktionsplan für den strukturschwachen Süden des Landes gehören zu den weiteren Massnahmen. «Wir werden Italien nicht teilen, sondern bieten den benachteiligten Gegenden ebenso eine Hilfe zum Neustart an wie dem ganzen Land zusammen», sagte Conte.

Der Ministerpräsident appellierte an die Italiener, sich weiter an den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beteiligen. «Wir dürfen nicht zurückfallen und unsere Bemühungen zunichte machen», sagte er. «Ich verstehe die Jungen, die gerne in das Nachtleben zurückkehren würden, aber man muss sich verantwortungsvoll verhalten. Die Gesundheit eurer Liebsten steht auf dem Spiel.»
22:21
Verhandlungen um nächstes Konjunkturpaket in den USA vorerst gescheitert
USA CONTINUING COVID NEGOTIATIONS
Die zähen Verhandlungen um ein weiteres riesiges Corona-Konjunkturpaket in den USA sind vorerst gescheitert. Das erklärten die Verhandlungsführer der Demokraten, der Republikaner und der Regierung am Freitagnachmittag (Ortszeit) im Kongress. Zunächst wurde keine weitere Gesprächsrunde anberaumt - nur Stunden bevor sich der Senat planmässig für einen Monat in die Sommerpause verabschieden wollte.

Die Demokraten legten am Freitag einen Kompromissvorschlag in Höhe von rund zwei Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) vor, die Republikaner wollten aber offenbar nicht über das von ihnen vorgeschlagene Paket von rund einer Billion Dollar hinausgehen.

«Wir sind weit auseinander», sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Ihr Parteikollege Chuck Schumer, der Minderheitenführer im Senat, sprach von «enttäuschenden» Gesprächen. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, Präsident Donald Trump wolle eine Einigung. «Aber leider haben wir heute keine Fortschritte gemacht», sagte er. Neue Gespräche seien nur sinnvoll, wenn die Demokraten neue Vorschläge vorlegten. (sda/dpa)
21:52
New Yorker Gouverneur gibt grünes Licht für Unterricht ab Herbst
Virus Outbreak New York Schools
Wegen der stark gesunkenen Corona-Fallzahlen dürfen Schulen im US-Bundesstaat New York nach den Ferien wieder öffnen. Persönlicher Unterricht sei ab Herbst erlaubt, so lange Sicherheitsvorschriften eingehalten werden und der Anteil positiver Testergebnisse an allen Corona-Tests eines Tages nicht über fünf Prozent liegt, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag.

Nun müssen die lokalen Behörden in dem Staat mit rund 19,5 Millionen Einwohnern entscheiden, ob der Unterricht tatsächlich wieder aufgenommen wird.

Der Bürgermeister der Millionenmetropole New York, Bill de Blasio, kündigte eine Schulöffnung an, solange die Grenze positiver Tests dort bei unter drei Prozent liege. New York City ist damit einer der wenigen Grossräume in den USA, in denen ein regulärer Unterricht geplant ist, viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiter virtuell zu lehren. (sda/dpa)
21:36
Norwegen verschiebt Entscheidung über Veranstaltungen in Corona-Krise
Norwegen drückt bei der Lockerung von Corona-Massnahmen auf die Bremse. Eine Entscheidung darüber, ob sich ab dem 1. September bei öffentlichen Veranstaltungen nun 500 statt bisher 200 Menschen versammeln dürften, werde zunächst verschoben, teilte die Regierung am Freitag mit.
NORWAY PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Zudem werde der Alkoholausschank in Bars und Restaurants landesweit vorübergehend eingeschränkt. Nach der Regelung, die ab Samstag gelte, müssten sie den Alkoholverkauf ab Mitternacht einstellen.

«Niedrige Infektionszahlen haben uns möglicherweise vergessen lassen, wie ernst es ist», sagte der norwegische Gesundheitsminister Bent Høie und verwies auf lokale Corona-Ausbrüche in mehreren norwegischen Städten, darunter Oslo, sowie auf einem Passagierschiff der Hurtigruten-Reederei. Bisher registrierte Norwegen rund 9400 Corona-Fälle. 256 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. (sda/dpa)
19:26
Slowenien setzt Schweiz auf Quarantäne-Liste: 14 Tage Isolation
(FILE) ITALY SLOVENIA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Die Schweiz ist nun auch auf der Coronavirus-Quarantäne-Liste von Slowenien – auf der gelben Liste. Das bedeutet: 14 Tage Isolation für alle aus der Schweiz dorthin einreisenden Personen.

Slowenien treffe diese Entscheidung aufgrund von Expertenanalysen, teilte die slowenische Botschaft in der Schweiz am Freitag per Twitter mit.

Erst am Donnerstag hatte Norwegen von nicht dringenden Reisen in die Schweiz abgeraten. Von dort nach Norwegen Einreisende müssen zehn Tage in Quarantäne. (sda)
19:02
Trotz Schweizer Gästeboom fehlen am Titlis 70 Prozent der Touristen
Im Feriengebiet Engelberg-Titlis kann der Boom bei den Schweizer Gästen den dramatischen Rückgang bei den ausländischen Gästen nicht ersetzen. Es fehlten rund 70 Prozent der Gäste, erklärte Norbert Patt, CEO der Titlis Bahnen, in einem Video-Interview mit Keystone-SDA.
SCHWEIZ TITLIS TOURISMUS
Seit dem 6. Juni können die Bergbahnen wieder fahren. Für die Titlis-Bahnen war der Juni dennoch eine schwierige Zeit. Während des Lockdowns sei ein Tag schöner als der andere gewesen, dann sei das schlechte Wetter gekommen, sagte Patt.

April und Mai, die in den Lockdown fielen, sind für die Bahnen und Restaurants im Gebiet Engelberg-Titlis normalerweise Hauptsaison.
2019 belief sich der Umsatz im April auf 7 Millionen Franken. 2020 habe er aus 400 Franken Parkplatzeinnahmen bestanden, sagte Patt. Auch im Juni sei der Umsatz tief geblieben. Den Umsatz im Juli bezifferte er auf 1,5 Millionen Franken. (sda)
18:19
Litauens Präsident geht vorsorglich in Selbstisolation
Belgium Europe Summit
Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat sich vorsorglich in Selbstisolation begeben, nachdem ein Mitarbeiter der Präsidialkanzlei möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte. Das Staatsoberhaupt des baltischen EU-Landes und der Mitarbeiterstab würden vorerst in Quarantäne bleiben, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien, sagte Nausedas Sprecher am Freitag in Vilnius der Nachrichtenagentur BNS.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 2194 bestätigte Infektionen und 81 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. (sda/dpa)
18:18
Reisebeschränkung für unverheiratete Paare in Deutschland wird aufgehoben
Paare ohne Trauschein, die in verschiedenen Ländern leben, können sich trotz strenger Corona-Regeln bald wieder sehen. Deutschland hebt die umstrittenen Reisebeschränkungen für die Betroffenen zur kommenden Woche auf.

Wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte, können unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten von Montag an wieder nach Deutschland einreisen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil binationale Paare bereits wochenlang eine Lösung angemahnt hatten.
Virus Outbreak-No-Mask Weddings
Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft.

Zur Eindämmung des Coronavirus hatten Deutschland und die anderen EU-Staaten ein weitreichendes Einreiseverbot für Bürgerinnen und Bürger der allermeisten Nicht-EU-Länder verhängt. Kurzfristige Besuche bei Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern oder nahen Angehörigen sind zwar unter bestimmten Bedingungen auch aus diesen Ländern erlaubt. Unverheiratete konnten ihren Partner in Deutschland hingegen nicht besuchen - zumindest bisher. (sda/dpa)
17:51
Japan verzeichnet Höchstwert an neuen Coronainfektionen
JAPAN NAGASAKI BOMBING ANNIVERSARY
Japan hat erneut so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Am Freitag registrierten die Behörden 1597 Neuansteckungen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News unter Berufung auf die Präfekturen des Landes meldete.

Der bisherige Rekordwert wurde demnach am 31. Juli erfasst und lag bei 1578 Neuinfektionen. In Japan haben sich Kyodo News zufolge bislang 46 540 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 1056 Menschen starben demnach in Verbindung mit dem Virus. Japan hat rund 127 Millionen Einwohner.

Die Präfekturen Osaka und Okinawa verzeichneten am Freitag mit 255 und 100 Fällen ihre jeweils höchsten Tageszahlen. Die Zahl der registrierten Neuinfizierten in Tokio war nach der Aufhebung des landesweiten Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen. Am Freitag waren es 462, der höchste Anstieg binnen sechs Tagen. Japan hatte aufgrund der geringen Zahlen gemeldeter Neuinfektionen den Notstand aufgehoben. (sda/dpa)
15:09
Erste Kantone lassen sich von Zürich Passagierdaten liefern
Die Kantone Bern und Aargau lassen sich von der Zürcher Kantonspolizei Passagierdaten von Personen liefern, die aus Covid-Risikoländern am Flughafen Zürich eingereist sind. Der Kanton Zürich erhebt diese Daten seit Mittwoch, um die Einhaltung der Quarantänepflicht überprüfen zu können.

Werner Schaub, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht vom Freitag auf der Internetseite des «Tages-Anzeigers». Der Kanton Thurgau habe ebenfalls Interesse bekundet, die Daten zu erhalten.

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) hat am Mittwoch darüber informiert, dass der Kanton Zürich von den Fluggesellschaften die Kontaktdaten von Rückkehrern erhält. Der Kanton Zürich sei bereit, die Erfassung der Passagiere auch für andere Kantone zu übernehmen, sagte Fehr. (sda)
14:41
US-Arbeitsmarkt macht im Juli weiter Boden gut
Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juli etwas stärker erholt als gedacht. Es wurden 1,763 Millionen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 1,6 Millionen gerechnet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel auf 10,2 Prozent. Hier war nur ein Rückgang auf 10,5 Prozent erwartet worden nach 11,1 Prozent im Juni.

Damit macht der Arbeitsmarkt wieder Boden gut nach den Entlassungswellen, die in der Corona-Krise im Frühjahr Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen liessen. (awp/sda/reu)
12:28
Polen verzeichnet Höchstwert bei neuen Corona-Infektionen
Polen hat erneut so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Freitag verzeichneten die Behörden 809 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte.

Der bisherige Rekordwert wurde am Donnerstag erfasst, er lag bei 726 Neuinfektionen. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 50 324 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1787 Menschen starben demnach mit dem Virus. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski kündigte verstärkte Kontrollen in Urlaubsorten an, um die Schutzmassnahmen besser durchzusetzen. Auch Urlauber seien nicht von der Maskenpflicht in Geschäften befreit und müssten die Abstandsregeln in Restaurants und Kneipen beachten. (sda/dpa)

12:24
161 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 161 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. An den beiden Vortagen waren es je 181, am Dienstag 130 neue Covid-19-Infizierte gewesen.
12:11
EPFL forscht an Sensor für Früherkennung von Coronaviren
SCHWEIZ HOCHSCHULE EPFL ROLEX LEARNING CENTER
Forscher der ETH Lausanne arbeiten an der Entwicklung eines kleinen, tragbaren Geräts zur Früherkennung von Coronaviren auf Flughäfen, Bahnhöfen und ähnlichen Orten. Ein hochempfindlicher Biosensor soll es ermöglichen, auf den Einsatz von teuren Labortests zu verzichten.

Ein solches Gerät würde auch den Bedarf an hochentwickelten Analysegeräten und Fachpersonal verringern, teilte die ETH Lausanne am Freitag mit. Das interdisziplinäre Projekt wird von der EPFL-Professorin Sandrine Gerber geleitet. Ebenfalls beteiligt sind Igor Stefanini von der Fachhochschule der italienischen Schweiz und Francesco Bertoni von der Universität der italienischen Schweiz. Das Projekt wird mit rund einer Million Franken vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt.

Ein zweites EPFL-Projekt, das vom SNF einen Betrag in gleicher Höhe erhält, forscht an der serologischen Profilerstellung. Sebastian Maerkls Labor für die Charakterisierung biologischer Netzwerke wird ein gross angelegtes serologisches Profil von Covid-19 unter Verwendung von mikrofluidischen immunologischen Nano-Assays mit hohem Durchsatz erstellen. Die Forschung wird in Zusammenarbeit mit dem Team von Professor Isabella Eckerle vom Universitätsspital Genf (HUG) durchgeführt.

Diese beiden Forschungsprojekte sind Teil von 28 Projekten, die vom SNF mit insgesamt 18,6 Millionen Franken unterstützt werden. Das SNF-Programm zu Covid-19 wurde Ende April gestartet und ist auf zwei Jahre angelegt. (sda)
11:17
Bill Gates über die Nebenwirkungen des Moderna Impfstoffes
Bill Gates, Microsoft-Gründer, spricht in einem Interview über die Nebenwirkungen des Moderna Impfstoffes. Der Bund hat vor Kurzem einen Vertrag mit der US-Biotech Firma für 4.5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

Ab Minute 15:30 des Youtube-Videos spricht Gates die Nebenwirkungen an. Mindestens 80 Prozent der Probanden klagten nach der zweiten Impfdosis über Nebenwirkungen wie Schüttelfrost und Fieber. Die Interviewerin fragt Gates, ob diese Impfungen sicher sind. «Die FDA (Food and Drug Administration) wird das genau überprüfen. (...) Die Nebenwirkungen waren nicht besonders schwerwiegend. Es traten keine permanenten Gesundheitsprobleme auf (...). Es war oft einfach super-schmerzhaft. Wir müssen sichergehen, dass es keine schwerwiegenden Nebenwirkungen geben wird. Aber die FDA wird da schon einen guten Job machen», sagt Gates. «Die Mehrheit musste eine hohe Dosis des Impfstoffes nehmen, damit sich Antikörper bildeten. Es gibt andere Impfstoffe, die weniger hoch konzentriert sein müssen. (...) Es ist gut, dass wir verschiedene Optionen haben.»
11:02
Indien hat als drittes Land mehr als 2 Millionen Corona-Fälle
Indien hat als drittes Land der Erde mehr als zwei Millionen registrierte Corona-Infektionen. Wie Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore zeigen, stieg die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in nur knapp drei Wochen von einer auf zwei Millionen Fälle.

In Indien nehmen die bekannten Neuinfektionen damit schneller zu als in anderen Ländern der Erde - auch als in Brasilien oder den USA, die beide bislang deutlich mehr Infektionen insgesamt verzeichnen.

Trotzdem lockert das Land seine Schutzmassnahmen zusehends. Wegen des anfangs sehr strikten Lockdowns verloren Millionen Tagelöhner ihre Arbeit und drohten zu verhungern. Mit mehr als 41 000 Toten durch die Krankheit Covid-19 ist die offizielle Sterberate in Indien aber deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern.

Zwar gehen Experten davon aus, dass die Zahlen zu niedrig sind. Allerdings ist in Indien der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung sehr hoch. Bei jungen Menschen geht die Infektion oft ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden einher. (sda/dpa)

Virus Outbreak India
10:56
Trotz Corona-Symptomen draussen: Singapurer muss zwei Wochen in Haft
In Singapur ist ein Mann zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er trotz angeordneter Quarantäne wegen Covid-19-Symptomen seine Wohnung verlassen hatte.

Der 47-Jährige hatte Ende April eine Klinik aufgesucht und über Husten und Schmerzen geklagt. Dort habe er neben einem ärztlichen Attest auch eine so genannte «Stay-Home Notice» (SHN) erhalten, berichtete die Zeitung «Straits Times» am Freitag unter Berufung auf das Gericht. Darin sei er aufgefordert worden, drei Tage lang unter keinen Umständen sein Haus zu verlassen - lediglich Arztbesuche wären gestattet gewesen.

Der Singapurer habe seine Wohnung hingegen vier Mal verlassen, um verschiedene Besorgungen zu erledigen. Damit habe er andere Menschen in dem südostasiatischen Stadtstaat einem Infektionsrisiko ausgesetzt, so der zuständige Richter. Der Angeklagte war anhand der aufgezeichneten Zugangsdaten zu seinem Wohnhaus überführt worden und hatte sich daraufhin schuldig bekannt.

Dabei hatte er noch Glück, denn gemäss der Gesetze in Singapur drohte eine wesentlich höhere Strafe: Für jedes seiner Vergehen habe der Mann bis zu sechs Monaten Haft und 10 000 Dollar (8400 Euro) Strafe riskiert, hiess es. (sda/dpa)
10:48
Contact-Tracing: Bund lässt deutsche Software für 700'000 Franken «helvetisieren»
Der Bund hat gemeinsam mit den Kantonen ein neues IT-System für das Contact-Tracing aufgebaut. Dafür lässt er eine deutsche Software «helvetisieren». Kein Schweizer Anbieter konnte die Anforderungen der Kantone erfüllen.

Bisher wurde beim Contact-Tracing des Coronavirus mit dem herkömmlichen Excel oder kleineren Tools gearbeitet. Demnächst soll aber ein neues IT-System die Rückverfolgbarkeit des Virus unterstützen, wie Sang-Il Kim, Leiter der Abteilung Digitale Transformation im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch vor den Medien in Bern ankündigte. «Sormas», wie das Tool heisst, habe eine viel bessere Skalierbarkeit und einen besseren Datenschutz. Zudem sei mit dem Tool auch die automatische Auswertbarkeit möglich, so Kim weiter.

Gemäss Simap, der öffentlich zugänglichen Beschaffungsplattform des Bundes, hat das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) im deutschen Braunschweig den Zuschlag für die Software erhalten. Der Bund lässt das System für rund 700'000 Franken «helvetisieren», also den schweizerischen Gegebenheiten anpassen. Der Rechtsanwalt und Datenschutzexperte Martin Steiger hatte den Zuschlag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter publik gemacht.



Wie auf Simap weiter zu entnehmen ist, ist «Sormas» seit 2020 speziell auf Covid-19 angepasst und in Deutschland und anderen Ländern im Einsatz. Die Software hat als Einzige die Anforderungen der Mehrheit der Kantone abgedeckt. (chmedia)
10:15
Corona führt zu abgespeckter Fleischproduktion in Deutschland
Die mit den massenhaften Corona-Fällen in Nordrhein-Westfalen in die Schlagzeilen geratene Fleischerzeugung in Deutschland ist im ersten Halbjahr gesunken. Sie verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag weiter mitteilte.

Die aus gewerblichen Schlachtungen stammende Schweinefleischmenge war sogar um 1,0 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Statistiker weisen dabei auf «bemerkenswerte regionale Unterschiede» im Frühjahr hin: So stieg die Produktion in Niedersachsen beispielsweise im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent. In Nordrhein-Westfalen sank sie hingegen um fast 10 Prozent.

«Diese Entwicklungen sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass einzelne Schlachtbetriebe infolge der Coronapandemie zeitweise geschlossen waren oder mit eingeschränkter Kapazität arbeiteten», so die Statistiker. Von den dort fehlenden Kapazitäten dürften Betriebe in anderen Bundesländern profitiert haben.

Im Juni hatten sich bei der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück über 1500 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Der Betrieb wurde daraufhin vorübergehend geschlossen, später teilweise wieder hochgefahren. (awp/sda/reu)

urn:newsml:dpa.com:20090101:200716-99-813261
9:42
Mehr als 50 000 Corona-Tote in Mexiko
Mexiko hat als drittes Land der Erde die Marke von 50 000 registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 überschritten. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Donnerstag (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 819 auf 50 517.

Knapp eine Woche zuvor hatte Mexiko Grossbritannien überholt und war weltweit auf die dritte Stelle vorgerückt. Auf Platz eins bei den Todesopfern stehen nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität die USA mit mehr als 160 000, gefolgt von Brasilien mit mehr als 98 000.

Die offizielle Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt in Mexiko inzwischen bei 462 690
- laut Johns-Hopkins-Universität die sechstmeisten eines Landes.

Die Sterblichkeitsrate relativ zur Zahl der Infektionen ist demnach mit 10,9 Prozent die siebthöchste der Welt
. Pro 100 000 Einwohner belegt der 130-Millionen-Einwohner-Staat demnach mit 39,38 Todesopfern den 13. Platz. Mexiko testet im internationalen Vergleich äusserst wenig auf den Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. (sda/dpa)

MEXICO CORONAVIRUS COVID19 PANDEMIC
9:22
Home-Office-Ära setzt Uber zu - Essenslieferungen jedoch gefragt
Dem US-Fahrdienstanbieter Uber werden die weltweiten Ausgangsbeschränkungen und Home-Office-Arbeiter in der Corona-Krise zum Verhängnis. Im zweiten Quartal fiel unterm Strich ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,66 Milliarden Franken) an.

Die Zahl der aktiven Nutzer brach um fast die Hälfte auf 55 Millionen ein, wie der Taxikonkurrent am Donnerstag mitteilte. Die Buchungen lagen im abgelaufenen Quartal um 75 Prozent niedriger als im Vorjahr. Allerdings nahm das Geschäft mit Essensauslieferungen weiter Fahrt auf, weil Menschen zwar nirgendwohin fuhren, sich dafür aber Essen kommen liessen.

On The Money Virus Outbreak Gig Work

Uber hat Konsequenzen gezogen, um das Ziel noch zu erreichen, vor Ende 2021 auf bereinigter Basis profitabel zu sein. So streicht das Unternehmen insgesamt 6700 Jobs und fährt darüber hinaus die Kosten herunter.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Uber Eats um grob das Doppelte auf 1,2 Milliarden Dollar. Die Gesamterlöse fielen allerdings um 29 Prozent auf 2,24 Milliarden Dollar, lagen damit aber noch über den Erwartungen der Experten. Die Uber-Aktien verloren im nachbörslichen Handel 4,2 Prozent. (sda/awp/reu)
9:20
Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies ist der höchste Wert seit Anfang Mai.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ist die Zahl der Neuansteckungen in Deutschland weiterhin deutlich niedriger als in der Schweiz. (sda/dpa)
8:44
Bund unterzeichnet Vertrag mit Biotech-Unternehmen Moderna
Der Bund hat mit der US-Biotechfirma Moderna, die mit ihrem Impfstoff-Projekt schon fortgeschritten ist, einen Vertrag abgeschlossen. Falls der Impfstoff die klinische Testphase erfolgreich durchläuft und für den Schweizer Markt zugelassen werden kann, erhält die Schweiz 4,5 Millionen Impfdosen. Da voraussichtlich zwei Impfdosen nötig sein werden, können damit 2,25 Millionen Personen geimpft werden. Dies teilt der Bund in einer Mitteilung mit.

Die Schweiz gehört den Angaben zufolge zu den ersten Ländern, die einen Vertrag mit Moderna schlossen. Parallel dazu ist der Bund mit weiteren Impfstoff-Unternehmen im Gespräch. Er unterstützt multilaterale Vorhaben zur gerechten Verteilung eines künftigen Impfstoffs. Dieser existiert noch nicht, Entwicklung und Forschung laufen aber auf Hochtouren.



Derzeit lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, welche Unternehmen und Impfstoffe sich am Ende durchsetzen, heisst es in der BAG-Mitteilung weiter. Der Bund setze auf verschiedene Optionen, um die Chance auf einen schnellen und sicheren Zugang zu einem Impfstoff zu erhöhen. Insgesamt sind 300 Millionen Franken für die Impfstoff-Beschaffung vorgesehen.


Moderna setzt bei dem mRNA-Impfstoff auf eine neuartige Technologie. Die mRNA ist eine Art Biomolekül, welche die Bauanleitung für Proteine in sich trägt. Die Bauanleitung informiert den menschlichen Körper, wie er ein Virus-Protein herstellen soll. Bildet sich das Protein, wird es vom Immunsystem als artfremdes Eiweiss erkannt. Das Immunsystem produziert Antikörper gegen das Virus und bereitet so den Körper auf den Kampf gegen die Infektion vor. (sda)
8:22
Keine Reisen nach Australien: Down Under lässt Grenzen vorerst zu
Australien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch «einige Monate» dauern, bis wieder Ausländer einreisen dürften, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag. «Wir haben beschlossen, dass die internationalen Reisebeschränkungen für Ankünfte in Australien in ihrer derzeitigen Form fortgesetzt werden sollen», so Morrison. Er hoffe aber, dass die Regeln «irgendwann in der Zukunft» geändert werde könnten.

AUSTRALIA GOVERNMENT PANDEMIC CORONAVIRUS

Das Einreiseverbot für internationale Besucher gilt seit März, als Australien etwa 700 Fälle verzeichnete. Mittlerweile hat das Land insgesamt mehr als 20 000 Infektionen registriert, 266 Menschen sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nur Australier und Menschen mit permanentem Wohnsitz dürfen seither noch ins Land. Zudem gilt auch ein Ausreiseverbot für Australier.

Während die meisten Bundesstaaten und Territorien derzeit recht erfolgreich im Kampf gegen das Virus sind, gilt Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne als Hotspot. In dem Bundesstaat im Südosten des Landes gibt es derzeit rund 7000 aktive Fälle. Die Regionalregierung hatte am Wochenende den Katastrophenzustand erklärt und in Melbourne eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Menschen sollen im Homeoffice arbeiten, zudem sind nur noch Supermärkte, Apotheken, Postämter und Tankstellen geöffnet. Die strengen Regeln sollen bis mindestens Mitte September gelten. (sda/dpa)
7:52
Israels Regierung lockert Corona-Beschränkungen an Wochenenden
Virus Outbreak Israel PoliticsNach einem leichten Abflachen der Corona-Infektionen hat Israels Regierung eine Lockerung von Einschränkungen an Wochenenden beschlossen. Nach einer Mitteilung vom späten Donnerstagabend beschloss das Kabinett, dass Geschäfte an Wochenenden wieder normal öffnen dürfen. Auch das Benutzen öffentlicher Spielplätze ist dann wieder erlaubt.

Zuvor hatten bestimmte Geschäfte vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagmorgen schliessen müssen. Ein Kabinettsausschuss hatte die Lockerungen auf den Weg gebracht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel nach einem starken Anstieg seit Ende Mai zuletzt leicht zurückgegangen. (sda/dpa)
7:31
Trotz Corona-Pandemie legt Chinas Aussenhandel weiter zu
Trotz der globalen Corona-Krise sind Chinas Exporte im vergangenen Monat unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrössten Volkswirtschaft legten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent zu, wie die Pekinger Zollverwaltung am Freitag berichtete. Leicht schwächer fielen dagegen die Importe aus, die um 1,4 Prozent schrumpften.

Unterm Strich legte der Aussenhandel damit um 3,4 Prozent auf einen Wert von rund 413 Milliarden US-Dollar zu. Zwar laufen die Geschäfte wieder an, seit Januar gerechnet muss China aber noch immer ein Minus beim Aussenhandel von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. (sda)
7:04
Home-Office bis mindestens Juli 2021 bei Facebook
Der US-amerikanische Social-Media-Konzern Facebook gestattet seinen Mitarbeitenden, noch bis mindestens Juli 2021 wegen der Coronavirus-Pandemie von zu Hause aus zu arbeiten.

Ausserdem bekommen die Beschäftigten zur besseren Ausstattung jeweils 1000 Dollar, wie eine Firmensprecherin mitteilte. Damit folgt Facebook anderen Technologie-Konzernen wie Google und Twitter, die ähnlich vorgehen.

Facebook zufolge ist es unwahrscheinlich, dass viele Büros in den USA und Lateinamerika wegen der dort hohen Corona-Infektionszahlen noch dieses Jahr wieder öffnen können. (sda)
2:15
Mehr als eine Million Corona-Fälle in Afrika
In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ergab eine auf Behördenangaben beruhende Statistik der Nachrichtenagentur AFP. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle.

Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten.

In dem Land gab es bis Donnerstagabend rund 538'000 Infektionen und etwa 9600 Todesopfer. In der weltweiten Statistik der Infektionsfälle liegt Südafrika an fünfter Stelle hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland. (sda/afp)
1:21
Forscher befürchten fast 300'000 Corona-Tote in den USA bis Dezember
USA FLORIDA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19 UNEMPLOYMENTBis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300'000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140'000 Tote mehr als derzeit.

Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228'000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag.

«Wir erleben in den Vereinigten Staaten eine Achterbahnfahrt», erklärte Institutsdirektor Christopher Murray. Sobald die Infektionen in einem Gebiet dramatisch ansteigen, tragen die Menschen Masken und befolgen die nötigen Vorsichtsmassnahmen, sobald sich die Situation entspanne, verflüchtige sich aber auch die Vorsicht wieder, wie Murray kritisierte. «Das führt natürlich zu mehr Infektionen. Und der womöglich tödliche Kreislauf beginnt wieder von vorne», sagte er. (sda)
21:03
Bis zu 400'000 Ansteckungen bisher in der Schweiz
Hohe Dunkelziffer: Die Covid-19-Taskforce des Bundes geht in der Schweiz wegen der Coronavirus-Pandemie von bislang 250'000 bis 400'000 Infizierten aus. Studien würden diese Schätzungen unterstützen, sagte Taskforce-Chef Martin Ackermann in einem Interview.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie in der Schweiz laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gut 36'100 laborbestätigte Fälle. Epidemiologen seien davon ausgegangen, dass 80 bis 90 Prozent der Infizierten von Sars-CoV-2 nicht gefunden würden, sagte Ackermann in dem am Donnerstag auf der Webseite von Radio und Fernsehen SRF publizierten Interview.

Grund für die Dunkelziffer ist gemäss dem Experten für Mikrobiologie der ETH Zürich, dass Betroffene nur wenige Symptome hätten oder sich aus anderen Gründen nicht testen liessen. Eine wichtige Studie der Universität Genf zeige, dass die Schätzung beim Covid 19-Virus korrekt sei, sagte Ackermann weiter. Gemäss der Taskforce infizierten sich damit bislang drei bis fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Es sei unklar, ob diese Menschen nun immun seien gegen das Virus Sars-CoV-2, und wie lange eine Immunität anhalte, sagte Ackermann. Für eine Durchseuchung der Menschen im Land würde es laut der Taskforce lange dauern. «Wir schätzen im Minimum ein Jahr», sagte Ackermann. «Eine solche Situation mit konstant hohen Fallzahlen wäre für die Wirtschaft und Gesellschaft verheerend.» (sda)

20:15
Niederländischer Premier Rutte warnt vor zweitem Lockdown
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt und Bürger dringend ermahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnte er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei gross, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag. In den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen.

Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort müssen Gäste ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

«Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern, das geht nur gemeinsam», mahnte der Premier. Gezielt richtete sich der Premier an junge Leute. «Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest.» Viele junge Leute verhielten sich verantwortungslos. Rutte hatte wegen der schnell steigenden Corona-Infektionen seinen Urlaub vorzeitig abgebrochen.


In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Ein Viertel der Neuinfizierten ist zwischen 20 und 29 Jahre alt. In der vergangenen Woche waren sechs Patienten gestorben. Insgesamt wurden bislang rund 6000 Todesopfer registriert. Die tatsächliche Zahl wird weit höher geschätzt.

Besonders betroffen sind Rotterdam und Amsterdam. Wegen des grossen Zustroms von Touristen auch aus Deutschland und Belgien kann in Amsterdam an vielen Stellen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Die Städte führten daher für belebte Plätze eine Maskenpflicht ein. (sda/dpa)


NETHERLANDS PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
19:59
Britische Regierung kauft 50 Millionen ungeeigneter Schutzmasken
Die Pannenserie der britischen Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie reisst nicht ab. Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat das Gesundheitsministerium in London 50 Millionen Stück Schutzmasken gekauft, die nicht für den Gebrauch in Krankenhäusern tauglich sind. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Die Nichtregierungsorganisation Good Law Project wirft der Regierung in dem Verfahren vor, beim Kauf von Schutzausrüstung in der Pandemie gegen Wettbewerbsregeln verstossen zu haben. In einem Schreiben gestehen die Anwälte der Regierung ein, dass 50 Millionen Schutzmasken nicht für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst NHS geeignet sind, weil sie mit Gummibändern an den Ohren anstatt hinter dem Kopf befestigt werden. Damit sei nicht gewährleistet, dass die Masken eng genug anliegen, so die Begründung.

Nach Schätzung des Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro ausgegeben). Was mit den Masken nun geschehen soll, war zunächst unklar. Hinzu kommt, dass der Kauf von einem Regierungsberater eingefädelt wurde, der laut BBC gleichzeitig für die beauftragte Firma tätig war.

Premierminister Boris Johnson sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, er sei «sehr enttäuscht» dass sich Lieferungen von Schutzmaterial als nicht geeignet herausstellten. Er verwies jedoch darauf, dass Grossbritannien Milliarden von Schutzmaterialien beschafft habe und nun vermehrt auch im eigenen Land herstelle. (sda/dpa)



Britain Politics
19:51
Gouverneur von Ohio mit positivem Coronavirus-Test
Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Republikaner am Donnerstag nur wenige Stunden vor seinem geplanten Zusammentreffen mit dem Staatsoberhaupt via Twitter mit. DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besucht, dort auf dem Flughafen in Cleveland begrüssen sollen.

Der vorgeschriebene Test vor einem Kontakt mit dem Präsidenten habe das positive Ergebnis gebracht, berichtete DeWine. Nach eigenen Angaben hat der 73-Jährige keine Symptome und will sich den Regeln entsprechend für die kommenden 14 Tage bei sich zu Hause in Quarantäne begeben. (sda/dpa)

19:18
Verhandlungen um US-Konjunkturpaket stocken
In den USA sind die Verhandlungen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket erneut ins Stocken geraten. Kurz vor dem planmässigen Beginn der Sommerpause des Kongresses wiesen sich Demokraten, Republikaner und Vertreter der Regierung gegenseitig die Schuld für die festgefahrenen Verhandlungen zu. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, betonte am Donnerstag, die Demokraten würden keine Teileinigung akzeptieren, sondern so lange verhandeln, bis es ein umfassendes Konjunkturpaket gebe.

Die Demokraten fordern unter anderem die Verlängerung eines erhöhten Arbeitslosengeldes von 600 US-Dollar pro Woche bis zum Jahresende. Die im März im Rahmen eines Konjunkturpakets verabschiedete Erhöhung war Ende Juli ersatzlos ausgelaufen, weil sich Republikaner und Demokraten nicht auf eine Folgeregelung einigen konnten. Pelosi sagte, die Weigerung der Republikaner, das Arbeitslosengeld erneut zu erhöhen, zeige deren «Verachtung» für amerikanische Familien in Not.

US-Präsident Donald Trump erneuerte unterdessen seine Drohung, Teile des angestrebten Konjunkturpakets einfach über Verfügungen durchzusetzen
, falls es im Kongress keine Einigung geben sollte. Er wolle unter anderem die Verlängerung des Arbeitslosengeldes, ein Moratorium für bestimmte Zwangsräumungen und eine Steuersenkung durchsetzen, betonte Trump über Twitter. Experten bezweifeln jedoch, dass Trump davon viel durchsetzen könnte, denn alle Massnahmen, die neue Mittel erfordern, müssen vom Kongress beschlossen werden.

17:53
Trump hofft auf Impfstoff bis zur US-Wahl im November
US-Präsident Donald Trump rechnet noch in diesem Jahr mit einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. «Noch vor Ende des Jahres, es könnte deutlich früher sein», sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Radiosenders WTAM. In «manchen Fällen» könnte ein Impfstoff sogar schon zur Zeit der Präsidentenwahl am 3. November verfügbar sein, sagte Trump weiter. Experten halten diesen Zeitplan allerdings für übermässig optimistisch.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Impfstoffs mehrere Jahre. Trump hofft jedoch angesichts der derzeit enormen Anstrengungen und Finanzmittel für die Impfstoffforschung auf einen wesentlichen rascheren Durchbruch. Gesundheitsexperten der Regierung wie der renommierte Immunologe Anthony Fauci haben sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es zum Jahresende oder im ersten Halbjahr 2021 einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geben könne. (sda/dpa)

16:47
Norwegen setzt Schweiz auf Rote Liste
Wer aus der Schweiz nach Norwegen einreist, muss ab dem 8. August für zehn Tage in Quarantäne. Das Aussenministerium in Oslo setzte die Schweiz zusammen mit Frankreich, Tschechien und Monaco am Donnertagnachmittag auf die Rote Liste. (cma)

16:44
Keine weiteren Infos zum Moderna-Vertrag
Am Dienstagabend verkündete BAG-Chef Pascal Strupler im SRF-«Club», man stehe wenige Stunden vor Abschluss eines Vertrages mit dem Unternehmen Moderna, das den Corona-Impfstoff liefern soll. Zwei Tage später will das BAG nun aber keinen Vertrags-Abschluss bestätigen und vertröstet auf später. Auf Anfrage von watson schreibt BAG-Sprecher Yann Hulmann: «Das BAG wird zum gegebenen Zeitpunkt über abgeschlossene Impfstoffverträge informieren.»
16:15
Polen plant Befreiung von Maskenpflicht nur mit Attest
POLAND PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Vor dem Hintergrund steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen will Polen künftig Bürger nur dann von der Maskenpflicht befreien, wenn sie ein entsprechendes Attest vorweisen können. Diese Regelung werde am 1. September in Kraft treten, sagte Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski am Donnerstag laut Nachrichtenagentur PAP.

«Nach Ansicht unserer Experten gibt es nicht viele medizinische Gegenanzeigen, die das Verdecken von Mund und Nase nicht erlauben», so der Minister. Wer keine Maske trage, wo dies vorgeschrieben sei, müsse ein Attest dabei haben. In Polen gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski sagte, er rechne in den kommenden Tagen mit 500 bis 700 registrierten Neuinfektionen, da man intensiv in den besonders betroffenen Regionen im Süden und Südosten teste. In mehreren Landkreisen sollen auch die Restriktionen wieder verschärft werden. Dort gilt generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, die Zahl der Passagiere im öffentlichen Nahverkehr wird begrenzt, Fitnessstudios werden wieder geschlossen. An eine Quarantäne-Pflicht für Rückkehrer aus dem Ausland sei aber vorerst nicht gedacht, sagte ein Regierungssprecher. (sda/dpa)
16:02
Swiss wegen Coronakrise weit in den roten Zahlen gelandet
Die Swiss ist durch die Coronapandemie in den Sturzflug gedrückt worden und tief in der Verlustzone gelandet. Angesichts der Lage stehen markante Einschnitte an. So werden etwa die Flotte verkleinert und Kaderstellen gestrichen.
SCHWEIZ SWISS
Insgesamt hat die Swiss im ersten Halbjahr einen operativen Verlust von 266,4 Millionen Franken eingeflogen nach einem Gewinn von 245,3 Millionen im Vorjahressemester. Der Umsatz stürzte um rund 55 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken ab, wie die Swiss am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Schuld ist die Coronapandemie. Wegen den Reisebeschränkungen stand zeitweise 95 Prozent der Flotte am Boden.

In den ersten sechs Monaten flogen lediglich noch 3,2 Millionen Passagiere mit der Swiss. Das sind 64 Prozent weniger als im Vorjahr. Am schlimmsten war es im April, als die Zahl der Reisenden um über 99 Prozent zusammenschmolz. (awp/sda)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

So war der erste Tag mit Maskenpflicht im ÖV

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