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Feministischer Streik 2024: Alle News und Bilder zum Frauenstreik

Die Spitze der grossen Demonstration zum Frauenstreik mit Vania Alleva, Praesidentin der Gewerkschaft Unia, Mitte, bewegt sich in Richtung Bundesplatz, am Mittwoch, 14. Juni 2023 in Bern. Der 14. Juni ...
Die Spitze der grossen Demonstration zum feministischen Streik, Bern 2023.Bild: keystone
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Tausende an Demo in Zürich +++ Unia fordert Frauen-Mindestlohn

Am 14. Juni legen landauf, landab tausende Frauen ihre Arbeit nieder. In alle grossen Städten der Schweiz finden Demonstrationen statt. Alle News rund um den Streiktag findest du hier im Liveticker.
14.06.2024, 06:3314.06.2024, 19:28
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der 14. Juni ist traditionell der Tag des feministischen Streiks. In der ganzen Schweiz sind Workshops, Aktivitäten und Demonstrationen geplant. Das Programm in deiner Stadt findest du hier.
  • Gewerkschaften fordern finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit von Frauen, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit sowie eine Nulltoleranz bei sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz.
  • Warum Frauen genau am 14. Juli streiken – und wieso der Tag umbenannt wurde, erfährst du hier.
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Es wird gefeiert
21:00
Demonstrantinnen liessen ein grosses Transparent herunter
20:50
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20:28
Stadtpolizei benutzt Pfefferspray
Die Stadtpolizei hat Pfefferspray «aus einem Garagentürschlitz gespritzt», wie watson aus sicherer Quelle weiss.
Es soll sich um eine Reaktion auf Sprayereien handeln.
19:42
Es kam auch zu Sachbeschädigungen
19:41
Ein starkes Zeichen
19:40
SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser im watson-Interview
18:57
No women, no news
18:41
Die Wut ist da
Feministischer Streik 2024
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18:36
Viele haben eigene Schilder mitgebracht
18:30
Auch Linksautonome sind vor Ort
18:21
Die meisten Schilder sind auf Englisch
Feministischer Streik 2024
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Non-Binäre haben eine Plattform
18:15
Tausende vor Ort
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18:07
Die Forderungen sind klar
18:06
Das Thema ist leider sehr aktuell
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Mut zur Veränderung
Feministischer Streik 2024
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Alle sind bereit
17:14
Bald geht die Demo los – watson ist live dabei
13:21
Italien verhindert Erwähnung von Recht auf Abtreibung in G7-Erklärung
Ausgerechnet am Feministischen Streiktag: Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat als Gastgeberin des G7-Gipfels verhindert, dass die Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen ein klares Bekenntnis zum Recht auf Abtreibung erneuert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Verhandlungskreisen. (sda/dpa)
epa11408526 Italian Prime Minister Giorgia Meloni speaks at a press conference at the end of the Flag ceremony, during of the G7 summit in Borgo Egnazia, Brindisi, Italy, 13 June 2024. The 50th G7 sum ...
Bild: keystone
11:33
Unia fordert Frauen-Mindestlohn von 5000 Franken
Die Gewerkschaft Unia fordert einen Frauen-Mindestlohn von 5000 Franken pro Monat. Den Frauen werde signalisiert, ihre Arbeit sei weniger wert. Das mache diese zu Recht «hässig», sagte Unia-Präsidentin Vania Alleva am Freitag in Bern anlässlich des Frauenstreiktages.

Es sei ungeheuerlich, dass fast jede zweite Frau mit Lehrabschluss einen Tieflohn von weniger als 5000 Franken verdiene, und es sei unglaublich, dass die Frauen in der Schweiz immer noch 1500 Franken pro Monat weniger verdienen als die Männer, sagte Alleva. Nicht zuletzt sei es eine Frechheit, dass eine Migros, ohne mit der Wimper zu zucken, schwangeren Frauen die Stelle kündigen könne.

Erst recht ein Skandal sei es, dass immer noch jede dritte Frau am Arbeitsplatz sexuelle Belästigung erlebe. Und beschämend sei es darüber hinaus für die reiche Schweiz, dass ein Viertel der Frauen im Alter von Armut betroffen sei. Das alles seien Symptome einer Gesellschaft, die Frauen und ihre Arbeit abwerte und ihre Leistung geringschätze, warnte Alleva. (sda)
Vania Alleva, Praesidentin Gewerkschaft UNIA, spricht waehrend einer Medienkonferenz der Gewerkschaft Unia ueber den Lohn fuer Frauenarbeit, auf dem Bundesplatz, am Freitag, 14. Juni 2024 in Bern. (KE ...
Bild: keystone
9:48
Juso fordert in Schwyz kantonales Frauenhaus
Nicola Siegrist, Praesident JUSO, spricht neben Melanie Rufi, Vizepraesidentin JUSO, bei der Jahresversammlung der JUSO, am Samstag, 17. Februar 2024 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Bild: keystone
Anlässlich des Frauenstreiks hat die Juso in Schwyz vom Regierungsrat die Schaffung eines kantonales Frauenhauses gefordert. Die Zahlen von häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen seien alarmierend, teilte die Partei am Freitag mit.

2023 seien im Kanton Schwyz 170 Fälle häuslicher Gewalt gemeldet worden, teilte die Juso mit. Allerdings würden nur etwa 20 Prozent der Fälle der Polizei gemeldet.

Für die Juso steht deswegen die Politik in der Pflicht. Die Partei forderte den Regierungsrat auf, die Einrichtung eines Frauenhauses als dringende Massnahme anzuerkennen und Gewalt gegen Frauen ernst zu nehmen. Wer keine Hilfe und Prävention leiste, trage eine Mitverantwortung an der steigenden Zahl solcher Gewaltdelikte. (sda)
7:58
Fünf Jahre Gefängnis für Metoo-Aktivistin in China
Ein Gericht in China hat die Metoo-Aktivistin Sophia Huang laut einer Unterstützergruppe zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Neben Huang sei auch ein Aktivist für Arbeiterrechte, Wang Jianbing, zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden, teilte die Gruppe, die für die Freilassung der beiden kämpft, am Freitag auf der Online-Plattform X mit. Das Gericht in der südchinesischen Metropole Guangzhou war für Nachfragen zu dem Verfahren, das hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, zunächst nicht erreichbar. Huang will den Unterstützern zufolge in Berufung gehen.

Huang und Wang mussten sich wegen Anstiftung zum Umsturz von Staatsgewalt verantworten, wie aus der Anklageschrift hervorging. Die beiden waren im September 2021 festgenommen worden. Die Anklage warf Huang unter anderem vor, seit 2019 Artikel veröffentlicht zu haben, die Chinas Regierung schlecht dastehen liessen, und an Veranstaltungen ausländischer Organisationen teilgenommen zu haben. Ähnliche Vorwürfe machten sie auch Wang.

Huang, die auf Chinesisch Huang Xueqin heisst, ist eine bekannte Metoo-Aktivistin. Während der weltweiten Debatte über sexuelle Übergriffe von Männern 2018 hatte sie versucht, chinesische Frauen zu ermutigen, ihr Schweigen zu brechen. Huang sass 2019 schon einmal im Gefängnis und kam nach drei Monaten wieder frei. Damals wurde ihr unterstellt, «Streit angefangen und Ärger provoziert» zu haben. (sda/dpa)
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Der Frauenstreik 2023 in Bildern
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Der Feministische Streik 2023 in Bildern
Bern: Unter anderem wird Lohngleichheit, Elternzeit und straffreier Schwangerschaftsabbruch gefordert. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
quelle: keystone / alessandro della valle
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Nach dem Frauenstreik sind die Welt und der Sex besser
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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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der/die Waldpropaganda
14.06.2024 13:15registriert September 2018
Einen Frauenmindestlohn? Ist das nicht genau das Gegenteil von Gleichstellung und Gleichberechtigung? 😅😅😅
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Chüechli
14.06.2024 14:40registriert November 2016
Anstatt einem Frauenmindestlohn wäre doch ein allgemeiner Mindestlohn ohne Geschlechterspezifikation erstrebenswert findet ihr nicht? Ich bin Frau und verdiene keine 5000.- brutto, aber ich kenne viele Männer in meinem Umfeld, denen geht es gleich.
Entweder voll Solidarisch für alle oder für Niemanden alles andere ist Diskriminierung aufgrund des Geschlechts 😉
1987
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Schlaf
14.06.2024 15:33registriert Oktober 2019
Es geht hier ja sicher nicht um Gleichberechtigung.
Oder setzen sie auch einen Mindestlohn für Männer?
Dieser müsste logischerweise bei ca. 6‘000.- liegen😉
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