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Liveticker

Jetzt kommt die nächste Regenfront +++ Parmelin: «Die Unwetter sind beunruhigend»

14.07.2021, 09:2514.07.2021, 20:45
  • In der Nacht auf Dienstag überzog ein Sturm die Schweiz. Die Unwetter richteten besonders in der Stadt Zürich massive Schäden an.
  • Die Hochwasserlage war in der Schweiz nach den Regenfällen in den letzten Wochen bereits angespannt, nun drohen an mehreren Orten Überschwemmungen.
  • Wetterprognosen sagen für den Mittwoch weniger Niederschlag an, dafür soll es am Donnerstag wieder heftiger regnen.
  • Live-Grafiken: Hier gibt's die aktuellen Wasserstände der Flüsse Reuss, Rhein, Aare und Co.

Liveticker: Hochwasser in der Schweiz: 14.07.21

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5:17
Strassen weitgehend frei
Der TCS meldet auf den Strassen keine grösseren Einschränkungen. Wegen Steinschlag oder Erdrutschgefahr weiterhin gesperrt sind die Kantonsstrasse Thun – Beatenberg zwischen Sigriswil und Beatenberg, sowie die Hauptstrasse Lausanne – Vevey zwischen Cully und Rivaz. Alle weiteren Sperrungen und Einschränkungen finden sich hier.
5:11
Einschränkungen im Bahnverkehr
Die SBB melden wenig grössere dauerregenbedingte Betriebsstörungen für Donnerstag, 15. Juli. Die wichtigsten Einschränkungen betreffen weiterhin der Unterbruch der S-Bahn Strecke S6 Baden – Zürich und die SBB-Strecke Luzern – Engelberg ab Wolfenschiessen. Alle weiteren Einschränkungen finden sich hier.
20:54
Hochwassergefahr in der Zentralschweiz nicht gebannt
Der Pegel des Vierwaldstättersee stieg am Mittwoch weiter an, aber deutlich langsamer als am Vortag. Von Mitternacht bis am Nachmittag stieg der Seespiegel um rund 10 Zentimeter auf 434,73 Meter über Meer.

Angesichts der angekündigten Regenfälle erwartet die Stadt aber einen weiteren deutlichen Anstieg des Pegels. Feuerwehrkommandant Theo Honermann sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, ein realistisches Szenario sei, dass am Donnerstagmorgen Brücken gesperrt werden müssten. Auch eine Sperrung des zentralen Schwanenplatzes sei, je nach Entwicklung, möglich.

Bereits gesperrt ist in Luzern die Haldenstrasse beim Verkehrshaus.
20:48
Ein bisschen Kitsch muss sein
Die Unwetter haben auch eine schöne Seite. Zum Beispiel dieses Zeitraffer-Video eines doppelten Regenbogens am Niesen:

20:44
Jetzt kommt die nächste Regenfront
Die nächste Regenfront breitet sich über die Alpennordseite aus. Gemäss Meteonews ist bis morgen Früh mit 20 bis 30 mm Regen zu rechnen. Die Hochwassersituation werde sich noch verschärfen, deswegen nochmals ein Reminder: Am besten ist es, wenn du dich jetzt von Gewässern fern hältst.

19:14
Bundespräsident Parmelin mahnt zu Vorsicht
Bundespräsident Guy Parmelin meldet sich auf Twitter zu den Unwettern: «Die Unwetter, die unser Land verwüsten, sind besorgniserregend. Die Hochwassergefahr nimmt zu. Vielen Dank an alle, die für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Lasst uns vereint bleiben und vor allem vorsichtig sein!»

18:23
Reussdamm in Hünenberg ZG dürfte Wassermassen standhalten
Der Reussdamm in Hünenberg ZG scheint doch stabiler zu sein als befürchtet. Trotzdem wird er überwacht, wie der Führungsstab des Kantons Zug am Mittwoch mitteilte.

Am Morgen hatte der Führungsstab noch befürchtet, dass der Reussdamm in Hünenberg brechen könnte und die Anwohnerinnen und Anwohner in der Reussebene evakuiert werden müssen. Am Abend gab der Führungsstab nach einer geologischen Untersuchung Entwarnung.

Gemäss der Untersuchung sollte der Damm den prognostizierten Wassermassen standhalten, teilte der Führungsstab mit. Dennoch werde er rund um die Uhr überwacht. Sollte sich zeigen, dass die Wassermassen zu einem Problem werden könnten, werde der Dammfuss stabilisiert.

Auch andere Gemeinden des Kantons Zug sind von Hochwasser und Hangrutschungen bedroht oder betroffen. In Oberägeri ZG ist so nach nach einem Hangrutsch vom Dienstagabend der Bewohner einer bedrohten Liegenschaft evakuiert worden. Die Lage bleibe angesichts der zu erwartenden Regenfälle angespannt, teilte der Führungsstab mit. (sda)
16:33
Kanton Bern rechnet am Bielersee mit Überschwemmungen wie 2005
Der Kanton Bern geht davon aus, dass die Hochwassergrenzen am Thunersee, in Bern und am Bielersee in den nächsten Tagen teilweise deutlich überschritten werden. Am Bielersee geht er von Überschwemmungen aus wie beim Jahrhunderthochwasser von 2005.

Wie die Berner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, ist am Bielersee mit einem Überschreiten des Hochwassergrenze um 25 bis 65 Zentimeter zu rechnen. Die Experten gehen davon aus, dass am Bielersee die Hochwassergrenze im Verlauf des Donnerstags überschritten wird und der höchste Pegel am Samstag erreicht ist.

Am Thunersee erwarten die Fachleute laut der Berner Staatskanzlei ein Anschwellen des Sees auf 25 bis 40 Zentimeter über der Hochwassergrenze. Die Aare in Bern dürfte laut dem Kanton Bern eine Abflussmenge von 500 bis 560 Kubikmetern pro Sekunde erreichen.

Zum Vergleich: Bei den Jahrhunderthochwassern von 1999 und 2005 beförderte die Aare in Bern jeweils knapp über 600 Kubikmeter pro Sekunde. Auch am Brienzersee erwarten die Fachleute laut der Berner Staatskanzlei ein Überschreiten der Hochwassergrenze. (sda)
16:06
ETH-Klimaforscherin ordnet Ereignisse ein
Die Klimaforscherin Sonia Seneviratne ist Ordentliche Professorin für Land-Klima Dynamik an der ETH Zürich. In einem Interview mit SRF macht sie düstere Prognosen für die Zukunft: «Solche Ereignisse werden mit dem Klimawandel häufiger und extremer. Das geht Hand in Hand mit der Erwärmung der Atmosphäre. Und wir wissen, dass die Erwärmung weiter zunehmen wird.»

Denn das Problem: Je höher die Temperatur in der Atmosphäre, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen: «Die wärmere Luft kann also mehr Wasser aufnehmen. Zugleich dauert es länger, bis es regnet. Aber wenn es dann regnet, dann regnet es um so stärker und extremer.»

Der Eindruck, dass extreme Ereignisse wie Stürme, Hitzewellen und Waldbrände zugenommen haben, bestätige sich: «Es wird noch schlimmer werden. Wir stossen immer noch fossiles CO2 in die Atmosphäre aus, und so lange das so ist, wird die Temperatur weiter zunehmen. Extreme Wetterereignisse werden also häufiger.»

Was kann dagegen getan werden? «Diese Entwicklung wird sich erst ändern, wenn wir beim CO2-Ausstoss auf netto-Null kommen, die Gesamtmenge des in der Atmosphäre und in den Weltmeeren vorhandenen Kohlendioxids also nicht mehr steigt.»

Das gesamte Interview findest du hier.
15:10
Historisches Museum Luzern schliesst wegen des Hochwassers
Das Historische Museum Luzern, das an der Reuss liegt, muss wegen des Hochwassers schliessen. Weil Wasser ins Untergeschoss eindringt, werden Sammlungsstücke in die höher gelegenen Stockwerke geschafft werden, wie die Kantonalen Museen am Mittwoch mitteilten.

Bereits am Dienstag sei im Untergeschoss des Historischen Museums durch den hohen Druck, den die Reuss derzeit ausübe, Wasser eingedrungen, hiess es in der Mitteilung. In der Nacht sei dann beim Museum die Reuss über das Ufer getreten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seither daran, Sammlungsstücke aus dem Keller in höhere Lagen zu schaffen. Zeit für den normalen Museumsbetrieb haben sie deswegen nicht mehr, so dass das Historische Museum ein paar Tage geschlossen bleibt.

Etwas besser ist die Situation des Naturmuseums. Dieses befindet sich zwar ebenfalls an der Reuss, ist aber etwas höher gelegen. Das Naturmuseum bleibe geöffnet, teilten die Kantonalen Museen mit. (sda)
14:54
Die Limmat ist bedrohlich angestiegen
14:52
Campen in Ottenbach war auch schon angenehmer










14:40
Schutz und Rettung Thun richtet Hochwasser-Hotline ein
Die Blaulichtorganisation Schutz und Rettung Thun nimmt am Mittwochnachmittag eine Hochwasser-Hotline in Betrieb. Das Angebot richtet sich an Thunerinnen und Thuner, welche Fragen zur Hochwassersituation haben.

Wie die Medienstelle der Stadt Thun auf Anfrage bekanntgab, bestand diese Hochwasser-Hotline auch schon während des Hochwassers von 2015. In einer Mitteilung schreibt die Stadt Thun, das Regionale Führungsorgan (RFO) Thun treffe sich derzeit zweimal pro Tag zur Lagebesprechung.

In den besonders gefährdeten Gebieten seien Angehörige von Schutz und Rettung Thun präsent. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch sei ruhig verlaufen, doch bleibe die Lage angespannt. (sda)
14:16
Aktuelle Lage bei Hünenberg
So sieht es übrigens bei Hünenberg aus, wo die Reuss über den Damm schwappen könnte.
14:16
Regen und Hagel: Engpass beim Schweizer Gemüse
Die Unwetter mit Hagel und übermässigem Regen führen in der Gemüseversorgung der Schweiz zu einem Engpass. In der Schlechtwetterphase können die Gemüsebauern Pflanzen für die zweite Ernte nicht ausbringen oder ansäen. Zudem wuchs das Gemüse schlecht, wie der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) am Mittwoch meldet.

Die Böden sind durchnässt und können den Regen nicht mehr aufnehmen. Das Malaise tritt landesweit auf, wie der Verband berichtet. Auch wenn die Gewächshauskulturen am Trockenen sind, fehlt ihnen das Licht. Tomaten, Auberginen und Gurken wachsen langsamer, wodurch die Erntemengen tiefer ausfallen.

Beim Freilandgemüse sind bei einigen Gemüsearten Teil- bis Totalschäden zu verzeichnen. Die Kulturen stehen im Wasser und verfaulen. Gerade bei den Kohlarten wie Kabis, Blumenkohl und Broccoli und auch bei den Salaten führt das zu Problemen. Auch die Zucchetti sind von den starken Niederschlägen betroffen.
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Bild: Shutterstock
Die Auswirkungen werden bis im Frühling spürbar sein, schreiben die Gemüseproduzenten. Das Wetter erschwert die Produktion von Lagergemüse. Rüebli und Zwiebeln verzeichnen grosse Ausfälle. Die grössten Ausfälle gibt es wegen Hagels im Berner Seeland. Aber auch das Waadtland und andere Anbaugebiete sind betroffen.

Die Schweizer Gemüsebauern können deshalb den Markt teilweise nicht mit einheimischer Ware beliefern. Dadurch steigen die Importe. Das wiederum dürfte gemäss dem Verband Auswirkungen auf den Preis von Schweizer Gemüse haben. Die Richtpreise zwischen Produzenten und Händlern sind demnach bereits angestiegen. Der Detailhandel dürfte das auf die Kunden überwälzen. (sda)
12:36
Bund erhöht Warnstufe für zentrale Berner Gewässer
Die Fachstellen des Bundes haben am Mittwochmittag die Gefahrenstufen entlang von zentralen Berner Gewässern erhöht. An Thuner- und Bielersee gilt nun Hochwassergefahr der höchsten Stufe 5, «sehr grosse Gefahr».

Das bedeutet laut Naturgefahren-Karte des Bundes, dass vielerorts Überflutungen möglich sind. Der Bund empfiehlt Personen, welche in der Nähe des Sees wohnen, verschiedene vorsorgliche Massnahmen zu treffen, etwa Lichtschächte zu erhöhen oder Schwachstellen an undichten Türen zu beheben.

Aufenthalte an Gewässern, welche Hochwasser führen, sind zu vermeiden. Entlang der Aare von Thun bis zum Bielersee besteht neu «grosse Gefahr», also Stufe 4.

Der Bund hat die Gefahrenstufen aufgrund der Wetterprognosen erhöht, welche weitere Regenfälle voraussagen. Am Mittwochmorgen blieb nämlich der Pegel des Thunersees - knapp über der Hochwassergrenze - stabil. Auch der Bielersee-Pegel blieb - nach einer starken Erhöhung am Dienstag - etwa auf demselben Niveau knapp unter der Hochwassergrenze. (sda)



12:34
Einmal mehr versagt der Böögg als Wetterfrosch
Der Sechseläuten-Böögg ist seinem Ruf als Wetterfrosch einmal mehr nicht gerecht geworden. Er hatte im April in seinem Corona-Exil in der Schöllenenschlucht eigentlich einen «schönen Sommer» vorausgesagt. Bekanntlich kam es anders.

Verglichen mit anderen Jahren explodierte der Böögg in diesem Jahr sogar relativ schnell. Nach nur 12 Minuten und 57 Sekunden explodierte ihm der Kopf weg. Damit hätte es eigentlich einen schönen Sommer geben sollen. (sda)
epa09145884 The Boeoegg, a symbolic snowman, burns on the platform over Devil's Bridge in the Schoellenen Gorge near Andermatt, Switzerland, 19 April 2021. The Sechselaeuten (Ringing of the six o'clock bells) is a traditional end of winter festival, celebrated in Zurich, with the burning of the Boeoegg at 6 pm. Because of the coronavirus pandemic, the festival takes place without the parade of guilds in historical uniforms and not on the Sechselaeutenplatz square in Zurich but in the Schoellenen Gorge of the guest canton Uri.  EPA/URS FLUEELER
Bild: keystone
11:41
Furttallinie bis auf Weiteres gesperrt
Die Reparatur der Unwetterschäden an der Bahnlinie durch das Furttal dauern länger als geplant: Gemäss Angaben der SBB bleibt die Strecke bis auf unbestimmte Zeit gesperrt. Der Sturm hat dort zwei Betonmasten beschädigt.

Umstürzende Bäume haben zwei Betonmasten der Übertragungsleitung beschädigt. Bei einem brach dabei die Spitze ab. Wie die SBB mitteilten, müssten die beschädigten Masten nun aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.

Statt am Mittwochmittag wieder zu öffnen, bleibt die Bahnstrecke nun bis Mittwochnacht gesperrt. Am Donnerstag sollten die S-Bahnen aber wieder fahren.

Zwischen Zürich Oerlikon (Bushaltestelle Bahnhof Nord) und Regensdorf-Watt (Bushaltestelle) verkehren Ersatzbusse. Die S6 wendet in Regensdorf-Watt und Zürich Seebach. Die während der Hauptverkehrszeit verkehrende S21 fällt aus. (sda)
11:07
Angespannte Lage an der Birs
10:33
Evakuation nach Hangrutsch in Oberägeri ZG
In Oberägeri ZG ist nach einem Hangrutsch vom Dienstagabend der Bewohner einer bedrohten Liegenschaft evakuiert worden. Der Murgang sei um 20 Uhr bis in den Garten des Hauses vorgedrungen, teilte die Zuger Polizei am Mittwoch mit. Das betroffene Gebiet werde überwacht.

Seit Dienstagnachmittag rückten die Feuerwehren im Kanton Zug rund ein Dutzend Mal aus, und zwar in den Gemeinden Risch, Hünenberg, Cham, Steinhausen und Baar. Wasser drang in Keller und Tiefgaragen oder floss über Strassen. So stand eine Bahnunterführung in Cham unter Wasser.

Die Behörden im Kanton Zug stufen die Lage als nach wie vor sehr angespannt ein. Es drohten weitere Murgänge und Überschwemmungen. Der Aufenthalt bei Flüssen und Bächen sei gefährlich.

Seit dem Dienstagabend hat im Kanton Zug der kantonale Führungsstab die Koordination übernommen. Sorgen bereitet vor allem der hohe Pegel der Reuss. Der Reussdamm in Hünenberg könnte brechen, teilte der Führungsstab mit. Schlimmstenfalls müssten vom Hochwasser bedrohte Anwohnerinnen und Anwohner in der Reussebene evakuiert werden. (sda)
10:20
Berner S-Bahn-Linien 4 und 44 wegen Erdrutschgefahr unterbrochen
Wegen Erdrutschgefahr sind die Berner S-Bahn-Linien 4 und 44 seit Mittwochmorgen zwischen Burgistein und Uetendorf unterbrochen. Es ist auf diesen Linien mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Die Betreiberin BLS will einen Bahnersatzbus-Dienst aufziehen.

Auf der SBB-Bahninformation wird Reisenden empfohlen, via Aaretallinie, also via Münsingen, von Bern nach Thun zu reisen. Es ist unklar, wie lange die Störung dauert.

Die Berner S-Bahn-Linie 4 führt von Langnau im Emmental via Bern und Gürbetal nach Thun. Die S-Bahn-Linie 44 führt von Solothurn respektive Sumiswald-Grünen via Bern und Gürbetal nach Thun. (sda)
10:02
Aargauer Pegelstände sinken auf hohem Niveau
Im Kanton Aargau ist die Hochwasserlage entlang der grossen Flüsse auch am Mittwochmorgen angespannt. Die Pegelstände von Rhein, Aare, Reuss und Limmat liegen jedoch leicht unter den Höchstwerten der vergangenen 24 Stunden. Das Überschwemmungsrisiko bleibt erhöht.

Bei der Messstation Rheinfelden am Rhein wurde ein Abfluss von 3267 Kubikmeter pro Sekunde gemessen, wie aus den hydrologischen Daten des Bundesamts für Umwelt (Bafu) hervorgeht. Im Vergleich zum Höchstwert innerhalb von 24 Stunden sank der Wasserstand um 19 Zentimeter.

Ähnlich war die Situation am Mittwochmorgen bei Brugg an der Aare- Der Abfluss betrug 894 Kubikmeter pro Sekunde; der Wasserstand sank gegenüber dem Höchstwert um knapp 80 Zentimeter.

Einen Rückgang gab es auch an der Reuss bei Mellingen. Der Messwert beträgt 723 Kubikmetern pro Sekunde; der Wasserstand sank um 15 Zentimeter. In der Tendenz sank innerhalb der vergangenen 24 Stunden auch der Pegel an der Limmatpromenade in Baden. Dieser betrug 487 Kubikmetern pro Sekunde; der Wasserstand sank um 22 Zentimeter.

Bei der für die Hochwasserentwicklung im Aargau wichtigen Messstation Murgenthal lag der Abfluss am Mittwochmorgen bei 784 Kubikmetern pro Sekunde. Der Abfluss sollte den Höchstwert von 850 Kubikmetern nicht übersteigen. Der Wasserstand sank um 4 Zentimeter. (sda)
9:57
Grimsel- und Sustenpass sind wieder offen
Der Grimsel- und der Sustenpass, welche am Dienstag wegen der Gefahr von Murgängen geschlossen wurden, sind am Mittwochmorgen wieder geöffnet worden. Christof Ott, stellvertretender Strasseninspektor Berner Oberland Ost, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Zeitung «Berner Oberländer». (sda)
9:45
Baden in der Limmat ist verboten
Die Stadtpolizei Zürich hat am Mittwochmorgen erneut ein Boots- und Schwimmverbot für die Limmat verhängt. Wegen der anhaltenden Niederschläge gilt dieses Verbot bis auf Weiteres.

Die grossen Wassermengen in der Limmat verbunden mit Strömungen und Schwemmholz könnten lebensgefährlich sein, teilte die Polizei mit. Ab sofort gelte deshalb wieder ein Verbot für jegliches Befahren mit Schiffen und Booten, auch Schwimmen ist verboten. Dieses Verbot gilt auch für die Sihl.

Ein Boots- und Schwimmverbot in der Limmat galt bereits am vergangenen Wochenende. Dies hielt eine Gruppe von jungen Leuten jedoch nicht davon ab, mit einem Gummiboot aufs Wasser zu gehen.


Beim Höngger Wehr kamen die drei dann in eine lebensgefährliche Situation, weil ihr Boot über das Wehr geschwemmt wurde. Sie konnten sich im letzten Moment an Land retten. (sda)



9:34
Saarner Aa überspült Bahnbrücke
Die Bahnen verkehren in Obwalden wegen des Hochwassers nur eingeschränkt. Die Strecke zwischen Hergiswil NW und Sarnen OW sei am Mittwochmorgen gesperrt worden, nachdem die Sarner Aa die Platte einer Bahnbrücke überspült habe, teilte die Zentralbahn (ZB) mit. Auch sei in Alpnachstad wegen des Hochwassers ein Bahnbetrieb nicht möglich.

Zwischen Hergiswil und Sarnen verkehren Ersatzbusse. Die Fahrt zwischen Luzern über den Brünig nach Interlaken BE ist gemäss der ZB möglich, doch muss mehrmals umgestiegen werden. Am Dienstag war wegen des Hochwassers der Aare der Abschnitt zwischen Meiringen und Brienzwiler BE gesperrt. Mittlerweile können dort die Züge wieder fahren.

Nach wie vor unterbrochen ist die ZB-Linie Luzern-Engelberg zwischen Dallenwil NW und Engelberg OW. Am Samstag war im Engelbergertal der Eltschenbach über die Ufer getreten und hatte das Bahntrassee beschädigt.

Während in Obwalden die Hochwasserlage angespannt bleibt, hat sich die Situation im Kanton Uri gebessert. Im Urserental, wo am Dienstag der Bahnverkehr zwischen Andermatt und Realp eingestellt worden war, verkehren die Züge wieder, wie die Matterhorn Gotthard Bahn auf ihrer Homepage mitteilte. (sda)
9:02
Sorge um Reussdamm
Die Lage in der Innerschweiz spitzt sich zu. Die Reuss transportiert derzeit sehr viel Wasser. Nun macht sich der kantonale Führungsstab des Kantons Zug Sorgen um den Reussdamm bei Hünenberg. «Wir überwachen derzeit den Damm genau», sagt Urs Marti vom Führungsstab zu watson. Man rechne damit, dass der Wasserstand morgen und übermorgen nochmals steigen werde.

Marti schliesst nicht aus, dass die Reuss dann über den Damm schwappt. «Das Worst-Case-Szenario ist der Dammbruch.» Auch damit müsse gerechnet werden, schliesslich sei der Damm 100 Jahre alt. Je nach Anzeichen müsse man reagieren und die Gegend evakuieren. Es gebe dort einige Bauernhöfe und Tiere. (cma)
8:56
Zürcher Gewässer noch knapp unter der Hochwasser-Marke
Die Zürcher Gewässer liegen am Mittwochmorgen alle noch knapp unter der Alarmstufe 4, also wenige Zentimeter unter der Hochwassermarke. Der Kanton rechnet aber damit, dass diese Marke in den nächsten Tagen überschritten werden dürfte.

Bereits am Dienstagabend kündigte die Baudirektion an, dass der Zürichsee-Pegel wegen der anhaltenden Regenfälle wohl die Gefahrenstufe 4 (gross) erreichen werde. Exponierte Uferpartien könnten dann überflutet werden. Das Wasser könnte auch in Häuser laufen, die direkt am See liegen.

Auch der Wasserstand der Limmat dürfte wegen des hohen Zürichsee-Pegels weiter steigen. Als Vorsichtsmassnahme wurde der Pegel des Sihlsee-Staudammes am Dienstagabend bereits gesenkt, um die Limmat nicht zusätzlich mit einem Sihl-Hochwasser zu belasten.
8:40
Offiziell Hochwasser am Thunersee
Der Pegel des Thunersees hat in der Nacht auf Mittwoch wie vorhergesagt die Hochwassergrenze von 558,3 Metern über Meer überschritten. Am Mittwochmorgen erreichte die Wasserfläche bei Oberhofen eine Höhe von 558,34 Metern. Das Regionale Führungsorgan beurteilte die Situation aber noch als «nicht dramatisch».

Das sagte der Chef dieses Organs, Heinz Wegmüller, am Morgen im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF. Wegmüller sagte weiter, die Feuerwehr habe einzelne Keller auspumpen müssen. Und in Aussenquartieren Thuns sei der See vereinzelt über die Ufer getreten.

Der Pegel der Aare in Thun liege aber noch deutlich unter der Schadengrenze. In der Thuner Innenstadt hatte die Feuerwehr am Wochenende an neuralgischen Punkten mobile Hochwasserschutzsperren aufgebaut. (sda)
Schutzbauten gegen Hochwasser sollen die Aare zurueckhalten, am Dienstag, 13. Juli 2021, in Thun. Der Pegel des Thunersees liegt nur noch wenige Zentimeter unter der Schadensgrenze. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: keystone
8:38
Sihlsee muss abgesenkt werden
Der heftige Sturm in der Nacht auf Dienstag hat die Hochwassergefahr am Zürichsee verschärft. Noch heute werde der Wasserpegel die Warnstufe 4 (gross) erreichen. Am Dienstagabend wurde damit begonnen, den Pegel des Sihlsees abzusenken. So sollen Überschwemmungen an der Limmat verhindert werden.











8:16
Pegel des Vierwaldstättersees steigt - Sorge um Reussdamm
In Luzern und im Kanton Zug hat sich die Hochwassergefahr auf Mittwoch weiter verschärft. In Luzern sind mehrere Brücken gesperrt, in Zug bereitet der Reussdamm Sorge.

Der Pegel des Vierwaldstättersees ist seit Dienstagabend um rund 20 Zentimeter gestiegen und lag am Mittwoch um 7.30 Uhr bei 434,70 Meter über Meer und damit etwa ein Meter über dem normalen Pegel. Seit Dienstagabend gilt für den Vierwaldstättersee die höchste von fünf Gefahrenstufen.
Die Feuerwehr der Stadt Luzern sichert die Bahnhofstrasse entlang der Reuss mit Schutzschlaeuchen aufgrund der angekuendigten Regenfaelle der naechsten Tage, am Dienstag, 13. Juli 2021, in Luzern. Der Wasserspiegel des Vierwaldstaettersees ist bedrohlich hoch angestiegen und es muss in den naechsten Tagen mit Ueberschwemmungen gerechnet werden. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: keystone
Die Feuerwehr hatte am Dienstagabend in der Stadt die Schutzmassnahmen am Ufer der Reuss weiter verstärkt. Ein Teil der Gehwege an der Reuss und der Brücken waren am Mittwochmorgen gesperrt. Teilweise hatten sich entlang der Reuss grosse Pfützen gebildet.

Das viele Wasser, das die Reuss mit sich führt, sorgt auch im Kanton Zug für Probleme. Besonders betroffen vom Hochwasser sei die Gemeinde Hünenberg, teilte der kantonale Führungsstab mit. Der Reussdamm könnte bei der aktuellen Wassersituation brechen. Für die Jugendlager im Kanton Zug bestehe derzeit aber keine Gefahr. (sda)

8:05
Noch nicht alle VBZ-Linien in Betrieb
Nach dem Unwetter in der Nacht auf Dienstag sind die meisten Schäden auf den Zürcher Strassen behoben. Das VBZ-Netz ist mehrheitlich wieder normal in Betrieb.

Probleme gibt es jedoch noch zwischen Albisriederplatz und Albisrieden, wo Busse statt Tram fahren. Wie die VBZ am Mittwoch mitteilten, kommt es dort zu Wartezeiten. Die Buslinie 40 vom Bucheggplatz nach Seebach ist zudem weiterhin eingestellt. (sda)
6:46
Kurze Verschnaufpause
Am Mittwochmorgen bleibt es an vielen Orten der Schweiz trocken. Am Nachmittag und am Abend nehmen die Niederschläge dann aber wieder zu. Vor allem auf der Alpennordseite wird es bis und mit Donnerstag viel Regen geben. Die Hochwasserlage dürfte sich somit nicht so schnell entspannen.


23:59
Erdrutsche im Klöntal und nahe Saint-Saphorin
Im Klöntal im Kanton Glarus rutschte eine Strasse im Gebiet zwischen Rhodannenberg und Vorauen ab. Ab Mittwoch um 13.00 Uhr dürfte die Strasse für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gewicht wieder befahrbar sein, wie Alert Swiss am Dienstagabend bekanntgab. Ab Donnerstag um 05.00 Uhr sollte die Strecke wieder normal genutzt werden können.

In der Westschweiz kam auf der Strasse entlang des Genfersees zwischen Cully und Rivaz nahe Saint Saphorin zu einem Erdrutsch, wie die Waadtländer Polizei via Twitter mitteilte. Die Strasse ist gesperrt. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern.

In Seedorf im Kanton Uri ist die Reuss laut SRF Meteo bereits über die Ufer getreten. Am Nachmittag hatte sich die Lage an der Reuss und bei der Mündung in den Vierwaldstättersee noch etwas entspannt. In den kommenden Stunden lässt der Regen nach. (sda)
22:55
So sieht's in Stansstad aus
22:03
24 Feuerwehren im Kanton Luzern im Einsatz
Gemäss Medienmitteilung der Luzerner Polizei tritt der Vierwaldstättersee an zahlreichen Stellen über die Ufer. Im gesamten Kantonsgebiet seien deswegen derzeit 24 Feuerwehren im Einsatz. Mehrere Strassenabschnitte sind nach wie vor gesperrt, darunter auch die Haldenstrasse in Luzern. Zwischen 14 Uhr und 21:30 Uhr gingen mehr als 50 Ereignismeldungen ein. Verletzte gab es bislang keine.

Die Polizei kommuniziert weiter die Verhaltensempfehlungen bei Gefahrenstufe 5:
- Halten Sie sich von Gewässern, besonders von Fliessgewässern fern, denn der Aufenthalt im Bereich von Flüssen und Bächen ist äusserst gefährlich. Bringen Sie sich nicht unnötig in Gefahr!
- Verfolgen Sie die Situation und treffen Sie die nötigen Schutzmassnahmen.
- Gehen Sie bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen.
- Fahren Sie nicht mit Fahrzeugen durch überflutete Strassen.
- Hören Sie bei Hochwasser Radio und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.
21:19
Bielersee-Schifffahrt bis auf Weiteres eingestellt
Wegen Hochwassers ist die Schifffahrt auf dem Bielersee und die Drei-Seen-Fahrt sind ab sofort bis auf Weiteres eingestellt. Die Aare bleibt mit einem Hochwasser-Fahrplan zwischen Solothurn und Grenchen in Betrieb, wie die Bielersee Schifffahrt (BSG) am Dienstagabend mitteilte.

Der Kanton teilte am Dienstagabend zudem mit, dass die Schifffahrt für alle Boote auf dem Bielersee, dem Zihlkanal bis zur Einmündung Neuenburgersee, dem Nidau-Bürenkanal, beziehungsweise der Aare bis Solothurn und der alten Zihl bis auf weiteres verboten ist. aufgrund der aktuellen Wetterlage sei davon auszugehen, dass der Pegelstand des Bielersees noch weiter ansteigen werde. (sda)
21:01
Bahnverkehr zwischen Meiringen und Interlaken Ost eingeschränkt
Gemäss Störungskarte der SBB ist der Bahnverkehr zwischen Meiringen und Interlaken Ost eingeschränkt. Der Grund sei Hochwasser. Es ist mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Reisenden von Luzern nach Interlaken Ost wird empfohlen, via Bern zu reisen. Die Dauer der Einschränkung ist noch unbestimmt.
20:54
Hergiswaldstrasse in Kriens LU wird vorsorglich gesperrt
Aufgrund von geologische Messungen hat die Stadt Kriens am Dienstagabend die Hergiswaldstrasse zwischen Schiessstand Stalden und Restaurant Hergiswald vorsorglich gesperrt. Im Sommer 2014 hatte eine grosse Rutschung die Strasse verschüttet.

Der dortige steile Hang werde seit einigen Jahren geologisch überwacht, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Kriens vom Dienstagabend weiter. aufgrund der intensiven Regenfälle der letzten Tage seien veränderte Werte festgestellt worden und die Stadt habe in Absprache mit Fachleuten die Sperrung angeordnet.

Die Dauer der Sperrung ist vorerst nicht bekannt. Eine Umfahrung von Kriens ins Eigenthal und zum Restaurant Hergiswald via Malters und Schwarzenberg werde signalisiert. (sda)
20:47
Gefahrenstufe 5 für Vierwaldstättersee
Das Bundesamt für Umwelt stuft die Gefahrenstufe für den Vierwaldstättersee hoch: Neu gilt die Gefahrenstufe 5 – von 5. Das bedeutet eine «sehr grosse Gefahr» wegen Hochwassers.

Das BAFU empfiehlt, sich von Gewässern, die Hochwasser führen, fernzuhalten. Eine Bitte also an unsere User: Bringt euch nicht unnötig für ein Foto oder ähnliches in Gefahr!
20:36
Luzern kurz vor Phase Rot
In Luzern steigt der Pegelstand kontinuierlich. Gemäss Luzerner Zeitung lag er um 19 Uhr bei 434,35 Meter über Meer. Damit liegt er noch knapp in der orangen Gefahrenzone. Wie es weiter heisst, gilt ab einem Stand von 435 die Phase rot, dies entspricht der höchsten Stufe.

Die Feuerwehr sperrte am frühen Abend die Luzerner Bahnhofstrasse und füllte die Hochwassersperren mit Wasser auf. Ausserdem meldeten die Verkehrbetriebe Luzern, dass mehrere Buslinien wegen Hochwasser umgeleitet werden.
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von olizont
Viel fehlt in Luzern nicht mehr und wir haben nasse Füsse

Was ist passiert?

Bereits im Juni war es ausserordentlich nass in der Schweiz. Deshalb war die Hochwasserlage an vielen Flüssen und Seen hierzulande bereits angespannt. Nun drohen die Gewässer wegen der massiven Niederschläge diese Woche über ihre Ufer zu treten.

In der Nacht auf Dienstag gab es zudem massive Gewitter und Stürme. In Luzern wurde eine maximale Böhenspitze von 135 Kilometern pro Stunde gemessen. Schutz & Rettung Zürich fuhr hunderte Einsätze und verzeichnete innert einer Stunde über 1000 Anrufe.

Weil es auch diese Woche weiter regnet, bleibt die Situation an vielen Orten angespannt. Im Liveticker wirst du stets mit den neuesten Informationen zur Hochwasserlage versorgt.

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Hochwasser in der Schweiz

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Höchste Gefahrenstufe für Vierwaldstättersee +++ mehrere Erdrutsche

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