Schweiz
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Etwa 10'000 sogenannte Pendelmigrantinnen sind in der Schweiz im Einsatz. bild: shutterstock.com

10’000 Fr. Mindestlohn für «Pflegesklavinnen»? Der Bund handelt – zumindest ein bisschen

Sie sind rund um die Uhr auf Abruf bereit – und verdienen dafür oft nur einen kargen Lohn. Nun eilt der Bundesrat ausländischen Privat-Pflegerinnen zu Hilfe. Während den Gewerkschaften die geplanten Vorschriften nicht weit genug gehen, sehen die Anbieter von Betreuungsdiensten ihr Geschäftsmodell in Gefahr.



Die Geschichte kam für Luzi Stamm zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Kurz vor den Wahlen 2011 wurde bekannt, dass der SVP-Politiker eine Hausangestellte seiner Eltern 72 Stunden pro Woche arbeiten liess – für 3000 Franken Monatslohn, ohne Vertrag.

Der Streit endete vor dem Arbeitsgericht in Baden. Dieses verknurrte Stamm dazu, der Frau nachträglich 200 Franken an Haushaltsgeld zurückzahlen. Eine Lohnklage wies es hingegen ab, weil die Haushälterin «zumindest stillschweigend» in das Arbeitsverhältnis eingewilligt habe.

Alterspraesident Luzi Stamm, SVP-AG, eroeffnet die 50. Legislatur am ersten Tag der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 30. November 2015, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Luzi Stamm (SVP). Bild: KEYSTONE

Die Geschichte ist bei weitem kein Einzelfall: Immer öfter beschäftigen die Arbeitsbedingungen von ausländischen Privat-Betreuerinnen die Schweizer Richter – wobei es in der Regel um wesentlich höhere Beträge geht als im Fall Stamm.

Im Fokus stehen die sogenannten Care-Migrantinnen: Der Bund schätzt, dass es rund 10’000 ausländische Betreuerinnen gibt, die zwischen ihrem Heimatland und der Schweiz hin- und herpendeln. Jeweils für einige Wochen wohnen sie in einem Schweizer Haushalt, um dort eine betagte oder kranke Person zu betreuen. Dann kehren sie nach Hause zurück.

Wegweisendes Urteil aus Basel

Beim Netzwerk Respekt der Gewerkschaft VPOD, das sich auf die Vertretung und Organisation von Care-Migrantinnen spezialisiert hat, liegen derzeit rund zwanzig Dossiers von Frauen auf dem Tisch, die von ihren Arbeitgebern Lohnnachzahlungen verlangen. Meist geht es um Zehntausende von Franken.

Häufigste Streitpunkte sind die Entlöhnung ihrer Präsenzzeit und der nicht gewährten Freizeit: Die Betreuerinnen müssen oft an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr bereit stehen, um sich um die Betagten oder Kranken zu kümmern – obwohl die wöchentliche Arbeitszeit laut Vertrag in der Regel nur 42 Stunden beträgt. Das Problem ist bekannt: Als «Pflegesklavinnen» bezeichnete etwa die «Zeit» solche Frauen in einem Artikel.

Schon vor vier Jahren warnte eine vom Bund eingesetzte Arbeitsgruppe davor, dass die Frauen rechtlich ungenügend geschützt seien. In einem wegweisenden Urteil kam das Zivilgericht Basel-Stadt zudem 2014 zum Schluss, dass eine Polin auch für ihren nächtlichen Pikettdienst mit dem halben Stundenlohn hätte bezahlt werden müssen.

Bundesrat will kantonale Regelungen

Nun reagiert der Bundesrat: Er will die 24-Stunden-Betreuungsarbeit kantonal regulieren, wie er letzte Woche mitteilte. Das Wirtschaftsdepartement soll bis Mitte 2018 zusammen mit den Kantonen «minimale Vorgaben» zur Anrechnung der Präsenzzeit erarbeiten.

Eliane Albisser, Rechtsberaterin beim VPOD Region Basel, hätte lieber eine nationale Regelung gesehen, die die 24-Stunden-Betreuung dem Arbeitsgesetz unterstellt. Sie sagt: «Heute arbeiten die Betreuerinnen während ihrer Einsätze oft unter unwürdigen Bedingungen.» Viele der vorwiegend aus Osteuropa stammenden Frauen hätten weder an den Abenden noch an den Wochenenden jemals Zeit für sich – sie müssten zur Stelle sein, falls die Betagte zur Toilette muss oder etwas essen will.

«Kürzlich war eine Polin bei mir, die eine betagte Frau in den Tod begleitete und im letzten Monat in deren Zimmer schlief.»

Eliane Albisser, VPOD

«Viele schlafen bei offener Tür, damit man jederzeit nach ihnen rufen kann. Kürzlich war eine Polin bei mir, die eine betagte Frau in den Tod begleitete und im letzten Monat in deren Zimmer schlief.» Die Angehörigen seien bei der Schlichtungsverhandlung nicht bereit gewesen, die erbrachten Präsenzzeiten und Nachteinsätze rückwirkend zu entschädigen. Eine Klage ist hängig.

Bis zu 10'500 Franken Zusatzkosten

Verrichte eine Betreuerin ihre Arbeit unter diesen Umständen, müsste ihr Monatslohn deutlich über 10’000 Franken pro Monat liegen, rechnet Albisser vor. Es gehe jedoch nicht darum, solche Arrangements mittels höherer Löhne zu legitimieren. Viel wichtiger sei es, dass neben der Entschädigung der Präsenzzeiten zwingend auch Ruhe- und Freizeit gewährleistet wird. Es müsse verbindlich geregelt werden, wann und von wem die Betreuerin abgelöst wird.

Der Bundesrat liess für die geplanten neuen Vorschriften vom Institut «B,S,S» mehrere Szenarien durchrechnen. Ergebnis: Bei einer Minimalvariante stiegen die Kosten für eine 24-Stunden-Betreuung pro Monat um 1200 Franken. Bei einer Maximalvariante, bei der auch der Pikettdienst mit dem vollen Stundenlohn bezahlt wäre, betrügen die Zusatzkosten im Schnitt 10’500 Franken.

Während manche Betreuerinnen von den betagten Personen oder ihren Familien selber angestellt sind, werden andere von Firmen vermittelt. Entsprechende Angebote gibt es im Netz in Hülle und Fülle: Einige Anbieter versprechen schon ab 1990 Franken pro Monat eine 24-Stunden-Betreuung, andere verlangen 6000 Franken oder mehr dafür.

Wie viel davon an die Frauen weitergegeben wird, ist unklar. Sicher ist aber, dass ein Teil der Angebote illegal ist. Denn der Bund schreibt für ungelernte Betreuerinnen  in Privathaushalten einen Mindest-Stundenlohn von knapp 19 Franken vor.

«Dann können wir die Bude ja gleich zutun, weil sich niemand mehr eine Heim-Betreuung leisten kann.

Geschäftsführer einer Vermittlungsfirma für Heim-Betreuung

Mehrere angefragte Firmen – auch im höheren Preissegment – wollten sich auf Anfrage nicht öffentlich zu den geplanten neuen Pikett-Vorschriften äussern. Off the record machen die Verantwortlichen ihrem Ärger aber Luft. Die Forderungen der Gewerkschaften seien massiv überrissen, sagt der Geschäftsleiter einer Firma aus dem Mittelland zu watson. «Dann können wir die Bude ja gleich zutun, weil sich niemand mehr eine Heim-Betreuung leisten kann. Dann müssen halt alle alten Leute ins Altersheim.»

Dass die Politik etwas unternehme, sei zwar zu begrüssen. Denn in der Branche gebe es viele schwarze Schafe, die die Preise drückten und die Frauen tatsächlich unter prekären Bedingungen arbeiten liessen. «Wir seriösen Anbieter sorgen dafür, dass die Frauen an zwei Tagen pro Wochen frei haben. In dieser Zeit organisiert die Familie des Pflegebedürftigen einen Ersatz – oder sie bezahlt für eine zweite Pflegerin.»

Win-win-Situation?

Weil die Gewerkschaften aber selbst dann noch ein Haar in der Suppe fänden, wolle er seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, so der Geschäftsführer. Seine Mitarbeiterinnen seien sehr zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen, betont er. «Sie verdienen bei uns mindestens 3600 Franken – für eine Polin oder eine Ungarin ist das unglaublich viel Geld.» Insofern handle es sich um eine Win-win-Situation.

Gewerkschafterin Albisser lässt dieses Argument nicht gelten. In den bevorstehenden Verhandlungen mit den Kantonen, in die die «betroffenen Kreise» einbezogen werden sollen, geht es für sie auch darum, den Wert der Betreuungsarbeit anzuerkennen. «Es muss klar werden: Jemanden rund um die Uhr zu betreuen, ist Arbeit und kostet etwas.»

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 06.07.2017 03:11
    Highlight Highlight Die Alternative sind vielleicht Wohnheime für Betagte in Polen, Thailand und anderen Ländern wo Zeit und Zuwendung günstig zu haben sind.
  • Whitchface 03.07.2017 12:30
    Highlight Highlight Meine Mutter hat in dieser Hinsicht gut vorgesorgt. Sie will im Fall von Demenz in Thailand betreut werden und hat dies meines Wissens nach, auch in einer Patientenverfügung festgehalten. Die Kosten sind so tief und meine Mutter liebt das Land seit eh und je.
  • Alnothur 03.07.2017 10:51
    Highlight Highlight Was ist an einem Siebentage-Pikett das Problem, wenn man es freiwillig macht? In x Berufen ist das Normal. Fragt z.B. mal einen Grosstierarzt.
    • Pasch 03.07.2017 11:33
      Highlight Highlight Der wird wohl kaum Angestellter sein, sondern seinen eigene Laden haben.
    • Brummbaer76 03.07.2017 12:22
      Highlight Highlight Nur sind solche Berufe besser Bezahlt. Der Pikettdienst wird entweder durch Geld oder mehr Freizeiz/Ferien entschädigt.
    • Whitchface 03.07.2017 12:27
      Highlight Highlight Sorry aber Sie kennen scheinen sich scheinbar schlecht mit den Pikett-Regulierungen auszukennen.
      Soweit ich weiss, ist ein Pikettdienst, welcher länger als 3 aufeinanderfolgende Wochen dauert, bereits illegal.
      Wir beschäftigen 9 Personen um 365 Tage Pikett gewährleisten zu können. (1 ist jeweils abrufbereit)
      1 Jahr am Stuck Pikett zu leisten ist unmenschlich. Das macht auch kein Grosstierarzt. Und wenn doch, selbst Schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Execave 03.07.2017 10:36
    Highlight Highlight Ich kenne jemanden der eine Pflegerin hat für seine sehr stark demente Frau. Er ist ü70 und arbeitet noch immer von zuhause aus. Er hat immer wider Pflegerinnen aus dem Aussland welche ohne Umweg 2000.- pro Monat verdienen und 2-3 Monate bleiben (Mit Arbeitsvertrag, geregelten Arbeitszeiten und Anmeldung). Eine Pflege in einem Heim würde Ihn einiges mehr kosten und dies könnte er sich nicht leisten. Er hätte lieber jemand aus der Schweiz, aber finanziell ist das zurzeit leider nicht möglich.
  • N. Y. P. D. 03.07.2017 10:04
    Highlight Highlight Diese Geschichte ist mir gar nicht mehr präsent. Luzi Stamm kam mir immer integer rüber.
    Für 72 h 3000.-
    Für 41 h 1708.-
    Der Luzi ist ja nicht der einzige, der Sklaven im Haushalt beschäftigt (hat). Da war doch noch einer aus Eglisau.
    Immer gegen Ausländer wettern und eigene Sklaven halten.
    • ujay 03.07.2017 13:34
      Highlight Highlight Ja, Stamm und Fehr aus Eglisau gehoeren zur Partei der weintrinkenden Wasserprediger.
  • Pasch 03.07.2017 09:12
    Highlight Highlight Ja Bude zutun wenn nicht anständig gezahlt werden kann!
  • Thinktank 03.07.2017 09:05
    Highlight Highlight Die Forderungen der Gewerkschaften sind in unserem staatlichen Gesundheitssystem allesamt umgesetzt, deshalb bezahlen wir Unsummen an Krankenkassenprämien. Die Schweiz wird zum kommunistischen Staat, wenn der freie Markt mit völlig absurden Abzockermindeslöhnen reguliert wird. Die Pfleger haben keine Ausbildung und das Geld ist in ihren Heimatländern, wo sie es hinschicken, das mehrfache Wert. Ausländische Leistung kauft man zum ausländischen Preis, das tun auch Banken, Post, Armee etc. Die Gewerkschaften möchten wieder eine Kontrollpolizei etablieren. Big Gewerkschaft ist watching you.
    • blueberry muffin 03.07.2017 09:18
      Highlight Highlight Was für ein Bullshit. Mal nach Big Pharma suchen und dann weisst du, wieso wir soviel KK zahlen.
    • D. Saat 03.07.2017 09:27
      Highlight Highlight Es gibt sicherlich auch Personen, welche diese Arbeit gerne erledigen würde, welche in der Schweiz leben. Aber halt nicht für dieses Geld. Die Banken übrigens (zumindest die ubs) verlegen ganze Abteilungen ins Auslang, was nicht vergleichbar ist. Ich finde es richtig, wenn sich jemand für die Belange der eifachen Arbeitnehmer einsetzt. Jene Partei welche vorgibt dies zu tun stellt lieber selbst unterbezahlte Putzfrauen und Pflegerinnen an.
    • Mr. Malik 03.07.2017 09:32
      Highlight Highlight @thinktank
      Was für ein wirrer kommentar..

      Arbeiten ohne urlaub und freizeit = kommunismus?
      Marx wäre total einverstanden..

      Die gewerkschaften haben haben ihre forderungen allesamt umgesetzt?
      Ahja? Sprich mal mit jemandem aus dem pflegesektor...
      Abzockermindestlöhne?
      Das musst du erklären... 1900.- ist abzockermindestlohn?
      Aber immer schön nach unten treten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 03.07.2017 08:26
    Highlight Highlight Keine Hochkultur ohne Sklaverei.
    • Alnothur 03.07.2017 10:49
      Highlight Highlight An deiner Stelle würde ich ganz dringend das Wort "Sklaverei" nachschlagen.
    • Mr. Malik 03.07.2017 12:08
      Highlight Highlight Wikipedia; sklaverei (lässt sich auch ähnlich in "echten" nachschlagewerken finden):

      Im In vielen sklavenhaltenden Staatswesen behielten Sklaven eine gewisse Rechtsfähigkeit und konnten z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum erwirtschaften, das es ihnen eventuell erlaubte, durch Selbstkauf die Freiheit zu erlangen. Sinne zählen zur Sklaverei auch Freiheitsberaubung und Nötigung von Menschen ohne gesetzliche Grundlage beziehungsweise als Verstoß gegen die geltenden Gesetze. [...] Die Grenzen zwischen Sklaverei und „sklavereiähnlichen“ Erscheinungen wie etwa Zwangsarbeit sind fließend.
    • Menel 03.07.2017 12:29
      Highlight Highlight http://slaveryfootprint.org/

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