Schweiz
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St.Galler Kita-Chef kämpft nach Pädo-Skandal mit den Tränen: «Dafür gibt es keine Worte»

Ein ehemaliger Mitarbeiter einer St. Galler Kindertagesstätte (Kita) steht im Verdacht, Buben sexuell missbraucht zu haben. Die Verantwortlichen der betroffenen Kita sind bestürzt und wollen die Abläufe bei der Kinderbetreuung überprüfen.



Jacques Hefti, Verwaltungsratspraesident der Fiorino Kinderbetreuung, spricht an einer Medienkonferenz ueber einen Kindsmissbrauchsfall in einer Kita in St. Gallen, am Donnerstag, 7. Februar 2019, in St. Gallen. Im Juli 2018 wurde ein damals 33-jaehriger Schweizer Angestellter einer Kindertagesstaette festgenommen. Die Polizei hat mutmassliche Kinderpornographie sichergestellt. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann selbst Kinderpornographie herstellte, auch in der Kindertagesstaette. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Am Mittwoch wurde die Geschäftsleitung der Fiorino AG von der St. Galler Staatsanwaltschaft informiert, dass der dringende Verdacht bestehe, dass ein Bub in einer Fiorino-Kita St. Gallen Ost sexuell missbraucht wurde. «Wir sind zutiefst erschüttert», sagte Fiorino-Verwaltungsratspräsident Jacques Hefti am Donnerstagmittag vor den Medien.

Pädophiler Übergriff in Kita St. Gallen

Video: srf/Keystone

Die ganze Fiorino-Familie leide, Eltern und Mitarbeitende seien sehr stark betroffen. «Wir mussten uns zuerst um die Eltern, um die Kinder und um die Mitarbeitenden kümmern», sagte Hefti.

«Wir wissen nicht, wie es der ehemalige Mitarbeitende geschafft hat, mit dem Kind alleine zu sein», erklärte er. Bei Fiorino werde immer in Gruppen und bei offener Türe gearbeitet. «Wir werden alles unternehmen, dass so etwas nie wieder geschieht.» Es seien bei den Abläufen keine Lücken gefunden worden. Sie würden aber nochmals überprüft.

Staatsanwaltschaft informierte Eltern

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Eltern von der Staatsanwaltschaft kontaktiert. Inzwischen seien sämtliche Eltern und Mitarbeitende umgehend über die neusten Entwicklungen informiert worden. Gleichzeitig wurde das Kinderschutzzentrum St. Gallen um Unterstützung angefragt, etwa beim Elternabend, der am Donnerstagabend stattfinden wird.

Wegen des Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornografie im Darknet führte die St. Galler Staatsanwaltschaft im vergangenen Juli Hausdurchsuchungen durch, darunter in der Kita St. Gallen Ost der Fiorino. Im Fokus der Ermittlungen stand ein 33-jähriger Schweizer.

Die Staatsanwaltschaft hat den dringenden Verdacht, dass der Mann an zwei kleinen Buben sexuelle Handlungen vorgenommen hat; die Kinder waren damals weniger als zwei Jahre alt. Dabei soll er Videos erstellt haben, die er zum Teil im Darknet verbreitete.

Eines der beiden Kinder soll er im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei «im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten bei der von der Hausdurchsuchung betroffenen Kindertagesstätte» missbraucht worden. (aeg/sda)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LaGallega 07.02.2019 22:01
    Highlight Highlight Ich finde keine Worte um dass zu beschreiben was ich fühle wenn ich solche Nachrichten lese... Solche Individuen sind für mich einfach nur ekelhaft und völlig geistesgestört... Es macht mich so wütend! Viel Kraft den betroffenen...die kleinen tun mir so leid 😔😔
  • bokl 07.02.2019 19:24
    Highlight Highlight Ein paar Tränen für die Medien, aber

    "... immer in Gruppen und bei offener Türe ..."

    "... bei den Abläufen keine Lücken gefunden ..."

    Sprich: "Wir haben keine Fehler gemacht!". Natürlich wird nochmals alles überprüft. Aber wer nichts finden will, findet auch nichts.

    Meiner Meinung nach brauchen Kitas weder eine AG, noch einen CEO.
    • Bobby17 08.02.2019 16:53
      Highlight Highlight Was dann?
  • pamayer 07.02.2019 17:37
    Highlight Highlight Bin in solchen Fällen froh, nicht bei den Strafverfolgungsbehörden zu arbeiten.

    Chapeau allen diesen, die dort ihr bestes geben und sich dabei intensiv mit dem grässlichsten auseinandersetzen.

    Und dabei noch Mensch bleiben.
  • dechloisu 07.02.2019 15:38
    Highlight Highlight Neben dem Schaden welchen er offensichtlich bei Kindern und Familien anrichtet, steht nun wieder jede/r Erzieher/in unter Generalverdacht.

    • Citation Needed 07.02.2019 17:12
      Highlight Highlight Es ehrt Dich, dass Du beide Geschlechter ansprichst. Da es aber ein Mann war, werden sich Verdachtsmomente viel eher gegen Männer richten. Schon Ende 90er, als die Pädophilie-Problematik gerade sehr präsent war in der Öffentlichkeit (u.A. wegen dem Fall Osterwalder), klagten viele Väter, sie fühlten sich beargwöhnt wenn allein mit ihren Kindern. Damals gab es auch kaum männliche Erzieher. Dieser Fall könnte eine an sich gute Entwicklung bremsen und alte Vorurteile wieder aufleben lassen.
    • Corny 07.02.2019 17:22
      Highlight Highlight Vorallem die Männer, die sich in diesem Berufsfeld engagieren. Sehr traurig.
    • pamayer 07.02.2019 17:35
      Highlight Highlight Nein. Sicher nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 07.02.2019 14:39
    Highlight Highlight Was geht in so einem Menschen welcher diese Veranlagung hat bloss vor!? Man sollte meinen, es gebe wohl genügend Anlaufstellen/Institutionen wo er sich Hilfe holen kann.
    Ich kann und will das gar nicht verstehen. Das sind Schutzbefohlene, hilflose Kinder.
    • who cares? 07.02.2019 17:26
      Highlight Highlight Naja, das funktioniert nur, wenn der Betroffene auch einsieht, dass seine Handlungen falsch sind. Scheint hier nicht der Fall zu sein.
    • Mladjo86 07.02.2019 20:33
      Highlight Highlight Diesen Menschen interessieren sich nich für Anlaufstellen. Sonst würden sie all das nicht tun.
  • Daniel Martinelli 07.02.2019 14:35
    Highlight Highlight Es erschüttert mein Herz wenn ich sowas lesen muss. Ich habe selbst eine Tochter die gerade mal 1 1/2 Jahre alt ist. Solche Männer gehören zwangskastriert und lebenslang weggesperrt.
    • loquito 07.02.2019 18:17
      Highlight Highlight Ich bin eigentlich gegen drakonische Strafen. Wenn ich aber solches lese, sollte es eine Insel mitten im Pazifik geben für solche Menschen. Alle zusammen auf die Insel und gut ist.
    • anundpfirsich 07.02.2019 18:48
      Highlight Highlight Ich bin deiner Meinung, jedoch bin mir nicht sicher ob eine Zwanskastration was bringen würde 🤔
    • bokl 07.02.2019 19:19
      Highlight Highlight @Daniel Martinelli
      Mit dem "Auge um Auge"-Ansatz begeben wir uns auf seine Niveau-Stufe. Das bringt uns nicht weiter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Johnny Geil 07.02.2019 14:25
    Highlight Highlight Hiermit einfach mal ein Dankeschön an die Polizei, dass die sich mit solch abartigen Machenschaften auseinandersetzen müssen. Und danke, habt ihr den Täter erwischt.
    • Citation Needed 07.02.2019 19:30
      Highlight Highlight Hab mir mal aus erster Hand anhören dürfen, was z.B. die IT-Forensik für Aufgaben übernehmen muss. Du hast also völlig recht, wenn Du den Leuten dankst, die solche überaus belastenden Aufgaben übernehmen.
    • Caerulea 07.02.2019 22:07
      Highlight Highlight Schon allein das Bild/Video Material zu sichtigen wäre zu viel für mich...
      Ja vielen Dank an die Polizei und ihren Helfern.

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