Schweiz
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Schwägalp-Lawine: Suche geht weiter ++ Verletzte konnten Spital verlassen



Eine rund 300 Meter breite Lawine ist am Donnerstag auf der Schwägalp niedergegangen. Die Schneemassen verschütteten Autos und drangen ins Hotel Säntis ein. Drei Personen wurden leicht verletzt. Sie konnten das Spital nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Nach wie vor sind bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden keine Vermisstmeldungen von Personen eingegangen. Trotzdem setzen die Rettungskräfte ihre Arbeit fort. Nach Sondierungen durch Fachleute wird der Lawinenkegel mit schwerem Gerät abgetragen.

Erst wenn der Schnee vollständig weggeräumt sei, bestehe Gewissheit, dass niemand verschüttet worden sei, teilte die Ausserrhoder Polizei am Freitagnachmittag mit. Die Arbeiten sollen fortgeführt werden, solange es die Wettersituation zulässt.

Die Hotelgäste, die die Nacht auf der Schwägalp verbracht haben, werden zurzeit mit Bussen ins Tal gefahren. Bereits in der Nacht hatte die Polizei 75 Menschen von der Alp transportiert.

Mittlerweile ist die Schwägalpstrasse für den Verkehr wieder frei befahrbar. Die Zufahrt zur Talstation der Säntisbahn und dem Berghotel, dem Bereich des Lawinenkegels, bleibt weiterhin für jeglichen Verkehr gesperrt.

Aufgrund der starken Schneefälle und der Lawinengefahr hatten die Bergungsmannschaften die Absuche des Lawinenkegels am Donnerstagabend eingestellt. 

Mehrere Meter hohe Lawine

Aufgrund erster Erkenntnisse hat sich eine Lawine am Hang gegenüber des Hotels Säntis auf der Schwägalp gelöst. Die Schneemassen drangen bis zur Bushaltestelle vor dem Hotel und verschütteten mehrere Autos und Teile des Restaurants. 

Augenzeuge berichtet

Das St.Galler Tagblatt zitiert einen Augenzeugen, der im Hotelrestaurant war, als die Lawine niederging: «Es gab einen Riesenlärm, und im hinteren Bereich drangen die Schneemassen ins Restaurant ein.» 

Zum Zeitpunkt des Lawinenniederganges hätten sich nur wenige Gäste im Restaurantbereich befunden, berichtet der Mann weiter. Ein Postauto, das vor dem Hotel stand, sei an den Eingangsbereich des Hotels gedrückt worden. Auf dem Schwägalp-Parkplatz seien zudem mehrere Autos zu sehen, die aufs Dach gedreht wurden. (whr/cma/mlu/sda)

Was für die einen eine grosse Last, ist für andere ein Segen

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 12.01.2019 00:48
    Highlight Highlight Das neue Hotel wurde in der Lawinenzone blau rechtskräftig bewilligt. Offenbar kann man sich in Schweizer Berghotels nicht mehr sicher fühlen, denn da werden Hotels in Lawinenzonen erstellt.
  • #Technium# 11.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Die Verantwortlichen des örtlichen Lawinenschutzes sowie der Gemeinderat scheinen geschlafen und alles grob fahrlässig verschlampt zu haben. Ist ja nicht seit gestern, dass dort Lawinen abgehen. So etwas darf einfach nicht passieren und wird hoffentlich noch ein juristisches Nachspiel haben.
  • Staedy 11.01.2019 08:24
    Highlight Highlight Das Hotel steht in einer lawinengefährdeten Zone.
    https://www.geoportal.ch/ktar/map/373?y=2742358.21&x=1235533.43&scale=2000&rotation=0
    Einfach Pech kann man da kaum sagen. So viele lawinengefährdete Zonen gibt es ja nicht. Da bleibt dann halt schon die Frage, ob man dies einfach in Kauf genommen hat bei einem Extremereignis. Aber dies müsste ja die Staatsanwaltschaft klären.
  • Neemoo 10.01.2019 23:42
    Highlight Highlight Erinnert mich etwas an die Katastrophe von Galtür 1999
    • Mimi1200 11.01.2019 12:44
      Highlight Highlight Absolut nicht mit der Katastrophe in Galtür vergleichbar!
    • Neemoo 11.01.2019 18:56
      Highlight Highlight Ich schreibe auch "etwas"
  • Chris_theOne 10.01.2019 20:45
    Highlight Highlight Wollte nachschauen ob das Hotel im roten Bereich des Gefahrenzonen Plans gebuat wurde, konnte aber für den Kanton St. Gallen gar nichts im Netz finden.
    Für Graubünden und Wallis findet man das ohne Probleme online.
  • Chris_theOne 10.01.2019 20:23
    Highlight Highlight Mein Beileid an alle Verletzten und Verschüttete!
    Erstaunt, dass Lawienen runter gehen bin ich jedoch nicht, aber sehr erstaunt, dass Hotels und Bahnstationen heutzutage unter gefärdete Lawienenhänge gebaut werden.
    • Scaros_2 10.01.2019 21:05
      Highlight Highlight Das Gebäude steht unmittelbar nebem dem alten hotel säntis. Dort gab es immer schon ein gebäude. Das ist/war jetzt der unwahrscheinliche Fall welcher dennoch eingetretten ist. Das ist schicksall weil es keinen 100% schutz an solch einem ort gibt.
    • whatthepuck 10.01.2019 22:53
      Highlight Highlight Scaros, das ist genau die Logik die zu solchen Situationen führt - da war schon immer was, da darf also auch weiterhin was sein. Zur Zeit als das alte Gebäude gebaut wurde hatte man sicher noch nicht die gleichen Kenntnisse und gesellschaftlichen Standards wie wir sie heute haben. Wer aus Fehlern nicht lernen will, ist selber schuld.

      Idealerweise fliesst das Ereignis in zukünftige Gefahrenkartierungen ein und bewirkt, dass in der Schweiz künftig noch weniger Schaden durch Naturgefahren verursacht wird. Ob die Appenzeller den Mumm haben auf etwas Cash zu verzichten?
    • Juliet Bravo 10.01.2019 23:01
      Highlight Highlight Die Talstation der ersten Säntis-Schwebebahn befand sich seit 1935 an genau der Stelle. Bis zum Abbruch blieb sie unversehrt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olf 10.01.2019 19:52
    Highlight Highlight Schon als die Bauvisiere gestanden sind dachte ich mir dass das Gebäude an einem ungünstigen Ort gebaut wird.
    • Zauggovia 10.01.2019 23:40
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, weshalb die zuständigen Behörden nicht Olf um seine Meinung gebeten haben.
  • Silas89 10.01.2019 18:46
    Highlight Highlight Ruedi Widmer ist super!
    Benutzer Bild
    • Nelson Muntz 10.01.2019 21:01
      Highlight Highlight Ruedi hat wohl im Glonpischi geschlafen
    • Hallosager 11.01.2019 00:46
      Highlight Highlight Beileid an alle Betroffenen.. Aber bei dem Spruch musste ich leider wirklich laut lachen 😅🙈
    • Mia_san_mia 11.01.2019 06:39
      Highlight Highlight 😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • zeitgeist 10.01.2019 18:41
    Highlight Highlight Das neu erbaute Hotel Säntis wird bald einmal von einer Lawine getroffen und beschädigt. In seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich mehrere Jahrhundert alte Gebäude, welche in ihrer ganzen Geschichte unversehrt blieben.
    Dieser Vorfall ist eine direkte Folge der verstärkten Ausbreitung der Bautätigkeit des Menschen und des Vorstosses in Gebiete mit erhöhtem Risiko.
    • RandyRant 10.01.2019 20:51
      Highlight Highlight Als ich gesehen habe was die dort für einen Klotz hingestellt habe, habe ich was ähnliches gedacht.
      Gibt schon einen Grund wieso in den Bergen früher anders ge- und bebaut wurde...
      Aber du siehst ja an deinen Blitzen - das interessiert nicht ;)
    • Herr Noergler 10.01.2019 21:09
      Highlight Highlight Falsch! Das neue Hotel nimmt nur unwesentlich mehr Platz ein, als das alte. Somit ist nichts mit „verstärkter Ausbreitung“. Dieser Vorfall ist die direkte Folge von sehr viel Schnee und starkem Wind. Lawinen dieser Grösse und mit solchen Auswirkungen sind an dieser Stelle sehr selten.
    • Töfflifahrer 10.01.2019 21:10
      Highlight Highlight Welche Gebäude? Die Seilbahnstation, die Schaukäsi, das Werkdepot? Dir sind jetzt nich gerade sehr alt.
      Das alte Hotel/Restaurand wurde abgerissen, sonst hat es in der weiteren Zmgebung noch eine Kapelle und Alphütten.
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Das Schneechaos im östlichen Alpenraum hält weiter an. Wer sich im Moment in dieser Region aufhält, kommt mit dem Schneeschaufeln kaum mehr hinterher.

Die vielen Bilder und Videos im Internet zeigen: Es wird wacker geschaufelt, freigeräumt, gestaunt – und mittendrin ist ein David Hasselhoff im Bademantel.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels befand sich unter Punkt acht ein Bild, welches nicht aus diesem Jahr stammte. Wir haben es nun durch ein aktuelles ersetzt.

(pls)

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