Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Samuel Widmer mit einer seiner Frauen, Daniele Nicolet, an einem Kongress in Lüsslingen 2015.

Sektenblog

Geile Mischung! Verabreicht Drogen-Therapeut Widmer seinen Patienten weiter illegale Substanzen?

Der Lüsslinger Psychiater Samuel Widmer verabreicht in seinen Drogentherapien angeblich nur zugelassene Medikamente. Vieles spricht dafür, dass seine «Patienten» weiterhin verbotene Substanzen wie LSD, Meskalin und MDMA einnehmen.



Der Lüsslinger Psychiater Samuel Widmer widmet sein ganzes Leben den Drogen und dem Tantra. Wahrlich eine geile Mischung, um stets und rundum high zu sein.

Abgerundet hat er das attraktive Lebens- und Business-Modell mit einer Rolle, die den Lustgewinn weiter toppt: Er sieht sich als spirituellen Weltenlehrer, der von seinen vielen Anhängern gern als Guru verehrt wird.

Etwa 200 von ihnen zogen in die Umgebung von Lüsslingen-Nennigkofen, also zu Widmer, und bilden die Kirschblütengemeinschaft. Eine Art Riesen-WG, die sich ganz der Liebe verschrieben hat. Und – offensichtlich – den Drogen LSD und Ecstasy (MDMA), die sie als Türöffner zur Seele verstehen. Und natürlich zu den Herzen.

Strafverfahren gegen Widmer läuft

Pech nur, dass die inkriminierten Substanzen illegal sind. Deshalb läuft zurzeit ein Strafverfahren gegen den 67-jährigen Psychiater, die Staatsanwaltschaft Solothurn ermittelt gegen ihn, seinen Sohn und zwei weitere Kirschblütler.

Widmer behauptet, es sei schon lange Schluss mit den Drogen-Therapien (Psycholyse) in Grossgruppen – Therapien, die für Aussenstehende wie Drogenpartys wirken. Er behauptet, für seine Sessionen keine illegalen Substanzen, sondern Ephedrin und Ketamin zu verwenden, also zwei legale Medikamente.

Film über Drogentherapien – auch Samuel Widmer kommt darin vor

abspielen

Das Video über die Psycholyse verklärt die Drogentherapien. Video: YouTube/Liesenfeld Media

Bei der Drogensitzung des Berliner Arztes Garrik R. – ein Schüler Widmers – starben zwei Klienten an einer Überdosis.

Aber stimmt das wirklich? Verschiedene Indizien nähren die Vermutung, dass die Therapien im Umfeld der Kirschblütengemeinschaft weiterhin mit LSD und MDMA über die Bühne gehen.

Verräterisch ist in diesem Zusammenhang der neue einstündige Film über die psycholytische Therapie des deutschen Esoterikers Dirk Liesenfeld. Widmer hat den Film auf seine Homepage geladen und ruft dort dazu auf, den Streifen finanziell zu unterstützen.

Wo Psycholyse draufsteht, ist meist auch Widmer drin. Der Psychiater ist weltweit eine zentrale Figur, wenn es um Drogentherapien geht. Deshalb spielen er und seine Anhänger im Streifen eine wichtige Rolle. Nicht nur haben er und seine beiden Frauen prominente Auftritte im Film, gezeigt wird auch eine Psycholyse-Sitzung im Zentrum von Widmer in Lüsslingen. Und es kommen auch mehrere seiner Anhänger zu Wort.

Und – wenig überraschend – die Kirschblütler loben die Drogentherapie über den grünen Klee. Kein Wort zu den Gefahren, kein Wort darüber, dass auch schon eine Drogensitzung bei Widmer aus dem Ruder gelaufen ist: Patienten gerieten in Panik und bekamen Angstzustände, wie Teilnehmer berichten.

Bild

Samuel Widmer hat mit zwei Frauen elf Kinder.

Immerhin geht der Filmer Liesenfeld auf die Drogensitzung des Berliner Arztes Garrik R. ein – auch er ein Schüler Widmers –, bei der zwei Klienten an einer Überdosis gestorben sind, die ihnen der Arzt persönlich verabreicht hatte. Garrik R. stand selbst unter Drogen und hat sich bei der Dosierung vergriffen.

«Harmloses» MDMA und LSD

Ansonsten sagen alle, wie wunderbar und harmlos MDMA und LSD seien. Wie grossartig die Therapie wirke, vor allem bei der Behandlung von Traumata.

Das hohe Lied der Psycholyse singen auch die Anhänger von Widmer – und das besonders laut. Man mag kaum glauben, dass ausgerechnet sie sich mit dem wirkungsarmen Ketamin begnügen.

Widmer kaufte zwar jahrelang grosse Mengen von Ketamin, wie ehemalige Anhänger berichten. Sie erklären aber, dies sei lediglich ein Tarnkauf gewesen. Die Behörden sollten glauben, er verwende das Medikament tatsächlich.

Vor der Einnahme der Drogen mussten die Klienten einen Vertrag unterschreiben und sich verpflichten, während der Veranstaltung nicht zu sterben.

Ehemalige Schüler widersprechen. Ketamin sei in Wirklichkeit entsorgt worden, bestätigen sie. Sie müssen es wissen, haben sie doch während 20 Jahren bei den Drogentherapien in Grossgruppen mit bis zu 80 Personen die verbotenen Substanzen LSD, MDMA und andere eingenommen.

Den Beweis dafür lieferte ein Reporter der Sendung «Beckmann» des deutschen Fernsehsenders ARD im März 2015. Dieser nahm in einer spektakulären Undercover-Aktion an einer kollektiven Sitzung in Lüsslingen teil und schmuggelte die verwendeten Substanzen aus dem Gruppenraum von Widmer. Draussen wartete der Arzt und Apotheker Hannes Welcker.

Lebensgefährliche Mischung

Seine Laboruntersuchung vor Ort ergab, dass es sich um die verbotenen Substanzen MDMA und Meskalin handelte. Diese Mischung sei «Scharlatanerie und lebensgefährlich», sagte Welcker.

Der ARD-Reporter hat die Drogensitzung mit einer versteckten Kamera gefilmt. Geleitet wurde die «Therapie» von der Ehefrau Widmers, die keine anerkannte Ausbildung als Therapeutin besitzt.

Den rund 20 Teilnehmern – die Hälfte von ihnen Deutsche – wurde gesagt, dass die Einnahme von Ecstasy nicht legal sei. Das Risiko liege aber beim Leitungsteam. Wörtlich: «Wir kommen ins Gefängnis oder haben eine grosse Strafe am Hals, wenn herauskommt, dass wir das machen.»

Den Teilnehmern der «Therapie» wurde geraten, bei Anrufen oder in Mails die Drogen nicht zu erwähnen. Vor der Einnahme der Drogen mussten die Klienten einen kuriosen Vertrag unterschreiben und sich verpflichten, während der Veranstaltung nicht zu sterben.

Aus der Schatzkiste «ausgegraben»

Dann verkündete die Leiterin: «Wir haben gedacht, wir könnten mal Meskalin und MDMA zusammen machen.» Meskalin sei zwar nicht mehr erhältlich, doch «wir haben unsere geheime Schatzkiste, wo wir es ausgegraben haben».

Ein paar Tage später führte der ARD-Moderator Reinhold Beckmann ein Interview mit Widmer und seiner Ehefrau Daniele. Die beiden hatten keine Ahnung von der Undercover-Aktion und tappten prompt in die Falle.

«Wir haben gedacht, wir könnten mal Meskalin und MDMA zusammen machen.»

Leiterin einer Kirschblüten-Drogentherapie

Widmer sagte, bei den Sitzungen würden ausschliesslich Ephedrin und Ketamin eingesetzt. Seine Frau ergänzte, die Klienten brächten manchmal LSD oder Ecstasy mit. «Das vermuten wir», unterbrach Widmer sie rasch.

Sohn von Widmer in Untersuchungshaft

Kurz vor der Ausstrahlung des Films führte die Solothurner Polizei eine Razzia bei Widmer durch und setzte seinen Sohn vorübergehend in Untersuchungshaft. Er soll laut Aussteigern als Drogenkurier gewirkt haben.

Es überrascht deshalb nicht, dass es Widmer und seine Anhänger im Film von Liesenfeld vermeiden, LSD und MDMA zu erwähnen, schliesslich läuft gegen den Psychiater ein Strafverfahren. Deshalb sprechen sie von «Substanzen» und «Medikamenten».

Ehemalige Klienten bezweifeln aber, dass das System Widmer ohne LSD, MDMA und andere Drogen funktioniert. Sie sind sich deshalb ziemlich sicher, dass unter den Kirschblütlern weiterhin illegale Substanzen verwendet werden – trotz Strafverfahrens und voraussichtlichen Prozesses.

Kirschblütler verklären Halluzinogene

Ausserdem sagt Widmer im Film, die Psycholyse sei das beste Hilfsmittel, das sie gefunden hätten. Zur Psycholyse, wie sie Widmer versteht, gehören zwingend LSD und Ecstasy. Denn in den vielen Büchern und unzähligen Texten von Widmer ist im Zusammenhang mit der Psycholyse nirgends die Rede von Ketamin.

Widmer sieht im psycholytischen Weg ein religionsähnliches Ritual, das eine grundsätzliche Mutation im menschlichen Geist und Gehirn anstrebt.

Dieses Medikament interessiert ihn im Zusammenhang mit der Psycholyse schlicht nicht. Hingegen thematisiert er bei jeder Gelegenheit die heilende Wirkung illegaler Halluzinogene oder psychotroper Substanzen.

Ein Leben für die Psycholyse

Widmers Leben dreht sich seit Jahrzehnten um die Psycholyse. Früher konnte er seinen Kursteilnehmern legal Drogen abgeben. 1986 bekam er vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Bewilligung, LSD zu Forschungszwecken einzusetzen. 1993 entzog das BAG ihm die Zulassung wieder.

Doch der Psychiater dachte offenbar nicht daran, auf LSD und Ecstasy zu verzichten, wie Aussteiger berichten und der ARD-Beitrag zeigt. Zu sehr war er von den Drogen begeistert und bezeichnete sie als Sakramente, mit denen sich ein Raum öffne, «der über das Menschliche hinausgeht».

Dies führe zu «einer Verbundenheit mit dem ganzen Universum», man stehe «vor dem ganzen Mysterium des Seins», das Weltall stürze in einen hinein. Widmer sieht im psycholytischen Weg ein religionsähnliches Ritual, das «eine grundsätzliche Mutation im menschlichen Geist und Gehirn» anstrebe und zu einem unausweichlichen Evolutionsschritt führe, «von dessen Gelingen unser Überleben auf diesem Planeten abhängig ist».

Widmers Therapien ohne LSD sind nicht denkbar

Der Psychiater hat in den letzten 30 Jahren mehrere 100 Psycholyse-Therapeuten ausgebildet und mehrere 1000 Klienten auf ihren Psycholyse-Therapien begleitet. Dafür haben sie ihn geliebt. Dass er ihnen in den letzten 20 Jahren ausschliesslich Ephedrin und Ketamin abgegeben hat, glaubt wirklich niemand. Deshalb: Widmer ohne LSD ist nicht denkbar.

Ketamin ist für Psycholyse-Therapeuten wie Sirup mit einem Tropfen Cognac für einen Alkoholiker – praktisch wirkungslos. Und Sirup mögen die Widmer-Anhänger wirklich nicht.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei. Neu befasst er sich mit dem Thema wöchentlich auf watson.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Drogen im Elendsviertel: Nyaope-Szene in Johannesburg

Alles zum Thema Drogen

Halt dich fern von «Netflix und Chill» – das sind die 6 Teufels-Pillen an der Street Parade

Link zum Artikel

Die Aargauer Polizei entdeckt das Darknet – und jagt Cannabis-Verkäufer 🙈

Link zum Artikel

Einmal Gras-Schmuggel von Zürich nach Belgrad

Link zum Artikel

«Ja, ich habe gekifft»: Cassis will Cannabis legalisieren – diese Bürgerlichen ziehen mit

Link zum Artikel

«Gute Erfahrungen gemacht»: Gesetz in den USA soll Cannabis landesweit legalisieren

Link zum Artikel

Die Schweiz ist ein Kokain-Paradies – 17 Fakten zum globalen Drogenkonsum

Link zum Artikel

Zauberpilze im Toggenburg – auf der Suche nach Magic Mushrooms

Link zum Artikel

Ein wegweisendes Urteil für alle Kiffer: Jus-Student führt Zürcher Polizei vor 

Link zum Artikel

Die halbe Welt ist «Legal High», nur die Schweizer kiffen weiter Gras. Weshalb, Herr Berg?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Schneider (1) 16.05.2016 10:57
    Highlight Highlight Ich bin weder Anhänger noch Freund von Widmer, habe aber Respekt, das er sich mit einem Thema befasst vor dem kariereorientierte Wissenschaftler und Psychiater
    einen großen Bogen machen. Wer sich in die Schmuddelecke "Drogen" wagt, begibt sich in große
    Gefahr. Seit Jahrzenten gibt es hier keine vernünftige wissenschaftliche Forschung mehr. Dieses ganze Gebiet ist völlig Stimmungsmachern wie Herrn Stamm
    Moralisten und Heuchlern und Politikern überlassen.
    Es wäre an der Zeit das sich mutige und kompetente
    Menschen mit wissenschaftlichem Ansatz mit diesem Thema befassen.
  • dracului 01.05.2016 16:29
    Highlight Highlight Kommt mir vor, wie ein Flashback aus den Sixties. Schon die Hippies suchten Hilfe durch das Psychedelische. Unser aller Leben hat sich leider nicht wesentlich verbessert seit damals! Das Hippie-Gedankengut haben wir erfolgreich überwunden. Nach "Liebe" sehnen sich nach wie vor alle, weshalb irgendwelche "Gurus" immer Kunden finden werden. Wir könnten ja mal an unserem Zusammenleben arbeiten und das "richtige Leben" erträglicher machen? Ich möchte diese Welt eigentlich drogenfrei, ohne Guru und mit Lebensqualität erleben, aber leider verdient man scheinbar zu wenig mit glücklichen Menschen.
  • alternativdenker 30.04.2016 16:43
    Highlight Highlight Zum zweiten:
    Ich danke solchen Leuten die den Mut haben anders zu sein, vergöttern tu ich sie trotzdem nicht. Wenn das die Leute zum Teil machen ist das ihr Problem...
    Es gibt ein interessantes Interview auf YouTube von Widmer mit seiner Frau und Herrn stamm Lohnt sich. Jeder soll doch selbst über richtig und falsch nachdenken.
    Play Icon
  • alternativdenker 30.04.2016 16:39
    Highlight Highlight Es brauch auch solche Menschen, klar ist da vieles was man kritisieren kann. Unsere Welt ist schwierig und viele Menschen sind extrem von der Liebe abgeschnitten. Mdma oder andere substanzen (legal oder nicht legal ist eher eine politische frage) kann öffnen was verschlossen war. Natürlich sind Drogen keine Lösung für Probleme. Aber sie können helfen mal wieder zu fühlen. Danach muss, das erfahrene verarbeitet werden. So wie man immer dafür arbeiten muss sich zu entwickeln.
  • Mia_san_mia 30.04.2016 12:10
    Highlight Highlight Warum haben sie diesen Artikel geschrieben Herr Stamm? Echt langweilig...
    • bebra 09.07.2017 15:30
      Highlight Highlight Hugo Stamm zeigt sich gerne als Moralapostel der Menschheit.
  • Share 30.04.2016 11:23
    Highlight Highlight Die Psycholyse will mit der Brechstange schaffen was die Christen seit zweitausend Jahren leben. Viel Erfolg. Vielleicht ein bisschen bei Shakespeare abgucken, der brauchte nur vierhundert Jahre. Ganz ohne Firlefanz.
    • keplan 30.04.2016 15:41
      Highlight Highlight Selten so gelacht. Die letzten 2000 Jahren hat das Christentum in erster Linie Mord, Folter und Sklaverei gebracht, glaube nicht das LSD das schafft.
    • Share 30.04.2016 21:03
      Highlight Highlight @swi
      Das Christentum hat das Erbe des Keltischen, Römischen, Ägyptischen, Griechischen und Babylonischen Reichs angetreten. Dann kam der Islam und die neue Zeitrechnung brachte Jack hervor. Essen und Trinken tun wir immer noch, gottlob. So lebt der Mensch nicht von Luft und Liebe allein und vom Echo vergangen Kulturen wie das Halluzinogene vorgaukeln eben auch nicht. Das traue ich nur dem Bier äh Alkohol äh Wein zu.
      Ouch schon wieder die Christen. Wie überholen, wenn nicht schupsen? Ich glaube übrigens David Quetta schafft das in einer einzigen Generation, vielleicht auch nur in einer Dekade.
    • kloeti 02.05.2016 09:21
      Highlight Highlight @share: War da etwa jemand bei Widmer in der psycholise?
    Weitere Antworten anzeigen
  • saeltsam 30.04.2016 10:50
    Highlight Highlight momol, geile Mischung

    Play Icon



  • Flint 30.04.2016 10:42
    Highlight Highlight Jetzt mal Marschhalt liebe Kommentarschreiber. Medizin, wozu auch die Psychiatrie gehört, ist eine Wissenschaft welche Behandlungsmethoden anhand wissenschaftlicher Studien analysiert und bewertet. Das ist der grosse Unterschied zur häufig vom Volk beschriebenen Erfahrungsmedizin. Würden diese Substanzen tatsächlich einen nachweisbaren Nutzen in der Behandlung zeigen, d.h. z.B. auch die Bilanz zwischen Nutzen und Risiken ist positiv, würden solche Therapien wie im Artikel beschrieben in Kliniken angeboten und sorgfältig durchgeführt.
    • You will not be able to use your remote control. 30.04.2016 15:07
      Highlight Highlight Genau, aber in diesem Artikel wird diesem Typen nicht vorgeworfen etwas anzubieten, das es so nicht gibt (Heilung durch XTC), sonder: Mimimimim die nehmen illegale Drogen und sind darum illegal, diese illegalen.

      Es wird hingegen nicht auf die Problematik eingegangen, dass man diesen Sekten nicht einfach Sektentum vorwerfen kann. (Das ist auch eine schwierige Frage und es gibt wohl kein einfach..)
  • Thanatos 30.04.2016 09:25
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht ganz. Ausser, dass es nicht gesetzeskonform ist.
    Diese Substanzen können Türen öffnen, die wir gar nicht kennen. Und der Staat erkennt die Möglichkeiten und Chancen nicht, die sich bieten. Ausserdem wird auch bei den legalen Psychopharmaka nicht gerade gespart. Nur sind die legal und damit bei vielen Leuten akzeptiert.
  • kunubu 30.04.2016 09:07
    Highlight Highlight Wäre interessant zu wissen wie es den tausenden von "Patienten" heute geht. Es könnte ja auch sein, dass die Mehrheit der Leute etwas positives daraus mitgenommen haben. Ob die Substanzen legal oder illegal sind ist aus meiner Sicht zweitrangig.
  • rodolofo 30.04.2016 08:39
    Highlight Highlight Auch in der "konventionellen" Psychiatrie spielen Drogen eine wichtige Rolle!
    Mit Psychopharmaka werden psychisch kranke und verwirrte Menschen ruhig gestellt, süchtig gemacht, belämmert und - wenn sie willenlos geworden sind und sich selbst aufgegeben haben- als Langzeit-PatientInnen und "StammkundInnen" in der "Psychiatrischen Mühle" zerrieben, bevormundet und mit dem IV-Stempel "psychisch gestört" versehen, weiter verwaltet.
    Ich übertreibe ganz bewusst, auch wenn ich selber einer solchen "Vereinnahmung" widerstanden habe und von an sich sehr sinnvollen Therapien sehr profitiert habe.
    • Mephista87 30.04.2016 16:21
      Highlight Highlight Warum dieses veraltete Bild der Psychiatrie zeichnen, wenn man selber offensichtlich gar nicht so schlechte Erfahrungen gemacht hat?

      Klar gibt es bis heute bei einigen Krankheitsbildern chronische Verläufe, die auf Dauer zur Unselbständigkeit führen, ironischerweise deutet die Forschung jedoch darauf hin, dass diese durch unregelmässige Medikamenteneinnahme gefördert werden.
      Würden die Patienten vom ersten Krankheitsschub an die Medis konsequent einnehmen, könnten schwierige Verläufe eher verhindert werden.
      Medikanente sind nicht grundsätzlich schlecht.
    • rodolofo 30.04.2016 17:10
      Highlight Highlight Ich habe die Psychiatrie als hilfreiche und zugleich hochgradig gefährliche Institution kennengelernt.
      Der "Psycho-Tripp" ist eine Gratwanderung zwischen dem Absturz in eine bevormundete Abhängigkeit (kombiniert mit Drogensucht) und einem aussichtslosen Kampf gegen eine Hydra von aufgeweckten Monstern.
      Wenn Du aber durch diese Schlangengrube hindurch gegangen bist, ohne von eine diesen Schlangen gebissen zu werden und Du im Gegenteil auf sehr herzliche MitpatientInnen und PflegerInnen getroffen bist, dann bist Du geheilt!
      Von jetzt an wirst Du Schlangen lieben und achten, wie Dich selbst.
    • rodolofo 30.04.2016 17:17
      Highlight Highlight @ Mephista87
      Zur Verharmlosung von Psychopharmaka kann ich nur sagen: Das ist die übliche Verharmlosung solcher unberechenbar im Stoffwechsel einwirkenden Chemikalien-Coctails.
      "Glückspillen" gibt es nicht, egal in welcher Dosis und wie regelmässig sie jemand einnimmt.
      Hingegen kann sich der Stoffwechsel darauf einstellen, im Versuch diese äussere Störung zu kompensieren und zu neutralisieren.
    Weitere Antworten anzeigen

Germanische neue Medizin: Die tödlichen Krebstherapien des verurteilten Arztes Ryke Geerd Hamer

Für manche Heiler, Quacksalber und Vertreter der Alternativmedizin sind konventionelle Krebstherapien des Teufels. Sie sehen in Ärzten Mörder, vor allem in Onkologen. Diese würden Krebspatienten mit Chemotherapie oder Bestrahlung umbringen, behaupten sie.

Folglich sind Spitäler für sie Handlanger der Pharmaindustrie, die aus Profitgier Kranke bewusst sterben lassen. Diese Heiler glauben allen Ernstes, dass Tausende Spitäler bewusst tödliche Therapien anwenden. Dass Zehntausende von Ärzten …

Artikel lesen
Link zum Artikel