Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mit diesen 8 kreativen Methoden versuchen CH-Gemeinden Sozialhilfebezüger loszuwerden



Der Fall sorgte vergangene Woche weit über die Kantonsgrenzen für Aufsehen: Nachdem der Mietvertrag eines Eritreers in Rafz ZH ausgelaufen war und der junge Mann trotz 100 Bewerbungen keine neue Unterkunft fand, weigerte sich die Gemeinde, ihn bei der Suche zu unterstützen. Stattdessen wurde ihm vom Sozialsekretariat nahegelegt, eine Notschlafstelle in Zürich oder eine Flüchtlingsunterkunft aufzusuchen, oder – da die Temperaturen nun wieder wärmer seien – im Freien ein Zelt aufzustellen. Für Beobachter ist klar: Rafz versucht, einen ihr unliebsamen Sozialhilfebezüger abzuschieben. 

Kein Einzelfall, wie ein Blick auf die Landkarte zeigt. Mit verschiedenen Mitteln versuchen Gemeinden in der ganzen Schweiz, Sozialhilfebezüger loszuwerden. Um das sogenannte Abschiebeverbot zu umgehen, werden mitunter kreative Lösungen angewendet.

Meist handelt es sich um Gemeinden mit einer hohen Sozialquote, die über die finanzielle Last und die fehlende Unterstützung durch die Kantone klagen. Das Problem zeigt sich laut Alexander Suter, Rechtsexperte der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS, vor allem dann, wenn es nicht nur um den Lebenserhalt geht, sondern weitere Kosten dazukommen, zum Beispiel die Fremdplatzierung bei Kindern. «In diesen Fällen geraten kleinere Gemeinden mit geringem Budget schnell unter Druck», so Suter.

Tatsächlich stiegen in der Schweiz die Ausgaben für die Sozialhilfe seit 2005 um das Doppelte auf 2.7 Milliarden Franken, mehr Menschen leben von der Sozialhilfe. Die Zunahme widerspiegelt einerseits das Bevölkerungswachstum und anderseits die steigenden Mieten und Krankenkassenprämien. 

Für Suter ist klar: «Die Probleme betreffen vor allem Kantone, in denen kein fairer Kostenausgleich existiert. Die SKOS stellt deshalb schon lange die Forderung nach einem wirksamen Kostenausgleich.» Insgesamt, so Suter, seien die Kosten nämlich durchaus zu bewältigen.

Ähnlich sieht das Pierre Heusser, Vertrauensanwalt der Unabhängigen Fachstelle für Sozialhilferecht UFS: «In Kantonen mit kantonaler Finanzierung, beziehungsweise einem horizontalen Sozialhilfeausgleich unter den Gemeinden, ist die Situation viel entspannter als in den Kantonen, in denen jede Gemeinde die Sozialhilfe aus dem eigenem Budget finanzieren muss.»

Auch der Schweizerische Gemeindeverband SGV, der 72 Prozent aller Gemeinden vertritt, begrüsst eine solidarischere Verteilung der Kosten: «Ein System wie der innerkantonale Lastenausgleich zwischen den Gemeinden ist deshalb auch aus Sicht des SGV ein wichtiges Instrument, das die einzelne Gemeinde entlasten kann.» Es löse keine Probleme, wenn die Person einfach an die Nachbarsgemeinde «abgeschoben» werde. Vielmehr müsse es im Interesse der Gemeinden liegen, dass hier eine gewisse Solidarität greift.

Der Vorschlaghammer

Andreas Glarner, Gemeindeammann Oberwil-Lieli, posiert eingangs Dorf Lieli vor der Ortstafel in Oberwil-Lieli, Kanton Aargau, am Mittwoch, 23. September 2015. Im Hintergrund links das Gebaeude seines Arbeitgebers, die Careproduct AG. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Andreas Glarner, ehemaliger Gemeindeammann von Oberwil-Lieli.  Bild: KEYSTONE

Die Bilder brachten ihn vom Gemeindepräsidenten einer kleinen Aargauer Gemeinde bis in den Nationalrat. Als Andreas Glarner 2015 unverfroren in Kameras vom Lokal-TV bis zum ARD diktierte, dass er lieber Häuser niederreisse als Flüchtlinge aufzunehmen, die seiner Gemeinde auf der Tasche lägen, entfachte er einen Sturm der Entrüstung, der über zwei Jahre andauerte und Glarner schliesslich ins Schweizer Bundeshaus trug. 

abspielen

Glarner ist mittlerweile nicht mehr Gemeindeammann, seine Methoden bereut er aber auch drei Jahre später kein Stück. In einem Interview mit der «Limmattaler Zeitung» Anfang Jahr gab Glarner unumwunden zu, dass es sein Ziel war, Oberwil-Lieli für Sozialhilfebezüger unattraktiv zu machen. «Es geht in diese Richtung, ja. Man kann nicht einfach Geld verteilen an jene, die Geld abholen wollen. Man muss die Leute röntgen, ihnen das Autokennzeichen wegnehmen, sie zum Arbeiten bringen.»

Der Sparhammer

Blick aus dem Fenster der Asylunterkunft Aarburg am Samstag, 25. Oktober 2014. Am Tag der offenen Tuer konnte sich die intressierte Bevoelkerung ein eigenes Bild von der Asylunterkunft machen, welche im Fruehling zu landesweiten Schlagzeilen fuehrte. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Einen ähnlichen Ansatz wie Glarner wählte die Aarburger Sozialhilfevorsteherin Martina Bircher (SVP). Um die jährlichen Kosten zu senken, die Flüchtlinge der Gemeinde pro Jahr verursachten, entschied sich Bircher, das Mietgeld in einzelnen Fällen zu kürzen. Die Differenz zum effektiven Mietzins mussten die Flüchtlinge aus der eigenen Tasche berappen. Geld aus dem Existenzminimum, das nicht für die Miete gedacht ist.

Die das-Gras-ist-grüner-Methode

Beobachter wie Rechtsanwalt Heusser sprechen von einem Wettbewerb unter den Gemeinden, sich gegenseitig Sozialhilfebezüger zuzuschieben. Eine der «sanfteren» Methode dabei ist das Anpreisen der Leistungen in den Nachbargemeinden gegenüber Sozialhilfebezügern. Eine andere, dass die Gemeinde zusagt, Umzug und Mietkaution zu übernehmen, falls die Person sich zum Wegzug entschliesse. Dies sagte der Leiter der sozialen Dienste St.Gallen gegenüber dem Tages-Anzeiger 2015. 

Heusser ist überzeugt, dass derartige Fälle zunehmen werden. «Im Endeffekt führt dies zu einem unwürdigen Sozialhilfewettbewerb, analog zum Steuerwettbewerb.» Dies liege auch daran, dass sich das Image der Sozialhilfe verändert habe. «Früher sprach man von einer Hilfeleistung, heute ist es ein Kostenfaktor. Daran ist die SVP mitverantwortlich, die sich den Kampf gegen angebliche Sozialhilfebetrüger auf die Fahnen geschrieben hat und daran interessiert ist, Einzelbeispiele aufzubauschen und zu verallgemeinern.»

Die Ausschaffungs-Methode

Noch einmal Aarburg, noch einmal die SVP-Grossrätin Bircher. Mit einer Motion forderte Bircher die Regierung auf, Ausländer, die Sozialhilfe beziehen, konsequenter auszuschaffen. Die Schweiz importiere Ausländer aus Drittstaaten in die Sozialhilfe, anstatt sie auszuschaffen, kritisierte Bircher in einem Interview mit dem «Zofinger Tagblatt» im Januar. Die Regierung lehnte die Motion zwar schliesslich ab, setzte die Hürden für Verwarnungen von ausländischen Sozialhilfebezügern aber herunter, wie die Aargauer Zeitung berichtete.

Die Aufwertungs-Methode

Bild

Schmerikon, Kanton St.Gallen. Bild: wikimediacommons/rolandzh

Günstiger Wohnraum, das ist für den Gemeindepräsident von Schmerikon ein Graus. Félix Brunschwiler (parteilos) ist überzeugt, die Sozialhilfequote seiner Gemeinde lässt sich senken, wenn man nur die Zahl von günstigen leerstehenden Wohnungen senkt. Brunschwiler rief deshalb in diesem Frühling an einer Bürgerversammlung im April Eigentümer auf, ihre Liegenschaften aufzuwerten, um die Mietpreise erhöhen zu können. Je mehr teurer Wohnraum, desto weniger Sozialhilfebezüger, so die Milchbüchleinrechung in Schmerikon. Ähnlich ging die Baselbieter Gemeinde Grellingen vor einigen Jahren vor. 

Die Empfehlung zur Abweisung

Funktioniert ähnlich wie die Aufwertungs-Methode. Im Unterschied zu obiger funktioniert sie aber auch ganz ohne dass Eigentümer Geld in ihre Liegenschaften stecken müssen. Riniken, eine kleine Aargauer Gemeinde, forderte 2014 Hausbesitzer auf, ihre Liegenschaften nicht an Personen zu vermieten, die von ausserhalb kommen und Sozialhilfe beziehen, wie SRF berichtete

Die Blame-the-Shipper-Methode 

Einen originellen Kniff liess sich Emmen 2010 einfallen: Die Vorortsgemeinde der Stadt Luzern deutete eine private Pension einst ohne viel Aufhebens zu einem Heimplatz um. Weil diese nicht als Wohnsitz gelten, hätte so die Herkunftsgemeinde für die Kosten tragen müssen. Das abenteuerliche Vorgehen Emmens scheiterte schliesslich vor dem Luzerner Verwaltungsgericht

Die persönliche Intervention

Thomas Mueller freut sich ueber seine Wahl zum Staenderatskandidaten, an der Delegiertienversammlung der SVP des Kantons St. Gallen, am Mittwoch, 5. November 2014, in Moerschwil. Die Delegierten haben Thomas Mueller, Nationalrat und Rorschacher Stadtpraesident, als Kandidat fuer die Staenderatswahlen 2015 nominiert. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Thomas Müller, SVP-Nationalrat und Gemeindepräsident von Rorschach, St.Gallen. Bild: KEYSTONE

Dass Rorschach als erste Gemeinde überhaupt aus der SKOS-Richtlinie ausgetreten ist, hat massgeblich mit einer Person zu tun: Gemeindepräsident Thomas Müller, «Sozialexperte» der SVP. Müller, hinter vorgehaltener Hand auch als «König von Rorschach» bekannt, zog schon fast alle Register, um Sozialhilfebezüger loszuwerden – unter anderem auch die Aufwertung von günstigen Altbauwohnungen. Ein Fall aus dem Jahr 2015 war aber selbst für Müller-Verhältnisse ungewöhnlich: Der SVP-Nationalrat soll damals durch persönliche Intervention verhindert haben, dass eine Sozialhilfebezügerin und zweifache Mutter Wohnsitz in der Gemeinde erhielt, wie der «Beobachter» berichtete. Müller, beziehungsweise Rorschach, wurde schlussendlich 2016 vom Kanton St.Gallen zurückgepfiffen.

Das könnte dich auch interessieren:

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Die Sozialhilfe nimmt uns Schweizern die Frauen weg!

abspielen

Video: watson/Renato Kaiser

Abonniere unseren Newsletter

119
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bosshard Matthias 27.06.2018 07:27
    Highlight Highlight Das System ist doch total falsch, Bashing nützt gar nichts ich kann die Gemeinden verstehen. Es kann nicht sein das es dann die Bürger der Gemeinde ausbaden müssen. Spätestens wer Pensioniert wird und PK+AHV bezieht und vielleicht mit Glück noch 3500.- zum Leben hat das aber dann auch noch versteuern darf in der Gemeinde wird Aufwachen, die Zeit der reichen Rentnern ist nämlich längst vorbei, versprochen den ich sehe in einer grossen Firma die Pensionskassen und Löhne. Auch werden die EL und sonstige Unterstützungen weiter sinken, zu viele ziehen am Euter das ist Fakt, freut euch.
    • Fabio74 27.06.2018 15:44
      Highlight Highlight Es ist nun mal Gemeindeaufgabe. Gesetzlich so geregelt. Wen das stört, sollte politisch aktiv werden
  • Töfflifahrer 27.06.2018 05:28
    Highlight Highlight Tja, immer die SVP, für die sond Sozialhilfebezüger = Ausländer. Ind was ist mit den „Eidgenossen“, die in Not geraten? Genau, die will man ja auch weg haben. Ich hoffe ein Teil der SVP Wähler merken langsam, dass SVP nur heisst Interessenpolitik für die Reichen und dass man den hohlen Parolen endlich auch Fakten gegenüberstellt.
  • Dominik Treier 26.06.2018 19:47
    Highlight Highlight Ach die SVP unsere Volkspartei! Ich wusste gar nicht, dass die Definition von Volk, steinreiche Egoisten, die im Leben viel Glück hatten ist. Man lernt nie aus... Danke liebe SVP!
  • Göönk 26.06.2018 14:33
    Highlight Highlight Die Schweiz hat mit Sozialhilfe-Empfängern das gleiche Problem wie die EU mit den Flüchtlingen: es gibt sie, aber niemand will sie haben. Die EU-Staaten schauen einfach, dass die Flüchtlinge nach DE oder SW weiterkommen, in der Schweiz möchte man die Sozialfälle einfach einer anderen Gemeinde unterjubeln. St. Florian, bist dus?
    • Fabio74 26.06.2018 19:31
      Highlight Highlight nur gehts Sozialhilfe nicht nur an Flüchtlinge und das berüchtige Dorf Rorschach mit dem SVPler Müller an der Spitze, dem Dorfpräsident mit dem höchsten Einkommen, scheucht verfassungswidrig SChweizer Bürger aus seiner Gemeinde raus.
  • Timmy :D 26.06.2018 14:18
    Highlight Highlight Eine Problemverlagerung. Na toll. Denen ist es wohl auch egal wenn das Haus des Nachbarn brennt, solange kein Glutstücken rüberfliegt. Unglaublich welche kurzfristig denkenden Menschen das sagen haben. Der Klimawandel zeigt auf, dass Probleme nicht einfach an andere Orte geschoben werden können. Hauptsache die eigenen Taschen und Ranzen sind voll.
    Ich habe fertig.
  • sherpa 26.06.2018 14:15
    Highlight Highlight Also wen jemand glaubt, der Glarner sei kreativ, der hat bis heute nichts begriffen
  • Wilhelm Dingo 26.06.2018 13:44
    Highlight Highlight Die beste Massnahme zur Verminderung von Sozialhilfebezügern beginnt berrits an der Grenze.
    • dorfne 26.06.2018 14:07
      Highlight Highlight Und die Arbeigeber dürfen Leute entlassen und durch Ausländer aus der EU ersetzen, ungehindert, wie es ihnen grade gefällt. Daran wird auch der Inländervorrang nichts ändern. Die Arbeitgeber werden einfach an jedem Inländer etwas auszusetzen haben und so wird Alles beim Alten bleiben.
    • dding (@ sahra) 26.06.2018 15:31
      Highlight Highlight Grausufe
      Jup, sie haben recht.
      Es nennt sich, Freier Personen Verkehr oder PFZ
    • Geophage 26.06.2018 20:57
      Highlight Highlight @Graustufe Rot

      Offensichtlich werden ausnahmlos alle Frimen von bösen Ausländern geführt. Peter Müller jedenfalls hat nur Schweizer eingestellt.

      Wer von jemandem ausgestochen wird, der weder Deutsch kann, noch von hier ist, der hatte schon vorher Probleme. Es ist natürlich einfacher den Anderen die Schuld zu geben.
  • dorfne 26.06.2018 13:41
    Highlight Highlight Nicht nur Migranten sind auf günstige Wohnungen angewiesen, sondern alle Leute mit eher kleinem Einkommen, die fleissig Steuern zahlen. Schlimm ist: diese Gemeindekönige schämen sich nicht einmal für ihre zutiefst unsoziale Einstellung. Viele Gemeinden fördern den Bau von Eigentumswohnungen, in der Hoffnung gute Steuerzahler anzulocken. Spätens wenn der Hypozins steigt, die Leute den Job verlieren, 3 Kinder in die Schule schicken, merkt man, dass die Rechnung nicht wie gewünscht aufgeht!
    • häxxebäse 26.06.2018 16:16
      Highlight Highlight Aber genau diese werden gewählt..........
  • manuel0263 26.06.2018 13:25
    Highlight Highlight Wieviele Jahrhunderte wird es wohl noch dauern, bis die Politik es endlich mal schafft, arbeitslose Menschen über 50 Jahren (über 45 ??) wieder in Arbeit zu bringen? Ein Arbeitgeber in der Schweiz kann (fast) machen, was er will...und die Arbeit vieler höherer Angestellter besteht meines Erachtens darin, den eigenen Job/ die eigene Position abzusichern. Welch unternehmensorientierte Aufgabe!
    • Matti_St 26.06.2018 14:25
      Highlight Highlight Dabei könnte man Firmen, die Ausgesteuerrecht usw einstellen, steuerlich unterstützen. Aber lieber die Steuervorlage 17 mit der AHV verknüpfen.
    • Lucida Sans 26.06.2018 15:23
      Highlight Highlight Es wird so lange dauern, wie die CH Bürger an der Urne alles ablehnen, was ihnen eigentlich nützen könnte. Nur weil sie sich von ein paar Panikmachetn ins Bockshorn jagen lassen.
  • Zarzis 26.06.2018 13:10
    Highlight Highlight Gerade NR der SVP Thomas Müller zeigt doch wie Scheinheilig das ist.
    Müller Vertreibt Sozialfälle aus Rorschach. Verhindert das sich solche bei der gemeinde Anmelden können. Dabei ist er der best Verdinnende Gemeinde Präsident der Schweiz. Es sollen sich angeblich um 360 000Fr. Im Jahr handeln. Tschäppert in Bern, Mausch in Zürich oder Züsli in Luzern, bekommen 200 000 bis 240 000! Natürlich Rorschach ist die Bevölkerungsreichste Gemeinde der Schweiz.
    P.S. Der Lohn wurde auf Wunsch Herr Müller extra auf diese Höhe geschraubt.
  • Schlingel 26.06.2018 13:00
    Highlight Highlight Wer als Ausländer/Flüchtling nach x-Jahren in der Schweiz immer noch Sozialhilfe bezieht, gehört auch konsequent abgeswiesen.

    Gerade Aarburg kann ich dabei verstehen. 2016 gingen von den 17 Millionen, welche gesamthaft durch Steuern eingenommen wurden wieder 5.7 Millionen an Sozialhilfebezieher. Dies ist einfach nur irrational!

    Hier noch eine kleine Grafik dazu:
    Benutzer Bild
    • Wilhelm Dingo 26.06.2018 13:49
      Highlight Highlight @Schlingel: da macht es doch Freude am Morgen aufzustehen um zu Arbeit zu fahren!
    • Posersalami 26.06.2018 14:07
      Highlight Highlight Also ihre tolle Liste weist "nur" 3.5mio aus. Wer bezieht die anderen 2.2mio und was tut die Gemeinde dafür, dass die Menschen auf der Liste aus der Armut kommen, oder wenigstens deren Kinder?

      Vermutlich nichts.
    • stabiler 26.06.2018 14:08
      Highlight Highlight @Schlingel: Sowas sieht man hier aber nicht gerne, deswegen auch die Blitze, freilich ohne Begründungen.

      Fakt ist doch: Die SH war ursprünglich mal als letztes Netz der sozialen Absicherung gedacht. Man finanziert dieses Netz von den Steuern und hofft, dass man nie darauf angewiesen ist. Und wenn, dann schaut man, dass man möglichst rasch davon wegkommt. Wenn es sich dann ein paar wenige in diesem Netz bequem machen - sei's drum. Aber die SH war sicher nicht gedacht, um Tausenden Flüchtlingen, die nie einen Rappen Steuern bezahlt haben, als Lebensgrundlage zu dienen. Und das tut sie aktuell.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 1+1=3! Initiative 26.06.2018 12:19
    Highlight Highlight Zusammengefasst: Es geht nur ums Geld.

    Das wäre ganz einfach zu lösen: Der Bund müsste die Gemeinden für den finanziellen Aufwand der Flüchtlinge entschädigen, und zwar etwas höher, als der effektive Aufwand beträgt. Die Gemeinden würden sich anschliessend um die Flüchtlinge reissen..
    • Chili5000 26.06.2018 12:55
      Highlight Highlight Es geht aber nicht nur um Flüchtlinge. Es gibt auch sehr viele Schweizer die Sozialhilfe beziehen... Die Kosten müssten im Kanton gerecht verteilt werden.
    • El Vals del Obrero 26.06.2018 13:07
      Highlight Highlight Bezeichnet man jetzt Schweizer Arme jetzt auch als "Flüchtlinge"?

      Eigentlich gar nicht so falsch. Man ist nirgends willkommen, alle haben nur das Ziel solche Menschen abzuschrecken, gefühlt 3/4 der Politik geht nur noch darum, es wird einem vorgeworfen, dass man böse oder parasitär sei ("falsche" Flüchtlinge/Scheininvalid/will nicht arbeiten).

      Also eigentlich tatsächlich fast das Gleiche.
    • Hierundjetzt 26.06.2018 13:20
      Highlight Highlight ...der Bund bezahlt auch zu 100% die Kosten. Bis 3 Jahre nach dem Asylentscheid für anerkannte Flüchtlinge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 26.06.2018 12:11
    Highlight Highlight Der einzelnen Gemeinde kann man das im Prinzip (aber nicht in der Methode) ja eigentlich nicht verübeln. Sie ist auch in diesem System von "die letzten beissen die Hunde" gefangen und wer nicht mitmacht, wird bestraft.

    Man muss bedenken, dass als die Gemeinden in der heutigen Grösse gegründet wurden, die Menschen zu Fuss oder bestenfalls zu Pferd unterwegs waren (die paar Gemeindefusionen seit dann machen kaum einen grundsätzlichen Unterschied). Damals hat das vielleicht halbwegs gestimmt.

    Heute hingegen birgt das die Gefahr der Ghettoisierung (auch z.B. die Goldküste ist ein Ghetto).
    • Hierundjetzt 26.06.2018 13:21
      Highlight Highlight Falsch. Es gibt einen 26x einen Innerkantonalen Finanzausgleich (ähnlich dem NFA) um exakt diese Schwächen auszugleichen.
    • tinette 26.06.2018 20:53
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Aber keinen Soziallastenausgleich. Der kantonale Finanzausgleich geht deshalb, zumindest im Kanton ZH, auf diese Probleme gar nicht wirklich ein. Und der Regierungsrat findet auch, ein Ausgleich sei in dieser Hinsicht nicht nötig. Folglich kann es sich für eine Gemeinde schon rechnen, möglichst wenig Sozialausgaben zu haben.
  • Jaklar 26.06.2018 12:02
    Highlight Highlight Das ganze ist beschämend für die schweiz. Muss man sich bald schämen schweizer zu sein.
    • Shlomo 26.06.2018 12:58
      Highlight Highlight Bald? Ich schäme mich schon lange für die Schweiz und ihren hohen Anteil an Xenophoben.
    • Genital Motors 26.06.2018 13:43
      Highlight Highlight he Shlomo, wenns dir nicht passt, dann geh. steht dir frei.
    • dorfne 26.06.2018 14:00
      Highlight Highlight @Shlomo. Es kommen zu viele und jeder kann kommen, bleiben und auf unsere Kosten leben. Wer das nicht einfach hinnehmen will ist nicht xenophob! Anstatt mit Killerphrasen um sich zu werfen, sollte man mal die Aengste der Einheimischen ernst nehmen und nicht immer gleich die Nazikeule schwingen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 26.06.2018 11:51
    Highlight Highlight Auf den Steuerwettbewerb folgt der Sozialhilfewettbewerb, bzw. auf den Kantönligeist folgt der Dörfligeist. Die Schweiz wird schon immer kleinkarierter...
    • Göönk 26.06.2018 14:37
      Highlight Highlight ... das war sie wohl schon immer ... man sieht es nur nicht immer gleich gut.
    • dan2016 26.06.2018 16:02
      Highlight Highlight es wird nicht nur Sozialhilfewettbewerb sein. Es ist Demografiewettbewerb… und er findet statt. Kinder reduzieren Steuereinnahmen und Kosten Schulen, weg mit denen... Alte lassen die Gesundheitskosten explodieren. Weg mit denen.
      Ideal sind alleinstehende gutausgebildete Ausländer, welche die Familie als Expads im Ausland lassen. Idealerweise in einer kleinen, teuren Wohnung....
  • Geophage 26.06.2018 11:47
    Highlight Highlight Es wird bestimmt nicht besser, wenn man die Betroffenen einfach vertreibt. Jemanden der ohnehin schon Probleme hat noch mehr zu belasten, ist doch bescheuert. Es heisst ja, alle Menschen sind gleich und nicht alle Menschen sind mir gleichgültig. Wie soll man aus einem Loch finden und wieder produktiver Teil der Gesellschaft werden, wenn die Gemeinde einen Deckel auf das Loch legt und sich mit ihrem fetten Arsch drauf setzt?
  • Madison Pierce 26.06.2018 11:13
    Highlight Highlight Das System der Sozialhilfe ist in zweierlei Hinsicht ungerecht:

    - Die Lasten werden nicht fair verteilt. Kleine Gemeinden können schon mit wenigen Sozialhilfeempfängern finanzielle Probleme bekommen. Ein schweizweiter Ausgleich hätte aber den Nachteil, dass die Gemeinden weniger auf Einsparungen achten würden.

    - Es gibt zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für renitente Bezüger. Es wird nicht gross unterschieden zwischen dem 55-jährigen Langzeitarbeitslosen und dem 20-jährigen Faulenzer. Der 55-Jährige bekommt (aus meiner Sicht) unfair wenig Geld, der 20-Jährige zu viel.
    • thzw 26.06.2018 12:43
      Highlight Highlight Kannst du mir erklären, was ein 20-jähriger Faulenzer sein soll? Leute, die sich mit 20 an die Sozialhilfe wenden, sind keine Faulenzer, sondern haben meistens genau so gute Gründe das zu tun, wie jeder andere auch.
    • phreko 26.06.2018 13:19
      Highlight Highlight Was wenn der 20 Jährige einfach zu wenig Intelligent und der 55 Jährige zu faul ist?

    • dorfne 26.06.2018 13:27
      Highlight Highlight Die SVP fordert, dass über 55jährige die lange Steuern und Sozialabgaben gezahlt haben mehr Sozialhilfegeld bekommen sollten als unter 25jährige! Die gleiche Partei will den Ü65 die noch länger eingezahlt haben die Renten kürzen. Was für eine verlogene Politik!!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerSimu 26.06.2018 11:03
    Highlight Highlight Glarner sagt, der wolle, dass Flüchtlinge arbeiten. Finde ich gut!

    Jetzt müssen wir nur noch das Arbeitsverbot für Flüchtlinge bekämpfen. Welche Partei unterstützt diese Regelung denn?

    Was..?

    Glarners Partei...? SVP...?

    Aber das würde doch heissen...

    Ehm...

    Ja...
    • Astrogator 26.06.2018 12:22
      Highlight Highlight Der Glarner will keine Probleme lösen, der will fpr seine Partei die Stimmen des asozialen Sumpfs .
    • Roterriese #DefendEurope 26.06.2018 12:32
      Highlight Highlight Echte Flüchtlinge dürfen arbeiten...

      Jeder Flüchtling, auch vorläufig aufgenommene Flüchtlinge, darf ohne Einschränkung eine Erwerbstätigkeit ausüben und die Stelle und den Beruf wechseln (Art. 61 AsylG).

      Voraussetzung ist halt, dass man Flüchtling ist und nicht illegaler Migrant.
    • DerSimu 26.06.2018 12:38
      Highlight Highlight @roterriese ja, und wie lange dauert es bis man offiziell aufgenommen ist? Sollen sie bis dahin in zelten schlafen oder wie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erarehumanumest 26.06.2018 11:00
    Highlight Highlight Was soll der Aufschrei? Ganz ehrlich: Ich zahle lieber für eine Kunsteisbahn als für einen Flüchtling Steuern.
    • Geophage 26.06.2018 12:17
      Highlight Highlight @Erarehumanumest

      Wer sagt dass der Sozialhilfebezüger ein Flüchtling ist. Sollte es Sie treffen können sie ja auf der Eisbahn übernachten.
    • Astrogator 26.06.2018 12:20
      Highlight Highlight Ach, und Schweizer EL-Bezüge?
      Gilt auch als Sozialkosten....
    • Hierundjetzt 26.06.2018 13:17
      Highlight Highlight Erare usw: Das kommt davon wenn man nur das SVP Extrablatt liest.

      Hier extra für Dich die Fakten:

      Flüchtlinge: Kosten werden zu 100% von der Eidgenossenschaft übernommen.

      Sozialhilfe: 50% Aliementebvorschussung weil die Erarehumanumests dieser Schweiz gerne "vergessen" die Alimente zu bezahlen.

      Restliche: Ausgesteuerte oder kranke Menschen.

      Dein Argument ist komplett invalid. Aber dafür hast Du ja sooo einen tollen Nick.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 26.06.2018 10:59
    Highlight Highlight "Günstiger Wohnraum, das ist für den Gemeindepräsident von Schmerikon ein Graus."

    Nicht nur in Schmerikon ist das eine Tatsache!

    Ich habe schon bei diversen Projekten (Wohnungsbau) von der Gemeinde direkt gesagt bekommen, dass sie keine günstigen 1.5 Zimmer Wohnungen in dem jeweiligen Neubau wollen.

    Ich finde das einen riesigen Skandal. Was sagen all jene dazu, die nicht viel Miete zahlen können? Sind ja längst nicht alles Sozialfälle! Da muss eingeschritten werden und zwar gestern!
    • MacB 26.06.2018 13:26
      Highlight Highlight Dass sie keine günstigen Wohnungen bereitstellen wollen ist aber nicht Ursache sondern Symptom.

      Lass uns mal bei den Symptomen anfangen.
    • Wilhelm Dingo 26.06.2018 13:46
      Highlight Highlight @Posersalami: die einkommensschwachen Schichten bekommen die Armutsmigration als erste zu spüren.
    • Posersalami 26.06.2018 13:56
      Highlight Highlight Ok, also erhöhen alle Löhne unter dem Median jedes Jahr um 5%. Dann kann sich auf die Couiffeuse in ein paar Jahren eine schöne 4 Zimmer Wohnung leisten. Ok?

      ------------------

      Die Sozialhilfe gehört mMn. nicht mehr in die Hand der Gemeinden. Sozialhilfe sollte aus einem Topf vom Bund bezahlt werden. Dafür Bundessteuer rauf, Gemeindesteuern runter. So wäre diesem furchtbare hin und hergeschiebe von Menschen endlich der Boden entzogen.
    Weitere Antworten anzeigen

Die beliebtesten Ausflugsziele jedes Kantons: Welche hast du schon besucht?

Dass das Matterhorn die beliebteste Attraktion im Kanton Wallis ist, überrascht wenig. Doch wer hat es in den anderen Kantonen auf Platz 1 geschafft? Die Karte der beliebtesten Attraktionen hält einige Überraschungen bereit.

Viele beliebte Ausflugsziele in der Schweiz sind frei zugänglich, so zum Beispiel der Creux du Van oder der Rheinfall (zumindest vom nördlichen Ufer her). Genaue Besucherzahlen sind ohne Ticketverkäufe oft schwer zu messen und deren Beliebtheit daher nicht ganz einfach zu vergleichen.

Eine Methode für ein Ranking über beliebteste Attraktionen hat jedoch die Bewertungsplattform TripAdvisor entwickelt (siehe Infobox). Wir haben für jeden Kanton (die beiden Halbkantone Basel-Stadt und -Land, …

Artikel lesen
Link zum Artikel