Jetzt ist es definitiv: Roger Elsener wird neuer SRF-Direktor
Roger Elsener wird neuer Direktor von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Der 47-jährige Medienmanager tritt die Nachfolge von Nathalie Wappler an, die im vergangenen September ihren Rücktritt bekanntgegeben hat. Gleichzeitig wählte der Verwaltungsrat der SRG Nicolas Pernet und Moritz Stadler zu Direktoren der neuen Bereiche Angebot und Operationen.
Der Verwaltungsrat der SRG sei mit dieser Wahl einstimmig dem Vorschlag des Regionalvorstands SRG Deutschschweiz gefolgt, teilte die SRG am Mittwochmorgen mit.
Mit Elsener wird die SRF-Spitze mit einer Person ausserhalb des Unternehmens besetzt. Er ist derzeit als CEO von Zattoo tätig, dem Schweizer Internet-TV-Streaminganbieter. Zuvor war er Geschäftsführer von CH Media Entertainment und seit 2018 Mitglied der Geschäftsleitung der Radio- und TV-Gruppe von CH Media.
Elsener schloss 2003 sein Studium an der Universität Zürich mit einem Master in Publizistik ab. Er wohnt in seinem Geburtsort Menzingen ZG. Elsener wird sein Amt nahtlos auf den Abgang von Wappler am 1. Mai antreten.
Elsener sieht es als Priorität seiner Arbeit, SRF als modernes digitales Leitmedium weiter in die Zukunft zu führen und das Programmangebot im Zuge der aktuellen Technologiesprünge zu präzisieren, wie er an der Medienkonferenz der SRG sagte.
Neue Direktoren für neue Bereiche
Gleichzeitig wählte der Verwaltungsrat Nicolas Pernet zum Direktor Angebot und Moritz Stadler zum Direktor Operationen der SRG. Sie werden ihre Ämter beide am 1. April antreten.
Pernet ist aktueller Leiter von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR. Stadler leitet seit Mitte 2025 beim Transformationsprojekt «Enavant» bereits den Bereich Operationen. Er war als Spezialist für die Umsetzung internationaler Grossprojekte zudem für die SRG als Co-Produzent für die Austragung Eurovision Song Contest 2025 in Basel mitverantwortlich.
Die beiden neuen Bereichen seien als Weichenstellungen für einen starken Medienbetrieb in herausfordernden Zeiten zu verstehen, schreibt die SRG.
Mit den Wahlen werde der Wandel mit dem Ende 2024 gestarteten Transformationsprojekt «Enavant» hin zu einem «digitaleren, schlankeren und beweglicheren Medienunternehmen» vorangetrieben, heisst es. In Zukunft wolle die SRG stärker über die Regionen hinweg zusammenarbeiten und entsprechende Synergien nutzen.
Neubesetzungen unter Spardruck
Nathalie Wappler hatte im September 2025 überraschend ihren Rücktritt als SRF-Direktorin angekündigt. Nach sechseinhalb Jahren sei es an der Zeit, dass eine neue Person die Veränderungen bei SRF in den nächsten Jahren gestalte, hiess es damals.
Gleichzeitig hatte SRF an der Mitarbeitendenversammlung den Abbau von weiteren 66 Vollzeitstellen bis Ende 2025 bekannt gegeben. Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens im Sommer seien wie angekündigt weitere Spar- und Personalmassnahmen umgesetzt worden. Unter dem Strich wird von einem Abbau von 900 Vollzeitstellen bis 2029 ausgegangen. (sda)
